„Als UN CHIEN ANDALOU zum erstenmal vorgeführt wurde, hatte ich mich darauf vorbereitet, die Wut des Publikums über mich ergehen lassen zu müssen. Ich füllte meine Taschen mit Steinen für den Fall daß… – Am Ende des Films erhoben sie sich und klatschten lange Beifall; die Steine wogen schwer in meiner Tasche, ich war perplex aber im Grunde zufrieden.“ So Luis Buñuel über seinen berühmten surrealistischen Erstling. 1928 zerschnitt er zu Beginn seiner phantastischen Schockbilder-Collage das Auge radikal, das bisher Kultur, Religion, Gesellschaft falsch gesehen hatte. Und: Nicht nur das Auge, die Wirklichkeit selber wurde zerschnitten und das Vertrauen in sie durch poetische Provokationen erschüttert.