Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Der Imker

CHE

2013

Mano Khalil

Der Kurde Ibrahim Gezer hat viele Verluste erlitten: Seine Frau und seine Kinder werden ihm in den türkisch-kurdischen Kriegen genommen. Als er dazu gezwungen wird, seine Heimat zu verlassen, muss er auch seine fünfhundert Bienenvölker aufgeben, mit denen er seinen Lebensunterhalt verdient. Nun lebt der ehemalige Imker in der Schweiz. In einer kleinen Wohnung in der Stadt fristet der Flüchtling sein Dasein und arbeitet am Fließband einer Behindertenwerkstatt. Ibrahim spürt noch immer eine große Liebe zur Natur und hat den Glauben an das Gute im Menschen längst nicht aufgegeben…
Diskussionspartner: Psychologe und Lyriker Hasan Dewran

Nachbarn

CHE/FRA

2021

Mano Khalil

Serhed Khalil, Jalal Altawil, Jay Abdo, Zîrek, Heval Naif

In einem kleinen Dorf an der syrisch-türkischen Grenze Anfang der 1980er erlebt der kleine Sero sein erstes Schuljahr, spielt freche Streiche mit seinen Freunden, träumt von einem Fernseher, damit er endlich Zeichentrickfilme sehen kann. Am Sabbat darf er die Lichter bei seinen jüdischen Nachbarn entzünden. Im Hintergrund dieser ganz normalen Kindheitsmomente aber baut sich der zunehmende Wahnsinn von nationalistischer und antisemitischer Willkür, von Gewalt und Führerkult auf.
Der in der Schweiz lebende kurdische Regisseur Mano Khalil ließ sich von seinen persönlichen Kindheitserlebnissen inspirieren. Er spannt mit feinem, satirischem Humor seine berührende Erzählung eines Kinderlebens unter der Diktatur bis in die Tragödie der Gegenwart. Der vielfach preisgekrönte Film zeigt, dass einmal eine gute Nachbarschaft zwischen unterschiedlichen ethnischen Gruppen in Syrien möglich war.

Ich Geh‘ Nach Hause

Portugal / Frankreich

2001

Manoel de Oliveira

Michel Piccoli, Catherine Deneuve, Antoine Chappey, John Malkovich

Eine Hiobsbotschaft ereilt den Theaterstar Gilbert Valence: Seine Frau, seine Tochter und sein Schwiegersohn sind bei einem Autounfall zu Tode gekommen. Der Todesnachricht folgt eine Zeit der Ruhe, des Glücks. Die Sonne dringt ins Zimmer von Valence, dessen Enkel nun bei ihm lebt, und die Tage sind erfüllt von der Wiederkehr lieb gewordener Gewohnheiten: Auf der Bühne spielt er Shakespeare, mühelos, und in seinem Café okkupiert er täglich nicht nur die besten Zeitungen, sondern auch den besten Platz, den am Fenster, ganz nah am Leben der Straße. Regisseur de Oliveira (92), der große alte Mann des portugiesischen Kinos, schildert das Dasein in seiner Dialektik von Wiederholung und Erneuerung aus der Sicht dessen, der sich schon durch die Dauer seines Lebens einen unvergleichlichen Schatz an Erfahrung erworben hat. Die simple Grazie dieses Films, in dem das Kino, das Theater und das Leben mühelos ineinander geblendet werden, wird noch erhöht durch den wunderbaren Michel Piccoli, der Komödie und Abgrund mit Leichtigkeit verbindet.

Cosmos

CAN

1996

Manon Briand, Marie-Julie Dallaire, Denis Villeneuve, André Turpin, Jennifer Alleyn, Arto Paragamian

Igor Ovadis

Ein Film mit sechs Episoden von sechs aufstrebenden jungen kanadischen Regisseur*innen – darunter Denis Villeneuve. Die Kurzfilme sind verbunden durch die Figur des Cosmos, griechischer Immigrant und Taxifahrer in Montreal, der unter anderem eine Anwältin, einen Serienmörder, eine Kinobesucherin chauffiert. In Villeneuves Filmsegment „Le Technétium“ lässt sich ein nervöser Filmregisseur zu einem Fernsehinterview fahren, das aus Techno’s Hair Shop gesendet wird. Dementsprechend thematisieren die Fragen vor allem die Frisuren der Interviewten und die Haarpflegemittel, die Coiffeur Techno verwendet…
Mit schwarzweißem New-Wave-Look, blondiertem Personal, Cyborg-Punk und kunstvollen Video-Installationen persifliert „Le Technétium“ das Musikfernsehen – Villeneuve filmt aus dem Nähkästchen, hatte er sich doch in den 1990er Jahren als Musikclip-Regisseur profiliert.

Yarden

SWE/DEU

2018

Måns Månsson

Snorri Engilbertsson, Hafdis Helga Helgadottir, Hilmir Snaer Gudnason, Svandis Dora Einarsdottir

Ein untraditioneller Film über traditionelle Probleme der Arbeiterklasse wie Solidarität und Entfremdung: Anders, alleinerziehender Vater und Journalist, hat als Literaturkritiker sein eigenes Buch rezensiert – das hat seine Entlassung und die Missgunst des intellektuellen Milieus zur Folge. Er nimmt eine Stelle bei Yarden an, der Verladestation für PKWs im Hafen von Malmö. Im monotonen Job wird seine Identität auf eine fünfstellige Nummer reduziert, die migrantischen Kollegen sind misstrauisch gegen den Neuen, das Management agiert rücksichtslos. Und die Beziehung zu seinem pubertären Sohn wird auch nicht einfacher.

Le Prix Du Pardon – Der Preis Der Vergebung

Senegal

2001

Mansour Sora Wade

Gora Seck, Rokhaya Niang

Lange schon liegt dichter Nebel über dem Fischerort Timbering, irgendwo an der Atlantikküste Senegals. Ein Nebel, der nicht verschwinden will und der das Volk und ihre Fischerei bedroht. Eines Tages gelingt es Mbanik, dem Sohn eines Wunderheilers, die bösen Geister zu vertreiben und den Nebel zu besiegen. Damit erobert Mbanik zugleich die Liebe der schönsten Frau im Dorf, sehr zum Unwillen seines Freundes Yatma, der ebenfalls in sie verliebt ist. Von Generation zu Generation wurde die Geschichte von Mbanik und Yatma mündlich überliefert, ehe sie jetzt verfilmt wurde. Wie in einer antiken Tragödie geht es um Universelles, aber die Filmsprache ist sehr afrikanisch und dabei präzise. Mehr als das in jedem europäischen Film vorstellbar wäre, wird die Handlung vom steten Blick auf die Natur begleitet. LE PRIX DU PARDON gewann den Publikumspreis beim letztjährigen Internationalen Festival von Fribourg und ist auf dem panafrikanischen Filmfestival von Karthago als bester afrikanischer Film des Jahrs mit dem Hauptpreis, dem «Tanit d’or», ausgezeichnet worden.

Pornomelancholia

ARG/BRA/FRA/MEX

2022

Manuel Abramovich

Lalo Santos, Adrián Zuki, Diablo, Brandon Ley, El Indio Brayan

Lalo ist mit 34 Jahren zwar nicht ganz jung, aber er braucht das Geld. Er arbeitet schlecht bezahlt in einer Metallwerkstatt, ist HIV-positiv, hat kaum soziale Absicherung. Aber dafür viel Sex, vor allem virtuell: Er ist Erotik-Influencer. Und lässt sich auf eine Pornoproduktion ein. Ein mexikanisches Revolutionsdrama als schwules Hardcoreprodukt. Lalo lebt für seine Follower Freiheit und Unabhängigkeit, erliegt zugleich seiner Einsamkeit und Bindungslosigkeit.
Manuel Abramovich vermischt Spiel- und Dokumentarfilm: Lalo Santos spielt sich selbst, und auch der Film im Film, „Pornozapata“, wurde während der PORNOMELANCHOLIA-Dreharbeiten real mit Lalo gedreht.

Strähl

CHE/ DEU

2004

Manuel Flurin Hendry

Roeland Wiesnekker, Johanna Bantzer, Mike Müller

Der Zürcher Drogenfahnder Herbert Strähl (Roeland Wiesnekker) fängt nur kleine Fische. Mühselig schlägt er sich mit Kleindealern und Fixern herum und wird zu allem Überdruss auch noch von seinen Kollegen im Stich gelassen. Strähl ist einsam und hungert nach Liebe, bis ihm eines Tages sein cholerisches Temperament zum Verhängnis wird: bei einer Hausdurchsuchung fliegt ein Fixer aus dem Fenster, und Strähl wird suspendiert. Und damit fangen seine Probleme erst richtig an. „Die prickelndste Liebesgeschichte des modernen Schweizer Films“ (TR7) Schweizer Filmpreis 2005 (Bester Hauptdarsteller; Beste Nebendarstellerin; Spezialpreis der Jury für beste Kameraarbeit) (also ab 18 Jahren)

Winternomaden

CH

2012

Manuel von Stürler

Mitten in Europa gibt es sie noch: Nomaden. Eine winterliche Herdenwanderung mit drei Eseln, vier Hunden und achthundert Schafen unternehmen die Schäfer Pascal und Carole. Das dokumentarische Filmabenteuer WINTERNOMADEN begleitet sie auf dieser Reise, die ins Herz einer sich wandelnden Region führen wird. Geschützt nur von Planen und Schaffellen durchqueren die Schäfer vier Monate lang 600 km. Ein außergewöhnliches Abenteuer voller Herausforderungen und im intimen Kontakt mit Natur und Witterung. (also leider ab 18)

Where to, Miss? - Eine Frau kämpft für ihren Traum

DEU

2015

Manuela Bastian

Devki will den Führerschein machen und Taxifahrerin werden. Und das ausgerechnet in der Millionenmetropole Delhi, in der selbst emanzipierte Frauen nachts nur in Begleitung von Männern oder in Gruppen auf die Straße gehen. Bei der Initiative „Woman on Wheels“ werden Frauen zu Taxichauffeuren ausgebildet, es geht um finanzielle Unabhängigkeit, es geht darum, andere Frauen sicher nach Hause zu bringen. Doch in Indien gibt es ein Sprichwort: Eine Frau gehört zuerst ihrem Vater, dann ihrem Ehemann und zuletzt ihrem Sohn; und so hat Devkis Familie keinerlei Verständnis für ihre Pläne…
Manuela Bastian begleitet ihre Protagonistin durch drei Lebensphasen als Tochter, als Ehefrau und als Mutter. Sie zeigt eindrücklich den Konflikt, in den eine Frau in Indien gerät, wenn sie aus der ihr traditionell zugeschriebenen Rolle ausbrechen will. Wenn Devki ihren Traum leben will, muss sie die Angst vor ihrer Familie ablegen.

The Game – Das Spiel zwischen Leben und Tod

DEU

2021

Manuela Federl

Regisseurin Manuela Federl organisiert einen Hilfstransport zu einer NGO in Bosnien. Vor Ort wird sie mit der erschreckenden humanitären Krise an der bosnisch-kroatischen Grenze konfrontiert: Hier dreht sich alles um das „Game“, den illegalen Gang über die Grenze in die EU – stets im Visier der kroatischen Polizei, die die Geflüchteten regelmäßig zurückdrängt. Federl, die eigentlich nur filmen wollte, dass die Spenden aus Deutschland ankommen, nimmt eine Doppelrolle als Helferin und Journalistin ein. Sie dokumentiert die verschiedenen „Spieler“, die bei diesem menschenunwürdigen Treiben zwischen Leben und Tod mitmischen – Schlepper, Polizei, Migrationsgegner, NGOs und Einheimische. „Bemerkenswert vielschichtige Innensicht der Flüchtlingssituation.“ (Filmdienst)
In Kooperation mit Medical Volunteers International, Regionalgruppe Mannheim
Mit Einführung und Diskussion
Eintritt frei!

Im Spinnwebhaus

DEU

2015

Mara Eibl-Eibesfeld

Sylvie Testud, Ludwig Trepte

für seine beiden jüngeren Geschwister, als seine völlig überforderte alleinerziehende Mutter sie allein zurücklässt. Keiner darf wissen, dass sie weg ist, also schwören die Kinder einen heiligen Eid: Die Mama ist nur kurz zum Einkaufen und kommt bald wieder. Doch die Situation überfordert Jonas immer mehr. Er isoliert sich und die Geschwister zunehmend und sie gleiten in eine eigene Phantasiewelt ab. Was als Abenteuer beginnt, wird zum Kampf um Leben und Tod. Allein die Freundschaft mit dem geheimnisvollen Felix gibt Jonas Hoffnung und Mut. Der Debütfilm besticht durch seine stilsichere Inszenierung, den professionellen Kinderdarstellern und der stimmungsvollen Mischung aus Familien- bzw. Sozialdrama sowie düsteren Mystery- und Fantasy- Elementen. Am beklemmendsten ist jedoch der Umstand, dass diese tragische Geschichte auf realen Ereignissen beruht. Übrigens: Gedreht wurde der Film in Heidelberg!

Grow Or Go - Die Architekten Des Global Village

Deutschland

2003

Marc Bauder

Diana, Steffi, Thomas und Marc-Philipp sind Absolventen einer privaten Wirtschaftshochschule, sogenannte “High Potentials”. Mit vierundzwanzig Jahren sind sie wesentlich jünger als durchschnittliche Studienabgänger, wissen jedoch, was Ehrgeiz und Disziplin bedeuten und sehr genau, was sie wollen: Einen Job in einer der weltweit führenden Unternehmensberatungen. Wer sich innerhalb des Rekrutierungsverfahren behaupten kann, dem winken Anfangsgehälter um die 60.000 Euro, ein Firmenwagen, Handy, Laptop, zahlreiche Dienstreisen und die Zugehörigkeit zu einem der global operierenden Konzerne, die sich selbst als ‚große Familie‘ verstehen. „äußerst subtil, erzählt GROW OR GO von globaler Elitenbildung, spannend wie ein Thriller, in mattglänzend kühler Optik.” (Süddeutsche Zeitung)

Master of the Universe

DEU

2013

Marc Bauder

Aznavour by Charles

FRA

2019

Marc di Domenico, Charles Aznavour

Charles Aznavour war Chansonnier. Charles Aznavour war Schauspieler. Und Charles Aznavour war Filmemacher. Seit ihm 1948 Edith Piaf eine Baillard-Bolex-Kamera geschenkt hat, filmte Aznavour sein Leben als eine Art Videotagebuch und Bilderarchiv – und als poetischen Ausdruck seines künstlerischen Wirkens. Kurz vor seinem Tod erlaubte Aznavour dem Filmemacher Marc di Domenico, mit diesem Filmbilderarchiv zu arbeiten. Reisen, Musik, Konzerte, Frauen, Kolleginnen und Kollegen, Armenien und Familie, begleitet von Texten aus Aznavours Biografien und von seinen Liedern – so ergibt sich eine wunderschöne Hommage, ein bebildertes Chanson.

Ein königlicher Tausch - L'echange des princesses

FRA/BEL

2017

Marc Dugain

Olivier Gourmet, Lambert Wilson, Anamaria Vartolomei, Juliane Lepoureau, Kacey Mottet Klein

Frankreich, 1721: Um den Frieden mit Spanien zu besiegeln, fädelt der Regent Herzog Philipp von Orléans einen Prinzessinnentausch ein. Er will den elfjährigen französischen König Ludwig XV. mit der erst vier Jahre alten Tochter des spanischen Königs, Infantin Maria Anna Victoria, verheiraten. Im Gegenzug soll die Tochter Philipps, die zwölfjährige Louise Elisabeth, die Gemahlin des vierzehnjährigen spanischen Thronfolgers Don Luis werden: ein Menschenhandel im Namen der Diplomatie, in der vier unschuldige Kinder zu Figuren in einem gnadenlosen Spiel werden. In prachtvoller Ausstattung erzählt Marc Dugain historisch korrekt und weitgehend aus Perspektive der Kinder eine eindrucksvolle Geschichte vom Zwang, Adelsdynastien zu erhalten, und vom Drang, die Familienmacht zu erweitern.
Einführung: Torsten Gertkemper, Historiker und Journalist

Schwarzes Gold

GB

2006

Marc Francis

Aus einem Kilo Kaffeebohnen lassen sich 80 Tassen Kaffee gewinnen. Ein Coffeeshop in Berlin, Paris oder Los Angeles setzt damit ungefähr 230 Dollar um. Die Bauern der äthiopischen Oromia-Kaffee-Kooperative erhalten dagegen bloß fünfzig Cent pro Kilo. Denn die Verkaufspreise werden an den großen Kaffeebörsen in New York und London festgelegt. Unermüdlich bemüht sich Tadesse Meskela die lange Kette von Zwischenhändlern zu verkürzen, und bietet sein hochqualitatives Produkt auf Messen in Europa und den USA direkt den Röstereien an. Doch auch »Fair Trade« wird einem Entwicklungsland wie Äthiopien nicht ausreichend helfen können. Der Dokumentarfilm »Schwarzes Gold« von Marc und Nick Francis zeigt das Netz von Abhängigkeiten in einer Weltwirtschaft, wo reiche Länder ihre Landwirtschaft großzügig subventionieren und dadurch die Preise – zum Schaden der südlichen Herstellerländer – niedrig halten.

1/2 Miete

Deutschland

2002

Marc Ottiker

Stephan Kampwirth, Doris Schretzmayer

Computerspezialist Peter lebt vom Hacken fremder Rechner und dem Verkauf geheimer Firmendaten. Als er eines Morgens seine Freundin tot auffindet, flüchtet er kurzerhand von Berlin nach Köln, wo er sich Zugang zu fremden Wohnungen verschafft, deren Besitzer nicht zu Hause sind. Zunächst verwischt Peter alle Spuren, doch dann wird er leichtsinnig und mischt sich in das Leben der Mieter ein. Noch dazu verliebt er sich in die hoch neurotische und zwanghaft ordentliche Paula. Der Schweizer Regisseur Marc Ottiker siedelt sein mit digitaler Videokamera gedrehtes Kinofilm-Debüt im Milieu der Hacker-Szene an. Dabei setzt Ottiker mehr auf die Liebesgeschichte seiner Protagonisten als auf die Krimistory.

The End of Meat – Eine Welt ohne Fleisch

DEU

2017

Marc Pierschel

Hamburger, Bratwurst, Schnitzel, Steaks gehören für die meisten Men schen in Deutschland fest zum Speiseplan – rund 60 Kilogramm Fleisch verzehren wir durchschnittlich pro Jahr. Doch Berichte über das Leiden in Massentierhaltung, Fleischskandale sowie die globalen Auswirkungen unseres Fleischkonsums auf Klimawandel oder die Abholzung des Regenwaldes stellen unsere Essgewohnheiten zunehmend in Frage. In seiner Dokumentation setzt Filmemacher Marc Pierschel nicht auf Schockbilder aus der Massentierhaltung, sondern beschäftigt sich differenziert mit den Auswirkungen unseres Hungers nach Fleisch, zeigt Alternativen auf und spricht weltweit mit Expert*innen: Eine Welt von Veganer*innen? Oder Fleisch aus dem Labor? Wie sähe das Leben aus in einer Welt ohne Fleisch?
Diskussionspartnerin: Katrin Wenz, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Agrarpolitik beim BUND

Parkour

DEU

2009

Marc Rensing

Christoph Letkowski, Nora von Waldstätten, Marlon Kittel

In Kooperation mit dem Quartiermanagement Jungbusch und der FilmCommission Metropolregion Rhein-Neckar machen wir Kultur am Verbindungskanal und zeigen unter freien Himmel zwei Filme, die die urbane Vielfalt Mannheims widerspiegeln. Richie ist Gerüstbauer, Mitte zwanzig und könnte mit seinem Leben eigentlich ganz zufrieden sein. Er hat eine hübsche Freundin, die ihn liebt und sogar Verständnis für seine große Leidenschaft aufbringt, dem „Parkour“ laufen. Seine beiden Freunde sind ebenfalls Parkourläufer und so schmiedet die drei ihre Leidenschaft zusammen. Einzig Richies latente Eifersucht bringt ihm immer wieder zwischenmenschliche Probleme. Da Richie unfähig ist, sich diese Schwäche einzugestehen rutscht er immer tiefer in einen Strudel aus Missgunst, Verlustangst und Kontrollverlust. Ein eindrucksvoller Debütfilm mit tollen Schauspielern, der in Mannheim gedreht wurde! Vorprogramm ab 20.15 Uhr, Beginn Hauptfilm 20.45 Uhr, Eintritt frei!

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