Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Aliénations - Entfremdungen

FRA/ALG

2003

Malek Bensmail

Der Autor beobachtet den Alltag in der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses in Algerien. Die Geschichten der Patienten, bei denen die von den Dschinns verursachten Qualen auf den Jammer und das Leid der heutigen Zeit stoßen , fügen sich zu einem fesselnden Porträt der Gesellschaft Algeriens. (also ab 18 Jahren)

Body

POL

2015

Malgorzata Szumowska

Janusz Gajos, Maja Ostaszewska

Janusz ist Ermittlungsrichter und wird immer zu Tatorten geholt, um die Gründe des Exitus zu dokumentieren. Seine Tochter Olga ist magersüchtig und was die beiden zugleich trennt und verbindet, ist das Trauma des Verlustes um die Ehefrau und Mutter. Als Olga nach einem Selbstmordversuch in die psychiatrische Klinik eingewiesen wird, nimmt die Geschichte eine sonderbare Wendung. Dort trifft sie auf die Psychologin Anna. Diese hat vor Jahren ihr Baby durch plötzlichen Kindstod verloren, verschanzt sich mit ihrem großen Hund in einer streng abgeriegelten Wohnung und beschwört Geister, die aus dem Jenseits zu den Lebenden sprechen…
Malgorzata Szumowska arbeitet mit Elementen der schwarzen Komödie, um von der Schwierigkeit zu erzählen, den Verlust geliebter Menschen zu verarbeiten. Die meisterhaften schauspielerischen Leistungen von Janusz Gajos, Maja Ostaszewska und Justyna Suwala, gepaart mit der schlichten Bildersprache von Michal Englert, brachte dem Film den Silbernen Bären bei der Berlinale 2015 ein.

Im Namen des...

POL

2013

Malgorzata Szumowska

Andrzej Chyra, Lukasz Simlat

Der neu ins Dorf gekommene Priester Adam kümmert sich intensiv um straffällig gewordene Jugendliche und gewinnt ihren Respekt, bald schätzen auch die Landbewohner seinen Einsatz. Gegenüber den Verführungskünsten der Frau seines Mitarbeiters bleibt er standhaft, er verliebt sich in einen seiner Schützlinge, traut sich aber nicht, seine Gefühle auszuleben und flüchtet sich in Alkohol. Bald erreichen Gerüchte über seine Homosexualität den Bischof.
Ein leiser und dennoch sehr mutiger Film in einem Land, in dem der Katholizismus sehr großen Einfluss hat.

Der Masseur

POL/DEU

2020

Malgorzata Szumowska, Michal Englert

Alec Utgoff, Maja Ostaszewska, Agata Kulesza, Weronika Rosati

Ein junger Mann namens Zhenia passiert mit seinem klappbaren Massagetisch die ukrainisch-polnische Grenze und zieht in eine schicke Villensiedlung am Stadtrand ein. Dort beglückt Zhenia seine Kundinnen und Kunden nicht nur mit seinen heilenden Händen. Er wird zu einer Art Guru für die spirituell obdachlosen und nicht nur sexuell frustrierten Neureichen: Sie alle strahlen eine innere Traurigkeit aus, und Zhenia scheint in ihre Seelen blicken zu können.
Malgorzata Szumowska (DIE MASKE) und Michal Englert erzählen von einer polnischen Gegenwartsgesellschaft moderner Konsumbürger, die ihre Identität verloren hat. Und dies nicht auf die vorhersehbaren Weisen einer satirischen Komödie um verzweifelte Hausfrauen oder eines Mysterythrillers um Tschernobyltraumata, sondern als Kreisen um hypnotische Befreiung und faszinierende Zwischenwelten: auf subtile Art fesselnd.

Frau aus Freiheit

POL/SWE

2023

Małgorzata Szumowska, Michał Englert

Małgorzata Hajewska, Joanna Kulig, Mateusz Więcławek, Bogumiła Bajor

Polen in den frühen 1980er Jahren. Langsam entwickelt sich aus dem polnischen Kommunismus ein demokratischer Staat. Und Aniela sucht in einer Kleinstadt ihre Freiheit als Frau: Ihr halbes Leben hat sie als Mann verbracht, aber schon seit ihrer Kindheit begonnen, sich anders zu fühlen. Ihre Umgebung reagiert mit Unverständnis und Verdrängung. Doch weder die Widerstände in ihrer Familie noch staatliche Repressionen können sie davon abhalten, endlich die Person zu werden, die sie schon immer war.

Das bewegend gespielte Figurenporträt von epischer Wucht erzählt von der Selbstermächtigung einer Frau über 50 Jahre und scheut sich nicht vor gesellschaftlichen Themen, die auch im Polen von heute noch höchste Brisanz haben.

Im Rahmen der Trans*Aktionswochen Rhein-Neckar

In Kooperation mit LGBT+Friends-Netzwerk der BASF

Searching for Sugar Man

SWE/UK

2012

Malik Bendjeloull

Sixto Rodriguez… Nie gehört? Dabei war der mexikanisch-stämmige Singer-Songwriter einst gefeiert wie Bob Dylan und Elvis Presley zusammen – allerdings nur in Südafrika. Hier wurde in den 70ern sein Album „Cold Fact“ zum Soundtrack der Antiapartheidbewegung. In Rodriguez’ Heimat, den USA, wusste nicht einmal er selbst von seinem Ruhm. Der Film schildert, wie sich zwei Fans auf die Suche nach ihrem Idol begeben. Stimmt das Gerücht um seinen Selbstmord? Was sie am Ende entdecken ist weit mehr als die Antwort darauf. SEARCHING FOR SUGAR MAN ist die unglaubliche und märchengleiche Geschichte eines Stars, der keiner sein sollte, eines genialen Musikers, dessen Zeit noch nicht gekommen war. Oscar 2013 als bester Dokumentarfilm!

Call Me Kuchu

UGA/USA

2011

Malika Zouhali-Worrall & Katherine Fairfax Wright

Sie müssen um ihr Leben fürchten. Schwule und Lesben werden in Uganda verfolgt und attackiert. Der erschütternde Dokumentarfilm CALL ME KUCHU erzählt ihre Geschichten. Die US-Amerikanerin Katherine Fairfax Wright und die gebürtige Münchnerin Malika Zouhali-Worrall begleiten die „Kuchus“, die Schwulen, mit wackeliger Handkamera. Durch die teils unscharfen, den Fokus rasch wechselnden Aufnahmen entsteht ein fast privat wirkendes Bild einer Szene, in der sich Angst mit Trotz und großem Mut mischen. Hauptfigur ist der Anwalt und Menschenrechtsaktivist David Kato. Ein Schock für die Filmemacher: Mitten in die Dreharbeiten hinein platzt die Nachricht, dass Kato brutal ermordet worden ist. Ein aufwühlender, wichtiger Film. Dokumentarfilm-Teddy auf der Berlinale 2012. Mit Podiumsdiskussion. Teilnehmer: Margret Göth von Plus e.V. und der Rapper Chaoze One. Moderation: Nicole Heß.

Eine total normale Familie

DNK

2020

Malou Reymann

Kaya Toft Loholt, Mikkel Boe Følsgaard, Rigmor Ranthe, Neel Rønholt

Für die 11-jährige Emma war ihre Familie – Vater, Mutter, große Schwester – immer wie alle anderen. Bis ihre Mutter eines Tages erklärt, dass die Eltern sich scheiden lassen werden, weil ihr Vater als Frau leben möchte. Während aus Thomas nach und nach die elegant gekleidete Agnete wird, muss Emma erst einmal kämpfen, um sich an diese neuen Umstände gewöhnen.

Basierend auf den eigenen Erfahrungen und Erlebnissen mit ihrem Vater geht Debüt-Regisseurin Malou Reymann in ihrer feinfühligen Tragikomödie, die bereits auf dem Filmfest in Rotterdam den „Big Screen Competition“-Preis gewann, neue Wege und zeigt die Verunsicherung und Ängste, die die Familienmitglieder erleben, und vor welche Herausforderungen die Vater-Tochter-Beziehung gestellt wird. Ein herzerwärmendes Familienporträt, das mit überzeugenden Schauspielern aufwartet und mit leisem Humor beweist, dass es Familie auch abseits der Norm gibt.

2 Oder 3 Dinge, Die Ich Von Ihm Weiss

Malte Ludin

Malte Ludin hat mit diesem Dokumentarfilm die Geschichte seines eigenen Vaters aufgearbeitet. Er wollte endlich mehr wissen als die “2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß”. Sein Vater, Hanns Ludin, wurde im Dezember 1947 in Bratislava als Kriegsverbrecher verurteilt und durch den Strang hingerichtet. Er war Hitlers Gesandter für die Slowakei und bevollmächtigter Minister des Großdeutschen Reiches. Zum Zeitpunkt der Hinrichtung war Malte Ludin 5 Jahre alt. Heute berichtet sein Film von den letzten Stationen seines Vaters bis zur Vollstreckung des Todesurteils. Und sein Film ist auch die Suche nach der Schuld des Vaters. Der Film wird zur persönlichen Auseinandersetzung mit der NS–Zeit, mit der Verdrängung in der eigenen Familie, mit Schuld und dem schwarzen Erbe, das der Vater seinen Kindern hinterlassen hat. Der Film verdeutlicht, daß dieses Thema in Täterfamilien noch immer größtenteils unbearbeitet geblieben ist.

Voll Paula!

DEU

2015

Malte Wirtz

Eva Luca Klemmt, Karmela Shako

Mit der Low-Budget-Produktion VOLL PAULA! legt Malte Wirtz sein Regiedebüt im Eigenverleih vor. Seine in Köln gedrehte Slacker-Komödie konnte erst durch Crowdfunding fertig gestellt werden. Im Mittelpunkt stehen fünf Protagonisten und ihre Schauspielambitionen. Bewusst missachtet Wirtz Erzählkonventionen, wenn die Protagonisten etwa am Anfang und Ende den Zuschauer direkt ansprechen. In Tageskapitel eingeteilt, lernt man die ständig plappernde Paula und ihre Freundin Louise kennen, die gemeinsam in einer WG leben. Louise wird von Nachwuchsschauspieler Donnie umworben. Daneben interessiert sich der stets Hut und Schal tragende Möchtegern-Künstler für einen Part in einem geplanten Bluesical. Beim Casting taucht neben Paula und Donnie noch Randolf auf, hauptberuflich Kiffer, „Candy-Randy“ genannt und hinter Louise her…
In Anwesenheit des Regisseurs Malte Wirtz!

Summer Wars

JAP

2009

Mamoru Hosada

Ein heißer Sommer in naher Zukunft: Der schüchterne, aber mathematisch hochbegabte Kenji, der bei seiner Schulfreundin Natsuki und deren Großfamilie zu Gast ist, entschlüsselt einen per SMS erhaltenen Zahlencode. Ohne es zu wissen, erlaubt er damit einem Hacker, seinen Avatar in der virtuellen Welt „OZ“ zu stehlen und dort alles durcheinander zu bringen. Die Menschheit ist von „OZ“ so abhängig geworden, dass durch den immer mächtiger werdenden Hacker auch die Wirtschaft im realen Leben zusammenbricht. Es stellt sich heraus, dass sowohl Ursache als auch Lösung des Problems in Natsukis Familie liegen.
Spannende und sehr originelle Auseinandersetzung mit dem Thema Technisierung der Welt sowie bunter Unterhaltungsfilm für die ganze Familie.

Ghost In The Shell

Japan / GB

1995

Mamoru Oshii

Ein mysteriöser ‚Puppet-Master‘ schleicht sich in die Gehirne ahnungsloser Maschinenmen-schen und macht sie zu Marionetten. Nach einer furiosen High-Tech-Hetzjagd kann eine Kampftruppe unter Leitung der schönen Halb-Androidin Kusanagi das Phantom stellen. Es entpuppt sich als der im Auftrag des Außenministeriums entwickelte, außer Kontrolle gerate-ne Prototyp eines virtuellen Geheimagenten. Der Spion, der aus dem Computer kam, stellt Kusanagi vor die wichtigste Entscheidung ihres Lebens, als er ihr vorschlägt, mit ihm zu ver-schmelzen. Die brillante Bildgestaltung, die außergewöhnliche Ästhetik, die eindringliche Musik und die fesselnde Story machen diesen faszinierenden Kinotrip ins 21. Jahrhundert zu einem Meis-terwerk japanischer Trickfilmkunst.

Ghost in the Shell

UPN

1995

Mamoru Oshii

Im Jahr 2029 sind die meisten Menschen durch synthetische Erweiterungen zu Cyborgs geworden. Selbst Gehirne sind teilweise technisch ersetzt, rund um einen Rest menschlicher Gehirnzellen. Der unbekannte Hacker Puppet Master allerdings dringt in die Cyborgs ein, kontrolliert und manipuliert sie. Sektion 9 des Innenministeriums wird aktiv, und Major Motoko Kusanagi, deren Körper zum allergrößten Teil künstlich ist, ermittelt – und fragt sich zugleich, was ihr an Persönlichkeit und Identität geblieben ist.

Basierend auf dem gleichnamigen Manga befasst sich dieser klassische Anime mit der Frage, was den Menschen, seine Seele, seinen „Ghost“ ausmacht. Der Cyborg-Fantasy-Steampunk-Film etablierte den Erwachsenen-orientierten japanischen Animationsfilm international und mit großem Einfluss auf die Popkultur.

Vorfilm: Checkpoint

USA 2023, R: Áron Filkey, Joss Fong, 6 Min., EnglOF

Historischer Überblick, wie KI sich in die Evolution der Kreativität einreiht.

Patlabor Ii

Japan

1993

Mamoru Oshii

Südost-Asien 1999: Japan nimmt erstmals an Kriegseinsätzen der Vereinten Nationen teil. Dabei sollen Patlabors helfen, riesige, von Menschen gesteuerte Roboter. Diesmal soll eine Patlabor-Einheit eine Terroristengruppe ausheben, die sich im Dschungel versteckt hält. Trotz ihrer Hilfe wird die Blauhelm-Truppe bei dieser Aktion komplett aufgerieben. Yokihito Tsu-ge, der Leiter der Einheit, schwört Rache an der japanischen Regierung, der er die Schuld gibt. Drei Jahre später wird Tokio durch eine Welle von Terroraktionen erschüttert. Nur die Patlabor-Truppe kann Japan noch retten – schließlich geht der Terror von einer Person aus ihren eigenen Reihen aus.

Roujin Z

Japan

1993

Mamoru Oshii

Südost-Asien 1999: Japan nimmt erstmals an Kriegseinsätzen der Vereinten Nationen teil. Dabei sollen Patlabors helfen, riesige, von Menschen gesteuerte Roboter. Diesmal soll eine Patlabor-Einheit eine Terroristengruppe ausheben, die sich im Dschungel versteckt hält. Trotz ihrer Hilfe wird die Blauhelm-Truppe bei dieser Aktion komplett aufgerieben. Yokihito Tsu-ge, der Leiter der Einheit, schwört Rache an der japanischen Regierung, der er die Schuld gibt. Drei Jahre später wird Tokio durch eine Welle von Terroraktionen erschüttert. Nur die Patlabor-Truppe kann Japan noch retten – schließlich geht der Terror von einer Person aus ihren eigenen Reihen aus.

Abschalten!

ESP

2005

Manel Mayol

Mit dem Bau des weltweit drittgrößten Staudammprojekts, des Ralco in Chile, war die indigene Kultur der Mapuche-Pehuenche dem Untergang geweiht. Weder Inkas noch die jahrhundertelange Besatzung durch spanische Kolonialherren hatten die stolzen Indigena von ihrem angestammten Land vertreiben können. Jetzt liegt es unter der Wasseroberfläche des Bíobío-Flusses begraben. 1997 erwarb der spanische Wasserkonzern ENDESA den gesamten Strom vom chilenischen Staat. Durch Intrigen und staatliche Komplizenschaft gelang es, die einstigen Anwohner auszubooten. Staatspräsident Eduardo Frei war mit einer Firma persönlich an ENDESA beteiligt und sorgte für die Kriminalisierung und Inhaftierung von Mapuche-Anführern. Die Proteste blieben erfolglos. 2003 verließen die letzten Familien ihr Land, wurden umgesiedelt und müssen heute für den Strom, der aus der Überflutung ihres Besitzes gewonnen wird, bezahlen.

Auf der Couch in Tunis

FRA/TUN

2019

Manele Labidi

Golshifteh Farahani, Majd Mastoura, Ramla Ayari

Die Psychologin Selma kehrt aus Paris in ihr Heimatland Tunesien zurück, um dort eine Praxis für Psychotherapie zu eröffnen. Anfängliche Skepsis weicht schnell einer großen Neugierde, der Redebedarf der Tunesier ist in den Jahren nach der Revolution enorm. Auf dem Dach ihres Wohnhauses empfängt Selma ihre Patienten: kuriose Zeitgenossen wie eine hysterische Beautysalon-Besitzerin mit Mutterkomplex oder einen depressiven Imam. Zusammen mit ihrer feministischen Nichte Olfa, der das religiöse Kopftuch nach einem missglückten Friseur-Besuch gerade recht kommt, kämpft Selma gegen die Widerstände der Behörden und des übermoralischen Polizisten Naïm an, um ihren Traum zu verwirklichen.

Unter dem Blick ihres Sigmund Freud-Gemäldes steigt die Protagonistin – und mit ihr der Film – tief hinein in ein Land zwischen Stillstand und Aufbruch. Mit viel Witz bietet Regisseurin Manele Labidi die Bestandsaufnahme eines Landes nach dem arabischen Frühling: „farbenfroh mediterranes Sommerkino – ausgesprochen lustig.“ (NDR) In Venedig mit dem Publikumspreis ausgezeichnet!

Einführung: Cosima Besse, Institut français Mannheim

Bare Münze

DEU

2009

Manfred Hock

Der Film spiegelt die Lebensgeschichte von Susan Wildau, aufgewachsen in Mannheim-Neckarau in der elterlichen Lithografenanstalt Landmann. Thematisiert wird ihre Ausreise nach Amerika, das dortige Leben, die Ehe mit Hans Wildau und den drei Kindern sowie das Vorhaben, die deutsche Staatsbürgerschaft für Kinder und Enkelkinder zurückzuerhalten. Nur durch die enge Freundschaft zwischen dem Filmemacher Manfred Hock und Susan Wildau war diese Studie möglich. Mit einer Einführung des Stadtarchivs Mannheim – ISG in die historischen Hintergründe und Informationen des Filmemachers zum Filmprojekt. (also leider ab 18)

Nathan Der Weise

DEU

1922

Manfred Noa

Werner Krauß, Lia Eibenschütz

Jerusalem zur Zeit des Dritten Kreuzzugs: In der biblischen Stadt leben Christen, Juden und Moslems Seite an Seite. Als der Jude Nathan von einer Reise heimkehrt, erfährt er, dass seiner Pflegetochter von einem Christen das Leben gerettet wurde. Jener wiederum verdankt sein Leben Sultan Saladin. Während der dankbare Nathan den Christen zu einem Besuch überredet, hat Saladin Geldsorgen: Er bittet Nathan zu sich und gibt vor, dessen legendäre Weisheit zu testen. So fragt er ihn nach der „wahren Religion“. Nathan antwortet ihm mit der Ringparabel. Tief beeindruckt bittet Saladin darum, Nathans Freund sein zu dürfen… Mit musikalischer Begleitung von Günter A. Buchwald, Stummfilmpianist/Freiburg. Eintritt frei für Katholikentagteilnehmer mit Dauerkarte. (ohne Altersbeschränkung)

Guru

IND

2006

Mani Ratnam

Abishek Bachchan, Aishwara Rai, Mithun Chakraborty

Gurukant „Guru“ Desai ist ein einfacher aber ehrgeiziger Mann mit einer klaren Vision: Im wirtschaftlich maroden Indien will er durch den Handel mit Stoffen nach ganz oben und seine Landsleute in Lohn und Brot bringen. Mit einem moralisch zweifelhaften Plan verschafft er sich das nötige Startkapital: Er heiratet Sujatha – ihrer Mitgift wegen. Machthungrig und skrupellos ist ihm jedes Mittel recht, um sein Ziel zu erreichen. Dabei verliert er Moral und Verantwortung aus den Augen und bezahlt dafür am Ende einen hohen Preis. Meisterregisseur Mani Ratnam verfilmte die Lebensgeschichte des umstrittenen indischen Großindustriellen Dhirubhani Ambani und thematisierte den schmalen Grat zwischen Macht und Moral. Mit Aishwarya Rai (DHOOM 2) und Abhishek Bachchan (UMRAO JAAN), dem derzeit gefragtesten Traumpaar Bollywoods.

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