Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Dave Chapelle's Block Party

USA

2005

Michel Gondry

Dave Chappelle, Wyclef Jean, Kanye West

Dave Chappelle, beliebter Starkomiker von MTV, weiß, wie man feiert. Im September 2004 erfüllt er sich selbst einen Traum und organisierte mit DAVE CHAPPELLE’S BLOCK PARTY in Brooklyn das Event, zu dem er selbst immer schon mal gehen wollte. Was da abging, war eine so noch nie gesehene und gehörte Verbindung aus Comedy-Show, Live Music-Acts und Straßenfest – umsonst – für eine ganze Neighborhood. Jill Scott, Kanye West, Common, The Roots oder Mos Def sind die Stars dieses sensationellen Konzerts, das noch dazu in einer umjubelten Reunion der Fugees gipfelt. Regisseur dieses außergewöhnlichen Musikfilms ist Michel Gondry (SCIENCE OF SLEEP).

Der Schaum der Tage – L’écume des jours

FRA

2013

Michel Gondry

Romain Duris, Audrey Tautou, Gad Elmaleh, Omar Sy, Aïssa Maïga, Charlotte Le Bon

Michel Gondry, der exzentrische Bastler unter Frankreichs Regisseuren, verfilmte Boris Vians surrealen Kultroman als einfallsreiche, bilderfinderische Fantasmagorie: Ein höchst verspieltes Melodram, eine ungeheuer fantasievolle Liebestragödie. Der reiche Lebemann Colin hat alles, was er braucht: Koch, Chauffeur, eine Maus in der Küchenschublade und ein Pianocktail, das zu Musik den perfekten Cocktail mixt. Dann verliebt er sich unsterblich in Chloé, und alsbald heiraten die beiden. Sie sind so glücklich – doch eine Schneeflocke setzt sich in Chloés Lunge fest, in der nun eine Seerose wächst. Teure Medikamente bringen ebenso wenig Heilung wie eine Blumenkur, und alsbald hat Colin sein ganzes Vermögen ausgegeben.
Ein wilder, trauriger, liebevoller, übermäßiger, absurder Film, in dem Türklingeln herumkrabbeln und man auf Wolken fliegen kann – und der trotz seiner Märchenhaftigkeit der Wahrheit großer Liebe auf die Spur kommt.
Einführung: Prof. Dr. Cornelia Ruhe

Das kostbarste aller Güter – La plus précieuse des marchandises

FRA/BEL

2024

Michel Hazanavicius

Animationsfilm

Polen im Winter 1943. Die Frau eines Holzfällers findet in der Nähe der Bahngleise ein Baby im Schnee. Das Kind wurde in einem Akt größter Verzweiflung aus einem fahrenden Zug geworfen – aus einem Todeszug auf dem Weg in das Vernichtungslager Auschwitz. Trotz bitterer Armut und ohne über die drohenden Konsequenzen nachzudenken, nimmt die kinderlose Frau das kleine Mädchen in ihre Obhut. Dieses Kind – das kostbarste aller Güter – wird das Beste und Schlimmste in den Menschen zum Vorschein bringen.

Mit der visuellen Atmosphäre eines klassischen Zeichentrickfilms vereint Michel Hazanavicius in seinem ersten Animationsfilm die Bitternis von Holocaust, Krieg, Armut und Tod mit einer märchenhafte Geschichte der Menschlichkeit und des Friedens.

La plus précieuse des marchandises / Das kostbarste aller Güter

FRA

2024

Michel Hazanavicius

Animationsfilm

Im Polen der 1940er betet eine arme Bäuerin jeden Tag zu Gott, endlich mit einem Kind gesegnet zu werden. Aus einem vorbeifahrenden Zug wird aus einem Akt der Verzweiflung ein Baby geworfen und von ihr gefunden. Ihr Glück wandelt sich schnell zu Angst, als ihr Mann das Kind nicht im Haus haben will, schließlich gehört es zu den „Herzlosen“. Die Bäuerin weigert sich und beginnt so eine jahrelange Reise, die ihr Leben verändern wird.

Liebe und Empathie stehen seit Jahrtausenden im Kontrast zur Grausamkeit, zu der Menschen untereinander fähig sind. Ob in fiktiven Erzählungen oder tagesaktuellen Nachrichten aus aller Welt, selbst die Jüngsten bleiben nicht von ihr verschont, weswegen dieses leider zeitlose Thema einen Platz im Programm der Cinéfête verdient. Inszeniert wurde der stimmungsvolle Animationsfilm vom preisgekrönten Regisseur Michel Hazanavicius, das Drehbuch zum Film schrieb er gemeinsam mit Jean-Claude Grumberg, dem Autor der Buchvorlage. Premiere feierte LA PLUS PRÉCIEUSE DES MARCHANDISES im Mai 2024 im Wettbewerb von Cannes.

Falafel

LEB

2006

Michel Kammoun

Elie Mitri, Gabrielle Bou Rached, Issam Bou Khaled

In einer Sommernacht in Beirut ist der junge Libanese Toufic mit seinem Moped zu einer Party unterwegs, anstatt den Abend daheim bei der Familie zu verbringen. Ausgelassen albert er mit seinen Freunden herum, flirtet hoffnungsfroh mit der hübschen Yasmin. Doch auch 15 Jahre nach Ende des Bürgerkriegs lauert noch an jeder Straßenecke Gewalt. Als ein Autofahrer wütend seine Waffe zückt, will sich Toufic rächen. Modernes Kino aus dem Libanon, dessen lockere Party-Stimmung kippt, als die Schatten des Bürgerkrieges heraufziehen. „Das libanesische Kino rüstet auf zum Widerstand gegen die ewig gleichen Feindbilder und seine Waffe heißt Phantasie.“ (fr-online.de)

Blow Up

GBR

1966

Michelangelo Antonioni

Vanessa Redgrave, David Hemmings

Antonioni präsentiert in seinem ersten außerhalb Italiens gedrehten Film nicht nur das Swinging London der 1960er Jahre. Zum Thema Swinging sei hier noch gesagt, dass dies in unserem Falle hier leicht untertrieben ist: Ist es doch vor allem ein hoch energetischer, Gitarren zertrümmernder Auftritt der Yardbirds mit dem jungen Jeff Beck an der Gitarre, der die Beatles und die Stones wie langweilige Messdiener aussehen lässt – Punk avant la lettre. Zur Story, die alles andere als ein klassischer Thriller-Plot ist, sondern vielmehr die von Antonioni so genannte „Natur der Realität“ hinterfragt: Thomas, ein gelangweilter Modefotograf, glaubt in den zufälligen Schnappschüssen, die er in einem Park gemacht hat, Belege für einen Mord zu entdecken. Die Filmanalyse kristallisiert die Spuren der Realität und der Interpretationen der Bilder heraus. Und auch jenseits der Analyse: Blow Up ist und bleibt ein Meisterwerk, das 1966 die Goldene Palme bei den Filmfestspielen von Cannes erhielt.
Filmanalyse: Dr. Peter Bär

Il deserto rosso – Rote Wüste

ITA

1964

Michelangelo Antonioni

Monica Vitti, Richard Harris, Carlo Chionetti, Xenia Valderi

Giuliana, die Frau eines Ingenieurs und Fabrikbesitzers in Ravenna, gerät nach einem Autounfall in Angstzustände: Mann und Kind werden ihr fremd, die künstliche Umwelt der Fabriken und Raffinerien, die neuen Technologien, die ihren Mann Ugo faszinieren, werden in ihrer Wahrnehmung bedrohlich, verwandeln sich in apokalyptische Visionen des Zerfalls. Nach einer kurzen Liaison mit einem Kollegen und Partner ihres Mannes kehrt sie jedoch ins alltägliche Leben zurück.
Il DESERTO ROSSO war Michelangelo Antonionis erster Farbfilm. Er schildert die psychische Krise seiner Heldin mit einer raffinierten, bewusst irrealen Farbdramaturgie. Es ist auch einer der ersten Filme, die sich Mitte der 60er Jahren mit den Folgen der Industrialisierung und Umweltverschmutzung auseinandersetzten. Monica Vitti spielte zum vierten Mal die Hauptrolle in einem Film von Antonioni und ist mit ihrer eindringlichen Darstellung hier auf der Höhe ihrer Kunst. Wir zeigen Il DESERTO ROSSO – 1964 in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet – auch als Hommage an die unlängst verstorbene großartige Schauspielerin.

Zabriskie Point

USA

1970

Michelangelo Antonioni

Mark Frechette, Daria Halprin, Rod Taylor

„Ich bin bereit zu sterben. Aber nicht vor Langeweile.“ Sprach’s, und verließ die studentische Diskussion um revolutionäres Handeln und Einsatz von Gewalt. Tatsächlich kommt es bei Protesten zu Todesopfern – Mark befürchtet, dass man ihn verdächtigen könne, stiehlt ein Flugzeug und haut ab. Mark ist unbehaust, individuell, ein Verlorener in einem verlorenen Land; im Death Valley trifft er auf Daria, eine junge Angestellte auf dem Weg zu einer Konferenz. Sie begegnen sich, sie diskutieren, sie philosophieren, und es kommt zu einer der außergewöhnlichsten, grandiosesten Liebesszenen der Filmgeschichte. Doch der Gesellschaft aus Gewalt und Konsum ist nicht zu entkommen bis zum unvergesslichen, hochexplosiven Ende.
Antonioni, der Meister des italienischen Kinos, begibt sich hinein in den Zeitgeist einer durchrüttelten USA zwischen Rednecks und Hippies. Er erzählt von einer radikalisierten, militarisierten, gnadenlosen Gesellschaft, von Gegenkultur, von Ausreißern, von Liebe und dem unmöglichen Konjunktiv der Zweisamkeit. Der Soundtrack stammt von Pink Floyd und Grateful Dead.

Il buco – Ein Höhlengleichnis

ITA/FRA/DEU

2021

Michelangeloe Frammartino

Paolo Cossi, Jacopo Elia, Denise Trombin, Nicola Lanza

Wirtschaftsboom im Italien in den 1960ern – und eine Gruppe junger Höhlenforscher bricht vom Piemont aus in den Süden auf, um eine der tiefsten Höhlen Europas zu erkunden. Weit im Hinterland von Kalabrien erreichen sie zum ersten Mal den Abgrund von Bifurto, 687 Meter tief. Die Expedition bleibt weitgehend unbemerkt von den umliegenden Bewohnern, nur ein alter Hirte und sein Esel haben die Höhle im Blick. Bei diesem Film ist die eigentliche Handlung unwesentlich – es geht um das Schauen und das Hören, weil die Form und die Bilder vor dem Inhalt stehen: Zwischen dokumentarischem Beobachten und fiktionaler Inszenierung stellt Regisseur Frammartino die Höhlenexpedition von vor 60 Jahren nach, mit historischem Equipment geht es hinab in ein Reich voll Sinnlichkeit, in einem Film von geradezu spiritueller Dimension.
IL BUCO wurde mehrfach preisgekrönt, unter anderem in Venedig und mit dem Hauptpreis des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg 2021. Am Sonntag vor dem diesjährigen IFFMH-Start zeigen wir den Film zusätzlich in einer Matinee-Vorstellung mit Einführung durch ein Mitglied des IFFMH-Teams.

Der Schatten von Caravaggio

ITA/FRA

2022

Michele Placido

Riccardo Scamarcio, Louis Garrel, Isabelle Huppert.

Um das dramatische Leben des Malers Michelangelo Merisi (1571 – 1610), besser bekannt als „Caravaggio“, ranken sich viele Geschichten von Liebe, Eifersucht, Mord und Totschlag, die genug Stoff für einen Film bieten. Doch spannender ist die Art und Weise, wie der schon zu Lebzeiten berüchtigte, unangepasste Maler seine Lebenswelt in beeindruckenden Gemälden verarbeitet, die bis heute zu den Publikumslieblingen in den großen Kunstmuseen zählen. Die Modelle für die biblischen Szenen, die er im Auftrag des Papstes und reicher Mäzene der römischen Kurie malte, fand er vielfach unter Kriminellen und Prostituierten der Stadt Rom, die gerade zu seiner Zeit durch große soziale Spannungen und massenhaftes Elend geprägt war. Der Spielfilm folgt einer raffinierten Handlung, die um den „Schatten“ kreist – ein Spion, der herausfinden soll, warum Caravaggio die menschlichen Vorbilder für seine bewegenden Darstellungen von Heiligen, Märtyrern sowie der Passion Christi nur in den Elendsvierteln der Stadt sucht, was den Kirchenmännern als Blasphemie erscheint. Der Film bietet Unterhaltung bei glaubwürdiger Nachstellung des Ateliergeschehens.
Einführung: Dr. Dorothee Höfert, Mannheim

I Am a Woman Now

NLD

2011

Michiel van Erp

Fünf starke Frauen, fünf Pionierinnen, die eines verbindet: In den 1960er und 1970er Jahren verwandelten sie sich von Männern in Frauen – durch eine Operation von Dr. Georges Burou in Casablanca, der erste Arzt überhaupt, der diesen Eingriff unternahm. Mehr als 40 Jahre nach ihren Operationen sprechen sie in intimen Interviews über ihre Träume und die Gefahren, die diese Entscheidung damals mit sich trug und inwiefern sich ihr Leben verändert hat. Eine berührende Dokumentation über eine folgenreiche Lebensentscheidung.

Modigliani - Ein Leben in Leidenschaft

GBR/DEU

2008

Mick Davis

Andy Garcia, Elsa Zylberstein, Eva Herzigova, Omid Djalili

Paris 1919. Ganz Europa leidet unter den Nachwirkungen des ersten Weltkriegs, während im wilden Pariser Nachtleben Liebe, Lust und Leidenschaft das Zepter übernommen haben. So auch im Café La Rotonde, wo die beiden konkurrierenden Maler Pablo Picasso und Amedeo Modigliani verkehren. Während Picasso als anerkannter Künstler Erfolge feiert, lebt Modigliani mit seiner Geliebten Jeanne Hebuterne in ärmlichsten Verhältnissen. Bei den regelmäßigen Treffen im La Rotonde entlädt sich die Hassliebe zwischen Picasso und Modigliani immer wieder in hitzigen Streitereien, die zuweilen sogar zu Handgreiflichkeiten führen. Umso gespannter ist die Pariser Kunstwelt auf einen anstehenden, hochdotierten Wettbewerb, bei dem auch darüber entschieden werden soll, wer von beiden der Bessere ist…
In Kooperation mit der Kunsthalle Mannheim.
Einführung: Melanie Baumgärtner, M.A.

Der letzte Dalai Lama?

USA

2017

Mickey Lemle

25 Jahre nach COMPASSION IN EXILE beschäftigt sich Mickey Lemle erneut mit dem inzwischen über 80jährigen Tenzin Gyatso. Lebenswerk und Denkweise des 14. Dalai Lama stehen im Mittelpunkt; unter anderem anhand einer Studie, die der Dalai Lama vor vielen Jahren in Auftrag gegeben hat über die Zusammenhänge zwischen buddhistischen Meditationstechniken und verschiedenen Hirnfunktionen: Ein Atlas der Emotionen, der anzeigt, dass die tibetische Philosophie nicht nur Religion, sondern Wissenschaft des Geistes ist. Insbesondere aber geht es um die Zukunft des tibetischen Buddhismus. Denn der Dalai Lama muss sich mit der Frage der eigenen Sterblichkeit auseinandersetzen – und mit einer möglichen Inkarnation. China aber, Besatzungsmacht in Tibet, will bei der Suche nach dem nächsten religiösen Anführer der Tibeter mitmischen – könnte Tenzin Gyatso die Traditionslinie aus Protest abbrechen lassen

Nina Wu

TWN/MYS/MMR

2019

Midi Z.

Wu Ke-Xi, Vivian Sung, Kimi Hsia, Ming-Shuai Shih

Nach acht Jahren in Klein- und Kleinstrollen steht die ambitionierte, aber erfolglose Schauspielerin Nina Wu endlich vor dem großen Durchbruch, als sie die Hauptrolle für einen Spionage-Thriller bekommt, der in den 1960er Jahren spielt. Doch der Dreh wird zur Folter: Die Rolle mit vielen Nackt- und expliziten Sexszenen und einem Regisseur, der sie immer wieder hart behandelt, verlangt alles von ihr ab. Das Ergebnis aber wird von der Presse gefeiert – während Nina sich in horrorfilmartigen Traumsequenzen von einer konkurrierenden Schauspielerin verfolgt fühlt.
Mit dem komplexen Vexierspiel zwischen der Schauspielerin und ihrer Rolle, zwischen Film im Film, Alptraum und Wirklichkeit, zwischen Erinnerung und mehreren möglichen Realitäten lässt Regisseur Midi Z aus dem Dreieck von sexueller Gewalt, Psychose und Filmbusiness die taiwanesische Horrorthriller-Variante diverser #MeToo-Skandale erwachsen. Das Drehbuch stammt von Hauptdarstellerin Wu Ke-Xi, geprägt von eigenen Erfahrungen.

Der Sonezaki- Selbstmord

Japan

1981

Midori Kursaki

Jahre 1703 aufgeführt und ist damit das erste der vielen „Shinjumono“ (Liebesselbstmord-Stücke), die im japanischen Bunraku-Theater aufgeführt werden. Die Filmversion des Dramas findet nicht auf der Puppenbühne statt, sondern ist an natürlichen Orten gedreht. Darsteller sind Puppen, die Puppenspieler tragen alle Masken. Die Geschichte handelt von der vereitelten gegenseitigen Zuneigung eines jungen Kaufmanns, Tokubei, und seiner reizenden Geliebten, der Kurtisane Ohatsu. Ein Meister, der auf einer richtigen Heirat besteht, eine fälschlicherweise gezahlte Mitgift, eine listige Schwiegermutter und ein falscher Freund bringen Tokubei in Bedrängnis. Der einzige ehrenhafte Ausweg ist der Selbstmord.

Cachorro

ESP

2004

Miguel Albaladejo

José García-Pérez, David Castillo, Arno Chevrier, Elvira Lindo, Mario Arias, Diana Cerezo

Bislang hat Pedro (José Luis Garcia-Pérez) ein schönes, ungebundenes und äußerst freizügiges Leben. Der schwule Zahnarzt aus Madrid steht auf behaarte Männer – also „Bären“ im Terminus der Szene – sowie Lack und Latex und lebt seine Neigung aus. Richtig zufrieden ist er allerdings nicht mit seinen Beziehungen, denn mit der Zeit erscheinen sie ihm fade und oberflächlich. Als jedoch seine Hippie-Schwester ihren Sohn bei ihm ablädt und selbst während einer Reise in Indien mit Drogen erwischt und in den Knast gesteckt wird, hat der Dottore mit dem Elfjährigen plötzlich ganz ungeahnte Probleme am Hals. Der in Spanien heftig gefeierte Regisseur Miguel Albaladejo schrieb und inszenierte eine Komödie über das spanische Familienleben und schwule Männer und begeisterte das Publikum bereits bei der Berlinale 2004. Mit ungeschminkten Protagonisten, unter Verzicht auf übliche Klischees, fängt Albaladejo treffend eine Subkultur in Madrid ein. (Blickpunkt Film)

1001 Nacht Teil 1: Der Ruhelose

POR/FRA/DEU/CHE

2015

Miguel Gomes

Crista Alfaiate, Miguel Gomes, Maria Rueff, Bruno Bravo

In seiner Trilogie nutzt der gefeierte portugiesische Regisseur Miguel Gomes die Struktur von „Tausendundeine Nacht", um von Portugals desolater wirtschaftlicher Lage zwischen August 2013 und Juli 2014 zu erzählen, als das gebeutelte Krisenland in Konflikt mit der EU geriet. Ein „Wunderfilm“ (Zeit), dessen drei Teile jeweils ihre Charakter ändern und sich zu einem über sechsstündigen Ereignis vereinen, dessen deutscher Partner Maren Ades Produktionsfirma Komplizen Film ist.
Im ersten Teil kommt die schöne Scheherazade zu Wort – und ihre Erzählungen vermengen Fakt und Fiktion, Realistisches und Poetisches, Märchenhaftes und Aberwitziges, vermischen sich, überlagern einander: die Fabel eines weisen Hahnes, ein Arbeitslosen-Neujahrsschwimmen, die Erektionsprobleme der EU-Troika beispielsweise.

1001 Nacht Teil 2: Der Verzweifelte

POR/FRA/DEU/CHE

2015

Miguel Gomes

Crista Alfaiate, Américo Silva, Carloto Cotta

In seiner Trilogie nutzt der gefeierte portugiesische Regisseur Miguel Gomes die Struktur von „Tausendundeine Nacht", um von Portugals desolater wirtschaftlicher Lage zwischen August 2013 und Juli 2014 zu erzählen, als das gebeutelte Krisenland in Konflikt mit der EU geriet. Ein „Wunderfilm“ (Zeit), dessen drei Teile jeweils ihre Charakter ändern und sich zu einem über sechsstündigen Ereignis vereinen, dessen deutscher Partner Maren Ades Produktionsfirma Komplizen Film ist. Im zweiten Teil von Miguel Gomes‘ Filmtrilogie erzählt die moderne Scheherazade von einem flüchtigen Mörder und einer verwundeten Kuh; von einem tausendjährigen Olivenbaum und von den Bewohnern eines Apartmentblocks; von einem Hund und von den Geistern, von denen sie alle umgeben sind.

Aquele Querido Mês De Agosto - Our Beloved Month Of August

PRT

2008

Miguel Gomes

Sónia Bandeira, Fábio Oliveira, Joaquim Carvalho

Wir befinden uns im Herzen Portugals, in der bergigen Region um Arganil. Es ist August, Hochsommer. Die Jahreszeit ist von den vielen Aktivitäten geprägt: man jagt Wildschweine, bekämpft Waldbrände, begeht Prozessionen oder feiert zahlreiche andere Feste. Manche trinken einfach nur Bier bis zum Abwinken, andere wirken dem Hochsommer mit einem regen Sexleben entgegen. Miguel Gomes‘ Dokumentation schildert das Treiben seiner portugiesischen Landsleute, erzählt von einer von Krisen geschüttelten Dreiecksbeziehung zwischen einem Vater, seiner Tochter und deren Cousin und ist zudem ein Dokument über die Entstehungsgeschichte des Films selbst. (also ab 18)

Tabu - Eine Geschichte von Liebe und Schuld

BRA/FR/DEU

2012

Miguel Gomes

Teresa Madruga, Laura Soveral

Am Anfang erzählt er vom Ende, vom Lebensende einer alten Frau. Aurora lebt in Lissabon und wird nur noch von ihrer Haushälterin gepflegt. Manchmal bekommt sie Besuch von ihrer frommen und bescheidenen Nachbarin Pilar. Die eigene Tochter lässt sich nie blicken. Doch das stört die resolute und nervige Dame nicht, denn sie ist längst in ihrer eigenen Welt gefangen, die Ereignisse aus Vergangenheit, Gegenwart, Kino und Literatur vermischt. Ein paar Tage nach Neujahr liegt sie im Sterben und diktiert Pilar den Namen eines Mannes, den diese ausfindig machen soll. Dann beginnt in TABU eine völlig andere Geschichte: Ein spannender Abenteuerfilm und eine tragische Liebesgeschichte, die am Fuß des afrikanischen Mount Tabu spielt. Es ist der Schauplatz einer Tragödie, die von einer verbotenen Liebe handelt…

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