Hermann Küsters, seit 20 Jahren Arbeiter in einer Frankfurter Reifenfabrik, dreht aus Angst vor Massenentlassungen durch. Er erschießt seinen Vorgesetzten und dann sich selbst. Seine Frau, Mutter Küsters, steht nach dieser Katastrophe alleine da: Ihr Sohn und ihre Schwiegertochter wollen nichts mit dem Fall des „Fabrikmörders“ zu tun haben und wenden sich ab. Ihre Tochter hingegen, eine Nachtclubsängerin, nutzt die plötzliche Popularität für ihre Karriere. Nachdem ein Journalist einen besonders sensationsheischenden und verleumderischen Artikel geschrieben hat, will Mutter Küsters sich um die Rehabilitation ihres Mannes bemühen. Sie erhofft Hilfe von der Kommunistischen Partei und sogar von einem Anarchisten, der mit Aktionen auf ihren Fall aufmerksam machen will. Aber jeder, an den sie sich wendet, nutzt den Amoklauf nur für seine eigenen Belange. Der Film ist ein Lehrstück über den Mangel an Solidarität, der durch politische Phrasen zusätzlich vertuscht wird. Wegen der kritischen Darstellung der KP fühlten sich viele linke Zuschauer vom Film verleumdet. Fassbinder entgegnete darauf: „Das ist kein Film über die Linken, sondern über das Leben in diesem Lande. Ich war ein Jahr in Frankfurt, ich konnte diesen Film nicht anders machen.“ Als Bonus wird eine alternative, optimistischere Schlußsequenz gezeigt, die ursprünglich für die US-Version vorgesehen war.