Mexiko 1900: es ist die Regierungszeit des Diktators Porfirio Diaz. Im Wirtshaus der Señora Chanfa, das einen Zufluchtsort für den Bodensatz der Bevölkerung darstellt, lebt auch der Priester Nazario. Er nimmt seine Lehre Ernst und versucht Tag und Nacht Mitleid, Liebe und Vergebung zu verwirklichen. Eine Tatsache, die ihm aber lediglich den Spott und die Verachtung seiner Amtsbrüder einbringt. Als die Prostituierte Andara, nach einem Streit in einer Taverne verletzt, in die armselige Unterkunft des Priesters flüchtet, muß dieser seinen Orden verlassen, da Andara hilft und schützt. Die Kirche stößt den, der die Gebote seines Glaubens kompromisslos verwirklichen will, aus. Am Ende steht der Zweifel am Sinn christlicher Ideale und die Gewissheit, daß Menschlichkeit sich nur in irdischer Solidarität verwirklichen läßt.