Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

The Empire of Light

GBR/USA

2022

Sam Mendes

Olivia Colman, Micheal Ward, Colin Firth, Toby Jones, Crystal Clarke

Südengland, in den 1980er Jahren: Im altehrwürdigen Kino „Empire Cinema“ arbeitet Hilary, eine Frau mittleren Alters, die an einer bipolaren Störung leidet. Der Kinobesitzer nutzt dies schamlos aus, sowohl emotional als auch sexuell. Hilary lässt alles über sich ergehen, bis Stephen neu im Kino anfängt. Sie kommen sich näher, trotz des Altersunterschieds, trotz der Missbrauchserfahrungen, die Hilary belasten, trotz des Rassismus, dem Stephen als Afroeuropäer ausgesetzt ist.
Zwischen Romantik und Melancholie erzählt Sam Mendes (AMERICAN BEAUTY) von fragiler Liebe und flüchtigem Miteinander wie von Diskriminierung und Aggression – und von der Magie des Kinos und, auf Umwegen, von seiner eigenen Kinosozialisation.
Der Film läuft für die Öffentlichkeit im Rahmen eines Symposiums des Arbeitskreises Psychoanalyse und Film.
Mit Einführung und Diskussion, anschließend Get-together

Pat Garrett jagt Billy The Kid

USA

1973

Sam Peckinpah

James Coburn, Kris Kristofferson, Richard Jaeckel, Katy Jurado, Bob Dylan

1881 in New Mexico: Pat Garrett wird zum Sheriff ernannt und erhält den Auftrag, die Gegend „aufzuräumen“ies beinhaltet auch die Festnahme von Billy the Kid, für den Garrett ein väterlicher Freund war. Doch nun stehen sie auf verschiedenen Seiten des Gesetzes.

Der Film ist ein elegischer Spätwestern über Garretts Pflicht als Gesetzeshüter und seiner Loyalität zu Billy the Kid. Sam Peckinpah thematisiert, wie es für seine ungewöhnlichen und auch gewaltvollen Western typisch ist, den Konflikt zwischen alter Freundschaft und den Anforderungen des Gesetzes.

In einer Nebenrolle – Bob Dylan als Begleiter von Billy the Kid: Der Welthit „Knockin‘ On Heaven’s Door“ wurde von Bob Dylan für PAT GARRETT JAGT BILLY THE KID komponiert.

The Wild Bunch - Sie Kannten Kein Gesetz

USA

1969

Sam Peckinpah

William Holden, Ernest Borgnine, Robert Ryan

Bei einem Überfall auf ein Büro der Eisenbahngesellschaft in Starbuck geraten Pike Bishop und seine Wild Bunch in einen Hinterhalt. Sie werden von einer Gruppe von Kopfgeldjägern erwartet, angeführt von Deke Thornton, einem ehemaligen Mitglied der Bande. Nach einem Massaker fliehen Pike und die verbliebenen Männer, gejagt von Thornton, mitten hinein in die Wirren der mexikanischen Revolution. THE WILD BUNCH gilt als Peckinpahs Meisterwerk und als definitiver Spätwestern. Nicht die heroisch verklärte Landnahme ist das Thema, sondern der letzte Widerstand von Outlaws gegen das Vordringen der Zivilisation und des Gesetzes. Ehre, Männerfreundschaft und Tapferkeit werden von Peckinpah in ein zersetzendes Blutbad getaucht. In THE WILD BUNCH herrscht Krieg, und Peckinpah inszeniert ihn in Bildern explosiver Gewalt. Das Massaker in Starbuck und die Schlacht in Aqua Verde werden von Peckinpah, Lucien Ballard und dem Cutter Louis Lombardo zu makabren Totentänzen geformt. Mit mehreren Kameras aus zum Teil extravaganten Perspektiven gefilmt, im ständigen Wechsel von Einstellungsgrößen, Zeitlupe und Echtzeit ? selbst das Eindringen der Projektile in die Körper wird auf der Tonspur wahrnehmbar -, gehen diese Sequenzen in ihrer Drastik über alles hinaus, was bis dahin an Gewaltdarstellung im Kino zu sehen war. Achtung: Zu unserem Ärger hat uns der Verleih nicht die angekündigte rekonstruierte Originalfassung geliefert, sondern eine deutsche Fassung. Wir bedauern das, aber solche Fehler auf Seiten der Filmverleihe kommen leider gelegentlich vor.

Forget Baghdad

IN

2002

Samir

Vier irakische Juden, die in den 50er Jahren aus dem Irak nach Israel auswanderten, erzählen dem Schweizer Filmemacher Samir, der selbst in Bagdad geboren wurde, ihre Lebensgeschichte: der Bürgerrechtler Shimon Ballas, der Bestsellerautor Sami Michael, der heute arabisch schreibende Schriftsteller Samir Naqash und der Bauunternehmer Moshe Houri. Alle gehörten damals der irakischen kommunistischen Partei an und hatten bei ihrer Ankunft im Gelobten Land mit einem Kulturschock zu kämpfen. Außerdem kommt Ella Habiba Shohat zu Wort, die Mitte der 50er Jahre als Kind irakischer Einwanderer in Israel geboren wurde. Samirs Dokumentation zeigt deutlich, wie eng die gesamte Region des Mittleren und Nahen Ostens geografisch und kulturell miteinander verwoben ist.

Iraqi Odyssey

IRQ/CHE/DEU/ARE

2014

Samir

Zwischen vier und fünf Millionen Iraker leben im Exil, verstreut über die ganze Welt. Unter ihnen auch der Schweizer Filmemacher Samir, der als 6-jähriger mit seinen Eltern in die Schweiz flüchtete. Mit Hilfe seiner Familienmitglieder versucht er eine Antwort auf die Frage zu finden, wie es soweit kommen konnte und wie die Familie mit dieser Situation umgeht. Dafür führt er zahlreiche Interviews mit seinen rund um den Globus verstreuten Verwandten und hinterlegt diese mit histori- schem Material. Die Geschichte der Emigration und der Ankunft in den neuen (Heimat?-)Ländern verwebt er in beispielhafter Weise mit der Geschichte des Irak. Ein faszinierender Dokumentarfilm, der aus einem neuen Blickwinkel ein Stück Weltgeschichte präsentiert.

Deckname Jenny

DEU

2017

Samira

Sarah Graf, Holger Doellmann, Ulf Peter Schmitt, Monika Wiedemer

Klimawandel. Flüchtlinge an den Zäunen Europas. Eingesperrt in Lagern. Zuschauen ist nicht mehr, da ist sich die Clique um die junge Frau mit dem Decknamen Jenny einig. Doch als „Jennys“ Vater von deren militanten Ambitionen hört, muss er sich seiner eigenen Vergangenheit stellen; um die jungen Aktivist*innen im Untergrund aufzuspüren, erneuert er seine alten Kontakte, die einst in der Bewegung 2. Juni oder in den Revolutionären Zellen aktiv gewesen waren. Es geht um spießbürgerliche Ex-Linke, um Bio-Feinkostläden, um grünen Mittelstand, um vegane Linksradikale und Tierrechtler*innen: Die Regisseurin Samira bietet in ihrem höchst unkonventionellen Film ein Panorama der autonomen Linken – der heutigen wie der vergangenen. Und das mit einem gehörigen Maß an Selbstironie – sie selbst ist seit Jahrzehnten in der radikalen Linken aktiv.
In Kooperation mit der Anarchistischen Gruppe Mannheim
In Anwesenheit der Regisseurin und Drehbuchautorin Samira, mit anschließendem Filmgespräch

Fünf Uhr Am Nachmittag

Iran

2003

Samira Makhmalbaf

Ein Jahr nach dem Sturz der Taliban drehte Samira Makhmalbaf in den Trümmern Kabuls diesen preisgekrönten, semidokumentarischen Film über das moderne Afghanistan. Jeden Nachmittag um fünf Uhr bringt der Vater seine Tochter auf dem Eselskarren zur Koranschule – glaubt er. Doch Noqreh huscht ein Haus weiter, tauscht die Latschen gegen Pumps, schlägt den Schleier zurück und geht in eine der neu eröffneten Schulen für Frauen. Während ihr Vater und ihre Schwägerin mit krankem Kind auf die Rückkehr von Noqrehs Bruder aus Pakistan warten, versucht Noqreh einen eigenen Weg zu finden. Heimlich verliebt sie sich in die Vorstellung, Präsidentin ihres Landes zu werden. Ein junger Dichter befeuert Noqreh in ihrem absurd scheinenden Wunsch. „Das Anrührende, Naive, Zärtliche der Geschichte steht im schroffen, schönen Kontrast zu Bildern von alttestamentarischer Kraft. Herausragend“ (tip, Berlin) Ausgezeichnet mit dem Preis der Internationalen Jury auf dem Filmfestival Cannes 2003.

Schwarze Tafeln

Iran

2000

Samira Makhmalbaf

Said Mohamadi, Behnaz Jafari

Auf der Flucht vor Soldaten irrt die Bevölkerung der kurdischen Dörfer im Iran durch die Berge. Ihnen folgt eine Gruppe von Lehrern, die mit schwarzen Schiefertafeln versuchen, etwas Bildung in das unwegsame Gelände zu transportieren. Zwei der Lehrer trennen sich von den anderen. Reboir trifft Kinder, die vom Schmuggel mit gestohlenen Waren leben – sie haben keine Zeit zum Lernen. Und Said stößt auf einen Treck älterer kurdischer Männer, die von einer jungen Frau mit Kind begleitet werden. Hartnäckig suchen sie einen Weg über die Grenze in den Irak, zurück in ihre Heimat, aus der sie vor Jahren grausam vertrieben wurden. SCHWARZE TAFELN ist ein politischer Film und zugleich eine Reflexion über die Grund-lagen der Zivilisation: das Wort und die Schrift. Der zweite Spielfilm der erst zwanzigjähri-gen Regisseurin (DER APFEL) ist ein Meisterwerk des jungen, politisch engagierten Kinos aus dem Iran. In Cannes erhielt SCHWARZE TAFELN im Jahr 2000 den Prix du Jury. „Über all dem schwebt ein so verhaltener wie ansteckender Optimismus.“ (tip) „Mit einem unfehlbaren Sinn für das Detail, für Bildkomposition, Montage und Suggestion, aber auch für ironischen Humor, hat Samira Makhmalbaf einen ebenso aufwühlenden wie lyrischen Film geschaffen.“ (Le Monde)

Lebanon

ISR/DEU/FRA

2009

Samuel Maoz

Yoav Donat, Itay Tiran, Oshri Cohen

Es ist eine scheinbar ganz einfache Mission: Eine Panzer-Besatzung, bestehend aus vier jungen israelischen Männern, soll eine feindliche Stadt auskundschaften. Es ist Juni 1982, der Beginn des ersten Libanonkrieges. Aber dann verlieren die vier auf brutale Weise ihre Unschuld … Der Drehbuchautor und Regisseur Samuel Maoz hat mit dem Film seine eigene Teilnahme an diesem Krieg verarbeitet. Für sein Antikriegsdrama hat er bei den Filmfestspielen in Venedig den Goldenen Löwen erhalten – und das war nur eine von vielen Auszeichnungen.

Polder – Tokyo Heidi

CHE/DEU

2015

Samuel Schwarz, Julian M. Grünthal

ina Fog, Christoph Bach, Philippe Graber.

Film und App und Game und Realität und Virtualität gehen ineinander über und lösen sich gegenseitig auf. Dantes „Inferno“ trifft Heidi- Idylle, Alice wandelt in den Wunderwelten japanischer Mangas. „Neuroo-X“ heißt der krakenartige Großkonzern, dessen populäre Games die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Spiel aufheben. Das ultimative Spielerlebnis: Der Gamer wird in phantastische Abenteuer katapultiert. Dann stirbt Neuroo-X-Manager Marcus. Seine Geliebte Ryuko taucht in das Geheimnis seines Todes und der Spiele ein. Und die Archetypen C. G. Jungs treffen sich im Cosplay-Gewand mit mittelalterlichen Hexen- und Henkerfiguren. In sattgrünen Almlandschaften, die wie Auenland oder Oz wirken…
Surrealer Experimantalfilm, absurder Trash, Kunstvideo-Performance – POLDER – TOKYO HEIDI ist all das und nichts davon: „ein groteskes Gruezi aus der Schweiz!“ (Kino-zeit.de)

Trembling Before G-d

USA / Israel

2001

Sandi Simcha DuBowski & Susan Korda

Mit seinem ersten abendfüllenden Dokumentarfilm packt der Amerikaner Sandi Simcha DuBowski ein heißes Eisen an: Homosexualität im orthodoxen Judentum. Das Dilemma, homosexuell und zugleich orthodoxer Jude zu sein, scheint unlösbar. Homosexualität ist sowohl im Alten Testament als auch im Talmud mit drastischen Verboten belegt; außerdem werden die meisten Betroffenen nach ihrem Coming Out von ihren Familien und Religionsschulen verstoßen. Über fünf Jahre dauerten die Dreharbeiten in Brooklyn, Jerusalem, Los Angeles, London, Miami und San Francisco, wo der Filmemacher zahlreiche orthodoxe und chassidische homosexuelle Frauen und Männer befragt und begleitet hat. Den Anstoß zu dem Projekt gab die Begegnung mit dem Sohn eines ultra-orthodoxen Rabbiners aus London, der wegen seiner Homosexualität aus sieben Religionsschulen verwiesen wurde – in England wie in Israel. TREMBLING BEFORE G-d wurde Publikumspreisträger des „queerfilm festival“ 2001.

Ein Glückstag

Argentinien

2002

Sandra Gugliotta

Valentina Bassi, Fernán Mirás, Darío Vittori

Buenos Aires am Ende des Jahres 2000: Seit Tagen gibt es in der Millionenstadt keinen Strom mehr. Nachts brennen die Teerfässer, tagsüber beherrschen Demonstranten das Straßenbild, die wütend auf Kochtöpfe einschlagen und in Sprechchören den Rücktritt der Regierung fordern. Die 25jährige Elsa hält sich mit Gelegenheitsjobs mühsam über Wasser. Aber eigentlich will sie weg, will vor der Hoffnungslosigkeit fliehen, am liebsten nach Italien. Dort lebt Cándido, in den sie sich kurz vor seiner Abreise verliebt hat. Außerdem ist es die Heimat ihres Großvaters, der einst als italienischer Anarchist nach Argentinien auswanderte, weil er sich dort ein besseres Leben versprach. Mit der Handkamera folgt Sandra Gugliotta ihrer charmanten Hauptfigur auf deren Suche nach dem Glück. Ihr Debüt ist ein Werk von hoher Realitätsdichte mit unmittelbarem Bezug zur politischen und ökonomischen Katastrophe, die das Land noch immer durchlebt. „Ein wunderbarer Film über ein verwundetes Land“ (DIE ZEIT)

Liebe Angst

DEU

2022

Sandra Prechtel

Sängerin Kim Seligsohn zieht in eine neue Wohnung und erfährt zufällig, dass einst ihre Mutter Lore als Kind schräg gegenüber wohnte; diese hatte dort als Sechsjährige miterlebt, wie ihre jüdische Mutter ins KZ deportiert wurde. Kim besucht Lore, um einen Weg zu finden, über die Vergangenheit zu sprechen und die schmerzhaften Erfahrungen von Lore zu verarbeiten, die als „Displaced Person“ nie über das Früher gesprochen hat und bis heute keinen Platz im Leben finden konnte. Lores hat überlebt, aber ihre Identität war zerstört; sie versucht, die Realität zu ordnen, indem sie wahllos Zeitungsartikel sammelt. Ihre Tochter Kim lebt die Vergangenheit in ihrer Kunst aus. Sandra Prechtel hat zusammen mit Kim Seligsohn einen persönlichen Dokumentarfilm geschaffen, in dem Judenvernichtung, seelische Wunden, Familie, Zeitgeschichte in Beziehung gesetzt werden: Was die Nazizeit aufgerissen hat, kann nicht geschlossen werden, ist fruchtbar noch und furchtbar.

All Creatures Welcome

DEU

2018

Sandra Trostel

Der Chaos Computer Club (CCC) ist weit mehr als eine Vereinigung von Nerds und Hackern. Seit seiner Gründung vor mehr als 30 Jahren agiert der CCC als Vermittler im Spannungsfeld technischer und sozialer Entwicklungen. Längst sind CCC-Mitglieder zu anerkannten Experten für Themen wie Datenschutz, Netzneutralität, Zensur und Massenüberwachung geworden. Sandra Trostel beschreibt so verspielt wie informativ die anarchische Vielfalt der Lebensformen, die sich in den Hacker-Camps oder auf den Kongressen trifft. Ihr Film blickt den Nerds, politischen AktivistInnen und "anderen galaktischen Lebensformen" über die Schulter und zeigt – ergänzt durch kurze Animationssequenzen –, was es heißt, die Gesellschaft nicht als gegebene Tatsache, sondern als gestaltbares Material zu betrachten, das es zu "hacken" gilt.
Spiegel online: „ALL CREATURES WELCOME bringt die Welt der Hacker und Nerds selbst technikfernen Zuschauern nahe. Und er will zeigen, wie vorbildlich Menschen miteinander umgehen können.“

Utopia Ltd.

DEU

2010

Sandra Trostel

Die Dokumentation begleitet die Musikband „1000 Robota“ auf ihrer Achterbahnfahrt durch eine drückende Kulturindustrie und die eigene Sinn- und Selbstfindung. Die Nähe, die die Filmemacherin Sandra Trostel in ihrem Debütfilm zu den jungen Bandmitgliedern aufbaut, und die provokanten und erfrischenden Ansichten von Frontmann Anton Spielmann, machen den Film zu einem echten und fühlbaren Zeitgeistporträt.

Amores Possíveis

Brasilien

2001

Sandra Werneck

Ein Platzregen in Rio, Carlos wartet vor dem Kino auf Julia, doch die versetzt ihn. Fünfzehn Jahre später kreist Carlos‘ Leben wieder um Julia. Aber jede Julia, jedes Leben ist anders: Einmal ist Carlos ein reicher Anwalt, den Julia nach einem zufälligen Wiedersehen zum Ausbruch aus seiner erstarrten Ehe verführen will. Ein andermal lebt Carlos als Schwuler mit seinem festem Freund Pedro und entdeckt plötzlich Gefühle für seine geschiedene Frau Julia. Schließlich ist Carlos ein Playboy, der noch immer bei Mama lebt und sich mit Hilfe eines Computer-Datingsdiensts auf die Suche nach der Traumfrau begibt. Was ist das wirkliche Leben? Oder ist alles möglich? AMORES POSSÍVEIS ist eine herrlich leichte und doch hintersinnige Komödie über Zufall und Schicksal in der Liebe – mit hinreißenden brasilianischen Stars und Rhythmen! Regie führte Sandra Werneck, die dafür auf dem Sundance Filmfestival 2002 den begehrten Latin Cinema Award für den besten lateinamerikanischen Film gewann. «Ich wollte zeigen, wie gut es ist, wenn man den Mut hat, seine eigenen Wünsche umzusetzen… und daß Liebe Widersprüche überdauern kann.» (Sandra Werneck)

Das unmögliche Bild

DEU/AUT

2016

Sandra Wollner

Jana McKinnon, Eva Linder, Alexander E-Fennen, Andrea Schranke

Österreich, Mitte der ’50er. Der Vater filmt das Sonntagsglück der Familie im Garten. Wenig später ist er tot; die 13jährige Johanna übernimmt die 8mm-Kamera. Und führt die filmische Familienchronik weiter, filmt das Alltagsleben mit Mutter, Schwester, Hund – und mit Omas regelmäßigen „Kochklub“, bei dem sich zahlreiche Frauen rauchend und schnapstrinkend in der Küche versammeln. Das Merkwürdige aber: Hier wird nicht gekocht, lediglich Wasser erhitzt und in verborgene Räume des Hauses gebracht…
Was als scheinbare Dokumentation aus Archivmaterial beginnt, wird irgendwann zu einer Melange aus Erinnerung, Fantasie und filmisch festgehaltenen Geheimnissen. Johanna filmt, und sie weiß: Je länger man hinschaut, desto mehr sieht man.
Vorfilm:
SILENT CAT, Regie: Lisa Zielke, 10 Min.
In Kooperation mit Girls Go Movie

Ihr Name ist Sabine

FRA

2007

Sandrine Bonnaire

Sabine und Sandrine Bonnaire sind Schwestern. Sabine ist Autistin. Sandrine dagegen gehört zu den großen Stars am Kinohimmel. Ihre erste Arbeit als Regisseurin hat sie ganz ihrer Schwester gewidmet. Ihr Film erzählt, wie das ursprünglich quirlige Mädchen in eine emotionale Krise stürzt und in die Psychiatrie eingewiesen wird. Sabine wird massiv mit Psychopharmaka behandelt – fünf Jahre lang. Danach sind ihre kreativen Fähigkeiten und persönliche Ausdruckskraft nahezu zerstört. Heute lebt sie in einer Wohngruppe in der französischen Provinz, die mit Hilfe ihrer Schwester aufgebaut wurde. Hier lernt Sabine neu leben.

Martha ... Martha

Frankreich

2000

Sandrine Veysset

Valérie Donzelli, Yann Goven, Lucie Régnier, Lydia Andrei, Javier Cruz

Martha ist jung, Mutter und raucht und trinkt zuviel. Sie flirtet gerne in Bars und will am liebsten weg. Martha lebt mit ihrem Mann Raymond und ihrer 6-jährigen Tochter Lise zusammen. Ihr Alltag – sie verkaufen Second-Hand-Kleidung auf Flohmärkten – bewegt sich ständig am Rand des Abgrunds. Martha liebt ihre Tochter und ist doch kaum in der Lage, Lise rechtzeitig zur Schule zu bringen. Überall, wo die dreiköpfige Familie auf einer spontanen Reise ist, stößt sie auf Ablehnung, ob bei Marthas Eltern selbst, oder aber bei ihrer in Spanien lebenden Schwester Marie. Niemand freut sich über den unangekündigten Besuch der schwierigen rastlosen Frau. Doch Martha kann nicht aus ihrer Haut, in der sie sich selbst nicht wohl fühlt. Aus der sie sich manchmal herausschreit, herausweint. Und dennoch in ihr gefangen ist. Wie oft wünschte man sich nicht, ein anderer zu sein? MARTHA … MARTHA ist das schnörkellos-eindringliche Portrait einer jungen ungewöhnlichen Frau. Regisseurin Sandrine Veysset (GIBT ES ZU WEIHNACHTEN SCHNEE?) zeigt und ihre Darstellerin Valérie Donzelli spielt mit großartigem Gespür für die Nuance diesen Riß, den Wahnsinn, den Willen zur Selbstzerstörung, der in Martha von der ersten Sekunde an lauert. Ihre Arbeit wurde auf den Filmfestspielen von Cannes 2001 in der Sektion Quinzaine des Réalisateurs ausgezeichnet.

Stella

SWE

2015

Sanna Lenken

Rebecka Josephson, Amy Deasismont

Die zwölfjährige Stella steckt mitten in der Pubertät, sie kämpft mit Selbstzweifeln, verliert sich in Tagträumen, ist in ihren Eiskunstlauflehrer Jakob verliebt und weiß nicht, wie sie es ihm sagen soll. Aber ein anderes Problem wiegt sehr viel schwerer: Stellas Schwester Katja, eine begabte Eiskunstläuferin, ihr großes Vorbild, hat ein Geheimnis: Sie ist magersüchtig. Stella merkt schnell, dass irgendetwas mit ihrer Schwester nicht stimmt und möchte sich den Eltern mitteilen, doch Katja zwingt sie zu schweigen. Langsam beginnt Katjas Krankheit die Familie zu spalten. Eine Geschichte über das Heranwachsen, Liebe, Vertrauen und Verrat, mit großartigen Jungdarstellerinnen. Auf der Berlinale 2015 ausgezeichnet mit dem gläsernen Bären.
»Ein Film zum schwierigen Thema Magersucht, der das Thema nicht in Problemfilm-Betroffenheitsmanier abhandelt, sondern alle Aufmerksamkeit der Charakterzeichnung schenkt: eine zwölfjährige Hauptdarstellerin, die durch ihre Präsenz und Eigensinnigkeit bezaubert.« Süddeutsche Zeitung

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