Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Von Bienen und Blumen

DEU

2018

Lola Randl

Raus aus der übervollen Stadt und endlich auf dem Land sein Glück finden! Unabhängig, frei, ohne Zwänge und Hetze! Ganz bei sich, im Flow der heilenden Natur und mit Frühstückseiern von eigenen glücklichen Hühnern auf dem Tisch! Endlich das richtige Leben leben, und nicht mehr nur so tun als ob! Aber das autarke Leben im uckermärkischen Dorf ist nicht so einfach, wenn man als Städter von Tuten und Blasen keine Ahnung hat; und von Bienen und Blumen nur wenig. Lola Randl, die auch in ihren Spielfilmen pointensicher inszeniert, ist die Hauptprotagonistin im eigenen Film: Seit einigen Jahren lebt sie auf dem Land und übt sich im Gemüse- und Obstbau. Mit höchster Ironie betrachtet sie sich und ihresgleichen – und stellt den natürlichen Abläufen von Säen, Ernten und Scheitern ihre Beziehungskiste mit zwei Männern gegenüber.

Ihre beste Stunde

GBR

2015

Lone Scherfig

Gemma Arterton, Sam Claflin, Bill Nighy, Jack Huston

London, 1940. Catrin Cole wird vom Informationsministerium angeheuert, um Propaganda- Drehbücher weiblich-gefühlig aufzupeppen. Gemeinsam mit Chefautor Buckley soll sie ein Dünkirchen-Drama ersinnen – und entwickelt mehr und mehr Selbstvertrauen, auch wenn sie „nur“ eine Frau ist. Mit spitzen Dialogen und satirischer Ironie, zwischen Leichtigkeit und Dramatik, verbindet Lone Scherfig Zeitgeschichte, Politik, Propaganda und ein starkes Plädoyer für Gleichberechtigung.

Wilbur Wants To Kill Himself

GB/DEN

2003

Lone Scherfig

Wilbur ist hochgradig depressiv und schlägt sich an der Seite seines fröhlichen Bruders Harbour mit frustrierend erfolglosen Selbstmordversuchen und der gemeinsam geerbten Second-Hand-Buchhandlung durchs Leben. Als Harbour beschließt, zur Aufheiterung eine Freundin für Wilbur zu finden, verliebt er sich selbst in die schüchterne alleinstehende Mutter Alice. Irgendwie wendet sich das Dasein für alle mit einem Mal zum Guten – gäbe es da nicht ein alles veränderndes, todtrauriges Geheimnis ausgerechnet in Harbours Leben. Nach dem weltweit erfolgreichen Film ITALIENISCH FÜR ANFÄNGER schafft Regisseurin und Autorin Lone Scherfig nun erneut das kleine Wunder, die Themen Tod und Liebe in eine hinreißende Balance zu bringen und selbst tieftraurigen Momenten im Leben auf manchmal absurde Weise eine verblüffende Leichtigkeit zu schenken.

Im Osten was Neues

DEU

2025

Loraine Blumenthal

Dokumentarfilm

Wenn Fußballtrainer Thomas „Eichi“ Eichstätt mit seiner Mannschaft aus Torgelow bei Turnieren auftaucht, fallen sie sofort auf. Der große, kräftige Mann mit Glatze, Tattoos und Stimme, die über das ganze Feld hallt, trainiert vor allem Geflüchtete. Für viele Spieler ist „Eichi“ Bezugsperson und Freund – zugleich ringt er selbst mit dem dunklen Kapitel seiner Vergangenheit als Rechtsextremist und der Frage, wie er heute damit leben kann.

Humorvoll und leicht, tiefsinnig und ungeschönt zeigt der Film Lebenswege, die gegensätzlicher nicht sein könnten.

Night to be Gone

DEU

2023

Loren Marsh.

Alpha Omer Cissé, Sylvaine Faligant, Yotam Ishay, Roland Stelter, Philipp Droste, Thorsten Merten

Der aus Afrika stammende Omer und die aus Frankreich stammende Carine sind Billiardspieler, Drifter, Betrüger: Mit ihrer Masche, sich unbedarft zu geben, um sich dann als Poolbillard-Profis zu entpuppen, zocken sie in Kneipen, Pinten, Kaschemmen quer durch Berlin ihre Opfer ab. Dann will Omer die erspielte Summe verwenden, um sich beim Billard dem „Sultan“ zu stellen…
Mit diesem astreinen Noir-Film, gedreht in stilechtem Schwarzweiß an heruntergekommenen Orten der nächtlichen Hauptstadt, bietet der US-amerikanische Regisseur Loren Marsh klassisches Spannungskino mit dynamischer Figurenkonstellation und kaum vorhersehbaren Wendungen, ohne seinen Film in prätentiösen Retrolook zu tränken. „Spannend und couragiert – die Überraschung auf dem Noir Film Festival in Ceský Šternberk, Tschechien!“ (der-film-noir.de)

Caracas, eine Liebe

VEN/MEX

2015

Lorenzo Vigas Castes

Alfredo Castro, Luis Silva

Ein spannungsvolles Spiel um Liebe und Gewalt in den Straßen von Caracas: Zwei Männer aus verschiedenen Welten, die sich aufeinander einlassen. Armando, der 50jährige Zahntechniker, der unbeteiligt durch sein Leben treibt, und Elder, der junge Straßenkriminelle, der zunächst nur auf Geld aus ist, gehen eine Beziehung ein und versuchen, ihre emotionalen Defizite, ihre Beziehungsunfähigkeit, die soziale Kälte zu überwinden. Das glänzend gespielte, gewaltreiche Liebesdrama über Liebe und Zurückweisung, falsche Vaterfiguren und fatale Begierden gewann 2015 den Goldenen Löwen der Filmfestspiele in Venedig.

Ödipussi

DEU

1988

Loriot

Loriot, Evelyn Hamann, Katharina Brauren, Edda Seippel, Richard Lauffen

Paul Winkelmann leitet das familieneigene Einrichtungsgeschäft. Wirklich selbständig ist er aber nicht: Er ist 56 Jahre alt und lebt nach wie vor bei seiner 78-jährigen, sehr rüstigen und ordentlich dominanten Mutter, die ihn mit seinem Kosenamen „Pussi“ anspricht. Doch dann lernt Paul die alleinstehende Psychologin Margarethe kennen. Und er überlegt, auszuziehen!

Loriots fein-ironische Komik über die Diskrepanz zwischen Unsicherheit und Bürgerlichkeit, gesellschaftlichen Gepflogenheiten und den überall bereitstehenden Fettnäpfchen funktioniert auch im Spielfilmformat hervorragend – zeitloser Klassiker mit fast fünf Millionen Kinozuschauern!

Westwood: Punk. Ikone. Aktivistin.

GBR

2017

Lorna Tucker

Viviane Westwood: Grande Dame des Punks und Enfant Terrible der britischen Modewelt. Zusammen mit Malcolm McLaren, Sex Pistols- Manager und Erfinder der Punkbewegung, revolutionierte sie mit ihrem Shop an der King’s Road die Popkultur. Zwischen gescheiterten Beziehungen, Rechtsstreitigkeiten, Spott der Presse und Finanzproblemen wurde sie in den folgenden Jahrzehnten zur Kulturikone Großbritanniens und zum weltweiten Modephänomen. Und in ihrem politischen Aktivismus und ihrem Einsatz für Klimaschutz zeigt sich noch heute das Anti-System-Ethos ihrer Punkjugend. Durch den exklusiven Blick hinter die Kulissen des einzigartigen Modehauses gelingen Lorna Tucker Momente jenseits von nostalgischer Vergangenheitserklärung und Modeglamour – kurz vor der Sundance-Premiere distanzierte sich Westwood von dem Projekt, was durchaus als Signal für Authentizität abseits von Legendenverehrung verstanden werden kann.

Der Sohn der Anderen

FRA

2012

Lorraine Lévy

Emmanuelle Devos, Pascal Elbé, Jules Sitruk, Mehdi Dehbi, Areen Omari, Khalifa Natour, Mahmood Shalabi, Bruno Podalydès

Nach der Musterung für den israelischen Militärdienst erfährt Joseph, dass er nicht der biologische Sohn seiner Eltern ist. Er wurde bei seiner Geburt mit Yacine, dem Sohn einer palästinensischen Familie aus dem Westjordanland, verwechselt. Das Leben der beiden Familien ist durch diese Entdeckung auf einen Schlag in Frage gestellt. Sie müssen ihre Identität, ihre Überzeugungen und ihre Feindbilder hinterfragen.

Abseits aller politischen Fragen geht es der französischen Regisseurin Lorraine Lévy um die persönliche Thematik einer brisanten Verwechslung: der besondere Hintergrund macht den palästinensisch-israelischen Identitätskonflikt zu einem Crashkurs in Sachen Toleranz: „sehenswerter und betont neutraler Beitrag zum Israel-Palästina-Konflikt mit einer bedenkenswerten übergreifenden philosophischen Fragestellung.“ (filmstarts.de)

Alaska - Zwischen Feuer und Eis

DEU

2009

Lothar Preiser

Alaska! Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, dieses einmalige Land zu sehen und zu erleben. Unendliche Weite, riesige Gebirgszüge, Bären, Elche und Wölfe, Wale und Delfine an der Küste, Lachse in den Flüssen, Weißkopfseeadler und viele andere Tiere leben in diesem Land. Die Menschen sind freundlich, hilfsbereit und aufgeschlossen. Auch geologisch ist Alaska ein Highlight. Hier treffen die pazifische Platte und die nordamerikanische Platte aufeinander und es brodelt im Untergrund. Zahlreiche tätige und ruhende Vulkane belegen das. Reisen Sie mit! In Anwesenheit der Filmemacher Sabine und Lothar Preiser. (also ab 18)

Le Corset

FRA/BEL

2026

Louis Clichy

Animationsfilm

Auf einem Bauernhof mitten in Frankreich versucht der 11-jährige Christophe den Erwartungen seines strengen Vaters gerecht zu werden. Doch in der Schule, zu Hause und auf dem Traktor kippt Christophe immer wieder zur Seite. Der Arzt verschreibt ihm ein eisernes Korsett, das ihn stützen soll – und ihn in seiner Beweglichkeit einschränkt. Er muss sein Leben neu erfinden…

Die einfühlsam und poetisch erzählte Geschichte vom Aufwachsen unter erschwerten Bedingungen ist eine handgezeichnete visuelle Meisterleistung – in Cannes mit dem Sonderpreis der Jury in der Sektion Un Certain Regard, beim Trickfilmfestival in Annecy als bester Film und mit dem Publikumspreis ausgezeichnet!

Fahrstuhl zum Schafott

FRA

1958

Louis Malle

Jeanne Moreau, Maurice Ronet, Georges Poujouly, Lino Ventura

Julien Tavernier und Florence Carala lieben sich – doch dem Glück steht Florences Ehemann im Weg. Mit einem perfekten Mordplan wollen die beiden den Industriellen beseitigen. Dann bleibt ein Fahrstuhl stecken…

Als „perfekt gemachten Thriller“ bezeichnete Ulrich Gregor in seinem Buch „Geschichte des Films ab 1960“ dieses Spielfilmdebüt von Louis Malle: eine Studie in Zufall und Vergeblichkeit, Film Noir à la française und Vorstufe zur Nouvelle Vague. Die Dramaturgie, die die Handlung unerbittlich vorantreibt, und die Kameraarbeit, die das nächtliche Paris einfängt, machen FAHRSTUHL ZUM SCHAFOTT zu einem zeitlosen Klassiker des Kinos – und nicht zuletzt die in einer nächtlichen Aufnahmesession improvisierte Jazzmusik von Miles Davis.

Zazie

FRA

1960

Louis Malle

Philippe Noiret, Catherine Demongeot, Vittorio Caprioli

In der wunderbaren Komödie von Louis Malle nach dem gleichnamigen Roman von Raymond Queneau, muss die Göre Zazie das Wochenende bei ihrem Onkel Gabriel in Paris verbringen, weil sich ihre Mutter mit einem neuen Liebhaber vergnügen will. Während der Roman mit Wörtern spielt (und sie erstmals in einem Roman so präsentiert, wie sie wirklich gesprochen werden), fließt der Film über vor filmischen Einfällen und erweist insbesondere dem klassischen Slapstick-Film seine Referenz. Vorgestellt von Jörg Fischer.

Der Glanz der Unsichtbaren

FRA

2018

Louis-Julien Petit

Noémie Lvovsky, Audrea Lamy, Patricia Mouchon, Khoukha Boukherbache, Bérangère Toura

Vier grundverschiedene Sozialarbeiterinnen betreiben in einer von Armut geprägten Provinzstadt im Norden Frankreichs ein Tagesheim für obdachlose Frauen. Aber wegen angeblich zu geringer Wiedereingliederungsquoten beschließt die Stadtverwaltung, nicht länger „Geld für nichts zu verschwenden“, und schließt die Einrichtung. Drei Monate bleiben, um die Frauen anderweitig unterzubringen. Für ihre Schützlinge ist den Sozialarbeiterinnen nun jedes Mittel recht, und alles ist erlaubt.
Mit einer bunten Besetzung aus Profi- und Laiendarstellern kritisiert Louis-Julien Petit Arbeitslosigkeit und soziale Ungerechtigkeit und feiert – mit viel Humor – den zivilen Ungehorsam. Sein Film wurde zum Überraschungserfolg in den französischen Kinos.
Einführung: Dr. Inge Beisel, Romanisches Seminar der Universität Mannheim

Love & Revolution

ESP

2023

Alejandro Marín

Omar Banana, Alba Flores, Alex de la Croix, Ana Wagener

Im Sevilla der wilden 1970er soll Miguel eigentlich studieren – aber die Musik, genauer: ein Gesangswettbewerb im örtlichen Travestieclub lockt ihn. Hier kann er seinem Traum ein Stückchen näherkommen. Homosexualität ist illegal – doch Miguel taucht in die schillernde Welt ein, fühlt sich in der queeren Community zuhause. Bei einer Razzia wird er festgenommen, vor Gericht soll an ihm ein Exempel statuiert werden. Dann kommt seine Mutter, zunächst tief erschüttert, ins Spiel: Sie nimmt den Kampf um die Freiheit des Sohnes auf.

In dieser warmherzigen und witzigen Coming-of-Age-Geschichte unter der heißen Sonne Andalusiens fegen Lebensfreude und Solidarität verstaubte Moralvorstellungen beiseite: Die mitreißende Mischung aus Feel-Good-Drama, Musik und federleichter Sommerkomödie war in Spanien ein Top-10-Kinohit.

Kekexili - Mountain Patrol

CHN/ HKG

2004

Lu Chuan

Duo Bujie, Zhang Lei, Qi Liang

Die Region Ke Ke Xi Li in Tibet ist der Lebensraum der tibetischen Antilope Chiru. Ihre Population ist durch die skrupellose Jagd von mehr als einer Million auf nunmehr 10.000 geschrumpft. KEKEXILI – MOUNTAIN PATROL erzählt in fast dokumentarischer Weise eine eindrucksvolle Geschichte von Männern, die in einer wunderschönen, aber auch menschenfeindlichen Umgebung ihr Leben aufs Spiel setzen, um die bedrohten Tiere vor Wilderern zu schützen. Es ist eine Heldengeschichte im Stil eines klassischen Westerns: eine Sage wie aus alten Zeiten, auch wenn die Handlung erst zehn Jahre zurückliegt. Ri Tai ist der charismatische Anführer der Wildhüterbande: ein Clanchef in schwarzem Leder, ungeduldig, gewalttätig, selbstherrlich. Ein junger Reporter aus der Stadt wird Beobachter, folgt den Wildhütern und entwickelt große Bewunderung für sie. Sein Bericht rüttelt schließlich die Welt auf, die Regierung in Peking handelt endlich und die Wildhüter werden entlassen.

Adèle und das Geheimnis des Pharaos / Les aventures extraordinaires d'Adèle Blanc-Sec

FRA

2010

Luc Besson

Louise Bourgoin, Mathieu Amalric, Gilles Lelouche, Laure de Clermont-Tonnerre

Während am Vorabend des Ersten Weltkriegs – lange vor Indiana Jones! – die Pariser Reporterin Adèle Blanc-Sec in Ägytpten durch verfallene Grabanlagen streift, erwacht im Naturkundemuseum ein 135 Millionen Jahre altes Urzeitei – ein Flugsaurier schlüpft und versetzt ganz Paris in Angst und Schrecken. Und auch die Mumie, die Adèle aus Ägypten mitgebracht hat, macht Probleme, denn Professor Esperandieu forscht an der Wiederbelebung der Toten…

Luc Besson, der Action- und Trickmagier des französischen Kinos, bringt ein atemberaubendes Abenteuer auf die Leinwand. Seine Verfilmung der Comics von Jacques Tardi schäumt über vor Einfällen, Special Effects und faszinierenden Kamerafahrten durch das Paris des frühen 20. Jahrhunderts.

Der Letzte Kampf

FRA

1982

Luc Besson

Pierre Jolivet, Fritz Wepper, Jean Bouise

Bessons apocalyptisches Drama ist in einer völlig zerstörten Welt angesiedelt. Die letzten Menschen, die weder fähig sind zu kommunizieren noch gefühlsmäßige Regungen zu zeigen, führen einen unbarmherzigen Kampf ums Überleben. Das düstere, surreal verschlüsselte Endzeit-Szenario über existentielle Verhaltensweisen unter extremen Bedingungen ist ästhetisch sehr reizvoll aufgenommen. Was den Film so wirkungsvoll und gleichfalls beeindruckend macht, ist die Kombination Kampf und Liebe mit extremer Gewalt.

Im Rausch Der Tiefe

FRA

1987

Luc Besson

Jean-Marc Barr, Jean Reno,Rosanna Arquette, Sergio Castellitto, Paul Shenar

Im Januar stellt Dr. Susanne Kaeppele, freiberufliche Kunsthistorikerin und ehemalige Geschäftsführerin von Cinema Quadrat, die Malerin Susanne Beik (Jahrgang 1964) vor. Ausgebildet an der Freien Kunstschule Rhein-Neckar und der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg wurde sie hier im Raum bekannt durch ihre an konkrete Kunst erinnernden Farbholzschnitte und in den letzten Jahren durch wunderbare Wandmalereien. Hierzu verwendet sie sich wiederholende Spuren, die aus der Schrift zu stammen scheinen und bringt sie auf die Wand auf. Einer ihrer Lieblingsfilme ist: IM RAUSCH DER TIEFE Die beiden Freunde Enzo (Jean Reno) und Jacques (Jean-Marc Barr) kennen sich bereits seit ihrer Jugend. Schon als Kinder konkurrieren sie beim Tauchen. Nachdem jedoch Jacques Vater bei einem Unfall auf dem Mittelmeer ums Leben kommt, verlieren sich Enzo und Jacques aus den Augen. 20 Jahre später treffen sie sich bei einer Tauchmeisterschaft in Italien wieder… Es ist der Wiederbeginn einer von Rekordsucht geprägten Freundschaft. Das Unterwasserepos fasziniert durch seine hervorragende Fotografie und seine märchenhafte Geschichte und gilt heutzutage als Kultfilm. Die Idee zu diesem Film kam Luc Besson (u.a. „LEON – DER PROFI“) schon im Alter von 16 Jahren. Wir zeigen die sehr selten zu sehende Langfassung des Kultklassikers.

Johanna Von Orlans

FRA/USA

1999

Luc Besson

Milla Jovovich, John Malkovich, Faye Dunaway, Dustin Hoffman

Die Geschichte der Johanna von Orléans wird, historisch nicht immer korrekt, als epischer Actionfilms dargeboten. Im englischen Original hieß der Film übrigens: „The Messenger: The Story of Joan of Arc“. Geprägt von der brutalen Vergewaltigung ihrer Schwester und ihren Erscheinungen, in denen sie ein Zeichen Gottes sieht, wird Johanna zu einer androgynen Kämpferin und Kriegsheldin, die Frankreich von den Engländern befreien will und auf dem Scheiterhaufen endet. Ein schnell geschnittener Film in oft atemberaubend schönen Bildern, mit einer kraftvollen Hauptdarstellerin als moderner Identifikationsfigur. Der Konflikt zwischen Glauben und Gewissen wird mehr optisch als wortreich aufbereitet.

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