Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

The Cakemaker

ISR/DEU

2017

Ofi r Raul Graizer

Sarah Adler, Tim Kalkhof, Zohar Strauss, Roy Miller, Sandra Sade

Thomas arbeitet in einer kleinen Konditorei in Berlin. Oren, ein israelischer Geschäftsreisender, verheiratet und Vater eines Sechsjährigen, betritt die Konditorei, und die beiden verlieben sich ineinander. Jäh endet ihr Verhältnis, als Oren tödlich verunglückt. Tief bestürzt fährt Thomas nach Jerusalem, um dort Spuren von Oren und seinem Leben zu fi nden, das ihm in Berlin verborgen geblieben war. Er lässt sich von Orens Witwe Anat in ihrem Café als Küchenhilfe anstellen und beginnt, dort erfolgreich seine Plätzchen und Kuchen zu backen. Für Anat, die nichts ahnt von Orens Doppelleben, wird Thomas mehr und mehr zu einer wichtigen Stütze. Die Anziehung zwischen den beiden wächst, und es beginnt eine Liebesgeschichte, die zeigt, wie Liebe über die Grenzen des Todes hinweg wirken kann, aber auch, wie endgültig Entscheidungen sein können.
Diskussionspartner: Volker Keller, Autor über jüdisches Leben in Mannheim

Beauty

ZAF

2011

Oliver Hermanus

Charlie Keegan, Deo Lotz

François lebt im südafrikanischen Bloemfontein und ist ein Weißer afrikaans-sprechender Familienvater Mitte 40. Das Gespür für das eigene Glück ist im Laufe der Jahre irgendwann irgendwo auf der Strecke geblieben. François hat sich in seinem berechenbaren Leben derart häuslich eingerichtet, dass ihn eine zufällig-schicksalhafte Begegnung völlig aus der Bahn zu werfen droht. Gewinner des QUEER PALM Award – Bester Spielfilm beim 64. Filmfestival in Cannes. (also ab 18)

Das Experiment

D

2000

Oliver Hirschbiegel

Moritz Bleibtreu, Justus von Dohnànyi

4000 Mark für zwei Wochen: Leicht verdientes Geld und ein netter Spaß noch dazu, denken die 20 Freiwilligen, die sich auf das von einem Psychologieprofessor ausgeschriebene Experiment über Aggression und Gehorsam einlassen. Die Hälfte von ihnen soll in einer zwar fiktiven, aber absolut realistisch gestalteten Gefängnissituation die Wärter spielen, die andere Hälfte die Gefangenen. Unter Letzteren befindet sich Tarek, ein Journalist, der eine brisante Story wittert. Um dieser mehr Pep zu geben, schlüpft er zunächst bewusst in die Rolle des Aufsässigen und stachelt seine „Mitgefangenen“ auf. Regisseur Oliver Hirschbiegel hat aus dem Roman von Mario Giordano einen Psychothriller gedreht, in dem er sich ausbreitende Hysterie und die Eskalation von Gefühlen beeindruckend darstellt und dafür den Bayerischen Filmpreis für die beste Regie bekommen.

Sirāt

ESP/FRA

2025

Oliver Laxe

Sergi López, Brúno Núñez, Stefania Gadda, Joshua Liam Henderson, Jade Oukid

Marokko, Wüste, im Hintergrund Berge; enorme Lautsprechertürme, eine Menschenmenge – ein Rave mitten im Sand. Ein Vater und ein Sohn kommen an, fragen nach Mar, der Tochter und Schwester – die ist verschwunden. Die Suche führt sie zusammen mit einer Gruppe von Ravern auf einen Off-Road-Trip durch die Wüste. Ein Ort, an dem man sich verlieren kann, gerade, wenn man jemanden sucht.

Atmosphärisch, flirrend, mysteriös – Oliver Laxe gelingt ein hypnotischer Film mit magischen Bildern, in dem sich alles jederzeit auflösen kann. Und nie ist sicher, was als nächstes kommen mag. „Ein irrwitziger Roadtrip durch das Wüstenfegefeuer – verstörend, faszinierend und mit Kultpotential“ (Variety) – „Ein albtraumhaftes wie auch berauschendes Erlebnis, durchzogen von ungewöhnlicher Liebe und Zärtlichkeit.“ (The New Yorker)

Produziert von Agustín und Pedro Almodóvar – Preis der Jury in Cannes!

Fly Rocket Fly

DEU

2018

Oliver Schwehm

Schwäbische Ingenieure greifen zu den Sternen: Lange vor dem Weltallprogramm von Tesla-Chef Elon Musk gründen Mitte der 1970er Lutz Kayser und seine tüftelnden Kollegen die OTRAG – Orbital Transport und Raketen Aktiengesellschaft. In Zaire erhalten sie für ihr privates Raketenprogramm vom Diktator ein Versuchsgelände von der Größe der DDR. Dort, mitten im Buschland, bauen sie einen Weltraumbahnhof auf, inklusive eigener Metzgerei und Hanfplantage. Und von dort aus schießen sie Raketen in den Himmel – bis die Politik dazwischenfunkt: Weder West noch Ost können deutsche Raketen erlauben, und Europa bastelt an der Ariane…
Eine so wahnwitzige wie wahre Mischung aus Abenteuergeschichte und Politthriller, aus Lausbubenstreich und Wirtschaftskrimi – angesiedelt zwischen FITZCARRALDO, LOHN DER ANGST und „Tim und Struppi auf dem Mond“.
Am 1.10. im Anschluss Filmdiskussion mit dem Regisseur Oliver Schwehm

Alexander

USA

2004

Oliver Stone

Colin Farrell, Angelina Jolie, Val Kilmer, Anthnony Hopkins, Christopher Plummer

Das HistorienEpos Alexander von Oscar-Preisträger Oliver Stone basiert auf der Lebensgeschichte Alexanders des Großen (356 – 323 vor Christus), der bereits im jungen Alter von 25 Jahren auszog, um zusammen mit der griechischen Armee das gefürchtete Persische Reich einzunehmen. In einem acht Jahre dauernden Feldzug drangen er und seine Truppen bis nach Indien und Ägypten vor und legten damit den Grundstein für die Verbreitung der griechischen Kultur sowie den späteren Siegeszug des Römischen Reiches. Starregisseur Oliver Stone konzentriert sich in seinem prominent besetzten Historiendrama auf das Intime vor dem Hintergrund des Monumentalen, bietet Exotik, Schauwerte, Spektakel, vor allem aber das ambitionierte Porträt eines Mannes, der gebildet und grausam, Kulturmensch und Barbar war und viele Widersprüchlichkeiten faszinierend in sich vereinte. In Kooperation mit der FS Geschichte der Uni Mannheim.
Einführung: Daniel Franz

Die Wilde Zeit

FRA

2012

Olivier Assayas

Frankreich 1971: Im Nachhall der 1968er Bewegung probt eine kleine Gruppe von Gymnasiasten in der Pariser Banlieue den Widerstand, glaubt an einen politischen Systemwechsel. Die jungen Leute drucken Flugblätter, besprühen die Schulmauern, debattieren nächtelang. Als sie bei einer ihrer Aktionen einen Wachmann schwer verletzen, bricht die Gruppe langsam auseinander. Jeder sucht den für sich eigenen Weg – künstlerische Kreativität, Drogen, Anarchismus oder fernöstlichen Philosophien. Perfekt inszeniert von Oliver Assayas.

Die wilde Zeit – Après mai

FRA

2012

Olivier Assayas

Clément Métayer, Lola Créton, Felix Armand, Carole Combes

Gilles, 17-jähriger Schüler, lebt in einer wilden Zeit: Der Zeit nach dem Mai ’68. Für den wirklichen Protest damals waren er und seine Freunde zu jung – doch auch drei Jahre später spüren sie den revolutionären Impuls, der in den End-Sechziger Jahren durch Frankreich drängte. Zwischen Politik und Rebellion, Liebe und Jugend, Kunst und Popkultur treibt Gilles durch die kreative Aufbruchstimmung der Zeit, wird von ihr mitgerissen. Er entdeckt die Liebe, sein Interesse für Malerei und Film – und weiß gleichzeitig, dass er zwischen seinen Freunden, seinen politischen Überzeugungen und seinen ganz persönlichen Träumen einen eigenen Weg finden muss.
Beeinflusst von seinen eigenen Jugenderinnerungen zeichnet Olivier Assayas (CARLOS – DER SCHAKAL) das Bild einer Jugend in den frühen 1970er Jahren: Nicht als Retro-Nostalgie, sondern als aufrichtiges Porträt einer Epoche der kurzen, flammenden Jugendzeit.
Themenabend 50 Jahre französische 68er-Revolution mit Einführung

Personal Shopper

FRA/DEU/CZE/BEL

2016

Olivier Assayas

Kristen Stewart, Lars Eidinger, Sigrid Bouaziz, Anders Danielsen Lie, Nora von Waldstätten

Maureen, Amerikanerin in Paris, ist persönliche Einkaufsassistentin des Supermodels Kyra. Die Kleidung und Accessoires, mit denen sie täglich umzugehen hat, wird sie sich wohl nie selbst leisten können. Sie sieht sich selbst als Medium und wartet auf Nachrichten von ihrem verstorbenen Zwillingsbruder – in dessen Haus findet sie unerklärliche Zeichen vor, und sie bekommt anonyme Handynachrichten. Aus dem Jenseits – oder von Kyras Liebhaber?

Inmitten der oberflächlichen Flüchtigkeiten einer modernen Glamour-Welt sucht Maureen Spiritualität und Wahrheit. Für seinen komplexen Genre-Hybrid aus Geisterfilm und Psychothriller wurde Olivier Assayas in Cannes für die beste Regie ausgezeichnet.

La vie en rose / La Môme

FRA/GBR/CZE

2007

Olivier Dahan

Marion Cotillard, Pascal Greggory, Sylvie Testud, Gérard Depardieu, Emmanuelle Seigner

„Milord“, „La vie en rose“, „Non, je ne regrette rien“ – Édith Piaf, der „Spatz von Paris“, vermittelte der Welt die französische Identität wie keine andere Sängerin vor oder nach ihr. Ihre Stimme war stark, ausdrucksvoll und leidenschaftlich, ihre Chansons Welthits. Und ihr Privatleben war von einem Übermaß an Tragik geprägt…

In dieser von unsterblicher Musik durchsetzten Hommage an eine Nationalheldin spielt Marion Cotillard die Piaf sowohl als 18-jährige Straßensängerin wie auch als gealterte, kranke Chanteuse kurz vor ihrem Tod 1963 – die herausragende Leistung als Hauptdarstellerin wurde mit dem Oscar gekrönt.

Felix

F

1999

Olivier Ducastel, Jacques Martineau

Sami Bouajila, Patachou

Felix, ein schwuler Franzose arabischer Herkunft, lebt mit seinem Freund Daniel in Dieppe in der Normandie. Als er arbeitslos wird, macht er sich auf die Suche nach seinem Vater, den er nie kennengelernt, von dem er aber eine Adresse in Marseille hat. Auf seinem Weg durch das frühsommerliche Land lernt Felix verschiedene Menschen kennen, die für ihn nach und nach zu der Familie werden, die er nie hatte. Er läßt sich auf die Figuren ein, verweilt einen Moment bei ihnen, um dann mit neuen Erfahrungen weiterzuziehen. Ganz selbstverständlich erzählen Olivier Ducastel und Jacques Martineau in ihrem Roadmovie von Arbeitslosigkeit, AIDS und Rassismus. Heiter und humorvoll inszenieren sie in brillanten Bildkompositionen und in Cinemascope einen unkonventionellen Selbsterfahrungstrip. Der Film wurde dafür im letzten Jahr in Berlin mit dem „Teddy“ ausgezeichnet.

Théo & Hugo

FRA

2016

Olivier Ducastel, Jacques Martineau

Geoffrey Couët, François Nambot

Paris, früh am Morgen: Im tiefroten Licht eines Sexclubs begegnen sich die Körper von Théo und Hugo. Ein erster Blick, und sie begehren nur noch einander. Nach dem Sex verlassen sie zusammen den Club, laufen einfach los, reden über die Schönheit von Penissen, über den Rausch der Sinne und die große Liebe. Bis ein Detail die wilde Romantik zwischen den beiden durcheinander wirbelt…
Furios und explizit spielt der neue Film von Ducastel und Martineau in Echtzeit. Teddy-Publikumspreis der Berlinale!

Hör auf zu lügen

FRA

2023

Olivier Peyon

Guillaume de Tonquédec, Victor Belmondo, Guilaine Londez, Jérémy Gillet, Julien De Saint Jean

Der erfolgreiche Romanautor Stéphane Belcourt kehrt nach 35 Jahren in seine Heimatstadt zurück, er wurde als Markenbotschafter zum 200. Jubiläum einer Cognac-Marke eingeladen. Überrascht stellt er fest, dass Lucas, einer der Unternehmensmitarbeiter, der Sohn seiner ersten großen Liebe Thomas ist. Stéphane ergeht sich in Erinnerungen an eine leidenschaftliche Liebe in einem flirrenden Sommer, zu einer Zeit, in der gleichgeschlechtliche Liebe im Verborgenen blühen musste.
Mit seiner Verfilmung des gleichnamigen autobiografischen Bestsellers von Philippe Besson gelingt Olivier Peyon ein bewegender Film über die berauschende Kraft der ersten Liebe. „Ein Film, an dem so gut wie einfach alles stimmt.“ (queer.de

Kalle Blomquist - Sein Schwerster Fall

Olle Hellbom

Leif Nilsson, Sven Almgren, Brigitta Hörnblad

Meisterdetektiv Kalle Blomquist und der Geheimbund der „Weißen Rose“ werden in einen mysteriösen Mordfall verwickelt. Bei einem Auftrag, den Eva-Lotta für die „Weiße Rose“ erledigen soll, findet sie einen ermordeten Mann. Eva-Lotta kann den Mörder sogar noch sehen – und sie würde ihn jederzeit wiedererkennen, das sagt sie auch der Polizei. Als ihr Name und ihre Adresse daraufhin in der Zeitung stehen, wird es für Eva-Lotta gefährlich. Doch Kalle Blomquist wäre nicht Meisterdetektiv, wenn er hier keinen Ausweg wüßte. empfohlen ab 8 Jahren.

Pippi Langstrumpf

Schweden

1968

Olle Hellbom

Inger Nilsson, Maria Persson, Pär Sundberg

„Zwei mal drei macht vier – widdewiddewitt und drei macht neune! Ich mach‘ mir die Welt – widdewidde wie sie mir gefällt …“ Eines Tages reitet ein rothaariges, sommersprossiges Mädchen mit abstehenden Zöpfen auf einem schwarz-weiß gepunkteten Pferd in eine kleine idyllische schwedische Stadt und zieht in das bunteste Haus, die Villa Kunterbunt ein. Es ist Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf. In ihrer Begleitung befindet sich außer dem Pferd namens „Kleiner Onkel“ noch ein Äffchen, das Pippi mit „Herr Nilsson“ anredet. Die Nachbarskinder Thomas und Annika sind begeistert und schließen schnell Freundschaft mit Pippi.

Mia San Dageng!

DEU

2007

Olli Nauertz & Katz Seeger

Lorenz Lorenz, Frank Magnus, Gerard Carbonell, Jörg Evers, Sigi Hümmer, Sepp Stark, Harry Kulzer, Gerd Huckert, Roderich Fabian, Katz Seger

Eine filmische Collage aus rarem Archivmaterial, neu gedrehten Interviews sowie alten und aktuellen Konzertmitschnitten der verschiedensten Punk-Bands aus München. Neben der Musik geht es dabei auch um die politischen und sozialen Besonderheiten, mit denen die Punk-Bewegung im konservativen Bayern der 70er und 80er Jahre konfrontiert wurde. Über bayerische Widerständigkeit, über Punkmusik, Pogo, Protest und Politik in der bayerischen Metropole. (also ab 18)

Erlösung

FIN/S

1991

Olli Saarela

Kari Heiskanen, Jussi Lehtonen, Jussi Puhakka

1918 im Norden Kareliens: Finnland ist unabhängig von Russland geworden, doch trotzdem tobt der Bürgerkrieg zwischen kommunistischen Truppen und zaristischen Weißgardisten auch auf finnischem Gebiet. Dem inmitten der einfachen Dorfbevölkerung völlig verein-samten Vikar Patrik Sillmann wird ein junger Soldat der Roten als Gefangener anvertraut. Doch Sillmann will ihn nicht ausliefern. In diesem düsteren, epischen Historiendrama ebnet sich der Finne Olli Saarela den Weg in die deutschen Kinos und zeigt in dem in seiner Heimat mit Preisen überhäuften Werk, dass nicht nur die Kaurismäki-Brüder heiße Exportschlager sind.

Familienfilm

CZE/SVN/FRA/DEU

2015

Olmo Omerzu

Karel Roden, Vanda Hybnerová, Daniel Kadlec, Jenovéfa Boková

Mutter und Hund der gutbürgerlichen Prager Familie zu einem Segeltörn ans andere Ende der Welt aufbrechen, probieren die so freundlich und vernünftig wirkenden Kinder ihre neuen Freiheiten aus. Erik, Schüler, und seine Schwester Anna, Studentin, schlagen die Langeweile mit Zockernächten am Computer tot, mit obskuren Mutproben, mit ersten Liebeserfahrungen. Dann bricht der gelegentliche Skype-Kontakt zu den Eltern ab, das Schiff sinkt im Sturm, und allein der Familienhund scheint die Rettung zu sein für eine zerbrechende Familie…
Ein „existentielles Abenteuer“ über Entfremdung nennt Regisseur Omerzu sein Spielfilmdebüt: „Hier war ein Meister am Werk.“ (kino-zeit.de)

Eine Flut In Baath Country + Es Gibt So Viele Dinge Noch Zu Sagen + Ein Teller Mit Sardinen

Omar Amiralay

Omar Amiralay gilt als Vater des syrischen Dokumentarfilms. In seinen Kurzfilmen erzählt der 1944 in Damaskus geborene Regisseur und Leiter einer Filmhochschule kritisch von der syrischen Gesellschaft, Religion und Politik, blickt hinter die Kulissen von Großprojekten wie dem Euphrat-Damm, besucht zerstörte Dörfer, redet mit Studenten, Regierungsbeamten und Lehrern. Wir zeigen an einem Nachmittag drei seiner Filme in arabischer Spracher mit englischen Untertiteln. EINE FLUT IN BAATH COUNTRY von Omar Amiralay (Syrien/Frankreich 2003, 46 min., Farbe), Arabisch mit englichen Untertiteln In Eine Flut in Baath Country kehrt Omar Amiralay ernüchtert zurück an den Ort eines seiner frühen Filme über die Leistungen der Baath-Partei beim Bau des Euphrat-Staudammes. Er rechnet mit den Propaganda-Parolen der Partei ab, die – von Schülern, Lehrern und Beamten gleichermaßen rezitiert – zu einer Erstarrung der syrischen Gesellschaft geführt haben. Produktion: Arte/Frankreich – AMIP ES GIBT SO VIELE DINGE NOCH ZU SAGEN von Omar Amiralay, (1997, Laufzeit 49 Minuten, Farbe), Arabisch mit englischen Untertiteln Der Film ist eine schonungslose Selbstreflexion des bekannten Theater-Autors Sa’adallah Wannus, Freund, Kollege und Weggefährte von Amiralay. Kurz vor seinem Tod spricht Wannous mit dem Filmemacher über die Enttäuschungen ihrer Generation, von den zerplatzten Träumen des sozialistischen Panarabismus, vom arabisch-israelischen Konflikt, einer ständigen Quelle für politische Frustrationen, und von der Notwendigkeit einer Geschichtsrevision jenseits von abgenutzten Parolen. Produktion: Arte/Frankreich EIN TELLER MIT SARDINEN von Omar Amiralay (Syrien/Frankreich 1997, 17 Min., Farbe); Arabisch mit englischen Untertiteln „Das erste Mal, dass ich von Israel hörte, war ich in Beirut bei meiner Tante, das Gespräch war über einen Teller mit Sardinen. Ich war sechs Jahre alt, der Staat Israel zwei.“ Mit den Filmemacher Mohammad Malas, besuchte Omar Amiralay erneute die Ruinen des von Israel zerstörten Dorfes Quneytra. Produktion: La Sept/ARTE und Graine des Sable Durch den Nachmittag führt Rafik Schami. (also bedauerlicherweise ab 18)

Die Starken

CHL

2019

Omar Zúñiga

: Samuel González, Antonio Altamirano, Marcela Salinas, Martín, Nicolás Corales

Vor dem Beginn seines Architekturstudiums in Montreal besucht Lucas noch einmal seine Schwester in einem abgelegenen Fischerdorf im Süden Chiles. Ausgerechnet hier im Nirgendwo verliebt er sich in den attraktiven Hafenarbeiter Antonio. Damit die Beziehung zwischen den beiden introvertierten jungen Männern eine Chance hat, müssen sie über sich hinauswachsen.
Mit wahrhaftigen Dialogen, einer authentischen Darstellung des Dorfalltags und zwei beeindruckenden Hauptdarstellern entwickelt Drehbuchautor und Regisseur Omar Zúñiga aus der melancholischen Grundstimmung seines Films nach und nach ein wild loderndes Liebesdrama.

Monatsprogramme PDF

Open Air

[ti_openair]
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner