Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Workingman´s Death

AUT/DEU

2005

Michael Glawogger

Gibt es sie noch, die „Helden der Arbeit“? Auf der Suche nach jenen Menschen, die körperliche Schwerstarbeit verrichten, begegnet Michael Glawogger Bergmännern in Minen der Ukraine, begleitet Schwefelarbeiter in Indonesien, filmt Arbeiter beim Zerlegen eines Supertankers in Indonesien und trifft chinesische Stahlarbeiter. In Deutschland findet er Arbeiter einer Hochofenanlage in Duisburg, die nun in einen Freizeitpark umgewandelt wird. Verschwindet die harte Arbeit allmählich, oder wird sie nur von Europa nach Übersee verlagert? Bei seiner Reise über die Kontinente fragt sich Glawogger, wie es gelingen kann, mit Hilfe des Mediums Film anstelle einer ideologischen Darstellung von Arbeit zunächst die pure körperliche Anstrengung sinnlich erfahrbar zu machen und erst darüber zu einer politischen und sozialen Haltung zu gelangen.
Begleitprogramm zur Sonderausstellung in der Kunsthalle „Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie“.
Einführung: Dr. Sebastian Baden

Benny's Video

AUT/CHE

1992

Michael Haneke

Arno Frisch, Angela Winkler, Ulrich Mühe

Der Wiener Gymnasiast Benny lebt mit seinen wohlhabenden, aber gefühlsarmen Eltern in einer perfekt eingerichteten Wohnung und ist rundum mit Unterhaltungselektronik ausgestattet. Mit der Videokamera dokumentiert er seine Umgebung und filmt bei einem Verwandtenbesuch auf dem Land die Tötung von Schweinen. In der Videothek lernt er ein Mädchen kennen, nimmt sie mit zu sich und zeigt ihr das Bolzenschussgerät, das bei der Schlachtung zum Einsatz kam. Er tötet das Mädchen, während die Kamera alles aufzeichnet.

Caché

FRA

2005

Michael Haneke

Juliette Binoche, Daniel Auteuil, Annie Girardot

Eine anonym geschickte Videokassette vergiftet das erfolgreiche Leben von Georges. Eigentlich ist auf diesen Bildern nichts Kompromittierendes zu sehen: Ein Auto wird geparkt, eine Tür fällt ins Schloss. Stille. Doch bis Georges sich endlich erinnert, hat sich schon längst ein Gespinst aus Geheimnissen und Lügen, aus Schuld und Misstrauen ausgebreitet… Regisseur Michael Haneke (DIE KLAVIERSPIELERIN) legt hier einen ausgeklügelten Psychothriller hin, und zaubert in CACHÉ ein packendes Verwirrspiel mit der Wahrheit und Vergangenheit zusammen, das einem in schwarzen Momenten keine Ruhe lässt. Vollkommen zu Recht erhielt CACHÉ bei den Filmfestspielen in Cannes 2005 die Goldene Palme für die beste Regie. „Hanekes Moralismus war von Sadismus noch nie weit entfernt. Hier transponiert er ihn in eine sehr effektvolle und in der Genre-Aneignung auch originelle Kriminalgeschichte, in deren Auflösung kein Heil liegt. In dem Maß jedoch, in dem die Experimentalanordnung diesmal (…) auf mehrere Lektüren hin offen bleibt und damit jede Eindeutigkeit verweigert, ist CACHÉ Hanekes bisher subtilster Film.“ (jump-cut.de) Mit einer Einführung von Dr. Edeltraud Tilch-Bauschke. Fokus: Individuelle und kollektive Verdrängung.

Code: unbekannt

FRA/DEU

2000

Michael Haneke

Juliette Binoche, Thierry Neuvic, Josef Bierbichler

Der fragmentarisch angelegte Episodenfilm mit dem Untertitel „Unvollständige Erzählung von verschiedenen Reisen“ verknüpft die Geschichten verschiedener Hauptfiguren: Die junge Schauspielerin Anne steht am Anfang ihrer Filmkarriere, während ihr Freund Georges, ein Kriegsreporter, immer schwerer ins zivile Leben zurückfindet; sein Bruder Jean will nicht den Bauernhof seines Vaters übernehmen. Die illegale Einwanderin Maria wird aus Frankreich ausgewiesen, kehrt aber wieder zurück, da sie ihre Familie in Rumänien finanzieren muss. Schließlich ist da der Musiklehrer Amadou, der aus Mali stammt und an einer Schule für Taubstumme unterrichtet. Ein zufälliges, eher unbedeutendes Ereignis führt zu einer Kettenreaktion menschlicher Verwicklungen.

Das weiße Band

DEU/AUT/FRA/ITA

2009

Michael Haneke

Christian Friedel, Ernst Jacobi, Leonie Benesch, Ulrich Tukur, Ursina Lardi

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg liegt das protestantische Eichwald in scheinbarer Ruhe. Pastor, Arzt und Baron beherrschen Frauen, Kinder und Bauern. Der Kirchenmann leitet den Schulchor und redet seinen Schützlingen für kleinste Vergehen ein schlechtes Gewissen ein. So fordert er, dass sie wochenlang ein weißes Band um den Arm als Erinnerung daran tragen, dass sie den Pfad der Tugend verlassen haben. Der Arzt, zwar freundlich zu den Kindern, demütigt seine Haushälterin, wo er nur kann. Und der Baron springt mit seinen Arbeitern um, wie es ihm beliebt. Als ein dünner Draht, der zwischen zwei Bäumen gespannt war, den Arzt samt Pferd verunfallen lässt, der behinderte Sohn der Hebamme angegriffen und eine Scheune in Brand gesetzt wird, sucht der Dorflehrer nach den Gründen. Waren es die Kinder, die ihre Wut über die auferlegten Strafen abreagieren? Die Pfarrerstochter jedenfalls hat den Vogel ihres Vaters getötet…
Ausgezeichnet mit der Goldenen Palme bei den 62. Filmfestspielen in Cannes.
In Kooperation mit der Fachschaft Geschichte der Uni Mannheim.
Einführung: PD Dr. Angela Borgstedt, Dozentin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte.

Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte

DEU/AUT/FRA

2009

Michael Haneke

Burghart Klaußner, Ulrich Tukur

Der Österreicher Michael Haneke erkundet seit vielen Jahren mit gnadenlos kontrollierendem Blick und peinlich genauer Detailversessenheit immer wieder den Ursprung dessen, was man „das Böse“ nennen könnte. Diese Geschichte spielt im spätfeudalen Norden Deutschlands, 1913, in einem protestantischen Dorf. Es dauert nicht lange, bis die scheinbare Idylle sukzessive zerstört wird. Hanekes bedrückendes Soziogramm ist in kristallklare schwarz-weiß Aufnahmen gegossen. Es finden sich wunderbar sorgsam austarierte Einstellungen, die dem psychischen Horror in ihrer Schönheit irritierende Bilder gegenüberstellen.
Beim Internationalen Filmfestival in Cannes mit der goldenen Palme für den besten Film ausgezeichnet.

Die Klavierspielerin

AUT/DEU/FRA

2001

Michael Haneke

Isabelle Huppert, Annie Girardot, Benoît Magimel

Ein so sehenswerter wie unbarmherziger Trip durch seelischen Untiefen einer Klavierlehrerin nach dem gleichnamigen Bestseller von Elfriede Jelinek: Erika Kohut lehrt am Wiener Konservatorium Piano, wird noch mit Anfang 40 von ihrer Mutter dominiert, die sie wie ein ungezogenes Kind behandelt, wenn sie mal nachts spät nach Hause kommt. Sexuelle Befriedigung sucht die verbitterte Frau in Pornokinos. Wenn Erika dort an gebrauchten Kleenex-Tüchern ihre Sehnsucht stillt, im Autokino Paaren beim Liebesspiel zuschaut, sich mit einer Rasierklinge die Vagina verstümmelt, oder sich in einer Mischung aus Hassliebe und Wahn im Bett auf ihre Mutter wirft, möchte man sich abwenden und schaut dennoch gebannt zu. Liebe ist Terra incognita – bis sich ein junger Schüler in sie verliebt, Auftakt zu einem atemberaubenden Akt der Selbstzerstörung…
Schon allein wegen Benoît Magimel sehenswert, aber auch die Huppert, brilliert in der Titelrolle, durchlebt alle emotionalen Extreme, spielt alle Nuancen von Demütigung, Selbsthass und verdrängten Gefühlshunger aus, lässt mit der minimalsten Mimik ihre tiefe Einsamkeit ahnen, die sie in den psychischen Abgrund führt.
Vorgestellt von: Eva Berberich

Funny Games U.S.

GBR/FRA/DEU/ITA

2007

Michael Haneke

Naomi Watts, Tim Roth, Michael Pitt, Brady Corbett

In den USA angesiedeltes, szenengetreues Remake des gleichnamigen Films von 1997. Die Geschichte erzählt von einer Familie, die ihren Urlaub in einem abgelegenen Ferienhaus an einem See verbringen. Kurz nach der Ankunft tauchen zwei anständig aussehende junge Männer auf, die sich höflich vorstellen und um ein paar Eier bitten. Sehr schnell aber kippt die Stimmung, und der nachbarschaftliche Besuch wird zur Bedrohung. Die beiden jungen Männer bringen die Familie in ihre Gewalt und beginnen in aller Ruhe ein grausames, sadistisches Spiel, das keines der drei Familienmitglieder überleben wird.

Liebe

FRA/DEU/AUT

2012

Michael Haneke

Georg und Anna, beide um die 80, sind seit vielen Jahrzehnten ein Ehepaar. Die Musikprofessoren im Ruhestand führen ein beschauliches Leben in einer großen Altbauwohnung. Sie sind glücklich. Ihre Tochter lebt mit ihrer Familie im Ausland. Dann aber landet Anna nach einer missglückten Operation im Rollstuhl – der Beginn ihres körperlichen Niedergangs. Die kurz zuvor noch rüstige Seniorin erleidet einen Schlaganfall und wird immer mehr zu einem hilflosen Pflegefall. Rührend und aufopferungsvoll kümmert Georg sich ungeachtet aller Schwierigkeiten um seine geliebte Frau.

Liebe - Amour

DEU/FRA/AUS

2012

Michael Haneke

Isabelle Huppert, Jean-Louis Trintignant

Seit vielen Jahren sind Georges und Anne miteinander verheiratet, ein Paar, das gemeinsam alt geworden ist, sich immer noch gut versteht und einander mit Hochachtung behandelt. Zu Beginn des Films sehen wir sie im Bus auf der Heimfahrt von einem Konzert, das einer von Annes früheren Klavierschülern gegeben hat – mittlerweile ist er ein berühmter Pianist. Es ist die einzige Szene, die außerhalb der gemeinsamen Wohnung spielen wird. Was diesem Auftakt folgt, ist ein beklemmendes Kammerspiel über das Ende eines Lebens und einer Liebe, über den ganz normalen Gang der Dinge, an dessen Ende der Tod steht. Ein sehr zärtlicher und liebevoller Film, der nahe an seine Personen herangeht, ohne ihnen die Würde zu nehmen. Goldene Palme Cannes 2012 Europäischer Filmpreis 2012: Bester Film, Beste Regie, Beste Schauspielerin, Bester Schauspieler

Wolfzeit

F

2003

Michael Haneke

Isabelle Huppert, Anaïs Demoustier

Die „Wolfzeit“ ist einer alten germanischen Sage zufolge die Zeit unmittelbar vor der Apokalypse, in der Mord, Wollust und Verrat die Erde überziehen, und Haneke erzählt eine Apokalypse, die so realistisch und unspektakulär wie eindringlich ist: Anne und ihre Familie fliehen vor einer nicht näher benannten Katastrophe in ihr Ferienhaus. Dort angekommen, müssen sie feststellen, dass es von Fremden besetzt ist. Diese Konfrontation ist nur der Beginn eines schmerzlichen Lernprozesses: Und was als Geschichte einer Familie beginnt, entwickelt sich zu einer kollektiven Tragödie. Der Österreicher Michael Haneke gehört zu den umstrittensten, aber auch konsequentesten Regisseuren unserer Tage. Filme wie FUNNY GAMES oder DIE KLAVIERSPIELERIN brachten ihm den Ruf, ein schonungsloser Chronist der Gefühlskälte zu sein. Kompromisslos und hart ist auch sein neuester Film geraten. WOLFZEIT ist ein stiller Horrorfilm, eine beklemmende, formal wie inhaltlich bestechende Abhandlung über Menschen im Ausnahmezustand.

Ein Sommernachtstraum

ITA/GBR/USA

1999

Michael Hoffman

Kevin Kline, Michelle Pfeiffer, Stanley Tucci, Rupert Everett, Calista Flockhart, Christian Bale, Sophie Marceau, Sam Rockwell

Eine Hochzeit am Hofe steht an; Handwerker proben aus diesem Anlass eine Theateraufführung; im Elfenreich bringt Puck mit einem Zaubertrank die Verliebtheitswirren so richtig in Schwung.

Shakespeares Handlung, Shakespeares Sprache – aber versetzt in die Toscana des ausgehenden 19. Jahrhunderts: Mit hochkarätiger Besetzung bringt Michael Hoffman zauberhaften sommerlichen Flair auf die Kinoleinwand. „Ein verspieltes, sexy Werk – genau das, was der Barde sich für eine Verfilmung seiner beliebten Komödie ausgedacht hätte.“ (San Francisco Chronicle)

Der Riese

BRD

1983

Michael Klier

Der Film handelt vom Beobachten von Blicken, die sehen , ohne gesehen zu werden, einer lichtscheuen Kunst des Lichtes und der Sichtbarkeit. Er zeigt Aufnahmen von ferngesteuerten Überwachungskameras von Straßen und Flughäfen, Banken, Kaufhäusern und Villen. Verborgene Videokameras beobachten den Verkehr, die eigenen Kinder, die im Garten der Villa spielen, den Überfall eines Maskierten auf die Kassiererin eines Supermarktes. Hin und wieder fangen die Kameras kleinen Geschichten ein. Die dokumentarischen Aufnahmen fügen sich zu einem science- fiction-haften Bild, nicht der Phantasie entsprungen, sondern eine Ausgeburt unserer Wirklichkeit. Klier hat die gefundenen Bilder nicht zufällig auch mit Wagners Musik unterlegt.

Idioten der Familie

DEU

2018

Michael Klier

Lilith Stangenberg, Jördis Triebel, Hanno Koffler, Florian Stetter, Kai Scheve

Heli will ein neues Leben beginnen. Sie ist Künstlerin, hat sich die letzten Jahre aber stets um ihre kleine Schwester Ginnie, 26, gekümmert, die geistig behindert ist. Jetzt soll Ginnie in ein Heim, und ihre drei Brüder Bruno, Tommie und Frederik, die Heli nie eine Hilfe waren, kommen noch einmal zu Besuch ins idyllische Elternhaus am Rande Berlins. Sie wollen ein letztes Mal Zeit mit der kleinen Schwester verbringen, der die geistige Behinderung auf den ersten Blick nicht anzumerken ist. Angesichts des Nesthäkchens, das sie als unberechenbares „Biest“ erleben, brechen bei den Geschwistern – Künstler, Musiker, Intellektuelle – alte familiäre Wunden auf; und Michael Klier zeigt in seinem hervorragend besetzten, kammerspielartigen Drama, wie sich Moral, Egozentrik, Kommunikation und die Sehnsucht nach Glück ineinander verhaken.

überall Ist Es Besser, Wo Wir Nicht Sind

BRD

1989

Michael Klier

Mirosław Baka, Marta Klubowicz, Marta Klubowicz

Warschau 1988. Jerzy will in den Westen. Sein Ziel ist Amerika. Aber sein Geld reicht erst einmal nur für Berlin. Dort trifft er Ewa wieder, die er an seinem letzten Tag in Polen kennen gelernt hat. Die beiden kommen sich näher. Sie nehmen alle Jobs an und haben wenig Zeit für einander. Dennoch gibt es einige Momente des Glücks, bis Ewa verschwindet, ohne eine Adresse zu hinterlassen. Der Film „erzählt vom Leben in den Städten und also auch vom Überleben, es geht um die Freiheit und also auch um den Preis den man dafür zahlen muß. Dafür geht er einen weiten Weg: Überall ist es besser wo wir nicht sind. Das ist die Formel, in der der Film die Sehnsucht und das Scheitern, den Traum und die Traurigkeit vereint.“ (Michael Althen, Süddeutsche Zeitung)

Drei Winter

DEU/CHE

2022

Michael Koch

Michèle Brand, Simon Wisler, Elin Zgraggen, Daniela Barmettler, Josef Aschwanden

Marco ist neu; die Bewohner des Schweizer Alpendorfs begegnen ihm mit gemischten Gefühlen. Anna verliebt sich in ihn. An dieser Beziehung zweifeln so manche, aber Anna und Marco heiraten. Ihre Liebe ist behutsam und schön. Doch Marco bekommt immer mehr Probleme mit der Impulskontrolle. Eine Krankheit nagt in ihm, seine Persönlichkeit verändert sich total. Und Annas Liebe?
Eine Beziehung gegen jede Wahrscheinlichkeit, vor überwältigender Naturkulissen in einem entlegenen Bergdorf, authentisch dargestellt von Laienschauspielern und inszeniert als klassische Tragödie: DREI WINTER ist der Schweizer Oscarkandidat für 2023 und wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem auf der Berlinale mit einer Lobenden Erwähnung. „Im Rahmen eines Alpendramas erfindet Michael Koch das Kino neu.“ (Frankfurter Rundschau)

Marija

DEU/CHE

2016

Michael Koch

Margarita Breitkreiz, Georg Friedrich, Olga Dinnikova, Sahin Eryilmaz

Die Ukrainerin Marija hangelt sich in Dortmund durchs Leben. Ein legaler Job als Reinigungskraft reicht nicht; also verkauft sie ihrem Vermieter ihren Körper und lässt sich darauf ein, ihm bei Übersetzungen aus dem Russischen zu helfen. Der vermittelt nämlich Illegale in verschiedene Jobs – so hilft die Ausgebeutete den Ausbeutern. Denn Marija hat ein Ziel vor Augen, einen eigenen Frisiersalon. Michael Koch erzählt in bester neorealistischer Tradition von denen ganz unten, er porträtiert die Prekären wie auch ihr Viertel, die Dortmunder Nordstadt, wo man sich auch die Moral erstmal leisten können muss.
„Was Michael Koch hier gelungen ist, liegt ziemlich genau in der Mitte des programmatischen Sozialkampfkinos von Ken Loach und dem der kunstvollen Menschenauslotung der Dardenne-Brüder.“ (Sennhausersfilmblog.ch)

Zweitland

DEU/ITA/AUT

2025

Michael Kofler

Thomas Prenn, Aenne Schwarz, Laurence Rupp, Francesco Acquaroli

Südtirol, 1961. Bauernsohn Paul träumt davon, in München Malerei zu studieren – doch sein Bruder Anton wird nach einer Serie von separatistischen Bombenanschlägen gegen die italienische Obrigkeit als Terrorist gejagt, lässt Hof und Familie zurück. Widerwillig muss Paul bleiben, um Antons Frau Anna und deren kleinen Sohn zu unterstützen. Er gerät in einen Sog aus Gewalt und toxischer Maskulinität, während Anna gegen die Radikalisierung ihres Mannes und gegen die patriarchalischen Strukturen zu kämpfen beginnt.

Packend und eindringlich schildert ZWEITLAND die Ereignisse rund um die gewaltvolle „Feuernacht“ in Südtirol, in der im Kampf für ein freies Südtirol Familien und Beziehungen zerrieben werden. „Regisseur Michael Kofler hält keine Geschichtsstunde ab, sondern taucht ein in eine Atmosphäre, die erschreckende Bezüge zur Gegenwart aufweist.“ (film-rezensionen.de)

Traumhafte Zeiten - Erzählung Einer Stadt

DEU

2007

Michael Kötz

„Was meinst Du“, hat er mich gefragt, „ob die später noch was von uns wissen? Oder verschwindet man einfach in der Geschichte?“ Das war Hans im Jahr 1607. Später, 1780, flüstert mir Kurfürst Karl Theodor heimlich zu, was er vorhat und 1918 ist Egon böse mit mir, weil ich die Arbeiterbewegung verhöhnen würde.“ Kann man einen Film über 400 Jahre Mannheim auch so machen, fragte sich Dr. Michael Kötz, Filmfestivaldirektor und Präsident der Freien Akademie der Künste Rhein-Neckar, als sei man die ganze Zeit dabei gewesen? So, dass einem ganz schwindlig wird, wie schnell die Zeit vergeht. Als Zeitreise, in der man Freunde trifft und Unbekannte und Berühmtheiten. Alles so echt und wirklich wie im Traum, so wahr, wie eben nur das Kino sein kann. Traumhaft-seltsame Zeiten zum Miterleben sind daraus geworden. Eintritt ist frei. Dr. Kötz ist anwesend. (also leider ab 18).

Traumhafte Zeiten - Erzählungen einer Stadt

DEU

2007

Michael Kötz

„Was meinst Du“, hat er mich gefragt, „ob die später noch was von uns wissen? Oder verschwindet man einfach in der Geschichte?“ Das war Hans im Jahr 1607. Später, 1780, flüstert mir Kurfürst Karl Theodor heimlich zu, was er vorhat und 1918 ist Egon böse mit mir, weil ich die Arbeiterbewegung verhöhnen würde.“ Kann man einen Film über 400 Jahre Mannheim auch so machen, fragte sich Dr. Michael Kötz, Filmfestivaldirektor und Präsident der Freien Akademie der Künste Rhein-Neckar, als sei man die ganze Zeit dabei gewesen? So, dass einem ganz schwindlig wird, wie schnell die Zeit vergeht. Als Zeitreise, in der man Freunde trifft und Unbekannte und Berühmtheiten. Alles so echt und wirklich wie im Traum, so wahr, wie eben nur das Kino sein kann. Traumhaft-seltsame Zeiten zum Miterleben sind daraus geworden. Eintritt ist frei. Der Regisseur Dr. Kötz ist anwesend. (also leider ab 18)

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