Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Einfach machen! She-Punks von 1977 bis heute

DEU/CHE

2024

Reto Caduff

Dokumentarfilm

Punk ist Rebellion und Selbstermächtigung – und Ende der 1970er braucht es auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht mehr Ausbildung oder Perfektion, um Musik zu machen. Was zählt, ist der Mut, sich auf die Bühne zu stellen – und das gilt besonders für Frauen: In Düsseldorf gründen sich Östro 430, in West-Berlin Mania D (später Malaria!) und in Zürich Kleenex (später LiLiput). Es geht darum, sich auszudrücken, sich Freiräume zu schaffen, zu rebellieren gegen das Spießertum wie auch gegen die männerdominierte Musikszene. Es geht darum, laut zu sein!

Der Film porträtiert Frauenpunkbands, die noch heute aktiv sind – ein lange vergessener Teil der damaligen Frauenbewegung: Feminismus mit Gitarrenriffs!

Conny Plank – The Potential of Noise

DEU

2017

Reto Caduff, Stephan Plank

Den Name kennt man kaum, aber jeder hat etwas von ihm gehört: Konrad „Conny“ Plank produzierte in seinem Tonstudio nahe Köln den Sound der 70er und 80er von Krautrock bis zu internationalem Pop: Platten von Kraftwerk und Guru Guru, Eurythmics und Gianna Nannini, D.A.F. und Brian Eno nahm er auf und prägte damit die Popmusikgeschichte. 1987 starb er im Alter von nur 47 Jahren – sein Sohn Stephan porträtiert den legendären Produzenten zwischen Mythen und Wirklichkeit, inkl. vielen Interviews mit Weggefährten – und natürlich mit Plank-Soundtrack!

Jacky im Königreich der Frauen

FRA

2014

Riad Sattouf

Vincent Lacoste, Charlotte Gainsbourg, Didier Bourdon, Anémone, Michel Hazanavicius

In der Volksrepublik Bubunne herrschen die Frauen, während Männer Schleier tragen, sich um den Haushalt kümmern und vor allem gut aussehen sollen. Pferde sind heilig und das Essen von Pfl anzen verboten. Der 20-Jährige Jacky sieht in seinem weinroten Schleier ganz besonders gut aus. Er hat sich unsterblich in die zukünftige Diktatorin Bubunne XVII. verliebt. Und die Chance scheint für Jacky zum Greifen nah, die strenge Schöne für sich zu gewinnen, denn deren Mutter kündigt einen großen Ball an, auf dem sich alle Jünglinge des Landes als Heiratskandidaten präsentieren sollen. Doch da ist auch noch sein revolutionärer Onkel Julin, der im Untergrund für die Rechte aller Männer kämpft… Regisseur (und Charlie Hebdo-Mitarbeiter) Riad Sattouf inszeniert seine eigene Comicvorlage als Monty-Pythonwürdiger Anschlag auf Gender-Klischees und religiös-politischen Fundamentalismus.
In Kooperation mit den Soroptimistinnen Mannheim.
Eintritt incl. Freigetränk 10 Euro regulär/8 Euro ermäßigt/ 7 Euro Mitglieder

El Entusiasmo

Chile

1999

Ricardo Larraín

Maribel Verdu, Alvaro Escobar, Carmen Maura, Gianfranco Lebrini

Fernando, Guillermo und Isabel kämpften einst gegen die chilenische Militärjunta. Nachdem sie jahrelang nichts mehr voneinander hörten, treffen die drei in einer Grenzstadt nahe Peru wieder aufeinander. Guillermo, der noch den selben Visionen von damals nachhängt, ist verbittert und desillusioniert. Wegen der gegenwärtigen Kommerzialisierung sieht er seinen Kampf um die Freiheit verraten. Fernando hingegen nutzte die neue Freiheit in vollen Zügen. Er heiratete die von ihm und Guillermo geliebte Isabel, mit der er inzwischen einen Sohn hat, und baute ein kleines Reiseunternehmen auf. Sein Traum vom großen Geld rückt in greifbarer Nähe, als er dubiose Geschäfte mit Spekulanten treibt. Dabei vernachlässigt er zunehmend seine Familie. Doch ein liebevolles Familienleben in Ruhe und Zufriedenheit ist genau das, wovon Isabel träumt. Sie flüchtet zum Idealisten Guillermo, um dort Geborgenheit zu finden. Anhand dieser Dreiecksgeschichte zeigt EL ENTUSIASMO was aus ehemaligen Kämpfern werden kann, die sich erfolgreich für ihre Sache eingesetzt haben. „Larraín beschreibt den schwierigen Umgang mit der neu gewonnenen Freiheit, und er schafft dies in einer visuell und musikalisch ebenso gewagten wie spannungsvollen Art.“ (Frankfurter Rundschau).

Alles nur Theater? – Grazie ragazzi

ITA

2023

Riccardo Milani

Antonio Albanese, Sonia Bergamasco, Giacomo Ferrara, Vinicio Marchioni, Fabrizio Bentivoglio

Antonio ist mit Leib und Seele Theaterschauspieler, leider oft arbeitslos. Eines Tages bietet ihm ein Freund einen Job an. Er soll einen Theaterworkshop im Gefängnis von Velletri leiten. Antonio akzeptiert, doch nur fünf Häftlinge tauchen auf. So beschließt er, das Stück zu proben, mit dem er Jahre zuvor debütiert hatte, Samuel Becketts „Warten auf Godot“. Nach anfänglichen Spannungen und Misstrauen gelingt es Antonio langsam, die Häftlinge zu begeistern. Doch die strenge Gefängnisdirektorin bleibt misstrauisch…
GRAZIE RAGAZZI beruht auf einer wahren Geschichte aus einem schwedischen Gefängnis, die schon mehrere Filme inspiriert hat. Riccardo Milanis Version ist eine mitreißende, sehr italienische und hervorragend gespielte Komödie, die auch Themen wie die Realität des Strafvollzugs, Identitätssuche und last not least die Magie des Theaterspielens in den Blick nimmt.
Riccardo Milani über seinen Film:
GRAZIE RAGAZZI ist zwangsläufig auch ein Film über die Schauspielerei, die für mich stets faszinierend und geheimnisvoll bleibt. Ein Film darüber, wie die Kunst in einem Gefängnis zu einem Element der „Freiheit“ und vor allem der „Möglichkeit“ werden kann. Fünf Häftlinge, die bisher nichts mit Kultur und oder künstlerischen Ausdrucksformen zu tun hatten, setzen sich beim Theaterspielen unerwartet mit den von Beckett in „Warten auf Godot“ aufgeworfenen Fragen nach der Existenz auseinander: „Was tun wir hier?“ Sie suchen so nach einem Sinn des Wartens, das ihre Zeit in der Zelle kennzeichnet. Am Ende stellt sich die Frage nach dem Sinn ihres Lebens, dem Sinn unseres Lebens und die Frage, wie man im Inneren jedes Menschen den Funken zur Veränderung finden kann.
Riccardo Milani (*1958 in Rom) Er arbeitet zunächst als Assistent von Mario Monicelli, Nanni Moretti und Daniele Luchetti. 1997 feiert er sein Regiedebüt mit AUGURI PROFESSORE, worauf zahlreiche erfolgreiche Fernsehproduktionen und Kinofilme folgen. Bei Cinema Italia liefen COME UN GATTO IN TANGENZIALE (2017), MA COSA CI DICE IL CERCELLO (2018) und COME UN GATTO IN TANGENZIALE – RITORNO A COCCIA DI MORTO (2021).
Weitere Infos:https://www.cinema-italia.net/filme.php?selectedday=37&selectedfilm=3

Come un gatto in tangenziale: Ritorno a Coccia di Morto – Wie eine Katze auf der Autobahn: Die Rückkehr

ITA

"2021

Riccardo Milani

Paola Cortellesi, Antonio Albanese, Sonia Bergamasco, Claudio Amendola

Monica und Giovanni sind zurück! Wir erinnern uns: der feinsinnige Intellektuelle und die prollige Vorstadtmadam waren in der Erfolgskomödie COME UN GATTO IN TANGENZIALE / WIE EINE KATZE AUF DER AUTOBAHN (Cinema Italia 2018) auf spektakuläre Weise aneinandergeraten. Jetzt gibt es neuen Stress: Monica wird verhaftet, weil ihre kleptomanischen Zwillingsschwestern Diebesgut bei ihr versteckt haben. Giovanni gelingt es, sie aus dem Knast zu holen und ihre Strafe in gemeinnützige Arbeit in einer anderen Gemeinde umzuwandeln. Dummerweise liegt Monicas neues Wirkungsfeld genau neben dem schicken Kulturzentrum, das Giovanni in Kürze eröffnen will.
Genauso lustig und turbulent wie der erste Teil. Paola Cortellesi und Antonio Albanese sind wieder in Hochform, und der neue Film wurde in Italien verdientermaßen zum absoluten Kassenknüller.

Sind denn alle durchgedreht? – Ma cosa ci dice il cervello

ITA

2019

Riccardo Milani

Paola Cortellesi, Stefano Fresi, Emanuele Armani, Teco Celio.

Giovanna ist eine graue Maus, wie sie im Buche steht: unbeholfen, bescheiden, unauffällig. Selbst ihre siebenjährige Tochter hält sie für langweilig. Doch das alles ist Fassade, denn in Wirklichkeit ist Giovanna eine Top-Geheimagentin, die in brisanten internationalen Missionen von Marrakesch bis Moskau im Einsatz ist. Irgendwann aber merkt Giovanna, dass nicht nur sie selbst, sondern auch ihre besten Freunde im Alltag ständig Schikanen, Arroganz und rüpelhaftem Benehmen ausgesetzt sind. Mit den fast unbegrenzten Mitteln und Tricks einer Geheimagentin versucht sie im Leben ihrer Freunde und in ihrem eigenen wieder Ordnung zu schaffen.
Nach dem großen Erfolg von COMO UN GATTO IN TANGENZIALE / WIE EINE KATZE AUF DER AUTOBAHN (Cinema Italia 2018) legt das Team um Regisseur Riccardo Milani und Hauptdarstellerin Paola Cortellesi noch eine Schippe drauf: Ihre neueste Komödie ist eine turbulente Mischung aus augenzwinkernder James Bond-Parodie und genauer Beobachtung des italienischen Alltags, was zu urkomischen Situationen führt.
 „In einem Land, in dem es inzwischen für viele selbstverständlich ist, Gesetze und Regeln zu missachten und darauf sogar stolz zu sein, kann man die Kompetenz der anderen infrage stellen und Zweifel säen, ob Ärzte, Lehrer, Richter usw. überhaupt ihrem Beruf gewachsen sind. Und vor allem sind viele davon überzeugt, alles besser zu wissen und zu können. Dieser Zweifel scheint das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft an den Wurzeln zu unterminieren. Rücksichtslosigkeit geht uns alle an. Mit der Figur, die von Paola Cortellesi dargestellt wird, und ihren Freunden will der Film den Alltag von Italien erzählen: in den Schulen, den Krankenhäusern, den Gerichten und an allen Arbeitsplätzen. Das Ganze mit einem lachenden Auge und einem kritischen und selbstkritischen Blick auf das Land.“
Riccardo Milani

Wie eine Katze auf der Autobahn – Come un gatto in tangenziale

ITA

2018

Riccardo Milani

Paola Cortellesi, Antonio Albanese, Sonia Bergamasco, Luca Angeletti, Antonio D’Ausilio, Alice Maselli

Der feinsinnige Giovanni berät die EU bei Projekten zur sozialen Integration. Er wohnt mit seiner 14jährigen Tochter zwischen Büchern und Bildern in der Innenstadt von Rom. Die prollige Monica lebt in einem heruntergekommen Wohnbunker am Stadtrand und hat die Probleme multikultureller Integration täglich vor der Haustür. Ihre Patchwork-Familie besteht aus einem ebenfalls 14jährigen Sohn und zwei kleptomanischen Halbschwestern. Als plötzlich eine Liebesbeziehung zwischen ihren pubertierenden Kindern entsteht, verbindet Giovanni und Monica nur eines: der Wunsch, diese Beziehung zu sabotieren. Diese witzige, turbulente Komödie wurde in Italien zum großen Publikumserfolg.

Kneecap

IRL

2024

Rich Peppiatt

Móglaí Bap, Mo Chara, DJ Próvaí, Michael Fassbender

Spielfilm über ein (reales) nordirisches Hip Hop-Trio: Kneecap wagten das Unmögliche und beginnen auf Gälisch zu rappen – ein lauter, trotziger und wilder Akt der Selbstbehauptung.

KNEECAP beruht auf realen Ereignissen und zeigt den Aufstieg eines realen Rapper-Trios, das mittlerweile als rebellische Stimme der irischen Jugend gilt und Festivals wie Glastonbury rockt. In den Hauptrollen sind die Musiker selbst zu sehen und in einer Nebenrolle gibt sich kein geringerer als Michael Fassbender die Ehre.

KNEECAP feierte seine Weltpremiere beim renommierten Sundance Film Festival, war seitdem auf etlichen Festivals zu sehen und ist Irlands Einreichung für die Oscarverleihung 2025 als bester internationaler Film. Die Filmkritikerin Wendy Ide vom Guardian nannte ihn „one of the funniest films of the year.“ Wir stimmen zu.

Ray & Liz

GBR

2018

Richard Billingham

Ella Smith, Justin Salinger, Patrick Romer, Deirdre Kelly, Tony Way, Sam Gittins

In der Peripherie von Birmingham und am Rande der Gesellschaft meistert die Familie Billingham ihren Alltag, Tag für Tag, so gut es geht. Vater Ray säuft sich durch seine Existenz, die übergewichtige Mutter Liz überlässt die Wohnung dem Verfall. Während sich die Familie durchs Leben wurschtelt, praktiziert sie extreme Rituale und bricht gesellschaftliche Tabus. Basierend auf den Erinnerungen des Regisseurs und Fotografen Richard Billingham konzentriert sich der Film auf seine Eltern Ray und Liz, ihre Beziehung und ihren Einfluss auf ihn und seinen jüngeren Bruder Jason, als sie in einer Wohnung des Black Country Council aufwachsen, von Umständen bestimmt, die außerhalb ihrer Kontrolle liegen. „Wem Ken Loach zu versöhnlich ist, der sollte an diesem schonungslosen und brillant gefilmten Porträt britischen Subproletariats seine Freude haben.“ (Film Festival Cologne)

Die Brüder Karamasow

Richard Brooks

Yul Brynner, Maria Schell, Claire Bloom

Schuld und Sühne, Leid und Mitleid, Liebe und Versöhnung – in seinem letzten Roman behandelte der russische Schriftsteller Fjodor M. Dostojewski die ganz großen Themen der Menschheit. Im Kern des von Richard Brooks vor mehr als 50 Jahren verfilmten Stückes Weltliteratur stehen die Brüder Dimitri, Alexej und Iwan. Als der Vater, der bezeichnenderweise den Namen Fjodor trägt, bestohlen und ermordet wird, fällt der Verdacht auf Dimitri. Er wird einem Gerichtsurteil zufolge nach Sibirien deportiert. In Wirklichkeit war aber alles ganz anders…

Die Katze Auf Dem Heissen Blechdach

USA

1958

Richard Brooks

Elizabeth Taylor, Paul Newman

Ein Klassiker: An “Big Daddys” 65. Geburtstag erreicht die Familie die schreckliche Nachricht: Vater hat Krebs. Die Diagnose vom unausweichlichen Ende soll unter allen Umständen vor ihm geheim gehalten werden. Doch statt dessen bricht an diesem Abend ein erbitterter Kampf um das Erbe aus. Der Film, adaptiert nach einem der bekanntesten Theaterstücke von Tennesse Williams, “Cat on a hot tin roof”, ist das psychologisch stimmige und außerordentlich packende Porträt einer Familie. Mut und Herzlichkeit rettet diese vor dem Untergang – Liz Taylor auf dem Gipfel ihrer Kunst. (Leider wurde der Film beim Neustart nicht neu vorgelegt, auch wenn die alte Einstufung aus heutiger Sicht eine Lachnummer ist.)

Kaltblütig

USA

1967

Richard Brooks

Robert Blake, Scott Wilson, John Forsythe

Im November 1959 wurde die vierköpfige Familie Clutter auf ihrer Farm kaltblütig ermordet. Die Täter, Perry Smith und Dick Hickock, hatten im Haus Geld vermutet. 1966 veröffentlichte Truman Capote einen dokumentarischen Roman über diesen Kriminalfall. Die Verfilmung ein Jahr später greift dessen Ansatz auf, das wahrheitsgemäße Erzählen von Tatsachen so spannend zu gestalten wie ein raffinierter, fiktionaler Krimi: Sie schildert die Vorgeschichte der beiden Täter ebenso wie das Lebensumfeld der Opfer, die Tat selbst, die Flucht der Mörder bis zu ihrer Ergreifung, Verurteilung und Hinrichtung im Jahr 1965. Gefilmt wurde an Originalschauplätzen in Kansas, auch einige der damaligen Geschworenen spielen sich selbst. Richard Brooks inszenierte eine klinisch genaue Rekonstruktion, die trotz – oder wegen – ihrer Nüchternheit nachdrücklich, beklemmend, unerbittlich wirkt.
Einführung: Einführung: Robert Hörr

Radio Rock Revolution

GBR/DEU/FRA

2009

Richard Curtis

Philip Seymour Hoffman, Bill Nighy, Kenneth Branagh, Nick Frost, Emma Thompson, Rhys Ifans, Gemma Arterton

Beatles, Kinks, Cream, Rolling Stones: Die BBC war in den 1960ern eine prüde Anstalt, denn was in der Jugend- und Popkultur vor sich ging, zog man vor zu verschweigen. Es schlug die Stunde der inoffiziellen Piratensender, die von Schiffen aus den Sound der Sixties in die Jugendstuben lieferten. Radio Rock beispielsweise, jenseits der Drei-Meilen-Zone, wird geleitet von Quentin, dessen 18jähriges Patenkind Carl gerade als Praktikant anfängt und mitten hineingerät in die Sex-Drugs-Rock’n’Roll-Welt des freigeistigen Radiosenders. Diesem freilich droht Ungemach: Die Regierung will die gerade so legalen Piratensender ein für alle Mal verbieten…

Vorlage der fiktiven Handlung ist Radio Caroline, das seit seiner Gründung 1964 die Vielfalt des Radios – und der Musik – entscheidend erweiterte.

Das Omen

USA/GBR

1976

Richard Donner

Harvey Stephens, Gregory Peck, Lee Remick, David Warner

Damien wurde am 6.6. um 6 Uhr geboren. Zeitgleich verliert Katherine Thorn ihr Kind bei der Geburt. Ohne ihr Wissen vertauscht ihr Mann Robert das lebende gegen das tote Baby. Fünf Jahre später: Robert Thorn ist US-Botschafter in Großbritannien, und rund um Damien häufen sich merkwürdige Ereignisse. Ein Priester ahnt: Damien ist der Sohn Satans…

Spannend, unheimlich, schockierend – ein Klassiker des Horrorfilms, der seinen Schrecken langsam, aber höchst wirkungsvoll entwickelt, in einer Reihe mit ROSEMARIES BABY und DER EXORZIST.

The Fluffer

USA

2000

Richard Glatzer, Wash West

THE FLUFFER ist eine Geschichte um Obsessionen, Unterwerfung, Geld und Sex. Im Mittelpunkt steht Johnny Rebel – ein Pornostar im Widerspruch: Zwar ist er augenscheinlich heterosexuell, seinen Lebensunterhalt bestreitet er jedoch als schwuler Star. Sean McGinnis ist ein junger und naiver Abenteurer. Er geht nach L.A., um Karriere beim Film zu machen und wird Johnnys Fluffer. Das heißt: Er soll ihn vor den Aufnahmen auf Touren bringen. Pornoexperte Wash West und Richard Glatzer (GRIEF) haben einen unterhaltsamen Film mit sehr authentischen Einblicken in die schwule Pornoindustrie gedreht. Wer auf viel Sex in heißen Settings hofft, liegt allerdings falsch. Eher werden hier noch die letzten Illusionen über jede Art von käuflichem Sex zerstört. Dass trotzdem die Hormone angeregt werden, liegt an der Attraktivität aller Darsteller – sowohl der weiblichen wie der männlichen.

The Devil's Miner - Der Berg des Teufels

DEU/USA

2004

Richard Ladkani

Basilio Vargas (14) und sein Bruder Bernardino (12) kennen ihr Metier: Sie sind Mineros, Bergarbeiter. Ihr Arbeitsplatz sind die 450 Jahre alten Stollen des Cerro Rico, des „Reichen Berges“ von Potosí, der 4300 Meter über dem Meer gelegenen bolivianischen Stadt. Dort, wo es einmal die größten Silbererzvorräte der Welt gab, arbeiten Basilio und Bernardino unter Tage als Lastenschlepper, Schubkarrenfahrer und Sprengloch-Meißler. Der Vater der Kinder ist mit 35 an den Folgen einer Staublunge gestorben. Würden die beiden nicht jeden Tag bis zu 10 Stunden Schwerstarbeit in den Stollen verrichten, gäbe es zu Hause nichts zu Essen. Diskussionspartner: Günter Kipfmüller, ehemaliger Leiter Goethe-InstitutS Mannheim-Heidelberg

The Beatles - A Hard Days Night

GB

1965

Richard Lester

John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Ringo Starr

36 Stunden aus dem Leben der Beatles, komprimiert zu einer rasanten, skurrilen Handlung, gepaart mit einer Fülle von Slapsticks und albernen Nonsense-Dialogen. Die Beatles sollen in London in einer Live-Fernsehshow auftreten. Doch der Weg dorthin gerät zum puren Chaos. Verfolgt von kreischenden Fans entziehen sich die Vier immer wieder der Aufsicht ihres geplagten Roadmanagers. Und dann ist auch noch Pauls unternehmungslustiger Großvater dabei, der für allerlei Aufregung sorgt. Vor 36 Jahren löste Richard Lester mit diesem ersten Film über die Beatles Massenhysterien vor ausverkauften Kinosälen aus. In Deutschland lief A HARD DAY’S NIGHT unter dem Titel YEAH! YEAH! YEAH! leider in einer synchronisierten Fassung. Zur Wiederaufführung gelangt nun die digitalisierte, untertitelte Originalversion, die vor allem durch den “wiedergefundenen” Sprachstil des Drehbuchautors Alun Owen glänzt, der 1965 für dieses Drehbuch eine Oskar-Nominierung erhielt. “Wenn Verleihfirmen ihre Produkte als ‘Klassiker’, ‘unsterblich’, ‘bahnbrechend’ anpreisen, ist meist Vorsicht angesagt – diesmal nicht. ‘It’s the Citizen Kane of jukebox movies’, hatte die Zeitschrift ‘Village Voice’ in ihrer Premierenkritik 1964 gerühmt, und an diesem Urteil ist auch nach über 35 Jahren nicht zu rütteln.” (Der Tagesspiegel)

The Beatles – A Hard Day’s Night

GB

1965

Richard Lester

36 Stunden aus dem Leben der Beatles, komprimiert zu einer rasanten, skurrilen Handlung, gepaart mit einer Fülle von Slapsticks und albernen Nonsense-Dialogen. Die Beatles sollen in London in einer Live-Fernsehshow auftreten. Doch der Weg dorthin gerät zum puren Chaos. Verfolgt von kreischenden Fans entziehen sich die Vier immer wieder der Aufsicht ihres geplagten Roadmanagers. Und dann ist auch noch Pauls unternehmungslustiger Großvater dabei, der für allerlei Aufregung sorgt. In Deutschland lief “A HARD DAY‘S NIGHT” unter dem Titel “YEAH! YEAH! YEAH!” damals in einer grausam synchronisierten Fassung. Zur Wiederaufführung gelangt nun die digitalisierte, untertitelte Originalversion, die durch den „wiedergefundenen“ Sprachstil des Drehbuchautors Alun Owen glänzt, der 1965 für das Drehbuch eine Oskar-Nominierung erhielt.

The Beatles: A Hard Day´s Night

GBR

1064

Richard Lester

George Harrison, John Lennon, Paul McCartney, Ringo Starr

Ein ganz gewöhnlicher Tag im Leben der Beatles: Teenager-Fans jagen sie, ein Presseempfang steht an, abends ein TV-Auftritt. Zwischendurch muss Paul sich um seinen renitenten Großvater kümmern, John spielt in der Badewanne mit Kriegsschiffen, George wird mit dem Protagonisten einer trendigen TV-Show verwechselt und Ringo schwirrt irgendwann ab.
Richard Lester gelang mit dem ersten Beatles-Film eine Revolution im Musikfilm-Genre: Wo vorher der jeweilige Star innerhalb einer konfektionierten Standardhandlung ein paar Liedchen trällerte, spielen die Beatles sich selbst – und ihre Songs – in Form einer Mockumentary, in der sie sich, ihre Fans und das Musikbusiness kräftig auf die Schippe nehmen. Nebenbei erfinden sie einige innovative Film- und Komikspielchen, wie sie später bei Monty Python wieder auftauchen werden. Der perfekte Film zu den aufkommenden Swinging Sixties wie auch zur Beatlemania – der ursprüngliche deutsche Verleihtitel lautete YEAH! YEAH! YEAH!

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