Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Tolle Lage

Deutschland

1999

Sören Voigt

Ill-Young Kim, Henriette Heinze, Paul Faßnacht

Keine Frage, ne tolle Lage ist das ja: mitten im Wald, Naturschutzgebiet, der Ostseestrand direkt vor der Tür. Doch Skiernitzki, der direkt nach der Wende nach Rügen gegangen ist und dort auf das große Geschäft gehofft hat, steht mit seinem Campingplatz Tolle Lage vor dem Aus. Einen Riesenberg Schulden hat er aufgehäuft, außerdem haßt er seine ostdeutschen Sommergäste. So wie die auch den neuen Besitzer verabscheuen mitsamt seiner Überheblichkeit, seinen Wucherpreisen und den beschissenen Brötchen. Die Stimmung gärt, und wenn das Jubiläum des Sparwasser-Tors auch noch mit einem Liveauftritt der Ost-Schlagerikone Michi Fanselow zusammenfällt, scheint eine Meuterei unausweichlich. Henriette Heinze wurde für ihre Rolle als „Anita“ in Saarbrücken mit dem Max Ophüls-Preis als Beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet.

Yeelen - Das Licht

MLI

1987

Souleymane Cissé

Niamanto Sanogo, Koumba Traore, Balla Moussa Keita, Issiaka Kane, Aoua Sangare

YEELEN (Das Licht) spielt im vorkolonialen Mali, in einer Epoche mächtiger Königreiche. Nianankoro ist zusammen mit seiner Mutter schon seit Jahren auf der Flucht. Er flieht vor seinem Vater, einem mächtigen Priester. Wie die Tradition es fordert, sollte Nianankoro einmal das Wissen seines Volkes bewahren. Doch sein Vater wollte lieber den Sohn töten als seine Macht weitergeben. Die Mutter floh mit dem Kleinkind und nahm den „Flügel des Kôré“ mit, das Symbol für die Schnelligkeit des menschlichen Geistes. Es ist das einzige, was mit dem Wissen ihres Mannes konkurrieren kann. Auf der jahrelangen Flucht reifen Nianankoros Kräfte zum Kampf mit seinem Vater. Preis der Jury in Cannes, 1987. „Yeelen ist der schönste Film der afrikanischen Filmgeschichte.“ (Cahiers du Cinéma)

Adaption - Der Orchideendieb

USA-

2000

Spike Jonze

Nicolas Cage, Meryl Streep, Chris Cooper

Drehbuchautor Charlie Kaufman ringt mit der Adaption eines Bestsellers über die wahre Geschichte eines Orchideen-Züchters. Er gerät in eine Existenzkrise, vor allem, weil sein Zwillingsbruder kommerziell erfolgreiche Drehbücher verfasst. Deshalb schreibt er sich selbst in die Filmhandlung hinein, Fantasie und Realität beginnen sich zu vermischen. Das aberwitzige und fantasievolle Werk führt schonungslos die Mechanismen Hollywoods und das Filmhandwerk vor.

Being John Malkovich

USA

1999

Spike Jonze

John Cusack, Cameron Diaz, Catherine Keener, John Malkovich

Ein Tunnel der ganz besonderen Art wird zur Attraktion eines New Yorker Wolkenkratzers. Entdeckt hat ihn der kleine Angestellte und ehemalige Puppenspieler Craig Schwartz, der zufällig herausfindet, dass das Loch, das er hinter seinem Aktenschrank entdeck hat, 15 Minuten lang eine völlig neue Sicht auf die Welt bietet. Wer einmal in den Tunnel hineingesogen wurde, kann sehen und fühlen, was der Schauspieler John Malkovich gerade erlebt und empfindet. Schon bald bildet sich eine Schlange vor dem Tunnel, bis Malkovich höchstpersönlich zum Rutschen vorbeikommt… Videoregisseur Spike Jonze lieferte mit seinem Spielfilmdebüt einen äußerst vielschichtigen Genremix ab, dessen Darstellung kaum bizarrer hätte sein können. Mit einer Einführung von Frau S. Rath über „Ein postmodernes Verwirrspiel von Identität und Grenzenlosigkeit“.

Wo die wilden Kerle wohnen

USA

2009

Spike Jonze

Max Records, Catherine Keener, Mark Ruffalo

Max, 9 Jahre, hat Ärger mit der Schwester und ist sauer auf die Mutter. In seinem Wolfskostüm tobt er wild durch die Wohnung – und haut in einem Boot ab auf die Insel der Wilden Kerle. Dort wird er zum König der überdimensionalen, pelzigen Monsterwesen gekrönt…

Der Kinderbuchklassiker von Maurice Sendak wird unter der einfallsreichen Regie von Spike Jonze (BEING JOHN MALKOVICH) zu einem großen Spaß, der die unbändige Fantasie und die ungestüme Energie von Kindern feiert – und der in der Realität eines Scheidungskindes angesiedelt ist.

BlacKkKlansman

USA

2019

Spike Lee

John David Washington, Adam Driver, Laura Harrier, Topher Grace

In den 1970er-Jahren gelingt es einem afroamerikanischen Polizisten in Colorado Springs, zusammen mit einem weißen Kollegen den örtlichen Ku Klux Klan zu infiltrieren und dessen gewalttätigen Rassismus auffliegen zu lassen. Das kraftvolle, satirisch-komödiantisch gefärbte Drama fußt auf der Autobiografie von Ron Stallworth und mischt unterschiedliche Genres und Inszenierungsweisen, die von Blaxploitation- Elementen über klassische Detektiv-Geschichten bis zur filmhistorischen Analyse der Repräsentation von Schwarzen in den USA reichen.

Summer Of Sam

USA

1999

Spike Lee

John Leguizamo, Adrien Brody, Mira Sorvino

New York im Sommer 1977: Eine Hitzewelle überrollt die Stadt, und ein Serienmörder, der seine grausamen Taten mit „Son of Sam“ signiert, hält alle in Atem. Blonde Frauen haben Angst auf die Straße zu gehen, Durchschnittsbürger geraten unter Verdacht, und Pärchen fürchten den Schutz der Dunkelheit. Vor diesem Hintergrund erzählt Spike Lee, der zu der Zeit gerade 20 Jahre alt war und in New York anfing, Regie zu studieren, die Geschichte von Vinny und seiner Frau Dionna, einem jungen Ehepaar aus dem italienischen Teil der Bronx. Beide sind die Stars der lokalen Disco und zugleich die traurigen Helden einer verkeilten Liebesbeziehung. Vinnys bester Freund Ritchie wird in der gemeinsamen Disco-Clique schlagartig zum Außenseiter, als er im Punk-Styling aufkreuzt. In vielen einzelnen, bis an die Grenze der Zusammenhanglosigkeit verknüpften Szenen, die mit zeitgenössischen Medienberichten durchsetzt sind, verdichtet Lee den Film und schafft eine explosive, sich hysterisch aufladende Atmosphäre. Letztlich geht es um den Mythos New York, um die Stadt, die niemals schläft und deswegen ihre Alpträume leben muß. „Ein(..) Film der alles will und diesem Größenwahn auch noch gerecht werden kann.“ (epd Film)

Do the Right Thing

USA

1989

Spike Lee.

Spike Lee, Danny Aiello, Ossie Davis, Ruby Dee, John Turturro, Samuel L. Jackson

Das lebendige Porträt eines Straßenzugs in Brooklyn, und die realistische Geschichte des alltäglichen Rassismus: Im Herzen des hauptsächlich von Schwarzen bewohnten Viertels befindet sich die Pizzeria von Sal. Dann hängt Sal Fotos italo-amerikanischer Stars an seine Wand, und die Situation eskaliert. Mit übermäßiger Gewalt schreitet die Polizei ein…
DO THE RIGHT THING beschreibt liebevoll den Mikrokosmos einer Straße, und er betrachtet fassungslos die Fragilität dieser Community, in der jederzeit angestaute Spannungen gewaltsam hervorbrechen können. Der furios inszenierte, bis heute aufwühlende Film ist einer der wichtigsten Vertreter des New Black Cinema.
Wir zeigen den Film als analoge 35mm-Projektion.
Einführung: Jost Henze

Meteora

GRC/DEU/FRA

2012

Spiros Stathoulopoulos

Theo Alexander, Tamila Koulieva-Karantinaki

In der griechischen Region Thessalien, hoch in den Bergen, liegen die berühmten Metéora-Klöster. Dort lebt der griechische Mönch Theodoros im Männerkloster in spiritueller Einsamkeit mit den immer gleichen Gesängen und Ritualen. Im gegenüberliegenden Frauenkloster, durch einen tiefen Abgrund getrennt, wohnt die russische Nonne Urania. Nur über eine steile Steintreppe bzw. einen Seilkorb ist für beide der Erdboden erreichbar. Es kommt zu einer ersten Begegnung. Die beiden verlieben sich ineinander… Starke filmische Meditation über Glaube, Liebe und Entsagung vor beeindruckender Gebirgskulisse und in traumwandlerisch schönen Bildern.
Beginn 21 Uhr, Einlass ab 20 Uhr
Veranstaltungsort: Zeitraumexit/Hof, Hafenstraße 68, 68159 Mannheim
Eintritt: Regulär 7, ermäßigt und Mitglieder 5 €
An der Bar gibt es erfrischende Getränke und Snacks!
Bei schlechtem Wetter im Zeitraumexit-Gebäude.

Parada

SRB/HRV/SLO

2011

Srdjan Dragojevic

Goran Jevtic, Hristina Popovic

In Serbien ist es nicht weit her mit der Toleranz gegenüber Homosexuellen. Die Mehrheit verhält sich homophob, nur eine Minderheit liberal. In Belgrad soll eine neue „Gay Pride Parade“ stattfinden, nachdem die vorherigen Versuche blutig scheiterten. Schwulen-Aktivist Mirko weiß um die Schwierigkeit des Unterfangens, denn Nationalisten wie Neo-Nazis wetzen bereits die Messer. Doch dann kommt es zu einer ungewöhnlichen Kooperation: Mirko sorgt für eine gelungene Hochzeit seines kriminellen Freundes, wenn jener dafür den Schutz bei der Schwulenparade garantiert…. Politisch ziemlich unkorrekt, aber sehr, sehr komisch!

We Have Always Lived in the Castle

USA

2018

Stacie Passon

Taissa Farmiga, Alexandra Daddario, Sebastian Stan, Crispin Glover

Seit der Rest ihrer Familie durch eine Arsenvergiftung ausgelöscht wurde, leben die Schwestern Merricat und Constance Blackwood alleine mit ihrem verwirrten Onkel in einem großen, abgelegenen Herrenhaus. Wenn es darum geht, ihr Grundstück mit „Flüchen“ zu beschützen, erweist sich Merricat als besonders kühn und einfallsreich. Das und andere Eigenheiten sind der Grund, weshalb die Bewohner aus dem nahegelegen Ort die Schwestern hassen, was diese allerdings nicht besonders kümmert. Eines Tages bietet ihr Cousin Charles an, seinen Verwandten bei der Bewirtschaftung des Anwesens zu helfen – ist aber auch überdeutlich an der finanziellen Situation der Schwestern interessiert. Merricat traut ihm nicht über den Weg…
Stacie Passon gelingt es, in der Verfilmung des Romans von Shirley Jackson aus dem Jahr 1962 die unwirkliche Atmosphäre tief spürbar zu machen: Zwischen Drama und modernem Gothic-Horror erreicht sie eine subtile, vielschichtige Eindringlichkeit.

Dogtown And Z-boys

USA

2001

Stacy Peralta

DOGTOWN AND Z-BOYS ist die Lebensgeschichte von ein paar begabten Kids, die unabsichtlich ein amerikanisches Popkultur-Phänomen inspirierten. Es begann in Dogtown, einem in den 70er Jahren heruntergekommenen Viertel mit illegalen, lebensgefährlichen Surfmöglichkeiten in Santa Monica und Venice, Kalifornien. Bei Windstille begannen die Kids, das Surfen auf die Straße zu verlegen: Die ersten, vorsintflutlichen Skateboards rollten auf die Asphaltschrägen der Schulhöfe und in leere Pools. Der Jeff Ho & Zephyr Production Surf Shop wurde zu einer Art Clubhaus – einer Fluchtmöglichkeit aus den kaputten Familienhäusern. Die Z-Boys lernten, dreidimensionale Terrains zu „carven“, wobei sie instinktiv zu einem flüssigen, surf-inspirierten Stil tendierten, der auf volles Risiko setzte und die Grenzen der Schwerkraft auslotete. Die jungen Meister wie Tony Alva und Jay Adams wurden zu internationalen Teenager-Superstars. Stacy Peralta, einer der original Dogtown Skater, und Stecyk haben die alten Bilder der Skater und ihrer damaligen Skatespots mit neuem Interview-Material verwoben, und damit einen Augenzeugenbericht über die Geburt des modernen Skateboardings kreiert. Sean Penn lieh der Geschichte über den aggressiven Dogtown-Stil des Skateboarding seine Stimme und lässt den Urknall dieser weltweiten Jugendbewegung wieder aufhallen.

Kolyma

DEU

2017

Stanislaw Mucha

Sie erstreckt sich von Magadan bis Jakutsk, 2.000 Kilometer durchs äußerste Ostsibirien: Kolyma, genannt die Straße der Knochen. Gebaut wurde sie von Zwangsarbeitern, die zu Sowjetzeiten in sibirischen Straflagern interniert waren, sie verläuft über die Gräber hunderttausender Toter – buchstäblich: Die Massengräber spülen immer wieder Gebeine am Wegesrand herauf. Diesen Landstrich, karg und im Winter bitterkalt, porträtiert Stanislaw Mucha: Nicht als anklagende Betroffenheits-Doku, sondern als Panorama der Menschen, die heute hier leben (müssen), teils, weil sie nicht weg können, teils, weil sie auf ihr Glück hoffen: Bodenschätze von Kupfer bis Gold gibt es hier zuhauf. Begegnungen mit verbitterten Ex-Häftlingen, mit eisenharten Putinfans, mit skurrilen Wissenschaftlern vereint Mucha mit dem für ihn typischen schelmisch-ironischen Blick auf die Gegebenheiten zu einem Roadtrip, in dem das Absurde die Wirklichkeit beglaubigt.

Manche mögen’s falsch

DEU

2025

Stanislaw Mucha

Dokumentarfilm

In der südchinesischen Stadt Dafen entstehen täglich unzählige Meisterwerke neu, denn tausende Maler kopieren die Ikonen der europäischen Kunstgeschichte von Rembrandt bis Monet, von van Gogh bis Gerhard Richter; sie und ihre Familien leben, schlafen und träumen inmitten der Bilder. So trocknen van Goghs „Sonnenblumen“ im Dutzend auf einem Balkon, und auf einem anderen hängen die fertigen Kopien nach Gemälden von Gerhard Richter. Ein Richter für 30 Euro, ein kleiner van Gogh für 45, Monets Seerosen für 120, Rembrandts Selbstporträts für 150 – natürlich ist auch das Lächeln der Mona Lisa zu haben. Jährlich verlassen über 10 Millionen Bilder die Ateliers von Dafen – die Großbestellungen gehen nach Europa und Amerika. Was Supermärkte und Möbelhäuser im Westen zum vielfachen Preis feilbieten, ernährt in dieser Stadt eine ganze Riege von Kunstmalern und ihren Familien. Die Kopierarbeit gemäß Nachfrage und Auftrag ist ein Beispiel für den globalisierten Kunst-Kommerz. Doch wer sind die Menschen, die diese kunstvollen Kopien erschaffen? Regisseur Stanislaw Mucha erzählt ihre Geschichte voller Respekt und Humor.

Singin´ in the Rain

USA

1952

Stanley Donen, Gene Kelly.

Gene Kelly, Debbie Reynolds, Donald O’Connor, Jean Hagen, Millard Mitchell

Don Lockwood und seine Leinwandpartnerin Lina Lamont sind beliebte Filmstars. Doch dann läutet der Film THE JAZZ SINGER die neue Ära des Tons ein – und Lina hat ein Problem: Ihre quäkende Stimme und ihr unpassender Akzent hören sich furchtbar an. Also soll die junge Schauspielerin Kathy Selden, Dons Geliebte, hinter den Kulissen Lina synchronisieren… Der Beginn der Tonfilmzeit bedeutete für viele erfolgreiche Stars das Ende ihrer Popularität. Gene Kellys Filmmusical spielt vor dem Hintergrund des Tonfilms, und er spielt mit ihm: Der Umbruch von visueller, tonloser Darstellung zu Sprache und Musik wird in temperamentvollen Tanz- und Musikszenen gezeichnet. Die Reminiszenz an die Filmgeschichte, die spielerische Präzision, die ironischen Brechungen und die vollkommene Integration von Musik und Tanz in die Erzählung machen den Film zu einem Höhepunkt seines Genres.

2001 - Odyssee Im Weltraum

GBR/USA

1968

Stanley Kubrick

Keir Dullea, Gary Lockwood, William Sylvester

Als „cineastischer Meilenstein“ ist Stanley Kubricks Epos bezeichnet worden, als „Film, der die Parameter des Kino-Sehens neu definieren sollte“. Geschaffen hat der Regisseur das Meisterwerk zusammen mit dem Autor Arthur C. Clarke, die Arbeit am Roman und am Drehbuch lief parallel. In 146 Minuten wird die Geschichte der Evolution vom Urmenschen bis zum Zeitalter der Raumfahrt erzählt – mit wenig Dialog und in einer ganz eigenen Bildsprache, mit spektakulären Spezialeffekten und packender Musik.

2001: Odyssee im Weltraum

USA/GBR

1968

Stanley Kubrick

Keir Dullea, Gary Lockwood

Ein Weltraum-Epos, das bis heute seinesgleichen sucht: Stanley Kubrick findet für die Evolution des Menschen – vom Affen bis zum Raumfahrer auf der Suche nach neuen Horizonten – große, poetische Bilder. Die Untermalung mit klassischer Musik (besonders von Richard Strauss) ist berühmt; die psychedelische Qualität des Films berüchtigt. In manchen Kreisen hält sich die Theorie, die „echte“ Mondlandung 1969 habe nie stattgefunden, sondern sei von Kubrick mit den von „2001“ übriggebliebenen Sets und Requisiten inszeniert worden. So eindrucksvoll ist die Magie dieses Films – das Gegenprogramm zu Kubricks UHRWERK ORANGE, der in unserem Monatsschwerpunkt läuft.

Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben

GBR/USA

1964

Stanley Kubrick

Peter Sellers, George C. Scott, Sterling Hayden, Slim Pickens

Eine Filmfarce aus dem Kalten Krieg: Der amerikanische Kommandant Jack D. Ripper ist von einer kommunistischen Verschwörung überzeugt: die Russen vergiften das Wasser. In seinem Wahn gibt er den Befehl, B-52-Bomber Richtung Moskau zu schicken. Präsident Muffley und seine militärischen Berater versuchen verzweifelt, die mit Atombomben bestückten Flieger zurückzuholen. Derweil plant man aber auch mit dem bizarren Wissenschaftler Dr. Seltsam den Ernstfall einer nuklearen Katastrophe. Denn es stellt sich heraus, dass die Sowjetunion eine Weltuntergangsmaschine besitzt und die Uhr zur Apokalypse tickt…

Stanley Kubrick greift in DR. SELTSAM ODER: WIE ICH LERNTE, DIE BOMBE ZU LIEBEN scharfsinnig und humorvoll die Absurditäten des Kalten Krieges und der nuklearen Bedrohung auf. Mit einer Mischung aus schwarzem Humor und unvergesslichen Charakteren (Peter Sellers in Dreifachrolle!) zeigt der Film in Form einer bösen Satire die Schrecken von politischem Chaos, persönlichem Wahnsinn und globaler Apokalypse.

Eyes Wide Shut

USA/GBR

1999

Stanley Kubrick

Tom Cruise, Nicole Kidman, Sydney Pollack

EYES WIDE SHUT ist der letzte vollendete Film des US-amerikanischen Filmregisseurs Stanley Kubrick, der im Erscheinungsjahr des Films verstarb. In den Hauptrollen spielen Nicole Kidman und Tom Cruise. EYES WIDE SHUT ist eine ins New York der Gegenwart gelegte Verfilmung von Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“, in der der junge New Yorker Prominentenarzt William Harford ein Luxusapartement mit seiner attraktiven Frau Alice und der Tochter Helena in Manhattan bewohnt. Eines Tages gesteht Alice ihren Mann, sie sei kurz davor gewesen, einen Ehebruch zu begehen. Erschrocken darüber, das Sexualleben seiner Frau nicht unter Kontrolle zu haben, gerät er in einen gefährlichen Lebensstrudel … Mit einer Analyse von Dr. Ernst Schreckenberg.

Shining

GBR/USA

1980

Stanley Kubrick

Jack Nicholson, Shelley Duvall, Danny Lloyd, Scatman Crothers

Stephen King-Verfilmungen sind allgemein eher so lala. Außer, wenn ein Meister auf dem Regiestuhl sitzt, der sich den Stoff vollkommen aneignet: Stanley Kubrick fügte mit THE SHINING seinem OEuvre nicht nur ein weiteres Meisterwerk hinzu, sondern schuf einen ikonischen Horrorfilm, in dem das Erschreckende mit unheimlicher Atmosphäre und unvergesslichen Bildern einhergeht. Jack Torrance – Nicholson in einer Glanzrolle – versorgt mit seiner Familie als Hausmeister das über den Winter geschlossene, abgelegene Overlook Hotel und will einen Roman schreiben. Doch aus Visionen und Halluzinationen, aus den Sünden der Vergangenheit und der Langeweile von heute erwächst in ihm eine mörderische Wut…
Kaum ein anderer Film wurde so auf geheime Botschaften hin analysiert und interpretiert wie dieser.

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