Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

End of Landschaft – Wie Deutschland das Gesicht verliert

DEU

2018

Jörg Rehmann

Im Januar 2017 erfährt der der Journalist und Filmemacher Jörg Rehmann von angeblichen 400 Windrädern, für die Flächen im Odenwald ausgewiesen werden sollen. Die Bürger sind verunsichert, und viele ahnen nicht, welche Veränderungen und Konflikte sich dadurch ergeben können. Windräder in Waldlandschaft, Klimaschutz versus Naturschutz – das führt Rehmann dazu, auch andere Regionen Deutschlands zu bereisen, um ein Gesamtbild zu finden. Entgleist die Energiewende, weil über die Köpfe der Bevölkerung entschieden wird, weil Landschaften zerstört werden und sich mitunter gar kriminelle Strukturen bilden?
In Kooperation mit der Naturschutzinitiative e.V.
Mit anschließendem Filmgespräch.
Foto © soonmedia Jörg Rehmann

Golden Lemons

Deutschland 2002 /

2003

Jörg Siepmann

Amerika im Schnelldurchlauf: Die deutsche Punkband „Die Goldenen Zitronen“ sind gemeinsam mit dem schizophrenen Rockstar „Wesley Willis“ auf Tournee. Vierzehn Tage, Bus – Gig – Bus – Gig, von San Francisco über Vegas bis an die mexikanische Grenze. Vierzehn mal als Wesleys Vorband vor Publikum spielen, das kein Wort Deutsch versteht. Der schwarze Koloss Wesley wird an jedem Abend an seinem Keyboard sitzen und gegen sein Leid anspielen. Wo alle sich der Coolness verschrieben hatten, waren „Die Goldenen Zitronen“ bewußt uncool, trugen auf der Bühne Schlafanzüge und Fransenjacken – Punk innerhalb des Punk. Nach zweijährigem Herumtingeln wurden sie durch die Single „Am Tag, als Thomas Anders starb“ – der erfolgreichsten deutschsprachigen Independent-Single aller Zeiten – beinahe wider Willen zur Skandalband. GOLDEN LEMONS, Siepmanns erster abendfüllender Dokumentarfilm, bietet eine eigene, distanzierte Sichtweise auf die Band, die durchaus von deren Selbstbild abweicht.

The Man Who Copied

BRA

2003

Jorge Furtado

Lázaro Ramos, Leandra Leal, Luana Piovani

André ist 20, ohne Schulabschluss und arbeitet als Fotokopierer in einem Arbeiterquartier der Großstadt Porto Alegre im Süden Brasiliens. Er lebt bei seiner Mutter, zeichnet fürs Leben gern und träumt von Sílvia, dem Mädchen gegenüber. Die ahnt nicht, daß er sie mit dem Fernglas beobachtet. André braucht dringend Geld um Sílvia auszuführen, und so beginnt er, am Arbeitsplatz Scheine zu kopieren … Preise: Bester Hauptdarsteller, Havanna Filmfestival 2003; Bester Film, Vereinigung der Filmkritik, Rio de Janeiro 2003

Manolo und das Buch des Lebens

USA

2014

Jorge R. Gutierrez

Der junge Mexikaner Manolo will am liebsten nur Gitarre spielen und Maria, die Frau seiner Träume, erobern. Die hat Mexiko vor einiger Zeit verlassen, um nach Europa zu reisen, und so wartet Manolo ungeduldig auf ihre Rückkehr. Doch er muss sich entscheiden: Soll er seinem Herzen folgen oder das tun, was seine Familie von ihm verlangt? Denn eigentlich soll er ein ehrbarer Stierkämpfer werden. Allerdings buhlt auch sein ältester und bester Freund, Frauenschwarm Joaquin, um die Gunst der Dame. Zwei Gottheiten der Unterwelt haben sogar darum gewettet, wem die schöne Maria ihr Herz schenken wird. Als Maria im Trubel des Feiertages "Dia de los Muertos" endlich zurückkehrt, entwickelt sich der Hahnenkampf der beiden verliebten Freunde zu einem fantastischen Abenteuer…
Regisseur Jorge R. Gutierrez und Produzent Guillermo del Toro („Pans Labyrinth“) verbinden mit ihrer märchenhaften Handlung eine Einführung in die wichtigsten Elemente der Geschichte Mexikos. Eine wunderbare und ideenreiche 3D-Fabel in einem überaus originellem visuellen Gewand!
Eintrittspreise: 10,- € normal / 8,- € ermäßigt / 7,- € für Mitglieder von Cinema Quadrat e.V.

The Five Obstructions

Jørgen Leth, Lars von Trier

Alexandra Vandernoot, Patrick Bauchau, Jørgen Leth, Lars von Trier

Dass Beschränkungen für einen Film sehr fruchtbar sein können, ist selten so überzeugend gezeigt worden, wie in diesem äußerst vergnüglichen und anregenden Experiment: 1967 drehte der dänische Dokumentarfilmer Jørgen Leth seinen Kurzfilm DER PERFEKTE MENSCH, einen Lieblingsfilm Lars von Triers. Nun schlägt von Trier seinem erklärten Vorbild Leth einen Pakt vor: Er soll fünf Remakes seines eigenen Films drehen, doch in jedem Fall muss Jørgen Leth ganz bestimmte von Lars von Trier aufgestellte Regeln befolgen. So darf einmal keine Einstellung länger als eine halbe Sekunde dauern, ein anderes Mal soll es der unangenehmste Drehort der Welt sein (man einigt sich auf das Rotlichtviertel von Bombay). Oder es soll gar ein Animationsfilm daraus werden – eine Filmform, die beide verachten. Während Lars von Trier seine Macht als despotischer Produzent voll auskostet, findet der unbeirrbare Künstler Jørgen Leth stets zu brillanten Lösungen.

Mutti - Der Film

D

2002

Jörn Hartmann

Ades Zabel, Biggy van Blond

Mutti ist wieder da – und diesmal kommt sie in Spielfilmlänge! Nach dem Erfolg der fünfteiligen Skandalserie »Alle lieben Mutti« (2001) war es nur eine Frage der Zeit, bis Mutti und ihre stets zu kurz kommende Tochter Biggi ein abendfüllendes Abenteuer zu bestehen haben würden. Die turbulente Handlung beginnt ganz harmlos: Auf dem Heimweg von der Schule kauft sich die kleine Biggi in einem Süßwarenladen eine Wundertüte mit lauter Leckereien. Und einem Ohr. Doch dieses Ohr ist nicht zum Naschen, – es kann Gedanken lesen!

Cenizas Del Cielo - Federicos Kirschen

ESP

2009

José Antonio Quirós

Eduardo Antuña, Txema Blasco, Celso Bugallo

Seit 30 Jahren kämpft Federico nun schon gegen die „Dreckschleuder“, die sein paradiesisches, spanisches Tal bedroht. Er baut Apparate für Kirschbäume gegen die Asche, die vom Himmel fällt und alles vergiftet. Eine Liebesromanze trägt auch nicht zur Entspannung der Lage bei, denn diejenigen, die das Kraftwerk geschlossen sehen wollen, zerstören die sicheren Arbeitsplätze der anderen. (also ab 18)

Tapas

ESP

2005

José Corbacho

Ángel de Andrés, María Galiana, Elvira Minguez

Lolo besitzt eine Bar in einem kleinen Stadtviertel Barcelonas und gerät in Schwierigkeiten, als ihn seine Frau verlässt: wer soll nun in seiner Bar kochen, zumal ein Geburtstagsessen für 25 Personen ansteht? Kurzentschlossen heuert er den Chinesen Mao als neuen Koch an. Zu Lolos Stammgästen gehört die Rentnerin Conchi, die die Kids im Viertel mit Drogen versorgt und die von ihrem todkranken Mann um Sterbehilfe gebeten wird. Im Viertel lebt auch die 40-jährige Ladenbesitzerin Raquel, die seit zwei Jahren geschieden ist, eine Internet-Beziehung führt und Gefallen an dem jungen César findet. Tapas, die leckeren spanischen Appetithäppchen, stehen symbolisch für die einzelnen Episoden dieses Films. Ein sonniger Film voller Geschichten aus dem Leben ganz normaler Menschen.

Workers

MEX/DEU

2013

José Luis Valle

Jésus Padila, Susana Salazar

Schicksale entlang der mexikanisch-US-amerikanischen Grenze: Rafael, illegaler Migrant aus El Salvador, schuftete als Reinigungskraft in einer Firma, die Glühbirnen entsorgt. Als er ins Rentenalter kommt und glaubt, sich nun seines Ruhestandes erfreuen zu können, erpresst ihn sein Chef und zwingt ihn, weiter zu arbeiten. Seiner Ex-Frau Lidia widerfährt ähnliches: Als Haushälterin einer exzentrischen reichen Dame wird sie nach deren Ableben per Testamentsbeschluss dazu verpflichtet, sich weiterhin um deren Windhund zu kümmern… Klingt nach: RACHEE!
Das Spielfilmdebüt »Workers« wurde mehrfach prämiert und erfuhr auch auf der Berlinale große Beachtung. Auch die deutsche Filmkritik zeigte sich begeistert.

Dias De Santiago

PER

2004

José Méndez

Pietro Sibille, Milagros Vidal, Marisela Puicón

Nach 6 Jahren Dienst beim Militär, in denen er gegen terroristische Aufstände und Drogenhändler an der ecuadorianischen Grenze kämpfte, kehrt Santiago in seine Heimatstadt Lima zurück. Er sehnt sich nach einem normalen Leben, nach Arbeit und Familie. Doch seine Erwartungen werden enttäuscht, denn er sieht sich mit seiner zerrütteten Familie und einer chaotischen Gesellschaft konfrontiert. Bei seinem Kampf um Anpassung und Integration gerät er immer wieder in den Konflikt zwischen dem Wunsch nach Normalität und seinen Erinnerungen an die Ordnung und den Schrecken des Krieges. Preise: 18 Auszeichnungen – u.a. Internationales Film Festival Rotterdam 2004-Tiger Competition (also leider ab 18)

Mamacita – Es ist nie zu spät zu vergeben

MEX/DEU/LUX

2019

José Pablo Estrada Torrescano

Als extravagante Beauty-Queen residiert „Mamacita“ in ihrem Anwesen, umgeben von treuen Hausangestellten, die der 95-Jährigen rund um die Uhr zu Diensten stehen. Durch effiziente Selbstvermarktung gelang es ihr aus dem Nichts ein Beauty-Imperium aufzubauen, dem auch ihre acht Kinder ihr ganzes Leben widmeten. Als ihr Enkel José Pablo nach Europa ging, um Film zu studieren, ließ sie sich von ihm versprechen, eines Tages einen Film über ihr Leben zu drehen. Jetzt ist José Pablo zurück in seiner Heimat, um sein Versprechen einzulösen. Doch bald entdeckt er unter der glattgebügelten Oberfläche längst verdrängte Familiengeheimnisse, die noch heute fünf Generationen der großbürgerlichen mexikanischen Familie prägen. „Das dokumentarische Psychogramm einer Familie balanciert zwischen emotionaler Nähe und analytischer Distanz und leuchtet einen Mikrokosmos emotionaler wie ökonomischer Abhängigkeiten aus, was ein bezeichnendes Licht auf die mexikanische Gesellschaft wirft.“ (Filmdienst)
José Pablo Estrada Torrescano stammt aus Mexiko und lebt und arbeitet in Düsseldorf. Er studierte Regie in Prag und Versicherungsmathematik und Statistik in Mexico City. Er nahm an mehreren Sound Poetry Performances in Düsseldorf und Prag teil; MAMACITA ist sein Debütfilm.

Gesternjahre – 50 Jahre Gastarbeiter

DEU

2005

José Rodriguez

Begleitend zur gleichnamigen Fotoausstellung hat der Mannheimer Regisseur José Rodriguez einen Dokumentarfilm gedreht. Im Film kommen Angehörige der ersten Migrantengeneration zu Wort und berichten über ihre Erfahrungen in Deutschland (Abreise aus dem Heimatland, Ankunft hier, Arbeitsleben, Alltag, Behörden etc.) Im Anschluß: Gespräch mit den Beteiligten. In Zusammenarbeit mit Die Unmündigen e.V.

Man Lebt Nicht Nur Vom Brot Allein

DEU

2005

José Rodriguez

Ab Mitte der 1950er Jahre warb Deutschland Millionen von sogenannten „Gastarbeitern“ an. Denn das „deutsche“ Wirtschaftswunder benötigte viele ausländische Arbeitskräfte, die einige Jahre arbeiten und dann wieder zurückkehren sollten. Aber ein Teil von ihnen blieb hier, auch wenn sich ihnen Deutschland nur ungern als Heimat anbot. Im Dokumentarfilm MAN LEBT NICHT NUR VOM BROT ALLEIN geben sechs „Gastarbeiter“ dieser ersten Migrantengeneration – alle unterschiedlicher Herkunft (bosnisch, griechisch, italienisch, kurdisch, spanisch und türkisch) – in oral-history-Interviews Einblicke in ihre Biographie: Sie erzählen über ihre Ankunft in der Fremde und das Leben im Wohnheim, über ihre Arbeit, Ängste, Hoffnungen, fehlende Anerkennung, Rückkehrabsichten und über die Sehnsucht nach Leberknödeln. Nicht zuletzt berichten sie über ihre neue Heimat Deutschland und den Wunsch, hier auch begraben zu werden. Sie blicken zurück auf ihr eigenes Leben – und auf ein halbes Jahrhundert unbekannte bundesdeutsche Zeitgeschichte. Im Anschluß: Gespräch mit den Beteiligten. (also leider ab 18).

Catch the Fair One

USA

2021

Josef Kubota Wladyka

Kali Reis, Daniel Henshall, Tiffany Chu, Michael Drayer

Nach dem mysteriösen Verschwinden ihrer Schwester forscht die indigene Boxerin Kaylee nach und stößt auf einen Menschenhändlerring. Sie provoziert ihre eigene Entführung, um sich die Befehlskette der Kriminellen hinaufzuarbeiten und an den Verantwortlichen zu gelangen…
In diesem intensiven, rohen Actionkino gibt Boxweltmeisterin Kali Reis ihr Schauspieldebüt, mit unglaublicher Körperlichkeit und starker Leinwandpräsenz. Kali Reis ist amerikanische Ureinwohnerin, sie unterstützt aktiv die Bewegung für vermisste und ermordete indigene Frauen und Mädchen – sie hat am Drehbuch des auf dem Tribeca Film Festival mit dem Publikumspreis ausgezeichneten Films mitgearbeitet. Produziert wurde CATCH THE FAIR ONE unter anderem von Darren Aronofsky!

Münchhausen

DEU

1943

Josef von Baky

Hans Albers, Käthe Haack, Brigitte Horney, Ferdinand Marian, Wilhelm Bendow

1917 schwebte dem deutschen Generalstab vor, einen großen deutschen Filmkonzern zu gründen, um auch mit bewegten Bildern Krieg führen zu können. Am 18. Dezember – vor 100 Jahren – wurde folglich die Universum-Film AG, kurz UFA, gegründet. Zum Jubiläum dieser größten, glamourösesten und umstrittensten deutschen Filmproduktionsfirma laufen an zwei Abenden zwei recht verschiedene Filme. MÜNCHHAUSEN wurde von Goebbels zum 25-jährigen Firmenjubiläum in Auftrag gegeben: Ein opulentes Farbfilm-Abenteuer um den bekannten Lügenbaron, das mit großem Aufwand und Starbesetzung die Zuschauer zum Staunen brachte. Dabei schlägt der Film durchaus subversive Töne an: Hans Albers war ohnehin auf Distanz zum Regime, und das Drehbuch verfasste – mit Sondergenehmigung – der verfemte Erich Kästner.
Siehe auch SCHWARZER KIES am So. 10.12., 19:30 Uhr
Vortrag „Die Ufa: Wirtschaft und Politik“: Harald Mühlbeyer

Der blaue Engel

DEU

1930

Josef von Sternberg

Emil Jannings, Marlene Dietrich, Kurt Gerron, Rosa Valetti, Hans Albers

Der tugendsame Lehrer Professor Immanuel Rath besucht das Varieté, verliebt sich unsterblich in die verführerische Sängerin Lola Lola, die von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt ist, und geht daran zugrunde. DER BLAUE ENGEL – nach Heinrich Manns Roman „Professor Unrat“ – war von Beginn an als prestigeträchtige Produktion geplant: Produzent Erich Pommer und Schauspielstar Emil Jannings, Drehbuchautor Carl Zuckmayer und Komponist Friedrich Hollaender und natürlich die neue Technik des Tonfilms wurden von der Ufa aufgeboten. Josef von Sternberg – ein aus Wien stammender Hollywoodregisseur – setzte die weitgehend unbekannte Marlene Dietrich als Darstellerin durch und verschaffte ihr durch die Rolle als laszive Tingeltangel-Sängerin den Karrieredurchbruch. Der Film wurde zum Welterfolg und gilt noch heute als einer der wichtigsten deutschen Filme.

Marokko

USA

1930

Josef von Sternberg

Marlene Dietrich, Gary Cooper, Adolphe Menjou, Ullrich Haupt

Die Nachtclubsängerin Amy Jolly tritt in Marokko vor Fremdenlegionären und reichen Geschäftsleuten auf. Der Gentleman La Bessière interessiert sich für sie, doch sie verliebt sich in den einfachen Fremdenlegionär Tom Brown, einen Frauenhelden. Brown verspricht, für sie zu desertieren, doch da er meint, gegen La Bessière keine Chance bei Amy Jolly zu haben, zieht er mit seiner Einheit ins Gefecht. Enttäuscht verlobt sich Amy Jolly mit La Bessière – doch dann wird Brown vermisst…

Nach dem großen Erfolg von DER BLAUE ENGEL folgte Marlene Dietrich dem Regisseur Josef von Sternberg in die USA, der aus ihr den ikonischen Star formte, mit spezifischen Rollen, spezifischen Kostümen, spezifischer Ausleuchtung. Auf ihren Wunsch wurde in den Film eine Szene aufgenommen, in der sie, gekleidet in Smoking und Zylinder, eine Frau küsst – was überraschenderweise nicht von der US-Zensur beanstandet wurde.

Für ihren ersten US-Film erhielt Marlene Dietrich eine Oscarnominierung.

Ha-hesder

IL

2000

Joseph Cedar

Aki Avni, Tinkerbell, Assi Dayan

Time of Favour ist der erste Kinofilm, der die Zweifel eines orthodoxen Juden in einer West-Bank-Siedlung auf die Leinwand bringt. Menachem besucht eine Schule, die das Studium mit dem Militärdienst verbindet. Sein Lehrer ist Anführer einer Bewegung, die dafür kämpft, wieder auf dem Tempelberg beten zu können. Außerdem verlangt er von seiner Tochter Michal, dass seinen besten Studenten heiratet. Doch Michal liebt Menachem und lehnt sich zum ersten Mal gegen ihren Vater auf. Joseph Cedars Debüt war einer der erfolgreichsten israelischen Filme der letzten Jahre. Der Regisseur wuchs in einer orthodoxen Familie auf und lebte selbst in der West-Bank.

Besame Mucho

IL

2000

Joseph Pitchadze

Carmel Betto, Ryan Early

Tel Aviv, eine Nacht, zehn Personen… eine moderne Liebesgeschichte, verbunden mit Elementen des Film Noir. Eine Gruppe von unabhängigen Personen ist in den Raub einer christlichen Ikone durch ein internationales Verbrechersyndikat verwickelt. Das brutale Ergebnis dieses Raubes wird ihr Verständnis von der Bedeutung von Liebe für immer verändern.

Shnat Effes - Die Geschichte Vom Bösen Wolf

ISR

2004

Joseph Pitchhadze

Sarah Adler, Keren Mor, Menashe Noi

Eine einfühlsame und süffisante Momentaufnahme der israelischen Gesellschaft. Vor dem Hintergrund der immer breiter werdenden Kluft zwischen Arm und Reich erzählt der Film drei Alltagsgeschichten aus der quirligen Metropole Tel Aviv, hinter deren Glamour sich ständig Leid und Glück die Waage halten. Da müssen sich Ruven und Michal, ein Paar in den Vierzigern, mit einer ungeplanten Schwangerschaft auseinandersetzen. Anna, eine junge Mutter, prostituiert sich um ihren Sohn zu ernähren und Kagan, ein 30jähriger Radiomacher muß sich von seinen Illusionen über seinen verstorbenen Vater verabschieden. SHNAT EFFES bedeutet JAHR NULL und Regisseur Joseph Pitchhadze zwingt alle Protagonisten dazu, wieder beim Ursprung anzufangen…

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