Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

A Scanner Darkly - Der Dunkle Schirm

Richard Linklater

Keanu Reeves, Winona Ryder, Robert Downey Jr., Woody Harrelson

Independentregisseur Richard Linklater (FAST FOOD NATION, BEFORE SUNSET, WAKING LIFE) verfilmte mittels innovativer, auf realen Darstellern basierender Animationstechnik Philip K. Dicks SF-Klassiker, der bereits 1977 viele Entwicklungen der heutigen Gesellschaft vorausgesehen hat: Computerüberwachung, Erzeugung und Instrumentalisierung von Angst zur Gesellschaftskontrolle, Beeinflussung der Wahrnehmung und Drogenkonsum.

Before Sunrise

USA/AUT

1995

Richard Linklater

Ethan Hawke, Julie Delpy

Boy meets girl – und wie! Der Amerikaner Jesse begegnet im Zug von Budapest nach Paris der Französin Céline. Sie verbringen einen Tag und eine Nacht in Wien, mit Spazierengehen, Reden und Sichverlieben…

Zwei Menschen, ein Tag, eine Stadt: Mit minimalistischem Setting erreicht Linklater die größtmögliche Wirkung an emotionaler Tiefe. Er spielt seine Kunst der einfühlsamen Inszenierung aus wie auch sein Gespür für natürliche Dialogführung. Ethan Hawke und Julie Delpy sind die perfekte Besetzung für dieses junge Paar, das sich findet und am nächsten Morgen doch wieder trennen muss. Erfrischend, wahrhaftig und sehr, sehr romantisch! Silberner Berlinale-Bär für die beste Regie.

Before Sunset

USA

2004

Richard Linklater

Ethan Hawke, Julie Delpy

Zehn Jahre nach seinem Überraschungserfolg gibt Linklater Antworten auf die Fragen, die das Original BEFORE SUNRISE bewusst offen ließ. BEFORE SUNSET ist eine konsequente Weiterentwicklung der Geschichte, die sich stilistisch der gleichen Mittel bedient, aber inhaltlich einen reiferen Ton anschlägt. Die Handlung wird auf das Wesentliche konzentriert – auf Jesse (Ethan Hawke) und Céline (Julie Delpy), die sich nach neun Jahren in Paris wiedersehen. Diesmal bleibt ihnen nicht mehr als eine Stunde freie Zeit. Rastlos und ohne Atem zu holen sprechen sie über die alte Zeit, Politik, Ideale, Familie, Sex, Buddhismus, Beziehungen, Gott und die Welt.

Bernadette

USA

2919

Richard Linklater

Cate Blanchett, Billy Cudrup, Emma Nelson, Kristin Wiig, Judy Greer

Bernadette trägt Sonnenbrille, weil sie einst in Los Angeles eine visionäre Stararchitektin war. Jetzt lebt sie mit Ehemann, Tochter und Golden Retriever in Seattle, in einer brombeerumrankten, baufälligen Villa. Bernadette ist exzentrisch und misanthropisch geworden. Anders als die perfekten, verhassten Mütter aus der Nachbarschaft. Ihr wichtigster Sozialkontakt: Die Assistentin in Indien, kontaktiert in allen Lebenslagen via Handy. Dann, im Streit mit der Nachbarin um die Brombeerhecke, verschwindet Bernadette.
Richard Linklater, der sensible Tragikomödiant des Indipendent-Kinos (BEFORE-Trilogie, BOYHOOD), zeichnet eine Frau, die untertaucht aus ihrem Leben, und Cate Blanchett ist die Idealbesetzung für dieser ambivalenten Bernadette mit unbehauster Seele, zwischen Anpassung und Flucht.
Bei dieser Veranstaltung gibt es ausnahmsweise keine Einführung und Diskussion.

Boyhood

USA

2014

Richard Linklater

Ellar Coltrane, Patricia Arquette, Ethan Hawke, Lorelei Linklater

Ein ganz und gar einmaliger Film: Gedreht zwischen 2002 und 2013 inszenierte Linklater seine Darsteller über die Spanne der Entstehungsjahre, erreichte so eine Art fiktionale Langzeitstudie über das Erwachsenwerden. Der Film zeigt zwölf Jahre im Leben des jungen Mason, anfangs sechs Jahre alt: Familie, Scheidung, Umzug, Schule, das erste Bier, der erste Joint, die erste Liebe – nach vorgegebenem Drehbuch drehte Linklater Jahr für Jahr mit seinen Darstellern neue Szenen, passte das Skript immer wieder an, vor allem an die Entwicklung seines Hauptdarstellers Ellar Coltrane vom Kind zum Jugendlichen. Ein Meisterwerk, das vielfach ausgezeichnet wurde: „Ein Triumph des amerikanischen Kinos aus europäischer Tradition“ (FAZ) – „Freuen Sie sich auf jede einzelne Minute von BOYHOOD!“ (Spiegel)

Confusion – Sommer der Ausgeflippten

USA

1993

Richard Linklater

Jason London, Wiley Wiggins, Rory Cochrane, Matthew McConaughey, Milla Jovovich, Parker Posey, Ben Affleck

„Dazed and Confused“, so der Originaltitel, war Richard Linklaters Durchbruch als Filmemacher: Der Film entwickelte sich mit der VHS-Veröffentlichung zum Kultfilm. Er erzählt vom letzten Highschool-Tag einer Gruppe von Teenagern im Jahr 1976 in Austin, Texas. Es geht um erzwungene Initiationsriten jüngerer Schüler, um Mailbox-Baseball, um Freundschaft und Rivalität, um Parties, Bier, Gras, um Rumhängen und Rumknutschen, und nicht zuletzt um 70er-Jahre-Musik.
Linklater, 1960 geboren, versetzt den Film in die Siebziger seiner eigenen Jugend, und bezieht sich zugleich auf New-Hollywood-Klassiker jener Zeit wie George Lucas‘ AMERICAN GRAFFITI. „Der Film erforscht die Notlage des Teenagers: gefangen und unterdrückt, aber mit dem knospenden Bewusstsein, gefangen und unterdrückt zu sein, aber trotzdem immer noch gefangen und unterdrückt.“ (Richard Linklater)

Fast Food Nation

USA

2007

Richard Linklater

Patricia Arquette, Kris Kristofferson, Ethan Hawke

„Fast Food Nation“ erzählt die Geschichte von Don Henderson, dem Marketingchef der Fast-Food-Kette Mickey‘s. Als sich herausstellt, dass mit Kolibakterien verseuchtes Fleisch in den Verkaufsschlager „The Big One“ gelangt ist, macht es sich Henderson zur Aufgabe, dem Skandal auf die Spur zu kommen. Es beginnt eine Reise, die Dons Blick auf sein Unternehmen grundlegend verändert. Diskussionspartner: Cyriacus Schultze, Slow Food Rhein-Neckar(Convivienleitung)

Nouvelle Vague

FRA

2025

Richard Linklater

Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin

Paris, Ende der 1950er: Jean-Luc Godard, 28 Jahre alt, hat als Einziger in seinem Freundeskreis noch keinen eigenen Langfilm verwirklicht. Mit vagem Drehbuch, einer amerikanischen Hauptdarstellerin und wenig Geld macht er sich ans Werk: Spontanität, Unmittelbarkeit, Coolness – und alle filmischen Regeln in den Wind schießen. So entsteht AUSSER ATEM.

Richard Linklater erweist diesem Meisterwerk der Moderne wie der gesamten Nouvelle Vague seine Ehre, indem er im Geist des Debütanten Godard witzig und gewitzt eine ganze Generation junger Wilder wieder lebendig werden lässt: beneidenswert lässig, unverschämt mutig und angetrieben vom unbedingten Willen, alles neu und anders zu machen.

Ein Film, der vor Esprit, Dynamik und Humor nur so sprüht und einen dazu bringt, sich wieder kopfüber ins Kino zu verlieben!

School of Rock

USA

2003

Richard Linklater

Jack Black, Joan Cusack, Mike White, Sarah Silverman, Miranda Cosgrove

Dewey Finn fliegt aus seiner Rockband und verliert fast seine Wohnung. Es ist ja nicht so, dass Dewey arbeiten gehen will oder besondere Qualifikationen außer Frontman-Träume aufweisen würde. Ein Anruf kommt gerade recht: Der ist zwar eigentlich für seinen Kumpel Ned bestimmt, aber plötzlich findet sich Dewey als Aushilfslehrer unter falschem Namen auf einer Privatschule wieder. Dort entdeckt er ein paar musikalische Schüler, er erfindet ein neues, inoffizielles Unterrichtsfach: Rock.
Zugeschnitten auf Haupt-Performer Jack Black und ausgestattet mit einem famosen Soundtrack entwickelt die Geschichte vom unkonventionellen Rockmusik-Lehrer, der bei Schülern beliebt, bei Kollegen, Vorgesetzten und Eltern verhasst ist, unter Linklaters Regie enorme Wucht und bietet großen Spaß.

Tape

USA

2001

Richard Linklater

Ethan Hawke, Uma Thurman, Robert Sean Leonard

Zwei Jungs, Vince und Jon, Freunde einst, inzwischen älter geworden, verbeißen sich zehn Jahre danach ins entscheidende Trauma ihrer Highschool-Jahre. Das kann nur eine Frau sein, die erste Freundin des einen, die nie mit ihm schlafen wollte, die eine Affäre mit dem anderen hatte, in deren Verlauf, wie der eine den anderen nun zuzugeben zwingt, dieser sie vergewaltigt hat. Gefilmt wurde komplett mit Handkameras, die stets in dem einen Raum bleiben. Auch wenn die eigentliche Handlung im Badezimmer spielt, die Kamera bleibt immer im Motelzimmer. Ein Text, ein Raum, drei Darsteller. TAPE, der Film als klassisches Theater.

1914 – Die letzten Tage vor dem Weltbrand

DEU

1931

Richard Oswald

Heinrich George, Albert Bassermann

Dies ist der Auftakt-Film zu unserer neuen Filmreihe, bei der wir bis Ende 2014 unter dem Titel „Der Erste Weltkrieg im Film“ monatlich einen Film zeigen. 1914 – die letzten tage vor dem weltbrand schildert, gestützt auf historische Dokumente und in Form einer Reportage die Ereignisse an den europäischen Höfen – mit Hauptgewicht auf dem Zarenhof – zwischen dem Attentat von Sarajewo, bei dem am 28. Juni 1914 der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz-Ferdinand ums Leben kam, und dem Kriegsausbruch Anfang August. Mit Star-Hauptrollenbesetzung!
Einführung: Dr. Peter Bär

Anders als die Andern

DEU

1919

Richard Oswald

Conrad Veidt, Leo Connard

Paul Körner hat sich nach einer schwierigen Jugend, in der er wegen vermuteter homosexueller Neigungen von der Schule verwiesen wurde, ganz in die Musik zurückgezogen. Als Violinvirtuose wird er gefeiert, niemand weiß um seine Homosexualität. Als er nach einem Faschingsball einen jungen Mann mit zu sich nach Hause nimmt, ist er in Händen eines Erpressers. Dieser droht, ihn wegen Verstoßes gegen den Paragraphen 175 anzuzeigen. Paul zahlt, bis ihm der Besuch eines Vortrags von Magnus Hirschfeld und die wissenschaftliche Betrachtung der Homosexualität neues Selbstbewusstsein geben. Er zeigt Bollek an, der zwar wegen Erpressung verurteilt wird – doch nun ist auch Körners Veranlagung bekannt und er wird gesellschaftlich geächtet. Körner begeht Selbstmord.
Der Film gilt als der erste homosexuelle Emanzipationsfilm überhaupt. Verboten und vernichtet wurde er schon bald nach der Premiere.
In Kooperation mit PLUS e.V.

Dreyfus

D

1930

Richard Oswald

Fritz Kortner, Grete Mosheim, Erwin Kalser

Die akribisch zusammengestellte Leidensgeschichte des jüdischen Hauptmanns im französischen Generalstab, Alfred Dreyfus, von seiner ungerechten Verurteilung wegen Landesverrats im Jahre 1894 bis zu seiner vollkommenen Rehabilitierung zwölf Jahre später. Mit der Schauspielerelite der Weimarer Republik besetzt, die sich hier eindrucksvoll engagiert, plädiert der Film über den historischen Justizskandal hinaus für mehr Menschlichkeit und Gerechtigkeit. Der Film stammt von 1930. Drei Jahre später, als man in Deutschland erst Bücher und später auch Menschen verbrannte, verließen sein Regisseur Richard Oswald, die Schauspieler Fritz Kortner, Oscar Homolka, Albert Bassermann, Grete Mosheim und andere das Land. also leider ab 18.

Lucrezia Borgia

D

1922

Richard Oswald

Liane Haid, Albert Bassermann, Conrad Veidt

Richard Oswald verfilmte das tragische Liebesleben der Lucrezia Borgia, Tochter des Papstes Alexander VI. (Albert Bassermann), vor dem blutrünstigen Hintergrund von Giftmorden sehr frei nach historischen Motiven. Von den besten Ausstattern und Kameraleuten gebaut, kostü-miert und fotografiert und mit vielen Stars besetzt, war die Produktion so erfolgreich, dass Oswald zur italienischen Galapremiere seinen Stab und alle Stars mit nach Rom nahm.

The Road To Memphis

USA

2003

Richard Pearce

Bobby Rush, B.B

Regisseur Richard Pearce folgt in seinem Film der musikalischen Odyssee der Blues-Legende B.B. King zurück zu jener Stadt, die als die Geburtsstätte eines neuen, schnelleren und urbanen Stil des Blues gelten kann: Memphis, Tennessee. Die Stadt an den Ufern des Mississipi wird dominiert von Straßenkreuzungen und der Allgegenwart von Elvis Presley. Doch Memphis ist weit mehr als Elvis-Town. Vor allem in den Sun Studios von Sam Phillips, in denen auch ‘The King‘ seine ersten Platten produzierte, wurden einige der bekanntesten Blues-Songs aufgenommen. „Woher die vielen Blues-Musiker auch immer kommen mochten,“ erzählt B.B. King, „Memphis ist für viele von uns zur zweiten Heimat geworden.“ Der Film zeigt sowohl aktuelle Performances von B.B, King, Bobby Rush, Rosco Gordon und Ike Turner als auch nie zuvor gesehene historische Aufnahmen von Howlin‘ Wolf und Rufus Thomas.

Meine Frau Ist übersinnlich

USA

1958

Richard Quine

James Stewart, Kim Novak, Jack Lemmon

Lernen Sie Gillian Holroyd kennen, die unwiderstehliche Hexe von Greenwich Village! Gillian ist mächtig, betörend und ein ganz klein wenig gelangweilt. Natürlich weiß sie, dass Hexen sich nicht verlieben können. Als Gillian feststellt, dass ihr attraktiver neuer Nachbar mit seiner College-Liebe verlobt ist, verhext sie ihn kurzerhand. Doch während ihr Liebeszauber sein Herz betört, beginnt ihr eigenes ebenfalls zu tauen – was wiederum zu romantischen Komplikationen führt, die noch nicht einmal Gillians telepathische Katze Pyewacket vorhersehen kann. Eine hübsche Komödie, die auf originelle Weise den Hokuspokus parodiert.

Changing Our Minds: The Story Of Dr. Evelyn Hooker

USA

1992

Richard Schmiechen

Bis in die 60er Jahre wurden Schwule und Lesben in den USA als psychisch Kranke betrachtet und von medizinischen wie psychologischen „Autoritäten“ durch Gehirnchirurgie, Kastration und Sterilisation, Elektroschocks, durch den Zwangsaufenthalt in der Psychiatrie oder durch endloses Salbadern bei Psychoanalytikern gefoltert. Die amerikanische Psychoanalytikerin Evelyn Hooker setzte sich lautstark dagegen ein und trug maßgeblich dazu bei, diesen Zustand zu verändern. CHANGING OUR MINDS porträtiert diese charismatische und tapfere Frau, deren Lebenswerk ein Befreiungskampf für Lesben und Schwule war. Der Film enthält authentische Aufnahmen von sogenannten Therapien, Gehirnoperationen und aus heutiger Sicht unglaubliches Propagandamaterial der damaligen US-Regierung. Eine Veranstaltung der SchwuLesbischen Beratungsstelle Neckarstadt; im Anschluss an die Vorführung besteht die Möglichkeit, sich über die Entwicklung innerhalb der psychologischen Forschung und Praxis zum Thema Homosexualität mit Mitgliedern des PLUS-Teams auszutauschen.

Die Farbe aus dem All

USA

2019

Richard Stanley

Nicolas Cage, Joely Richardson, Madeleine Arthur, Elliot Knight, Tommy Chong

Wer MANDY gesehen hat, weiß, was mit einem Film passieren kann, wenn man Nicolas Cage auf ihn loslässt. Jetzt setzen die MANDY-Produzenten Cage auf H. P. Lovecraft an – basierend auf dessen Kurzgeschichte von 1927 spielt Cage einen Alpaka-Farmer, auf dessen Grundstück ein mysteriöser Meteorit einschlägt. Rund um das Gestein nimmt das Leben seltsame Farben an, und jede Lebensform, die mit dem Meteoriten in Berührung kommt, mutiert…
Ein kosmischer Alptraum in schillernden Farben, ein verzweifelter Kampf gegen ein mysteriöses Etwas aus einer anderen Welt und gegen den Wahnsinn, der dadurch verbreitet wird.

Ich Habe Euch Nicht Vergessen - Simon Wiesenthals Leben Und Vermächtnis

USA

2007

Richard Trank

Iris Berben

Der Humanist und säkularisierte Jude Simon Wiesenthal, der selbst 89 Mitglieder seiner und der Familie seiner Frau verloren hat, ist als unnachgiebiger Verfolger von Naziverbrechern bekannt geworden. Er gilt als „Gewissen des Holocaust“. Als Menschenrechtler hat er sich über mehr als sechs Jahrzehnte für verfolgte Juden und Minderheiten eingesetzt. Wiesenthal hat nicht nur zur Strafverfolgung von 1100 Nazi-Kriegsverbrechern beigetragen, er hat auch als einer der ersten auf die Lage der Sinti und Roma, der Homosexuellen und anderen Verfolgten hingewiesen, die unter der Naziherrschaft gelitten haben. Wiesenthal, der selbst den Holocaust beinahe zum Opfer gefallen wäre, verstarb 2005.

Entertainment

USA

2015

Rick Alverson

Gregg Turkington, Tye Sheridan, John C. Reilly, Michael Cera

Ein Komiker, der nicht komisch ist, auf Tournee durch die US-amerikanische Ödnis. Dieser Stand-up-Comedian ist ein ekelhafter Typ: Die spärlichen Haare über die Halbglatze geschmiert, bringt er mit keifender Stimme seine miesen Gags an ein gelangweiltes Publikum. Abends telefoniert er mit der Mailbox seiner Tochter. Die nie zurückruft. ENTERTAINMENT, der Filmtitel, ist purer Hohn, denn Rick Alverson und sein Hauptdarsteller Gregg Turkington zelebrieren das Unterlaufen jeder Publikumserwartung an einen Film: Was hier geboten wird, ist im Grunde reine Publikumsbeschimpfung.
Das ist die Qualität des Films: Eine existentielle Reise durch ein seelenloses Amerika, dargebracht als radikale Anti-Unterhaltung – feindselige Komik respektive komische Feindseligkeit.

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