Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Kick It Like Frankreich: Der Aufstand Der Studenten

DEU

2006

Martin Keßler

Die „neue Wut“ hat inzwischen auch die Studenten erfasst. Ob in Hamburg, Nordrhein-Westfalen oder in Hessen; Tausende Studierende gehen auf die Straße, um gegen die Einführung von allgemeinen Studiengebühren zu protestieren. Für das Recht auf kostenlose Bildung, gegen die schleichende Privatisierung des Bildungswesens und die soziale Ausgrenzung von Studenten aus einkommensschwachen Familien. KICK IT LIKE FRANKREICH ist eine filmische Chronik der Studentenproteste in Hessen von Mai bis Oktober 2006. Wir sind hautnah mit der Kamera dabei, wenn Autobahnen oder Bahnhöfe besetzt werden, zeigen wie Polizei und Politik reagieren und ob es den Studenten gelingt, sich mit Gewerkschaften oder Schülern zu vernetzen. Immer öfter ist dabei von französischen Verhältnissen die Rede, werden die erfolgreichen Massendemonstrationen im Nachbarland zum großen Vorbild. In Zusammenarbeit mit dem Jugendkulturzentrum Forum. (also ab 18 Jahren)

Neuewut

DEU

2005

Martin Keßler

Montagsdemos gegen Hartz IV oder der Arbeitskampf bei Opel. Es sind Wut und Angst, die die Menschen treiben: Wut über die schamlose Bereicherung bei „denen da oben“ und immer neue Einsparungen „bei denen da unten“. Und die Angst, sozial abzustürzen. Endgültig. Im Mittelpunkt des Films stehen die Arbeitslose Barbara Willmann, der Opelarbeiter Paul Fröhlich, die Attac-Aktivisten Pedram Shahyar und Werner Hallbauer sowie Andreas Ehrholdt, Initiator der Montagsdemos gegen Hartz IV, u.a. Martin Keßler und sein Team haben sie über ein Jahr lang begleitet. Um zu zeigen, wohin sie ihre Wut treibt und ob aus all dem eine neue soziale Bewegung entsteht. Und wie die Regierung reagiert. (also ab 18 Jahren)

Knetter - übergeschnappt

NED

2005

Martin Koolhoven

Was macht man, wenn man eine Mutter hat, die viel verrücktere Ideen hat als man selbst? Die einen im Pyjama von der Schule abholt und fünf Eisbecher auf einmal bestellt ? Normalerweise lässt sich die neunjährige Bonnie durch all das kaum aus der Ruhe bringen. Und zum Glück gibt es ja noch die Oma, die immer für Bonnie da ist. Als die Oma aber bei einem Unfall stirbt, sind Bonnie und ihre Mutter plötzlich auf sich allein gestellt… Martin Koolhoven greift in dieser wunderbaren Tragikkomödie auf heitere und unkonventionelle Weise ein schwieriges Thema auf. Wie leben Kinder mit Eltern, die psychisch krank sind?

Metaverse

DEU

2024

Martin Mannweiler

Dokumentarfilm

Ein Graffiti-Film im erweiterten Sinne: Der Künstler Michel Balke malt großformatige Werke – im Untergrund. An Orten, an die niemand je gehen wird. Das bedeutet, dass die Werke tatsächlich im Verborgenen bleiben – oder handelt es sich um Malerei für die Nachwelt, wenn unsere Infrastruktur in Trümmern liegt? Seine unsichtbaren Werke scannt Balke und implementiert sie in virtuellem Raum – die perfekte Abbildung unserer heutigen Welt? Entstanden ist der Film auch in Mannheim.

Algorithmenbasierte Kameraüberwachung

DEU

2022

Martin Mannweiler.

Ende 2018 fiel in Mannheim der Startschuss für algorithmenbasierte Kameraüberwachung in Innenstadt und Neckarstadt, ein europaweites Novum. Aufgrund von Bewegungs- und Verhaltensmustern erkennen Algorithmen mögliche Straftaten und melden direkt an die Polizei. Es geht um Kriminalitätsbekämpfung, um kamerabasierte Eingriffe in den öffentlichen Bereich, um tatsächliche Bedrohungslagen, panoptische Überwachung, private Generierung und öffentliche Bereitstellung von Bilddaten, um Sicherheit und Freiheit.
In Anwesenheit des Regisseurs
Im Anschluss Podiumsdiskussion mit Martin Mannweiler (Regisseur), Sébastien Elbracht (Chaos Computer Club Mannheim) und Hendrik Nees (Vertreter der Polizei)
Eintritt: 5 € für alle
 

7 Psychos

GBR

2002

Martin McDonagh

Colin Farrell, Christopher Walken, Sam Rockwell, Woody Harrelson

In dieser ebenso schwarzen wie wilden Thriller-Komödie kämpft ein Drehbuchautor mit einem Buch über sieben psychopathische Mörder. Als er seinen besten Freund, der zum Lebensunterhalt Hunde gut betuchter Besitzer entführt, um Rat fragt, findet er sich bald selbst von sieben Psychopathen umgeben. Oder ist das nur die Fantasie des Autors? Der Film stell ironische Bezüge zu filmischen Vorbildern her und wartet mit einer Vielzahl bekannter Darsteller auf

Brügge sehen ... und sterben?

GBR

2008

Martin McDonagh

Colin Farrell, Brendan Gleeson, Ralph Fiennes, Clémence Poésy, Jérémie Renier

Brügge: Ein faszinierender historischer Stadtkern! Für Ray aber völlig langweilig. Ray ist Profikiller, Ken ist sein älterer Kollege. Beide müssen nach einem Attentat in Irland in Brügge untertauchen. Während Ken das Mittelalterflair genießt, nähert sich Ray lieber der schönen Chloë an und hängt am Set eines surrealen Filmdrehs herum. Eigentlich aber warten die beiden vor allem auf neue Instruktionen von ihrem Auftraggeber Harry. Die kommen prompt: Ken soll Ray umlegen. Martin McDonaghs Debütfilm führt zwei Auftragsmörder ins beschauliche Brügge. Touristische Postkartenbilder, mit Blut getränkt: Das ist der originelle Ausgangspunkt einer schwarzhumorigen, absurden Gangsterkomödie, in der Drama, Spannung und Humor perfekt die Waage halten.

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

GBR/USA

2017

Martin McDonagh

Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell, Kathryn Newton, Luvas Hedges, Abbie Cornish

Drei große Werbeschilder stehen vor der beschaulichen Gemeinde Ebbing in Missouri. Mildred Hayes hat sie beschriften lassen: Mahnungen an die Polizei – denn Mildreds Tochter war sieben Monate zuvor vergewaltigt und ermordet worden, und noch immer hat die Polizei keine Spur. Nun erklärt Mildred dem örtlichen Polizeichef den Krieg, mit unabsehbaren Folgen für das Leben im Ort. Martin McDonagh lässt die verschiedenen Wünsche und Möglichkeiten seiner Filmfiguren aufeinander los. Geschickt umgeht er erwartbare Klischees bei Mildreds Kampf um späte Gerechtigkeit und führt in makabrer Dramaturgie alles zur Eskalation. Schwarzhumorig-dramatisch, emotional mitreißend und raffiniert vielschichtig ist dies einer der Filme, die als Höhepunkt dieses Kinojahrs im Gedächtnis bleiben. Ein großer Film auch für Frances McDormand, die ihren zweiten Hauptdarstellerinnen-Oscar erhielt.

Silvia Prieto

Argentinien

1998

Martín Rejtman

Rosario Bléfari, Gabriel Fernández Capello

SILVIA PRIETO ist die Geschichte einer Frau, die von der Idee besessen ist, daß es noch eine andere gibt, die genauso heißt wie sie. An ihrem 27. Geburtstag beschließt sie, ihr Leben zu ändern. Sie bekommt einen Job als Kellnerin, kauft sich einen Kanarienvogel, lernt Brite kennen, die auf der Straße für ein Waschpulver gleichen Namens wirbt. Silvia Prieto fährt mit ihrem Vogel ans Meer, trifft einen Italiener, der ihr sein „Armani“-Jackett leiht und erfährt über viele Umwege, daß sie nicht einzig ist. Sie arrangiert ein Treffen mit der anderen Silvia Prieto. Ihre Nachforschungen entwickeln sich zu einem Verwirrspiel zwischen Komik, Parodie und Tiefsinn. „Die Geschichte spielt im Argentinien der 90er Jahre, in einem Land und in einer Zeit, in der das Gespräch über die Identität keineswegs als banale Frage erscheint. Trotz des bewußt leichten Tons des Films, glaube ich, daß die politische und soziale Realität Argentiniens dem Geschehen einen sehr speziellen Kontext der Schizophrenie verleiht: die Generation, die ihre Identität verleugnet, die Kinder der Verschwundenen, die in Gefangenschaft geboren wurden.“ (Martín Rejtman)

Marilyn

ARG/CHL

2018

Martín Rodríguez Redondo

Walter Rodríguez, Catalina Saavedra, Germán de Silva, Ignacio Giménez

Viel Abwechslung gibt es im Leben des jungen Marcos als Farmerssohn im ländlichen Argentinien nicht. Der Alltag ist bestimmt durch Schule und den harten Viehbetrieb. Und obwohl Marcos seine Mutter zusätzlich nicht nur im Haushalt, sondern auch bei Handarbeiten und der Haarpflege unterstützt, gelten in seiner konservativen und homophoben Familie nur klare Geschlechterrollen: Frau und Mann. Marcos empfindet allerding anders. Er interessiert sich für Jungs und schlüpft deshalb zum Karneval heimlich in die Rolle der hübschen „Marilyn“. Seiner Neigung wegen erfährt Marcos allerdings bald Ablehnung, Erniedrigung und Gewalt durch Familie und Gleichaltrige, aber er findet im gutaussehenden Federico auch seine erste Liebe. Als sein Umfeld ihm aber immer feindseliger gegenübertritt, sieht Marcos sich gezwungen, aus seinem erdrückenden Leben auszubrechen.
Das Drama um rigiden heteronormative Rollenzwang und transsexuellen Rollenkonflikt beruht auf der wahren Geschichte der Transfrau Marilyn Bernasconi. „Redondos Spielfilmdebüt ist eindrucksvoll, intensiv und herzergreifend und jede einzelne Minute ist es wert gesehen zu werden.“ (viewofhearts.com)
Martín Rodríguez Redondo, geboren 1979 in Buenos Aires, studierte am Centro de Investigación Cinematográfica Film und Fernsehen studierte. Er war Regieassistent und Produzent bei mehreren Dokumentarfilmproduktionen und drehte den Kurzfilm LAS LIEBRES (2016), der international auf Festivals gezeigt wurde. MARILYN ist sein erster Langfilm als Regisseur.

Die Farbe des Geldes

USA

1986

Martin Scorsese

Paul Newman, Tom Cruise, Mary Elizabeth Mastrantonio

Ein alternder Pool-Billardspieler, der zu einem eleganten Zyniker ge- worden ist, selbst nicht mehr spielt und sich Spieler als „Investitionsobjekte“ hält, entdeckt das Talent eines junges Mannes, der eine Verkörperung spielerischer Unschuld ist. Der Alte schickt sich an, den Jungen zum Profi auszubilden.
Die vorhersehbare Handlung gewinnt Profil und Spannung aus der Konzentration auf den persönlichen Konflikt, woraus Martin Scorsese eine moralphilosophische Reflexion über Korruption und Unschuld, Lebenslust und Resignation, Aktion und Passivität, Jugend und Alter entwickelt; dicht inszeniert und fotografiert (Fortsetzung von Haie der Großstadt von R. Rossen, 1961).

Feel Like Going Home

USA

2003

Martin Scorsese

Corey Harris, Sam Carr, Willie King, Dick Waterman, Taj Mahal, Otha Turner, Ali Farka Toure

Auf der Suche nach den Wurzeln des Blues begibt sich Martin Scorsese gemeinsam mit dem jungen Bluesgitarristen Corey Harris auf eine Reise, die ihn vom Mississippi-Delta über den Atlantik bis nach Afrika zu den Ufern des Niger in Mali führt. Bei diesem Ausflug offenbart sich, dass der Blues mehr ist, als nur ein bestimmter Musikstil: er ist die lebendige und komplexe Ausdrucksform der Lebensumstände eines großen – des schwarzen – Teils der nordamerikanischen Bevölkerung. FEEL LIKE GOING HOME verknüpft aktuelle Aufnahmen und spontane Sessions, die sich während der Begegnungen für den Film ergaben, mit seltenen Archivaufnahmen. „Ich habe immer schon eine Affinität zur Bluesmusik empfunden“, erklärt Martin Scorsese. „Diese besondere Kultur, Geschichten durch Musik zu erzählen, ist für mich unglaublich ansprechend und faszinierend.“ „Hochinteressant, nicht nur für Blues-Enthusiasten.“ (epd Film)

Good Fellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia

USA

1990

Martin Scorsese

Ray Liotta, Robert De Niro, Joe Pesci, Lorraine Bracco, Paul Sorvino

***ACHTUNG! SEMINAR IST AUSGEBUCHT!***
Eintrittmöglichkeiten für Filme eventuell an der Kinokasse, falls noch Plätze frei.

Ein junger Mann steigt in New York in der Rangordnung der Mafia auf, bis er schließlich in deren interne Mühlen gerät. Aus der Perspektive eines ehemaligen Gangsters entwickelt Scorsese die Beschreibung einer Karriere in der Mafia, die in vielen Episoden detailreich und milieugenau die Spielregeln des Verbrechens analysiert.Durch präzisen Einsatz der filmischen Mittel ergibt sich eine konsequente Auseinandersetzung mit dem Thema, gleichermaßen emotional packend und distanziert reflektierend; bisweilen drastisch in der realistischen Darstellung, an der erstmals auch der deutsche Kameramann Michael Ballhaus beteiligt war.

Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia

USA

1990

Martin Scorsese

Liotta, Robert De Niro, Joe Pesci, Lorraine Bracco, Paul Sorvino

Solange ich mich erinnern kann, wollte ich Gangster werden“: Henry Hill ist schon in seiner Kindheit in den 1950ern von der Mafia fasziniert. Als Halbwüchsiger beginnt sein Aufstieg in der Lucchese- Familie in New York. Diebstähle, Schutzgelderpressung, Drogenhandel, Brandanschläge, Mord – zusammen mit seinen Verbündeten Jimmy Conway und Tommy DeVito scheint ihm alles zu gelingen; auch wenn er als Halb-Ire nicht Voll-Mitglied der Cosa Nostra werden kann.
Kameramann Michael Ballhaus, der am 11. April verstorben ist, konnte in GOODFELLAS seine ganze Kunst ausspielen, von langen Steadycam-Fahrten über ungewöhnliche Kamerawinkel bis zur ausdrucksvollen Lichtsetzung

Hexenkessel

USA

1973

Martin Scorsese

Harvey Keitel, Robert Der Niro, David Proval, Amy Robinson

***ACHTUNG! SEMINAR IST AUSGEBUCHT!***
Eintrittmöglichkeiten für Filme eventuell an der Kinokasse, falls noch Plätze frei.

Die Schilderung des Lebens im New Yorker Stadtteil Little Italy, dem Viertel der italienischen Einwanderer, und einiger seiner jungen Bewohner aus der sozialen Unterschicht, die ihrem perspektivlosen Lebendurch Schwarzhandel, Mafia-Lehrjahre und nächtliche Schießereien entkommen wollen. Ihre oft tragikomischen Erlebnisse und ihre Realitätsflucht enden zum Teil in Gewalt und Zerstörung.
Ein intensiver, teilweise wie über „die Wirklichkeit“ improvisiert wirkender Film, beklemmend durch die exhibitionistischen Gefühlsausbrüche der Akteure. Der damals 30jährige Scorsese inszenierte aggressiv, temporeich und mit aufmerksamem Blick für authentische Details, wobei er eine sehr eigenwillige „Großstadtpoesie“ schuf.

Hugo Cabret

USA

2011

Martin Scorsese

Asa Butterfield, Chloe Grace Moretz.

Visuell atemberaubende Hommage an die Magie des Kinos: Ein Waisenjunge freundet sich im Paris der 1930er Jahre mit dem verbitterten Kinopionier Georges Méliès an.

Hugo Cabret – 3D

USA

2011

Martin Scorsese

Asa Butterfield, Chloë Grace Moretz, Ben Kingsley, Christopher Lee, Sacha Baron Cohen

Der zwölfjährige Waise Hugo lebt im Paris der 1930er Jahre im Gewölbe eines riesigen Bahnhofes. Dort zieht er täglich die Bahnhofsuhren auf, um das Lebenswerk seines verstorbenen Vaters fortzusetzen. Dieser hinterließ Hugo auch einen geheimnisvollen Automaten, den Hugo zu reparieren versucht und von dem er sich erhofft, dass sich darin eine Botschaft seines Vaters versteckt. Während seiner Bemühungen gerät Hugo in ein Abenteuer, das ihn mit Isabelle, der Stieftochter des Filmpioniers Georges Méliès, zusammenbringt und die beiden schließlich in die faszinierende Welt des frühen Kinos führt.

Martin Scorseses fünffach oscarprämierter „Hugo Cabret“ ist nicht nur ein 3D-Meisterwerk, das durch hervorragende Schauspieler, atemberaubende visuelle Effekte und wunderschöne Kamerafahrten glänzt. Sondern auch ein Liebesgeständnis an die Geschichte des Kinos und vor allem an Filmpionier George Méliès.

Einführung: Dr. Peter Bär

Shine a Light

USA

2008

Martin Scorsese

Im Rahmen einer von Bill Clinton zu seinem 60. Geburtstag initiierten Benefizveranstaltung traten die Rolling Stones im Herbst 2006 für zwei Abende im New Yorker Beacon Theatre auf – und legten los. Für Martin Scorsese, der ohnehin verlässlich Stones-Songs  in die Soundtracks seiner Filme einbaut, muss ein Traum in Erfüllung gegangen sein: Mit 17 Kameras filmte er die Performance von Jagger, Richards und Co. – mit den Gaststars Jack White, Buddy Guy und Christina Aguilera – in einem intimeren Setting als auf den üblichen Stadionkonzerten, so dass die Interaktion der Musiker im Mittelpunkt stehen konnte. Ein mitreißender Konzertfilm, in dem Scorsese perfekt einfängt, was die Stones am besten können: Musik machen, und zwar live.

Shutter Island

USA

2010

Martin Scorsese

Leonardo DiCaprio, Mark Ruffola, Ben Kingsley

***ACHTUNG! SEMINAR IST AUSGEBUCHT!***
Eintrittmöglichkeiten für Filme eventuell an der Kinokasse, falls noch Plätze frei.

Ein US-Marshal fahndet auf einer Insel, die eine Anstalt für geisteskranke Kriminelle beherbergt, nach einer verschwundenen Patientin. Bald stößt er auf Indizien, dass in den düsteren Mauern Grausiges geschieht, doch auch seine eigene Vergangenheit wirft dunkle Schatten.
Suggestiver Horror-Thriller, der Genremuster und filmgeschichtliche Anleihen virtuos zu einem doppelbödigen Spiel zwischen Wahn und Wirklichkeit verwebt und über Gewaltverhältnisse reflektiert, die wie ein unentrinnbarer Fluch persönliche Schicksale, aber auch die jüngere Geschichte prägen. Eine atmosphärisch dichte Inszenierung, die fesselt und verschiedene Lösungen offen lässt.

Taxi Driver

USA

1976

Martin Scorsese

Robert De Niro, Jodie Foster, Cybill Shepherd

New York, Mitte der 70er Jahre. Aus der Kanalisation dringen dichte Dunstschwaden. Ein Taxi nähert sich. Der Fahrer: Travis Bickle (Robert de Niro), ein 26jähriger Vietnamveteran. Er fährt überall und er fährt sie alle: Nutten, Zuhälter, Dealer. Nicht, weil er es gern macht. Er kann einfach nicht schlafen. Er ist God’s Lonely Man, nur von einem Gedanken getrieben: »Eines Tages wird ein großer Regen diesen Abschaum von der Straße spülen.« Er verliebt sich die engelsgleiche Betsy (Cybill Shepherd), aber sie weist ihn ab. Iris (Jodie Foster), eine 12jährige Prostituierte, flüchtet sich vor ihrem Zuhälter in sein Taxi, aber er kann sie nicht beschützen. Enttäuscht und frustriert beginnt er seine Mission. Er bringt sich in Form und der Stadt den Regen. Einen Regen aus Blei… Mit kühler Eindringlichkeit und analytischer Präzision schildert der ungemein dichte Film die psychischen Deformationen seines Helden. Zugleich verdeutlicht er, daß der Ausbruch individueller Gewalt mit einem allgemeinen Klima latenter Brutalität und Abstumpfung korrespondiert. Ein Thriller, der intensive Wirklichkeitsbeobachtung mit den mythischen Qualitäten des traditionellen Genrefilms verbindet. Der Kultfilm von Martin Scorcese mit neuer Kopie und erstmals in der Originalversion mit deutschen Untertiteln.

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