Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Im Gleichgewicht – L’equilibrio

ITA

96

Vincenzo Marra

Mimmo Borrelli, Roberto Del Gaudio, Giuseppe D’Ambrosio, Autilia Ranieri, Lucio Giannetti

Giuseppe, Priester, lässt sich von Rom in seine Heimat in der Region Kampanien versetzen. Dort soll er den Pfarrer Don Antonio ersetzen, einen charismatischen und wortgewandten Mann, der Giuseppe in die harte Realität des Stadtviertels einführt. Als Giuseppe dann auf sich allein gestellt ist, versucht er der Gemeinde auf jede Art zu helfen, stößt aber zunehmend auf den Widerstand der organisierten Kriminalität, die den Ort beherrscht. Ohne festes Drehbuch in langen Plansequenzen gedreht, behandelt der Film die Auseinandersetzung zwischen Kompromiss und Gewissen, nüchtern, unverblümt und nie ideologisch

Ribelli per caso - Die Rebellion

ITA

2001

Vincenzo Terracciano

Antonio Catania, Franco Iavarone

Vier Männer teilen sich ein Zimmer im Krankenhaus: Anwalt Adriano, Gemüsehändler Ciro, Lehrer Guido und Ex-Bankier Armando. Eine heiße Mischung, die sich anfreundet und zu Kampfgefährten gegen Schikanen von unfreundlichen Krankenschwestern und arroganten Ärzten wird. Der Plan: Heimlich ein rauschendes Festmahl zu zaubern und es sich endlich wieder einmal richtig gut gehen zu lassen. Ehefrauen, Verwandte und Bekannte schmuggeln die benötigten Zutaten ins Krankenhaus, komplizierte Manöver werden ersonnen, um die Pflegekräfte abzulenken. Alles scheint gut zu gehen, bis durch einen Zufall doch der Oberarzt Wind von der Sache bekommt…
Die Carabinieri dürfen natürlich auch nicht fehlen. Molto Italiano!

Die Rebellion

Italien

2001

Vincenzo Terraciano

Giovanni Esposito, Antonio Catania, Renato Scarpa, Franco Javarone

Vier Männer teilen sich ein Zimmer im Krankenhaus, der Anwalt Adriano, der Gemüsehändler Ciro, der Lehrer Guido und der Ex-Bankier Armando. Sie haben nicht viel gemeinsam, aber sie werden Freunde und Kampfgefährten gegen Schikanen, unfreundliche Krankenschwestern und arrogante Ärzte. Zusammen mit drei weiteren Mitpatienten wollen sie heimlich ein rauschendes Festmahl zubereiten und es sich endlich wieder einmal richtig gutgehen lassen. Ehefrauen, Verwandte und Bekannte schmuggeln die benötigten Zutaten ins Krankenhaus, komplizierte Manöver werden ersonnen, um die Pflegekräfte abzulenken. Alles scheint gut zu gehen, bis durch einen Zufall doch der Oberarzt Wind von der Sache bekommt und das bereits begonnene Festessen abbrechen will. Doch nun entwickelt sich unter den Patienten eine offene Rebellion – und selbst die Polizei ist hilflos… Eine wunderbare Filmkomödie über vier ganz unterschiedliche Charaktere, die zusammen versuchen, sich unter widrigen Umständen ein Stück Lebensgenuss zurückzuerobern. „RIBELLI PER CASO“ – italienisch „Zufallsrebellen“ – gehört zu jenen liebenswerten Kinostücken, die man mit wachsender Sympathie sieht. Die Handlung läuft wie am Schnürchen, mit anarchischem Witz und einer gewissen Melancholie. (Hans-Jörg Rother, Tagesspiegel)

Aalto – Architektur der Emotionen

FIN

2020

Virpi Suutari

Der Finne Alvar Aalto (1898–1976) hat wie seine Zeitgenossen Walter Gropius, Oscar Niemeyer oder Le Corbusier die moderne Architektur im 20. Jahrhundert entscheidend mitgeprägt. Sein bevorzugtes Material war das Holz, das in seinen Gebäuden eine ebenso wichtige Rolle spielt wie in seinen zahlreichen Entwürfen für Möbel und Design-Objekte. Formal beeinflusst von Bauhaus-Lehren, strebte er eine organische Einheit von Architektur und Landschaft an und versuchte besonders in seinen Möbelentwürfen ein harmonisches Ganzes aus gerader und geschwungener Linienführung zu erreichen. Beispiele für öffentliche Bauten in Deutschland finden sich in Wolfsburg (Heilig-Geist-Kirche sowie Kulturhaus, 1962) und in Essen (Opernhaus, posthum realisiert). Der informative und detailreiche Film der Regisseurin Virpi Suutari gibt einen spannenden Einblick in eine internationale Architekturkarriere.
Einführung: Dr. Mathias Listl, Kunsthalle Mannheim

Babai

DEU/FRA

2015

Visar Morina

Val Maloku, Astrit Kabashi

Nori ist zehn Jahre alt, als er von seinem Vater Gezim alleingelassen wird. Dieser flieht aus dem Kosovo, wo Vater und Sohn bisher mehr schlecht als recht Zigaretten verkauft haben. Der Junge folgt seinem Vater nach Deutschland, wo gerade die Mauer gefallen ist. Gezim erhofft sich dort wohl ein besseres Leben – aber warum hat er Nori nicht mitgenommen? Eine emotionale Geschichte, beeindruckende schauspielerische Leistungen und hypnotisierende Bilder werden zu einem Gesamtkunstwerk verknüpft, mit dem der Kosovo als sonst so selten in Erscheinung tretendes Filmland begeistert.
BABAI lief auf über 40 Festivals weltweit. Die Jury des Filmfests München urteilt: „Ein Meisterwerk, vor dem wir uns tief verneigen.“

Cesky Sen - Der Tschechische Traum

CSR

2004

Vit Klusák/Filip Remunda

Einwohner der Teschechischen Republik

CESKY SEN hält den größten Konsumschwindel, den die Tschechische Republik je gesehen hat, mit der Kamera fest. Zwei junge Filmemacher legen dabei die psychologischen und manipulativen Kräfte der Konsumwelt offen: Sie kreieren eine riesige Werbekampagne für einen Supermarkt, der nicht existiert! Sie kreieren TV- und Radio-Spots, bauen 400 Leuchtreklametafeln auf, verteilen 200.000 Werbeflyer, produzieren ein Werbejingle und eine eigene Webseite und schalten Anzeigen in Zeitungen und Magazinen. So kommen zum „Eröffnungstag“ des Supermarkts über 4.000 Menschen auf einer Wiese zusammen. „Unwiderstehlich unterhaltsam: Die tschechischen Konsumenten und deren ‚Hypermarketomanie‘“ (Schnitt) Am Donnerstag, 18.05., 19.30 Uhr – Best Film, Best Price-Veranstaltung: Eintritt lediglich 3 Euro! (also leider ab 18 Jahren)

Im Strahl der Sonne

DEU/RUS/CZE/LVA/PRK

2015

Vitaly Manskiy

Alltag in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang: Der Film begleitet die 8-jährige Zin-mi, die der nordkoreanischen Propaganda tagtäglich ausgesetzt ist und deswegen glaubt, im schönsten Land der Welt zu wohnen. Das hört sie von ihren Eltern, von ihren Lehrern und über Lautsprecher auf den Plätzen der Stadt. Ein Jahr lang durfte Regisseur Vitaly Manskiy das Mädchen begleiten, mit staatlicher Erlaubnis und daher unter permanenter Aufsicht. Das Skript stand vorher detailliert fest, Drehorte und Interviewpartner wurden ebenfalls durch Beamte bestimmt, und ständig waren Aufpasser dabei. Aber Manskiy filmte auch heimlich und kommentierte sein Material später. Das Werk liefert trotz aller Zensurversuche einen erschütterden Blick auf ein abgeschottetes, absurdes Land.

Fahrraddiebe

Italien

1948

Vittorio de Sica

Lamberto Maggiorani, Enzo Staiola

Antonio Ricci hat nach langer Arbeitslosigkeit eine Stelle als Plakatierer gefunden. Doch schon nach einer Stunde stiehlt man ihm das gerade aus dem Leihhaus ausgelöste Rad und vernichtet damit seine Existenzgrundlage. Zusammen mit seinem Sohn Bruno macht sich Antonio auf die Suche nach dem Dieb. De Sica drehte FAHRRADDIEBE mit Laien auf den Straßen von Rom. Er gewann dadurch Spontaneität und Authentizität und konnte eine ganze Fülle von Schauplätzen und Situationen in die Handlung integrieren. So entstand zwanglos und wie zufällig ein breites Panorama italienischer Wirklichkeit aus jenen Tagen. Lamberto Maggiorani spielt nicht, er ist ganz einfach der Arbeitslose Antonio Ricci. Er verkörpert einen lebendigen Menschen mit ganz individuellen Zügen, dessen Schicksal die Zuschauer mit außergewöhnlicher Intensität miterleben. Die lebendige Erzählweise, seine menschliche Wärme und eine soziale Aussage ohne Sentimentalität machten FAHRRADDIEBE zu einem Meisterwerk des italienischen Neorealismus, das die Entwicklung des Nachkriegsfilms – auch über die Grenzen Italiens hinaus – erheblich beeinflußte.

Und Dennoch Leben Sie

ITA/FRA

1960

Vittorio de Sica, nach einem Roman von Alberto Moravia

Sophia Loren, Jean-Paul Belmondo, Raf Vallone, Eleonora Brown, Renato Salvatori

1943 flüchtet eine lebenstüchtige junge Witwe mit ihrer Tochter aus Rom in ein Dorf in den Bergen und erlebt dort eine Romanze mit einem jungen Lehrer. Aber auch das ärmliche Dorf wird nicht vom Krieg verschont: Der Lehrer wird von deutschen Truppen ermordet, Mutter und Tochter kehren nach Rom zurück und erleiden dort die Schrecken der letzten Kriegshandlungen. Ein Melodram, das zwischen Neorealismus und Starfilm schwankt. Trotz Zugeständnissen an die Konventionen des Starkinos ist das Thema der durch den Krieg leidenden Menschen eindrucksvoll und überzeugend dargestellt. (Lexikon des internationalen Films) Sophia Lorens Leistung als Cesira war ihre erste unglamouröse Rolle und brachte ihr 1991 den Oscar ein, der Film gewann 1962 den Golden Globe als Bester fremdsprachiger Film. 1989 wurde der Stoff erneut mit Sophia Loren erneut fürs Fernsehen verfilmt. (Leider werden auch überholte und aus heutiger Sicht absurde Altersfreigaben nur korrigiert, wenn ein Verleih dies ausdrücklich beantragt.)

Frühling Im Herbst

CZE

2001

Vladimir Michálek

Vlastimil Brodsky, Stanislav Zindulka

Fanda ist 80 Jahre alt und denkt nicht daran, am Fenster zu hocken und auf den Tod zu warten. Oder auf die eigene Beerdigung zu sparen, wie seine Frau Emilia. Er zieht lieber mit seinem alten Freund Eda durch die Gegend und feiert das Leben mit kleinen Hochstapeleien. Er gibt sich als amerikanischer Millionär aus, um sich Herrensitze zeigen zu lassen. Als Fahrkartenkontrolleur läßt er sich von jungen Frauen küssen. Doch als er den eigenen Tod inszeniert, reicht seine Frau die Scheidung ein. FRÜHLING IM HERBST wurde dem wunderbaren Vlastimil Brodsky (JAKOB, DER LÜGNER) auf den Leib geschrieben. Eine bittersüße Komödie über die Weigerung, den Tod anzuerkennen, bevor er denn da ist. Zugleich ist es Brodskys letzter Film. Kurz nach der tschechischen Premiere und kurz bevor er auf dem Festival von Karlovy Vary für sein Lebenswerk ausgezeichnet werden sollte, nahm sich Vlastimil Brodsky im Alter von 81 Jahren das Leben.

Dieses Jahr in Czernowitz

DEU

2004

Volker Koepp

Dokumentarfilm

Czernowitz, Westukraine, Hauptstadt der Bukowina, Partnerstadt Mannheims – einst Zentrum jüdischer Kultur: Es überlebten nur wenige Juden und Jüdinnen die Deportation von 1941. Volker Koepps Dokumentarfilm erzählt von Menschen, die selbst oder deren Eltern aus Czernowitz in alle Welt emigrierten. In ihren Familien wirken die Erinnerungen an Menschen, Lebenswelten und Landschaften nach. Nach vielen Jahren besuchen sie das Land ihrer Vorfahren. Unter ihnen ist neben dem in den USA lebenden Schriftsteller Norman Manea, der als Kind nach Auschwitz deportiert wurde, auch der amerikanische Schauspieler Harvey Keitel, dessen Mutter aus der Bukowina stammte.

„Der Regisseur erweist sich als Meister der zur Metapher verdichteten Beobachtung, verknüpft Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, erschließt das Thema zeitgeschichtlich, philosophisch und zugleich emotional.“ (Filmdienst)

Tara

DEU

2022

Volker Sattel, Francesca Bertin

Am Rande der apulischen Hafenstadt Taranto liegt der Fluss Tara. Sein Wasser soll heilende Wirkung haben. Doch die magische Idylle ist durch jahrzehntelange ökologische und ökonomische Ausbeutung bedroht. In einer poetischen Erkundung des Ortes und seiner Legenden führt der Film in ein Land, das im Namen des Fortschritts geopfert wird, und in eine Stadt, die früher als „Perle des Mittelmeers“ bekannt war und heute wegen eines gigantischen Stahlwerks als schmutzigste Stadt Italiens gilt. In offenem Dialog begegnen Volker Sattel und Francesca Berlin den Menschen, die am Rande eines legendenumwobenen Flusses versuchen, in den Ruinen des Post-Kapitalismus zu leben: „schön fotografierter, bewusst vielstimmiger und offen gehaltener Film“ (Filmdienst).
In Anwesenheit von Regisseur Volker Sattel

Lee Scratch Perry's Vision of Paradise

DEU/CHE/JAM

2015

Volker Schaner

Lee “Scratch“ Perry ist einer der bedeutendsten und einflussreichsten Musiker aller Zeiten. Ohne ihn hätte es Bob Marley nie gegeben. Lee “Scratch“ Perry hat in den legendären “Black Ark Studios“ auf Jamaika eine musikalische Revolution losgetreten, die die Botschaft von Frieden und Einklang in jedes Land der Welt tragen sollte: Reggae und Dub. Über 15 Jahre begleitete der Filmemacher Volker Schaner die Reggae- Legende, reiste mit dem Rastafari nach Jamaika, wo der Reggae eine ganze Gesellschaft veränderte, zeigt intime Einblicke in sein Leben, seine Kunst und seine spirituelle Welt.

Baal

DEU

1970

Volker Schlöndorff

Rainer Werner Fassbinder, Margarethe von Trotta

Starke, in die Zeit von 1968 verlegte Verfilmung von Bertolt Brechts erstem Theaterstück mit Rainer Werner Fassbinder, der Baal als selbstverliebten und lebenshungrigen Grobian mit verlorener Seele spielt: Der grobschlächtige Dichter Baal wird auf der Party seines Mäzens ausfallend: Er kommandiert die Frauen, die er mit seiner Lyrik betört, herum und vergrault die anwesenden Verleger. Baals einziger Freund ist Eckart, der seine Launen akzeptiert. Frauen wie Sophie oder Luise sind für Baal Randfiguren seines Macho-Lebens. In seiner selbst gewählten Isolation lässt er nichts und niemanden außer sich gelten. Baal bringt Eckart um und stirbt schließlich selbst.
Brillant überträgt Schlöndorff das historische Brecht-Stück in die Gegenwart der 68er und fängt eindrucksvoll die Stimmung der Revolte und sexuellen Befreiung ein.

Der Junge Törless

BRD / F

1965

Volker Schlöndorff

Matthieu Carrière, Bernd Tischer, Marian Seidowsky

In einem Jungeninternat entwickeln sich unter den aus wohlhabenden Kreisen stammenden Zöglingen Hierarchien der Macht und der Abhängigkeit, die in der Mißhandlung eines Außenseiters jüdischer Herkunft gipfeln. Der junge Törless beobachtet das Treiben aus der Distanz: neugierig, tatenlos, nicht ohne Mitgefühl, dennoch schuldhaft in die Exzesse seiner Kameraden verstrickt. Schlöndorffs Debüt fängt die klaustrophobische und von Dekadenz gezeichnete Atmosphäre der Vorlage von Robert Musil überzeugend ein und rekonstruiert präzise deren subtile Psychologie. Zugleich aktualisiert der Film die Handlung in Bezug auf die deutsche Geschichte: Törless ‚ Verhalten demonstriert die fatalen Folgen einer „inneren Emigration“, deren Neutralität zum Mitläufertum wird. Mit einer Einführung von H. Hüneke.

Der Neunte Tag

DEU

2004

Volker Schlöndorff

Der Luxemburger Abbé Kremer entkommt für neun Tage der KZ-Haft, muss sich jedoch täglich bei der Gestapo melden. Dort begegnet er dem jungen, leidenschaftlichen NS-Karrieristen Gebhardt, der den widerstrebenden Geistlichen zur Kollaboration bewegen will… Einführung: Klemens Hotz, Jugendamt Stadt Mannheim

Mutt

USA

2023

Vuk Lungulov-Klotz

Lío Mehiel, Cole Doman, Alejandro Goic, MiMi Ryder

An einem Sommertag in New York scheint für den jungen trans Latino Feña alles auf einmal zu passieren: Papa Pablo kommt aus Chile zu Besuch, sein heterosexueller Ex-Boyfriend John meldet sich nach langer Funkstille wieder, und dann steht auch noch seine 13-jährige Halbschwester Zoe vor der Tür. Doch seit Feñas Transition haben sich die Dynamiken zu allen dreien verändert.

Authentisch und mitreißend schildert Vuk Lungulov-Klotz in seinem Debütfilm 24 Stunden im Leben eines jungen trans Mannes. Lío Mehiel, selbst non-binär und mit Wurzeln in Puerto Rico und Griechenland, verkörpert Feñas vielschichtiges Dazwischensein facettenreich und ausdrucksstark – und wurde für diese Leistung in Sundance mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet. Kaum ein Film vor MUTT hat die Komplexität des Alltags als trans Person derart wahrhaftig gezeigt.

Sol Na Neblina - Sonne Im Nebel

BRA

2009

W

Pedro hat schlechte Karten. Erst wird sein Auto geklaut und dann wird er auch noch entführt und im Brasilianischen Dschungel ausgesetzt. Er befreit sich und fährt in den Süden. In einer kleinen Ortschaft richtet er sich ein und eröffnet eine Würstchenbude. Dort trifft er auf die junge Celia die, bei ihrer armen und kranken Großmutter gestrandet, nicht mehr weiß, wo sie etwas zu Essen auftreiben kann… (also ab 18 Jahren)

Für Sama

GBR/SYR

2019

Waad al-Kateab, Edward Watts

Ein Film als Vermächtnis der Regisseurin für ihre Tochter: Sama wurde mitten im syrischen Bürgerkrieg geboren. Waad al-Kateab filmte über einen Zeitraum von fünf Jahren mit Handy und mit Kamera zunächst die Protestbewegungen gegen Assad, dokumentierte dann den furchtbaren Krieg aus dessen Mitte heraus, aus Aleppo – dort verliebt sie sich, heiratet, bekommt ihr Kind, während um sie herum der verheerende Bürgerkrieg die Stadt, das Leben zerstört: Bomben auf das Krankenhaus, Chlorgas, Streu- und Fassbomben, Massaker an Frauen und Kindern.
Die Regisseurin stellte zusammen mit Edward Watts in ihrem englischen Exil über 500 Stunden privater Video-Aufzeichnungen zu diesem beeindruckenden Dokumentarfilm zusammen, der ganz unmittelbar veranschaulicht, was Fernsehnachrichten nie zeigen können: Den Alltag der jungen Familie, das Aufwachsen eines Kindes inmitten des Zusammenbruchs der Zivilisation. „Ein Film voller Grauen – und doch ein Zeugnis von Hoffnung in einem Land voller Hoffnungslosigkeit.“ (ZDF Aspekte)

The Penalty

USA

1920

Wallace Worsley

Lon Chaney, Ethel Grey Terrys

Blizzard, König der Unterwelt in San Francisco, hegt einen gewaltigen Hass auf den Chirurgen Dr. Ferris, der ihm aufgrund einer Fehldiagnose im Kindesalter beide Beine amputierte. Für diese Verstümmelung will er sich an Ferris rächen. Er bietet dessen Tochter Barbara, einer Bildhauerin, an, für eine Satansbüste Modell zu sitzen. Als ihr Verlobter Dr. Allen, der zugleich ein Assistent von Ferris ist, vorbeikommt, nimmt er Barabara als Geisel und zwingt Ferris zu einer makabren Operation: Er soll Allens Beine amputieren, um sie anschließend ihm selbst anzunähen. THE PENALTY war Chaneys erste große Rolle und der Beginn seiner Karriere als Horrordarsteller. Hier arbeitete er zum ersten Mal mit Wallace Worsley zusammen, drei Jahre später drehten die beiden gemeinsam THE HUNCHBACK OF NOTRE DAME.

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