Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Der Kampf Um Die 11%

Michael Busse

In Nordbaden/Nordwürttemberg fand im Winter 1971 ein Arbeitskampf statt. Chronologisch beginnend mit der Urabstimmung am 12. November 1971 versucht der Film, die Widersprüche zwischen Führung und Basis der IG Metall am Beispiel dieses Arbeitskampfes darzustellen. Wir zeigen den Film als 16mm-Kopie aus dem Stadtarchiv Mannheim. (also leider ab 18)

Alexis Sorbas

USA/GBR/GRC

1964

Michael Cacoyannis

Anthony Quinn, Alan Bates, Irene Papas

Ein intellektueller Engländer erbt auf Kreta ein halb verfallenes Kohlebergwerk. Und schließt dort Freundschaft mit Alexis Sorbas – einem Schlitzohr, Lebenskünstler, Freigeist, der vor Vitalität strotzt und der allen Schicksalsschlägen zum Trotz Sirtaki tanzt.

Einer der erfolgreichsten Filme der Kinogeschichte!

Elektra

GR

1962

Michael Cacoyannis

Irene Papas, Aleka Catsell, Yannis Fertis

ELEKTRA ist der erste Teil von Michael Cacoyannis’ Euripides-Trilogie. Gedreht wurde in den Ruinen der Burg von Mykene und in der umgebenden Argolis. Die Landschaft ist mit eigenem Gewicht in Szene gesetzt, Wind und Wolken laden das Geschehen auf. Der aus Troja heimkehrende Agamemnon, der König von Mykene, wird von seiner Gattin Klytämnestra und deren Geliebten Aigisthos ermordet. Seine Tochter Elektra und sein Sohn Orestes fühlen sich zur Rache verpflichtet. Elektra wird mit einem Bauern verheiratet, Orestes außer Landes gebracht. Als sie am Grab des Vaters zusammentreffen, beschließen sie gemeinsam, Klytämnestra und ihren Geliebten zu töten.

Mit Ikea Nach Moskau

Deutschland

2000

Michael Chauvistré

„Wir sind Ikea“ ist die Hymne des Films und Manuela und Ulf aus Berlin sind Ikeas beste Angestellte. Im Frühjahr 2000 verlassen sie Ehepartner und Kinder, um in Moskau eine Filiale des bekannten Möbelgeschäftes aufzubauen. Regisseur Chauvistré begleitet die beiden, zeigt die Filialeröffnung aus Personal- und Kundensicht und den Firmenpatriarchen Ingvar Kamprad mit der Plastiktüte in der Hand beim Dienst am Kunden. Der Film hat keinen Kommentar und so bleiben diese magischen Momente erhalten, die es nur in Dokumentationen gibt: Der alte Mann, der sein Ohr an „Billy“ legt, pocht und horcht, bevor er das Regal für gut befindet, die Frauen, die bei der Tombola Betrug wittern, und das junge Paar mit der riesigen Lampe. „Wer seine Bücher in „Billy“ oder dem Dauerbrenner „Ivar“ aufbewahrt, sollte sich diesen Film ansehen.“ (epd Film)

Westworld

USA

1973

Michael Crichton

Yul Brynner, Richard Benjamin, James Brolin

In einem Freizeitpark der Zukunft kann jeder ein Held sein: Cowboy, Ritter, Römer – alles ist möglich, denn die Gegner sind Androiden, die die Vergnügungssüchtigen im Rollenspiel besiegen können. Bis durch einen Systemfehler Roboter und Sicherheitsprotokolle außer Kontrolle geraten: Für Peter und John, die gerade einen Abenteuerurlaub im „Wilden Westen“ unternehmen, wird aus dem Spiel ganz schnell ernst, als sich ein mechanischer Revolverheld ganz genregemäß auf Rachefeldzug begibt.
Yul Brynner spielt einen Revolverhelden mit tödlicher Mission – als Roboter: In einer hochspannenden Mischung aus Science Fiction und Western fragt Bestsellerautor Michael Crichton in seiner ersten Regiearbeit auch nach dem Wesen des Menschen – und nach dem Spaß am Töten. Die gleichnamige HBO-Erfolgsserie basiert auf diesem Film.

Casablanca

USA

1942

Michael Curtiz

Humphrey Bogart, Ingrid Bergman, Claude Rains, Paul Henreid, Conrad Veidt

CASABLANCA gilt als Kultfi lm der Kultfi lme – es gehört schlicht zur Allgemeinbildung, diesen Film zu kennen. Die Geschichte des desillusionierten Humphrey Bogart in seiner Kaschemme in Casablanca, wo sich die treffen, die vor den Nazis fl iehen, und seiner alten Liebe Ingrid Bergman, die er hier wiedertrifft, hat Generationen von Kinogängern berührt – und das, ohne schmalzig zu sein. Denn der Konfl ikt zwischen Liebe und Pfl icht trifft den Kern dessen, was so gerne als Menschlichkeit bezeichnet wird… In der ersten deutschen Synchronfassung wurden die Hinweise auf Nazis eliminiert und der Widerstandskämpfer zum Atomphysiker umdeklariert – erst 1975 kam der Film ungekürzt in Deutschland an.
Wir zeigen die Originalfassung mit Untertiteln – in hilfl osem Englisch radebrechende Flüchtlinge, die auf das Ticket zur großen Überfahrt hoffen.

It's All Gone Pete Tong

USA/CAN

2004

Michael Dowse

Kate Magowan, Paul Kaye, Beatriz Batarda

Frankie Wilde lebt als DJ auf Ibiza – erfolgreich, aber auch exzessiv. Er ist die meiste Zeit unter Rauschgifteinfluss, und auch sein Manager Max tut ihm nicht gut. Langsam aber sicher geht sein ganzes Leben den Bach hinunter: Seine Frau verlässt ihn, er beginnt sein Gehör zu verlieren und nimmt immer mehr Drogen. Als er taub ist und die ebenfalls gehörlose Penelope kennen lernt, öffnen sich ihm neue Pfade, die Musik zu erleben. Aber die Geister der Vergangenheit wird er so schnell nicht los. Ein packendes Drama über und mit viel elektronischer Musik. (also ab 18)

Contact High

AUT

2009

Michael Glawogger

Michael Ostrowski, Detlev Buck, Ed Hauswirth

Der deutsche Autohändler Harry soll für Woytila eine Tasche aus Polen abholen, gibt den Auftrag aber an den Gauner Schorsch weiter. Dieser ist von der Idee wenig begeistert, weil ihm erstens der Führerschein abgenommen wurde und er zweitens lieber die Fernsehübertragung des 24-Stunden-Rennens von Le Mans ansehen will. Deshalb gibt er die Mission wiederum an seine Bekannte Mao weiter. Diese gibt wiederum den Auftrag an die glücklosen Würstelstandbetreiber Max Durst und Hans Wurst weiter. Bald fliegen sie durch polnische Nächte, sehen Hunde, Schweine und Schwertfische…

Das Vaterspiel

DEU/FRA/AUT

2008

Michael Glawogger

Jeremy Strong, Ulrich Tukur, Christian Tramitz

Rupert Kramer ist der Sohn eines österreichischen Ministers, der vom linken Rebellen zum korrupten Nutznießer des Systems geworden ist. Mit seinen 35 Jahren hat es „Ratz“, wie ihn seine Freunde nennen, zu nicht mehr als dem Entwurf eines Computerspiels gebracht. In diesem Computerpiel lässt sich der Spieler Level für Level auf einen bösen Kampf mit dem eigenen Vater ein. Ein Anruf seiner Jugendliebe Mimi führt Ratz in die USA und diese Tage an der Ostküste verändern sein Leben dramatisch. In New York verknüpfen sich nämlich die drei Handlungsstränge: Die Geschichte einer jüdischen Familie, die bei den Massakern der Nazi-Zeit vernichtet wurde, die Geschichte der Familie eines Täters, die im amerikanischen Exil das Geheimnis seiner Identität wahrte, und die Geschichte der österreichischen Familie Kramer, die sich politisch und psychisch auflöst.

Megacities

A

1998

Michael Glawogger

Die Großstadt – Faszinosum und Schreckbild zugleich. Mit diesem Zwiespalt setzt sich Michael Glawogger in seinem 1998 entstandenen semidokumentarischen Film MEGACITIES auseinander. Der Film wurde in Bombay, New York, Moskau und Mexiko-Stadt gedreht. In zwölf Episoden versucht der Film, Momente aus den Leben von Shankar, dem Bioskopmann, Babu Khan, dem Farbensieber (Bombay), Modesto, dem Hühnerfüßeverkäufer, Nestor, dem Müllsammler, Cassandra, der Schauspielerin (Mexiko-Stadt), Oleg, Borja, Kolja und Mischa, den Straßenkindern, Larissa, der Kranfahrerin (Moskau) und Toni, dem Hustler (New York) zu erzählen. Außerdem sehen wir Szenen aus einem Moskauer Polizeirevier und der Sendung eines New Yorker Lokalradios. Alle dargestellten Personen befinden sich am unteren Ende der sozialen Stufenleiter, alle träumen von einem besseren Leben. Doch ihr derzeitiges Leben ist geprägt von harter Arbeit, Armut und Gewalt. „Die Welt ist ein schrecklicher und doch lebenswerter Ort, das will ich zeigen. Ich glaube, viel von unserem Verhältnis zum „Rest der Welt“ ist von Angst geprägt; wir kennen diesen Rest aus vorwiegend schlechten Nachrichten oder – durch eine äusserst bedenkliche Tourismusentwicklung – vom neokolonialistischen Standpunkt der Ressorthotel-Urlauber aus. Aber hinter diesen schlechten Nachrichten und exotisch-freundlichen Hotelkellnern stecken Menschen mit sehr ähnlichen Kämpfen und Träumen wie wir selbst.“ (Michael Glawogger) Diskussionsleitung: Prof. Astrid Hedtke-Becker, Fachhochschule Mannheim, Hochschule für Sozialwesen

Workingman´s Death

AUT/DEU

2005

Michael Glawogger

Gibt es sie noch, die „Helden der Arbeit“? Auf der Suche nach jenen Menschen, die körperliche Schwerstarbeit verrichten, begegnet Michael Glawogger Bergmännern in Minen der Ukraine, begleitet Schwefelarbeiter in Indonesien, filmt Arbeiter beim Zerlegen eines Supertankers in Indonesien und trifft chinesische Stahlarbeiter. In Deutschland findet er Arbeiter einer Hochofenanlage in Duisburg, die nun in einen Freizeitpark umgewandelt wird. Verschwindet die harte Arbeit allmählich, oder wird sie nur von Europa nach Übersee verlagert? Bei seiner Reise über die Kontinente fragt sich Glawogger, wie es gelingen kann, mit Hilfe des Mediums Film anstelle einer ideologischen Darstellung von Arbeit zunächst die pure körperliche Anstrengung sinnlich erfahrbar zu machen und erst darüber zu einer politischen und sozialen Haltung zu gelangen.
Begleitprogramm zur Sonderausstellung in der Kunsthalle „Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie“.
Einführung: Dr. Sebastian Baden

Benny's Video

AUT/CHE

1992

Michael Haneke

Arno Frisch, Angela Winkler, Ulrich Mühe

Der Wiener Gymnasiast Benny lebt mit seinen wohlhabenden, aber gefühlsarmen Eltern in einer perfekt eingerichteten Wohnung und ist rundum mit Unterhaltungselektronik ausgestattet. Mit der Videokamera dokumentiert er seine Umgebung und filmt bei einem Verwandtenbesuch auf dem Land die Tötung von Schweinen. In der Videothek lernt er ein Mädchen kennen, nimmt sie mit zu sich und zeigt ihr das Bolzenschussgerät, das bei der Schlachtung zum Einsatz kam. Er tötet das Mädchen, während die Kamera alles aufzeichnet.

Caché

FRA

2005

Michael Haneke

Juliette Binoche, Daniel Auteuil, Annie Girardot

Eine anonym geschickte Videokassette vergiftet das erfolgreiche Leben von Georges. Eigentlich ist auf diesen Bildern nichts Kompromittierendes zu sehen: Ein Auto wird geparkt, eine Tür fällt ins Schloss. Stille. Doch bis Georges sich endlich erinnert, hat sich schon längst ein Gespinst aus Geheimnissen und Lügen, aus Schuld und Misstrauen ausgebreitet… Regisseur Michael Haneke (DIE KLAVIERSPIELERIN) legt hier einen ausgeklügelten Psychothriller hin, und zaubert in CACHÉ ein packendes Verwirrspiel mit der Wahrheit und Vergangenheit zusammen, das einem in schwarzen Momenten keine Ruhe lässt. Vollkommen zu Recht erhielt CACHÉ bei den Filmfestspielen in Cannes 2005 die Goldene Palme für die beste Regie. „Hanekes Moralismus war von Sadismus noch nie weit entfernt. Hier transponiert er ihn in eine sehr effektvolle und in der Genre-Aneignung auch originelle Kriminalgeschichte, in deren Auflösung kein Heil liegt. In dem Maß jedoch, in dem die Experimentalanordnung diesmal (…) auf mehrere Lektüren hin offen bleibt und damit jede Eindeutigkeit verweigert, ist CACHÉ Hanekes bisher subtilster Film.“ (jump-cut.de) Mit einer Einführung von Dr. Edeltraud Tilch-Bauschke. Fokus: Individuelle und kollektive Verdrängung.

Code: unbekannt

FRA/DEU

2000

Michael Haneke

Juliette Binoche, Thierry Neuvic, Josef Bierbichler

Der fragmentarisch angelegte Episodenfilm mit dem Untertitel „Unvollständige Erzählung von verschiedenen Reisen“ verknüpft die Geschichten verschiedener Hauptfiguren: Die junge Schauspielerin Anne steht am Anfang ihrer Filmkarriere, während ihr Freund Georges, ein Kriegsreporter, immer schwerer ins zivile Leben zurückfindet; sein Bruder Jean will nicht den Bauernhof seines Vaters übernehmen. Die illegale Einwanderin Maria wird aus Frankreich ausgewiesen, kehrt aber wieder zurück, da sie ihre Familie in Rumänien finanzieren muss. Schließlich ist da der Musiklehrer Amadou, der aus Mali stammt und an einer Schule für Taubstumme unterrichtet. Ein zufälliges, eher unbedeutendes Ereignis führt zu einer Kettenreaktion menschlicher Verwicklungen.

Das weiße Band

DEU/AUT/FRA/ITA

2009

Michael Haneke

Christian Friedel, Ernst Jacobi, Leonie Benesch, Ulrich Tukur, Ursina Lardi

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg liegt das protestantische Eichwald in scheinbarer Ruhe. Pastor, Arzt und Baron beherrschen Frauen, Kinder und Bauern. Der Kirchenmann leitet den Schulchor und redet seinen Schützlingen für kleinste Vergehen ein schlechtes Gewissen ein. So fordert er, dass sie wochenlang ein weißes Band um den Arm als Erinnerung daran tragen, dass sie den Pfad der Tugend verlassen haben. Der Arzt, zwar freundlich zu den Kindern, demütigt seine Haushälterin, wo er nur kann. Und der Baron springt mit seinen Arbeitern um, wie es ihm beliebt. Als ein dünner Draht, der zwischen zwei Bäumen gespannt war, den Arzt samt Pferd verunfallen lässt, der behinderte Sohn der Hebamme angegriffen und eine Scheune in Brand gesetzt wird, sucht der Dorflehrer nach den Gründen. Waren es die Kinder, die ihre Wut über die auferlegten Strafen abreagieren? Die Pfarrerstochter jedenfalls hat den Vogel ihres Vaters getötet…
Ausgezeichnet mit der Goldenen Palme bei den 62. Filmfestspielen in Cannes.
In Kooperation mit der Fachschaft Geschichte der Uni Mannheim.
Einführung: PD Dr. Angela Borgstedt, Dozentin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte.

Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte

DEU/AUT/FRA

2009

Michael Haneke

Burghart Klaußner, Ulrich Tukur

Der Österreicher Michael Haneke erkundet seit vielen Jahren mit gnadenlos kontrollierendem Blick und peinlich genauer Detailversessenheit immer wieder den Ursprung dessen, was man „das Böse“ nennen könnte. Diese Geschichte spielt im spätfeudalen Norden Deutschlands, 1913, in einem protestantischen Dorf. Es dauert nicht lange, bis die scheinbare Idylle sukzessive zerstört wird. Hanekes bedrückendes Soziogramm ist in kristallklare schwarz-weiß Aufnahmen gegossen. Es finden sich wunderbar sorgsam austarierte Einstellungen, die dem psychischen Horror in ihrer Schönheit irritierende Bilder gegenüberstellen.
Beim Internationalen Filmfestival in Cannes mit der goldenen Palme für den besten Film ausgezeichnet.

Die Klavierspielerin

AUT/DEU/FRA

2001

Michael Haneke

Isabelle Huppert, Annie Girardot, Benoît Magimel

Ein so sehenswerter wie unbarmherziger Trip durch seelischen Untiefen einer Klavierlehrerin nach dem gleichnamigen Bestseller von Elfriede Jelinek: Erika Kohut lehrt am Wiener Konservatorium Piano, wird noch mit Anfang 40 von ihrer Mutter dominiert, die sie wie ein ungezogenes Kind behandelt, wenn sie mal nachts spät nach Hause kommt. Sexuelle Befriedigung sucht die verbitterte Frau in Pornokinos. Wenn Erika dort an gebrauchten Kleenex-Tüchern ihre Sehnsucht stillt, im Autokino Paaren beim Liebesspiel zuschaut, sich mit einer Rasierklinge die Vagina verstümmelt, oder sich in einer Mischung aus Hassliebe und Wahn im Bett auf ihre Mutter wirft, möchte man sich abwenden und schaut dennoch gebannt zu. Liebe ist Terra incognita – bis sich ein junger Schüler in sie verliebt, Auftakt zu einem atemberaubenden Akt der Selbstzerstörung…
Schon allein wegen Benoît Magimel sehenswert, aber auch die Huppert, brilliert in der Titelrolle, durchlebt alle emotionalen Extreme, spielt alle Nuancen von Demütigung, Selbsthass und verdrängten Gefühlshunger aus, lässt mit der minimalsten Mimik ihre tiefe Einsamkeit ahnen, die sie in den psychischen Abgrund führt.
Vorgestellt von: Eva Berberich

Funny Games U.S.

GBR/FRA/DEU/ITA

2007

Michael Haneke

Naomi Watts, Tim Roth, Michael Pitt, Brady Corbett

In den USA angesiedeltes, szenengetreues Remake des gleichnamigen Films von 1997. Die Geschichte erzählt von einer Familie, die ihren Urlaub in einem abgelegenen Ferienhaus an einem See verbringen. Kurz nach der Ankunft tauchen zwei anständig aussehende junge Männer auf, die sich höflich vorstellen und um ein paar Eier bitten. Sehr schnell aber kippt die Stimmung, und der nachbarschaftliche Besuch wird zur Bedrohung. Die beiden jungen Männer bringen die Familie in ihre Gewalt und beginnen in aller Ruhe ein grausames, sadistisches Spiel, das keines der drei Familienmitglieder überleben wird.

Liebe

FRA/DEU/AUT

2012

Michael Haneke

Georg und Anna, beide um die 80, sind seit vielen Jahrzehnten ein Ehepaar. Die Musikprofessoren im Ruhestand führen ein beschauliches Leben in einer großen Altbauwohnung. Sie sind glücklich. Ihre Tochter lebt mit ihrer Familie im Ausland. Dann aber landet Anna nach einer missglückten Operation im Rollstuhl – der Beginn ihres körperlichen Niedergangs. Die kurz zuvor noch rüstige Seniorin erleidet einen Schlaganfall und wird immer mehr zu einem hilflosen Pflegefall. Rührend und aufopferungsvoll kümmert Georg sich ungeachtet aller Schwierigkeiten um seine geliebte Frau.

Liebe - Amour

DEU/FRA/AUS

2012

Michael Haneke

Isabelle Huppert, Jean-Louis Trintignant

Seit vielen Jahren sind Georges und Anne miteinander verheiratet, ein Paar, das gemeinsam alt geworden ist, sich immer noch gut versteht und einander mit Hochachtung behandelt. Zu Beginn des Films sehen wir sie im Bus auf der Heimfahrt von einem Konzert, das einer von Annes früheren Klavierschülern gegeben hat – mittlerweile ist er ein berühmter Pianist. Es ist die einzige Szene, die außerhalb der gemeinsamen Wohnung spielen wird. Was diesem Auftakt folgt, ist ein beklemmendes Kammerspiel über das Ende eines Lebens und einer Liebe, über den ganz normalen Gang der Dinge, an dessen Ende der Tod steht. Ein sehr zärtlicher und liebevoller Film, der nahe an seine Personen herangeht, ohne ihnen die Würde zu nehmen. Goldene Palme Cannes 2012 Europäischer Filmpreis 2012: Bester Film, Beste Regie, Beste Schauspielerin, Bester Schauspieler

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