Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Wolfzeit

F

2003

Michael Haneke

Isabelle Huppert, Anaïs Demoustier

Die „Wolfzeit“ ist einer alten germanischen Sage zufolge die Zeit unmittelbar vor der Apokalypse, in der Mord, Wollust und Verrat die Erde überziehen, und Haneke erzählt eine Apokalypse, die so realistisch und unspektakulär wie eindringlich ist: Anne und ihre Familie fliehen vor einer nicht näher benannten Katastrophe in ihr Ferienhaus. Dort angekommen, müssen sie feststellen, dass es von Fremden besetzt ist. Diese Konfrontation ist nur der Beginn eines schmerzlichen Lernprozesses: Und was als Geschichte einer Familie beginnt, entwickelt sich zu einer kollektiven Tragödie. Der Österreicher Michael Haneke gehört zu den umstrittensten, aber auch konsequentesten Regisseuren unserer Tage. Filme wie FUNNY GAMES oder DIE KLAVIERSPIELERIN brachten ihm den Ruf, ein schonungsloser Chronist der Gefühlskälte zu sein. Kompromisslos und hart ist auch sein neuester Film geraten. WOLFZEIT ist ein stiller Horrorfilm, eine beklemmende, formal wie inhaltlich bestechende Abhandlung über Menschen im Ausnahmezustand.

Der Riese

BRD

1983

Michael Klier

Der Film handelt vom Beobachten von Blicken, die sehen , ohne gesehen zu werden, einer lichtscheuen Kunst des Lichtes und der Sichtbarkeit. Er zeigt Aufnahmen von ferngesteuerten Überwachungskameras von Straßen und Flughäfen, Banken, Kaufhäusern und Villen. Verborgene Videokameras beobachten den Verkehr, die eigenen Kinder, die im Garten der Villa spielen, den Überfall eines Maskierten auf die Kassiererin eines Supermarktes. Hin und wieder fangen die Kameras kleinen Geschichten ein. Die dokumentarischen Aufnahmen fügen sich zu einem science- fiction-haften Bild, nicht der Phantasie entsprungen, sondern eine Ausgeburt unserer Wirklichkeit. Klier hat die gefundenen Bilder nicht zufällig auch mit Wagners Musik unterlegt.

Idioten der Familie

DEU

2018

Michael Klier

Lilith Stangenberg, Jördis Triebel, Hanno Koffler, Florian Stetter, Kai Scheve

Heli will ein neues Leben beginnen. Sie ist Künstlerin, hat sich die letzten Jahre aber stets um ihre kleine Schwester Ginnie, 26, gekümmert, die geistig behindert ist. Jetzt soll Ginnie in ein Heim, und ihre drei Brüder Bruno, Tommie und Frederik, die Heli nie eine Hilfe waren, kommen noch einmal zu Besuch ins idyllische Elternhaus am Rande Berlins. Sie wollen ein letztes Mal Zeit mit der kleinen Schwester verbringen, der die geistige Behinderung auf den ersten Blick nicht anzumerken ist. Angesichts des Nesthäkchens, das sie als unberechenbares „Biest“ erleben, brechen bei den Geschwistern – Künstler, Musiker, Intellektuelle – alte familiäre Wunden auf; und Michael Klier zeigt in seinem hervorragend besetzten, kammerspielartigen Drama, wie sich Moral, Egozentrik, Kommunikation und die Sehnsucht nach Glück ineinander verhaken.

überall Ist Es Besser, Wo Wir Nicht Sind

BRD

1989

Michael Klier

Mirosław Baka, Marta Klubowicz, Marta Klubowicz

Warschau 1988. Jerzy will in den Westen. Sein Ziel ist Amerika. Aber sein Geld reicht erst einmal nur für Berlin. Dort trifft er Ewa wieder, die er an seinem letzten Tag in Polen kennen gelernt hat. Die beiden kommen sich näher. Sie nehmen alle Jobs an und haben wenig Zeit für einander. Dennoch gibt es einige Momente des Glücks, bis Ewa verschwindet, ohne eine Adresse zu hinterlassen. Der Film „erzählt vom Leben in den Städten und also auch vom Überleben, es geht um die Freiheit und also auch um den Preis den man dafür zahlen muß. Dafür geht er einen weiten Weg: Überall ist es besser wo wir nicht sind. Das ist die Formel, in der der Film die Sehnsucht und das Scheitern, den Traum und die Traurigkeit vereint.“ (Michael Althen, Süddeutsche Zeitung)

Drei Winter

DEU/CHE

2022

Michael Koch

Michèle Brand, Simon Wisler, Elin Zgraggen, Daniela Barmettler, Josef Aschwanden

Marco ist neu; die Bewohner des Schweizer Alpendorfs begegnen ihm mit gemischten Gefühlen. Anna verliebt sich in ihn. An dieser Beziehung zweifeln so manche, aber Anna und Marco heiraten. Ihre Liebe ist behutsam und schön. Doch Marco bekommt immer mehr Probleme mit der Impulskontrolle. Eine Krankheit nagt in ihm, seine Persönlichkeit verändert sich total. Und Annas Liebe?
Eine Beziehung gegen jede Wahrscheinlichkeit, vor überwältigender Naturkulissen in einem entlegenen Bergdorf, authentisch dargestellt von Laienschauspielern und inszeniert als klassische Tragödie: DREI WINTER ist der Schweizer Oscarkandidat für 2023 und wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem auf der Berlinale mit einer Lobenden Erwähnung. „Im Rahmen eines Alpendramas erfindet Michael Koch das Kino neu.“ (Frankfurter Rundschau)

Marija

DEU/CHE

2016

Michael Koch

Margarita Breitkreiz, Georg Friedrich, Olga Dinnikova, Sahin Eryilmaz

Die Ukrainerin Marija hangelt sich in Dortmund durchs Leben. Ein legaler Job als Reinigungskraft reicht nicht; also verkauft sie ihrem Vermieter ihren Körper und lässt sich darauf ein, ihm bei Übersetzungen aus dem Russischen zu helfen. Der vermittelt nämlich Illegale in verschiedene Jobs – so hilft die Ausgebeutete den Ausbeutern. Denn Marija hat ein Ziel vor Augen, einen eigenen Frisiersalon. Michael Koch erzählt in bester neorealistischer Tradition von denen ganz unten, er porträtiert die Prekären wie auch ihr Viertel, die Dortmunder Nordstadt, wo man sich auch die Moral erstmal leisten können muss.
„Was Michael Koch hier gelungen ist, liegt ziemlich genau in der Mitte des programmatischen Sozialkampfkinos von Ken Loach und dem der kunstvollen Menschenauslotung der Dardenne-Brüder.“ (Sennhausersfilmblog.ch)

Zweitland

DEU/ITA/AUT

2025

Michael Kofler

Thomas Prenn, Aenne Schwarz, Laurence Rupp, Francesco Acquaroli

Südtirol, 1961. Bauernsohn Paul träumt davon, in München Malerei zu studieren – doch sein Bruder Anton wird nach einer Serie von separatistischen Bombenanschlägen gegen die italienische Obrigkeit als Terrorist gejagt, lässt Hof und Familie zurück. Widerwillig muss Paul bleiben, um Antons Frau Anna und deren kleinen Sohn zu unterstützen. Er gerät in einen Sog aus Gewalt und toxischer Maskulinität, während Anna gegen die Radikalisierung ihres Mannes und gegen die patriarchalischen Strukturen zu kämpfen beginnt.

Packend und eindringlich schildert ZWEITLAND die Ereignisse rund um die gewaltvolle „Feuernacht“ in Südtirol, in der im Kampf für ein freies Südtirol Familien und Beziehungen zerrieben werden. „Regisseur Michael Kofler hält keine Geschichtsstunde ab, sondern taucht ein in eine Atmosphäre, die erschreckende Bezüge zur Gegenwart aufweist.“ (film-rezensionen.de)

Traumhafte Zeiten - Erzählung Einer Stadt

DEU

2007

Michael Kötz

„Was meinst Du“, hat er mich gefragt, „ob die später noch was von uns wissen? Oder verschwindet man einfach in der Geschichte?“ Das war Hans im Jahr 1607. Später, 1780, flüstert mir Kurfürst Karl Theodor heimlich zu, was er vorhat und 1918 ist Egon böse mit mir, weil ich die Arbeiterbewegung verhöhnen würde.“ Kann man einen Film über 400 Jahre Mannheim auch so machen, fragte sich Dr. Michael Kötz, Filmfestivaldirektor und Präsident der Freien Akademie der Künste Rhein-Neckar, als sei man die ganze Zeit dabei gewesen? So, dass einem ganz schwindlig wird, wie schnell die Zeit vergeht. Als Zeitreise, in der man Freunde trifft und Unbekannte und Berühmtheiten. Alles so echt und wirklich wie im Traum, so wahr, wie eben nur das Kino sein kann. Traumhaft-seltsame Zeiten zum Miterleben sind daraus geworden. Eintritt ist frei. Dr. Kötz ist anwesend. (also leider ab 18).

Traumhafte Zeiten - Erzählungen einer Stadt

DEU

2007

Michael Kötz

„Was meinst Du“, hat er mich gefragt, „ob die später noch was von uns wissen? Oder verschwindet man einfach in der Geschichte?“ Das war Hans im Jahr 1607. Später, 1780, flüstert mir Kurfürst Karl Theodor heimlich zu, was er vorhat und 1918 ist Egon böse mit mir, weil ich die Arbeiterbewegung verhöhnen würde.“ Kann man einen Film über 400 Jahre Mannheim auch so machen, fragte sich Dr. Michael Kötz, Filmfestivaldirektor und Präsident der Freien Akademie der Künste Rhein-Neckar, als sei man die ganze Zeit dabei gewesen? So, dass einem ganz schwindlig wird, wie schnell die Zeit vergeht. Als Zeitreise, in der man Freunde trifft und Unbekannte und Berühmtheiten. Alles so echt und wirklich wie im Traum, so wahr, wie eben nur das Kino sein kann. Traumhaft-seltsame Zeiten zum Miterleben sind daraus geworden. Eintritt ist frei. Der Regisseur Dr. Kötz ist anwesend. (also leider ab 18)

Traumhafte Zeiten – Erzählungen einer Stadt 1607-2007

DEU

2007

Michael Kötz

„Was meinst Du“, hat er mich gefragt, „ob die später noch was von uns wissen? Oder verschwindet man einfach in der Geschichte?“ Das war Hans im Jahr 1607. Später, 1780, flüstert mir Kurfürst Karl Theodor heimlich zu, was er vorhat und 1918 ist Egon böse mit mir, weil ich die Arbeiterbewegung verhöhnen würde.“ Kann man einen Film über 400 Jahre Mannheim auch so machen, fragte sich Dr. Michael Kötz, Filmfestivaldirektor und Präsident der Freien Akademie der Künste Rhein-Neckar, als sei man die ganze Zeit dabei gewesen? So, dass einem ganz schwindlig wird, wie schnell die Zeit vergeht. Als Zeitreise, in der man Freunde trifft und Unbekannte und Berühmtheiten. Alles so echt und wirklich wie im Traum, so wahr, wie eben nur das Kino sein kann. Traumhaft-seltsame Zeiten zum Miterleben sind daraus geworden. Eintritt ist frei. Dr. Kötz ist anwesend. (also leider ab 18).

Der Räuber Hotzenplotz

DEU/CHE

2021

Michael Krummenacher

Nicholas Ofczarek, Hans Marquardt, Benedikt Jenke, August Diehl, Hedi Kriegeskotte

Als die Kaffeemühle der Großmutter gestohlen wird, wollen der Enkel Kasperl und sein bester Freund Seppel den schnell als Dieb ermittelten Räuber Hotzenplotz dingfest machen. Dabei geraten die beiden in die Fänge des Gauners, der mit einer Pfefferpistole bewaffnet versteckt im Wald lebt. Seppel wird in der Höhle von Hotzenplotz gefangen gehalten, Kasperl soll als Dienstjunge im Felsenschloss des bösen Zauberers Petrosilius Zwackelmann schuften. Während der Polizist Dimpfelmoser die Kinder mit Hilfe der Hellseherin Schlotterbeck sucht, macht Kasperl die Bekanntschaft der Fee Amaryllis, die in eine Unke verwandelt wurde. Und Seppel erkennt, dass der berüchtigte Hotzenplotz gar nicht von Grund auf gemein ist.

Sibylle

DEU

2015

Michael Krummenacher

Anne Ratte-Polle, Thomas Loibl

Architektin Sibylle kommt selbst im Familienurlaub am Gardasee nicht zur Ruhe. Während ihre Familie noch schläft, unternimmt sie ausgedehnte Spaziergänge. Die gleichaltrige Frau, der sie dabei tagtäglich begegnet, nimmt sie kaum wahr – bis sie eines Morgens Zeugin ihres Selbstmords wird. Zurück in München scheinen seltsame Parallelen auf einen Zusammenhang zwischen dem Schicksal der Frau und Sibylle selbst zu verweisen. Albtraumhafte Visionen, die in ihren Alltag einbrechen, machen ihr zu schaffen. Weitestgehend isoliert, versucht sie, die Kontrolle über ihr Leben wiederzuerlangen, muss aber bald feststellen, dass selbst ihre Familie ihr nun beinahe feindlich gegenübersteht…
„Bei dem unter die Haut gehenden Drama sitzen die Schockeffekte nicht nur perfekt, auch Kamera, Sounddesign, Schauspielerleistungen, allen voran Anne Ratte-Polle als Titelheldin, und Story sind auf der Höhe. Mehr davon!“ Blickpunkt Film

Five Fingers for Marseilles

ZAF

2017

Michael Matthews

Vuyo Dabula, Hamilton Dhlamini, Zethu Dlomo

Zu Apartheid-Zeiten hatten fünf jugendliche Freunde, die „Five Fingers“, die südafrikanische Stadt Marseilles aus den Händen korrupter Polizisten befreit. Tau hat dafür einen hohen Preis bezahlt: Wegen zweifachen Mordes musste er damals ins Gefängnis. Nach 20jähriger Haft kehrt er nun nach Marseilles zurück. Und muss feststellen, dass es einen neuen Feind gibt, der versucht, die Kontrolle über die Stadt zu gewinnen.
Dieser südafrikanische Neo-Western rückt schwarzafrikanische Heldenfiguren ins Bild: Gedreht in der eindrucksvollen Bergwelt der Kap-Region schuf Michael Matthews in Form eines Genrefilms eine eindringliche Parabel auf die Post-Apartheit-Gesellschaft und den Verlust politischer Ideale.

Der Flamenco-clan

DEU/ ESP

2004

Michael Meert

Der kleine Lucas ist mit Flamenco-Rhythmen aufgewachsen. Musiker sind sie in seiner Familie fast alle. Sein Vater ist der Bandleader von Ketama, der erfolgreichsten Flamenco-Formation Spaniens. Ihn als eigenen Gitarrenlehrer zu haben ist da nicht so einfach. Da wechselt man vielleicht doch lieber das Instrument. Und tatsächlich: Der 10jährige Lucas singt großartig. Der Autor und Regisseur Michael Meert, bekannt seine Musikfilme über Paco de Lucia oder Pablo Casals, erzählt in DER FLAMENCO CLAN das vier Generationen umspannende Epos einer spanischen Zigeuner-Dynastie. Der Film unternimmt eine innere und äußere Reise zu den archaischen Wurzeln ihrer Musik. Der Weg, begleitet von seinen höchst lebendigen Protagonisten, führt zu den Höhlen des Sacremonte, um von hier aus die Entwicklung des zeitgenössischen Flamenco und des modernen Spaniens zu schildern.

Roger And Me

USA

1989

Michael Moore

Mit seinem ersten Film hat Michael Moore (BOWLING FOR COLUMBINE) bereits Filmgeschichte geschrieben. Selbst arbeitslos geworden, nimmt er darin den Chef von General Motors, Roger Smith, ins Visier, nachdem GM Ende der Achtzigerjahre ihre Werke in Moores Heimatstadt Flint in Michigan trotz hoher Gewinne geschlossen und 30.000 Arbeitsplätze gestrichen hatten. Flint ist keine beliebige Produktionsstätte: Hier schlug 1908 die Geburtsstunde des Autokonzerns, und hier entstand auch die amerikanische Arbeiterbewegung. Moore begleitet das Sterben seiner Stadt mit der Kamera, nachdem die Produktion in das Billiglohnland Mexiko verlagert wurde. Viele EinwohnerInnen haben die Stadt verlassen, um sich anderswo einen neuen Lebensunterhalt zu suchen. Die Möglichkeit billigeren Produzierens ist für Moore kein hinreichender Grund, die Existenz so vieler Familien aufs Spiel zu setzen, und so versucht er auf seine ihm eigene Weise, zum Präsidenten von GM vorzudringen und ihn mit den verheerenden Konsequenzen dieser Entscheidung zu konfrontieren. ROGER AND ME wurde der bis heute finanziell erfolgreichste Dokumentarfilm und erhielt einen Oscar. Mit den eingespielten Gewinnen gründete Moore eine Stiftung, die unabhängige FilmemacherInnen unterstützt.

The Big One

USA / GB

1997

Michael Moore

Michael Moore, bekannt durch seine Polit-Satire ROGER AND ME, geht den Verheerungen liberaler Wirtschaftspolitik in den USA nach. Als geborener Stand-up- Komiker entdeckt er in der bitteren Wirklichkeit stets das Groteske und zieht mit unerschütterlichem Optimismus gegen die Managerkultur ins Feld. THE BIG ONE geht über die Geschichte einer einzelnen Stadt hinaus, zielt unter die Gürtellinie des sogenannten „wirtschaftlichen Aufschwungs“ und kommt zu einer ganzen Reihe komischer und niederschmetternder Resultate. Wie zum Beispiel die ökonomische Lehrstunde in Centralis (Illinois), wo Moore darüber aufgeklärt wird, daß der Süßwarenhersteller Payday Arbeitskräft entläßt, weil sie zu produktiv gearbeitet hatten, oder ein Gespräch mit einem kalifornischen Häftling, dessen Aufgabe es ist, den Telefonservice der Fluggesellschaft TWA zu betreuen.

Song from the Forest

DEU

2013

Michael Obert

Eindringliche Dokumentation über einen Amerikaner und seinen Sohn, einen Pygmäen, die gemeinsam aus Zentralafrika nach Amerika reisen: Der meditative und poetische Film von Michael Obert ist nicht nur eine musikalische Reise zu den fernen Klängen der Bayaka-Pygmäen Zentralafrikas, sondern kombiniert diese auch mit den Renaissancegesängen des 16. Jahrhunderts, interpretiert von dem Komponisten William Byrd. Daraus ergibt sich ein ungewöhnlicher Kontrast zwischen den Klängen des Regenwaldes und des Großstadtdschungels in New York. Ein ungewöhnlicher Film, der nicht nur einen starken Soundtrack liefert, sondern sein Publikum zum Abtauchen einlädt.

Irmin Schmidt: Can and Me

DEU

2022

Michael P. Aust

Was bedeutet Klang? Was bedeutet Stille? Wie kann man sich Musik als räumliche Struktur vorstellen? CAN AND ME bietet einen intimen Blick in das Leben und Schaffen von Irmin Schmidt, dem Gründer der Kölner Band Can, die Generationen von Musikern in Pop und elektronischer Musik prägte. Der Film zeigt seinen Weg vom klassischen Dirigenten über den Schüler von Stockhausen und Ligeti zu Can, weiter über Filmmusik für Wim Wenders und Roland Klick zu Oper bis zur elektronischen Clubmusik – das Porträt eines musikalischen Genies.

Die Roten Schuhe

GBR

1948

Michael Powell & Emeric Pressburger

Moira Shearer, Anton Walbrook, Marius Goring

Victoria Page möchte eine berühmte Tänzerin werden. Die Erfüllung ihres Traums scheint in greifbare Nähe zu rücken, als sie Mitglied des Ballettensembles von Boris Lermontov wird und die Titelrolle in seinem Stück „The Red Shoes“ übernehmen soll. Aber schon bald tut sich ein – unlösbarer? – Konflikt auf: Sie muss sich zwischen der Liebe zum Tanz und der Liebe zu einem Mann, Julian Craster, entscheiden. DIE ROTEN SCHUHE war der erste Film, der über Tanz nicht nur erzählte, sondern ihn selbst inszenierte, und er hat das Genre des Ballettfilms in den folgenden Jahrzehnten entscheidend geprägt.

Hoffmanns Erzählungen

RGR

1951

Michael Powell, Emeric Pressburger

Robert Rounseville, Moira Shearer, Ludmichla Tchérina, Robert Helpmann.

Der Regisseur Michael Powell und der Drehbuchautor Emeric Pressburger bilden eines der Traumpaare des Kinos. Gemeinsam produzierten sie als „The Archers“ – so der Name ihres gemeinsamen Produktionsunternehmens – einige der schönsten, wichtigsten und einflussreichsten Filme des Vereinigten Königreichs: A CANTERBURY TALE, THE LIFE AND DEATH OF COLONEL BLIMP, BLACK NARCISSUS und den Ballettfilm THE RED SHOES (zu sehen beim diesjährigen IFFMH).

Ihre Opernverfilmung von Jacques Offenbachs Hoffmanns Erzählungen aus dem Jahre 1951 gilt bis heute als vielleicht die schönste Opernverfilmung überhaupt – ein Traum in expressiven Farben, der die Möglichkeiten der Bühne und des Films aufs Schönste miteinander vereint. Ein Meisterwerk, das man nicht verpassen sollte, und für Martin Scorsese die schönste Opernverfilmung überhaupt.

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