Andrej Gortschakow ist ein russischer Schriftsteller, der auf den Spuren des russischen Komponisten Pawel Sosnowski aus dem 17. Jahrhundert durch Italien reist. Von Heimweh (Nostalghia) geplagt, entscheidet sich der Komponist für die Rückreise, um sich dann, kurz nach seiner Ankunft, selbst zu erhängen. Das authentische Schicksal Sosnowskis wird im Film NOSTALGHIA nur angedeutet, ist es doch ein Abbild für die melancholische Stimmung Gortschakows. Der Russe trifft auf seiner Reise den alten Domenico, einen geisteskranken Sonderling. Domenico erzählt Gortschakow, er werde die ganze Welt retten. Und er fordert den Schriftsteller auf, ihm dabei zu helfen: mit einer brennenden Kerze, der heiligen Katharina von Siena geweiht, soll er die Thermen, eine dunkle rätselhafte Ruinenlandschaft, durchqueren. Andrej befolgt die Anweisungen des alten Mannes um am Ende selbst zu sterben. In seiner Todesvision durchwandert er die russische Landschaft, nach der er sich so lange gesehnt hat. Doch die russische Holzhütte, die er dabei sieht, offenbart sich als Modellbau, eingeschlossen von riesigen italienischen Kirchenruinen. Mit einer Einführung von Angelika Gilliard. Focus: „Versuch der schöpferischen Verarbeitung des Fremdseins im Exil. – Vom Trauma des (Vater)Verlustes zur Verlorenheit und Melancholie in der Fremde.“