Nachdem Alloune jahrelang Fremdenführer in einem senegalesischen Sklavenmuseum war, will er nach seiner Pensionierung endlich seine eigene Familiengeschichte erforschen. Er macht sich auf die Spuren seiner Vorfahren in die USA und gelangt schließlich nach mühseligen Recherchen in den Südstaaten nach New York. Dort, in einem Wohnviertel namens Little Senegal in Harlem, findet er seine entfernte Cousine Ida und seinen Neffen Hassan. Doch seine neu entdeckten Verwandten zeigen sich wenig begeistert. Ihre alltäglichen Probleme sind zu groß, als daß sie sich für ihre afrikanischen Wurzeln interessieren, zumal sie sich mehr als Afroamerikaner denn als Afrikaner fühlen. In langen ruhigen Einstellungen erzählt der französische Regisseur Bouchareb in seinem einfühlsam inszenierten Film die Geschichte der Sklaverei mit den aus ihr resultierenden sozialen Problemen in der Gegenwart. Dabei wirkt der erste Teil, Allounes Spurensuche, fast dokumentarisch, zeichnet sie doch die Recherche Boucharebs nach. Angesichts der tiefen Spaltung zwischen Afroamerikanern und Afrikanern spart er sich eine Dramaturgie, die auf Versöhnung und ein schlichtes Happy-End hinausläuft. Homepage des Verleihs: www.alamodefilm.de