Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Benx

BEL

2007

Nic Balthazar

BEN X erzählt die Geschichte des 17-jährigen Ben, der unter Autismus leidet. Ben ist anders. Sein Leben ist eine Welt an sich, in der er eifrig sein bevorzugtes Online-Computerspiel Archlord spielt. Er versucht angestrengt, sich an die Realität in der er lebt, anzupassen. Die raue Welt einer Fachschule ist für ihn eine tagtägliche Hölle. Als er Opfer von (Cyber-) Mobbing wird, denkt sich Ben einen Plan aus. Dann tritt Scarlite in sein Leben, ein Mädchen, das er in einem Online-Spiel kennen gelernt hat… In BEN X geht es um Mobbing, Selbstmord, um Realitätsflucht, hilflose Eltern und grausame Mitschüler. Das außergewöhnliche Debüt des flämischen Regisseurs, der sein eigenes Buch verfilmt hat, ist eine beglückende Vision vom Zusammenspiel ethischer Mahnung und ästhetischer Provokation. In einer noch nie gesehenen Collage aus Realfilm- und Onlinespielsequenzen erschließt der Film Bens Innenwelt. Faszination der Cyberwelt und Kinofiktion verschmelzen und ermöglichen die Anteilnahme an einer ungewöhnlichen Wahrnehmung und Erfahrung. Diskussionspartner: Dr. Frank Mentrup, MdL und 1. Vorsitzender Gesundheitstreffpunkt Mannheim e.V.

Am Rand – Margini

ITA

2022

Niccolò Falsetti.

Francesco Turbanti, Emanuele Linfatti, Matteo Creatini, Silvia D’Amico, Aurora Malianni

Die drei Freunde Edoardo, Iacopo und Michele leben in Grosseto, einem verschlafenen Provinzstädtchen in der Toskana. Michele hat eine Frau und eine Tochter, Edoardo einen despotischen Patenonkel und Jacopo träumt von einer besseren Zukunft. Gemeinsam spielen sie in einer Punkband, sind jedoch arbeitslos und immer kurz vor der Pleite. Auftritte bei Provinzfestivals und Dorffesten bringen ein paar Euro. Endlich die große Chance: Sie dürfen in Bologna als Vorgruppe bei einem Konzert der berühmten US-Band Defense spielen. Als das Konzert plötzlich abgesagt wird, gibt das Trio nicht auf. Wenn sie nicht in Bologna mit Defense auftreten können, dann muss Defense eben nach Grosseto kommen…
Ein sympathischer, oft auch sehr komischer Film über Freundschaft und über den unbeirrbaren Wunsch, einmal groß herauszukommen. Niccolò Falsettis Debütfilm beruht auf authentischen Erfahrungen und wurde beim Filmfestival von Venedig uraufgeführt.
Niccolò Falsetti über seinen Film:
Was ist eine Rockkomödie? Es ist die Geschichte einer Freundesclique, die ein scheinbar einfaches Ziel haben: ein Konzert mit einer amerikanischen Band in einer kleinen Provinzstadt zu organisieren. Was Miche, Edo und Iac aber noch nicht wissen, ist, dass der Lärm und die Wut des Punk nur schwer mit der Stille der staubigen Kleinstadt Grosseto unter einen Hut zu bringen sind. MARGINI ist aus den Erfahrungen der beiden aus Grosseto stammenden Autoren entstanden, die beide Musiker in einer Punkband sind, und aus dem Bewusstsein, dass die Provinz früher oder später zu eng wird für die Träume von jungen Leuten, und dass man, wenn man nicht rechtzeitig ausbricht, Gefahr läuft, Teil derselben Dynamik zu werden, mit der man sich so schwer tut.
Niccolò Falsetti (*1987 in Grosseto) verbringt nach einem Studium der darstellenden Künste an der Universität Sapienza in Rom einige Zeit in London und Berlin. Seit 2005 spielt er in der Punkband „Pegs“ und ist seit 2010 als Autor und Regisseur tätig, sowohl unabhängig als auch im Rahmen von ZERØ, einem Kollektiv von Autoren und Filmemachern. MARGINI ist sein erster Kinofilm.
Weitere Infos: https://www.cinema-italia.net/filme.php?selectedday=37&selectedfilm=5

Denn Sie Wissen Nicht Was Sie Tun

USA

1955

Nicholas Ray

James Dean, Natalie Wood, Dennis Hopper

Lebe schnell, stirb rasch und hinterlasse eine schöne Leiche: Das war das Leben von James Dean. Cinema Quadrat zeigt zu seinem 50. Todestag eine aufwendig rekonstruierte Filmkopie einer der größten Filmklassiker Hollywoods. Der Film handelt von Mutproben, von unglücklichen und enttäuschten jungen Menschen, die nicht wussten, was sie taten.

König Der Könige

USA

1961

Nicholas Ray

Jeffrey Hunter, Robert Ryan, Siobhan McKenna

Das Genre „Jesusfilm“ reicht bis in die Anfänge des Kinos zurück. Es begann im Jahr 1897, als die Gebrüder Lumière den ersten Jesusfilm der Geschichte drehten. In den Anfängen zögerte man, den Messias direkt darzustellen. Er wurde aus der Entfernung, als Schatten oder Silhouette, gezeigt. Dies änderte sich 1927 mit dem Stummfilm „König der Könige“ von Cecil B. DeMille. In epischer Länge erzählt der stilbildende Bibelfilm die Jesusgeschichte aus der Perspektive von Maria Magdalena – und wurde zu einem der dauerhaftesten Erfolge der Filmgeschichte. Nicholas Ray („Denn sie wissen nicht, was sie tun“, 1955) gelingt es 1961 erneut, das Leben Jesu zum Gegenstand eines fast dreistündigen Filmerfolgs zu machen. Im Spiel mit verschiedenen Stilelementen (von der idyllischen Legendenerzählung bis zu Elementen des russischen Revolutionsfilms und krasser Naturalistik) beweist die Regie viel Geschick.

Walkabout

AUS

1971

Nicholas Roeg

Jenny Agutter, Luc Roeg

Die Kamera verharrt auf einer roten Ziegelmauer, fährt nach rechts, in den Blick kommt die Stadt, die Straße. Kurz darauf: dieselbe Mauer, dieselbe Fahrt, in den Blick kommt die Wüste. Darin der Volkswagen, der Vater, die Kinder. Er beginnt zu schießen, auf die Kinder, die fliehen. Ein 14-jähriges Mädchen und ein 6-jähriger Junge müssen sich plötzlich alleine in der Natur zurechtfinden. Sie treffen auf einen Aborigine-Jungen auf seinem „Walkabout“, dem traditionellen Initiations-Ritual der australischen Ureinwohner, bei dem ein Heranwachsender alleine im Busch (über)leben muß. Sie tauchen ins Fremde ein, aus dem es kein Zurück gibt.

Bolschoi Babylon

GBR

2015

Nick Read

Im Januar 2013 attackiert ein maskierter Mann mit äußerster Brutalität den künstlerischen Leiter der Bolschoi-Ballett-Kompanie mit Säure. Ein Schock – und ein Trauma: Denn Drahtzieher des Attentats auf Sergej Filin war ein Solotänzer aus den Reihen des Bolschoi. Mit einem Mal steht der Kulturszene nicht nur in Moskau klar vor Augen, wie sehr Vetternwirtschaft, Eifersucht, Korruption und Intrige dort herrschen. Eilig ersetzt der Kreml den Generaldirektor des Bolschoi-Theaters – doch Sergej Filin kehrt zurück, und der erbitterte Machtkampf geht weiter…
Erstmals gestattete das hochrenommierte Bolschoi-Theater einem Dokumentarfilmer einen unzensierten Blick hinter die Kulissen, in einer Zeit, in der das Ensemble noch stark unter dem Eindruck des Anschlags stand: Ein Drama aus der Theaterwelt, das mit opulenten Bildern und beeindruckender Musik aus namhaften Ballettaufführungen spannende Einblicke in Leben und Leiden der Balletttruppe gewährt.

Der Sandmann

DEU

1995

Nico Hofmann

Götz George, Karoline Eichhorn, Barbara Rudnik, Martin Armknecht, Rudolf Kowalski, Michael Brandner, Ilka Teichmüller, Inga Busch

Bestsellerautor Henry Kupfer (Götz George) soll sein neues Buch, das Psychogramm eines Serienmörders, in einer Talkshow vorstellen. Bei den Vorbereitungen zur Sendung stößt die junge, ehrgeizige Redakteurin Ina Littmann (Karoline Eichhorn) auf Indizien dafür, dass Henry Kupfer nicht nur über Serienmörder schreibt, sondern selbst einer sein könnte, zumal er vor dem Beginn seiner Schriftstellerkarriere schon einmal wegen der Ermordung einer Prostituierten verurteilt worden war. Eifrig trägt sie Material zusammen, in der Hoffnung, daß Sabine Ammann (Barbara Rudnik) Henry Kupfer in der Talkshow spektakulär entlarven kann … Mit diesem Film, der Satire und Psychothriller gleichermaßen ist, hält der gebürige Mannheim Nico Hofmann sensationslüsternden Journalist(inn)en den Spiegel vor. Einführung: Dr. Peter Bär

Solo Für Klarinette

Deutschland

1998

Nico Hofmann

Götz George, Corinna Harfouch, Barbara Auer

Bei der Aufklärung eines grausigen Mordes in einer schäbigen Berliner Mietskaserne lernt Kommissar Kominka die unnahbare Anna Weller kennen. Obwohl die verletzlich und gehetzt wirkende Frau zum Kreis der Verdächtigen gehört, verliebt sich Kominka in sie. Nicht unbedingt den heißen Sexszenen, die die Produktion in den Geruch der Pornographie brachte, ist es zu verdanken, daß der Film ein beachtliches Kinoereignis geworden ist. In der Form eines packenden Thrillers erzählt Nico Hofmann (DER SANDMANN) von der Liebe zwischen zwei unglücklichen Einzelgängern in den düsteren Vierteln Berlins. Wie die meisten bemerkenswerten Krimis heutzutage handelt er von der Heimatlosigkeit der Großstädter und deren innerer Zerrissenheit. Hauptdarsteller Götz George gefiel an dem Film vor allem das Drehbuch. Geschrieben hat es die New Yorker Psychoanalytikerin Elsa Lewin. „Es hat mich gereizt, diesen Charakter zu entwickeln: Einen Polizisten, einsam und sprachlos geworden, der von seinem Beruf in einen Abgrund getrieben wird“ (George). Mit einem Vortrag von Dr. Gerhard Schneider zu dem Thema „Erregung statt Bedeutung?“

Taktstürmer

DEU

2011

Nico Sommer

Anna Guder, Nikolaus Herdieckerhoff, Robert Voß

Die "Taktstürmer" sind Anna, Robert und Niko. Sie sind drei unbekannte Berliner Musiker, die von ihrem Traum getrieben, den schwierigen Weg ins professionelle Popgeschäft versuchen wollen. Ihre unterschiedlichen Lebensphasen bieten einen persönlichen und komisch-tragischen Einblick in die Lebenswirklichkeit "normaler" Musiker in Deutschland, abseits von Glamour und Groupies. Doch der bedingungslose Wille jedes Einzelnen trifft schon bald auf die harte Lebensrealität in einer Gesellschaft, in der man alles werden kann – sofern man es schafft.

Chichinette – Wie ich zufällig Spionin wurde

DEU

2019

Nicola Alice Hens

Marthe Cohn, französische Jüdin aus Metz, die im Krieg ihren Verlobten und ihre Schwester verlor, beschließt 1944, als Spionin für die Alliierten in Nazi-Deutschland ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Im Land der Feinde schafft sie es, sich als überzeugte Anhängerin des Hitler-Regimes auszugeben, und kann wichtige Informationen nach Frankreich durchgeben. Noch im Alter von 99 Jahren bereist sie mit manischem Eifer die Welt, um ihre Geschichte mit einer jungen Generation zu teilen: Ihre Vorträge sind unterhaltsam und gespickt mit Pointen. Mit Schlagfertigkeit und Charme fesselt Marthe ihr Publikum, und schnell versteht man, warum sie damals „Chichinette“ (Kleine Nervensäge) genannt wurde. „Es ist immer möglich, gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen, auch unter den schlimmsten Umständen.“

Chichinette – Wie ich zufällig zur Spionin wurde

DEU

2019

Nicola Alice Hens

Marthe Cohn, französische Jüdin aus Metz, die im Krieg ihren Verlobten und ihre Schwester verlor, beschließt 1944, als Spionin für die Alliierten in Nazi-Deutschland ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Im Land der Feinde schafft sie es, sich als überzeugte Anhängerin des Hitler-Regimes auszugeben. Heute, mit 99 Jahren, bereist sie mit manischem Eifer die Welt, um ihre Geschichte mit einer jungen Generation zu teilen: Ihre Vorträge sind unterhaltsam und gespickt mit Pointen. Mit Schlagfertigkeit und Charme fesselt Marthe ihr Publikum, und schnell versteht man, warum sie damals „Chichinette“ (Kleine Nervensäge) genannt wurde. „Es ist immer möglich, gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen, auch unter den schlimmsten Umständen.“

Ich, Immendorf

DEU

2007

Nicola Graef

Jörg Immendorff auf einem Stuhl in seinem Atelier, wie er einem Gehilfen Anweisungen gibt. Als diese Szene gedreht wurde, war der ehemalige Beuys-Schüler, einer der bekanntesten deutschen Gegenwartskünstler, bereits schwer an ALS erkrankt. Im Bewusstsein um den nahen Tod zeigt er sich im Film als Mensch, der bis zum Schluss die künstlerische Herausforderung bis an die eigene Belastungsgrenze sucht. Das enfant terrible der Kunstszene ging in den 80er Jahren mit seinem provozierenden Bilderzyklus „Café Deutschland“ in die deutsche Kunstgeschichte ein, aus dem Dr. Dorothee Höfert ein Gemälde vorstellen wird. Ort: Kunsthalle

Ich. Immendorff

DEU

2007

Nicola Graef

Eine Trennung zwischen Leben und Kunst gab es für ihn nie: Der 2007 verstorbene Maler Jörg Immendorff arbeitete bis zu seinem Tod durch die Nervenkrankheit ALS an neuen Projekten. Der Film, der zum ersten Todestag Immendorffs ins Kino kommt, zeigt Leben und Werk eines streitbaren Mannes, der es sich und anderen nicht immer einfach machte. Dazu kommen zahlreiche Freunde und Kollegen zu Wort. Graefs Film ist auch eine Hommage an einen Mann, der in seiner starken Prägung durch Joseph Beuys den Kampf für eine bessere Welt und den Widerstand gegen Ungerechtigkeit nie aufgegeben hat, weder als Künstler noch als Mensch. (also ab 18 Jahren)

Neo Rauch - Gefährten und Begleiter

DEU

2017

Nicola Graef

Neo Rauch gehört zu den erfolgreichsten deutschen Malern seiner Generation – 1960 in Leipzig geboren und Bewohner der DDR bis zum Mauerfall. So wundert es nicht, dass seine farbigen, figurenreichen Gemälde vielfach von seinem Leben in der DDR geprägt sind. Die Geschichte Deutschlands als geteiltes und wieder vereintes Land ist ein zentrales Thema für den Künstler: Die Bildlandschaften Neo Rauchs entfalten ihren Reiz dadurch, dass die Gestalten in ihnen aus ganz verschiedenen Zeit- und Wirklichkeitsstufen stammen. Um der geheimnisvollen Aura von Rauchs Bildern auf die Spur zu kommen, führte die Dokumentarfilmerin Nicola Graef viele Gespräche mit Neo Rauch selbst und einigen Weggefährten. Und sie lässt die Kamera in langen Einstellungen die Bilder selbst sprechen.
Einführung: Anne-Sophie Piper

Drei Tage und ein Leben

FRA/BE

2019

Nicolas Boukhrie

Sandrine Bonnaire, Pablo Pauli, Charles Berling

Weihnachten1999: Ein Dorf in den Ardennen steht unter Schock, denn der kleine Rémi ist verschwunden. Bald geht das Gerücht einer Entführung um. Alle beteiligen sich an der Suchaktion, gleichzeitig scheint jeder verdächtig. Nach drei Tagen verhindert der gewaltige Jahrhundertsturm Lothar jede weitere Suche – nur der zwölfjährige Antoine weiß, was wirklich geschah. 15 Jahre später kehrt Antoine nach seinem Medizinstudium ins Heimatdorf zurück. Dort hat sich nichts geändert, und auch Rémis Verschwinden ist nach wie vor ungeklärt. Als Waldarbeiter beginnen, die alten Sturmschäden zu beseitigen, muss Antoine handeln, um die drohende Entdeckung des Geheimnisses zu verhindern.
Auf Grundlage seines gleichnamigen Thriller-Bestseller schrieb Autor Pierre Lemaitre das Drehbuch zu diesem packenden Drama, der die psychologischen Dimensionen und die moralischen Zwiespalte um Schuld, Sühne und Vergessen ausspielt: Die genaue Milieuschilderung und das hervorragende Schauspielerensemble erzeugen beklemmende Spannung.
Einführung: Cosima Besse, Institut Français Mannheim

The Eyes of My Mother

USA

2016

Nicolas Pesce

Kika Magalhaes, Diana Agostini, Olivia Boand, Will Brill

Francisca lebt mit Mama und Papa auf einer Farm im Nirgendwo. Von ihrer Mutter lernt das Mädchen die Kunst chirurgischen Handwerks. Als eines Nachmittags ein Fremder anklopft, ist es um die friedliche Idylle einer Kindheit geschehen. Franciscas seelische Zerstörungen werden sie ihr Leben lang begleiten: Das Aufschneiden von Körpern, die Faszination am Toten und am Töten… In alptraumhaften Bilder schafft Debütregisseur Nicolas Pesce ein aufregendes, morbides Stück in American Gothic- Tradition. Die düstere Schönheit seiner Schwarz-Weiß-Bilder begleitet eine morbide Schauergeschichte, in dem ein menschliches Monster Horror verbreitet – und Mitleid erweckt. „Einer der herausragenden Filme von Sundance. Der Stoff für wunderschöne Alpträume.“ (Variety)
Mitgliederaktion: am 02.02. ist der Eintritt für Mitglieder von Cinema Quadrat e. V. frei.

Rückkehr In Die Normandie

FRA

2006

Nicolas Philibert

Nach SEIN UND HABEN, dem wunderbaren Dokumentarfilm über eine französische Dorfschule, der neue bezaubernde Film von Nicolas Philibert. In RÜCKKEHR IN DIE NORMANDIE befindet sich Philibert auf den Spuren des Filmes MOI, PIERRE RIVIÈRE von René Allio, an dem er selber 1975 als Regieassistent mitgearbeitet hat: MOI, PIERRE RIVIÈRE erzählte die wahre Geschichte eines 20jährigen normannischen Bauern, der 1835 seine Mutter, seine Schwester und seinen Bruder mit einer Sichel getötet hat. Philibert ist nun in die Normandie zurückgekehrt, um mit den einheimischen Darstellern über die damalige Zeit sowie ihre heutige Situation zu sprechen. Eine persönliche Zeitreise und eine poetische Dokumentation des Zusammenspiels von Leben und Film. (also ab 18 Jahren)

Insignificance - Die Verflixte Nacht

GBR

1985

Nicolas Roeg

Theresa Russell, Michael Emil, Tony Curtis, Gary Busey

New York 1953. Vier Menschen treffen sich in einem Hotelzimmer. Vier Menschen, deren Namen nie genannt werden, die man aber sofort erkennt: Marilyn Monroe, Albert Einstein, Joseph R. McCarthy und Joe DiMaggio. Es ist die Geschichte einer fiktiven Begegnung. Zunächst komödiantisch, dann sehr ernsthaft, versucht der Film die Konflikte und inneren Widersprüche hinter den Mythen, die die Figuren Monroe und Einstein jeweils verkörpern, sichtbar zu machen.

Above and Below

DEU/CHE/USA

2015

Nicolas Steiner

Vom Mars. Auf die Erde. Unter die Oberfläche. ABOVE AND BELOW ist eine raue Achterbahnfahrt mit Überlebenskünstlern in einer Welt voller Herausforderungen und Schönheit am Rande der amerikanischen Gesellschaft. Rick und Cindy in den Flutkanälen tief unter den funkelnden Straßen von Las Vegas, Dave, der in einem verlassenen Bunker ein Eremitendasein führt und April in der steinigen Wüste Utahs, die mit ihren Mitbegeisterten akribisch genau eine Marsmission simuliert. In unbekannte Welten geschleudert, begegnen wir Seelen, die uns verwandter sind, als wir es vermuten würden.
Deutscher Dokumentarfilmmusikpreis 2015, nominiert für den Deutschen Filmpreis 2016 und viele Auszeichnungen mehr – zu Recht!

Der Junge und die Wildgänse – Donne moi des ailes

FRA/NOR

2019

Nicolas Vanier

Jean-Paul Rouve, Louis Vazquez, Mélanie Doutey

Widerwillig soll Thomas zwei Wochen im Sommer bei seinem geschiedenen Vater Christian verbringen. Ohne Internet! In der Natur! Christian züchtet wilde Zwerggänse in den südfranzösischen Sümpfen der Camargue, um sie vor dem Aussterben zu bewahren. Unerwarteterweise freundet sich Thomas mit den Gänseküken an. Und dann steht ein großes Abenteuer bevor: Um den Küken eine sichere Flugroute beizubringen, werden sie mit dem Auto nach Nordnorwegen gebracht, und von dort soll ihnen im Ultraleichtflugzeug der Luftweg nach Südfrankreich gewiesen werden.

Ein Abenteuerfilm für die ganze Familie, der auf wahren Begebenheiten beruht: Der Tierschutzaktivist Christian Moullec, der selbst derartige Auswilderungsversuche durchgeführt hat, war am Drehbuch beteiligt. Regisseur Nicolas Vanier und Kameramann Éric Guichard finden atemberaubende Bilder, um von Natur, Mut und einer ganz besonderen Beziehung zu einer bedrohten Tierart zu erzählen.

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