Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Monster

USA

2003

Patty Jenkins

Charlize Theron, Christina Ricci, Scott Wilson

Der Film erzählt die Geschichte der Aileen Wuornos die wegen sechsfachen Mordes hingerichtete Prostituierte, die als „Amerikas erster weiblicher Serienkiller“ Schlagzeilen machte. Regisseurin Patty Jenkins dekonstruiert das Bild vom lesbischen Monster, indem sie durch kluge, den Spielraum fiktionalen Erzählens ausschöpfende Dramaturgie die Grenze zwischen Phantasie und Wirklichkeit verwischt, ohne die biografischen Stationen eines verhängnisvollen Lebensweges schönzufärben. „Frauen sollen nett sein, damit der Zuschauer sie mag. Dabei faszinieren doch gerade die dunklen Seiten, das Abgründige im Menschen. Für die Rolle in MONSTER wäre ich über glühende Kohlen gelaufen.“ (Charlize Theron) Von den Vorzeige Blondinen der Traumfabrik hat sich die Oscar-Preisträgerin mit diesem Film eindeutig abgesetzt. Mit einem Vortrag zum Thema: von Herrn S. Zettl

Bloody Sunday

IRL

2002

Paul Greengrass

James Nesbitt, Allan Gildea, Gerard Crossan

Der 30. Januar 1972 ist als „blutiger Sonntag“ in die Geschichte Nordirlands eingegangen, mit ihm begann der Bürgerkrieg: Auf den Straßen von Derry starben 13 Menschen – Bürger, die an einem Protestmarsch teilnahmen, der sich gegen eine Verfügung der britischen Regierung richtete, die die Inhaftierungen ohne Gerichtsverfahren zuließ. Der Film rekonstruiert diesen Tag minutiös anhand von vier Personen: Einem protestantischen Bürgerrechtsaktivisten, einem 17-jährigen Katholiken, einem britischen Brigadekommandeur und einem jungen Soldaten.

Im Tal Von Elah

USA

2007

Paul Haggis

Tommy Lee Jones, Charlize Theron, Susan Sarandon

Als der Militärpolizist im Ruhestand Hank Deerfield erfährt, dass sein frisch aus dem Irak zurückgekehrter Sohn Mike spurlos verschwunden ist, bricht er allein ohne seine Frau Joan nach New Mexiko auf, um ihn zu suchen. Mitglieder des Platoons und der Vorgesetzte Kirklander wissen wenig. Erst mit Detective Emily Sanders kommt er einem schrecklichen Verdacht auf die Spur. Eine wahre Geschichte liegt dem brisanten Kriegsdrama von Oscargewinner Paul Haggis (L.A. CRASH) zugrunde. Der Krimi über verrohte Soldaten rechnet mit dem Irakkrieg ab und wartet mit einer Reihe herausragender Darstellerleistungen auf.

The Backyard

USA

2002

Paul Hough

In der Einöde von Nevada graben zwei Jungen ein Loch in den trockenen Sandboden hinter ihrem Haus. Sie füllen es mit Glühbirnen und Neonröhren und legen ein Brett darüber, um das Stacheldraht gewickelt ist. Ihre Mutter lobt die Konstruktion – dann sieht sie zu, wie beide mit Klappstühlen und Stacheldraht-umwickelten Baseballkeulen aufeinander losgehen und sich gegenseitig durch das Brett, das inzwischen auch noch angezündet wurde, in die Grube schleudern. Der Kampf der beiden Brüder war der Einstieg für Regisseur Paul Hough ins Backyard Wrestling. Wochenlang reiste er durch die USA und England und filmte in Backyard Federations, in denen sich die Wrestler zusammenschließen, die verschiedenen Kämpfe und ihre Vorbereitungen mit einer leichten Handkamera.

Paddington

GBR/FRA

2014

Paul King

Hugh Bonneville, Sally Hawkins, Samuel Joslin, Madeleine Harris, Nicole Kidman, Jim Broadbent

Ein junger Bär wächst tief im peruanischen Dschungel bei seiner Tante Lucy auf. Seit sie Kontakt zu einem englischen Forscher hatte, schwärmt sie von England und erzieht Paddington durchaus britisch. Nach einem Erdbeben schickt sie den jungen Bären per Schiff nach London. Die Familie Brown nimmt ihn bei sich auf und tauft ihn „Paddington“ nach dem Bahnhof, wo sie ihn gefunden haben. Doch eine Tierpräparatorin ist hinter ihm her und will ihn ausstopfen…

Roter Hut, blauer Mantel, Vorliebe für Orangenmarmelade: Paddington ist wohl der liebenswerteste Bär überhaupt. Dieser erste Paddington-Film ist allerbeste Unterhaltung für die ganze Familie, in perfekter Tricktechnik: Der am Computer animierte Paddington fügt sich perfekt ins Londoner Leben ein – „charmant, zauberhaft und bärenstark“. (Deutsche Film- und Medienbewertung, Prädikat „Besonders wertvoll“)

Entre Les Bras – 3 Sterne. 2 Generationen. 1 Küche

FR

2011

Paul Lacoste

Der weltbekannte Küchenchef und Sternekoch Michel Bras übergibt seinem Sohn Sébastien ein Restaurant in der französischen Region Aubrac. Sébastien hat 15 Jahre für seinen Vater gearbeitet, nun steht der Generationswechsel im Gasthaus an und wird von den Beteiligten sehr unterschiedlich, aber dennoch als einschneidendes Erlebnis wahrgenommen. Filmemacher Paul Lacoste bietet in dieser Dokumentation einen Einblick in eine Familie, die sich seit mehreren Generationen der Haute Cuisine verpflichtet hat, zeichnet deren bemerkenswertes Portrait und rückt gleichzeitig die malerische, hügelige Region im französischen Zentralmassiv als dritte Hauptfigur ins Licht der Aufmerksamkeit. Magnifique!

A*P*E

KOR/USA

1976

Paul Leder

Rod Arrants, Joanna de Varona, Alex Nicol, Lee Nak-hoon

Ape, ein Zwölf-Meter-Gorilla, soll in einem Schiffsladeraum nach Disneyland verfrachtet werden. Vor der Küste Südkoreas gelingt dem Riesenaffen jedoch die Flucht. Nach einem siegreichen Kampf gegen den Weißen Hai zieht es ihn an Land, wo er zahlreiche Häuser zerstört und Angst und Schrecken verbreitet. Als wäre das nicht genug, entführt er schließlich auch noch die US-Schauspielerin Marilyn Baker…

Wer glaubt, das Genre des 3D-Mockbusters sei eine relativ neue Erfindung der Produktionsfirma The Asylum, kennt diese Trashgranate wohl noch nicht. Um an dem damaligen KING-KONG-Remake von Dino de Laurentiis mitzuprofitieren, wurde A*P*E in nur zwei Wochen für wenige tausend Dollar gedreht, und das in Space-Vision 3D! Herausgekommen ist ein mit viel Low-Budget-Charme ausgestatteter, sich nie ganz ernst nehmender Kaiju-Film der Kategorie „so bad, it’s good“.

Frida Kahlo

MX

1983

Paul Leduc

Ofelia Medina, Juan José Gurrola, Salvado Sánchez, Max Kerlow, Claudio Brook

Die mexikanische Künstlerin (1907 – 1954) wurde zum Modell für die schöne, kluge und starke Frau. Selbst ein Leben in Schmerzen wußte sie zu meistern. Sie war aber auch eine Frau, die sich selbst aus Liebe zu Diego Rivera zurücknahm bis zur Selbstverleugnung. Sie habe zwei große Unfälle in ihrem Leben gehabt, stellte sie einmal fest. Der erste war 1925 ein Busunfall, der die damals 18-jährige für lange Zeit ans Bett fesselte. Die dabei zugezogenen schweren Verletzungen an der Wirbelsäule werden sie ihr Leben lang begleiten. In dieser Zeit aber begann sie zu malen. Der zweite Unfall sei ihre Ehe mit Diego Rivera gewesen, dem egozentrischen, frauenverzehrenden Kunstgenie und Schöpfer monumentaler Wandbilder. Leduc zeigt das Leben einer großen Frau, ohne es zu interpretieren. Er kommt mit wenigen Dialogen aus und vertraut wie ein Maler auf die Imaginationskraft des Filmes und seiner Zuschauer.

Frida Kahlo – Naturaleza Viva

Mexiko

1983

Paul Leduc

Ofelia Medina, Juan José Gurrola

Das Spielfilmporträt zeigt Momente aus dem Leben der mexikanischen Malerin Frida Kahlo. Obwohl sie durch einen Unfall in ihrer Jugend stark gehbehindert wurde und unter permanenten starken Rückenschmerzen litt, engagierte sie sich politisch äußerst aktiv. Zusammen mit ihrem Mann Diego Rivera gilt sie als Mittelpunkt des intellektuellen und politischen Lebens im Mexiko der Dreissigerjahre. Paul Leduc bedient sich in dieser Filmkomposition einer intensiven Bildsprache, die er zu einer faszinierenden Ästhetik verdichtet. Für die inszenierten Splitter und Augenblicke der Imagination verzichtet er weitgehend auf Dialoge und vertraut – ähnlich wie im Stummfilm – auf die dem Kino eigene Aussagekraft der Bilder.

Das Wachsfigurenkabinett

DEU

1924

Paul Leni, Leo Birinski

Emil Jannings, Conradt Veidt, Werner Krauß, Wilhelm Dieterle, Olga Belajeff

Zu Werbezwecken soll ein Dichter zu den Figuren eines Wachsfigurenkabinetts auf dem Jahrmarkt Geschichten erfinden. Er imaginiert Episoden im Palast von Harun al-Raschid, dem Kalifen von Bagdad und im Folterkeller von Zar Iwan dem Schrecklichen – und erliegt einem Alptraum mit Jack the Ripper.

Paul Leni inszenierte den geradezu märchenhaften Episodenfilm und schuf zugleich als Bühnenbildner die charakteristischen Bauten, die den einzelnen Segmenten zunehmend Elemente des Wahnsinns und der Bedrohlichkeit geben, bis sich im fulminanten Finale Fantasie und Wirklichkeit vermengen: „Sternstunde des Weimarer Stummfilmkinos zwischen Kunsterlebnis und Jahrmarktsvergnügen“ (Berlinale)

Ein Blonder Traum

Deutschland

1932

Paul Martin

Lilian Harvey, Willy Fritsch, Willi Forst, Paul Hörbiger

Zwei Männer namens Willy sind Fensterputzer und eng befreundet, obwohl der eine dem anderen immer wieder die Frauen ausspannt. Auf dem Weg zur Arbeit sehen sie eines Morgens die blonde Jou-Jou, die lauthals eine Schiffskarte nach Hollywood verlangt und dem wütenden Portier der amerikanischen Botschaft nur über die Dächer von Berlin entkommen kann. Der Film knüpft mit seiner Konzeption, das Genre der Filmoperette im Alltagsmilieu der kleinen Leute anzusiedeln, an den Erfolg von DIE DREI VON DER TANKSTELLE an. Fritsch und Forst spielen die beiden nicht unterzukriegenden Fensterputzer, die sich mit singendem Optimismus durch die schweren Zeiten schlagen: „Einmal schafft’s jeder, jeder kommt dran, wenn er wirklich was kann!“ heißt ihr Einführungslied. Paul Hörbiger ist als philosophierender Landstreicher „Vogelscheuche“ in seinem Element, und Lilian Harvey verkörpert die lichtblonde, wunderschöne Jou-Jou, die süß und naiv vom ganz großen Glück träumt.

Glückskinder

DEU

1936

Paul Martin

Willy Fritsch, Lilian Harvey, Paul Kemp

Lyriker Gil versucht sich in New York als Zeitungsreporter am Schnellgericht. Als die aparte Anne dort wegen Vagabundierens belangt werden soll, gibt er sich als ihr Bräutigam aus. Da der gerührte Richter den Standesbeamten rufen lässt, sind beide kurz darauf wirklich verheiratet. Doch Anne scheint von ihrem neuen Gemahl wenig begeistert. Vielleicht, weil sie die spurlos verschwundene Nichte des Ölkönigs Jackson ist? Eine witzig-beschwingte Komödie mit elegant-spritzigen Dialogen von Curt Goetz und perfekt getimeten Gags. Quentin Tarantinos Lieblingsfilm. Mit Vortrag von Harald Mühlbeyer. Mitgliederaktion: Der Eintritt ist für CQ-Mitglieder frei.

Sieben Ohrfeigen

DEU

1937

Paul Martin

Willy Fritsch, Lilian Harvey, Alfred Abel, Oskar Sima

SIEBEN OHRFEIGEN ist ganz im Stil der in Hollywood populären Screwball-Comedies inszeniert: William Tenson MacPhab verabreicht einem millionenschweren Spekulanten sieben Tage lang täglich eine Ohrfeige, damit dieser auch kleine Zahlen zu schätzen lernt. Als Gegenoffensive macht sich dessen Tochter an den Ohrfeigenattentäter ran. Eine der schönsten Liebeserklärungen der Filmgeschichte mit dem Traumpaar des deutschen Kinos und wortwitzigen Dialogen von Curt Goetz. Mit einführendem Vortrag von Harald Mühlbeyer, Filmjournalist und Mitarbeiter der Murnau-Stiftung.

Andy Warhols Frankenstein 3D

FRA/ITA

1973

Paul Morrisey

Udo Kier, Joe Dallesandro, Monique van Vooren, Arno Jürging

Der wahnsinnige und mit seiner Schwester verheiratete Baron Frankenstein will ein nach seinen Vorstellungen perfektes Menschengeschlecht schaffen. Zusammen mit seinem Assistenten Otto plant er, aus Leichenteilen ein Pärchen zusammenzubasteln, das diese Übermenschen zeugen soll. In der Nähe eines Bordells sucht Frankenstein nach dem Kopf eines besonders virilen Mannes, um eine möglichst paarungsfreudige Kreatur zu erschaffen. Doch es kommt zu einer Verwechselung, im Zuge derer eben nicht der potente Stallbursche Nicholas geköpft wird, sondern sein homosexueller Freund Sascha…
Diese freie Adaption der Frankenstein-Geschichte hat es in sich: Sie ist bizarr, verdammt witzig, sexuell freizügig, grenzüberschreitend, blutig, total campy und insgesamt einfach ein großer Spaß. Ein besonderes Highlight neben der extravaganten Ausstattung und der verspielt-penetrativen 3D-Effekte ist die theatralische, von seinem starken deutschen Akzent geprägte Performance des jungen Udo Kier in der Hauptrolle.

Andy Warhols Dracula

ITA

1973

Paul Morrissey

Udo Kier, Arno Juerging, Joe Dallesandro, Vittorio de Sica

Graf Dracula reist umher, auf der Suche nach einer jungfräulichen Braut. Nach einiger Zeit findet der Graf ein passendes Mädchen bei einer veramten, adeligen Familie, doch zum finalen Biss steht ihm der misstrauische Hausdiener im Weg. Es kommt zu einem blutigen Finale… Paul Morrissey schuf mit ANDY WARHOL’s DRACULA mit Sicherheit einen der ungewöhnlichsten Vampirfilme aller Zeiten. Der Film ist mit gesellschaftskritischen Ansätze, einem ungewölhnlich, schwarzen Humor und schönen blutigen Effekte vollgespikt und macht ihn für jeden Horrorfan hochinteressant.

Ausländer Raus!

A

2001

Paul Poet

Inspiriert vom Medienrummel um die Bewohner des „Big-Brother“-Containers stellte Christoph Schlingensief während der Wiener Festwochen 2001 direkt vor der Oper einen „Abschiebecontainer“ für Asylanten auf, rund um die Uhr beschallt mit rassistischen Ansprachen der FPÖ-Erfolgsfigur Jörg Haider und beklebt mit dessen fremdenfeindlichen Wahlplakaten. Unter dem Motto „Ausländer raus!“ konnte täglich per Zuschauerabstimmung im Internet ein Bewohner „abgeschoben“ werden. Tausende Passanten erregten sich vor Ort und wurden so zu Mitspielern in Schlingensiefs Inszenierung. Es kam zu hitzigen politischen Debatten, offenen Anfeindungen, lautstarken Demonstrationen und permanenten Attacken durch rechte wie linke Gruppierungen bis hin zu versuchter Brandlegung und der Erstürmung des Containers. Regisseur Paul Poet dokumentiert die sechs Tage des Geschehens und lässt dies aus intellektueller Sicht unter anderem von Luc Bondy, Daniel Cohn-Bendit, Gregor Gysi, Elfriede Jelinek, Josef Bierbichler und Peter Sloterdijk kommentieren.

Empire Me - Der Staat bin ich

AUT/DEU/LUX

2012

Paul Poet

In seinem Film EMPIRE ME – DER STAAT BIN ICH besucht Paul Poet sechs winzige Staaten, die sich seit den 1960er Jahren des letzten Jahrhunderts den Zwängen der Nationalstaaten entzogen und den Weg in die Freiheit genommen haben. Der Traum von Utopia, von einem besseren Leben auf dem Planeten Erde wird von diesen Menschen in immer anderen Versionen gelebt. Sie stellen sich gegen die engmaschigen Lebensprinzipien der globalisierten Weltordnung. Gegengesellschaften auf der Suche nach einer idealen Lebenskultur? Manche dieser unabhängigen Territorien sind nur einige hundert Quadratmeter groß, andere einige Quadratkilometer. Manche haben sich zum Königreich erklärt, andere sind Kommunen. In Kooperation mit dem Nationaltheater Mannheim anlässlich der 17. Internationalen Schillertage.

First Reformed

USA

2017

Paul Schrader

Ethan Hawke, Amanda Seyfried, Philip Ettinger, Cedric the Entertainer, Van Hansis, Michael Gaston

Ernst Toller steht als Priester einer winzigkleinen, aber mit 250 Jahren für US-Verhältnisse sehr alten Gemeinde im Staat New York vor. Seinen Sohn hat er im Irak-Krieg verloren, seine Frau hat ihn verlassen, er pinkelt Blut; Alkohol hilft, den Schmerz und das Leid der Welt zu ertragen. Dann macht Toller Bekanntschaft mit der schwangeren Mary und ihrem Ehemann Michael, einem radikalen Umweltaktivisten, für den es in seiner apokalyptischen Verzweiflung unerträglich ist, ein Kind in die Welt zu setzen. Und Toller muss feststellen, dass der Unternehmer, der sein Kirchenjubiläum unterstützt, ein radikalchristlich fundierter Klimaleugner ist…
In einer Welt, die lichterloh brennt, zweifelt Toller an seinem Glauben: Mit einem fantastischen Ethan Hawke und einer hochemotionalen Amanda Seyfried liefert Paul Schrader (bekannt für sein TAXI DRIVER-Drehbuch) mit FIRST REFORMED, seinem besten Film seit Jahren, einen hochspannenden Glaubensthriller und prägnante Gesellschaftsanalyse in einem.

Mishima: Ein Leben in vier Kapiteln

JAP/USA

1985

Paul Schrader

Ken Ogata, Masayuki Shionoya, Hiroshi Mikami, Junya Fukuda, Shigeto Tachihara

Ausgehend vom letzten Tag im Leben von Yukio Mishima entfaltet Paul Schrader auf ungewöhnliche und stilisierte Weise die Biografie des japanischen Künstlers und Schriftstellers, der eine Revolution anzetteln wollte. Mishima ist gefeierter Literat mit Popstarstatus, huldigt zugleich einem narzisstischen Körperkult, wandelt sich angesichts des Materialismus im modernen Japan zum radikalen Traditionalisten, stellt eine Privatarmee auf und will den Tenno als Staatsoberhaupt wieder einsetzen… Eingebunden in die Erzählstruktur zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind verdichtete dramatische Umsetzungen dreier Romane von Yukio Mishima. Paul Schrader schuf ein großes, schillerndes Werk, das Mishimas Jugend, sein Werk, den Körper und sexuelle Ambivalenz zusammenführt. In Cannes wurde der Film 1985 für die beste künstlerische Leistung ausgezeichnet – jetzt kommt der Film als Director’s Cut erneut in die Kinos.
Am Di. 14.01.2019 mit Einführung durch Dr. Peter Bär

Der Golem, wie er in die Welt kam

DEU

1920

Paul Wegener, Carl Boese

: Paul Wegener, Albert Steinrück, Lyda Salmonova, Otto Gebühr

Einer der berühmtesten und wichtigsten deutschen Stummfilme: Im Prag des 16. Jahrhunderts erweckt Rabbi Loew eine Lehmfigur zum Leben, die den Kaiser vor einem tödlichen Unfall bewahrt. Als Dank verhindert dieser die Vertreibung der Juden aus der Stadt – doch der Golem entwickelt sich zu einem gefährlichen Wesen… Paul Wegener schuf einen noch heute beeindruckenden Film im ausdrucksstarken Stil des Expressionismus.
Einführung: Dr. Dorothee Höfert, Kunsthalle Mannheim
Mit Live-Musikbegleitung von Laurent Leroi (Klarinette) und Lömsch Lehmann (Saxophon)
Einlass ab 20:30 Uhr – Eintritt: 12 € / erm. 9 € / Mitglieder 8 €
Von Anfang Juni bis Mitte August gibt es wieder Open Air-Kino in unserem Innenhof im dritten Stock des K1-Gebäudes! Immer samstags können Sie herrliche Sommerabende mit tollen Filmen unter freiem Himmel verbringen.
Das Sommerkino Open Air ist bestuhlt. Es gilt freie Platzwahl.
Es gibt Brezeln und Sommerdrinks – auch alkoholfrei.
Bei schlechtem Wetter laufen die Filme in unserem Kinosa

Monatsprogramme PDF

Open Air

[ti_openair]
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner