Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Paraíso

MEX

2014

Mariana Chenillo

Andres Almeida, Daniela Rincón

Kann eine Beziehung an einer gemeinsamen Diät scheitern? Carmen und Alfredo sind ein seit ihrer Jugend glückliches Paar in einem Vorort von Mexico-City. Als Alfredo aber ein verlockendes Jobangebot in der mexikanischen Metropole bekommt, ziehen sie in die hektische, laute und auf Äußerlichkeiten bedachte Riesenstadt. In der neuen Umgebung beginnt Carmen an ihrem Aussehen und ihrem Gewicht zu zweifeln. Voller Motivation stürzt sie sich in eine Diät und überredet auch Alfredo, daran teilzunehmen. Doch während bei ihrem Mann die Kilos nur so purzeln, will sich bei Carmen so gar kein Erfolg einstellen…

Pelo malo

VEN/ARG/PER/DEU

2013

Mariana Rondon

Samuel Lange Zambrano, Samantha Castillo

Der Halbwaise Junior ist ein kreativer, eigenwilliger Junge. Er lebt nach dem Tod seines Vaters mit seiner Mutter in einer Sozialsiedlung in Caracas. Dass er mit üppigen, widerspenstigen Locken gesegnet ist, gefällt Junior gar nicht, denn er würde fürs Jahrbuchfoto seiner Klasse gerne schönes glattes Haar wie ein Popstar haben. Ohnehin sind Singen und Tanzen seine großen Leidenschaften – was seine abweisende Mutter mit Argwohn betrachtet. Ein „richtiger Junge“ sollte sich mit solchem Firlefanz nicht abgeben. Allerdings hat Junior, der zwischen dem Bedürfnis, von seiner Mutter angenommen zu werden, und dem Wunsch, seine eigenen Pläne zu verwirklichen, hin- und hergerissen ist, in seiner Großmutter eine Unterstützerin…

Miss Viborg

DNK

2022

Marianne Blicher

Ragnhild Kaasgaard, Isabella Møller Hansen, Kristian Halken, Josephine Park

Solvej dreht ihre Runden, auf dem Rentnerscooter, zusammen mit ihrem Hund. Sie war einmal Schönheitskönigin, eine Vergangenheit, der sie nachhängt – jetzt lebt sie in ihrer täglichen Routine im Provinzkaff Viborg und bessert ihre Frührente durch den Verkauf rezeptpflichtiger Medikamente auf. Dann kracht die rebellische 17jährige Nachbarstochter in ihr Leben.

Öder Alltag, verpasste Chancen, feststeckendes Leben: Marianne Blicher erzählt in ihrem mehrfach preisgekrönten Film von der unwahrscheinlichen Freundschaft zwischen zwei Generationen, voll schräger Ideen, knorrigem Humor und mit einer famosen Filmdebütantin Ragnhild Kaasgard in der Hauptrolle.

 

Awka Liwen - Aufstand Im Morgengrauen

ARG

2010

Mariano Aiello

AWKA LIWEN erzählt die Geschichte der Feldzüge gegen die indigene Bevölkerung Argentiniens: eine Geschichte der Enteignung von 30 Millionen Hektar fruchtbarsten Landes, der Entstehung nationaler Gründungsmythen und historischer, gesellschaftlicher Kontinuitäten bis heute. Um die "zivilisierte (weiße) Bevölkerung" in den ländlichen Räumen vor der "Barbarei" durch indigene Stämme zu schützen, wurden diese ermordet und ihrer Länder beraubt. Von den Feldzügen, die im Jahr 1879 mit der sogenannten "Eroberung der Wüste" ihren Höhepunkt erreichten, profitierte in erster Linie eine kleine, sehr reiche Minderheit. Und wann immer diese Landoligarchie ihre Interessen in Gefahr sah, wehrte sie sich mit allen Mitteln, sogar mit Hilfe von Militärdiktaturen. So kommt es, dass in einem Land, das landwirtschaftliche Produkte exportiert, Armut und Unterernährung nach wie vor zum Alltag gehören. Zentrale Figur in dieser soziohistorischen Dokumentation ist der argentinische Schriftsteller, Historiker und Journalist Osvaldo Bayer (geboren 1927, Santa Fé), der insbesondere durch sein Werk LA PATAGONIA REBELDE (1972-1975) bekannt wurde, das als Spielflm 1974 den Silbernen Bären bei der Berlinale gewann. In Anwesenheit des Regisseurs

Der Boden unter den Füßen

AUt

2019

Marie Kreutzer

Valerie Pachner, Pia Hierzegger, Mavie Hörbiger, Michelle Barthel, Marc Benjamin

Lola, Ende 20, hat alles im Griff. Davon ist sie fest überzeugt, und so muss es auch sein: Sie arbeitet als Unternehmensberaterin, sie muss tough sein, sie darf nichts Menschliches an sich haben im Job. Sie arbeitet an ihrer Beförderung zum Associate Principal, oft in 48-Stunden-Powerschichten. Was keiner weiß: Sie unterhält eine Affäre mit ihrer Chefin. Was selbst die nicht wissen darf: Sie hat eine depressive Schwester, die suizidgefährdet in einer Wiener Psychiatrie einsitzt, während Lola in Rostock daran arbeitet, gut genug für das nächste Projekt in Sydney zu sein. Doch Lola kann weder ihrer Familiengeschichte noch sich selbst entfliehen.
Marie Kreutzer (DIE VATERLOSEN, WAS HAT UNS BLOSS SO RUINIERT) ist eine der interessantesten österreichischen Filmemacherinnen, die auf so treffende wie subtile Art Familienbeziehungen filmisch seziert.

Die Vaterlosen

AUT

2011

Marie Kreutzer

Andreas Kiendl, Andrea Wenzl

Mit dieser Schwester haben die Geschwister nicht gerechnet: Geboren in einer alternativen WG inklusive heuchlerischem Patriarchen, treffen sie Kyra nach über zwanzig Jahren wieder. Der Vater ist nun, und das ist auch der Grund des Treffens, mittlerweile gestorben. . Als Kyra erfährt, dass ihre Existenz verschwiegen wurde, beginnt sie alten Geheimnissen nachzuspüren. Und die Geschwister graben sich gemeinsam zu den Wurzeln ihrer Kindheit. Marie Kreutzer erzählt in ihrem Debütfilm eine aufwühlende Reise in die Vergangenheit, über Zugehörigkeit und Einsamkeit, Bindung und Freiheit. „Die 34-jährige Grazer Regisseurin Marie Kreutzer hat keinen politischen Film über eine antikapitalistische WG gedreht, die es auch im von den 68ern wenig beeinflussten Österreich gegeben hat. Ihr Film ist vielmehr ein Familienfilm, der mit viel Gespür für seine Figuren erzählt, welche psychischen Deformationen die Kinder, nun im Alter der Regisseurin, davon getragen haben, weil sie früher immer machen mussten, was sie wollten…“ schreibt die ZEIT.

Was hat uns bloß so ruiniert

AUT

2016

Marie Kreutzer

Vicky Krieps, Marcel Mohab, Pia Herzegger, Manuel Rubey, Pheline Roggan, Andreas Kiendl

Mitte 30, erfolgreich, cool – drei befreundete Paare leben selbstvergessen den Traum der bourgeoisen Bohéme, kurz "Bobo": Gleichermaßen idealistisch wie materialistisch züchten sie Tomaten auf dem Balkon, trinken lokal gerösteten Kaffee, teure Cocktails und würden sich nie ein elektronisches Gerät zulegen, auf dem nicht ein angebissener Apfel abgebildet ist. Und sie sind sicher: Ihr Kinderwunsch macht sie nicht zu Spießern. Natürlich wird diese neue Lebensaufgabe zum bisherigen lässigen und reflektierten Lebensstil passen! Oder…? In der Realität der Elternschaft nämlich ist das hippe, unbeschwerte Leben bald vorbei – und Marie Kreutzer, eine der verheißungsvollsten Regisseurinnen Österreichs, hat für ihren dritten Spielfilm einen großen Stoff für eine glänzend beobachtete Gesellschaftskomödie. Wie angepasst kann man sein, um noch als unkonventionell zu gelten?

The Ballad of Genesis and Lady Jaye

USA/FRA

2011

Marie Losier

Bei allem, was man über Genesis Breyer so hört, erwartet man bei einer Dokumentation in erster Linie schockierendes Material. Der englische Performancekünstler und Punkrocker sorgte in den Sechzigerjahren für öffentliches Ärgernis, als er begann, sich als menschliches Kunstwerk zu inszenieren und mit Skandal-Happenings Aufmerksamkeit zu erregen. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin, der Künstlerin Lady Jaye, die 2007 überraschend an Herzversagen starb, begann er seit 2000 an dem "Pandrogyne"-Kunstwerk zu arbeiten, bei dem sie sich mit zahlreichen medizinischen Eingriffen optisch einander angleichen ließen und zu androgynen "Zwitterwesen" mutierten. Doch der Film ist mehr als das Aufzählen von Provokationen. Es ist die romantische Geschichte einer großen Liebe zwischen zwei Menschen, die einander in ihrer Andersartigkeit gefunden haben und die perfekte Symbiose eingingen, bis der Tod sie entzweiriss. Der Debütfilm der Autorin und Regisseurin Marie Losier bewegt sich damit zwischen inszenierter Kunst und persönlichen Heimvideos. Ein gefühlvolles, traurig-schönes Porträt einer Liebe "bis aufs Blut".
Ausgezeichnet mit dem Caligari-Filmpreis auf der Berlinale 2011.
Mitgliederaktion: Eintritt für CQ-Mitglieder frei.

The Ballad Of Genesis And Lady Jaye

USA/FRA

2011

Marie Losier

Genesis P-Orridge, Lady Jaye Breyer P-Orridge

Eine romantische Geschichte einer großen Liebe zwischen zwei Menschen, die einander in ihrer Andersartigkeit gefunden haben und die perfekte Symbiose eingingen. Der englische Performancekünstler und Punkrocker Genesis Breyer P-Orridge hat seit 2000 seinen Kunstbegriff neu erfunden und möchte die Grenzen der Biologie sprengen. So ließ er sich mit seiner Lebensgefährtin Künstlerin Lady Jaye, die 2007 überraschend an Herzversagen starb, mit zahlreichen medizinischen Eingriffen optisch einander angleichen, um zu androgynen "Zwitterwesen" zu mutierten. Ein Debütfilm, der auf der Berlinale 2011 mit dem Caligari-Preis ausgezeichnet wurde. Ein intimes und berührendes Porträt. (also leider ab 18)

Wenn du Angst hast nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst

AUT

2025

Marie Luise Lehner

Siena Popović, Mariya Menner, Jessica Paar, Alessandro Scheibner, Daniel Sea

Spätsommer in Wien. Anna ist zwölf und lebt mit ihrer gehörlosen Mutter Isolde liebevoll, aber beengt. Der Wechsel aufs Gymnasium verändert Annas Leben. Ihre Mitschüler*innen kommen aus einer ganz anderen sozialen Schicht, Anna beginnt, sich für ihre Herkunft und ihre alleinerziehende Mutter zu schämen. Eine Komplizin findet sie in ihrer Klassenkameradin Mara, die mit feministischen Fragen provoziert und mit ihrem queeren Vater ebenfalls allein lebt.

Bedingungslos stellt sich Marie Luise Lehner in ihrem Langfilmdebüt an die Seite ihrer Held*innen. Das Nichthineinpassen erlaubt es ihnen, sich selbst kennen und schätzen zu lernen. Lehner hisst, ganz selbstverständlich und mit viel popkultureller Referenz, die bunte Flagge der Solidarität. Denn auf der Suche nach Identität wird die Welt nicht nur als weiß, heteronormativ oder nicht-behindert, sondern Vielfalt als Norm dargestellt.

Heinrich Vogeler - Aus dem Leben eines Träumers

DEU

2022

Marie Noëlle

Florian Lukas, Anna Maria Mühe, Naomi Achternbusch, Samuel Finzi. 90 Min.

Er war zu seiner Zeit der erfolgreichste Vertreter der Künstlerkolonie in Worpswede. Als Maler, Grafiker, Architekt und Designer stand Heinrich Vogeler (1872 – 1942) zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn ganz im Bann des Jugendstils. Angetrieben von der Idee, Kunst und gesellschaftliche Realität miteinander zu verbinden, startete Vogeler nach dem Ende des Ersten Weltkriegs verschiedene soziale Projekte mit, z. B. installierte er im Barkenhoff in Worpswede eine Kommune und Arbeitsschule, um zu beweisen, dass ein sozial gerechteres Leben für alle Menschen möglich ist. In der Hoffnung, noch intensiver künstlerisch am Aufbau einer besseren Gesellschaft mitwirken zu können, übersiedelte er ab 1931 in die Sowjetunion nach Moskau, wodurch sich sein künstlerischer Ausdruck und seine Themen entsprechend veränderten. Als Deutscher wurde er nach Hitlers Einmarsch in die Sowjetunion in eine Kolchose nach Kasachstan zwangsdeportiert, wo er 1942 starb. Der Film beleuchtet in Spielszenen und dokumentarischen Interviews die radikale Sinnsuche des Künstlers an Originalschauplätzen.
Einführung: Dr. Dorothee Höfert, Kunsthalle Mannheim

Herb, Mein Herbst?

CH

2004

Marie-Jeanne Urech

Rose, Nadine und Jacqueline sind zusammen 240 Jahre alt. Die drei Damen gehen noch immer einer Beschäftigung nach, mit der sie der Langeweile des Rentnerdaseins entfliehen wollen. Rose arbeitet zwei Tage pro Woche in einem Schönheitssalon, wo sie die brüchigen Fingernägel ihrer Kundschaft pflegt. Die aus der Sowjetunion emigrierte Nadine veranstaltet in ihrer Wohnung Konzerte mit russischen Straßenmusikern. Selbst als sie ins Krankenhaus muss, versteht sie den dortigen Konzertsaal für ihre Zwecke zu nutzen. Jacqueline ist Schriftstellerin und bemüht sich, ihre Manuskripte bei Verlagen unterzubringen, auch wenn sie diese nicht auf Anhieb im Computer findet. Das Thema dieser Dokumentation ist nicht die Verlängerung der Lebensarbeitszeit, sondern der Versuch dreier couragierter Damen, trotz vieler Fehlschläge ihrem Leben Selbstständigkeit und Würde zu verleihen. Gleichzeitig bildet HERB, MEIN HERBST? auch den Auftakt zu unserer Filmreihe „Älter werden – Lebensentwurf und Wirklichkeit“ in Zusammenarbeit midem Beratungsverein Viva, pro familia und dem Frauenbuchladen Xanthippe. (Mehr dazu in Kürze

Worauf warten wir noch?

FRA

2016

Marie-Monique Robin

Eine Gemeinde in Transition: Ungersheim, 2.200 Einwohner, im südlichen Elsass gelegen, stellt sich dem ökologischen und sozialen Wandel. 2009 startete die Kleinstadt ein partizipatives Demokratieprogramm, das alle Aspekte des täglichen Lebens umfasst: Ernährung, Energie, Verkehr, Wohnen, Geld, Arbeit und Schule. "Autonomie" ist das Schlüsselwort des Programms, das darauf abzielt, die Nahrungsmittelproduktion zu verlagern, um die Abhängigkeit vom Öl zu verringern, die Energie-Bilanz und die Entwicklung erneuerbarer Energien zu fördern und die lokale Wirtschaft durch eine ergänzende Währung (den „Radis)“ zu unterstützen. Marie-Monique Robin begleitete die Durchführung der Initiative mit der Kamera: Ihr Film ist ein Werkzeugkasten für den Wandel und Inspiration dafür, sich für den Schutz des Planeten zu engagieren.

Das Mädchen, das lesen konnte – Le semeur

FRA

2017

Marine Francen

Pauline Burlet, Alban Lenoir, Géraldine Paihas

1851. Louis Napoléon plant seinen Staatsstreich, um die 2. Republik zu stürzen. Alle Männer eines abgelegenen Bergdorfes in der Provence werden verschleppt. Die Frauen sind auf sich gestellt. Mit vereinten Kräften gelingt es ihnen, die Arbeiten des Jahreslaufs zu bewältigen. Trotz der Sorge um die verlorenen Männer sind die Frauen stolz auf ihre Unabhängigkeit. Nach vergeblichem Warten auf Lebenszeichen ihrer Männer fassen die Bäuerin Violette und ihre Freundinnen einen Entschluss: Der erste Mann, der das Dorf betritt, soll für sie alle da sein, um so das Fortbestehen des Dorfes zu sichern.
Nach der autobiographischen Erzählung der südfranzösischen Bäuerin Violette Ailhaud setzt der Film die patriarchalische Ordnung aus und zeigt eine weibliche Gemeinschaft, in der sich Männer mit einer gleichberechtigten Rolle als Arbeits- und Geschlechtspartner zufrieden geben müssen.
Einführung: Dr. Agnieszka Komorowska, Romanisches Seminar der Universität Mannheim

Paradies - Die Leidenschaft des Paul Gauguin

AUS

2003

Mario Andreacchio

Alun Armstrong, Nastassja Kinski, Kiefer Sutherland

1891 bereiste der französische Maler Paul Gauguin Tahiti zum ersten Mal. Er war auf der Suche nach einem Ort, an dem Menschen ein freies Leben jenseits gesellschaftlicher Konventionen und bürgerlicher Moralvorstellungen führen. Voller Enttäuschung musste er stattdessen den kolonialen Alltag im fernen Ozeanien erleben, der nichts mit dem erträumten Paradies freier und glücklicher Menschen zu tun hatte. Dennoch schuf Gauguin während seiner wiederholten Aufenthalte auf Tahiti und auf der entlegenen Marquesas-Insel Hiva Oa bis zu seinem Tod im Jahr 1903 seine bedeutendsten Gemälde – leuchtend farbige Bilder von Menschen und Tieren, Geistern und Göttern in geheimnisvollen Landschaften. Paul Gauguin, der seine bürgerliche Tätigkeit als Börsenmakler zugunsten eines unsicheren Malerdaseins aufgegeben hatte, prägte mit seinen ungewöhnlichen Arbeiten die Kreise der künstlerischen Avantgarde. Bevor er seine Reise in die Südsee antrat, lebte und arbeitet er mit Vincent van Gogh in Arles. Der „kulturelle Schock“ mündete in eine unglaublich reiche und vielfältige Schaffensphase, in der neben Gemälden auch eine Vielzahl von Zeichnungen, Holzschnitten, Reliefs und Texten entstanden sind. Als enfant terrible seiner Zeit gehört Gauguin aus heutiger Sicht zu den revolutionären Begründern der modernen Kunst um 1900. Hannah Krause M.A. wird zu Beginn des Filmabends eine Einführung in Leben und Werk des Künstlers geben.

Blutige Seide

ITA/FRA/DEU

1964

Mario Bava

Cameron Mitchell, Eva Bartok, Thomas Reiner. Set-Design: Arrigo Breschi. Kostüme: Tina Grani. Maske: Emilio Trani, Marisa Laganga

Ein Mannequin der Model-Agentur von Cristina und Max wird ermordet. Verdächtig sind viele, aber ein Motiv findet sich nicht. Bis das Tagebuch des Opfers auftaucht, das Drogen und Erpressung in der Agentur offenbart. Es geschehen weitere Morde…
Mario Bava ist ein Meister der filmischen Stilisierung, so auch in diesem grell-farbigen B-Thriller, der den Grundstein legte für das bis in die 1970er beliebte Giallo-Genre. In dieser spezifisch italienischen Variante des Kriminalfilms mit Horrorelementen sind stilvolle Atmosphäre, fetischistische Bilder und psychosexuelle Pathologie der Charaktere wichtiger als die Pulp-Krimihandlung.
Einführung: Manuel Hugenschmidt
Vom 6. bis 8. Oktober findet im Mannheimer Cinema Quadrat das 37. Filmsymposium statt, in dem diesmal die überaus spannenden Arbeitsfelder beleuchtet werden, die prägend für Atmosphäre und Stil eines Filmes sind: Die Referentinnen und Referenten, Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigen sich mit dem Themenfeld Setdesign, Masken- und Kostümbild. In vier Vorträgen, vier Werkstattberichten, fünf Filmvorführungen, vielen Diskussionen und auf zwei Empfängen Filmgeschichte wird damit ein Seitenblick aus den Kulissen Filmgeschichte einmal ganz anders betrachtet, nämlich anhand von Production Design, Kostümen und Make-up.

Die Letzten Tage Von Pompeji

Deutschland / Italien / Spanien

1959

Mario Bonnard, Sergio Leone

Steve Reeves, Christine Kaufmann, Fernando Rey

Pompeji im Jahre 79 unserer Zeitrechnung: Ein römischer Offizier setzt sich für die verfolgten Christen ein, rettet eine junge Frau und flieht vor dem ausbrechenden Vesuv. Die aufwendige Verfilmung des Romans von Bulwer-Lytton versucht jenseits aller Schaueffekte, die Zeit der Christenverfolgung zu rekonstruieren.

Als ob die Welt tanzt

DEU

2025

Mario Di Carlo

Dokumentarfilm

In seinem neuen Film begleitet der Mannheimer Regisseur Mario Di Carlo 40 junge Musiker*innen und Tänzer*innen aus der ganzen Welt, die sich im Sommer 2023 für zehn Tage auf der Burg Lichtenberg bei Kusel trafen, um im Rahmen des Projekts „Ethno Germany” voneinander verschiedene Folkmusik- und Tanzstile zu lernen. Die zehn Tage endeten mit einem Konzert. Eine der Besonderheiten dabei: Die Musik wird ausschließlich über das Gehör und ohne Noten weitergegeben. Wie sich bald schon zeigt, geht es um weitaus mehr als „nur“ Musik, sondern vielmehr um die Fragen: Wie wollen wir miteinander leben? Wie wollen wir miteinander umgehen? Musik und Tanz dienen hier nicht nur der Freude am gemeinsamen Schaffen, sondern auch als Mittel der Verständigung zwischen den Menschen.

Freundschaften

DEU

2015

Mario Di Carlo

Können Männer und Frauen Freunde sein? Wie erleben Kinder Freundschaften? Was schenken Freunde in der Not? Mario Di Carlo besucht in Mannheim eine Grundschule, eine Theatergruppe, eine Ukulele-Band, ehemalige Gastarbeiter, einen Friseur und Weltenbummler, US-amerikanische Zivilangestellte, einen deutschen Weltkriegsveteranen, neu eingewanderte Studenten aus Osteuropa und dem Nahen Osten, aber auch alteingesessene Mannemer. Was Freundschaft bedeutet und wie Freundschaft in Deutschland gelebt wird, erzählt der Film aus den Perspektiven dieser unterschiedlichen Menschen und Generationen.
Um 19.30 Uhr Begrüßung durch Frau Bürgermeisterin Felicitas Kubala
Diskussionspartner: Mario di Carlo, Regisseur Kooperationspartner: KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar e.V.

Freundschaften – Kommen um zu bleiben

DEU

2015

Mario Di Carlo

Können Männer und Frauen Freunde sein? Wie erleben Kinder Freundschaften? Was schenken Freunde in der Not? Mario Di Carlo besucht in Mannheim eine Grundschule, eine Theatergruppe, eine Ukulele-Band, ehemalige Gastarbeiter, einen Friseur und Weltenbummler, US-amerikanische Zivilangestellte, einen deutschen Weltkriegsveteranen, neu eingewanderte Studenten aus Osteuropa und dem Nahen Osten, aber auch alteingesessene Mannemer. Was Freundschaft bedeutet und wie Freundschaft in Deutschland gelebt wird, erzählt der Film aus den Perspektiven dieser unterschiedlichen Menschen, Generationen und Nationalitäten.
Als Vorfilm läuft in Uraufführung:
Kurzfilm über eine Eismacherfamilie in Albstadt (DEU 2021, R: Mario Di Carlo, 10 Min.)
In Kooperation mit dem Technoseum in Begleitung zur Ausstellung „Arbeit & Migration“
In Anwesenheit des Regisseurs

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