Wenn ein Film das Thema Krebs aufgreift, ist meist das Todesmotiv dominant. Bei Rothemund geht es eher um das „Trotzdem“, um die Kraft, den Kampf und schließlich den Neuanfang. Die Geschichte der 21-jährigen Studentin Sophie, die ein Jahr lang Chemotherapie und Bestrahlung über sich ergehen lassen muss, vereint das Drama der Lebensbedrohung mit der ungebrochenen Lebenslust einer jungen Frau. Die Qualen der Krankheit werden mit dem Gefallen, den Sophie an ihren schicken Perücken findet, kontrastiert, der Klinikalltag mit Ausflügen ins rauschende Nachtleben. Vorlage zum Film war übrigens der gleichnamige autobiografische Bestseller von Sophie van der Stap, die ihre Krebstherapie zunächst in einem Internettagebuch verarbeitet hat.