Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

The Outrun

DEU/GBR/ESP

2024

Nora Fingscheidt

Saoirse Ronan, Paapa Essiedu, Stephen Dillane, Saskia Reeves

Nach Jahren des exzessiven Alkoholkonsums und einem schmerzhaften Tiefpunkt kehrt Rona in ihre Heimat zurück. Die rauen, windgepeitschten Orkneyinseln bieten ihr Zuflucht, doch auch dort wird sie mit ihrem früheren Leben konfrontiert. Sie wohnt bei ihrer religiösen Mutter und unterstützt ihren Vater, der mit den Höhen und Tiefen seiner psychischen Erkrankung lebt, auf seiner Schaffarm. Während sie versucht, ihre Alkoholsucht zu bekämpfen und sich selbst zu heilen, wird sie immer wieder von Erinnerungen eingeholt – von der schwierigen Familiendynamik, dem berauschenden Gefühl von Freiheit bis zu den zerstörerischen Konsequenzen ihres Handelns. Doch in der abgeschiedenen und ungebändigten Wildnis der Inseln findet Rona den Mut, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und einen neuen Lebensweg zu suchen. The Outrun schildert mit eindrucksvollen Bildern und emotionaler Tiefe den schwierigen Weg einer jungen Frau, die sich aus den Fesseln der Sucht befreien und sich selbst wiederfinden will.

Befreite Zone

Deutschland

2003

Norbert Baumgarten

Johanna Klante, Florian Lukas

Der Berliner Filmhochschul-Absolvent Norbert Baumgarten legt sein Spielfilmdebüt vor: eine rabenschwarze Komödie über den Aufschwung Ost. Im brandenburgischen Sässlen soll es nach dem bitteren Ende des Sozialismus endlich aufwärts gehen. Veränderungen schaffen Raum für Neues und Träume. Und von denen haben die Sässlener viele: Da sind zum Beispiel Sylvia und ihr Freund Micha, die sich Kinder, ein neues Auto und Eigenheim wünschen. Oder Sylvias Vater Benny, ein mittelmäßiger Staubsaugervertreter, der auch ein bisschen was vom Aufschwung Ost abhaben will. Seine wirtschaftlich desolate Situation macht sich schon im Bett bemerkbar, was seine Frau Bärbel in die Arme des Schuldirektors treibt. Aber immerhin gibt es noch den lokalen Fußballverein, der plötzlich zum Sinnbild des Aufstiegs wird, weil „Blondi“, der farbige Stürmer aus Nigeria, den Sportverein nach oben schießt und endlich, endlich blickt die Welt nach Sässlen.

Wacken 3D

DEU

2014

Norbert Heitker

Einmal im Jahr, an drei Tagen im August, ist das kleine Dorf Wacken in der norddeutschen Provinz Epizentrum, Massenphänomen und Welthauptstadt der etwas härteren Gangart. Dann reisen knapp 75.000 „Metalheads“ aus der ganzen Welt zum Wacken Open Air an. Aber was genau ist es, das Wacken so besonders macht? Was macht die Faszination dieses Festivals aus, was die Magie? Schwer zu sagen, mit bloßen Worten, Zahlen oder Anekdoten.
Und trotzdem irgendwie ganz einfach: Um Wacken zu verstehen, muss man Wacken erleben! In 3D! Mit dabei: Motörhead, Anthrax, Deep Purple und Rammstein.
Eintrittspreise: 10,- € normal / 8,- € ermäßigt / 7,- € für Mitglieder von Cinema Quadrat e.V.

Edgar Schmandt: Im Homosapiensgelände

DEU

2009

Norbert Kaiser

Aus dem Vorhaben, einen kleinen Web-TV-Bericht über den Maler und Künstler Edgar Schmandt zu drehen, kam dem Mannheimer Filmemacher Norbert Kaiser sehr bald die Idee, den Bericht auf einen Dokumentarfilm auszuweiten. Zu umfangreich sind die Werkgruppen des Malers und Schriftstellers. Norbert Kaiser beleuchtet die zahlreichen Facetten des umfangreichen Werks Edgar Schmandts. Seit 1956 lebt und arbeitet der gebürtige Berliner in Mannheim und zählt zu den wichtigsten Künstlern der Stadt und der Region. In Interviews mit dem Weggefährten und Fotografen Robert Häusser (1924-2013) sowie dem ehemaligen Kurator der Mannheimer Kunsthalle Dr. Jochen Kronjäger wird das Werk des Wahlmannheimers Schmandt beleuchtet. Der Film hilft, das unbekannte Werk Schmandts neu zu entdecken. Edgar Schmandt erhält am 29.05.2016 den Erich-Heckel-Preis für sein Lebenswerk.

Edgar Schmandt: Im Homosapiensgelände

DEU

2009

Norbert Kaiser

Edgar Schmandt schuf Gemälde und Grafiken, aber auch Gedichte und Prosa – seit 1956 lebte der im Jahr 2019 verstorbene Künstler in Mannheim, sein Atelier befand sich in der Alten Sternwarte. Er zählte zu den wichtigsten Künstlern der Region, 2016 wurde ihm der Erich-Heckel-Preis für sein künstlerisches Lebenswerk verliehen. Im Jahr 2009 schuf der Mannheimer Filmemacher Norbert Kaiser diesen Dokumentarfilm über Edgar Schmandt und sein umfangreiches Werk. In Interviews mit dem Weggefährten und Fotografen Robert Häusser sowie dem ehemaligen Kurator der Mannheimer Kunsthalle Dr. Jochen Kronjäger wird das Werk des Wahl-Mannheimers Schmandt beleuchtet. Der Film streift die verschiedenen Arbeiten und Themenkomplexe des Künstlers in einem filmischen Kaleidoskop und offenbart das beeindruckende malerische Werk. Skizzierte Köpfe stehen neben den Erscheinungen einer verrückten Welt, der Krieg neben Glaubensfragen und die moderne Technik neben der universellen und fantastisch-realistischen Lyrik und Prosa dieses großen Mannheimer Künstlers.
In Kooperation mit Künstlernachlässe Mannheim und Kunsthalle Mannheim
Einführendes Gespräch mit Regisseur Norbert Kaiser und Silvia Köhler (Künstlernachlässe Mannheim)

NTO Goes China

DEU

2015

Norbert Kaiser

Das Kammerorchester der Musikalischen Akademie des Nationaltheaters Mannheim pflegt den Austausch mit China. Der Dokumentarfilm gewährt einzigartige Einblicke in den Orchesterbetrieb: Sowohl die Uraufführung eines chinesischen Werkes hier in Mannheim, als auch die Mannheimer Konzerte in Fernost werden gezeigt. Als musikalische Botschafter der UNESCO City of Music waren die Musiker unter anderem auf der Expo in Qingdao zu Gast und spielten dort Werke der Mannheimer Schule und eine Auftragskomposition der chinesischen Künstlerin Jin Qiuyue. Zudem erzählt der Film von den exotischen Erlebnissen der Musiker und Hörer auf ihrer Reise ins Reich der Mitte.
In Anwesenheit des Regisseurs.

Die Schwefel Oper

DEU

2015

Norbert Schwefel, Volker Hartmann-Langenfelder

Norbert Schwefel, Heike Schlägel, Leroy Hartmann, Markus Born, Christl Marley

Schon 2007 stellte der Mannheimer Musiker Norbert Schwefel ein erstes Stück aus dem noch »Stahl-Oper« genannten Opus auf dem letzten Sulphur Sonic Festival in der Jungbuscharena vor. Über die Jahre arbeitete er immer wieder an seiner Oper und brachte sie vor seinem Tode glücklich zu Ende. Wir freuen uns sehr, sie nun posthum in einer Kompilation von etwa einer Stunde Material in Filmgestalt hier im Cinema Quadrat präsentieren zu können: Mannheim, Jungbusch. Eine ungleiche Liebe, Industriehafen, Stahl-Symphonie, Wirtschaftswunder, 68er-Bewegung und eine grüne Leiche im Verbindungskanal. Die Geschichte ist teilweise autobiographisch und beschäftigt sich kritisch mit Nachkriegsdeutschland, bis hin zu den aktuellen politischen Schwierigkeiten, die sich in einem sozialen Brennpunkt wie dem Jungbusch ergeben.
Die Produktion erfolgte mit Unterstützung des Kulturamts der Stadt Mannheim. Eintritt: Euro 5,—

Die Schwefel Filme

Norbert Schwefel, Volker Hartmann-Langenfelder, Susanne Käppele u. a.

Der im letzten Jahr verstorbene Mannheimer Musiker Norbert Schwefel war sehr an Film interessiert und experimentierte in den letzten Jahren zuerst mit einer Super 8-Kamera, dann mit einer digitalen Filmkamera. Schon bekannt sind die Filme zu seinem Beatles-Projekt „Number 9“ oder die im Internet kursierenden Clips zu eigenen Songs. Im Cinema Quadrat wird nun der Anfang der Schwefel Oper – der Prolog mit den Unterkapiteln „Ruinen“, „Aufbau“ und „Die moderne Stadt“ präsentiert. Dazu kommt die sog. „Bracchio Trilogie“, die Norbert Schwefel mit Susanne Kaeppele 2010 im alten Dorf am Lago di Mergozzo aufnahm, sowie alte Aufnahmen der vielleicht besten Schwefel-Formation aller Zeiten mit Christl Marley, Ralph Laubscher und Markus Born.

Bruno Ganz - Behind Me

Schweiz

2002

Norbert Wiedmer

Drei Jahre unterwegs mit dem Schauspieler Bruno Ganz. Er spielt an verschiedenen Orten in verschiedenen Rollen. Er spielt aber auch Bruno Ganz, nimmt manchmal die Kamera selbst in die Hand und inszeniert Freunde. Immer wieder arbeitet er an der Rolle des Dr. Faust, jener Theaterfigur, die verzweifelt zu ergründen sucht, „was die Welt im Innersten zusammenhält“. »Ich komme aus einem Milieu in der Schweiz, in dem man so etwas wie Theater gar nicht kannte. Die Geschwister meiner Eltern waren alle Bauern. Und wenn ich bei ihnen die Ferien verbrachte, auf dem Heuwagen lag und in den Himmel guckte, da spürte ich oft ein starkes, beinahe sprengendes Gefühl in mir. Ich war jedoch allein mit diesem Gefühl. Und in da fing ich an mir vorzustellen, wie schön es doch wäre, wenn ich Zeugen hätte, wenn mir bei diesen Gefühlen möglichst viele Leute zuschauen würden.« (Bruno Ganz)

Thomas Crown ist nicht zu fassen

USA

1968

Norman Jewison

Steve McQueen, Faye Dunaway, Paul Burke, Jack Weston

Thomas Crown, respektabler junger Geschäftsmann, will sein fades Luxusleben interessanter gestalten: Um das perfekte Verbrechen durchzuführen, lässt er von angeheuerten Gangstern eine Bank überfallen. Die Versicherungsdetektivin Vicki hat ihn bald in Verdacht und verfolgt ihn offen – und es entwickelt sich ein Spiel zwischen Ermittlung, Verfolgung und Flirt.

Mit ironischer Leichtigkeit bewegen sich Steve McQueen und Faye Dunaway durch diesen coolen, stylischen Kriminal-Klassiker um Geld oder Liebe. Norman Jewisons Inszenierung erreicht durch extreme Tempowechsel und effektvollen Einsatz von Split-Screen-Technik eine höchstmögliche Dynamik.

Zemira e Azor

DEU

2023

Nigel Lowery

Eine Oper für den Kurfürsten zum Jubiläum „300 Jahre Carl Theodor“: „Die Schöne und das Biest“ in Opernform – der verzauberte Prinz Azor lebt in Gestalt eines schrecklichen Tieres einsam in seinem Palast, bis eines Tages ein fremder Kaufmann seine Ruhe stört. Als Strafe soll der Eindringling dem Ungeheuer seine Tochter Zemira opfern. Sie findet bald heraus, dass sich in Azors tierischer Hülle ein menschliches Wesen verbirgt…

Die ursprünglich französische Oper von Grétry wurde am Hofe Carl Theodors einer „Italienisierung“ unterzogen und feierte 1776 in Mannheim seine Erstaufführung. Auf der Bühne des Schlosstheaters Schwetzingen erwecken Bernhard Forck und die Akademie für Alte Musik Berlin gemeinsam mit Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner Nigel Lowery diese ganz besondere Schwetzinger Fassung von ZEMIRA E AZOR zu neuem Leben.

PRT/ESP/FRA

2022

Nuno Beato

Animationsfilm

Die erfolgreiche, doch vom hektischen Geschäftsalltag frustrierte Rosa wird mit der plötzlichen Nachricht vom Tod ihres Großvaters konfrontiert. Rosa kehrt in das Landhaus zurück, in dem sie unter der Obhut des Großvaters aufwuchs, geplagt von Schuldgefühlen, weil sie ihn lange zuvor verlassen hatte. Der war zu ihrer Überraschung in der Dorfgemeinschaft verhasst – und hat unheimliche Tonfiguren gefertigt, die in Rosas Träumen zu Leben erwachen: Sie muss sich den Dämonen des Großvaters stellen, die auch ihre eigenen geworden sind.

Nuno Beato mischt computergenerierte Bilder mit klassischer Stop Motion in diesem faszinierenden Animationsfilm, der nicht als Komödie angelegt ist, sondern ernste Themen behandelt – ein Familiendrama über die Macht der Vergangenheit, Egozentrismus und den Umgang mit dem (auch charakterlich) Vererbten.

Meine Mutter, Mein Bruder Und Ich

DEU/Armenien

2006

Nuran David Calis

Erhan Emre, Kurt Ipokkaya, Lida Zakaryan

Wenn man seine Vergangenheit nicht kennt, kann man seine Zukunft nicht erkennen, sagt Areg, als er erkennt, dass es nicht reicht, die neue Heimat Deutschland mit aller Kraft anzunehmen. Er muss auch seine armenischen Wurzeln akzeptieren. Aber bis er diese Erkenntnis aussprechen kann, muss er einiges an Erfahrung und Kraft aufwenden. Seine Mutter Maria und sein kleiner Bruder Garnik unterstützen seine Pläne, in Deutschland Fuß zu fassen und ein berühmter Filmregisseur zu werden, nicht gerade mit Überzeugung, ja sie sabotieren sie sogar. Während der Einser-Schüler Garnik seine Mutter sprachlich schützt, weil sie sich weigert, Deutsch zu sprechen, und in kindlich-naiver Art davon träumt, in Armenien einen Goldschatz zu finden, bemüht sich Mutter Maria bei jedem Besuch Aregs, den erstgeborenen Sohn von armenischem Essen, armenischen Bräuchen und vor allem von einer armenischen Braut zu überzeugen. Zu allem Unglück ist Maria schwer zuckerkrank und muss immer wieder ins Krankenhaus. Moderation: Frau Krämer-Hus-Hus, FrauenKulturRat, Betreuung: Wolfgang Biller. Der Regisseur ist anwesend.

Auf trockenen Gräsern

TUR/FRA

2023

Nuri Bilge Ceylan

Deniz Celiloglu, Merve Dizdar, Musab Ekici, Ece Bagc

Nuri Bilge Ceylan, der bekannteste türkische Filmemacher (Goldene Palme 2014 für WINTERSCHLÄFER), erweist sich erneut als herausragender Porträtist und Poet des Weltkinos: Ein junger Kunstlehrer aus Istanbul leistet seinen vierjährigen Pflichtdienst in einem abgelegenen anatolischen Dorf. Trotz einer Affäre mit einer Kollegin wartet er darauf, die Trostlosigkeit der Provinz bald wieder verlassen zu können. Doch die Hoffnung schwindet, als ihm zwei Schülerinnen Belästigung vorwerfen.
In dem ihm eigenen Stil bebildert Ceylan mit herausragenden Bildkompositionen und sorgfältig komponierter Klangumgebung die Reise eines Mannes in sein Inneres, der erforschen will, wer er wirklich ist: Trotz der Filmlänge dichtes, intensives, aufregendes Autoren-Kino im allerbesten Sinne.

Drei Affen - Nichts Hören - Nichts Sehen - Nichts Sagen

TUR

2008

Nuri Bilge Ceylan

Ercan Kesal, Yavuz Bingöl, Hatice Aslan

Der Politiker Servet (Ercan Kesal) schläft nachts auf einer Landstraße am Steuer seines Autos ein und überfährt einen Menschen. Statt sich zu der Tat zu bekennen, überredet er seinen Chauffeur Eyüp (Yavuz Bingöl), die Schuld auf sich zu nehmen. Während Eyüp die neunmonatige Haftstrafe für Servet im Gefängnis absitzt, beginnt dieser ein Verhältnis mit Eyüps Frau Hacer (Hatice Aslan). Deren Sohn Ismail (Ahmet Rifat Sungar) entdeckt die Affäre. Als Eyüp wieder frei kommt, nimmt das Drama um emotionale, sexuelle und finanzielle Abhängigkeiten seinen Lauf … Eine Familie droht an kleinen Geheimnissen zu zerbrechen, die plötzlich zu gewaltigen Lügen anwachsen. Um nicht die schmerzlichen Konsequenzen und die Verantwortung tragen zu müssen, verhält sich jeder in der Familie wie die sprichwörtlichen drei Affen: nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. Aber kann man dadurch der Wahrheit entkommen? Filmfestival Cannes 2008: Beste Regie

Jahreszeiten

TUR/FRA

2006

Nuri Bilge Ceylan

Ebru Ceylan, Nuri Bilge Ceylan, Nazan Kesal, Mehmet Eryılmaz, Can Özbatur

Universitätsprofessor Isa (Nuri Bilge Ceylan) und seine viel jüngere Freundin, die künstlerische Leiterin Bahar (Ebru Ceylan), verbringen die Sommerferien im Küstenort Kas. In diesen Tagen zerbricht ihre Partnerschaft, was den deprimierten Isa noch weiter aus der Bahn wirft. Er fährt allein nach Istanbul zurück. Dort stürzt er sich in eine rein körperliche Beziehung mit Serap (Nazan Kesal), die an der Trennung mit Bahar nicht ganz unschuldig ist. Als er erfährt, dass sich Bahar zum Arbeiten in die Osttürkei zurückgezogen hat, begibt er sich auf die Suche. Als bester türkischer Film des Jahres ausgezeichnete Studie einer fehlgeschlagenen Partnerschaft.

Once Upon A Time In Anatolia

TUR

2011

Nuri Bilge Ceylan

Nuri Bilge Ceylan, Ebru Ceylan, Ercan Kesal

Irgendwo in Anatolien. Es ist Nacht, und eine Gruppe von Leuten ist im Dunkel auf der Suche nach einem Tatort. Ein Mann soll umgebracht worden sein. Der Untersuchungsrichter will Fakten und Klarheiten, die Polizei betreut die Verdächtigten, ein Arzt soll die Obduktion vornehmen. Wo nur ist der Körper begraben? Vor uns entfaltet sich ein Krimi in Zeitlupe, hinein choreographiert in die Landschaft und in die Nacht. Über die Figuren erzählt sich das Leben hier, weit weg von allem und mittendrin. Aus dem Dunkel der Nacht tauchen ihre Geschichten an den Tag. Nuri Bilge Ceylan, bekannt als Bild-Meister, feierte die Weltpremiere seines Films beim Festival von Cannes 2011.

Winterschlaf

DEU/FRA/TUR

2014

Nuri Bilge Ceylan

Haluk Bilginer, Melisa Sözen

Melancholisches Beziehungsdrama um Einsamkeit und Entfremdung, mit dem der Istanbuler Filmemacher Nuri Bilge Ceylan zum dritten Mal in Folge die Goldene Palme beim Festival de Cannes gewann. In der Abgeschiedenheit Zentralanatoliens mit seiner kargen Landschaft und bitterarmen Behausungen führt Aydin, Landbesitzer und ehemaliger Schauspieler, ein trendiges, im Winter kaum besuchtes Hotel. Er gefällt sich in seiner Rolle als Kolumnist für die Lokalzeitung und plant ein Buch zum türkischen Theater. In seinem Studio führt er abendliche Gespräche mit seiner geschiedenen Schwester, während die Beziehung zu seiner Frau am Ende der Verständigung durch Worte angekommen ist. Über die fesselnden Dialoge, meist in Schuss-Gegenschuss gefilmt, charakterisiert Ceylan seine Protagonisten. Der treibende Moment des Films ist der Konflikt zwischen reich und arm, dargestellt durch die mit der Miete im Rückstand befindliche Familie in einem von Aydins Häusern. Aggression liegt in der Luft, die sich im Steinwurf eines Jungen entlädt, der folgenschwere Ereignisse in Gang setzt…

Mein Wahres Leben In Der Provinz

F

2002

O. Ducastel / J. Martineau

Ariane Ascardine, Jonathan Zaccaï, Jimmy Tavares

Etienne lebt mit seiner Mutter Caroline in Rouen, der Hauptstadt der Haute-Normandie. Zu seinem 16. Geburtstag schenkt ihm seine Großmutter eine Videokamera. Etienne beginnt, seinen Alltag zu filmen: sein Zuhause, seinen besten Freund Ludovic, der dieselbe Schule besucht, und die Eisbahn, wo er für die französische Meisterschaft im Eiskunstlauf trainiert. Besonders interessiert er sich für Ludovics Hetero-Sexeskapaden sowie für Laurent, seinen Geografielehrer, dem er mit der Kamera nachstellt.

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