An der Ostgrenze des europäischen Kontinents, in der Republik Zubrówka, unterhalb des alpinen Sudetenwalds, verbreitet das leicht heruntergekommene Grand Budapest Hotel noch immer den Glanz der Habsburgerzeit. In fünf Kapiteln und vier Zeitebenen erzählt Wes Anderson in seinem unnachahmlich verspielten Stil vom legendären Portier Gustave, der den jungen, staatenlosen Zéro Mustafa als Protégé annimmt. Gemäldediebstahl, Mordverdacht, Zug- und Schlittenfahrten, eine Geheimgesellschaft, kunstvolle Torten, Faschismus und, möglicherweise, Stefan Zweig liegen in der Spielzeugkiste, aus der Anderson seinen Film zusammensetzt – ein Ringelreihen hochkarätiger Stars und eine weitumspannende fröhliche Fantasie über die jüngere europäische Geschichte, in der trotz atemberaubender Exzentrik die Trauer über die Katastrophen des 20. Jahrhunderts durchscheint.