Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Harakiri

AP

1962

Masaki Kobayashi

Tatsuya Nakadai, Tetsuro Tanba, Shima Iwashita

Der Film des Meisterregisseurs Kobayashi Masaki erzählt die Geschichte des “stellenlosen” Samurais Saito Kagegyu der durch das männliche Selbstmordritual Seppuko, bei dem man Harakiri begeht und anschließend geköpft wird, sterben möchte. Für die Ausführung der Zeremonie wünscht sich Kagegyu einen bestimmten Gehilfen, der jedoch nicht sofort auffindbar ist. Um die Zeit zu überbrücken, erzählt Kagegyu seine Lebensgeschichte, durch die seine eigentlichen Beweggründe für den Suizid klar werden. HARAKIRI zählt durch die kritische Betrachtung des Samuraicodex zu den humanistischsten Samuraifilmen überhaupt. Begleitende Filmreihe zur Ausstellung „Samurai“ im Historischen Museum der Pfalz in Speyer.

Samurai Rebellion

JAP

1966

Masaki Kobayashi

Toshiro Mifune, Takeshi Kato, Yoko Tsukasa

Im Japan des 18. Jahrhunderts suchen drei Menschen – ein Vater und ein junges Ehepaar – ihr Recht auf Freiheit gegen einen despotischen Feudalherren durchzusetzen. Ähnlich wie in HARAKIRI (1962) entwirft Regisseur Kobayashi ein optisch- überwältigendes Historiendrama von der Willkür aristokratischer Macht und dem Untergang der traditionsreichen Samurai-Kaste. Die streng durchkomponierten Bilder orientieren sich an alt japanischer Malerei und an der Ästhetik des Nô-Theaters. (also ab 18 Jahren)

Kamikaze Taxi

Japan

1995

Masato Harada

Koji Yakusho, Kazuya Takahashi

Der junge Yakuza Tatsuo will seine ermordete Freundin rächen. Dafür will er mit seinen Kumpeln einem ultranationalitischen Politiker 2 Millionen stehlen. Ihr Plan fliegt auf und Tatsuo entkommt als einziger lebendig. Auf der Flucht trifft er Kantake, einen peruanischen Taxifahrer, dessen Frau von der Guerilla getötet wurde. Regisseur Masato Harada drehte einen vielstimmigen Film. Er beginnt mit dokumentarischen Interviews mit Japanern, die in Südamerika aufgewachsen sind. Sie sprechen nicht richtig Japanisch und werden als Bürger zweiter Klasse behandelt. KAMIKAZE TAXI zeigt aber auch eine korrupte, mit dem Verbrechen verfilzte Politikerkaste und ist gleichermaßen Gangsterfilm und Roadmovie.

Oink

NLD

2022

Mascha Halberstad

Die neunjährige Babs bekommt von ihrem Opa ein Schwein geschenkt. Sie überredet ihre Eltern, es zu behalten – aber nur unter der Bedingung, dass Oink wie ein Welpe brav erzogen wird. Gut, dann muss Oink eben ein braves Schweinchen werden. Unterstützung erhält Babs dabei von ihrem Opa, doch nach und nach hegt sie den Verdacht, dass Opa vielleicht ganz andere Pläne mit Oink hat…
Mit viel Liebe zum Detail wurden die Figuren und Szenen dieses Puppentrickfilms gestaltet. Die Geschichte behandelt mit Witz gesellschaftlich relevante Themen wie Fleischkonsum und Massentierhaltung, aber auch Generationenkonflikt und Familienkonstellation. Dabei bleiben die Figuren facettenreich und überraschen jüngeres und älteres Publikum immer wieder.
Eintritt: 5 € für alle

Die Tochter

DEU

2017

Mascha Schilinski

Helena Zengel, Karsten Antonio Mielke, Artemis Chalkidou

Sie waren glücklich. Dann haben sie sich getrennt. Nun reisen sie wieder gemeinsam auf die griechische Insel, wo das Ferienhaus steht: Es soll verkauft werden, Jimmy und Hannah müssen renovieren. Mit dabei: Die gemeinsame Tochter Luca. Die Siebenjährige liebt ihren Vater innig; das Leben bei der Mama ist Alltag. Mit einer erneuten Annäherung von Jimmy und Hannah entwickelt sich ein diffiziles Dreiecksverhältnis: Die beiden neu Verliebten – und die Tochter als eifersüchtige Rivalin, die alles daran setzt, die Eltern gegeneinander auszuspielen. Verführung, Eifersucht, Liebe, Rache: Was wir aus dem Beziehungsthriller kennen, überträgt Schilinski in den Familienfilm. Der Regisseurin und ihren grandiosen Darstellern gelingt ein psychologisch ausgefeiltes Drama um kindliche Wünsche und erwachsene Realität.

Die 1000 Euro-Generation – Generazione mille euro

ITA

2009

Massimo Venier

Alessandro Tiberi, Valentina Lodovini

Der Ausdruck „Die 1000 Euro-Generation“ steht in Italien synonym für gut ausgebildete, arbeitslose Akademiker – in Frankreich ist es die „Géneration précaire“ und zu Deutsch die „Generation Praktikum“. Die beiden italienischen Autoren Alessandro Rimassa und Antonio Incorvaia haben in ihrem gleichnamigen Buch bereits ihre leidigen Erfahrungen zu dem Thema festgehalten und damit einen Verkaufsschlager gelandet. Auch der charmante Film von Massimo Venier fängt dieses Lebensgefühl einer ganzen Generation ein: stets in Zeitverträgen, voller Unsicherheit und desillusioniert.
Der 30-jährige Matteo hat sein Studium der Mathematik erfolgreich abgeschlossen, ist motiviert und begabt. Eigentlich vielversprechende Voraussetzungen. Dennoch steckt er in einem schlecht bezahlten, befristeten Job ohne Aufstiegsmöglichkeiten fest, und seine Freundin ist im Begriff, sich von ihm zu trennen. Alles ändert sich, als zwei Frauen in sein Leben treten. Beatrice, seine neue Mitbewohnerin, und Angelica, die neue Marketingleiterin in seiner Firma. Plötzlich bewegt sich etwas in Matteos Leben, und er ist bereit, alles zu verändern. Komödie, die zum Mut für Innovation aufruft und zeigt, dass man mit Optimismus das Beste aus der Lage machen kann.

Eine respektable Familie

IRN/FRA

2012

Massoud Bakhshi

Babak Hamidian, Mehrdad Sedighian, Ahoo Kheradmand

Nach über 20 Jahren kehrt Arash auf Einladung der Universität Shiraz in den Iran zurück – kurz bevor sein Vater stirbt. Gleich nach dessen Tod führen die Ansprüche auf das Erbe Arash zurück in die Geschichte der Familie, die eng mit der Geschichte des Iran verknüpft ist, von den Wirren und Widersprüchen der Iranischen Revolution bis hin zu den Massendemonstrationen der Grünen Bewegung im Sommer 2009. Wobei in die Spielfilmhandlung kunstvoll teils unveröffentlichtes Dokumentarfilmmaterial eingeflochten ist. So erinnert EINE RESPEKTABLE FAMILIE in seiner Verschränkung von Familien- und Zeitgeschichte an den italienischen Neorealismus, als Kriminal- und Politfilm verweist er auf den französischen Film Noir. Hinter der Fassade bürgerlicher und religiöser Anständigkeit wird eine patriarchale Gesellschaft gezeigt und demontiert, in der sich Rücksichtslosigkeit und Korruption als erfolgreich praktizierte Prinzipien erkennen lassen – ein originelles, ebenso präzises wie düsteres Porträt des Iran.

Tournée

FRA

2010

Mathieu Amalric

Mathieu Amalric, Miranda Colclasure, Suzanne Ramsey

Der glücklose französische Fernsehproduzent Joachim ist vor Jahren in die USA ausgewandert. Nun kehrt er in die Heimat zurück und will mit einer New-Burlesque-Show endlich Erfolg haben. Doch sein Geschäftspartner haut ihn übers Ohr. Auch in der Liebe hat er kein Glück. Seine Gefühle pendeln zwischen Hass und Liebe für den Star seiner Truppe, das Vollweib Mimi. TOURNÉE erzählt von Menschen, die dauernd lärmen, um ihre Einsamkeit zu übertönen, von berauschten Kostümparty-Girls, die im nüchternen Zustand ihre Depressionen nicht ertragen. Und mitten drin der Heimatlose, der am Wegesrand doch noch ein wenig Glück findet. Ein Film über unsortierte Lebenslagen. Anmerkung: vom Veleih wurde uns leider die deutsche Synchronfassung geliefert. Wir können also leider nicht die ursprünglich angekündigte OmU-Fassung zeigen.

Sábado - Das Hochzeitstape

CHI

2003

Matías Bize

Blanca Lewin, Victor Montero, Antonia Zegers

CHI 2003. R: Matías Bize. D: Blanca Lewin, Victor Montero, Antonia Zegers. 65 Min., BetaSP, OmU, FSK: 6 Blanca ist kurz davor, Victor zu heiraten, als sie Besuch von Antonia bekommt. Diese berichtet ihr, daß sie die vergangenen Nacht mit dem Bräutigam verbracht hat – und nicht nur diese Nacht – und nicht ohne Folgen: Antonia ist schwanger. Daraufhin macht sich Blanca sofort auf den Weg zu Victor, um sich zu trennen! SÁBADO – DAS HOCHZEITSTAPE wurde in einer einzigen Einstellung gedreht. Aber das Timing, vor allem der Schauspieler, stimmt einfach und wurde deshalb auch für die interessanteste Erzählstruktur auf dem 52. Internationalen Filmfestival Mannheim – Heidelberg mit dem Rainer-Werner-Fassbinder-Preis prämiert.

Seitenspiel

GBR

2022

Matt Carter

Alexander King, Alexander Lincoln, Chris Garner, Christopher Sherwood

Nach ein paar Gläsern zu viel landen Matt und Warren, Spieler eines Londoner schwulen Rugby-Clubs, miteinander im Bett. Die Crux bei der Sache? Beide Männer sind in festen Beziehungen, die nun durch ihre wachsenden Gefühle füreinander zu zerbrechen drohen. Doch nicht nur das: Auch ihr Rugby-Team steht durch die Affäre auf dem Spiel.
Schwules Leben in der rauen Welt des Rugby, der Verein als Ersatzfamilie, die Charaktere mit Ecken und Kanten: Aus dem persönlichen Dilemma bezieht SEITENSPIEL seine emotionale Spannung. Regisseur Matt Carter war selbst aktiver Rugby-Spieler, die intensiven Spielfeldszenen machen den Film auch zu einem höchst sehenswerten Sportfilm.

Putty Hill

USA

2010

Matt Porterfield

Sky Ferreira, Zoe Vance, James Siebor Jr

Cory ist tot. Er starb an einer Überdosis Heroin. Nun kommen Eltern, Verwandte und Freunde zu seiner Beerdigung, wo der junge Mann lebte. Ein Vorort von Baltimore, trostlos und heruntergekommen, ein Ort, an dem der Regisseur selbst aufgewachsen ist. Gescheiterte Erwachsene, Jugendliche ohne Zukunftsperspektive, die aussehen, als hätten sie schon zehn Leben gelebt. Doch auch sie alle haben Träume. Regisseur Matt Porterfield nutzt die Techniken eines Dokumentarfilms, um große Nähe zum Zuschauer zu schaffen. Ein berührendes realitätsnahes Jugenddrama über das Leben und den Tod. Eine visuell ansprechende und poetische Sozial- und Amerika-Studie. (also leider ab 18)

Veloce come il vento - Giulias großes Rennen

ITA

2016

Matteo Rovere

Matilda de Angelis, Steffano Accorsi, Roberta Mattei

Die Leidenschaft für schnelle Motoren liegt Giulia im Blut: Sie stammt aus einer Familie, die seit Generationen Champions im Motorsport hervorbringt. Auch sie ist Rennfahrerin, noch dazu ein außergewöhnliches Talent, sodass sie bereits als Siebzehnjährige unter der Führung ihres Vaters an der GT-Meisterschaft teilnimmt. Doch während sie um den Sieg kämpft, erleidet ihr Vater in der Boxengasse einen Herzinfarkt – und ihr Bruder Loris schneit ins Haus, versifft, unzuverlässig, aber begabt mit einem außergewöhnlichen siebten Sinn fürs Fahren. Giulia bleibt nichts anderes übrig, als mit ihm zusammenzuarbeiten – als schräge Außenseiterbande beginnen sie, die Rennbahnen von Imola bis Mugello zu rocken.
Matteo Rovere belebt die Tradition des Rennsportfilms wieder, bestimmt von Tempo und Bewegung, Adrenalin und Emotion: „FAST & FURIOUS, Italian style, das heißt: ein gewisser Realismus, eine überwältigende Tragikomik.“ (epd Film)

Marina Abramovic – The Artist Is Present

USA

2016

Matthew Akers

Die Künstlerin Marina Abramovic fasziniert und schockiert ihr Publikum seit mittlerweile 40 Jahren mit ihren Performances, die körperliche und psychische Grenzgänge sind. So auch 2010 im Rahmen einer großen Retrospektive ihrer Arbeiten im New Yorker Museum of Modern Art: Inmitten von früheren Abramovic-Performances, die durch Studenten nachgebildet wurden, stellte sich auch die Künstlerin in einer eigenen Darbietung dem Publikum vor. Unter dem Titel „The Artist is Present“ saß Abramovic während der gesamten Ausstellungdauer, drei Monate lang sechs Tage die Woche und sieben Stunden am Tag, nahezu regungslos auf einem Stuhl. Die Ausstellungsbesucher konnten ihr gegenüber Platz nehmen, der Künstlerin so lange sie wollten direkt in die Augen schauen und so in einen stillen Dialog mit ihr treten.
Der Film begleitet Marina Abramovic vor, während und nach der Ausstellung, zeigt sie im Umgang mit ihren Studenten, mit Kuratoren und Galeristen sowie mit ihrem langjährigen Partner, den Künstler Ulay. Einführung: Dorothee Höfert

Cremaster 1+2

Matthew Barney

Marti Domination, Norman Mailer, Matthew Barney, Richard Serra, Aimee Mullins, Ursula Andress

Mit dem CREMASTER CYCLE hat Matthew Barney, einer der herausragendsten Künstler unserer Zeit, den wohl unkonventionellsten Filmzyklus des modernen Kinos geschaffen. Für die Fertigstellung seines insgesamt 400 Minuten umfassenden Gesamtwerkes benötigte der Künstler nahezu zehn Jahre (1994-2002). Nicht in chronologischer Reihe entstanden, bilden die fünf Teile des CREMASTER CYCLE ein in sich geschlossenes, ästhetisches Ganzes. Der Film-Zyklus zerlegt den menschlichen Körper in die Einzelteile eines zeitgenössischen Schöpfungsmythos. Das Grundkonzept ist der Biologie entlehnt. Barney beschäftigt sich besonders mit dem Prozeß der geschlechtlichen Differenzierung während der embryonalen Phase des Menschen. Von CREMASTER 1, dem femininsten Stadium des embryonalen Prozesses, in dem der Fötus noch geschlechtlich unbestimmt ist, bis CREMASTER 5, der seinen differenziertesten Zustand darstellt. CREMASTER 1 (1995): Im Inneren von zwei Goodyear-Zeppelinen, die über einem Stadion schweben, ordnet eine platinblonde Frau grüne und blaue Weintrauben zu geometrischen Mustern an. CREMASTER 2 (1999): Zwei scheinbar unzusammenhängende Geschichten überlagern einander. Erstere ist durch Norman Mailers Roman „Gnadenlos“ („The Executioner’s Song“) inspiriert. Der zweite Handlungsstrang, dem der Columbia-Gletscher in Kanada als Kulisse dient, kreist um Harry Houdini (Norman Mailer). (also ab 18)

Cremaster 3

Matthew Barney

Marti Domination, Norman Mailer, Matthew Barney, Richard Serra, Aimee Mullins, Ursula Andress

Zeit, den wohl unkonventionellsten Filmzyklus des modernen Kinos geschaffen. Für die Fertigstellung seines insgesamt 400 Minuten umfassenden Gesamtwerkes benötigte der Künstler nahezu zehn Jahre (1994-2002). Nicht in chronologischer Reihe entstanden, bilden die fünf Teile des CREMASTER CYCLE ein in sich geschlossenes, ästhetisches Ganzes. Der Film-Zyklus zerlegt den menschlichen Körper in die Einzelteile eines zeitgenössischen Schöpfungsmythos. Das Grundkonzept ist der Biologie entlehnt. Barney beschäftigt sich besonders mit dem Prozeß der geschlechtlichen Differenzierung während der embryonalen Phase des Menschen. Von CREMASTER 1, dem femininsten Stadium des embryonalen Prozesses, in dem der Fötus noch geschlechtlich unbestimmt ist, bis CREMASTER 5, der seinen differenziertesten Zustand darstellt. CREMASTER 3 (2002): Ehrgeiz und Macht stehen im Zentrum von CREMASTER 3. Die Haupthandlung spielt im New Yorker Chrysler Building während dessen Errichtung in den Jahren 1929-1930. Matthew Barney verbindet die Architektur des Gebäudes mit den Übergangsriten der Freimaurer. (also ab 18)

Cremaster 4+5

Matthew Barney

Marti Domination, Norman Mailer, Matthew Barney, Richard Serra, Aimee Mullins, Ursula Andress

Zeit, den wohl unkonventionellsten Filmzyklus des modernen Kinos geschaffen. Für die Fertigstellung seines insgesamt 400 Minuten umfassenden Gesamtwerkes benötigte der Künstler nahezu zehn Jahre (1994-2002). Nicht in chronologischer Reihe entstanden, bilden die fünf Teile des CREMASTER CYCLE ein in sich geschlossenes, ästhetisches Ganzes. Der Film-Zyklus zerlegt den menschlichen Körper in die Einzelteile eines zeitgenössischen Schöpfungsmythos. Das Grundkonzept ist der Biologie entlehnt. Barney beschäftigt sich besonders mit dem Prozeß der geschlechtlichen Differenzierung während der embryonalen Phase des Menschen. Von CREMASTER 1, dem femininsten Stadium des embryonalen Prozesses, in dem der Fötus noch geschlechtlich unbestimmt ist, bis CREMASTER 5, der seinen differenziertesten Zustand darstellt. CREMASTER 4 (1994): Schauplatz dieser Folge ist die Isle of Man, die zum einen für das alljährlich hier stattfindende Motorradrennen, zum anderen für eine seltene Widderrasse, den „Loughton Ram“, bekannt ist. CREMASTER 5 (1997): Die letzte Episode des Zyklus spielt vor der romantischen Kulisse von Budapest. Allein durch ihren Gesang vermag es die Königin der Ketten (Ursula Andress) die anderen Protagonisten herbeizurufen, nämlich „ihre Diva“, „ihren Zauberer“ und den „Riesen“ (gespielt von Matthew Barney). (also ab 18)

Drawing Restraint 9

JPN/USA

2005

Matthew Barney

Matthew Barney, Björk, Mayumi Miyata, Shiro Nomura

Ein mit heißer Vaseline beladenes Walfängerschiff bricht von Japan in die Antarktis auf. Während die Vaseline auf der Reise langsam abkühlt, bereiten sich an Bord zwei Passagiere (Matthew Barney und Björk) auf eine denkwürdige Paarung vor. Zuvor allerdings steht eine Teezeremonie an, bei der sich das gesamte Schiff in eine Teekanne verwandeln soll. Mystik, surreale Gleichnisse und unvergessliche visuelle Eindrücke für experimentierfreudige Kinogänger in einem Gemeinschaftsprojekt des bildenden New Yorker Künstlers Matthew Barney (THE CREMASTER CYCLE) und der Sängerin Björk. (also ab 18 Jahren)

Freud – Jenseits des Glaubens

GBR/USA

2023

Matthew Brown

Anthony Hopkins, Matthew Goode, Liv Lisa Fries

London, 3. September 1939. Soeben ist der Zweite Weltkrieg ausgebrochen; Sigmund Freud, im Exil lebend und schwer an Krebs erkrankt, lädt den Schriftsteller und Oxfordprofessor C. S. Lewis zu sich ein, vorgeblich, um sich über das Buch „The Pilgrim’s Regress“ auszutauschen. Tatsächlich aber geht es um Religion und Glauben – Lewis, früher überzeugter Atheist, ist zum Christentum übergetreten.

In dem fiktiven Treffen liefern sich zwei große Denker des 20. Jahrhunderts – der Vater der Psychoanalyse und der spätere Autor von „Die Chroniken von Narnia“ – einen kontroversen Diskurs über Liebe, den Glauben, die Zukunft der Menschheit und die für sie alles entscheidende Frage: Gibt es einen Gott? Dies vor dem Hintergrund des nahenden Todes von Freud, der Gräuel der Nazis – und der Bedürfnisse von Freuds Tochter Anna.

Cicada

USA

2020

Matthew Fifer, Kieran Mulcare

Matthew Fifer, Sheldon D. Brown, Sandra Bauleo, Jazmin Grace Grimaldi, Cobie Smulders

Ben ist „back on the dick“: Nach einer Reihe gescheiterter Beziehungsversuche mit Frauen hat der New Yorker endlich wieder Sex mit Männern. Die Anbahnungen laufen zunächst eher random ab, online oder in Clubs. Doch dann begegnet er vor einem hippen Buchladen dem Datentechniker Sam und flirtet ihn erfolgreich mit Nietzsche an. Doch Ben und Sam tragen beide Wunden mit sich herum, die noch nicht verheilt sind.
In dem äußerst überzeugenden Drama über Männer, die sich einander öffnen, stellen Kieran Mulcare – Regie – und Matthew Fifer – Drehbuch, Regie und Hauptrolle – ihre eigene Lebensgeschichte dar, inklusive realer Traumata von Missbrauch im Kindesalter und Gewalt auf der Straße.

I Used to Be Darker

USA

2013

Matthew Porterfield

Deragh Campbell, Hannah Gross

Überaus musikalische Independent-Ballade, die in teilnehmender Distanz von Trennung und Lebenschaos erzählt. Protagonistin ist Taryn, die eigentlich den Sommer in Wales verbringen wollte, doch der Liebe wegen nach Amerika geht. Als das Glück hier nicht lange hält und die Beziehung zerbricht, kommt sie kurzfristig bei ihrer Tante Kim unter. Hier erhofft sie sich ein wenig Trost, doch Kim steckt selbst gerade mitten im Liebesdrama: Sie versucht, das Ende ihrer Ehe ohne Konflikte über die Bühne zu bringen. Unaufgeregtes, aber authentisches und gut gemachtes Coming-of-Age-Drama.

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