Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Durst

Durst KOR

2009

Park Chan-Wook

Song Kang-ho, Shin Ha-kyun, Kim Ok-bin

Im neuesten Werk von Park Chan-Wook unterstützt ein katholischer Priester ein Forschungsprojekt, das ein Heilmittel gegen ein tödliches Virus sucht. Das medizinische Experiment geht schief, der Geistliche stirbt. Nach einer Blutinfusion erwacht er wie durch ein Wunder wieder zum Leben, allerdings als Vampir. Der tief gläubige Mann ist fortan hin- und hergerissen zwischen seiner Gier nach Blut und seiner Berufung als Priester. Er kehrt in seine Heimat zurück, trifft dort einen alten Freund und vor allem dessen Frau, zu der er sich hingezogen fühlt. Die junge Frau sieht in seiner „Veranlagung“ die Chance, mit seiner Hilfe ihren ungeliebten Mann los zu werden. Aus dem einst frommen Mann wird ein hemmungsloser Mörder. Das düstere Opus hat auf dem Filmfestival in Cannes in diesem Jahr den Großen Preis der Jury gewonnen.

I'm A Cyborg But That's Ok

KOR

2006

Park Chan-wook

Su-jeong Lim, Rain, Hie-jin Choi, Byeong-ok Kim, Dal-su Oh

Young-gun ist ein Cyborg – das ist zumindest ihre Meinung. Nach einem Unfall bei einem Energieladevorgang, der wie ein Selbstmordversuch wirkt, wird sie in eine Psychiatrie eingeliefert. Dort trifft sie auf den Masken tragenden Il-soon, einen begabten Dieb, der nicht nur in der Lage ist, Wochentage zu stehlen, sondern auch die Fähigkeiten und Charakterzüge anderer Leute. Nachdem Young-gun ihn bittet, ihre Sympathie zu stehlen, entwickelt er Interesse an der jungen Frau. Da sich Young-gun weigert, andere Nahrung als Batterien zu sich zu nehmen, versucht er sie vor dem Hungertod zu retten. Fantasiereiches Märchen aus den Händen von Park Chan-wook („OLD BOY“).

I'm a Cyborg, But That's OK

KOR

2006

Park Chan-wook

Lim Su-jeong, Rain, Choi Hie-jin, Oh Dal-su

Young-goon wird in die Psychiatrie eingewiesen: Sie hält sich für einen Cyborg, verweigert die Nahrungsaufnahme und will sich an der Steckdose aufladen. Ihr zur Seite steht Il-sun, der sich maskiert und anderen ihre Charakterzüge stehlen will. Young-goon bittet ihn, ihr das Mitgefühl zu stehlen, um ihre Großmutter zu rächen, die ebenfalls im Irrenhaus gelandet ist… Park Chan-wook spiegelt die Innensicht seiner Protagonisten in einem schrill-bunt-überbordenden Bilderkosmos, dem er so originelle wie poetische Momente entlockt – eine verspielt-originelle Auseinandersetzung um Individuen, gefangen in gesellschaftlichen Zwangssystemen.

Lady Vengeance

KOR

2005

Park Chan-Wook

Lee Young-Ae, Choi Sin-Mik, Oh Dai-Su

13 Jahre saß die bildschöne Lee Geum-ja im Gefängnis: Als 19-Jährige war sie mit ihrem erschütternden Geständnis, einen fünfjährigen Jungen entführt und ermordet zu haben, zu trauriger Berühmtheit gekommen. Im Gefängnis galt sie als reuig, als vorbildliche Insassin, als gutherziger Engel. Nach ihrer Entlassung ist davon nichts mehr übrig: Geum-ja zieht als Engel der Rache in die Welt: All die Jahre hat sie eine Täuschung aufrecht erhalten, um in aller Ruhe ihre Vergeltung zu planen und Freunde um sich zu sammeln, die ihr nun bei der Durchführung ihres Plans helfen. Geum-jas Rache gilt ihrem einstigen Kindergartenlehrer, Mr. Baek – und sie wird unerbittlich sein. Was ist vor 13 Jahren vorgefallen? Warum trägt Geum-ja diese Rache in ihrem Herzen? Und wohin wird ihre Reise sie führen?

Sunrise

IND

2014

Partho Sen-Gupta

Hussain, Tannishtha Chatterjee

Jenseits von Bollywood ist Partho Sen-Guptas SUNRISE, ein indischer Neo-Noir, der entsprechend ohne Gesang und Tanz auskommt und stattdessen tief in die Abgründe einer Gesellschaft blickt, in der jedes Jahr zehntausende Kinder verschwinden und sexueller Missbrauch alltäglich ist. Aus einem Traum oder vielmehr einem Albtraum erwacht Inspektor Joshi zu Beginn des Films. Im unaufhörlichen Monsunregen Mumbais ist Joshi nicht nur Polizist, sondern auch persönlich Opfer eines Verbrechens. Vor Jahren ist seine Tochter verschwunden, vielleicht entführt, vielleicht einem Menschenhändlerring zum Opfer gefallen. Auch Jahre später hat Joshi die Hoffnung nicht aufgegeben, seine Tochter wieder zu finden, während seine Frau vor Verzweiflung fast wahnsinnig wird. In der Polizeistation scheint Joshi der einzige zu sein, dem das Schicksal verschwundener Kinder nahe geht. Seine Kollegen nehmen die Meldungen neuer Entführungen kaum noch zur Kenntnis.
Enge Tunnel, durch die Joshi bald kriechen wird, um zahlreiche entführte und zur Prostitution gezwungene Mädchen zu retten, lassen psychoanalytische Lesarten zu, erinnern an die surrealen Bilderwelten eines David Lynchs. Ein nicht nur stilistisch außerordentlicher Film!
Mitgliederaktion: am 22.10. Eintritt für Cinema Quadrat-Mitglieder frei

Der große Tag

FRA

2015

Pascal Plisson

Albert aus Kuba, Nidhi aus Indien, Ben aus Uganda, Deegli aus der Mongolei – vier Kinder stehen vor einem großen Schritt in ihrem Leben. Ob Mathematik oder Sport, ihre Träume und Wünsche könnten unterschiedlicher nicht sein, doch ihr Weg ist bestimmt von Selbstdisziplin und Ehrgeiz – immer mit ihrem Ziel fest vor den Augen. In seiner neuen Dokumentation begleitet Regisseur Pascal Plisson (AUF DEM WEG ZUR SCHULE) die Kinder und ihre Familien bei ihren Vorbereitungen für den großen Prüfungstag.
Diskussionspartnerin: Verena Bloch, Fachreferentin für Kinderrechte Kooperationspartner: Eine-Welt-Forum Mannheim e.V.

Das Tier im Dschungel

FRA/BEL/AU

2023

Patric Chiha

Anaïs Demoustier, Tom Mercier, Béatrice Dalle, Martin Vischer, Sophie Demeyer

May, Mitte 20, trifft auf der Toilette im Club auf John. John wartet: irgendwann wird ein Ereignis eintreten, das alles verändert. Fortan treffen sich die beiden allwöchentlich, sie wartet mit ihm. Über 20 Jahre lang warten sie, umgeben von ausgelassen Tanzenden, die Zeit vergeht von Disco bis Industrial, von Mitterand über Aidskrise bis zu 9/11…
Regisseur Patric Chiha verlegt die gleichnamige Kurzgeschichte von Henry James in einen Pariser Club, wo er seine Figuren der Anziehungskraft einer möglichen Zukunft erliegen lässt, von der sie glauben, dass sie wie ein Urwaldbiest lauert und irgendwann zuschlägt. Die Geschichte von lähmender Furchtsamkeit und innerer Hoffnung, visuell verspielt umgesetzt und zugleich existentiell fragend. „Glanzvoll und hypnotisch. Eine der schönsten Überraschungen dieser Berlinale.“ (Le Monde)

Gabrielle – Liebe Meines Lebens

FRA/ITA/DEU

2005

Patrice Chéreau

Isabelle Huppert, Pascal Greggory, Claudia Coli

Paris 1912. In der prächtigen Kulisse ihrer Stadtvilla hat sich ein vermögendes Paar (Isabelle Huppert, Pascal Greggory) in seiner Ehe arrangiert – ohne tiefe Gefühle, dafür mit vielen gesellschaftlichen Verpflichtungen und glänzenden Empfängen. Das funktioniert solange, bis die Frau eines Tages ihren Mann für einen Liebhaber verläßt – und dann, nur wenige Stunden später, diese Entscheidung revidiert und zurückkehrt. Es beginnt ein intimes Duell der Körper, der Herzen und der Seelen… Der neue Film von Patrice Chèreau („Intimacy“).

Das Zweite Leben Des Monsieur Manesquier

FRA

2002

Patrice Leconte

Jean Rochefort, Johnny Hallyday, Jean-François Stevenin, Isabelle Petit-Jacques

Ein mysteriöser Fremder steigt als einziger Reisender in einem verschlafenen französischen Dorf aus dem Zug mit dem Ziel eine Bank zu überfallen. Kurz nach seiner Ankunft begegnet er zufällig Manesquier, einem pensionierten Lehrer, der kurz vor einer Herzoperation steht. Zwischen den beiden unterschiedlichen Männern entsteht eine Art Freundschaft, Während sie sich immer besser kennen lernen, wird klar, dass jeder sich wünscht, er hätte das Leben des anderen führen können. Der Lehrer, der davon träumt, ein Abenteurer zu sein, und der Abenteurer, der sich nach einem friedlichen Leben sehnt. Die Frage, was gewesen wäre, wenn jeder der beiden den Weg des anderen eingeschlagen hätte, wird für die beiden Männer immer existentieller. Sie haben drei Tage Zeit, dies herauszufinden – drei Tage, um sich vorzustellen, dass ein anderes Leben möglich gewesen wäre…

Maigret

FRA

2022

Patrice Leconte

Gérard Depardieu, Jade Labeste, Mélanie Bernier, Aurore Clément

Paris in einer verregneten Nacht in den 1950ern: Eine junge Frau wird tot aufgefunden, niemand scheint sie zu kennen oder zu vermissen. Der schwermütige Kommissar Maigret rekonstruiert systematisch die einsamen Wege des Opfers durch diese kalte, unbarmherzige NighStadt. Und er nimmt sich dabei einer einsamen jungen Frau an, die in ähnlichen Umständen wie die Tote lebt. In ihm regt sich die Erinnerung an ein anderes Verschwinden, das ihn tiefer berührt hat als jedes Verbrechen dieser Welt…
Kommissar Maigret, von George Simenon in über 100 Romanen und Erzählungen zum Leben erweckt, wird auch in Kino und Fernsehen immer wieder aufgegriffen. In diesem Film tritt der Krimiplot in die zweite Reihe, Patrice Leconte fokussiert sich ganz auf die Hauptfigur: Gérard Depardieu verkörpert den Kommissar mit kolossaler Zartheit und melancholischer Würde.
Einführung: Cosima Besse, Institut Français Mannheim

Das Ungesagte

DEU

2025

Patricia Hector, Lothar Herzog

Dokumentarfilm

Die meisten Deutschen, die zwischen Anpassung und Begeisterung das NS-Regime unterstützt hatten, haben nach 1945 nie wieder über diese Zeit gesprochen. In fast allen deutschen Familien war das Thema tabu: das Ungesagte. Mit psychologischem Ansatz lässt der Film diese Menschen zu Wort kommen: Was sie damals dachten und fühlten, und wie sie heute ihre Beteiligung am Naziregime beurteilen. Zugleich erzählen jüdische Überlebende: Ihre Aussagen erhellen die bis heute verbliebenen blinden Flecken im kollektiven Unbewussten der damaligen mehrheitsdeutschen Gesellschaft.

Die Verbindung gänzlich unterschiedlicher Lebensläufe eröffnet unerwartete, erschütternde Einblicke in die deutsche Geisteshaltung; wegen des hohen Alters der Protagonist*innen – einige davon aus Speyer und Weinheim – möglicherweise ein letztes Dokument dieser Art.

Les Petites Couleurs

F / CH

2002

Patricia Plattner

Anouk Grinberg, Bernadette Lafont

Die 35-jährige Friseurin Christelle hat das Leben an der Seite ihres gewalttätigen Mannes endgültig satt. Als der wieder mal durchdreht, schlägt Christelle zurück. Sie setzt sich ins Auto und flieht in Panik vor dem möglicherweise begangenen Mord ziellos durch die Nacht. In einem Motel trifft sie auf die Managerin Mona, die Christelle zunächst ein Zimmer, später einen Job und dann ihre Freundschaft anbietet.

Der Perlmuttknopf

CHL/FRA/ESP

2015

Patricio Guzmán

Schon mit »Nostalgia De La Luz« begab sich der chilenische Dokumentarist Patricio Guzmán auf die Suche nach den Opfern der Pinochet- Diktatur. Mit seinem aktuellen Film bleibt er dieser Thematik treu, auch wenn es ihn diesmal auf den Meeresboden an der chilenischen Küste verschlägt. Denn es war eine gängige Praxis, die Leichen von getöteten Oppositionellen in Kartoffelsäcke zu verpacken und – mit Eisenbahnschienen beschwert – vom Helikopter aus über dem Ozean abzuwerfen. Ein verwitterter Perlmuttknopf, der auf dem Meeresgrund neben einer verrosteten Schiene gefunden wurde, steht symbolisch für alle Verschwundenen. Die weit verzweigte Struktur des Films verknüpft Vergangenheit und Gegenwart Patagoniens: die Sprache der Ureinwohner, die Methoden der ersten englischen Seeleute und auch das Schicksal der politischen Gefangenen. Dabei verliert Guzmán, der den Off-Kommentar selbst einspricht, das Thema trotz aller poetischen Ausflüge nicht aus dem Fokus. Kunstvolle Landschaftsbilder kontrastieren die historischen Schrecken.
Der Perlmuttknopf lief als einziger Dokumentarfi lm im Wettbewerb der Berlinale 2015 und erhielt dort den Silbernen Bären für das beste Drehbuch sowie den Preis der ökumenischen Jury.

La nostalgia de la luz - Nostalgie Des Lichts

CHL

2010

Patricio Guzmán

In der unendlichen Weite der Atacama-Wüste im Norden Chiles sind sechs internationale astronomische Observatorien in Betrieb. Diese gigantischen Beobachtungsstationen des Weltraums, der Sterne und ferner Galaxien sind auf dem modernsten technischen Stand. Nur wenige Meter davon entfernt graben Angehörige der Opfer Pinochets nach Überresten ihrer „Verschwundenen“. Von dieser Vergangenheit will die moderne, zukunftsgerichtete Gesellschaft Chiles nichts wissen. Die Suche nach der Vergangenheit und das Ausschauhalten nach der Zukunft – sie liegen in der Atacama-Wüste dicht beieinander. Patricio Guzmán, geboren 1941 in Chile, studierte von 1963-1966 in Madrid Regie und leitete danach in Santiago de Chile die Werkstatt für Dokumentarfilm. Nach dem Putsch 1973 floh er ins Exil und erstellte zwischen 1975 und 1979 mit seinem geschmuggelten Filmmaterial die Trilogie „La batalla de Chile“, mit der er weltweiten Ruhm erlangte. 1997 gründete er das Int. Dokumentarfilm-Festival in Santiago und lebt heute in Paris. Sein Filmschaffen ist geprägt von der Auseinandersetzung mit der Diktatur Pinochets und deren Folgen sowie dem kollektiven Vergessen. Er gehört zu den wichtigsten Filmschaffenden Lateinamerikas. „Nostalgia de la luz“ ist ein weiteres sozialpolitisches, poetisches Meisterwerk, das u.a. im Wettbewerb von Cannes lief.

Mi Pais Imaginario – Das Land meiner Träume

CHL/FRA

2022

Patricio Guzmán

Im Oktober 2019 führt die Erhöhung der Metro-Preise in Santiago de Chile zu von der Regierung unerwarteten sozialen Protesten. Eineinhalb Millionen Menschen finden zusammen, um in den Straßen für Demokratie, ein gerechteres Bildungs- und Gesundheitssystem sowie eine neue Verfassung zu demonstrieren – kurz: für ein besseres Leben. So vielfältig die Forderungen, so divers sind auch die Demonstrierenden, besonders laut erklingen die Stimmen und Sprechgesänge der Frauen. Mit Erfolg: Die Verfassung der Militärdiktatur wird gekippt.
Der Filmemacher Patricio Guzmán liefert ein erfrischendes Zeitdokument, das fesselt und unter die Haut geht: die Geschichte einer Revolution, wobei Guzmán aufwühlende Aufnahmen von Protesten an vorderster Front mit der komplizierten und blutigen Geschichte Chiles verbindet.
Im Anschluss an die Filmvorführung am 15.5.: Filmdiskussion mit Exilchilenen, die den Putsch von 1973 selbst miterlebt haben.
In Kooperation mit ABYA YALA Mannheim e.V.
Patricio Guzmán, 1941 in Santiago de Chile geboren, sgtudierte Anfang der 1960er Jahre Geschichte und Philosophie, anschließend am Filminstitut der Katholischen Universität und an der Filmhochschule Madrid. Seit 1971 realisiert er Filme, unter anderem NOSTALGIE DES LICHTS, 2010 (Europäischer Filmpreis), und DER PERLMUTTKNOPF, 2015 (Silberner Bär der Berlinale). Nach dem Militärputsch von 1973 wurde er ins Exil gezwungen. Er ist Direktor des von ihm gegründeten Internationalen Dokumentarfestivals in Santiago de Chile.

Salvador Allende

FRA/CH/DEU/ESP

2004

Patricio Guzmán

Am 11. September 1973 nahm sich der chilenische Präsident Salvador Allende das Leben, als die Putschisten unter General Augusto Pinochet den Regierungspalast stürmten. Wer war dieser Politiker, der mit seinen Überzeugungen so viel hoffnungsvolle Begeisterung bei den Arbeitern und so viel Hass beim Bürgertum auslöste? Unbekanntes Archivmaterial, Zeitzeugenaussagen und die Betroffenheit des Chronisten Patricio Guzmán, 1973 selbst ins Exil gezwungen, münden auch in die Frage, warum Allendes Andenken im heutigen Chile marginalisiert wird. SALVADOR ALLENDE ist eine beeindruckende exemplarische Reflexion über Ethik in der Politik. (also leider ab 18)

Die Kordillere der Träume

CHL/FRA

2019

Patricio Guzmán.

Die Anden als Gebirgskette von Träumen und Alpträumen: Die Berge dominieren Chiles Landschaft, und ausgehend von ihnen beschäftigt sich der gefeierte Dokumentarfilmer Patricio Guzmán mit der Geschichte seines Landes. Die Natur seiner Heimat betrachtet er dabei als Sinnbild der politischen Historie von revolutionärer Utopie, faschistischer Diktatur und neoliberalem Raubbau. Erinnerungen und Bilder verknüpfen sich, und mit sanfter Stimme in einem persönlichen Text begleitet und geleitet Guzmán durch die politischen Fragen und ökonomischen Realitäten, durch deren künstlerische Verarbeitung und sein eigenes Bildermachen – überwältigende Bilder der Anden und prägnante Bilder von Chiles Wirklichkeit. Der Film wurde in Cannes als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Drive Angry 3D

USA

2011

Patrick Lussier

Nicolas Cage, Amber Heard, William Fichtner, Billy Burke, David Morse

John Milton schmorrt in der Hölle. Als jedoch eine Sekte seine Tochter ermordet und sein Enkelkind entführt, bricht er aus seinem teuflischen Gefängnis aus und kehrt in die Welt der Lebenden zurück, um Rache zu nehmen und seinen Sprössling zu retten. Mit Hilfe der toughen Kellnerin Piper und verschiedener Muscle Cars macht Milton sich auf die Suche nach Sektenführer Jonah King, der die Hölle auf Erden entfesseln will. Auf seiner blutigen Jagd nach Vergeltung bringt Milton bald nicht nur die Polizei auf seine Fährte, sondern auch den „Buchhalter“, die rechte Hand des Teufels…
3D-Brille aufsetzen, Gurt festziehen und gut festhalten: Die Grindhouse-Hommage DRIVE ANGRY ist ein wilder Mix aus Action- und Horrorfilm, der rasante Verfolgungsjagden und explosive Schusswechsel mit zahlreichen derben Splattermomenten kombiniert. Neben der gewohnt eigenwilligen Performance von Kultikone Nicolas Cage steht hier vor allem die sehr kreativ eingesetzte 3D-Technik im Mittelpunkt, die nicht nur durch spaßig Pop- Outs überzeugt, sondern auch durch hohe Tiefenwirkung und Plastizität.
Sie können Dauerkarten für das gesamte Pop Out!-3D-Festival kaufen; die Langfilme sind in Double Features eingeteilt; und natürlich sind auch Einzelkarten erhältlich! Im Spielplan auf unserer Homepage können Sie die verschiedenen Varianten aussuchen.

Wagner & Me

GBR

2010

Patrick McGrady

Kann ein Kunstwerk unabhängig von seinem Künstler existieren? Welchen Einfluss hat die Persönlichkeit des Erschaffers auf die Qualität seines Werkes? Dies sind die Fragen von Stephen Fry, wenn er sich in WAGNER & ME auf die Spuren von Richard Wagner begibt. Obwohl er aus einer jüdischen Familie stammt und Angehörige durch den Holocaust verloren hat, ist der Schauspieler seit Kindertagen ein Verehrer der Musik des Komponisten. Doch während seiner Reise nach Bayreuth kommen ihm Zweifel… Eine gelungene Dokumentation, deren Thematik einen Diskurs über die Beziehung zwischen Künstler und Werk eröffnet, diesen aber nicht im abstrakten Raum belässt, sondern eine persönliche Geschichte damit verknüpft.

Anhedonia – Narzissmus als Narkose

DEU

2016

Patrick Zimmer

Robert Stadlober, Wieland Schönfelder, Blixa Bargeld

Wir schreiben das Jahr 2020. Weltweit werden tagtäglich Milliarden von Menschen Opfer der digitalen, medialen, narzisstischen, hedonistischen, karrieristischen und konsumorientierten Reizüberflutung und Suggestion durch das Establishment. Als Folge breitet sich die mysteriöse Krankheit „Anhedonie“ aus, bei der die Betroffenen plötzlich unfähig sind, Freude, Lust und Befriedigung zu empfinden. Auch die Aristokraten- Söhne Franz und Fritz Freudenthal gehören zu den Erkrankten. Sie suchen Hilfe bei einem Psychotherapeuten, der eine revolutionäre Therapie erdacht hat. Doch der Weg zur möglichen Heilung bringt die beiden schon bald an ihre Grenzen…
ANHEDONIA ist ein surrealer Trip voller Zitate, doppelter Böden und Brüche der vierten Wand. Hier kann alles passieren, von spontaner Teleportation bis hin zu einem zur Seite sprechenden Blixa Bargeld, der die Handlung mit pointierten Monologen immer wieder unterbricht.

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