Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Leidenschaften

ITA/DEU

1985

Liliana Cavani

Dominique Sanda, Erland Josephson, Robert Powell, Virna Lisi, Michael Degen

Friedrich Nietzsche, Lou Andreas-Salomé und Paul Rée in einer multisexuellen Ménage à trois: Liliana Cavani führt die geistige und künstlerische Kraft ihrer historischen Charaktere auf erotische Mythen zurück, indem sie sadomasochistische, homo-, bi- und pansexuelle Spielarten als Leben jenseits jeder Moral darstellt. In ihrer ganz eigenen Überführung von Nietzsches Philosophie ins Kinematographische ließ sie sich weniger von der Historie als von ihrer freien Fantasie leiten. „Als ganz von Sex und Drogen beherrschte erotische tour de force filmte Liliana Cavani dies Treiben voller Rausch und Leiden“, schrieb der Spiegel 1977. Zur damaligen Aufführung des Films zitierte Cavani das Nietzsche-Gedicht „Dem unbekannten Gotte“: „Ich will dich kennen, Unbekannter, / du tief in meine Seele Greifender, / mein Leben wie ein Sturm Durchschweifender, / du Unfaßbarer, mir Verwandter! / Ich will dich kennen, selbst dir dienen.“
Beim 21. Mannheimer Filmseminar geht es vom 12. bis 14. Januar unter dem Motto „Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie“ um das Werk der italienischen Filmemacherin Liliana Cavani. Wenn Sie nicht am ganzen Filmseminar teilnehmen können, können Sie auch Einzelkarten für die Filmvorführungen kaufen.

Ripley‘s Game

ITA/USA/GBR

2002

Liliana Cavani

John Malkovich, Dougray Scott, Ray Winstone, Lena Headey, Hanns Zischler

Der zynische Gauner, Betrüger, Mörder Tom Ripley lebt mit seiner Frau luxuriös in Italien. Auf einer Party wird er von dem Briten Trevanny ganz nebenbei gekränkt. Als Ripleys Ex-Komplize Reeves Probleme mit der russischen Mafia bekommt, bringt Ripley seinen Nachbarn Trevanny mit Geld, Versprechungen und Drohungen dazu, als Auftragskiller zu fungieren und die Mafiosi auszuschalten.
Liliana Cavani adaptierte den gleichnamigen Roman von Patricia Highsmith, den schon Wim Wenders 1977 unter dem Titel DER AMERIKANISCHE FREUND verfilmt hatte: Für den Filmdienst eine „überzeugende Verfilmung, die nur auf den ersten Blick konventionelle Inszenierung steckt voller Finessen und wird von überzeugenden Darstellern getragen.“ Roger Ebert hält RIPLEY GAME „ohne Zweifel“ für den besten der Tom Ripley-Filme: „Malkovichs philosophischer Ripley kommt Highsmiths Charakter in der Art und Weise, wie er seine Handlungen objektiviert, am nächsten.“ Auch Variety lobte den Hauptdarsteller: „Wenn jemand geboren wurde, Tom Ripley zu spielen, dann John Malkovich.“
Beim 21. Mannheimer Filmseminar geht es vom 12. bis 14. Januar unter dem Motto „Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie“ um das Werk der italienischen Filmemacherin Liliana Cavani. Wenn Sie nicht am ganzen Filmseminar teilnehmen können, können Sie auch Einzelkarten für die Filmvorführungen kaufen.

Und Doch Fehlt Etwas

Liliana Marinho de Susa

Zwei deutsche und zwei ägyptische Filmemacher porträtieren in Deutschland und Ägypten jeweils zwei Jugendliche. Der Film beschreibt deren Identitäten auf der Schwelle zum Erwachsensein, zeigt Parallelen und Unterschiede zwischen den Kulturen, Religionen und sozialen Hintergründen. Im Mittelpunkt stehen Liebesbeziehungen, Familie, Freunde und Perspektiven. Außer den Protagonisten kommen auch ihre Familie und Freunde zu Wort. Der Film zeigt junge Menschen aus zwei sehr unterschiedlichen Ländern auf der Suche nach einer Identität und auf der Suche nach Glück. Diskussionspartner: Hasan Dewran und Dr. Angela Bindert-Kraus, KulturQuer – QuerKultur Rhein-Neckar e.V.

Hausnummer Null

DEU

2024

Lilith Kugler

Dokumentarfilm

Als die Regisseurin Lilith Kugler zum Filmstudium nach Berlin kommt, ist der obdachlose Chris der Erste, der sie willkommen heißt. Chris lebt gemeinsam mit seinem Kumpel Alex an einer S-Bahn-Station am Rande der Hauptstadt, umsorgt von der gesamten Nachbarschaft. Doch er ist suchtkrank und schafft es nicht, sich aus dem Teufelskreis zu befreien. Als es ihm schlechter und schlechter geht und er nur knapp dem Tod entkommt, beschließt er, dass er weg muss von der Straße und weg vom Heroin. Aber wohin? Wie kann ein junger Mann in unserer Gesellschaft seinen Platz finden, obwohl er seit Kindesalter nie irgendwo hingepasst hat – oder passen wollte?

Kugler begleitet Chris drei Jahre mit ihrer Kamera; „in einer Mischung aus intimen Nahaufnahmen und respektvoller Distanz verleiht das unaufgeregte Porträt der Obdachlosigkeit ein Gesicht, hat aber auch für die Ohnmacht von Angehörigen und Bekannten ein Ohr.“ (Filmdienst)

Nathan der Weise als neue Bühnenfassung

Limeik Topchi, Tatiana Gratchev, Artem Gratchev

Lessings Drama von 1779 in einer neuen, vom Mannheimer Autor Klaus Servene erarbeiteten Bühnenfassung: Der Gedanke von Humanismus und Toleranz ist gerade heute zentral für das gesellschaftliche Zusammenleben, wenn wie zu Lessings Zeiten religiöse Weltbilder aufeinderprallen und Religion als politischen Werkzeug der Macht benutzt wird. Die freie, internationale Theatergruppe UnserTheaTer nimmt sich des Klassikers an mit einer Energie, die den Zuschauer mitreißt. Das Ensemble hat seine „Nathan der Weise“- Inszenierung seit dem Frühjahr in der Rhein-Neckar-Region aufgeführt.
Im Rahmen des KulturQuer-Festivals zeigen wir die Aufzeichnung der Premiere im Theatersaal der Mannheimer Abendakademie. Anschließend Filmgespräch mit Limeik Topchi. Eintritt frei!

Linda veut du poulet

FRA/ITA

2023

Sébastien Laudenbach, Chiara Malta

Animationsfilm

Paulette und ihre Tochter Linda haben sich eigentlich sehr lieb, doch heute herrscht dicke Luft. Grund ist eine Bestrafung, denn Linda soll den Ehering ihrer Mutter geklaut haben. Lindas Unschuld kommt heraus und Paulette ist untröstlich. Als Wiedergutmachung will sie für Linda Hühnchen mit Paprika zubereiten, so wie ihr Vater es immer gemacht hat. Dass Paulette überhaupt nicht kochen kann, ist dabei unwichtig. Das viel größere Problem: In ganz Frankeich ist heute Streik und alle Läden haben geschlossen!

If...

GBR

1968

Lindsay Anderson

Malcolm McDowell, David Wood, Richard Warwick

Mick Travis besucht eine englische Privatschule. Er gilt als unangepasst. Die jüngeren Schüler werden von ihren älteren Kollegen beaufsichtigt und oft erniedrigt. Körperliche Strafen sind an der Tagesordnung. Am Ende – in einer Traumszene – finden die Schüler in einer Kammer automatische Waffen. Die mit erschreckendem Realismus und zahlreichen symbolischen Einschüben inszenierte Internatsgeschichte aus dem England der 60er Jahre warnt vor einer Revolution der Jugend, wenn die Voraussetzungen für repressionsfreie Lebensformen nicht geschaffen werden. Formal hervorragender Film, gestern wie heute aktuell.

Nico

DEU

2021

line Gehring

Dara Fazilat, Javeh Asefdjah, Sara Klimoska

Nico, Altenpflegerin mit iranischen Wurzeln, wird Opfer eines rassistischen Angriffs, der sie traumatisiert aus ihrem unbeschwerten Alltag reißt. Um wieder in ihr Leben zu finden, beginnt sie ein hartes Karate-Trainingsprogramm – doch ihr altes Selbst scheint verloren.
„Das sensibel inszenierte Drama erzählt in fast dokumentarischer Unmittelbarkeit und mit großer Glaubwürdigkeit eine bewegende Geschichte von Selbstermächtigung, Resilienz und Zugehörigkeit. Zugleich positioniert sich der Film gegen rechte Tendenzen und plädiert für eine offene Gesellschaft.“ (Filmdienst)
Auch, wenn Sie nicht am gesamten Filmsymposium teilnehmen möchten, können Sie Karten für die Filme kaufen! (Karten: 12 € / erm. u. Mitglieder 8 €)
Es gilt beim Symposium freie Platzwahl, aus technischen Gründen müssen Sie bei einer Online-Reservierung einen Platz auswählen.

Garçon Stupide

CH/FRA

2004

Lionel Baier

Pierre Chatagny, Natacha Koutchoumov

Der 20jährige Loïc arbeitet tagsüber in einer Schokoladenfabrik, nachts konsumiert er Sex wie am Fliesband. Männersex. Da gibt es noch Marie, seine Freundin aus Kindertagen, bei der er sich nach seinen Internet-Eskapaden und nächtlichen Abenteuern ausruht. Irgendwann hat sie es satt, für Loïc Mutter, Babysitter und Krankenschwester zu spielen. Nachdem Loïc sie eine Nutte nennt, gehen die beiden auf Distanz zueinander. Loïc will nicht mehr schwul sein und schwärmt dennoch für Rui, den „Star“ einer regionalen Fußballmannschaft. Alle Achtung! Mit GARÇON STUPIDE hat der Schweizer Regisseur Lionel Baier einen beachtlich guten Film vorgelegt. Provokativ, berührend, sinnlich und mit viel Sinn für stimmungsvolle Bilder. (somit ab 18 Jahren)

Nathalie – Überwindung der Grenzen

CHE/FRA

2022

Lionel Baier

Isabelle Carré, Théodore Pellerin, Tom Villa, Ursina Ladi

Sommer 2020, Nathalie Adler steht unter Strom: Als EU-Beauftragte muss sie den Staatsbesuch von Macron und Merkel in einem sizilianischen Flüchtlingslager organisieren, ein PR-Event von ungeheurer Symbolkraft. Doch Albert, Nathalies entfremdeter Sohn, glaubt längst nicht mehr an die europäische Familie. Er arbeitet als Aktivist in dem Camp, und die Mutter repräsentiert für ihn eine heuchlerische Politik, die sich um Menschen nicht schert. Eine dysfunktionale EU-Politik, die sich aber bestens darstellen will, und eine familiäre Wiederbegegnung, deren mögliche Versöhnung komplizierter gerät als die brisante diplomatische Mission: Pointiert, mit klarem satirischem Blick zeigt Lionel Baier die Widersprüche von EU, Politik, Medien im Umgang mit Migration auf – „lustig, anrührend und fein geschrieben.“ (Le Journal du Dimanche)

Good Vibrations

GBR/IRL

2012

Lisa Barros D'Sa u. Glenn Leyburn

Richard Dormer, Jodie Whittaker

Die Punk-Bewegung in Belfast war ein Leuchtfeuer der Hoffnung, ein kultureller Fluchtversuch aus einem von Tod und Gewalt bestimmten Alltag: In den 1970er Jahren beherrschte der Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken die Stadt. Bombenanschläge, Morde, Unruhen. Terry Hooley hat miterlebt, wie aus Freunden, Feinde wurden. Er gründete mitten in Belfast einen Plattenladen, in dem sich alle treffen konnten – und das ausgerechnet in der Straße, in der die meisten Bomben hochgingen. Er entdeckte so manche Punkband, die er mit seinem eigenen Label Good Vibrations unterstützte. Hooley war wichtig für die Punk-Bewegung der 1970er, in der es nicht zählte, ob man Protestant oder Katholik war, nur eines war wichtig: Ein Punk musste man sein!

Blue My Mind

CHE

2017

Lisa Brühlmann

Luna Wedler, Zoë Pastelle Holthuizen, Regula Grauwiller, Georg Scharegg

„Ich wollte einen weiblichen Befreiungsfilm machen“, sagt Lisa Brühlmann über ihren Debütfilm: Mia, 15 Jahre alt, steckt mitten in der Pubertät. Sie wird immer störrischer und zweifelt sogar ihre biologische Verwandtschaft mit ihren Eltern an. Kurz vor den Sommerferien ist sie mit ihren Eltern nach Zürich gezogen. Mia stürzt sich ins wilde Teenagerleben, um Anschluss zu finden. Doch dann beginnt sich ihr Körper seltsam zu verändern. Erst kaum merklich, dann aber mit einer massiven Wucht. In ihrer Verzweiflung versucht sie sich mit Sex und Drogen zu betäuben, um aufzuhalten, was wie eine Flutwelle über sie hereinbricht. Das Coming of Age-Drama wird zum Fantasymärchen, jugendkulturelle Umtriebe treffen auf Elemente des Körperhorror-Subgenres: BLUE MY MIND ist laut kino-zeit.de „unter den deutschsprachigen Debüts der vergangenen beiden Jahre mit Sicherheit eines der stärksten“ – der Film gewann drei Schweizer Filmpreise für Drehbuch, Regie und Hauptdarstellerin, und Lisa Brühlmann erhielt den Regiepreis des Max Ophüls-Festivals.
Mitgliederaktion: Am 04.02.2019 Eintritt frei für Mitglieder von Cinema Quadrat e. V.

The Kids Are Allright

USA

2010

Lisa Cholodenko

Julianne Moore, Mia Wasikowska

Die Ärztin Nic und die Landschaftsgärtnerin Jules sind verheiratet und haben zwei Kinder im Teenageralter, die sie durch künstliche Befruchtung selbst austrugen. Alles läuft bestens, bis der 15-jährige Sohn Laser seinen „Bio-Dad“, den biologischen Vater, kennen lernen will. Er wird fündig und freundet sich mit dem Restaurantbesitzer Paul schnell an, sehr zum Missfallen von Nic. Doch damit noch nicht alles: Jules geht auf Pauls Angebot ein, den Garten seines Lokals neu zu gestalten, dabei kommen die Beiden sich näher… Geistreiche homo-hetero-Komödie mit Annette Bening um alternative Lebensentwürfe. Auf der 60. Berlinale war der hintersinnige Spaß der schwul-lesbischen Jury einen Teddy Award wert – Grund genug, den Film wärmstens zu empfehlen.

Tick Tock Lullaby

GBR

2007

Lisa Gornick

Lisa Gornick, Joanna Bending, Sarah Patterson, William Bowry, Jake Canuso, Raquel Cassidy

Die Cartoonistin Sasha und ihre Freundin Maya sind ein unzertrennliches Paar – und genau im richtigen Alter für Nachwuchs, wie sie finden. Voller Neid angesichts ihrer heterosexuellen Freunde, denen eine Schwangerschaft “einfach so” passieren kann, überlegen sie sich, wie sie ein Kind kriegen können, ohne daß das ein rein strategisches Manöver wird – und müssen bald einsehen, dass das alles nicht so einfach ist wie sie es gerne hätten. In Sashas Cartoons entwickeln selbst die heterosexuellen Konstellationen ein Eigenleben und es zeigt sich, dass es auch auf “normalem Weg” allerhand Probleme geben kann. So geraten Sasha und Maya in immer neue merkwürdige Situationen auf der Suche nach “echten” Muttergefühlen, die auf Sashas Zeichenbrett sofort real werden. Und immer weniger wird klar, ob ihre Empfindungen in die Cartoons mit einfließen, oder ob ihr Leben von den Cartoons beeinflußt wird… Best Feature Award – Britspotting Film Festival.

Love, Cecil

USA

2017

Lisa Immordino Vreeland

Er war Fotograf, Kostümdesigner, Innenarchitekt: Cecil Beaton (1904-1980) gehört zu den schillerndsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Seine stilvollen Porträts waren ständig nachgefragt und dementsprechend teurer, für Cecil Beaton waren seine Fotoarbeiten der Weg zum künstlerischen und finanziellen Erfolg auch in der Modebranche und in der Filmwelt. Die Regisseurin bietet mit ihrer facettenreichen Dokumentation auch einen Blick auf Cecil Beatons Antisemitismus, der nach einer heiklen Illustration 1938 zum öffentlichen Skandal führte.
Einführung: Prof. Dr. Claude W. Sui, Leiter Forum Internationale Photographie, Reiss-Engelhorn-Museen

Peggy Guggenheim – Ein Leben für die Kunst

USA/GBR/ITA 2015

2015

Lisa Immordino Vreeland

Als wohlhabende Erbin einer jüdischen Familie von Geschäftsleuten in New York, zu der auch ihr Onkel Solomon R. Guggenheim mit seiner eigenen Sammlung moderner Kunst gehört, machte sich Peggy Guggenheim mit 23 Jahren auf den Weg nach Paris und tauchte ein in das Leben der intellektuellen und künstlerischen Bohème. Samuel Beckett bestärkte sie 1937 darin, Kunst von jenen Künstlern zu kaufen, die die Nazis gerade als entartet brandmarkten, und Marcel Duchamp beriet sie bei ihren Ausflügen in die Galerien und die Ateliers.
Der Film bettet in gelungener Weise die biografischen Details ihres Lebens als Muse, Sammlerin und Liebhaberin in die künstlerische, gesellschaftliche und politische Entwicklung des 20. Jahrhunderts ein und zeichnet ein sehr differenziertes Bild einer als exzentrisch geltenden Frau, die als Mäzenin für Künstler von Max Ernst bis Jackson Pollock eine ganz besondere Rolle spielte.
Einführung: Christiane Wichmann

Awake - Das Leben des Yogananda

USA

2014

Lisa Leeman, Paola di Florio

Der eindrucksvolle Film widmet sich dem Leben und den Lehren von Paramahansa Yogananda, dem Autor des spirituellen Klassikers »Autobiographie eines Yogi«, der weltweit millionenfach verkauft wurde und auch heute als wichtige Literatur für Suchende, Philosophen und Yoga-Enthusiasten gilt. Mit den persönlichen Schilderungen seiner eigenen Suche nach Erleuchtung und der Beschreibung aller Schwierigkeiten, die ihm auf seinem Weg begegneten, machte Yogananda die uralten Lehren des Yoga ab den 1920er Jahren einem modernen westlichen Publikum zugänglich. Zu seinen berühmten Fans zählten u.a. Steve Jobs und George Harrison. AWAKE ist die Geschichte einer steten Sehnsucht der Menschheit: Die universelle Suche nach anhaltendem Glück.

Sisters with Transistors

GBR/USA/FRA

2020

Lisa Rovner

Dokumentarfilm

Clara Rockmore, Daphne Oram, Bebe Barron, Delia Derbyshire, Maryanne Amacher, Pauline Oliveros, Wendy Carlos, Eliane Radigue, Suzanne Ciani, und Laurie Spiegel sind Pionierinnen des modernen Klangs – und dennoch haben die allermeisten Menschen noch nie von ihnen gehört. Dabei fanden sie in der Nische der elektronischen Klangerzeugung einen Freiraum, der sie im Schatten der Männer wirken ließ. Und vermutlich ist genau das der Grund dafür, dass sie in Vergessenheit gerieten.

Virtuos verknüpft Lisa Rovner in ihre atemberaubenden Recherche Archivaufnahmen, Interviews und Aufnahmen sphärischer und avantgardistischer Klänge aus der Pionierzeit der elektronischen Musik zu einem schwebenden Teppich voller Wunder und Klangzauberinnen, die so endlich ihren verdienten Platz in der Musikgeschichtsschreibung bekommen. Erzählt wird diese abenteuerliche Reise zu den Pionierinnen der elektronischen Musik von der Performance-Künstlerin und Musikerin Laurie Anderson.

Eureka

ARG/DEU/FRA/MEX/PRT

2023

Lisandro Alonso

Alaina Clifford, Sadie Lapointe, Viggo Mortensen, Chiara Mastroianni

Ein Kopfgeldjäger reitet in eine verkommene Westernstadt auf der Suche nach seiner Tochter – dies ist der Auftakt zu einer Reise durch Traum und Zeit: Der Film geht über ins Pine Ridge-Reservat in South Dakota, wo eine Polizistin zwischen Elend und Alkohol die Ordnung aufrechterhalten und ihre Nichte eine Basketballmannschaft aufstellen will. Um dann im südamerikanischen Dschungel der 1970er zu landen, zwischen Indigenen und Goldsuchern… Lisandro Alonso, experimentierfreudiger Meister des argentinischen Kinos, erzählt zwischen Mythos und Mystik, Western und postkolonialer Fabel eine faszinierend mäandernde Geschichte über Existenzweisen und Repräsentationsformen indigenen Lebens – „hypnotisch, erhaben und prachtvoll: eine bereichernde Erfahrung“ (The Guardian).

El Soborno del cielo – Der Hochmut des Himmels

COL

2016

Lisandro Duque Naranjo

Guillermo García, Jaime Correa, Milady Dau, Sara Deray

Eine schwarze Komödie: Eine Stadt in der kolumbianischen Provinz. Das Leben läuft ruhig vor sich hin, bis ein Suizid alles durcheinander bringt. Der neue strenge Priester verweigert dem Selbstmörder ein katholisches Begräbnis. Die Familie des Verstorbenen aber bestattet ihn trotzdem auf dem katholischen Friedhof. Wütend verweigert der Priester von nun an jegliche Sakramente, bis der Leichnam auf den säkularen Friedhof umgebettet wird. Dem Priester gelingt es, einen Keil zwischen die Stadtbewohner zu treiben. Dabei gibt es noch mehr Selbstmörder auf dem Friedhof..

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