Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Blade Runner - Final Cut

USA

1982

Ridley Scott

Harrison Ford, Rutger Hauer, Daryl Hannah

Wir befinden uns im Los Angeles des Jahres 2019. Die Stadt ist schmutzig, laut, ein Moloch. Sogenannte Replikanten haben die Aufgabe, auf fernen Planeten für ein besseres Leben zu sorgen. Die Erde dürfen sie nicht betreten. Als sie beginnen, selbstständig in den Schluchten der Stadt nach ihrem Schöpfer zu suchen, werden spezielle Polizeibeamte – Blade Runner – auf sie angesetzt, Ex-Polizisten wie Rick Deckard, der die Jagd mit gnadenloser Härte aufnimmt – bis er sich in eine Replikantin verliebt.

Blade Runner – Final Cut

USA/HKG/GBR

1982

Ridley Scott

Harrison Ford, Rutger Hauer, Sean Young

Los Angeles, 2019: Eine graue Dystopie. Replikanten, von Menschen äußerlich nicht zu unterscheidende Roboter, rebellieren gegen ihre Schöpfer, die sie nur mit begrenzter Lebensdauer ausstatten. Rick Deckard, eigentlich zuständig für die Beseitigung aufständischer Replikanten, verliebt sich in eine von ihnen. Gemeinsam wollen sie aus der Stadt fliehen.
Der ikonische Klassiker des Science Fiction-Films hatte schon in seiner ursprünglichen Kinofassung großen ästhetischen und thematischen Einfluss. Nach einem nicht vollends mit Ridley Scott abgestimmten „Director’s Cut“ ist der „Final Cut“ die endgültige Version des Films, in dem sich die Fragen nach dem Menschlichen, nach Unterdrückung und Paranoia stellen. Denis Villeneuves BLADE RUNNER 2049 – einer der stärksten Filme des letzten Jahres – entwickelte das Scott’sche Universum weiter. Zum 25. Jubiläum von BLADE RUNNER erschien der sogenannte Final Cut. Der in den Neunzigern verbreitete Director’s Cut war nicht vollends mit Ridley Scott abgestimmt. Der Final Cut hingegen ist Scotts endgültige Version: Nicht nur wurde das Originalnegativ technisch aufbereitet – auch die Handlung gestaltet sich anders als bisher bekannt.
Einführung und Diskussion: Peter Bär

Der Blade Runner - Director's Cut

USA

1982

Ridley Scott

Harrison Ford, Rutger Hauer, Sean Young

Los Angeles 2019: Die Stadt ist schmutzig, überbevölkert und die Menschen sind allgegenwärtiger Werbung ausgesetzt. Gesprochen wird „Cityspeak“, eine Mischung aus Englisch, Chinesisch, Deutsch, Spanisch und weiteren Sprachen. Sogenannte „Replikanten“, von Menschen äußerlich nicht mehr zu unterscheidende Androiden, sollen deshalb ferne Planeten für ein besseres Leben erschließen. Als eine Gruppe dieser Wesen den Aufstand übt und flieht wird der ausgebrannte Ex-Cop Rick Deckard darauf angesetzt diese zu exekutieren. Kein leichter Auftrag für Deckard als Blade Runner, denn er verliebt sich in die schöne Rachael, die möglicherweise selbst eine Replikantin ist. Mit Einführung und Analyse von Dr. Peter Bär

Der Gladiator

GBR/USA

2000

Ridley Scott

Russell Crowe, Joaquín Phoenix

Im antiken Rom, 180 nach Christus. Der siegreiche General Maximus ist der Liebling des Kaisers Marcus Aurelius: Der Herrscher will den mutigen Kriegsherren zu seinem Nachfolger bestimmen. Seinem eigenen Sohn Commodus, der sich mit Vorliebe an Gladiatorenkämpfen ergötzt, traut der Kaiser das schwierige Amt nicht zu. Als Commodus das erfährt, tötet er seinen Vater und lässt sich selbst zum Caesaren krönen. Er verstößt Maximus vom Hof und befiehlt seinen Tod. Maximus gelingt die Flucht. Als er Frau und Sohn wieder sehen will, kommen Commodus’ Schergen ihm zuvor, töten seine Familie und nehmen ihn fest. Nach Jahren kommt er als Gladiator nach Rom zurück und kennt nur ein Ziel… In Kooperation mit der Fachschaft Geschichte derUni Mannheim. Einführung: Prof. Dr. Christian Mann.

Exodus - Götter und Könige

USA/GBR

2015

Ridley Scott

Christian Bale, Joel Edgerton, John Turturro, Sigourney Weaver, Ben Kingsley

Moses und Ramses wachsen zusammen in der ägyptischen Pharaonenfamilie auf. Ramses wird Pharao – Findelkind Moses wird zur Stimme der unterdrückten Israeliten, die in Ägypten als Sklaven zum Bau der Pyramiden gezwungen werden. Dann hat Moses eine Vision, in der Gott selbst erscheint und ihm aufträgt, die Israeliten durch die Wüste in das kanaanäische Land zu führen und sie von der Unterdrückung zu befreien. Mit 600.000 Sklaven geht er auf eine vierzig Jahre währende Reise ins Gelobte Land, auch gegen Ramses’ Willen…. Regisseur Scott verbindet einen klassisch anmutenden, an die goldenen Zeiten Hollywoods erinnernden Erzählgestus mit der Bildgewalt eines modernen Blockbusters. Er schwelgt in phänomenalen Landschaftspanoramen und tobt sich in Schlachten und der beeindruckenden Darstellung der Plagen aus.
Im Anschluss Filmgespräch mit Georg Lämmlin und Dorothee Höfert.
Eintrittspreise: 9,- € normal / 7,- € ermäßigt / 6,- € für Mitglieder von Cinema Quadrat e.V.

Königreich Der Himmel

USA

2005

Ridley Scott

Orlando Bloom, Liam Neeson, Jeremy Irons, Eva Green, David Thewliss, Ghassan Massoud

Dieser Film handelt von Mut, Leidenschaft und Abenteuer. Balian (Orlando Bloom), ein einfacher französischer Schmied, verliert seine Frau und sein zu Hause. Daraufhin bricht er auf in das Heilige Land, um seines Vaters Lebenswerk, die Verständigung zwischen den Religionen während der Kreuzzüge, weiterzuführen. Als Fremder in einem fremden Land tritt er neben dem königstreuen Ritter Tiberias (Jeremy Irons) für Gerechtigkeit ein. Begleitprogramm zur Ausstellung SALADIN UND DIE KREUZFAHRER im Reiss-Engelhorn-Museum.

Thelma & Louise

USA

1991

Ridley Scott

Susan Sarandon, Geena Davis, Harvey Keitel, Michael Madson, Brad Pitt

Eigentlich wollten Thelma und Louise nur für ein Wochenende in ihr Cabrio steigen und dem Alltag entfliehen. Doch in einer Country-Bar irgendwo in Arkansas zerplatzt der Traum, als Thelma beinahe vergewaltigt wird und Louise den Angreifer kurzerhand niederschießt. Also beschließen die beiden, Richtung Mexiko zu fliehen – mit der Polizei dicht auf ihren Fersen.

Ridley Scott dreht in seinem legendären Road-Movie den Spieß um, indem er zum ersten Mal Frauen zu Outlaws werden lässt, die – zu den Songs von Marianne Faithfull, Tammy Wynette oder den Temptations – die Lust an der Unabhängigkeit und der Anarchie entdecken; trotz ihrer immer auswegloser scheinenden Situation.

THELMA & LOUISE wurde mit einem Oscar in der Kategorie „Bestes Originaldrehbuch“ und mit einem Golden Globe Award ausgezeichnet.

Metade Fumaca

Hongkong

1999

Riley Ip

Eric Tsang, Nicholas Tse

Die Erinnerung an eine nicht abgeschlossene Affäre lässt dem ehemaligen Gangster Roy, der die letzten 30 Jahre im Exil in Brasilien verbracht hat, keine Ruhe. Er kehrt nach Hongkong zurück, um die Frau seiner Träume zu suchen, zu deren Erinnerung er immer eine halb aufgerauchte Zigarette bei sich trägt (Metade Fumaca = portugiesisch für ‚halb geraucht’). Bei seiner Suche hilft ihm der Punk Smokey, der jung genug ist, um Roys Sohn sein zu können und heimlich in eine Polizistin verliebt ist, die ihn einmal verhaftet hat. Ip gelang mit seinem zweiten Spielfilm ein schönes und bewegendes Hongkong – Drama, das auf Festivals in Berlin, Hongkong, Japan und den USA ausgezeichnet wurde.

Metropolis

Japan

2001

Rintarô (Shigeyuki Hayashi)

Basierend auf Fritz Langs Vision von den düsteren Machenschaften der Herrscher einer su-permodernen Gesellschaft und dem Mangaklassiker METROPOLIS, der bereits in den 40er Jahren von dem bekannten Animator Osamu Tezuka entwickelt wurde, gelang den Machern des Films ein zugleich spaßiges und allegorisches Meisterwerk. Nach mehr als fünfzig Jahren bekommt die Heldin Tima im doppelten Sinne Leben einge-haucht die als Supermensch konzipierte Maschine erblickt nicht nur im Rahmen der Hand-lung die Welt als solche, sondern auch die der großen Leinwand und des bewegten Bildes. Als geistiger Vater für das Drehbuch konnte kein Geringerer als der Meister des Mangas, Katsuhi-ro Otomo (AKIRA), verpflichtet werden, und mit Rintarô wurde ebenfalls ein Experte als Schöpfer der Bilderwelt engagiert. METROPOLIS beeindruckt durch eine perfekte Bildgestaltung, die den Betrachter von Anbe-ginn an die Geschichte fesselt, zudem lassen die überaus lebendigen und dynamischen Kame-rafahrten den Anime so temporeich wie SPEED erscheinen. Die düstere Schilderung der Met-ropole kann durchaus mit den Bauten des Kultfilmes von 1927 mithalten. Und dann sind da noch die wunderschönen, großen Augen der Protagonistin Tima.

Common Threads: Stories from the Quilt

USA

1989

Rob Epstein, Jeffrey Friedman

In ihrem ersten gemeinsamen Filmprojekt behandelt das hochrenommierte Dokumentarfilm-Duo Rob Epstein und Jeffrey Friedman (u.a. THE CELLULOID CLOSET, 1995) den Beginn des Aids Memorial Quilts. In diesem gemeinschaftlichen, bis heute andauernden künstlerischen Projekt einer Patchwork-Decke werden Erinnerungsstücke von Aids-Toten zusammengewebt und damit dem Vergessen und der Ignoranz entrissen. Der Film fasst die Erfahrungen der ersten Dekade des Umgangs mit Aids zusammen, die Trauer über die Verluste, die Wut über die Untätigkeit der Reagan-Regierung und den Kampfgeist der Aids-Bewegung. Zu einer Zeit, in der die schwulen Opfer der Epidemie in den Medien unsichtbar blieben, bot der Film das ganze Instrumentarium einer großen Hollywoodproduktion auf, mit Dustin Hoffman als Erzähler und Bobby McFerrin als Soundtrack-Komponist, um das Thema so selbstbewusst wie möglich zu erzählen. 1989 erhielten die Filmemacher für dieses unentbehrliche Dokument schwuler Geschichte den Oscar für den besten Dokumentarfilm.
Einführung: Em Brett, KOSI.MA
In Kooperation mit KOSI.MA, Zentrum für sexuelle Gesundheit Mannheim

McCabe & Mrs. Miller

USA

1971

Robert Altman

Warren Beatty, Julie Christie

Kein Westernheld, wie man ihn kennt: John McCabe baut in einer Wildweststadt Saloon, Spielhölle und Bordell auf, als Kompagnon bietet sich die Prostituierte Constance Miller an. Die Geschäfte florieren, erwecken aber auch den Neid der Großindustrie. Alsbald sind drei Killer der Bergwerksgesellschaft hinter McCabe her. Robert Altman zersetzt in diesem Antiwestern alle Konventionen und Mythologien des Genres und zeichnet ein realistischeres Bild des „Wilden Westens“: Diese Abrechnung mit dem amerikanischen Traum ersetzt Heldentum mit Opportunismus – und erzeugt nicht zuletzt durch die Lieder Leonard Cohens, die den Film durchziehen, eine träumerisch-melancholische Atmosphäre.

Robert Altman’s Last Radio Show

USA

2006

Robert Altman

Woody Harrielson, Kevin Kline, Meryl Streep, Lily Tomlin, Garrison Kellor, John C. Reilly, Lindsay Lohan

A Prairie Home Companion – das ist seit 1974 in ganz Amerika eine beliebte Radiosendung mit unterschiedlichsten Elementen, die von Moderator Garrison Kellor zusammengehalten werden. Nun müssen Kellor und seine Gäste erfahren, dass die laufende Sendung die letzte sein soll. Das erhöht die Spannung beträchtlich, und so droht der Abend zusehends aus dem Ruder zu laufen, wozu zwei Country- Sängerinnen, ein Sicherheitsbeauftragter und ein Todesengel in Weiß beträchtlich beitragen. Im seinem letzten Spielfilm präsentiert Altmeister Robert Altman einen wie gewohnt bis in die letzte Nebenrolle starbesetzten, entspannten und urkomischen Blick auf die kleinen Eitelkeiten, Bedürfnisse und Sehnsüchte, die das Showbiz als Mikrokosmos auszeichnen. Ein Leckerbissen für Freunde des guten Films.

The Player

USA

1992

Robert Altman

Tim Robbins, Greta Scacchi, Cynthia Stevenson

Ein Produzent, der die erste Anlaufstelle für Drehbuchautoren ist, wird von einem abgelehnten Autor mit anonymen Drohbriefen verfolgt. Zugleich sägt ein jüngerer Kollege an seinem Stuhl. Als er sich auf die Suche nach dem Autor macht, eskalieren die Ereignisse. Die bitterböse Satire war das furiose Comeback von Robert Altmann, in der er mit Hollywood und der amerikanischen Kulturszene allgemein abrechnet. Der Film steckt dabei voll von Hinweisen und Anspielungen auf reale Personen und Verhältnisse.
Drehbuch: Michael Tolkin

Robert Altman's Last Radio Show

USA

2007

Robert Altmann

Kevin Kline, Meryl Streep, Lily Tomlin, Garrison Kellor, John C. Reilly, Lindsay Lohan

Böse Überraschung für Garrison Keillor, den Moderator der „Prairie Home Companion“, einer seit 1974 in Amerika beliebten Radioshow: Die laufende Sendung soll die letzte sein – das erfolgreiche Format wird abgesetzt. Nun haben der Sicherheitsbeamte Guy Noir und Managerin Molly alle Hände voll zu tun, die Performanceauftritte zu gewährleisten…
Wunderbare Ensemble-Dramödie von Altmeister Robert Altman, der mit Starbesetzung bis in kleinste Nebenrollen einen ganz entspannten Blick auf Eitelkeiten und Sehnsüchte im Showbiz wirft.

Wien vor der Nacht

AUT/FRA/DEU

2016

Robert Bober

Der französische Dokumentarfilmer Robert Bober ist seinem Urgroßvater nie begegnet. Wolf Leib Fränkel, geboren 1853 in Polen, jüdischer Leuchtenmacher und -anzünder, ließ sich 1904 – nach einer verhinderten Auswanderung in die USA – in der Wiener Leopoldstadt als Blechschmied nieder. Über ein Jahrhundert später begibt sich Bober dort auf Spurensuche: nach Erinnerungen an den Urgroßvater, die er selbst nie gemacht hat, und nach dem Kind an der Hand des alten Mannes, das er hätte sein können.
Seine Erkundung wird zu einer Reise in die Zeit vor der langen Nacht des Holocaust, als Wien am Ende der Habsburger Monarchie kulturelle Weltstadt war und eine der größten jüdischen Gemeinden Europas beherbergte. Das Leben seines Urgroßvaters rekonstruiert er aus den Biografien der vielen jüdischen Autoren, für die Wien damals zur Wahlheimat geworden war: Joseph Roth, Stefan Zweig, Arthur Schnitzler sind Zeugen einer Zeit, die die schöpferischsten Ideen, aber auch die brutalste Gewalt hervorgebracht hat.
WIEN VOR DER NACHT ist eine berührende Familiengeschichte, die sehnsuchtsvolle Annäherung an einen verlorenen Ort und eine tief persönliche Reflektion von jüdischer Identität und Geschichte.

Art Girls

DEU

2014

Robert Bramkamp

Peter Lohmeyer, Inga Busch

Dieser experimentelle deutsche Film ist eine fulminante Mischung aus Science Fiction, Horror und Psychogramm rund um die Scheinwelt der Kunst: Für die drei Berliner Künstlerinnen Nikita, Una und Fiona ist es die große Gelegenheit, ihre Kunst endlich der Öffentlichkeit zugänglich zu machen: die von einer Biotech-Firma gesponserte Gruppenausstellung „Art Gate“. Doch schon bald wird klar, dass das Kunstereignis nur ein Vorwand für futuristische Experimente ist, die die Grenzen des Realen sprengen und dem Übernatürlichen einen Raum geben. Die Künstlerinnen steuern dabei langsam aber sicher auf eine menschliche Katastrophe zu… Ein Film, der seine Zuschauer in einen spannenden Sog aus Realität und Fiktion zieht – Grenzen sind hier nicht mehr auszumachen. Für Liebhaber von Genrefi lmen wie für Kunst-Interessierte ein kleiner Leckerbissen, der seinesgleichen sucht.

Der Prozess Der Jeanne D'arc

FRA

1962

Robert Bresson

Florence Carrez, Jean-Claude Fourneau, Marc Jacquier

Der von den Engländern 1431 angezettelte Ketzerprozess gegen die später heiliggesprochene Jeanne d’Arc in einer ebenso eigenwilligen wie beeindruckenden Filmfassung, die sich streng an die umfangreichen Originalprozessakten hält. Bresson verzichtet auf eine herkömmliche filmische Dramatisierung und pflegt stattdessen einen asketischen Stil in Text und Bild. Dabei wird die spirituelle, über die eigentliche Historizität der Ereignisse hinausweisende Dimension des Geschehens deutlich: Johanna ist nicht ausschließlich wehrloses Opfer der Intrigen der Engländer und der katholischen Kirche, sondern behauptet eine starke eigenständige Position, trotz Folterandrohungen und der Ausübung starken moralischen Drucks. Im Anschluss an den Film zeigen wir ein aufgezeichnetes Fernsehinterview mit dem bekannten französischen Historiker George Duby, in dem der Mittelalterspezialist detailliert die geschichtlichen Erkenntnisse über Johanna von Orleans referiert.

Musikvideos aus Mannheim – 25 Jahre Camelot Filmproduktion

Robert Bröllochs

Musikvideo-Abend in Anwesenheit von Produzent und Regisseur Robert Brölloch
Seit Beginn des MTV-Zeitalters gehört zu jedem Chartsong ein Musikvideo. Die Mannheimer Camelot Filmproduktion war und ist hierzu eine wichtige Anlaufstelle für namhafte Künstler im deutschsprachigen Raum: Von Modern Talking und Roland Kaiser bis Wirtz und natürlich die Söhne Mannheims – oft mit Drehorten in und um Mannheim.
Firmengründer Robert Bröllochs zeigt und kommentiert Highlights aus seiner Musikvideo-Produktion, die einen Bogen über die letzten 25 Jahre spannen, und erläutert auch den Wandel der Musikindustrie seit der Firmengründung 1994.
In Zusammenarbeit mit Rhein-Neckar-Industriekultur e.V.

Ein Licht zwischen den Wolken

ALB

2018

Robert Budina

Arben Bajraktaraj, Esela Pysqyli, Irena Cahani, Bruno Shllaku, Osman Ahmet

Hirte Besnik lebt in einer multireligiösen Familie: katholische Mutter, kommunistischer Vater, muslimische und orthodoxe Schwiegerfamilien. Das friedliche Miteinander im Dorf, hoch oben in der rauen, aber schönen albanischen Hochgebirgsidylle, bricht auseinander, als Besnik in der Moschee etwas Unglaubliches entdeckt: Hinter dem Wandverputz offenbart sich eine christliche Heiligendarstellung. Mag für die Vorfahren ein gemeinsames Gotteshaus auch selbstverständlich gewesen sein, ist es für die heutigen Muslime reiner Frevel. Und Besnik steht im Mittelpunkt des religiösen Streits in diesem grandiosen filmischen Beitrag aus Albanien zur aktuellen Debatte um religiöse Rigorosität und Freiräume: „Mit großen, ruhigen Bildern erzählt Regisseur Robert Budina eine an Metaphern reiche Geschichte über die gesellschaftlichen Spannungen auf dem Balkan.“ (filmreporter.de)
Im Anschluss an die Filmvorführung am 21.9. Filmdiskussion mit dem Regisseur

Born to Be Blue

CAN/GBR

2015

Robert Budreau.

Ethan Hawke, Carmen Ejogo, Callum Keith Rennie, Stephen McHattie

In den 1950ern war er der „James Dean des Jazz“, er endete in den 1980ern als von Drogen zersetztes Wrack: Das Auf und Ab im Leben des Jazz-Trompeters Chet Baker, seine stilvolle Musik, seine Abgründe und Abstürze thematisiert diese Filmbiografie. Ethan Hawke, mit nach hinten gegeltem Haar, ausgemergeltem Gesicht und in lässigen Sixties-Anzügen, spielt mit großer Intensität diesen großen, zerbrechlichen King des Cool Jazz.
Live-Jazz vor dem Film: Ab 21 Uhr spielen Alexandra Lehmler (Saxphon), Matthias Debus (Kontrabass) und Laurent Leroi (Akkordeon).
Alexandra Lehmler am Saxophon – Leiterin ihrer eigenen Jazzband mit inzwischen sechs Albenveröffentlichungen, 2014 Jazzpreis des Landes Baden-Wurttemberg und Stipendiatin der Kunststiftung Baden-Wurttemberg.
Matthias Debus am Bass – Studierter Jazz-Bassist, doch das Spektrum seines Schaffens reicht vom Jazz uber das Mitwirken in Orchestern, Worldmusic und Lyrikvertonungen bis hin zu Rock und Neutönendem.
Laurent Leroi begann im Alter von acht Jahren mit dem Akkordeonspiel und ist mit seiner Musik in vielen Genres zuhause: Er bereichert Straßenmusik und Volksfest, literarische Lesung, Theater oder Film mit seiner energischen, vielseitigen, unberechenbaren, leidenschaftlichen Musik.
Dazu gibt es den Sommerdrink „Cool High“
Einlass ab 20:30 Uhr
Eintrittspreis: 10 Euro / erm. 8 Euro / Mitglieder Cinema Quadrat e.V. 7 Euro

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