Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Max Ernst. Mein Vagabundieren - Meine Unruhe

DEU

1991

Peter Schamoni

Max Ernst: Intellektueller, Erfinder, Maler, Bildhauer, Poet, Sammler; Dadaist, Surrealist, Romantiker; gefeiert, verfolgt, interniert, rehabilitiert. Regisseur Peter Schamoni setzt in seinem Dokumentarfilm zum 100. Geburtstag von Max Ernst eine Fülle von Archivmaterial und eigene Aufnahmen zu einer kunstvollen Collage zusammen. In der kaleidoskopartigen Aneinanderreihung von Bildern und Szenen nimmt Schamoni ein von Max Ernst selbst angewandtes schöpferisches Prinzip auf. Ihm gelingt eine kongeniale filmische Annäherung an eine brillante Künstler-Persönlichkeit. Auch der Künstler selbst kommt zu Wort und erklärt die verschiedenen Phasen seines revolutionären Werkes, wie die aufrührerische DADA-Zeit in Köln oder den Surrealismus in Paris. Einführung: Kunsthistorikerin Dr. Dorothee Höfert. Grußwort: Klaus Heuser, Max-Ernst-Gesellschaft. Ort : Kunsthalle

Niki De Saint Phalle – Wer Ist Das Monster Du Oder Ich?

BRD

1995

Peter Schamoni

Niki de Saint Phalle, in Paris geboren und in New York aufgewachsen, ist die Tochter einer alten französischen Adelsfamilie. Ihre ersten Kunstwerke, die sie Tirs nannte, waren wie ein Aufbegehren gegen Rollenverteilungen und Zwänge: Gezielte Schüsse auf reliefartige Gips-Assemblagen brachten verborgene Farbbeutel zur Explosion, die sich mit grellen Farbströmen über den fahlen Gips ergossen. Doch erst die Nanas machten Niki de Saint Phalle einem breiten Publikum bekannt. Seit 1979 arbeitet sie an einem Tarot-Garten in der Toskana. Das Hantieren mit ihren Lieblingsmaterialien löste bei der Autodidaktin eine schwere Krankheit aus, die sie an ein Sauerstoffgerät fesselt. Peter Schamonis Porträt der faszinierenden Künstlerin überzeugt durch experimentelle Kameraführung und Schnitt, die den knallig bunten Kunstwerken der auf filmische Weise entsprechen. Auch Jean Tinguely, der lange mit Niki de Saint Phalle zusammenlebte, und seine ‚Maschinen‘ haben ihren Platz in Schamonis Dokumentation. Wir zeigen den Film in Kooperation mit der Kunsthalle Mannheim, die zur Zeit die Ausstellung „Stillstand gibt es nicht“ über Jean Tinguely präsentiert.

Dandy

BRD

1988

Peter Sempel

Nina Hagen liebkost eine Kaffekanne, mit der Dieter Meier von der Gruppe „Yello“ zuvor Wasser aus dem Ganges geschöpft hatte. DANDY ist ein Post-Punk Musical, das auf fünf Kontinenten gedreht wurde: Berlin zu Mauerzeiten, Himalaja, Sahara, Grand Canyon… Nick Cave, Blixa Bargeld und Nina Hagen nehmen einiges auf sich, um die Wünsche des Kaffeetopfs zu erfüllen.

Die Ameise der Kunst

DEU

2010

Peter Sempel

Peter Sempel drehte bereits in den 1980er Jahren seine ersten experimentellen Art-Musicals, in denen er die unterschiedlichsten Richtungen und Einflüsse auf wilde Weise miteinander kombinierte. Sein aktueller Film DIE AMEISE DER KUNST taucht ab in die Welt von mehr als 50 Kulturschaffenden und Künstlern wie Jonathan Meese, Daniel Richter und Neo Rauch. Insbesondere Meese steht hier im Mittelpunkt, dennoch handelt es sich nicht um ein Biopic, sondern um eine Art Film-Musik-Collage. Um Gesagtes zu kommentieren oder Widersprüche aufzudecken schneidet Sempel frei assoziierend Bilder aus der Tierwelt in seinen Film und verwendet bei der musikalischen Unterlegung sowohl Klassik als auch modernen Hard-Rock. Das Ergebnis erscheint eher unwillkürlich, öffnet aber auch Räume für Zufälle in denen Musik, Bild und Aussage eine tiefe wahrhaftige Verbindung eingehen. Über Leben und Schaffen von Jonathan Meese referiert vorab Dr. des. Mathias Listl. Filmgespräch mit dem Regisseur. Veranstaltungsort: Cinema Quadrat

Flamenco mi vida

DEU

2007

Peter Sempel

Sempels FlamencoRoad-Movie von Spanien bis Japan zeigt Andalusien in beeindruckenden Bildern, Menschen im Alltag und auf der Bühne, die Flamenco zelebrieren und leben, mit Leidenschaft und Hingabe. Im Süden Spaniens, der Heimat des Flamenco, stellt Sempel fest, dass die Wurzeln im Osten liegen. Er reist nach Kairo und nach Indien, von wo vor hunderten Jahren Zigeuner ihren Gesang und Tanz nach Europa brachten. Er findet Flamenco ebenso in Japan, und die Nähe zum Butohtanz. Ein kraftvoller Film, poetisch, chaotisch und somit selbst durch und durch Flamenco. Ein Film voll Emotion und Begeisterung. (also leider ab 18)

Nick Cave - In Between / Blixa Bargeld / Patti Smith / Allen Ginsberg U.a.

Peter Sempel

Eine Zusammenstellung mehrerer Filme, die Peter Sempel über Nick Cave, Blixa Bargeld, Patti Smith, Allen Ginsberg und andere Künstler gedreht hat: Interviews, Home Movies, Konzertmitschnitte etcetera…

Nina Hagen = Punk + Glory

Deutschland

1999

Peter Sempel

„Nina Hagen. Ein spielerischer Dokumentarfilm. Eine Art „direct cinema“ – Porträt in Collageform. Momente und Szenen in ihrem Leben. Ihre Familie, Freunde, “ Paradiesvögel“. Ihr Gesang von Klassik bis Punk, Pop, Chanson und indische Folklore…Ein Hauptmotiv: Neben der bekannten Nina, der schrillen Diva, wird sie von einer anderen Seite gezeigt, in Schwarzweiß, leise, liebevoll, poetisch. Ein Film über eine faszinierende Persönlichkeit.“ (Peter Sempel) Peter Sempel, 1954 in Deutschland geboren, wuchs im australischen Busch auf. Mit 16 ging er zurück nach Hamburg und erlebte dort den Anfang der Punkbewegung mit. Seit 1981 dreht er Filme, die sich in der Szene vom Geheimtip zum Kult entwickelt haben. Die gängigen Genres – Musikvideo, Künstlerporträt, Dokumentation – werden von Sempel gründlich unterlaufen. „Kein Glitzer und keine Scheinwelt“, lautet Sempels Devise bei der Arbeit; die Filme selbst sind von Zuneigung, ja Bewunderung für die jeweils Porträtierten geprägt. Im September ist Peter Sempel zu Besuch im Cinema Quadrat, um drei seiner Filme vorzustellen.

Auf Ediths Spuren

AUT/DEU/RUS/GBR

2016

Peter Stephan Jungk

Meine Tante, die KGB-Spionin – Regisseur Peter Stephan Jungk begibt sich auf eine familiäre Spurensuche und entdeckt in seiner Verwandten Edith Tudor-Hart, die 1908 in Wien als Edith Suschitzky geboren wurde und 1973 in Brighton starb, eine faszinierende, schillernde Persönlichkeit.
Die begabte Bauhaus-Studentin Edith Suschitzky wurde eine erfolgreiche professionelle Fotografin, die mit ihrer Kamera die unvorstellbare Armut von Arbeiter*innen und Straßenkindern in Wien und London dokumentierte und für ihre eindringlichen Sozialreportagen berühmt war. Das von ihr ganz bewusst wahrgenommene menschliche Elend war einer der Gründe, sich für die kommunistische Partei zu engagieren und mindestens bis 1953 als Spionin für den sowjetischen Geheimdienst zu arbeiten. Die Künstlerin war mit dem englischen Mediziner Alexander Tudor-Hart verheiratet und spielte in England, ihrer Wahlheimat, eine entscheidende Rolle bei der Rekrutierung der sog. ‚Cambridge Five’, zu denen auch die berühmten Sowjet-Spione Kim Philby, Guy Burgess und Donald Maclean gehörten.
Einführung: Dorothee Höfert, Kunsthalle Mannheim

Berberian Sound Studio

USA

2013

Peter Strickland

Toby Jones, Antonio Mancino, Guido Adorni, Chiara D'Anna

Ein britischer Tontechniker wird in den 1970ern von einem italienischen Regisseur angeworben, um einen Giallo-Horrorfilm zu vertonen – mit Synthesizer und zerplatzendem Obst. Der Auftrag entwickelt sich zum alptraumhaften Traumspiel. Eine Hommage an die fast vergessene klassische Tontechnik.

The Duke of Burgundy

GBR

2014

Peter Strickland

Chiara D'Anna, Sidse Babett Knudsen

Jeden Tag besucht die junge Evelyn die resolute Schmetterlingsforscherin Cynthia in deren Haus. Dort erteilt ihr die Hausherrin strenge Anweisungen zum Putzen und Wäschewaschen. Jeder noch so kleine Fehler, der Evelyn dabei unterläuft, wird bestraft. Doch ist bei dem sexuell aufgeladenen Spiel nicht alles so, wie es zunächst scheint. Eigentlich ist nämlich Evelyn diejenige, die dabei die Fäden in der Hand hält. Bis ins kleinste Detail plant sie im Vorfeld den Ablauf der erotischen Begegnungen und schreibt für Cynthia sogar die Texte, die sie in ihrer Rolle zu sagen hat. Als Evelyn sich immer mehr in ihrer Obsession verliert, hat ihre ältere Gespielin allerdings bald genug von der ganzen Sache. So macht sich Evelyn in der Nachbarschaft auf die Suche nach einer neuen Liebhaberin. Doch so einfach kommen die beiden Frauen nicht voneinander los…
Wunderbare lesbische Amour fou!

Strafpark

USA

1971

Peter Watkins

Patrick Boland, Kent Foreman, Carmen Argenziano, Luke Johnson

Die weltpolitische Lage um Vietnam, Korea und Kuba ist eskaliert; der US-Präsident erlässt Notstandsgesetze zur Internierung und schnellen Aburteilung von Kriegsgegnern und Polit-Aktivisten. Diese haben die Wahl: Langjährige Haftstrafe – oder ein Wettlauf gegen Sicherheitskräfte in einem Strafpark, 50 Meilen in drei Tagen, ohne Wasser und Nahrung. Zwei Kamerateams erhalten die Erlaubnis, in einem der Strafparks zu filmen…
Peter Watkins’ Inszenierung mit dokumentarischen Stilmitteln erzeugt auf den Zuschauer eine unmittelbare Wirkung: Das Science-Fiction-Setting spiegelt eine nur leicht veränderte Gegenwart, in der das Reaktionäre unter der Oberfläche lauert. Ein starkes Stück politisches Kino, das damals kontrovers aufgenommen wurde – und in den letzten Jahren mit den Guantanamo-Gefängnissen seine Aktualität unter Beweis gestellt hat.

Das Mädchen mit dem Perlenohrring

GBR

2003

Peter Webber

Scarlett Johansson, Colin Firth, Cillian Murphy

Delft 1665: Die junge, schöne Griet (Scarlett Johansson) nimmt im düsteren Hause Vermeer eine Stelle als Magd an. Schnell entwickelt sich zwischen dem sechsfachen Familienvater und der Magd eine enge Bindung, die aus wenigen Worten und einer erotischen Spannung besteht. Der introvertierte Vermeer malt die 17-jährige Griet heimlich mit einem Perlenohrring seiner Frau. Es wird eines seiner wichtigsten Werke. Und Griet wird durch Vermeers eifersüchtige Familie und durch Intrigen seines Mäzens Van Ruijven immer mehr in die Enge getrieben Das Regiedebüt von Peter Webber ist eine intelligente, betörend schöne Adaption von Tracy Chevaliers gleichnamigem Bestseller über den niederländischen Maler Vermeer und das Modell aus einem seiner berühmtesten Gemälde, „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“. Mit Präzision und sorgfältig gewählten Details malt Webber ein sinnliches und zu Recht mit Oscar-Nominierungen in den Kategorien Beste Kamera, Beste Ausstattung und Bestes Kostümdesign bedachtes Drama mit großartigen Performances von Jungstar Scarlett Johansson und Colin Firth. Ein Sittenbild der europäischen Künstlerwelt vor 340 Jahren mit allen Zutaten für anspruchsvolles Hochglanzkino – nicht nur für das Arthouse-Publikum.

Inna de Yard – The Soul of Jamaica

FRA

2018

Peter Webber

Der Club der toten Dichter

USA

1989

Peter Weir

Robin Williams, Robert Sean Leonard, Ethan Hawke, Kurtwood Smith, Lara Flynn Boyle

sNicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen: Die Utopie selbstbestimmter Bildung mit unkonventionellen Methoden, die die Individualität fördert, und den Schülern das selbstbewusste Ausleben der eigenen Gaben mit auf den Lebensweg gibt – kaum ein anderer verkörpert diese Gesinnung mehr als Robin Williams in seiner Rolle des Lehrers John „Oh Captain, mein Captain“ Keating.
In Peter Weirs ergreifendem, inspirierendem Spielfilm kommt Keating 1959 an die höchst traditionsbewusste Welton Academy, um seinen Schülern das Leben beizubringen. Und um die Tradition des Clubs der toten Dichter wiederaufleben zu lassen, in dem leidenschaftlich der Poesie gehuldigt wird – bis der freiheitliche Geist ins Visier des erzkonservativen Systems gerät.

Ein Jahr in der Hölle

AUS

1982

Peter Weir

Mel Gibson, Sigourney Weaver

Indonesien 1965. In den Wirren des bevorstehenden Bürgerkrieges verlieben sich der ehrgeizige Korrespondent Hamilton und die Botschaftsangestellte Jill. Ihre Beziehung wird im Hexenkessel Jakarta zu einem lebensgefährlichen Abenteuer…
Die 80ies lassen grüßen, mit Mel Gibson und Sigourney Weaver und Soundtrack von Vangelis und Richard Strauss! Im Anschluss daran zeigen wir The Act of Killing. In seinem Dokumentarfilm konfrontiert Joshua Oppenheimer indonesische Massenmörder spielerisch mit ihren Untaten.
Mit einer Einführung von Dr. Peter Bär.

Cinéma Vérité - Defining The Moment

Kanada

1999

Peter Wintonick

CINÉMA VÉRITÉ: DEFINING THE MOMENT ist ein Dokumentarfilm zum Thema Dokumentarfilm, eine Retrospektive der besten non-Fiction-Filme des Jahrhunderts. Regisseur Peter Wintonick macht sich mit seinem Team auf die Suche nach den begeisterten, unbeirrbaren Rebellen, die Ende der 50er und in den 60er Jahren mit dem Cinéma Vérité eine neue Stilrichtung geschaffen haben und stellt sie vor: Richard Leacock, Jean Rouch, Donn Pennebaker, Wolf Koenig… Mit ihren leichten Handkameras und tragbaren Tongeräten, mit ihrem unfehlbaren Bekenntnis, die Wahrheit so aufzuzeichnen, wie sie empfunden wurde, revolutionierten sie nicht nur den Dokumentarfilm, sondern alle Formen der Filmkunst.

Die göttliche Ordnung

CHE

2017

Petra Biondina Volpe

Marie Leuenberger, Maximilian Simonischek, Rachel Braunschweig, Sibylle Brunner

Erst seit 1971 dürfen Frauen in der Schweiz wählen – und der Weg dorthin war beschwerlich. DIE GÖTTLICHE ORDNUNG beruht zwar im Wesentlichen auf historischen Ereignissen, jedoch kommt die filmische Umsetzung dieses langwierigen gesellschaftlichen Prozesses als leichte Komödie daher.
Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die mit ihrem Mann, den zwei Söhnen und dem Schwiegervater in einem beschaulichen Dorf in der Schweiz lebt. Nach der Erziehungsphase möchte Nora arbeiten gehen, benötigt dazu jedoch noch 1971 die Zustimmung ihres Ehemannes. Der jedoch verpflichtet sie, sich um den Haushalt zu kümmern – wie es ihm laut Gesetz zusteht. Nora sucht dagegen Verbündete und engagiert sich schließlich – auch gegen den Widerstand anderer Frauen – im Kampf für die Einführung des Wahlrechts, gegen eine verstaubte Sexualmoral und für die Gleichstellung von Frauen.
Diskussionspartnerin: Ilona Scheidle, M.A., freie Historikerin

Ein Traum von Revolution

DEU

2024

Petra Hoffmann.

Am 19. Juli 1979 stürzt die sandinistische Volksrevolution in Nicaragua den brutalen Diktator Somoza und bringt die Welt zum Träumen. Junge Revolutionär*innen übernehmen die Regierungsgeschäfte, und Daniel Ortega wird Präsident von Nicaragua libre. Der Aufbau einer neuen sozialen und gerechten Gesellschaft in Zeiten des Kalten Krieges scheint möglich. Zehntausende aus aller Welt reisen in das kleine mittelamerikanische Land, um die junge Revolution zu unterstützen – 15.000 allein aus der BRD. Doch die von den USA verhängte Wirtschaftsblockade und der von der CIA unterstützte Contra-Krieg zerstören die Errungenschaften der Revolution, der frühere Guerrilla-Held Ortega wandelt sich zum Diktator. Bei Protesten 2018 werden über 400 Demonstrierende erschossen…
Petra Hoffmann begibt sich auf die Suche nach den Träumen der Menschen, die an die sandinistische Revolution geglaubt haben und sich nun erneuter Tyrannei gegenübersehen.

Heldin

CHE/DEU

2025

Petra Volpe

Leonie Benesch, Sonja Riesen, Alireza Bayram, Urs Bihler, Margherita Schoch

Spätschicht in der onkologischen Chirurgie eine Schweizer Klinik. Pflegefachfrau Floria Lind bei der Arbeit: Jeder Handgriff sitzt, auch in Stresssituationen hat sie ein offenes Ohr für ihre Patientinnen und Patienten, im Notfall ist sie zur Stelle. Idealerweise. In der harten Realität des unkalkulierbaren Klinikalltags sieht die Pflegearbeit meist anders aus. Schon allein, weil die Station voll belegt, aber unterbesetzt ist.

Petra Volpe (DIE GÖTTLICHE ORDNUNG) findet mit der grandiosen Leonie Benesch die Idealbesetzung für ihr realistisches Drama über den Klinik- und Pflegealltag: In diesem Porträt einer Nacht in der Klinik zeigen sich die Leidenschaft für den Beruf und die Professionalität seiner Ausführung ebenso wie der Missstand des Pflegekraftmangels, der laut WHO ein globales Gesundheitsrisiko bedeutet. „Längst überfälliges, bewegendes Wertschätzungs-Monument für Pflegekräfte – spannend wie ein Thriller.“ (programmkino.de)

My Stuff

FIN

2013

Petri Luukkainen

Spätestens seit dem ominösen Bestseller „Simplify your life“ hat jeder schon mal darüber nachgedacht, sich seines Besitzes zu entledigen. Ob’s besser geht danach? Dem finnischen Filmemacher Petri Luukkainen jedenfalls ist zu dem Thema ein humorvoller und Herz erwärmender Film gelungen: Was ist wirklich wichtig im Leben? Er hält uns einen Spiegel vor, die wir alle meinen, unbedingt dieses oder jenes Ding besitzen zu müssen, um wirklich glücklich zu sein. Ausgangspunkt des Films ist ein Experiment über ein Jahr, in dem der Regisseur seinen ganzen Kram und Besitz ausräumt und sich pro Tag nur ein Stück davon wiederholen darf. Die Zuschauer dürfen sich auf ein erfrischendes Unterhaltungsstück mit Tiefgang freuen, das nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern ein Gefühl der Befreiung von allen prätentiösen Selbstdarstellungszwängen hinterlässt.
Mit Gratis-Drink für jeden Gast.

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