Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Wie ein wilder Stier – Raging Bull

USA

1980

Martin Scorsese

Robert De Niro, Joe Pesci, Cathy Moriarty, Nicholas Colasanto

Martin Scorseses höchst gefeiertes Boxerdrama erzählt die Geschichte des Mittelgewicht-Weltmeisters Jake LaMotta zwischen 1941 und 1964; von seinen Anfängen im Profiboxen bis zu seinen Auftritten als Entertainer nach der Kampfkarriere.

WIE EIN WILDER STIER gilt als einer der wichtigsten und besten Filme überhaupt: Aufstieg und Fall von Jake LaMotta nimmt Martin Scorsese zum Anlass einer psychologischen Studie über Gewalt und Selbstzerstörung. Robert De Niros Boxtraining wurde von Jake LaMotta selbst begleitet; De Niro gibt eine seiner größten Filmperformances, er gibt alles in den starken Boxszenen und legte für die Darstellung des alternden LaMotta 30 Kilo Gewicht zu. „Zählt wohl zu Scorseses gründlichsten Ausarbeitungen einer Thematik, die ihn in vielen seiner Filme beschäftigt: bestimmte Formen von Maskulinität und damit assoziierte männliche Werte.“ (critic.de)

Die Partei

DEU

2009

Martin Sonneborn

Wir schreiben das Jahr 20 nach dem Fall der Mauer. Es herrscht Wirtschaftskrise. In den ruinierten westdeutschen Randgebieten wächst der Unmut über die neuen Bundesländer. Die Folgen von 20 Jahren unkontrollierten Transferleistungen von West nach Ost sind inzwischen deutlich sichtbar: Während die ostdeutschen Städte mit Designerstrassenbeleuchtung aufgemotzt werden, stürzen im heruntergewirtschafteten Westen, ganze Stadtarchive ein und auf den schlaglochübersäten Straßen sprießt das Unkraut. Dem Westen geht es immer schlechter. Die ehemaligen Volksparteien SPD und CDU sind genauso handlungsunfähig wie die Spaßpartei FDP, einzig und allein Die PARTEI erhält weiter Zulauf, hat mittlerweile über 8200 Mitglieder. Ist sie Deutschlands letzte Rettung?!

Pichuco

ARG

2014

Martín Turnes

Er hieß Aníbal Carmelo Antonio Troilo und man gab ihm den Spitznamen „Pichuco“. Mit dem berühmten Carlos Gardel in einem Atemzug genannt war er einer der kompetentesten Bandoneonspieler, die der Tango hatte. Troilo war wie ein zweiter Vater für die Tangolegende Astor Piazzolla, der für sechs Jahre Bandoneonspieler in seinem Orchester war. Sie waren zwei Freunde, die sich mochten und respektierten bis zum Tod von Aníbal Troilo vor 40 Jahren.
Gäste an diesem Abend: Norbert Kotzan am Bandoneon, der Lieder vor dem Film spielt, und Natalia Beáscola und Jürgen Schmidt. Die beiden Tangotanzbegeisterten haben den Film nach Deutschland gebracht und gemeinsam mit dem Regisseur deutsch untertitelt.

Schiller

DEU

2005

Martin Weinhart

Matthias Schweighöfer, Robert Dölle, Teresa Weißbach

SCHILLER ist nicht Martin Weinharts erster Schiller-Film. Schon in der Spieldokumentation „Deutsche Klassiker jetzt: Friedrich Schiller“ (1997) hat er sich mit der Sturm-und-Drang-Zeit des jungen Autors auseinandergesetzt – und sagte sich: Diese Geschichte ist so spannend, daraus muss man einen Spielfilm machen. Der rasante Film zeigt, wie Friedrich Schiller die Zeit in Mannheim (1783-1785) erlebte. Es ist ein filmisches Porträt, das sich nicht strikt an die historischen Fakten hält. Er zeigt Schiller nicht als etablierten Dichter, sondern als Idealisten Mitte zwanzig, der seinen Weg erst noch finden muß.

Im Schatten der Träume

CHE/DEU

2024

Martin Witz

Dokumentarfilm

Der Komponist Michael Jary und der Texter Bruno Balz waren über 40 Jahre lang das produktivste und erfolgreichste Duo des deutschsprachigen Schlagers und Kinos. Ihre Lieder wie „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n“ oder „Davon geht die Welt nicht unter“ (beide 1942) machten Zarah Leander musikalisch zum Weltstar. Die 250 Kinofilme, zu denen sie die Musik beisteuerten, reichen von eleganten Komödien der Weimarer Zeit über ambivalente Melodramen in der NS-Zeit bis zu Filmen in den Wirtschaftswunderjahren.

Mit zahlreichen Filmausschnitten, privaten Fotografien, seltenen Interviews, Zeitzeug*innen und Expert*innen wie Götz Alsmann erzählt der Film vom Leben und unermüdlichen Wirken zweier Männer, die die Musik wie das Kino gleichermaßen bereichert haben.

The Substance - Albert Hofmann's LSD

CH

2011

Martin Witz

Für die einen ist es eine populäre Partydroge, die es möglich macht, die Wahrnehmung zu verändern und der eigenen Realität für eine Weile zu entfliehen. Andere sehen vor allem die Gefahren, die in LSD stecken. Und wieder andere würden die psychoaktive Substanz gerne als Medikament in der psychiatrischen Behandlung von Patienten einsetzen. Seit der Entdeckung 1943 durch den Chemiker Albert Hofmann ist die Geschichte von LSD durch eine starke Ambivalenz geprägt. Eine Dokumentation, die packende – manchmal unterhaltsame, manchmal verstörende – Archivbilder liefert, die die Erfindung und Erprobung der Substanz bebildern.

Route 4 – A Dreadful Journey

DEU

2021

Martina Chamrad

Flüchtlinge aus Afrika – das Mittelmeer – die Aufgabe der Seenotrettung: Dieser Dokumentarfilm, produziert vom gemeinnützigen Verein „Sea-Eye“, begleitet eines der Rettungsschiffe der NGO auf mehreren Rettungsmissionen auf der zentralen Fluchtroute über das Mittelmeer – der tödlichste Flüchtlingsweg der Welt. Dabei blickt der Film nicht nur auf die gefährliche Reise von Libyen nach Europa, sondern auch auf die Ursachen der Flucht und auf die Umstände, die Rettungsversuche ermöglichen oder verhindern.
In Kooperation mit Sea-Eye e.V.
Mit Einführung und anschließender Diskussion mit Missionsteilnehmern und Mitarbeitern der lokalen Flüchtlingshilfe
Eintritt: 5 Euro

In The Mirror Of Maya Deren

Deutschland

2002

Martina Kudlácek

IN THE MIRROR OF MAYA DEREN ist das filmische Porträt der legenderen Filmemacherin und Voodoo-Expertin Maya Deren. 1917 in Kiev geboren und in den USA aufgewachsen wurde sie zu einer zentralen Figur der amerikanischen Avantgarde in den 40er und 50er Jahren. Mit ihren unabhängig produzierten, poetischen Werken begründete sie, zusammen mit Filmemachern wie Kenneth Anger, Jonas Mekas oder Stan Brakhage, die Tradition des amerikanischen Avantgarde-Films nach 1945. Seit ihrem frühen Tod 1961 ist Deren zu einem Mythos geworden, um den sich viele Geschichten ranken. In essayistischen Bildern von den Orten ihres Wirkens und in Gesprächen mit Zeitgenossen in den USA und in Haiti wird die faszinierende Lebensgeschichte der Pionierin und unerbittlichen Aktivistin des künstlerischen Films rekonstruiert.

Die Möllner Briefe

DEU

2025

Martina Priessner

Dokumentarfilm

Am 23. November 1992 verloren drei Menschen in Mölln ihr Leben: Rassistische Brandanschläge auf zwei von türkischen Familien bewohnte Häuser weckten in ganz Deutschland Mitgefühl, Trauer und Betroffenheit. Hunderte Beileidsbriefe wurden im Rathaus gesammelt – aber nie an die Angehörigen übergeben. Ibrahim, der unter dem Küchentisch den Mordanschlag überlebt hat, kämpft um die Perspektive der Opfer, die sich einer ignoranten Verwaltung gegenüber sehen: Erst 27 Jahre nach den Attentaten wurde die Existenz der Briefe überhaupt bekannt…

Martina Priessner folgt Ibrahim, wie er versucht, die betroffenen Familien ins Gedenken einzubinden, und schildert, wie er und seine Geschwister noch heute unter den Anschlägen leiden. Und sie zeigt, wie doch ein öffentliches Erinnern stattfinden kann, das alle einbindet.

Dieser wichtige Film über Rechtsterrorismus in Deutschland – nicht nur in den 1990ern – gewann den Panorama-Publikumspreis der Berlinale.

Wir Sitzen im Süden

DEU/TUR

2010

Martina Priessner

Sie melden sich mit Ralf Becker und Ilona Manzke. Sie sind freundlich, geduldig und kompetent. „Wir sitzen im Süden“ lautet die Antwort auf gelegentliche Fragen der Kunden nach dem Standort der Firma. Die Callcenter-“Agents“, die fränkisch, badisch oder auch hochdeutsch sprechen, sitzen tatsächlich im Süden – in klimatisierten Großraumbüros mitten in Istanbul. Deutsche Firmen finden hier für wenig Lohn qualifizierte Arbeitskräfte. Für ein Leben in Istambul haben sie sich nicht selbst entschieden. Selbst nach Jahrzehnten im Herkunftsland ihrer Eltern sind sie nie wirklich angekommen. Sie haben sich in einem „Ersatz-Deutschland“ eingerichtet, denn mehr als 20 Jahre später ist es ungewiss, ob es eine Möglichkeit für sie gibt, nach Deutschland zurückzukehren. Diskussionspartner: Fatih Ekinci, Vorsitzender des Migrationsbeirates der Stadt Mannheim

The Chidren Of The Kingfisher + Und sonntags essen mit Mutter Theresa

DEU/IND

2012

Martina Weickel

Rangdol ist 4 Jahre alt und kommt aus Ladakh. Sie ist arm und lebt ohne Mutter. Deshalb wird sie aus dem Hochgebirge des Himalaya in ein Kinderheim nach Dehra Dun gebracht. Anfangs rebellisch entwickelt sich Rangdol zu einer ganz besonderen Person. THE CHILDREN OF THE KINGFISHER basiert auf einer wahren Begebenheit. Der Film zeigt das Schicksal von Rangdol und dokumentiert das einfache Leben der Kinder im Heim. Zusammen mit den Kindern eines Waisenhauses wurde diese Doku-Fiction im Juni 2011 in Indien gedreht. Vorfilm: UND SONNTAGS ESSEN MIT MUTTER TERESA DEU 2010. R: Martina Weickel, Vika Jagucanskyte. Dokumentation. 14 Min. einem lustigen Pfälzer, der nach dem zweiten Weltkrieg von Ludwigshafen nach Indien lief und dort seine große Liebe fand. UND SONNTAGS ESSEN MIT MUTTER TERESA ist längst zum regionalen Publikumsliebling geworden und gewann bereits 3 Publikumspreise. Unter anderem den 1. Preis im Finale vom Kurzfilmfestival ZUM GOLDENEN HIRSCH. Zur Begrüßung gibt es einen gesunden Drink. Die Filmemacherinnen freuen sich über alle Gäste!

Blutgletscher

AUT

2013

Marvin Kren

Edita Malovcic, Gerhartd Liebmann

In den Alpen am Fuße eines Gletschers forschen ein paar Biologen und Meteorologen den Folgen des Klimawandels hinterher. Seit neustem ereignen sich dabei seltsame Dinge. So hat der Gletscher an bestimmten Stellen blutrote Farbe angenommen, und die Tiere der Gegend betragen sich ungewöhnlich. Der Film überzeugt mit dichter Atmosphäre, wohl platzierten Schockeffekten und verzichtet zum Glück auf jene hölzern leiernden Schauspielschüler, mit denen deutschsprachige Genreversuche nördlich des Weißwurstäquators gerne ermordet werden…
»Genrefreunde kommen auch ohne Effektbombast und Daueraction auf ihre Kosten«. (Kinozeit)

Pawo

DEU/IND

2016

Marvin Litwak

Shavo Dorjee, Tenzin Gyaltsen, Rinchen Palzom, Tashi Choedon

Nach dem Tod seines Vaters versteht der junge Tibeter Dorjee, was es heißt, in seinem eigenen Land ohne Sprache, Kultur und Freiheit aufzuwachsen. Bei einem Aufstand gegen die chinesischen Besatzer wird er verhaftet. Er durchlebt sechs Monate Haft und Folter im chinesischen Gefängnis. Nachdem er von seiner Mutter freigekauft wurde, verlässt er seine Familie und sein Land. In der tibetischen Enklave in Delhi muss er sich zwischen einem neuen, im Exil gefangenen Leben oder dem andauernden Kampf für Freiheit in Tibet entscheiden. Die mehrfach preisgekrönte deutsch-indische Crowdfunding-Produktion PAWO (tibetisch: „Held“) basiert auf der wahren Geschichte des Tibeters Japmhel Yeshi, der sich 2012 aus Protest gegen die chinesische Besatzung Tibets in Delhi selbst verbrannt hat.

Sharayet - Eine Liebe In Teheran

USA/IRN

2011

Maryam Keshavarz

Nikhol Boosheri, Sarah Kazemy

Nach außen hin passen sich die Schülerinnen Atafeh und Shirin den strengen Regeln des öffentlichen Lebens in Teheran an, doch im Untergrund treffen sie sich mit anderen auf geheimen Partys, experimentieren mit Sex und Drogen, tanzen zu Technomusik und träumen von einem freieren Leben. Bisher bildete auch Atafehs liberale Familie einen Schutzraum gegen die Moralpolizei. Doch als ihr Bruder Mehran nach einem Drogenentzug zurückkehrt und seinen Halt mehr und mehr im religiösen Fundamentalismus findet, wird Atafehs Freiheitsdrang auf eine harte Probe gestellt. Umso mehr, als Mehran merkt, dass sie und Shirin mehr als nur gute Freundinnen sind.

Sharayet – Eine Liebe in Teheran

FRA/USA/IRN

2011

Maryam Keshavarz

Nikohl Boosheri, Sarah Kazemy, Reza Sixo Safai

Nach außen passen sich die beiden Schülerinnen Atafeh und Shirin den strengen Vorgaben des öffentlichen Lebens in Teheran an, doch im Untergrund treffen sie sich mit anderen Jugendlichen auf geheimen Partys, experimentieren mit Sex und Drogen, tanzen zu Technomusik und träumen von einem freieren Leben. Als ihr Bruder Mehran mehr und mehr in religiösen Fundamentalismus gleitet, wird Atafehs Freiheitsdrang auf eine harte Probe gestellt. Umso mehr, als Mehran merkt, dass sie und Shirin mehr als nur gute Freundinnen sind…
Die lesbische Liebesgeschichte der amerikanisch-iranischen Filmemacherin Maryam Keshavarz erzählt authentisch von den Diskrepanzen des Alltags und des Lebens in der unfreien Gesellschaft des Iran. Ausgezeichnet mit dem Publikumspreis beim Sundance-Festival.
Mit Einführung und Diskussion zur Lage der Frauen im Iran und im Exil
In Kooperation mit der Initiative Frauen Leben Freiheit Rhein-Neckar

Born in Evin

DEU

2019

Maryam Zaree

Maryam Zaree ist Schauspielerin (z. B. in WEITERMACHEN SANSSOUCI) – und sie sucht nach den Hintergründen ihrer Geburt. Denn sie kam in einer der schlimmsten Gefängnishöllen überhaupt auf die Welt, in Evin, wo das iranische Khomeini-Regime zehntausende politische Gegner inhaftierte. Zarees Eltern hatten das Glück, dort jahrelang zu überleben und nach Deutschland fliehen zu können – doch sie schweigen. Maryam Zaree macht sich auf, das Verdrängte zu beleuchten und die Hintergründe zu offenbaren. Sie sucht das Gespräch mit anderen Überlebenden und Betroffenen, und sie recherchiert ihr eigenes Schicksal: Wie hat sich die Traumatisierung durch Verfolgung und Gewalt in die Körper und Seelen der Überlebenden und ihrer Kinder eingeschrieben?

Der Tag, An Dem Ich Zur Frau Wurde

Iran

2000

Marzieh Meshkini

Fatemeh Cherag Akhar, Shabnam Toloui, Azizeh Sedighi

Drei Episoden über Frauen auf der iranischen Insel Kish im Persischen Golf: Hava feiert ihren neunten Geburtstag. Eigentlich ein schöner Tag, aber nicht für Hava, die nicht mehr mit ihrem Freund Hassan spielen darf – mit neun Jahren gilt sie schon als Frau, muß den Tschador tragen und sich von den Jungen fernhalten. Ganz andere Probleme hat die schwarzverhüllte Yahoo, die an einem Fahrradrennen teilnimmt. Ihre Verwandten wollen sie unbedingt zum Absteigen zwingen. In der letzten Episode geht eine alte Frau shoppen und findet sich nach einem anstrengenden Tag mit Möbeln, Elektrogeräten und Geschirr am Strand wieder. Der Debütfilm von Marzieh Meshkini, Ehefrau des Regisseurs Mohsen Makhmalbaf, gewann nach seiner Premiere beim Filmfestival von Cannes zahlreiche internationale Preise, darunter den Silbernen Hugo beim Chicago International Film Festival, den FIPRESCI-Preis in Oslo, und drei Auszeichungen bei den Filmfestspielen von Venedig.

Inu-oh

JPN/CHN

2021

Masaaki Yuasa

Vor 600 Jahren in Japan: Während politische Machtkämpfe toben, wird ein Kind mit einem verhexten Körper geboren und von allen wie ein Tier behandelt. Doch Inu-Oh entpuppt sich in Kombination mit dem blinden Biwa-Spieler Tomona als begnadeter Tänzer. Aus dem von allen geschmähten Monster wird ein Popstar des Mittelalters, und bald stiehlt er den klassischen Tanzgruppen zu Hofe die Show – bis die Mächtigen beginnen, sich vor seinem Einfluss zu fürchten. Zügellos interpretiert Masaaki Yuasa in seinem meisterhaften Animationsfilm die Vergangenheit seines Landes als Rock-Musical mit mitreißenden, pulsierenden, energetischen Gesangs- und Tanzsequenzen:Ein von visuellem Scharfsinn geprägtes Werk, das großen Wert auf erzählerische Ausgewogenheit und ein stimmiges Nebeneinander von Tradition und Moderne legt“. (programmkino.de)
Spätestens seit seinem Kultfilm MIND GAME (2004) zählt der höchst kreative und visionäre Regisseur Masaaki Yuasa zu den markantesten Stimmen des japanischen Animationskinos. MIND GAME läuft bei uns am 17. und 30. November.
Wer Karten für beide Filme kauft, bekommt von uns ein Freigetränk!

Mind Game

JPN

2004

Masaaki Yuasa

Nach Jahren trifft der Manga-Zeichner Nishi seine Sandkastenliebe Myon wieder. Doch nicht nur seine Schüchternheit, auch Myons blendend aussehender Freund stehen ihm im Weg. Und dann sind da noch zwei knallharte Yakuza, die dem freundlichen Wiedersehen ein brutales Ende bereiten und Nishi eine Kugel verpassen. Im Jenseits von Gott schonungslos mit seinem verpfuschten Leben konfrontiert, reißt Nishi all seinen Mut für eine zweite Chance zusammen. Wieder auf der Erde gerät er in eine wild-surreale Verfolgungsjagd, die ihn mitten in den Bauch eines Wals führt.
Würde David Lynch japanische Animes machen, käme wohl ein Film wie MIND GAME heraus: ein visueller Trip aus sich überschlagender Handlung, bunter Animation und rauschhaftem Stil, den man erlebt haben muss. Sein Langfilmdebüt brachte Masaaki Yuasa viele Auszeichnungen ein, unter anderem den renommierten Ofuji-Noburo-Preis, der jährlich in Japan für den besten Animationsfilm vergeben wird.
Masaaki Yuasas neuester Anime INU-OH läuft bei uns am 17., 28., 29. und 30. November 2022.
Wer Karten für beide Filme kauft, bekommt von uns ein Freigetränk!

Pale Flower

JAP

1964

Masahiro Shinoda

Ryô Ikebe, Mariko Kaga, Takashi Fujiki, Naoki Sugiura.

Funada, Mitglied einer Yakuza-Bande, saß wegen Mordes im Gefängnis. Wieder in Freiheit kehrt er in sein altes Milieu zurück. In einem illegalen Spielsalon trifft er die geheimnisvolle Saeko, eine Rennfahrerin, die kein Risiko scheut, selbst bei höchstem Geldeinsatz… Masahiro Shinoda prägte mit diesem japanischen Gangster-Noir nachhaltig das Genre des Yakuzafilms, treibt in Cinemascope-Bildern mit expressiver Hell-Dunkel-Ästhetik den Thriller um Bandenrivalitäten zum existentialistischen Drama: „Einer der eindringlichsten Noirs, die ich je gesehen habe“, schrieb Roger Ebert 2011: „1964 war es ein wichtiges Werk in einer aufstrebenden japanischen Neuen Welle unabhängiger Filmemacher, eine Übung in existenzieller Coolness.“
Am Mo. 19.6. mit Einführung von Dr. Peter Bär

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