Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

L Bomb

USA

2018

Jenna Laurenzo

Jenna Laurenzo, Caitlin Mehner, Brandon Micheal Hall, Cloris Leachman, Bruce Dern, Steve Guttenberg

Lauren und Hailey sind ein glückliches Paar in Brooklyn. Auch Laurens Mitbewohner Austin stört die verliebte Zweisamkeit nicht. Was das Glück perfekt machen könnte: dass sich Lauren endlich vor ihrer Familie outet. Den perfekten Anlass bietet Thanksgiving, doch gerade als Lauren Haley als ihre Freundin vorstellen will, kreuzt Austin auf und wird prompt für ihren Freund gehalten… Mit zunehmenden Missverständnissen wird Laurens erhofftes Coming-Out zur L-Bombe, die mit lautem Knall zu zerplatzen droht.

Für ihre lesbisch aufgemischte Familienfestkomödie konnte Regiedebütantin Jenna Laurenzo eine illustre Besetzung gewinnen.

Le panache

FRA

2024

Jennifer Devoldère

José Garcia, Aure Atika, Joachim Arseguel

Das hartnäckige Stottern ist nur eines von vielen Problemen des jungen Colin. An seiner neuen Schule, die er nach der Scheidung seiner Eltern besucht, fühlt er sich ausgeschlossen und allein. Der charismatische Lehrer M. Devarseau sieht Colins Potenzial und besetzt ihn in einer Theateraufführung von „Cyrano de Bergerac“. Um auf der Bühne zu bestehen, muss der unauffällige Colin jedoch nicht nur sein Stottern in den Griff kriegen.

Erst in der vorigen Cinéfête-Saison in 2024/2025 zeigten wir erstmals einen Film der französischen Regisseurin und Autorin Jennifer Devoldère. In SAGE-HOMME widmete sie sich einem jungen Mann, der auf dem Weg zu seinem „unmännlichen“ Traumjob allerlei innere und äußere Hürden überwinden musste. Kaum ein Jahr später ist sie mit LE PANACHE zurück und zeigt erneut, wie wichtig nicht nur ein gesundes Selbstvertrauen, sondern auch Inspiration durch Freunde und Vorbilder ist.

Der Babadook

AUS

2014

Jennifer Kent.

Essie Davis, Noah Wiseman

Hier mal eine Portion gepflegten Horrors: Die alleinerziehende Mutter Amelia hat den sechs Jahre zurückliegenden Tod ihres Mannes noch immer nicht überwunden. Auch ihr Sohn Samuel bereitet ihr Kummer. Albträume von einem Monster, das ihn und seine Mutter umbringen will, quälen ihn. Von seiner Furcht übermannt, wird Samuel immer unberechenbarer und gewalttätiger. Ist er Opfer einer übernatürlichen Heimsuchung? Überragender Horrorfilm, der die Mittel des Geisterfilms zu einem brillanten Psychogramm ausreizt.

9to5 - Days In Porn

DEU

2008

Jens Hoffmann

Das San Fernando Valley in LA ist das Epizentrum der US-Erwachsenenunterhaltung. Milliarden von Dollar werden hier jedes Jahr mit Pornos verdient, mehr als in der Musikindustrie.“9to5 DAYS IN PORN” porträtiert die Protagonisten der Branche auf sehr direkte und trotzdem sensible Art. Das Kaleidoskop aus faszinierend ehrlichen Portraits, die in über 18 Monaten Drehzeit entstanden sind, bietet tiefe Einblicke in die persönlichen Lebensumstände der Menschen, die in der Welt des Porno leben und arbeiten. Dies ist der Blick von innen heraus – ungeschönt und authentisch, ohne zu glorifizieren, aber auch ohne gängige Klischees zu bedienen, verstörend nah und tief bewegend. (also ab 18 Jahren)

Anderland

NOR/ISL

2006

Jens Lien

Trond Fausa Aurvag, Petronella Barker, Per Schaaning

Mitten in der grauen Einöde steigt Andreas (Trond Fausa Aurvåg) aus einem Bus aus: Zwar weiß er nicht, wie er hierher kam, aber ein Empfangskomitee steht schon bereit und führt ihn in eine neue Welt, wo ihn eine Wohnung, ein Bürojob und freundliche Leute erwarten. Er lernt Anne-Britt (Petronella Barker) kennen und heiratet sie. Allerdings interessiert sie sich – wie alle anderen Bürger dieser kinderlosen Stadt – nur für schöner Wohnen. Das soll nun Andreas’ Leben sein? Eine Affäre mit Ingeborg (Birgitte Larsen) hilft auch nicht weiter. ANDERLAND ist ein fantastisches Märchen, eine Parabel auf die Konsumgier der modernen Gesellschaft und ihre obsessive Beschäftigung mit dem Oberflächlichen. Regisseur Jens Lien spielt meisterhaft mit dem Zuschauer, unterhält ihn mit erstaunlichen Entdeckungen, absurden Dialogen und einer kräftigen Prise nordischen Humors.

Sons of Norway

NOR/FRA

2011

Jens Lien

Åsmund Høeg, Sven Nordin

Es rebelliert sich schlecht, wenn der eigene Vater noch lauter dagegen ist als man selber. Als der Punk in den späten 70ern die Vororte von Oslo erreicht, hört Nikolaj zum ersten Mal die Sex Pistols, eine musikalische Offenbarung, die sein Leben verändert. Doch es ist nicht leicht gegen das Establishment zu sein, wenn der eigene Vater ein waschechter Hippie ist, der seinen Sohn zum Sommerurlaub ins Nudistencamp zerrt und auch mal den Schuldirektor zusammenfaltet.
Coming-of-Age Dramödie über Rebellion, Punk Rock und Vorstadtmief mit einer Prise extra trockenem skandinavischem Humor. Eine schreiend-komische, stellenweise auch sehr ergreifende und skurril-außergewöhnliche Vater-Sohn-Geschichte, die die Balance hält zwischen Komik und Tragik, zwischen verspielter Verrücktheit und ernsthafter Ehrlichkeit. Mit einer wuchtigen Perfomance von Sven Nordin, der in ELLING bereits an einer weiteren skandinavischen Kinoperle beteiligt war. Und mit einem Gastauftritt von Musiklegende Johnny Rotten.

Public Enemy

BRD/F/USA

1999

Jens Meurer

Die Black Panther waren in den sechziger Jahren die militante Speerspitze einer Bewegung der Schwarzen gegen den Rassismus in den USA. Allein durch ihr martialisches Auftreten – schwarze Lederjacken, dunkle Sonnenbrillen und Waffen – lehrten sie die weiße Mehrheit das Fürchten. PUBLIC ENEMY ist ein dokumentarisches Porträt von vier ehemaligen Black-Panther-Aktivisten: Die Juraprofessorin Kathleen Cleaver war einst die höchstrangige Frau in der Pantherhierarchie und ist mit ihrem Afrolook eine Ikone der 60er. Bobby Seale ist das letzte überlebende Gründungsmitglied. Er verfaßt mittlerweile Kochbücher. Wegen seiner Aktivitäten für die Panther hat Jamal Joseph zehn Jahre im Gefängnis verbracht, dort entwickelte er sich zum Theaterschriftsteller. Nile Rodgers gilt als Erfinder des Rap und ist heute einer der reichsten Musikproduzenten in den USA. Der Regisseur Jens Meurer, in Deutschland geboren und im Apartheidstaat Südafrika aufgewachsen, rekapituliert die Geschichte der Bewegung und bringt erkämpftes schwarzes Selbstbewußtsein eindrucksvoll zum Ausdruck. „Ein Blick zurück, nicht im Zorn, sondern im Zeichen der Tatsache, daß revolutionäre Veränderungen möglich sind und sich die Opfer gelohnt haben.“ (film-dienst)

La buena vida – Das gute Leben

DEU

2014

Jens Schanze

Jairo Fuentes, der junge Anführer der Dorfgemeinschaft von Tamaquito, lebt in den Wäldern Kolumbiens. Die Natur gibt den Menschen hier alles, was sie zum Leben brauchen. Seit Jahrhunderten gehen sie auf die Jagd, sammeln Früchte und halten Nutztiere. Doch die Lebensgrundlage der Wayúu-Gemeinschaft wird durch den Kohleabbau in der Mine „El-Cerrejón“ zerstört: Das gewaltige Loch, mit 700 Quadratkilometern der größte Kohletagebau der Welt, frisst sich immer tiefer in die einst unberührte Landschaft. Fuentes ist entschlossen, die gewaltsame Vertreibung seiner Gemeinschaft zu verhindern. Er beginnt Verhandlungen mit den Mienenbetreibern, hinter denen mächtige Rohstoffkonzerne stehen. Ein Kampf, der schon bald zum Existenzkampf wird…
In Anwesenheit des Regisseurs Jens Schanze.
Mitgliederaktion: Eintritt für Cinema Quadrat-Mitglieder frei.

Plug and Pray

DEU

2010

Jens Schanze

In seinem mehrfach ausgezeichneten Film widmet sich Jens Schanze dem technologischen Fortschritt und der Frage, wohin dieser noch führen soll, kann, darf oder muss. Er lässt renommierte Wissenschaftler und Kritiker zu Wort kommen. Und formuliert die Fragen, die viele Menschen stellen: Wie weit kann die Verschmelzung von Mensch und Maschine gehen? Wo ist das Ende der Visionen? Und wer braucht das alles überhaupt?

Winterkinder - Die Schweigende Generation

DEU

2005

Jens Schanze

„War Großvater ein Nazi?“ Regisseur und Autor Jens Schanze (Jahrgang 1971) stellt diese Frage seiner Mutter. Und seine Mutter antwortet. Ihre Entscheidung, die kritische Beschäftigung mit der Person ihres Vaters zuzulassen, bringt unverhofft Bewegung in scheinbar festgefahrene Familienstrukturen. Es wird offenbar, daß dicht unter der Oberfläche der täglichen Normalität seit über 60 Jahren ein bisher unverarbeitetes Trauma schlummert. Der Dokumentarfilm WINTERKINDER ist die Auseinandersetzung mit der eigenen, ganz persönlichen Geschichte. Jens Schanze erforscht das Familiengedächtnis seiner Eltern und Geschwister über einen Menschen, der noch vor seiner eigenen Geburt starb: eine Spurensuche des Enkels nach der Vergangenheit des Großvaters, nach der Herkunft seiner Mutter und nach der eigenen Identität. Preis: Special Jury Mention vom Festival de Films de Montréal. Prädikat: Besonders Wertvoll.

Invisible - Illegal In Europa

DEU

2004

Jens Voigt

INVISIBLE erzählt die bewegenden Geschichten von fünf Flüchtlingen, die illegal in Europa leben. Über ein Jahr hinweg begleitet der Film sie in Deutschland, Frankreich, Polen, Spanien, Holland und Nigeria. Sie versuchen, möglichst unsichtbar zu bleiben, aus Angst, wieder in ihre frühere Heimat abgeschoben zu werden. Andreas Voigt zu seinem Film: „Ich wollte von Menschen erzählen, die mitten unter uns leben – ohne Papiere, illegal. Es gibt keine genauen Angaben für Europa. Aber allein in Deutschland schätzt man die Zahl der Illegalen auf mehr als 1 Million. Sie könnten Nachbarn sein, Menschen denen ich täglich auf der Strasse begegne. Wie ist ihr Alltag, was sind ihre Hoffnungen, ihre Träume? Davon wollte ich erzählen. Und davon, wie verschieden die Gründe sind, die Menschen dazu bewegen, ihr Zuhause zu verlassen, ihre Heimat.“ Am Mittwoch 18.1. Diskussion, Moderation: Monika-Margret Steger (Schauspielerin)

Dorf der verlorenen Jugend

DNK/GBR

2015

Jeppe Rønde

Hannah Murray, Adrian Rawlins

Sara und ihr Vater Dave ziehen in ein kleines Dorf, das von einer mysteriösen Serie von Selbstmorden unter Jugendlichen erschüttert wird. Während sich das Mädchen in Jamie verliebt, versucht ihr Vater, seines Zeichens der neue Polizist im Ort, den Gründen für die Selbsttötungen auf die Spur zu kommen. Jeppe Røndes auf Englisch gedrehter Debütfilm basiert auf wahren Ereignisse um Selbstmorde unter Teenagern, die sich zwischen 2007 und 2013 in in einer walisischen Ortschaft ereigneten.
Verstörendes Drama mit der Hauptdarstellerin Hannah Murray, die einige aus »Game of Thrones« kennen dürften…

Mars Express

FRA

2023

Jérémie Périn

Im Jahr 2200 verschwindet in der Mars-Hauptstadt Noctis eine Kybernetikstudentin spurlos. Privatdetektivin Aline Ruby und Android Carlos Rivera werden angeheuert, sie zu suchen – doch sie sind nicht die einzigen. Während das Ermittlerduo immer tiefer in die Schattenwelt des Roten Planeten vordringen, stellen sich mehrere Fragen: Welche Rolle spielt die Verschwundene im Kampf zwischen Robotern und Menschen, und wie gelingt es immer mehr Androiden, ihrer Programmierung zu entkommen und sich gegen ihre Besitzer aufzulehnen?
Faszinierende Zukunftsvision, packende Story, zielsichere Ästhetik: Der fabelhaft animierte Sci-Fi-Neo-Noir-Cyberpunk-Thriller verbindet Korruption und Schmuggel, Killer, Robotik und Gehirnfarmen in einer Zukunftszivilisation, die auf einem prekären Gleichgewicht beruht.

Der Doktor aus Indien – Wie Ayurveda in den Westen kam

USA

2018

Jeremy Frindel

Ayurveda: Das älteste ganzheitliche Medizinsystem der Welt, in dem das Gleichgewicht von Körper, Geist, Seele und Umwelt im Mittelpunkt steht. Ende der 1970er begab sich Dr. Vasant Lad auf seine Mission: Ayurveda im Westen bekannt zu machen. Jeremy Frindels Porträt dieses Pioniers der Ayurveda-Bewegung zeichnet den Weg nach, der diese alternative Heilmethode zur weltweiten Verbreitung führte. Frindel ist hautnah dabei, wenn Lad therapeutisch und spirituell seine Patienten behandelt, schildert in Gesprächen unter anderem mit Deepak Chopra Lads Leben und Werk und beschreibt die komplexe und vielschichtige Philosophie, die sich hinter Ayurveda verbirgt.

One Track Heart: Die Geschichte des Krishna Das

USA

2012

Jeremy Frindel

In One Track Heart erzählt Jeremy Frindel die Geschichte des Gurus Jeffery Kagel. 1970 hätte Kagel seinen Traum als Rockstar verwirklichen können. Doch er schlug das Angebot einer Band aus und verkaufte stattdessen Hab und Gut, um sich auf einen Selbstfindungstrip jenseits der westlichen Konsumgesellschaft zu begeben. One Track Heart erzählt die Reise des Mannes, der als Jeffery Kagel nach Indien ging und als berühmter spiritueller Lehrer zurückkehrt. Frindels Doku ist die inspirierende Geschichte einer Suche voller Tiefen, Hindernisse, aber auch unendlicher Freude.

For Ahkeem

USA

2017

Jeremy S. Levine, Landon Van Soest

 „Es gibt keine Optionen mehr“, macht der Jugendrichter der 17-jährigen Daje klar. Wegen Aufsässigkeit flog sie von der öffentlichen Schule. Ihre letzte Chance ist eine private Institution für Schwererziehbare. Nach und nach skizziert der Film das Ausmaß der Per-spektivlosigkeit schwarzer Jugendlicher in St. Louis, Missouri. Doch wirklich begreifen lässt sich ihre Situation erst allmählich: wenn man auf ihrem Schulheft die vielen Namen von ihren Freunden sieht, mit dem Kuli gekritzelt – dahinter ein R.I.P. und ein frisches Datum. Daje lebt in einer ausschließlich schwarzen Umgebung, unweit von Ferguson, Missouri, wo im August 2014 der Schüler Michael Brown von einem weißen Polizisten erschossen wurde. Daje, die beeindruckende Protagonistin, ist weder Opfer noch Muster: Über sie erzählt der Film vom Aufwachsen in den heutigen USA, zwischen Rassismus, Gewalt und dem Wunsch nach aussichtsreicherer Zukunft.
„Der Film findet den richtigen Zugang zu jenen, die immer noch viel zu selten im amerikanischen Kino auftauchen.“ (Süddeutsche Zeitung)

Blue Ruin

USA

2013

Jeremy Saulnier

Devin Ratray, Amy Hargreaves

Der geheimnisvolle Außenseiter Dwight Evans erhält eine Nachricht, die sein Leben völlig auf den Kopf stellt. Ein Mann, der seiner Familie Grauenvolles angetan haben muss und mit dem er noch eine Rechnung offen hat, wird aus dem Gefängnis entlassen. Dwight kehrt daraufhin zurück zum Haus seiner Kindheit und will sich an dem ehemaligen Gefängnisinsassen rächen. Da Dwight jedoch absolut kein Profi darin ist, jemanden umzubringen, muss er sich entsprechend ausrüsten und ein Waffentraining absolvieren, denn er kann nicht mal jemanden aus zwei Metern Entfernung erschießen.
Bei den Filmfestspielen von Cannes mit dem von der internationalen Filmkritiker- und Filmjournalisten-Vereinigung verliehenen FIPRESCI-Preis prämiert.

All the Little Animals

GBR

1998

Jeremy Thomas

Christian Bale, John Hurt, Daniel Benzali

Bobby ist geistig beeinträchtigt – er flieht vor seinem cholerischen, hasserfüllten Stiefvater, der Bobbys Maus-Haustier getötet hat. In Cornwall trifft er auf Mr. Summers, der sich eine besondere Lebensaufgabe gestellt hat: Er sammelt entlang der Autobahn überfahrene Tiere und beerdigt sie. Bobby wird sein Lehrling, entdeckt so eine eigenartige, fast idyllische Verbindung zur Natur. Doch der Stiefvater ist ihm auf den Fersen…

Jeremy Thomas, einer der profiliertesten Filmproduzenten überhaupt, schuf mit seiner einzigen Regiearbeit eine Außenseitergeschichte über Tod und Überleben, Trost und Moral und Gewalt. Der Film von 1998 kommt erst jetzt in die deutschen Kinos – eine echte Entdeckung! „Der junge Christian Bale und der lässige John Hurt machen dieses düster-moderne Märchen zum Ereignis.“ (Viennale)

Oedipus

Frankreich

2000

Jérôme Enrico

Angela Molina, Roschdy Zem

In einem Swimmingpool in Marseille treibt ein ertrunkener Autoverkäufer. Polizist Sami zweifelt an der Unfall-Theorie seines Kollegen und Schwagers Richard und untersucht auf eigene Faust die wenigen Spuren. Sami wird immer stärker in den Strudel der Wahrheitssuche hineingezogen. Je näher er der Klärung des Falles kommt, desto stärker wird sein Gefühl, dass er den Täter kennt. Fast unmerklich, dann immer deutlicher schleichen sich Elemente von Sophokles klassischer Tragödie von Vatermord und Mutterschändung in diesen dunklen, milieudichten Autorenkrimi voller Symbolik und Vieldeutigkeit. Den klassischen Chor ersetzt ein Rapper-Trio und einmal mehr ist Marseille in diesem modernen „film noir“ nicht nur schwarz vom Dunkel der Nacht allein.

Jacques - Entdecker der Ozeane

FRA

2016

Jérôme Salle

Lambert Wilson, Audrey Tautou, Pierre Niney, Laurent Lucas, Benjamin Lavernhe. 123 Min. FranzOmdtU. FSK: 6 Jacques Yves Cousteau

Jacques Yves Cousteau: Der Meeresforscher mit roter Mütze war Pionier, Entdecker, Filmemacher, Autor, Wissenschaftler – und Geschäftsmann. Er entwickelte sich zum globalen Star und Frauenheld, der für ein gutes Bild alles opfert, mit Ölkonzernen zusammenarbeitet, Kliffe sprengt oder Haie massakriert. Während Cousteau auf Reisen war, wuchsen seine Kinder in Internaten auf. Philippe kehrt als Erwachsener zu den Eltern zurück – und erkennt seinen Vater kaum wieder. Im Bewusstsein um die Fragilität der Natur begibt sich Philippe mit Jacques Cousteau auf eine gemeinsame Antarktisexpedition…

In seinem Biopic huldigt Jérôme Salle dem Meeresabenteurer, hebt ihn aber vom hohen Denkmalsockel herunter. Mit grandiosen Aufnahmen und einer exzellenten Besetzung schuf er ein intimes, persönliches Porträt – und blickt auf einen Wendepunkt im Leben von Jacques Cousteau.
Einführung: Éva Léchelle M.A., Deutsch-Französische Sprach- und Kulturvermittlerin

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