Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Klimt

AUT/DEU/FRA/GBR

2006

Raoul Ruiz

John Malkovich, Veronica Ferres

In einem Rausch aus Farben nähert sich der Spielfilm dem Werk des berühmten und zu Lebzeiten heftig umstrittenen Malers Gustav Klimt (1862–1918). Seine Gemälde gehören zur glanzvollen Epoche des Wiener Fin de Siècle. Klimts opulente und detailverliebte Malerei kreist um die Motive Tod und Sexualität. Die Modernität seiner Kunst liegt in der ornamentalen Malweise, mit der er seine naturnahen Körperdarstellungen gestaltete. Der Zuschauer wird in eine elegante und zugleich artifizielle Welt entführt, die den Hintergrund für die künstlerischen Wagnisse des Malers bildet. Mit Einführung von Dr. Susanne Kaeppele

Die Nadel

UdSSR

1988

Raschid Nugmanow

Alexander Baschirow, Viktor Zoj, Pjotr Mamonow

Nach einem längeren Aufenthalt in Moskau reist der aus Kasachstan stammende Student Moro erstmals wieder in seine Heimatstadt Alma-Ata. Dort haben sich viele Dinge verändert – nicht zum Guten. Seine frühere, enge Freundin Dina scheint unter dem Einfluss von Kräften zu stehen, die sich seinem Zugriff entziehen. Sie ist zum Junkie geworden ist. Sie wird von einem kalt berechnenden Arzt in verhängnisvoller Abhängigkeit gehalten. Moro entführt Dina und unterzieht sie in den wüsten-ähnlichen Uferzonen des Aralsees einer Entgiftung. In Alma-Ata nimmt er den Kampf gegen die Drogenmafia auf. Moros Aufbegehren endet in einem heldenhaften, doch sehr ungleichen Showdown. DIE NADEL, einer der erfolgreichsten sowjetischen Filme aller Zeiten, ist eines der kraftvollsten und originellsten filmischen Zeugnisse der unter Michail Gorbatschow eingeleiteten Umwälzungen in der Sowjetunion. Wie bei Jean-Luc Godards Erstling À BOUT DE SOUFFLE von 1959 fielen auch bei diesem Debüt gesellschaftliche Aufbruchstimmung und künstlerische Innovation zusammen.

Apple Stories

DEU

2012

Rasmus Gerlach

Während unzählige Hipster bei Apple-Store-Eröffnungen schon um 5 Uhr morgens um einen Platz in der front row kämpfen, herrscht am anderen Ende der Welt ein ganz anderer Krieg. Ruanda und Shenzen sind die Stationen der Reise, die Doku-Filmer Gerlach aufsuchte, um die andere Seite der Handelskette des modernen Mobilfunks zu zeigen. Und zwar am Beispiel des Software-Riesen Apple, der den Minen-Arbeitern in Ruanda kaum mehr als das Hemd am Körper gönnt und seine Arbeiter in Shenzen so unter Druck setzt, dass die Suizidrate Schlagzeilen machte. Die sehr sehenswerte „VJ-Doku" stößt auf unerzählte Geschichten und nie gesehene Bilder, die so manchem Mac-Liebhaber den sauren Apfel vorhalten.

Florabowl Locals - Ein Dokumentarfilm über einfach machen ohne Plan

DEU

2021

Rasmus Simon, Arne Fiehl

Einfach machen: Der Florabowl, heute weltweit bekannt und einer der ältesten und zentralsten DIY-Skateparks in Deutschland, entstand auf diesem Weg: Vor über 10 Jahren fassten ein paar Gleichgesinnte an, mit Beton, Schaufel, Stahl und alles ohne Baugenehmigung; und in einer der teuersten Städte Deutschlands. Rasmus Simon und Arne Fiehl porträtieren diesen besonderen Ort im Hamburger Schanzenviertel, direkt neben der Roten Flora. Ein kleiner Mikrokosmos, der viele zusammenbringt, manche für einen Moment, viele für ein ganzes Leben. Keine Werbung, kein Eintritt und keine erkennbare Ordnung. Dafür sympathisches Chaos, Punkrock, Skaten, Freundschaft, Witz und Tatendrang und vor allem ganz viel Leidenschaft und Liebe zur Sache. Der Film beschreibt, wie der Florabowl entstand, in Bewegung kam und wie es gelang, gemeinsam ein solches Kleinod zu erschaffen.

A Useful Ghost

THA/FRA/SGP/DEU

2025

Ratchapoom Boonbunchachoke

Davika Hoorne, Wisarut Himmarat, Apasiri Nitibhon, Wanlop Rungkumjad

March liebt einen Staubsauger. Aber nicht irgendeinen. Im Inneren des saugstarken Haushaltsgeräts hat sich die Seele seiner verstorbenen Frau Nat festgesetzt. Das ungleiche Liebespaar kämpft gegen besessene Kühlschränke, hilft einem akademischen Ladyboy und dessen Liebhaber im Kampf gegen skrupellose Politiker und genießt die Möglichkeiten der wiedergefundenen Zweisamkeit – auch im Bett. Die konservative Verwandtschaft ist entsetzt, die buddhistischen Gelehrten pikiert und Marchs pragmatische Mutter tut alles, um der schon zu Lebzeiten ungeliebten Schwiegertochter endgültig den Stecker zu ziehen.

Die clevere, fabelhafte Gesellschaftssatire von der unsterblichen Liebe zwischen Mann und Staubsauger ist die wohl abgedrehteste Romanze des Jahres! In Cannes mit dem Großen Preis der Semaine de la Critique ausgezeichnet.

12 Tage

FRA

2017

Raymond Depardon

Zwölf Tage – das ist die Frist, innerhalb derer in Frankreich ein Psychiatriepatient nach der Zwangseinweisung eine Anhörung vor Gericht bekommen muss; rund 90.000 Menschen durchlaufen jährlich diese Prozedur. Für seinen neuen Film bekam der renommierte Dokumentarfilm-Regisseur und Fotograf Raymond Depardon als erster Filmemacher überhaupt Zugang zu diesen Verfahren und dokumentiert zehn Fälle in einer Klinik in Lyon. Die Kamera agiert sensibel und wahrhaftig, sie konzentriert sich einerseits auf die Patientinnen und Patienten und nimmt auch andererseits die richterliche Instanz in den Blick. Die Sachlichkeit der Methode in den richterlichen Anhörungen ist erhellend: In seltener Klarheit sieht man den großen Schmerz, der allen psychischen Erkrankungen zugrunde liegt.

Vom Westen Unberührt

FRA

2002

Raymond Depardon

Ali Hamit, Wodji Ouardougou, Hassan Yoskoï, Issa Mauli, Hamat Adoum

Nach einem Roman Diego Brossets aus dem Jahr 1922 erzählt Depardon die Geschichte des Waisenjungen Alifa. Der Junge wird von Jägern, die seine Eltern töteten, aufgenommen und wächst in ihrer Gemeinschaft auf. Alifa ist frei, ungebunden, anders. Als Jäger und schließlich als Guide wird er ein hochgeachtetes Mitglied der Sippe. Unentbehrlich wird er für sie, als er den Fremden besiegt, der ihnen die Erde rauben will, von der sie leben. Auf der Flucht vor den Kolonialmächten ziehen sich die Nomaden immer weiter in die Wüste zurück. Der vielfach ausgezeichnete Magnum-Fotograf Raymond Depardon setzt in atemberaubenden Schwarzweißaufnahmen Landschaft und Menschen in Szene. Die wettergegerbten Gesichter der afrikanischen Nomaden wirken wie Arbeiten aus einer Bildhauerwerkstatt, während die Konturen der Wüste und ihrer Bewohner durch die immer wieder aufflackernden Sandstürme verwischen.

CAN

2023

Pascal Plante

Juliette Gariépy, Laurie Babin, Elisabeth Locas, Maxwell McCabe-Lokos

Kelly-Anne sichert sich tagtäglich einen Platz bei den Verhandlungstagen gegen den brutalen Serienmörder Ludovic Chevalier, von dem sie besessen ist. Sie freundet sich auch mit einem weiteren Groupie des Killers an, doch je länger sich das Verfahren zieht, je mehr Zeit sie im Gerichtssaal mit den Familien der Opfer verbringt, umso mehr schwerer fällt es ihr, das psychische Gleichgewicht zu halten und ihrer morbiden Fixierung auf den Mörder zu entkommen. Schließlich sucht sie in wahnhafter Konzentration das letzte fehlende Puzzlestück im Prozess gegen Chevalier: das Video der grausamen Ermordung eines dritten Opfers…

Ohne viel Blut zu zeigen, kann dieser einzigartige Film das Publikum immer wieder überraschen und schocken – „einer der ambitioniertesten Thriller der letzten Jahre.“ (kino-zeit.de)

Warten auf Bojangles

FRA

2021

Régis Roinsard

Virginie Efira, Romain Duris, Grégory Gadebois, Solan Machado-Graner

Frankreich in den 1950ern. Für Georges ist es Liebe auf den ersten, für Camille erst auf den zweiten Blick – doch dann beginnt eine Zeit des gemeinsamen Glücks, ein leidenschaftliches Leben jenseits der Konventionen, mit durchtanzten Nächten zu „Mr. Bojangles“ und verrückten Geschichten zur Unterhaltung der Freunde. Bald gehört auch der gemeinsame Sohn Gary zu dieser exzentrischen Welt des rauschhaften Exzesses. Doch Camilles dunkle Seiten treten in Erscheinung, auf die manische Phase folgt der Sturz in den Abgrund, an dem die kleine Familie gerade noch getanzt hat.
Die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers erzählt von einer bedingungslosen Liebe, von ihren Höhen und Tiefen, poetisch, traurig und schön, kraftvoll und zart zugleich.
Einführung: Shirine Daumas, Institut Français Mannheim

Jîn

TUR/DEU

2013

Reha Erdem

Deniz Hasgüler, Onur Ünsal, Sabahattin Yakut, Yildirim Simsek

Seit über 30 Jahren tobt in den kurdischen Gebieten der Türkei der Kampf zwischen Guerilla und der türkischen Armee. Die malerisch schönen, zugleich gefährlichen Berge und Wälder von Kurdistan, sind die Heimat der 17-Jährigen Jîn. Seitdem sie sich von einer Gruppe kurdischer Freiheitskämpfer abgesetzt hat, ist das junge Mädchen auf sich allein gestellt. In den Bergen und Wäldern muss sie sich von nun an allein durchschlagen. Ihr Zufluchtsort ist die Natur und die Tiere des Waldes werden zu ihren Begleitern. Als sie zwischen die Fronten gerät und Gefahren von allen Seiten drohen, beschließt sie zu ihren Verwandten in die Stadt zu fliehen. Dort erhofft sie sich, vor der ständigen Gewalt Ruhe zu finden. Sie legt Waffe und Uniform ab und in Zivilkleidung getarnt, macht sie sich auf den beschwerlichen Weg. Doch als Kurdin ohne Papiere droht ihr jederzeit die Verhaftung. Und als Frau, ohne den Schutz ihrer Familie, gilt sie vielen Männern als Freiwild. Ihr Mut jedoch scheint ungebrochen – Jîn bedeutet “das Leben” auf Kurdisch.
Jîn war im vergangenen Jahr Eröffnungsfilm der 63. Berlinale.

Das Geheimnis der Buschleute

ZAF/AUS/DEU

2006

Rehad Desai

Südafrikas Flora und Fauna gehört neben der des Amazonas zur wichtigsten der Welt. Hier schlummert deshalb auch eine medizinische Ressource, die bislang wenig genutzt wurde – außer von den San-Buschleuten. Weil die global arbeitenden Pharma-Riesen aber genau hier gute Geschäfte wittern, ist die Frage nach dem Schutz der Artenvielfalt und der Verfügungsgewalt über die Bioressourcen eine existenzielle Frage für die San – auch in kultureller Hinsicht, denn das Wissen vom Heilen ist integraler Bestandteil ihrer Kultur. Der südafrikanische Regisseur Rehad Desai begleitet Jan van der Westerhuizen, einen der letzten traditionellen Heiler der Khomani San, in die Kalahari. Hier wächst der Hoodia-Kaktus, dessen Extrakt den Appetit hemmt – eine Wirkung, die schon seit Jahrhunderten von den San genutzt wird und die wegen ihrer Hunger unterdrückenden Wirkung nun als Schlankheitsmedikament vermarktet wird. Für die indigenen Völker wie die Khomani San gestaltet sich der Kampf für ihre Rechte mehr als schwierig. Mit Wein- und Saftprobe mit dem Winzer Bernd Naumer, Neustadt. In Zusammenarbeit mit dem Jugendkulturzentrum FORUM, Attac Mannheim, BürGenLand Ladenburg.

Kommen Rührgeräte in den Himmel? Ein Film über Nachhaltigkeit

DEU

2016

Reinhard Günzler

Der nagelneue Mixer ist kaputt. Carmen, Designstudentin in Thüringen, entdeckt auf einem Jenaer Flohmarkt ein Rührgerät aus DDR-Zeiten: uralt, in grellem Orange – und trotzdem noch tadellos in Form. Es heißt RG 28. Um hinter das Geheimnis der sagenhaften Langlebigkeit des Rührers aus dem „Elektrogerätewerk Suhl“ zu kommen, begibt sie sich auf eine Forschungsreise. Ihre Begegnungen und Gespräche führen Carmen schließlich zu der Frage, ob es ethisch vertretbar ist, unseren Erzeugnissen das zu verweigern, was wir für uns selbst erhoffen: ein langes Leben.
Diskussionspartnerin: Rike Schweizer, Forschungsstätte Ev. Studiengemeinschaft
Kooperationspartner: Stadt Mannheim, Kulturamt

Jazzfieber - The Story of German Jazz

DEU

2023

Reinhard Kungel

Jazz ist angesagt! Auch junge Menschen begeistern sich für swingende Rhythmen und jazzige Grooves. Dabei wissen die Wenigsten etwas über die Hintergründe dieser Musik. Was ist Jazz eigentlich? Wie kam diese Musik nach Deutschland? Und warum wurde sie von den Nazis bekämpft? Der Film begleitet junge Jazzer*innen und blickt mit ihnen zurück auf die Jazz-Historie in Deutschland.
Ende September fand in den letzten Jahren stets unser MannheimMusikFilmFestival statt. Ab diesem Jahr wird es etwas Neues geben: Klang/Bild, initiiert von der Music Commission e.V. und unterstützt von Next Mannheim und dem Kulturamt der Stadt Mannheim, führt vom 28. November bis 4. Dezember das Konzept des Musikfilmfestivals und des Look of Sound Festivals fort und weiter – mit größerem und erweitertem Programm, mit Filmen zum Hören und Musik zum Sehen. Dieser mitreißende Musikdokumentarfilm bietet einen kleinen Vorgeschmack.
Mit Einführung

C'est La Vie - So sind wir, so ist das Leben

FR

2008

Rémi Bezançon

Zabou Breitman, Marc-André Grondin, Déborah François

Das Leben einer fünfköpfigen Familie verändert sich grundlegend, als der älteste Sohn Albert das Haus verlässt und beginnt, auf eigenen Beinen zu stehen. Für seine Mutter Marie-Jeanne ist es, als ob sie das älteste ihrer drei Kinder für immer verlieren würde und deshalb geht sie wieder studieren. Alberts Geschwister, Raphaël und Fleur, wissen, dass die Familie nun nie wieder so zusammenleben wird, wie zuvor. Aber das ist nur ein Tag im Leben der Familie Duval. Im Film werden insgesamt fünf wegweisende Tage der Duvals porträtiert, die in einer Spanne von zwölf Jahren liegen. Publikumsliebling in Frankreich!

Das Weiterleben der Ruth Klüger

AUT/DEU

2011

Renata Schmidtkunz

Die aus Wien stammende amerikanische Schriftstellerin Ruth Klüger blickt auf ein bewegtes Leben zwischen Wien, Kalifornien, Göttingen und Israel zurück. Sie ist außerdem eine Überlebende des Holocaust. Der Film beschäftigt sich anhand ihrer Biografie mit der Frage, wie sich das Leben nach dem Holocaust gestalten lässt und wie nachhaltig es durch diese Erfahrung geprägt wurde. Die Autorin berichtet über ihr Aufwachsen im judenfeindlichen Wien, über ihr eigenes Muttersein und ihr Verständnis von der eigenen Weiblichkeit in schwierigen Zeiten. In einer sehr persönlichen Annäherung an das Schicksal der Protagonistin schafft der Film eine Auseinandersetzung mit dem Thema jenseits sachlicher, faktischer Dokumentation. Dadurch gelingt eine Bestandsaufnahme über das Vergessen und den Umgang unserer Gesellschaft mit der Vergangenheit, z. B. in Bezug auf Gedenkstätten. Schonungslos, ehrlich und versöhnlich – die Dokumentation stimmt den Zuschauer noch lange nachdenklich.

Meine Frau, Die Hexe

USA

1942

René Clair

Frederic March, Veronica Lake, Susan Hayward

René Clairs ebenso komische wie romantische Burleske führt uns ins 17. Jahrhundert: In New England wurden die hübsche Jennifer und ihr Vater Daniel wegen Zauberei von Puritanern auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Vor ihrem Tod belegt Jennifer den dafür verantwortlichen Wooley mit dem Fluch, dass er und seine Nachfahren unglückliche Ehen führen werden. Dreihundert Jahre später kehren Vater und Tochter unter die Lebenden zurück und können erfreut feststellen, dass Wooley-Nachfahre Wallace drauf und dran ist, die falsche Frau zu heiraten. Um seine Situation noch zu verschlimmern, will ihn Jennifer am Abend vor der Hochzeit in sich verliebt machen, doch leider läuft nicht alles nach Plan. Eine brillante, geistreiche und poetische Hexen-Komödie!

Verbotene Spiele – Jeux interdits

FRA

1952

René Clément

Georges Poujouly, Brigitte Fossey, Lucien Hubert, Suzanne Coutal

1940 in der französischen Provinz. Die fünfjährige Paulette verliert bei einem Fliegerangriff der Deutschen ihre Eltern und wird als Waisenkind bei einer Bauernfamilie aufgenommen. Hier freundet sie sich schnell mit dem jüngsten Sohn Michel, elf Jahre alt, an. Mit ihm errichtet sie einen Friedhof für Tiere und bewältigt so die Kriegserlebnisse auf ihre eigene Art und Weise. Als herauskommt, dass die Kinder für die Gräber ihres Friedhofs Kreuze vom Kirchhof gestohlen haben, soll Paulette von den Gendarmen abgeholt und in ein Waisenhaus gesteckt werden.

Das herzzerreißende Meisterwerk von Regisseur René Clément zählt zu den besten Anti-Kriegsfilmen aller Zeiten und wurde unter anderem mit dem Goldenen Löwen in Venedig und dem Oscar als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet. Die damals erst fünfjährige Brigitte Fossey lieferte in der Rolle der kleinen Paulette eine bravouröse Schauspielleistung ab.

Asterix Und Cleopatra

BEL/ FRAU

1968

René Goscinny

Die wunderschöne Herrscherin Cleopatra aus Ägypten wettet gegen Cäsar, in drei Monaten einen riesigen Palast zu errichten. Beauftragt damit wird Star-Architekt Numerobis. Gelingt es ihm nicht, wird er Kleopatras bösen Krokodilen zum Fraß vorgeworfen! Da hilft dann doch nur ein Wunder – oder die übermächtige Zauberkraft der Gallier! Um Hilfe gebeten, reisen Asterix, Obelix und Miraculix nach Ägypten. Mit im Gepäck: Hündchen Idefix und der gallische Zaubertrank. Eintrittspreis für groß und klein: 2,50 Euro

Der wilde Planet

FRA/CSK

1973

René Laloux

Animationsfilm

Auf dem Planeten Ygam leben die riesenhaften, blauen Draags in einer technologisch hochstehenden Gesellschaft; die menschlichen Oms, versehentlich vom Planeten Terra mitgebracht, werden geknechtet und dienen bestenfalls als Haustiere. Terr, ein Om-Junge, entkommt einem Draag-Mädchen und bringt den wildlebenden Oms das Wissen der Draag…

Das surrealistisch-rauschhafte Zeichentrick-Spektakel entwickelt dank seiner Bildgewalt und seines psychedelischen Jazz-Soundtracks einen unwiderstehlichen hypnotischen Sog. Dieser phantastische Trip durch eine fremde Welt – zugleich politische Parabel – wurde 1973 in Cannes mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet.

Gandahar

FRA

1987

Réne Laloux

Animationsfilm

Lange herrschten Frieden und Harmonie im hochtechnologisierten Gandahar. Doch eine böse Macht greift an, umherziehende Metallwesen verwandeln die Bewohner in Stein – der Rat der Frauen schickt Silvain aus, um den Invasoren entgegenzutreten. Hilfe erhalten er und seine Begleiterin Airelle von den Transformierten, die Ergebnis eines missglückten Genexperiments sind. Und bald ist klar, dass hinter allem Metamorph steckt, ein riesiges Gehirn, das ebenso ein unerwünschtes Resultat gandaharischer Forschung ist…

René Laloux, schon für seine Vorgängerfilme DER PHANTASTISCHE PLANET (1973) und HERRSCHER DER ZEIT (1982) kultisch verehrt, setzt auch in seinem dritten und letzten Langfilm GANDAHAR politische und gesellschaftskritische Denkanstöße. Doch vor allem ist dieser Film noch skurriler, schriller, schräger – ein sonderbarer Trip in außergewöhnliche Welten und ein Must-See für jeden (volljährigen) Fan des surrealen Sci-Fi-Trickfilms. „Laloux‘ faszinierendstes Werk, das inhaltlich an AVATAR erinnert – aber nicht den militaristischen, sondern den spirituell-mystischen Weg geht.“ (filmstarts.de)

Animations-Special: Wer am 19.11. oder 20.11. sowohl für den aktuellen SCHIRKOA als auch für die Wiederentdeckung GANDAHAR Karten kauft, bekommt ein Freigetränk!

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