Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Wie eine Katze auf der Autobahn – Come un gatto in tangenziale

ITA

2018

Riccardo Milani

Paola Cortellesi, Antonio Albanese, Sonia Bergamasco, Luca Angeletti, Antonio D’Ausilio, Alice Maselli

Der feinsinnige Giovanni berät die EU bei Projekten zur sozialen Integration. Er wohnt mit seiner 14jährigen Tochter zwischen Büchern und Bildern in der Innenstadt von Rom. Die prollige Monica lebt in einem heruntergekommen Wohnbunker am Stadtrand und hat die Probleme multikultureller Integration täglich vor der Haustür. Ihre Patchwork-Familie besteht aus einem ebenfalls 14jährigen Sohn und zwei kleptomanischen Halbschwestern. Als plötzlich eine Liebesbeziehung zwischen ihren pubertierenden Kindern entsteht, verbindet Giovanni und Monica nur eines: der Wunsch, diese Beziehung zu sabotieren. Diese witzige, turbulente Komödie wurde in Italien zum großen Publikumserfolg.

Kneecap

IRL

2024

Rich Peppiatt

Móglaí Bap, Mo Chara, DJ Próvaí, Michael Fassbender

Spielfilm über ein (reales) nordirisches Hip Hop-Trio: Kneecap wagten das Unmögliche und beginnen auf Gälisch zu rappen – ein lauter, trotziger und wilder Akt der Selbstbehauptung.

KNEECAP beruht auf realen Ereignissen und zeigt den Aufstieg eines realen Rapper-Trios, das mittlerweile als rebellische Stimme der irischen Jugend gilt und Festivals wie Glastonbury rockt. In den Hauptrollen sind die Musiker selbst zu sehen und in einer Nebenrolle gibt sich kein geringerer als Michael Fassbender die Ehre.

KNEECAP feierte seine Weltpremiere beim renommierten Sundance Film Festival, war seitdem auf etlichen Festivals zu sehen und ist Irlands Einreichung für die Oscarverleihung 2025 als bester internationaler Film. Die Filmkritikerin Wendy Ide vom Guardian nannte ihn „one of the funniest films of the year.“ Wir stimmen zu.

Ray & Liz

GBR

2018

Richard Billingham

Ella Smith, Justin Salinger, Patrick Romer, Deirdre Kelly, Tony Way, Sam Gittins

In der Peripherie von Birmingham und am Rande der Gesellschaft meistert die Familie Billingham ihren Alltag, Tag für Tag, so gut es geht. Vater Ray säuft sich durch seine Existenz, die übergewichtige Mutter Liz überlässt die Wohnung dem Verfall. Während sich die Familie durchs Leben wurschtelt, praktiziert sie extreme Rituale und bricht gesellschaftliche Tabus. Basierend auf den Erinnerungen des Regisseurs und Fotografen Richard Billingham konzentriert sich der Film auf seine Eltern Ray und Liz, ihre Beziehung und ihren Einfluss auf ihn und seinen jüngeren Bruder Jason, als sie in einer Wohnung des Black Country Council aufwachsen, von Umständen bestimmt, die außerhalb ihrer Kontrolle liegen. „Wem Ken Loach zu versöhnlich ist, der sollte an diesem schonungslosen und brillant gefilmten Porträt britischen Subproletariats seine Freude haben.“ (Film Festival Cologne)

Die Brüder Karamasow

Richard Brooks

Yul Brynner, Maria Schell, Claire Bloom

Schuld und Sühne, Leid und Mitleid, Liebe und Versöhnung – in seinem letzten Roman behandelte der russische Schriftsteller Fjodor M. Dostojewski die ganz großen Themen der Menschheit. Im Kern des von Richard Brooks vor mehr als 50 Jahren verfilmten Stückes Weltliteratur stehen die Brüder Dimitri, Alexej und Iwan. Als der Vater, der bezeichnenderweise den Namen Fjodor trägt, bestohlen und ermordet wird, fällt der Verdacht auf Dimitri. Er wird einem Gerichtsurteil zufolge nach Sibirien deportiert. In Wirklichkeit war aber alles ganz anders…

Die Katze Auf Dem Heissen Blechdach

USA

1958

Richard Brooks

Elizabeth Taylor, Paul Newman

Ein Klassiker: An “Big Daddys” 65. Geburtstag erreicht die Familie die schreckliche Nachricht: Vater hat Krebs. Die Diagnose vom unausweichlichen Ende soll unter allen Umständen vor ihm geheim gehalten werden. Doch statt dessen bricht an diesem Abend ein erbitterter Kampf um das Erbe aus. Der Film, adaptiert nach einem der bekanntesten Theaterstücke von Tennesse Williams, “Cat on a hot tin roof”, ist das psychologisch stimmige und außerordentlich packende Porträt einer Familie. Mut und Herzlichkeit rettet diese vor dem Untergang – Liz Taylor auf dem Gipfel ihrer Kunst. (Leider wurde der Film beim Neustart nicht neu vorgelegt, auch wenn die alte Einstufung aus heutiger Sicht eine Lachnummer ist.)

Kaltblütig

USA

1967

Richard Brooks

Robert Blake, Scott Wilson, John Forsythe

Im November 1959 wurde die vierköpfige Familie Clutter auf ihrer Farm kaltblütig ermordet. Die Täter, Perry Smith und Dick Hickock, hatten im Haus Geld vermutet. 1966 veröffentlichte Truman Capote einen dokumentarischen Roman über diesen Kriminalfall. Die Verfilmung ein Jahr später greift dessen Ansatz auf, das wahrheitsgemäße Erzählen von Tatsachen so spannend zu gestalten wie ein raffinierter, fiktionaler Krimi: Sie schildert die Vorgeschichte der beiden Täter ebenso wie das Lebensumfeld der Opfer, die Tat selbst, die Flucht der Mörder bis zu ihrer Ergreifung, Verurteilung und Hinrichtung im Jahr 1965. Gefilmt wurde an Originalschauplätzen in Kansas, auch einige der damaligen Geschworenen spielen sich selbst. Richard Brooks inszenierte eine klinisch genaue Rekonstruktion, die trotz – oder wegen – ihrer Nüchternheit nachdrücklich, beklemmend, unerbittlich wirkt.
Einführung: Einführung: Robert Hörr

Radio Rock Revolution

GBR/DEU/FRA

2009

Richard Curtis

Philip Seymour Hoffman, Bill Nighy, Kenneth Branagh, Nick Frost, Emma Thompson, Rhys Ifans, Gemma Arterton

Beatles, Kinks, Cream, Rolling Stones: Die BBC war in den 1960ern eine prüde Anstalt, denn was in der Jugend- und Popkultur vor sich ging, zog man vor zu verschweigen. Es schlug die Stunde der inoffiziellen Piratensender, die von Schiffen aus den Sound der Sixties in die Jugendstuben lieferten. Radio Rock beispielsweise, jenseits der Drei-Meilen-Zone, wird geleitet von Quentin, dessen 18jähriges Patenkind Carl gerade als Praktikant anfängt und mitten hineingerät in die Sex-Drugs-Rock’n’Roll-Welt des freigeistigen Radiosenders. Diesem freilich droht Ungemach: Die Regierung will die gerade so legalen Piratensender ein für allemal verbieten…
Vorlage der fiktiven Handlung ist Radio Caroline, das seit seiner Gründung 1964 die Vielfalt des Radios – und der Musik – entscheidend erweiterte.
bermuda.funk, das freie Radio Radio Rhein-Neckar e.V., wurde als Initiative im Jahr 1998 gegründet. Seit November 2000 sendet der bermuda.funk regelmäßig aus der Alten Feuerwache und ist seit Dezember 2003 in Mannheim auf 89,6 MHz und über Kabel auf 107,45 MHz zu empfangen. Seit 25 Jahren lebt bermuda.funk seinen Traum vom Freien Radio und hat längst nicht ausgeträumt…
Einführung: Robert Bienert, Vorstand bermuda.funk, und Dr. Anke Keller, Technoseum, Kuratorin der Ausstellung „Auf Empfang! Die Geschichte von Radio und Fernsehen“
Im Anschluss Get-Together im Kino.
Für alle Gäste gibt es ein Begrüßungsgetränk!, Achtung, frühere Anfangszeit!

Das Omen

USA/GBR

1976

Richard Donner

Harvey Stephens, Gregory Peck, Lee Remick, David Warner

Damien wurde am 6.6. um 6 Uhr geboren. Zeitgleich verliert Katherine Thorn ihr Kind bei der Geburt. Ohne ihr Wissen vertauscht ihr Mann Robert das lebende gegen das tote Baby. Fünf Jahre später: Robert Thorn ist US-Botschafter in Großbritannien, und rund um Damien häufen sich merkwürdige Ereignisse. Ein Priester ahnt: Damien ist der Sohn Satans…

Spannend, unheimlich, schockierend – ein Klassiker des Horrorfilms, der seinen Schrecken langsam, aber höchst wirkungsvoll entwickelt, in einer Reihe mit ROSEMARIES BABY und DER EXORZIST.

The Fluffer

USA

2000

Richard Glatzer, Wash West

THE FLUFFER ist eine Geschichte um Obsessionen, Unterwerfung, Geld und Sex. Im Mittelpunkt steht Johnny Rebel – ein Pornostar im Widerspruch: Zwar ist er augenscheinlich heterosexuell, seinen Lebensunterhalt bestreitet er jedoch als schwuler Star. Sean McGinnis ist ein junger und naiver Abenteurer. Er geht nach L.A., um Karriere beim Film zu machen und wird Johnnys Fluffer. Das heißt: Er soll ihn vor den Aufnahmen auf Touren bringen. Pornoexperte Wash West und Richard Glatzer (GRIEF) haben einen unterhaltsamen Film mit sehr authentischen Einblicken in die schwule Pornoindustrie gedreht. Wer auf viel Sex in heißen Settings hofft, liegt allerdings falsch. Eher werden hier noch die letzten Illusionen über jede Art von käuflichem Sex zerstört. Dass trotzdem die Hormone angeregt werden, liegt an der Attraktivität aller Darsteller – sowohl der weiblichen wie der männlichen.

The Devil's Miner - Der Berg des Teufels

DEU/USA

2004

Richard Ladkani

Basilio Vargas (14) und sein Bruder Bernardino (12) kennen ihr Metier: Sie sind Mineros, Bergarbeiter. Ihr Arbeitsplatz sind die 450 Jahre alten Stollen des Cerro Rico, des „Reichen Berges“ von Potosí, der 4300 Meter über dem Meer gelegenen bolivianischen Stadt. Dort, wo es einmal die größten Silbererzvorräte der Welt gab, arbeiten Basilio und Bernardino unter Tage als Lastenschlepper, Schubkarrenfahrer und Sprengloch-Meißler. Der Vater der Kinder ist mit 35 an den Folgen einer Staublunge gestorben. Würden die beiden nicht jeden Tag bis zu 10 Stunden Schwerstarbeit in den Stollen verrichten, gäbe es zu Hause nichts zu Essen. Diskussionspartner: Günter Kipfmüller, ehemaliger Leiter Goethe-InstitutS Mannheim-Heidelberg

The Beatles - A Hard Days Night

GB

1965

Richard Lester

John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Ringo Starr

36 Stunden aus dem Leben der Beatles, komprimiert zu einer rasanten, skurrilen Handlung, gepaart mit einer Fülle von Slapsticks und albernen Nonsense-Dialogen. Die Beatles sollen in London in einer Live-Fernsehshow auftreten. Doch der Weg dorthin gerät zum puren Chaos. Verfolgt von kreischenden Fans entziehen sich die Vier immer wieder der Aufsicht ihres geplagten Roadmanagers. Und dann ist auch noch Pauls unternehmungslustiger Großvater dabei, der für allerlei Aufregung sorgt. Vor 36 Jahren löste Richard Lester mit diesem ersten Film über die Beatles Massenhysterien vor ausverkauften Kinosälen aus. In Deutschland lief A HARD DAY’S NIGHT unter dem Titel YEAH! YEAH! YEAH! leider in einer synchronisierten Fassung. Zur Wiederaufführung gelangt nun die digitalisierte, untertitelte Originalversion, die vor allem durch den “wiedergefundenen” Sprachstil des Drehbuchautors Alun Owen glänzt, der 1965 für dieses Drehbuch eine Oskar-Nominierung erhielt. “Wenn Verleihfirmen ihre Produkte als ‘Klassiker’, ‘unsterblich’, ‘bahnbrechend’ anpreisen, ist meist Vorsicht angesagt – diesmal nicht. ‘It’s the Citizen Kane of jukebox movies’, hatte die Zeitschrift ‘Village Voice’ in ihrer Premierenkritik 1964 gerühmt, und an diesem Urteil ist auch nach über 35 Jahren nicht zu rütteln.” (Der Tagesspiegel)

The Beatles – A Hard Day’s Night

GB

1965

Richard Lester

36 Stunden aus dem Leben der Beatles, komprimiert zu einer rasanten, skurrilen Handlung, gepaart mit einer Fülle von Slapsticks und albernen Nonsense-Dialogen. Die Beatles sollen in London in einer Live-Fernsehshow auftreten. Doch der Weg dorthin gerät zum puren Chaos. Verfolgt von kreischenden Fans entziehen sich die Vier immer wieder der Aufsicht ihres geplagten Roadmanagers. Und dann ist auch noch Pauls unternehmungslustiger Großvater dabei, der für allerlei Aufregung sorgt. In Deutschland lief “A HARD DAY‘S NIGHT” unter dem Titel “YEAH! YEAH! YEAH!” damals in einer grausam synchronisierten Fassung. Zur Wiederaufführung gelangt nun die digitalisierte, untertitelte Originalversion, die durch den „wiedergefundenen“ Sprachstil des Drehbuchautors Alun Owen glänzt, der 1965 für das Drehbuch eine Oskar-Nominierung erhielt.

The Beatles: A Hard Day´s Night

GBR

1064

Richard Lester

George Harrison, John Lennon, Paul McCartney, Ringo Starr

Ein ganz gewöhnlicher Tag im Leben der Beatles: Teenager-Fans jagen sie, ein Presseempfang steht an, abends ein TV-Auftritt. Zwischendurch muss Paul sich um seinen renitenten Großvater kümmern, John spielt in der Badewanne mit Kriegsschiffen, George wird mit dem Protagonisten einer trendigen TV-Show verwechselt und Ringo schwirrt irgendwann ab.
Richard Lester gelang mit dem ersten Beatles-Film eine Revolution im Musikfilm-Genre: Wo vorher der jeweilige Star innerhalb einer konfektionierten Standardhandlung ein paar Liedchen trällerte, spielen die Beatles sich selbst – und ihre Songs – in Form einer Mockumentary, in der sie sich, ihre Fans und das Musikbusiness kräftig auf die Schippe nehmen. Nebenbei erfinden sie einige innovative Film- und Komikspielchen, wie sie später bei Monty Python wieder auftauchen werden. Der perfekte Film zu den aufkommenden Swinging Sixties wie auch zur Beatlemania – der ursprüngliche deutsche Verleihtitel lautete YEAH! YEAH! YEAH!

A Scanner Darkly - Der Dunkle Schirm

Richard Linklater

Keanu Reeves, Winona Ryder, Robert Downey Jr., Woody Harrelson

Independentregisseur Richard Linklater (FAST FOOD NATION, BEFORE SUNSET, WAKING LIFE) verfilmte mittels innovativer, auf realen Darstellern basierender Animationstechnik Philip K. Dicks SF-Klassiker, der bereits 1977 viele Entwicklungen der heutigen Gesellschaft vorausgesehen hat: Computerüberwachung, Erzeugung und Instrumentalisierung von Angst zur Gesellschaftskontrolle, Beeinflussung der Wahrnehmung und Drogenkonsum.

Before Sunrise

USA/AUT

1995

Richard Linklater

Ethan Hawke, Julie Delpy

Boy meets girl – und wie! Der Amerikaner Jesse begegnet im Zug von Budapest nach Paris der Französin Céline. Sie verbringen einen Tag und eine Nacht in Wien, mit Spazierengehen, Reden und Sichverlieben…
Zwei Menschen, ein Tag, eine Stadt: Mit minimalistischem Setting erreicht Linklater die größtmögliche Wirkung an emotionaler Tiefe. Er spielt seine Kunst der einfühlsamen Inszenierung aus wie auch sein Gespür für natürliche Dialogführung. Ethan Hawke und Julie Delpy sind die perfekte Besetzung für dieses junge Paar, das sich findet und am nächsten Morgen doch wieder trennen muss. Erfrischend, wahrhaftig und sehr, sehr romantisch! Silberner Berlinale-Bär für die beste Regie.

Before Sunset

USA

2004

Richard Linklater

Ethan Hawke, Julie Delpy

Zehn Jahre nach seinem Überraschungserfolg gibt Linklater Antworten auf die Fragen, die das Original BEFORE SUNRISE bewusst offen ließ. BEFORE SUNSET ist eine konsequente Weiterentwicklung der Geschichte, die sich stilistisch der gleichen Mittel bedient, aber inhaltlich einen reiferen Ton anschlägt. Die Handlung wird auf das Wesentliche konzentriert – auf Jesse (Ethan Hawke) und Céline (Julie Delpy), die sich nach neun Jahren in Paris wiedersehen. Diesmal bleibt ihnen nicht mehr als eine Stunde freie Zeit. Rastlos und ohne Atem zu holen sprechen sie über die alte Zeit, Politik, Ideale, Familie, Sex, Buddhismus, Beziehungen, Gott und die Welt.

Bernadette

USA

2919

Richard Linklater

Cate Blanchett, Billy Cudrup, Emma Nelson, Kristin Wiig, Judy Greer

Bernadette trägt Sonnenbrille, weil sie einst in Los Angeles eine visionäre Stararchitektin war. Jetzt lebt sie mit Ehemann, Tochter und Golden Retriever in Seattle, in einer brombeerumrankten, baufälligen Villa. Bernadette ist exzentrisch und misanthropisch geworden. Anders als die perfekten, verhassten Mütter aus der Nachbarschaft. Ihr wichtigster Sozialkontakt: Die Assistentin in Indien, kontaktiert in allen Lebenslagen via Handy. Dann, im Streit mit der Nachbarin um die Brombeerhecke, verschwindet Bernadette.
Richard Linklater, der sensible Tragikomödiant des Indipendent-Kinos (BEFORE-Trilogie, BOYHOOD), zeichnet eine Frau, die untertaucht aus ihrem Leben, und Cate Blanchett ist die Idealbesetzung für dieser ambivalenten Bernadette mit unbehauster Seele, zwischen Anpassung und Flucht.
Bei dieser Veranstaltung gibt es ausnahmsweise keine Einführung und Diskussion.

Boyhood

USA

2014

Richard Linklater

Ellar Coltrane, Patricia Arquette, Ethan Hawke, Lorelei Linklater

Ein ganz und gar einmaliger Film: Gedreht zwischen 2002 und 2013 inszenierte Linklater seine Darsteller über die Spanne der Entstehungsjahre, erreichte so eine Art fiktionale Langzeitstudie über das Erwachsenwerden. Der Film zeigt zwölf Jahre im Leben des jungen Mason, anfangs sechs Jahre alt: Familie, Scheidung, Umzug, Schule, das erste Bier, der erste Joint, die erste Liebe – nach vorgegebenem Drehbuch drehte Linklater Jahr für Jahr mit seinen Darstellern neue Szenen, passte das Skript immer wieder an, vor allem an die Entwicklung seines Hauptdarstellers Ellar Coltrane vom Kind zum Jugendlichen. Ein Meisterwerk, das vielfach ausgezeichnet wurde: „Ein Triumph des amerikanischen Kinos aus europäischer Tradition“ (FAZ) – „Freuen Sie sich auf jede einzelne Minute von BOYHOOD!“ (Spiegel)

Confusion – Sommer der Ausgeflippten

USA

1993

Richard Linklater

Jason London, Wiley Wiggins, Rory Cochrane, Matthew McConaughey, Milla Jovovich, Parker Posey, Ben Affleck

„Dazed and Confused“, so der Originaltitel, war Richard Linklaters Durchbruch als Filmemacher: Der Film entwickelte sich mit der VHS-Veröffentlichung zum Kultfilm. Er erzählt vom letzten Highschool-Tag einer Gruppe von Teenagern im Jahr 1976 in Austin, Texas. Es geht um erzwungene Initiationsriten jüngerer Schüler, um Mailbox-Baseball, um Freundschaft und Rivalität, um Parties, Bier, Gras, um Rumhängen und Rumknutschen, und nicht zuletzt um 70er-Jahre-Musik.
Linklater, 1960 geboren, versetzt den Film in die Siebziger seiner eigenen Jugend, und bezieht sich zugleich auf New-Hollywood-Klassiker jener Zeit wie George Lucas‘ AMERICAN GRAFFITI. „Der Film erforscht die Notlage des Teenagers: gefangen und unterdrückt, aber mit dem knospenden Bewusstsein, gefangen und unterdrückt zu sein, aber trotzdem immer noch gefangen und unterdrückt.“ (Richard Linklater)

Fast Food Nation

USA

2007

Richard Linklater

Patricia Arquette, Kris Kristofferson, Ethan Hawke

„Fast Food Nation“ erzählt die Geschichte von Don Henderson, dem Marketingchef der Fast-Food-Kette Mickey‘s. Als sich herausstellt, dass mit Kolibakterien verseuchtes Fleisch in den Verkaufsschlager „The Big One“ gelangt ist, macht es sich Henderson zur Aufgabe, dem Skandal auf die Spur zu kommen. Es beginnt eine Reise, die Dons Blick auf sein Unternehmen grundlegend verändert. Diskussionspartner: Cyriacus Schultze, Slow Food Rhein-Neckar(Convivienleitung)

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