Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Iwan der Schreckliche Teil 1 und 2

UdSSR

1944 / 1958

Sergei Eisenstein

Nikolai Tscherkassow, Serafima Birman, Pawel Dadotschnikow

Er ist 16 Jahre alt, als er sich selbst zum Zaren krönt: Die schillernde Figur des Zaren Iwan, den schon seine Zeitgenossen „den Schrecklichen“ nannten, wird in den Händen von Filmregisseur Sergei Eisenstein zum Helden eines epochalen Historiendramas. Der zweiteilige Film schildert dabei nicht nur Aufstieg und Herrschaft des Zaren, sondern nimmt auch dessen Niedergang und zunehmenden Wahnsinn unter die Lupe. Während der erste Teil des Films, 1944 uraufgeführt, noch ganz der damaligen Staatsräson zu folgen scheint, wurde der zweite Teil von Stalin verboten und erst 1958 veröffentlicht. Die Musik stammt von Sergei Prokofjew.
Der Film läuft begleitend zur Neuinszenierung von Mussorgskis Oper „Boris Godunow“ am Nationaltheater Mannheim, die in verschiedener Hinsicht in Beziehung steht zu Eisensteins Film: Die selbstinszenierte Konfrontation Russlands mit dem Westen, die absolute Herrschaft, die innere und äußere Unterdrückung des Volkes, aufgesetzte und echte Spiritualität, die Fragen der Gerechtigkeit und Strafe, Verschwörung und Krieg – all dies und noch mehr verbindet die beiden Werke.
Filmvorführung in zwei Teilen mit Einführung. Die Einführung wird musikalisch umrahmt von Rita Kapfhammer (Mezzosopran) und Gábor Bartinai (Klavier).
Besucher des Films erhalten bei Vorlage eines Opern-Tickets „Boris Godunow“ ermäßigten Eintritt. Umgekehrt gibt es einen 25% Rabatt für die Opernaufführungen bei Vorlage eines entsprechenden Kino-Tickets.
Es gibt für alle Begrüßungsgetränk.

Oktober. Zehn Tage, die die Welt erschütterten

RUS

1928

Sergei Eisenstein, Grigori Alexandrow

Wassili Nikandrow, Nikolai Popow, Nikolai Powoiski

Sergei Eisenstein wurde 1927 beauftragt, die russische Revolution filmisch zu würdigen – mit OKTOBER schuf er eines seiner bekanntesten Werke, das die Möglichkeiten der noch jungen Filmkunst eindrucksvoll präsentierte.
In unserem Themenabend zeigen wir das einzig erhaltene Fragment der deutschen Fassung des Films aus dem Jahr 1928.
Die historische Dimension der Revolution erläutert Prof. Helmut Dahmer (Wien) mit einem Vortrag: „Oktober 1917 – Putsch oder revolutionärer Aufbruch?“.
Die Schauspielerin Bettina Franke rezitiert russische Revolutionsliteratur.
Live-Musikbegleitung von ewo mit Bernd Köhler (Gitarre), Laurent Leroi (Akkordeon) und Joachim Romeis (Geige). In Kooperation mit dem Aktionsbündnis „Wir zahlen nicht für Eure Krise!“
Mehr zur Oktoberrevolution: 1917 – DER WAHRE OKTOBER am 23.11.!

Die Sanfte

FRA/DEU/RUS/LTU/UKR/NLD

2017

Sergei Loznitsa

Vasilina Makovtseva, Marina Kleshcheva, Lia Akhedzhakova, Valeriu Andriuta

Zurück zum Absender: Eine Frau erhält ein Paket zurück, das sie ihrem Mann ins sibirische Gefängnis geschickt hat. Warum? Was ist mit ihrem Mann geschehen? Auf dem Postamt erfährt sie nichts. Also macht sie sich auf in den Osten Russlands, um ihrem Mann das Paket persönlich zu überbringen: Kondensmilch, Dosenfisch, Zigaretten. Bei ihrer entschlossenen Suche nach Antworten lässt sie sich durch nichts aufhalten, auch nicht von Gewalt, Demütigungen, Ignoranz und Selbstsucht. Das Gefängnis wirkt wie eine uneinnehmbare Festung, in der Bürokratie, Willkür und Machtmissbrauch herrschen, und die Menschen, die ihr vielleicht helfen können, wirken alles andere als seriös…
Der ukrainische Regisseur bringt, inspiriert von Dostojewski, ein parabelhaftes Gesellschaftsdrama auf die Leinwand, in dem sich seine Protagonistin durch ein Russland zwischen Misstrauen, Opportunismus und Hilflosigkeit bewegt, inszeniert mit größter filmischer Wucht.

Donbass

UKR/DEU/FRA/NLD/ROU/POL

2018

Sergei Loznitsa

Boris Kamorzin, Valeriu Andriuta, Tamara Yatsenko, Thorsten Merten

Seit 2014 herrscht in der Donbass-Region in der Ostukraine ein blutiger Konflikt zwischen prorussischen Separatisten und ukrainischen Truppen. In 13 kaleidoskopartigen, teils absurden Vignetten zeigt der ukrainische Regisseur Sergei Loznitsa ein Land, das zwischen dem Alltag im Bürgerkrieg, informellen Machtstrukturen, Korruption und Fake News zerrieben wird. Eine Gruppe Schauspieler inszeniert einen TV-Beitrag über einen fingierten feindlichen Anschlag; aus Rache für einen vermeintlichen Rufmord kippt eine Politikerin Fäkalien über den Kopf eines Chefredakteurs; ein Mann führt durch eine weitverzweigte Bunkeranlage, in dem dutzende Menschen Zuflucht vor Feuerbeschuss suchen. Beschlagnahmungen, Kontrollschikanen und Prügelstrafen sind an der Tagesordnung. Der kalte Horror von Angst, Gewalt und Hysterie erfasst mehr und mehr Bereiche des Lebens und nimmt immer groteskere Züge an…
Loznitsa erhielt für seinen medienkritischen und hochpolitischen Episodenfilm mehrere Preise, unter anderem in Cannes für die beste Regie in der Sektion „Un Certain Regard“.

Im Nebel

RUS/DEU

2012

Sergei Loznitsa

Vladimir Svirski, Vlad Abashin

Partisanen in der UdSSR kämpfen während des Zweiten Weltkriegs gegen die deutschen Besatzer. Als einige von ihnen gefasst werden, werden sie gehängt. Nur Sushenya wird freigelassen. Das bringt jedoch die Partisanen gegen den jungen Vater auf. Hat er seine Mitkämpfer verraten? In der Nacht wird Sushenya entführt und soll erschossen werden. Doch bevor es dazu kommt, werden die Drei angegriffen – und Sushenya entscheidet sich, seinen verletzten Gegnern zu helfen. In der deutschen Koproduktion IM NEBEL folgt Regisseur Sergei Loznitsa der Gruppe ungleicher Kämpfer bei ihrer Flucht durch den Wald. Er erzählt so eine Geschichte um Moral und Recht in einer Zeit, in der ganz eigene Regeln gelten.

Luftkrieg – Die Naturgeschichte der Zerstörung

DEU/LTU/NLD

2022

Sergei Loznitsa

Der ukrainische Regisseur Sergei Loznitsa setzt sich anhand von brillant restauriertem Archivmaterial ohne einordnenden Kommentar mit dem Ausmaß der Zerstörung vor allem von deutschen und britischen Städten im Zweiten Weltkrieg auseinander. Inspiriert von W. G. Sebalds Buch „Luftkrieg und Literatur“ wirft er damit entscheidende ethische Fragen auf: Ist es moralisch vertretbar, die Zivilbevölkerung im Krieg ins Visier zu nehmen? Ist es möglich, Massensterben mit „höheren“ Idealen zu rechtfertigen? Diese Themen sind heute noch genauso aktuell wie vor 80 Jahren und zeigen sich insbesondere im aktuellen Krieg Russlands gegen das Heimatland des Regisseurs – wobei der Film vor der Eskalation des Angriffskriegs fertiggestellt wurde, Premiere war im Mai 2022 in Cannes.
In Kooperation mit dem MARCHIVUM, Mannheims Archiv und Haus der Stadtgeschichte und Erinnerung
Einführung: Dr. Christian Groh, MARCHIVUM

Maidan

NLD/UKR

2014

Sergei Loznitsa

Das dramatische Filmporträt einer erwachenden Nation, die ihre eigene Identität wiederentdeckt: In einer einzigartigen Begegnung aus politischer Dringlichkeit und ästhetischer Perfektion beobachtet der in der Ukraine aufgewachsene Regisseur Sergej Loznitsa in seinem Dokumentarfilm Maidan die Geschehnisse rund um die weltbekannten Ereignisse in Kiew im Winter 2013/2014. Dabei fordert der Regisseur jederzeit den Blick des Zuschauers und hält sich mit einer schier unheimlichen Distanz aus jedweder Parteiergreifung heraus, obwohl seine Bilder ganz klar auf Seite der Protestierenden stehen. Damit liefert er sozusagen das Gegenstück zu den sowjetischen Filmen der 1920er-Jahre, die mehr als deutlich einen politischen Standpunkt mit ihrer Ästhetik verknüpften und Agitation statt Dokumentation zum Ziel hatten.
Mitgliederaktion: am 27.11. Eintritt für CQ-Mitglieder frei

Zwei Staatsanwälte

FRA/DEU/NDL/LVA/ROU/LTU

2025

Sergei Loznitsa

Aleksandr Kuznetsov, Alexander Filippenko, Anatoli Beliy

Sowjetunion, 1937, die Zeit des Großen Terrors: In einem Gefängnis werden tausende Briefe verbrannt, die von Häftlingen stammen, die im Rahmen der stalinistischen Säuberungen unschuldig beschuldigt wurden. Doch einer der Briefe gerät auf den Tisch von Regionalstaatsanwalt Alexander Kornev. Überzeugt vom Bolschewismus, aber an Gerechtigkeit orientiert, wendet er sich angesichts der offenkundigen Missstände an den Generalstaatsanwalt.

Idealismus und Recht versus Willkür und Unterdrückung: Der ukrainische Regisseur Sergei Loznitsa verfilmt den Roman des langjährigen Gulag-Häftlings Georgi Demidow als düster-absurde Odyssee durch den sowjetischen Alptraum – mit deutlichen Parallelen zum heutigen Putin-Russland.

Panzerkreuzer Potemkin

UdSSR

1925

Sergei Mikhailovich Eisenstein

Eisenstein feiert in seinem berühmten Stummfilm den 20. Jahrestag der Meuterei auf dem zaristischen Panzerkreuzer Potemkin vor dem Hafen von Odessa im Jahre 1905. Seine klassische Einteilung des Films in 5 Akte und der in dieser Bravour bis dahin nicht gekannte Rhythmus und Schnitt machen das Werk zu einem eindringlichen politischen Agitationsmittel, das eine starke Trennung zwischen Herrschenden und Beherrschten mit plakativen Mitteln vollzieht und die Zuschauenden zu politischen Erkenntnissen führen will. Wie kaum ein anderer Film polarisierte Eisensteins Meisterwerk die Weimarer Republik. Unter reger Anteilnahme der Öffentlichkeit wurde PANZERKREUZER POTEMKIN von den deutschen Zensurbehörden mehrmals geprüft, gekürzt, zugelassen und verboten. Erst nach dem großen Erfolg in Deutschland begann der „Siegeszug des Panzerkreuzers“ durch die Welt. Auf der Brüsseler Weltausstellung von 1958 wurde PANZERKREUZER POTEMKIN schließlich von internationalen Kritikern zum „besten Film aller Zeiten“ gekürt. Mit Einführung und anschließender Filmanalyse von Dr. Peter Bär. (also leider ab 18 Jahren)

A Floresta de Jonathas - Im dunklen Grün

BRA

2012

Sérgio Andrade

Begê Muniz, Ítalo Castro

Inspiriert von einer wahren Begebenheit hat Regisseur Sérgio Andrade ein sehr individuelles, persönliches Drama über den Mikrokosmos einer abgelegenen und dennoch globalisierten Gesellschaft geschaffen. Mit seinen Eltern und seinem Bruder Juliano betreibt Jonathas in seiner spärlich besiedelten Heimat im Amazonas-Gebiet einen Obstladen. An ihrem spartanischen Verkaufshäuschen an einer Straße kommen die Menschen zusammen, um sich auf den neuesten Stand zu bringen und auszutauschen. Als die Brüder eines Tages die Touristin Milly aus der Ukraine und ihren ansässigen Begleiter kennenlernen, sind sie sich auf Anhieb so sympathisch, dass sie ein abenteuerliches Wochenende zusammen verbringen, bei dem Jonathas sich im dichten Dschungel verirrt. Andrades Film, dessen beeindruckende Stilisierung des Dschungels an die ominösen Naturwelten eines Werner Herzog erinnert, überzeugt durch viel Atmosphäre.

Die Strategie Der Schnecke - La Estrategia Del Caracól

Kolumbien

1993

Sergio Cabrera

Der Besitzer eines alten Mietshauses in einem Vorort der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá will das Haus „entmieten“ und die Bewohner auf die Straße setzen. Doch in der „Casa Uribe“ lebt eine bunt zusammengewürfelte Schar: Jacinto, ein alter Anarchist; Romero, ein Anwalt ohne Zulassung, der aber alle Gesetzestricks kennt; ein Pater, der im Diesseits Befriedigung sucht; Gabriel, der sich als Gabriela verkauft und eine Alte, die mit einem Scheintoten lebt und der ein Wunder geschieht. Sie haben keine Chance, aber nutzen sie. Denn Jacinto entwickelt einen Plan: DIE STRATEGIE DER SCHNECKE… „DIE STRATEGIE DER SCHNECKE ist populäres lateinamerikanisches Kino im besten Sinne des Wortes: Politisch engagiert, aber gleichzeitig mit viel Kraft und Spaß inszeniert.“ (tip, Berlin)

Fortunata

Sergio Castellitto

2017

Sergio Castellitto

Jasmine Trinca, Stefano Accorsi, Alessandro Borghi, Edoardo Pesce, Nicole Centann, Hanna Schygulla

Fortunata, die Glückliche, heißt sie – oder nennt sie sich nur so? Sie zieht alleine die achtjährige Barbara groß, hin und wieder tritt der Vater, ein Polizist, polternd in das Leben der beiden. Fortunata möchte einen Frisiersalon eröffnen, sie möchte das Beste für Barbara, und irgendwie schleicht sich deren Therapeut in Fortunatas Alltag. Das ist gegen die Regeln – wie so vieles von dem, was die Glückliche tut.
Der populäre Schauspieler Sergio Castellitto inszeniert nicht zufällig an den gleichen römischen Schauplätze wie Pasolinis Klassiker MAMMA ROMA; und Jasmina Trinca spielt in der Titelrolle mit unbändiger Energie und ohne Berührungsängste – sie wurde in Cannes und bei den italienischen Filmpreisen für ihre Darstellung ausgezeichnet.

Leichen Pflastern Seinen Weg

Sergio Corbucci, Sergio Corbucci, Mario Amendola

Klaus Kinski, Jean-Louis Trintignant, Frank Wolff, Vonetta McGee

In den verschneiten Bergen Neu-Mexikos werden Ausgestoßene von gewissenlosen Kopfgeldjägern, unter ihnen Locco (Kinski), verfolgt, die ihr schmutziges Geschäft unter dem Schutz des Gesetzes verrichten. Auch der neue idealistische Sheriff von Snowhill kann gegen sie wenig ausrichten, stecken sie doch mit dem korrupten Friedensrichter unter einer Decke. Nur der stumme Silence, der seine Gegner stets provoziert und dann in Notwehr tötet, ist ihnen gewachsen. Allerdings verfängt seine Taktik bei Locco nicht, und am Ende stirbt Silence durch dessen Kugeln. IL GRANDE SILENZIO (Originaltitel) ist nicht nur in visueller Hinsicht (die gesamte Handlung spielt vor dem Hintergrund einer schneebedeckten Landschaft) ein höchst ungewöhnlicher Vertreter seines Genres. Denn am Ende ist der „gute“ Held tot, und das Böse hat gesiegt. Corbucci verstand seinen mit Sicherheit besten Italo-Western als Kommentar auf die „Welt des totalen Terrors, in der wir leben“. Es ist eine Reflexion über die Möglichkeit, in einer korrupten Gesellschaft Gewalt und Grausamkeit innerhalb des Gesetzes auszuüben sowie über die Sinnlosigkeit, für „die Sache“ zu sterben. Während die etablierte Kritik besonders in Deutschland ablehnend reagierte und den Film als „blutrünstig“ und „gewaltverhe

Für ein paar Dollar mehr

ITA/ESP/DE

1965

Sergio Leone

Clint Eastwood, Lee Van Cleef, Gian Maria Volonté, Klaus Kinski, Josef Egger

Sergio Leone, Clint Eastwood und Ennio Morricone: Gemeinsam schufen sie den Ital Clint Eastwood, Lee Van Cleef, Gian Maria Volonté, Klaus Kinski, Josef Egger owestern, gemeinsam schufen sie mehrere Meisterwerke der Filmgeschichte. In ihrer zweiten Zusammenarbeit tritt die Musik aus der Hintergrundbegleitung in die Handlung ein: Eine Spieluhr ist wichtiger Handlungsträger, wenn es um das Bündnis zwischen den Kopfgeldjägern Monco (Eastwood) und Colonel Mortimer (Lee Van Cleef) gegen den Banditen Indio (Gian Maria Volonté) geht. Geld, Rache, Mord, Diebstahl und raffinierte Duelle inszeniert Leone in gewohnt gewaltigen Bildern. Und Ennio Morricone, der größte Star unter den Filmmusikkomponisten und Anfang Juli im Alter von 91 Jahren verstorben, tobt sich auf der Tonspur aus: Maultrommel, Pfeifen, Glocken und kehlige Rufe machen seine Filmmusik aus, wild und mitreißend.
Einführung: Harald Mühlbeyer

Spiel mir das Lied vom Tod

ITA/USA

1968

Sergio Leone

Charles Bronson, Claudia Cardinale, Henry Fonda, Jason Robards

Sergio Leones Western-Oper rund um den Bau einer Eisenbahnstation ist in die Filmgeschichte eingegangen: große Bilder, große Musik, große Besetzung, perfekt für die große Kinoleinwand. Im Mittelpunkt steht die Farm Sweetwater, die der jungen Witwe Jill McBain gehört und die für die Wasserversorgung der Dampflokomotiven strategisch so wertvoll ist, dass sich eine epische Geschichte um Gier, Mord und Rache entfaltet. Vier Personen stehen im Mittelpunkt, vier Melodien hat Ennio Morricone komponiert – Charles Bronson wurde mit dem Film zum Star, Henry Fonda schüttelte sein Good-Guy-Image ab. Und Claudia Cardinale spielt noch einmal eine Hauptrolle in einem der großen Filmklassiker.

Zwei glorreiche Halunken

TA/ESP/DEU/USA

1966

Sergio Leone

Clint Eastwood, Lee Van Cleef, Eli Wallach, Aldo Giuffrè

Der dritte Film von Sergio Leone mit Clint Eastwood, der als namenloser Fremder durch den wilden Westen zieht: Hatte Leone mit FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR 1964 das Italowestern-Genre erfunden und es mit FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR MEHR 1965 verfestigt, so führt er es nun zur Meisterschaft. Zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs sind drei Bösewichter – Eastwood, Van Cleef und Wallach – hinter einer mit Gold gefüllten Regimentskasse her, verbünden sich, bekämpfen einander, bis am Ende ein denkwürdiges Triell – Duell zu dritt – stehen muss…
Aus unerfindlichen Gründen machte der deutscher Verleih aus dem Guten, dem Bösen und dem Hässlichen des Originaltitels ZWEI GLORREICHE HALUNKEN – doch der Film ist ein waschechter Leone, von den Onelinern der Figuren über den visuellen Stilwillen bis zur kongenialen Musik von Ennio Morricone.

La Terra

ITA

2006

Sergio Rubini

Emilio Solfrizzi, Paolo Briguglia, Claudia Gerini

Wenn filmisch das Fass Familie geöffnet wird, ist in der Regel mit schweren emotionalen Explosionen zu rechnen. So auch bei LA TERRA, der beim Flaiano Filmfestival für den Besten Schnitt und beim Internationalen Filmfestival Shanghai mit dem Golden Goblet ausgezeichnet wurde. In LA TERRA, der die Geschichte einer Heimkehr in ein Milieu von Intrigen und Kriminalität einbettet, sieht sich ein Philosophieprofessors am Ort seiner Kindheit der ambivalenten Wucht von Erstarrungen und Veränderungen ausgesetzt. Der Professor, der in Mailand ein Leben als angesehener Intellektueller führt, kehrt ebenso wie seine drei Brüder zurück wegen der Veräußerung des Familiensitzes. In Apulien enthüllt sich ihm die mafiöse Dorfstruktur, in deren üble Machenschaften auch seine Brüder verstrickt sind. Und auch der Professor selbst hütet ein dunkles Familiengeheimnis, das er seit Jahren zu verdrängen bemüht ist. Eine spannende, komplexe Inszenierung voller Tragik und deftigem Humor!

Four Moons

MEX

2014

Sergio Tovar Velarde

Antonio Velázquez, Alejandro de la Madrid, Cesar Ramos

Vier unterschiedliche Geschichten über Liebe, Sexualität und die Kunst, sich selbst zu akzeptieren: Ein elfjähriger Junge versucht geheim zu halten, dass er heimlich in seinen Cousin verliebt ist. Zwei ehemalige Schulkameraden beginnen eine Beziehung. Eine langjährige Homo-Beziehung wird von einem dritten Mann auf die Probe gestellt. Ein alter Familienvater ist besessen von einem jungen Prostituierten…
Aufwühlend, bewegend, herzzerreißend! Silver Award als bester mexikanischer Film beim Internationalen Filmfestival Monterrey.

Bizim büyük carisizlimiz - Our Grand Despair

TUR/DEU/NDL

2011

Seyfi Teoman

Ilker Aksum, Fatih Al, Gunes, Sayin

Die beiden langjährigen Freunde Ender und Çetin bewohnen eine gemeinsame Wohnung in Ankara. Über die Jahre hat sich zwischen den Mittdreißigern ein routinierter WG-Alltag eingependelt, der ins Wanken gerät, als die vom Unfalltod ihrer Eltern traumatisierte Nihal bei den Beiden einzieht. Die Schwester ihres guten Freundes Fikret, auf dessen Wunsch hin die WG-Kumpanen die Frau aufnehmen, erscheint den beiden jungen Männern zunächst als unliebsamer Störenfried. Und tatsächlich verweigert die in sich zurückgezogene Nihal anfänglich jeglichen Kontakt zu den beiden Männern. Mit der Zeit entsteht jedoch eine Vertrautheit zwischen den Mitbewohnern, die sowohl bei Ender, als auch bei Çetin in Liebe umschlägt – ohne das Wissen des jeweils anderen…
Eintritt frei!

Bamboo Stories

BGD/DEU

2019

Shaheen Dill-Riaz

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