Hein kehrt zurück in sein Heimatdorf, eine Siedlung in den Dünen auf einer abgelegenen Nordseeinsel, wo allem vom und für den Fischfang leben. Die Dorfgemeinschaft aber erkennt ihn nicht wieder. Selbst sein Kindheitsfreund Friedemann distanziert sich von ihm, obwohl sie einst unzertrennlich waren. Hein muss vor einem Dorftribunal beweisen, dass er er selbst ist. Und muss sich den Umständen stellen, deretwegen er einst das Dorf verlassen hat.
Wie kann man seine eigene Identität beweisen? Wie bringt man unterschiedliche Wahrnehmungen und Erinnerungen zusammen? Und was, wenn jemand lügt? In seinem souverän erzählten Debütfilm verwendet Kai Stänicke einen effektiven Trick: Er erzählt nicht realistisch, sondern baut das Dorf aus Einrichtungsgegenständen ohne Fassaden – ein Illusionsbruch, der die Unbehaustheit unterstreicht.
Mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Jurypreis des Teddy-Awards der Berlinale.