Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Mit Liebe und Chansons / Ma mère, Dieu, et Sylvie Vartan

FRA/CAN

2025

Ken Scott

Leïla Bekhti, Jonathan Cohen, Joséphine Japy, Sylvie Vartan

1963: Roland Perez wird geboren, mit einer Fehlbildung des Fußes. Er wird nie richtig laufen können, da sind sich die Ärzte sicher. Aber die Medizin hat nicht mit Rolands Mutter Esther gerechnet, die mit unerschütterlichem Optimismus alles für ihren Roland tut. Denn sie hat ihm versprochen, dass er wie alle anderen zu Schule gehen wird. Damit Roland auf seinem Lebensweg auf eigenen Beinen stehen kann, braucht es Sturheit und Stärke, den lieben Gott und französische Chansons.

Roland Perez schrieb das Drehbuch zu dieser autobiografischen, warmherzigen Tragikomödie, als Hommage an seine Mutter und als Hommage an die französische Musik – Sylvie Vartans Chansons haben heilende Wirkung.

Onibaba - Die Töterinnen

Kenato Shindo

Nobuko Otowa, Jitsuko Yoshimura , Kei Sato

Eine aufwühlende Anklage des Krieges, vermittelt durch eine blutige Legende aus dem mittelalterlichen Japan: zwei Frauen hausen inmitten einer riesigen Schilflandschaft in einer Bambushütte. Um zu überleben, lauern sie desertierten Kriegern auf, töten sie und rauben sie aus. Der Film, der schockierende und äußerst poetische Bilder aneinanderfügt, paßt nicht in das übliche Schema des Antikriegsfilms – und ist umso mehr ein solcher. In ONIBABA wird der Krieg von seinen Opfern liquidiert und verhilft ihnen so zum Überleben. Im Aufbau an der Handlung der klassischen Tragödie orientiert, rückt der Film Bilder von zarter Poesie neben solche von brutalem Realismus: Eine provozierende Anklage des Krieges und seiner demoralisierenden Zwänge. Mit einer Einführung zum Thema.

Goyôkiba - Hanzo The Razor

JAP

1972

Kenji Misumi

Shintarô Katsu, Yukiji Asaoka, Mari Atsumi

Itami Hanzo ist ein rangniedriger, aber unbestechlicher Samurai während der Edo-Zeit. Seinen Vorgesetzten, die gerne die Hand aufhalten, verweigert er die geforderte Unterwürfigkeit und beginnt einen gnadenlosen Kampf gegen die Korruption. Dabei ist ihm jedes Mittel recht. Die Handlung gestaltet der Film nun ganz im Sinne der Sexploitation: Hanzo stößt auf eine Verschwörung. Um an die Informationen zu gelangen, muss er zwei Frauen ausfragen. Ein Verhör der etwas anderen Art. Die Frauen wehren sich zunächst, doch bald flehen sie Hanzo an, dass er nicht aufhören soll. Als Gegenleistung müssen sie reden.

Ugetsu - Erzählungen unter dem Regenmond

JAP

1953

Kenji Mizoguchi

Machiko Kyo, Masayuki Mori, Kinuyo Tanaka

Ein Boot, das sich wie ein Geist in einem unwirklichen Zwielicht aus Nebel und Wasser zu manifestieren scheint, zwei Männer, die im Kriegstaumel des 16. Jahrhunderts von vergeblichem Ruhm und Reichtum träumen und ihre Frauen zurücklassen, nur um am Ende – weiser, reicher und doch ärmer – zu spät, zu früh zurückzukehren. Im Stil einer historischen Legende erzählt der Film von zwei Bauern, die der Verlockung von Reichtum und Ruhm eliegen. Die ganze Vergeblichkeit des Seins in eineinhalb Stunden Film, unwirklich schön und perfekt wie die Visionen des Unterbewussten. UGETSU MONOGATARI einer der großen, unangreifbaren Meilensteine der Filmgeschichte, gilt als Mizoguchis opus magnum. Ein durch poetische Distanz und erstaunliche Harmonie beeindruckender Film.

Mary Shelleys Frankenstein

AP/USA

1994

Kenneth Branagh

Robert De Niro, Kenneth Branagh, Helena Bonham Carter

Der Frankenstein-Mythos spiegelt Möglichkeiten und Hybris der modernen Medizintechnik und sowohl Hoffnungen wie auch Ängste, die mit dem Fortschritt der Wissenschaft und Technologie verbunden sind, wider. Seit der ersten Verfilmung von 1910 von J. Searle Dawley gibt es bereits ein Dutzend Filme, die sich direkt auf den Roman beziehen, wobei der Klassiker von James Whale mit Boris Karloff aus dem Jahre 1931 stilbildend war und vielleicht der bekannteste ist. Die Fassung von Kenneth Branagh thematisiert gleichermaßen die Problematik, wenn der Mensch als Gott-gleicher Schöpfer auftritt wie auch das Leiden der unzulänglich geschaffenen Kreatur. Die Einführung wird zusätzlich auf die Bildgestaltung und auf die erzählerischen Variationen anderer Verfilmungen eingehen.
Einführung: Dr. Peter Bär

Yasmin

GBR/ DEU

2004

Kenneth Gleenan

Archie Panjabi

Yasmin ist eine pakistanische Immigrantin der zweiten Generation. In Nordengland arbeitet sie als Sozialarbeiterin und wird von ihren Kollegen sehr geschätzt. Yasmins Vater ist frommer Muslim und Wächter der ansässigen Moschee. Nach dem Anschlag auf das World Trade Center ändert sich Yasmins leben. Die Anti-Terrormassnahmen der Polizei radikalisieren die jungen Muslime. Und die Ereignisse verändern auch die Haltung von Yasmins Freunden und Arbeitskollegen: Diese distanzieren sich von ihr. Der Blick von aussen macht Yasmin zur Muslima. Der Film spielt zwar in der britischen Gesellschaft, setzt sich aber mit einem Thema auseinander, das alle Welt beschäftigt.

Drei von Sinnen

DEU

2016

Kerim Kortel

Die drei Affen: Der eine blind, der andere taub, der dritte stumm. Die drei Freunde Bart, David und Jakob: Der eine mit Pflastern über den Augen, der andere mit Kopfhörern, der dritte mit verschlossenem Mund. Mit diesen selbstgewählten Sinneseinschränkungen machen sie sich auf vom Bodensee zur französischen Atlantikküste. Eine aufregende Reise, ein spannendes Wahrnehmungsexperiment – drei Freunde, drei Wochen, drei Sinne. Es ist mehr als ein verrückter Selbstversuch: Auf ihrem Weg müssen sie sich blind auf den anderen verlassen können, müssen Missverständnisse und Ärger auf ganz neue Art untereinander ausmachen. Sie sind mit sich selbst und mit ihrer Freundschaft konfrontiert und mit der Außenwelt, mit der sie nur schwer kommunizieren können. Wie helfe ich anderen, wenn ich selbst Hilfe brauche?

Blindgänger

DEU

2024

Kerstin Polte

Anne Ratte-Polle, Haley Louise Jones, Bernhard Schütz, Claudia Michelsen, Daniel Sträßer, Karl Markovics

Ein Blindgänger im Hamburger Schanzenviertel: Der Bombenfund führt nicht nur zu einer weitreichenden Evakuierung, sondern auch zu einem zwischenmenschlichen Ausnahmezustand. Der Film folgt multiperspektivisch der Kampfmittelräumerin Lane und verschiedenen Bewohner*innen; inmitten des Chaos kommt es zu Begegnungen, die es normalerweise nie gegeben hätte. Geschickt kombiniert Polte die Charaktere, ihre Geschichten und Beziehungen zueinander, und zeigt ein unaufdringlich diverses Ensemble, in dem ganz en passant auch queere, Schwarze und Transmenschen kurze, präzise Einblicke in verschiedene Lebenswelten bieten; Lebenswelten, unter denen auch die eine oder andere metaphorische Bombe entschärft werden könnte. „Ein starker Film voller Zärtlichkeit. Die Entschärfung der Bombe wird zum Symbol für das Feingefühl, mit dem sich die großartig besetzten Figuren umeinander kümmern.“ (Siegessäule)

Fliegen und Engel

DEUT/ITA/RUS/USA

2009

Kerstin Stutterheim

Ilya Kabakov zählt weltweit zu den bedeutendsten bildenden Künstlern der Gegenwart. Es gibt kaum ein wichtiges Museum der Gegenwartskunst, das nicht wenigstens eine Arbeit von Ilya Kabakov präsentiert. "Der rote Waggon", eines seiner Schlüsselwerke, gehört zur Sammlung des Museums Wiesbaden. Seit Jahrzehnten schafft er – gemeinsam mit seiner Frau Emilia – in seinen Installationen eine phantastische Welt, die einen Kontrapunkt zur brutalen Realität und ihren vielen gescheiterten Utopien darstellt. Der Film erzählt die Geschichte von Kabakov und macht sich mit ihm und seinen Protagonisten auf den Weg in eine lichte Zukunft. Mit einer Einführung von Dr. Susanne Kaeppele

Der mit dem Wolf tanzt

USA/GBR

1990

Kevin Costner

Kevin Costner, Mary McDonnell, Graham Greene, Rodney A. Grant

Im amerikanischen Bürgerkrieg reitet Lieutenant John Dunbar trotz schlimmster Beinverletzung in die Schlacht – und wird zum Helden. Er kann sich nun aussuchen, wo er eingesetzt werden soll. Und entscheidet sich für einen heruntergekommenen Außenposten in der Wildnis von South Dakota, endlich alleine mit seinem Pferd Cisco, einem Wolf, den er Socke tauft – und den Sioux. Vorsichtig knüpft Dunbar die ersten Kontakte zum Stamm, freundet sich mit den Indigenen an und gewinnt ihr Vertrauen. Jedoch droht der Idylle ihr jähes Ende, als ein Armeetrupp auftaucht…
Kevin Costner, als Schauspieler ein Superstar der 80er, übernahm in seinem siebenfach Oscar prämierten Regiedebüt ebenfalls die Hauptrolle. Im Gegensatz zur Mehrzahl klassischer Western werden die Ureinwohner in DER MIT DEM WOLF TANZT nicht als wilde Unzivilisierte diskreditiert. Costner gelingt es, das (weiße) Publikum für die indigene Kultur zu interessieren und begeistern.

One To One: John & Yoko

GBR/USA

2024

Kevin MacDonald, Sam Rice-Edwards

Dokumentarfilm

John Lennon und Yoko Ono in Greenwich Village Anfang der 1970er: ihre Liebe, ihr politisches Engagement, ihre Kunst. Virtuos arrangiert der Film ein Zeitbild zwischen Gegenkultur und Richard Nixon: Mittels Nachrichten und Archivbildern, bisher unveröffentlichten Home Movies und Telefonaten von John Lennon sowie seinem akribisch für den Film nachgebauten Appartement können wir eintauchen in das privat-politische Leben von John und Yoko. Und immer wieder ausführliche Livemitschnitte – ihre beiden legendären Benefizkonzerte vom 30. August 1972 im Madison Square Garden, mitreißend und powerful, waren die einzigen vollen Post-Beatles-Konzert-Performances von Lennon. „Der seltene Rock-Dokumentarfilm, den man sich unbedingt ansehen muss.“ (Variety)

Madiba – Das Vermächtnis des Nelson Mandela

DEU/ZAF

2014

Khalo Matabane

994 geht Nelson Mandela als erster demokratisch gewählter Präsident Südafrikas in die Geschichte ein – das offizielle Ende der Apartheid. Wie für viele andere Südafrikaner war Nelson Mandela auch für den Regisseur Khalo Matabane ein Jugendheld. Stark und zum Kampf bereit, so hatte er ihn sich in seiner Kindheit, zur Zeit von Mandelas Haft, vorgestellt. Als Mandela dann zum Staatsmann aufstieg, erschien er ihm allzu zerbrechlich und gütig. Wo war seine Wut? Ist Nelson Mandela mit seiner Politik der Vergebung und Versöhnung zu weit gegangen? Hat er Entscheidungen getroffen, die heute zu noch mehr Ungleichheit und Armut geführt haben? Oder konnte er gar nicht anders handeln? Um diese Fragen zeichnet Matabene ein differenziertes Porträt seines Kindheitshelden. Keine unumstößliche Wahrheit, sondern – auch anhand von Interviews unter anderem mit dem Dalai Lama, Joachim Gauck, Henry Kissinger – die Geschichte eines großen Mannes mit allen Ecken und Kanten.
Im Anschluss an die Vorführung am 04.07. Filmdiskussion mit Simone Knapp, KASA e.V.

Alipato – The Very Brief Life of an Ember

PHL/DEU

2016

Khavn

Dido de la Paz, Robin Palmes, Marti San Juan

2031. Im ärmsten Stadtviertel von Manila lebt eine Straßenkinderbande von Raub und Mord. Der Überfall auf die Zentralbank aber missglückt, das Geld verschwindet, der Bandenchef wandert ins Gefängnis. Nach 28 Jahren kommt er frei – doch wo das Geld ist, bleibt ungewiss. Sicher ist nur: Die Mitglieder der Gang werden nach und nach gekillt…
Der Underground-Filmemacher und Punk-Poet Khavn zeichnet in drastischen, rauschhaften Bildern ein so grelles wie düsteres Porträt seiner Heimat. Eine chaotische, brutale Welt, in der die Zukunfts-Dystopie nur allzu sehr in der heutigen Realität wurzelt: radikales Genrekino, heftig, schmutzig, wild, schnell, konsequent und provokant.
Mitgliederaktion: am 05.01.2017 ist der Eintritt für Mitglieder von Cinema Quadrat e. V. frei.

Ich verstehe Ihren Unmut

DEU

2026

Kilian Armando Friedrich

Dokumentarfilm

Heike arbeitet als Objektleiterin einer Gebäudereinigungsfirma. Sie muss vermitteln zwischen Management, dem sie gehorchen muss, Auftraggebern, die sie beschwichtigen muss, Mitarbeiter*innen, die sie antreiben muss. Sie steckt in einer Branche, die auf Effizienz und Unsichtbarkeit beruht: Wer putzt, soll nicht gesehen werden, dabei billig sein und zugleich perfekt. Zwischen Anwerbungsversuchen eines Arbeiters aus einem Subunternehmen und dem Druck, selbst jemanden zu entlassen, gerät sie mitten hinein in die Widersprüche des Systems.

Der Regisseur entwickelte sein Spielfilmdebüt in langer Recherchearbeit in der Reinigungsbranche und setzt Darsteller*innen ein, die direkt mit diesem Milieu zu tun haben. Allen voran Sabine Thalau bringt ihre energische Kraft in diesen Film, der uns ganz unmittelbar hineinversetzt in die Niedriglohn-Arbeitswelt, aus der es kein Entkommen gibt. „Sozialrealistische Immersion par excellence – die ganze Absurdität von Friedrich Merz’ Mär von den faulen Deutschen manifestiert sich in diesem Film.“ (taz)

The Good, The Bad, The Weird - Jongheum Nom, Nabbeun Nom, Isanghan Nom

ROK

2008

Kim Jee-woon

Jung Woo-Sung, Lee Byung-hun, Song Kang-ho

In den 30er Jahren treffen sich drei Koreaner in der Mandschurei. Ein Dieb mit neun Leben, der eine Landkarte gestohlen hat, ein Banden-Boss, ebenfalls an dieser Karte interessiert und ein Kopfgeldjäger, der eigentlich hinter beidem her ist. Es beginnt eine wilde Jagd quer durchs Land, bei der am Ende nur einer übrig bleiben kann… Eastern mit erfreulichen Actionszenen einem ungewöhnlichen Soundtrack knallbunten Bildern!

Hwal - Der Bogen

KOR

2005

Kim Ki-Duk

Jeon Sung-Hwan, Han Yeo-Reum, Seo Ji-Seok

Ein alter Mann und ein 16-jähriges Mädchen leben seit 10 Jahren allein auf einem Boot. Das Mädchen hat in dieser Zeit das Boot noch nie verlassen. Die intimen Rituale, die sie schweigend begehen, werden jedoch jäh unterbrochen, als ein junger Student das Boot besucht und das Interesse des Mädchens weckt. Der Bogen, mit dem der alte Mann sonst Orakel oder auch zarte Melodien spielt, entwickelt sich zum Gegenstand sexueller Macht und bringt die Schicksalsgemeinschaft auf dem Boot aus dem Gleichgewicht.

The Isle

Korea

2000

Kim Ki-Duk

Jung Suh, Kim Yoosuk

Der junge Koreaner Kim Ki-Duk gehört schon seit längerem zu den gern geladenen Gästen internationaler Filmfestivals, seine jüngste Arbeit BAD GUYS wird dieses Jahr im Wettbewerb der Berlinale laufen. THE ISLE spielt an einem verwunschenen Ort, an dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint: in und um eine Gruppe kleiner schwimmender Fischerhütten, im aufziehenden Nebel, am Wasser eines namenlosen Sees in Südkorea. Hier arbeitet die schöne Hee-Jin, die Herrin über das Gelände. Sie vermietet die Baracken an Fischer, bringt ihnen Essen und Anglerbedarf und stellt auch gegen Bezahlung ihren eigenen Körper zur Verfügung. Kim Ki-Duk verwickelt seinen Helden, einen selbstmörderischen Ex-Polizisten, und Hee-Jin in ein gewalttätiges Märchen, das mit Eifersucht und Selbstzerstörung, Tier- und Menschenfleisch (hä? Wo hast du das her??) zu tun hat. Mit unbestreitbarer Schönheit erzählt der finstere, stille Schocker vom Inneren der Menschen, in psychischer und physischer Hinsicht. „…der intensivste Liebesfilm der letzten Jahre… Eine grausam-sanfte Liebesgeschichte von Kim Ki-Duk.“(Süddeutsche Zeitung)

Rough Aunties

GBR/RSA

2008

Kim Longinotto

Wenn Kinder Opfer von Missbrauch werden, verstummen sie oft aus Scham und Angst. Diese Mädchen und Jungen zum Reden zu bringen, ist ein Ziel der Frauen der Hilfsorganisation „Bobbi Bear“ im südafrikanischen Durban. Mit anschließender Diskussion. Kooperationspartner: Frauen- und Mädchen-Notruf e.V.

Eye on Juliet - Im Auge der Drohne

CAN/FRA/MAR

2017

Kim Nguyen

Joe Cole, Lina El Arabi, Faycal Zeglat

Eine ferngesteuerte, spinnenartige Drohne überwacht eine Ölpipeline irgendwo in der Wüste. Überwacht wird die Drohne von Gordon in einer Hightech-Sicherheitsfirma in Detroit, Robotik-Messen und schnelle Tinder-Dates bestimmen sein Leben. Dann erblickt er – erst zufällig, dann immer öfter – durch die Augen der Drohne eine junge Frau in der Wüste, bis er mit Hilfe der Sprachsoftware der Drohne ersten Kontakt mit ihr aufnimmt: Es ist Ayusha, die in der Wüste einer arrangierten Ehe mit einem älteren Mann entgehen will. Es entspinnt sich über die Entfernung und über die Sprachbarrieren hinweg eine ganz spezielle Liebesgeschichte – und eine kontinentumspannende Rettungsaktion. In Venedig wurde der Film vom Europäischen Filmkritikerverband als bester Film ausgezeichnet.

Der Spalt

DEU

2014

Kim Schicklang

Marie Fischer, Folkert Dücker

Irgendwo in einer eintönigen Hochhausgegend lebt die 20-jährige Alex zusammen mit ihrer arbeitslosen Mutter. Kein ganz normaler Frauenhaushalt: Alex ist formell ein Mann, fühlt sich aber als Frau. Sie wird von ihrer Umgebung diskriminiert. Doch noch mehr: DER SPALT ist ein dystopisches Drama über eine Welt, in der geschlechtliche Normung zur Staatsdoktrin erklärt wurde. Der Film beschäftigt sich mit Selbstfindung, erster Liebe und geschlechtlicher Vielfalt in einer kafkaesken Umgebung, in der eine transsexuelle Frau, die den geschlechtlichen Normen nicht entspricht, als nicht-existent erklärt wird.
In Kooperation mit CSD Rhein-Neckar e.V.

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