Begnadete Improvisationsregie, exzellente DV- und Super-8-Kameraarbeit und ein tolles SchauspielerInnen-Trio bewirken, dass einem schwindelig wird in Alexis Dos Santos’ Debütfilm GLUE. Seine Adoleszenz-Geschichte beweist wie voll die Leere zwischen 15 und 17 sein kann: Inmitten der weiten und wüstenähnlichen Ebenen von Patagonien lebt der 15-jährige Lucas, eine schlaksige Zeitbombe aus Hormonen, Langeweile und Sehnsucht. Er hängt mit seinem besten Freund Nacho herum, und mit der schüchternen Andrea lassen sie sich treiben im Strudel des Erwachsenwerdens, erleben das Gefühl der Freiheit und die Angst vor dem Versagen, singen traurig-rotzige Punklieder und versuchen sich an Drogen.