Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Piaffe

DEU

2022

Ann Oren. 86 Min. M

Simone Bucio, Sebastian Rudolph, Simon(e) Jaikiriuma Paetau, Bjørn Melhus, Lea Draeger

Für einen Werbespot vertont Zara ein Pferd, mit Lederschuhen in Sand und Metallkette im Mund; doch der Auftraggeber ist nicht zufrieden. Um ein wirkliches Gespür für den richtigen Sound zu bekommen, fährt sie zu einem Gestüt. Und ist fasziniert von dem Pferd, dem sie begegnet. So sehr, dass ihr ein Schweif wächst. Mit dem neuen Schwanz regt sich ein neues Körpergefühlt, in ihr erwacht ein ungewohntes Begehren. Sie geht mit einem Botaniker eine S/M-Beziehung kontrollierter Unterwerfung ein.
Elemente aus Erotik, Fantasy und Performancekunst verbindet Regisseurin Ann Oren zu einer surrealistischen Feier des Andersseins und des Andersbegehrens. Der transgressive, kaum fassbare Film voll neuer und faszinierender Reize wurde in Locarno mit dem Preis der Jugendjury ausgezeichnet. „Ein viszerales Abenteuer voller optischer Wundertüten und sensorischer Wucht, das es so noch nicht im deutschen Kino zu sehen gab.“ (kino-zeit.de)

Jagdhunde

DEU

2007

Ann-Christin Reyels

Constantin von Jascheroff, Josef Hader, Luise Berndt

Der sechzehnjährige Lars ist mit seinem Vater Henrik aus Berlin auf einen Bauernhof in die Uckermark gezogen, wo er die gehörlose Marie kennen lernt. Beide verlieben sich ineinander, ganz zum Missfallen des Vaters. Unterdessen lässt Henrik seine Schwägerin Jana, mit der er ein Verhältnis hat, in den Hof einziehen. An Weihnachten taucht plötzlich Lars‘ Mutter mit ihrem neuen Liebhaber auf. Ann-Kristin Reyels‘ tragisch-komisches Spielfilmdebüt zeigt eine Familie, die in Sprachlosigkeit erstarrt ist. Verständnis und Wärme findet Hauptfigur Lars nicht zu Hause, sondern bei seinen Hunden, draußen im Schnee, dort, wo auch die Beziehung zwischen ihm und Marie aufblüht. Es ist die Winterlandschaft, in der sich seine Gedanken frei bewegen können und deren eindrücklich inszenierte Naturräume die Handlung entscheidend mitbestimmen. JAGDHUNDE erhielt den Filmkunstpreis des 3. Festivals des deutschen Films in Ludwigshafen 2007.

Ich will dich - Begegnungen mit Hilde Domin

DEU

2007

Anna Ditges

Eine junge Filmemacherin entdeckt die Lyrik von Hilde Domin und beschließt, die berühmte Dichterin kennenzulernen. Sie trifft auf eine wache, unkonventionelle 95-jährige in einer Wohnung voller Bücher, Rosen und Erinnerungen – mit einer Lebensgeschichte, in der sich das letzte Jahrhundert spiegelt. Anna Ditges begleitet die Grande Dame der deutschen Nachkriegsliteratur durch die letzten zwei Jahre ihres langen und spannungsreichen Lebens mit der Kamera. Ein sehr persönlicher und direkter Film über das Werk und Leben der Dichterin Hilde Domin. (also leider ab 18)

Ora et Labora - Das Unternehmen Pöppelmann

DEU

2011

Anna Ditges

Weihwasser auf Kunststoffspritzgussmaschinen, Fastenkuren und Vaterunser für die Füh-rungskräfte. ORA ET LABORA – DAS UNTERNEHMEN PÖPPELMANN ist ein ungewöhnli-cher Dokumentarfilm über einen ungewöhnlichen Familienbetrieb. In eindringlichen Bildern und Gesprächen eröffnet Anna Ditges Einblicke in den Alltag und das Selbstverständnis der Menschen, die sich ihrem Unternehmen verpflichtet haben.

Wem gehört die Stadt? Bürger in Bewegung

DEU

2014

Anna Ditges

Wie ein absurdes Theaterstück mutet der Film von Anna Ditges an, der die teils groteske Entwicklung des Konflikts von Beginn an begleitete. Mit Charme und Humor zeigt die Kölner Regisseurin, wie ganz und gar verschiedene Wertvorstellungen und Lebensentwürfe aufeinanderprallen und nimmt dadurch das Grundproblem der Demokratie unter die Lupe. Unterhaltsam, universell und schlichtweg menschlich.

Fräulein Else

IND/DEU/AUT

2013

Anna Martinetz

Korinna Krauss, Marion Krawitz

Arthur Schnitzlers gleichnamige Novelle von 1924 in einer Welt, die von der globalen Finanzkrise eingeholt wurde. Setting: Nordindien. Das ganze klingt im ersten Moment schwer vorstellbar, ist aber ein kleines cine-literarisches Meisterstück: einzigartig, originell und mit einer tragischen Wendung. Die Finanzkrise ist zu Ende und nur wenigen westlichen Reichen ist ihr Reichtum erhalten geblieben. Um ihren Luxus genießen zu können, halten sich viele von ihnen in Indien auf. Auch Else, die ihre wohlhabende Tante dorthin begleitet. Kurz nach ihrer Ankunft erhält sie die Mitteilung ihrer Mutter, dass ihr Vater nun hoch verschuldet ist und sie nun ihre finanzielle Hilfe benötigen. Um ihren Eltern zu helfen, bittet sie den reichen Dorsday, den sie in Indien kennen lernt, um seine Unterstützung. Allerdings erwartet er eine nicht unerhebliche Gegenleistung von ihr…

Giraffe

DEU/DNK

2019

Anna Sofie Hartmann

Lisa Loven Kongsli, Maren Eggert, Jakub Gierszal, Mariusz Feldman

Ein dänischer Sommer: Lange Tage werden zu blauen Nächten. Menschen begegnen sich, dann trennen sich ihre Wege wieder: Dara, Ethnologin, kehrt von Berlin in ihre Heimat zurück, auf die süddänische Insel Lolland. Ein Tunnel soll hier gebaut werden, der Dänemark mit Deutschland verbindet; Dara dokumentiert die zum Abriss bestimmten Häuser und die zum Umzug gezwungenen Bewohner, die teils seit Generationen hier gelebt haben. Sie vertieft sich in alte Tagebücher, interviewt eine Angestellte des Fährunternehmens, das bald obsolet wird, und unter den polnischen Bauarbeitern, die von einem Leben in Skandinavien träumen, lernt sie den jungen Lucek kennen. Rund um das echte Bauvorhaben am Fehmarnbelt inszeniert Anna Sofie Hartmann ihren zweiten Spielfilm, mit realen Interviews und gespielten Szenen schillernd zwischen Dokumentation, Fiktion und Reflexion.

Neuland

CHE

2013

Anna Thommen

Herr Zingg unterrichtet in der Integrationsklasse Basel eine Gruppe junger Menschen aus verschiedenen Ländern. Die Flüchtlinge hoffen, in der Schweiz neu anfangen zu können. In der Schule sollen dafür die Grundlagen gelegt werden. Sie lernen dort innerhalb von zwei Jahren die Sprache und Kultur der Schweiz. Lehrer Zingg hat das große Ziel, seinen Schülern einen beruflichen Einstieg in die Gesellschaft zu ermöglichen. Dieser Film thematisiert eindringlich das brandaktuelle Thema Zuwanderung in Europa und zeigt Lösungen auf.

Bis an die Grenze

FRA

2019

Anne Fontaine

Omar Sy, Virginie Efira, Grégorie Gadebois, Payman Maadi

Die Polizisten Virginie, Aristide und Érik werden zu einem ungewöhnlichen Einsatz gerufen: Sie sollen einen tadschikischen Asylbewerber vom Abschiebezentrum zum Flughafen eskortieren, um seine Abschiebung durchzusetzen. Während der Fahrt beginnt Virginie zu ahnen, dass auf den Mann in seiner Heimat der sichere Tod wartet. Die Polizisten – und insbesondere Virginie – geraten in einen Gewissenskonflikt zwischen Dienst und Moral. Anne Fontaine (NATHALIE, 2003; COCO CHANEL – DER BEGINN DER LEIDENSCHAFT, 2009) erzählt eine stringente Handlung: Polizei und Asylbewerber in einer Nacht – und sie umschifft dabei jeden Anflug von Klischee oder von Moraldidaktik. Sie charakterisiert ihre Figuren aus verschiedenen Perspektiven, verbindet so den Alltag des Polizeitrios mit den Erfordernissen der asylrechtlichen Regeln, mit Zweifeln und Menschlichkeit.

Bolero: Die Entstehung eines Meisterwerks

FRA/BEL

2024

Anne Fontaine

Raphaël Personnaz, Doria Tillier, Jeanne Balibar

Ein konstanter Schlagzeugrhythmus, eine sinnliche Melodie, sich immer mehr steigernd: Maurice Ravels „Boléro“ ist eines der bekanntesten Musikstücke. Wie ist es entstanden?

Im Paris des Jahres 1928 beauftragt die exzentrische Tänzerin Ida Rubinstein den Komponisten, Musik für ihr nächstes Ballett zu schreiben. Doch Ravel ist nicht in der Lage, etwas zu Papier zu bringen. Um Inspiration zu finden, taucht er tief in sein Innerstes ein, setzt sich mit den Misserfolgen seiner frühen Jahre, mit dem Ersten Weltkrieg und der unmöglichen Liebe zu seiner Muse Misia Sert auseinander…

Anne Fontaine verbindet das verstörte Innenleben des Komponisten mit der betörend-erotischen Musik, die er erschafft: ein atmosphärisches Musikdrama, mit dem charismatischen Raphaël Personnaz in der Hauptrolle.

Coco Chanel - Der Beginn Einer Leidenschaft

FRA

2009

Anne Fontaine

Audrey Tautou, Benoît Poelvoorde, Alessandro Nivola

Beim Namen Coco Chanel denkt man sofort an das Kleine Schwarze, an das Parfüm mit der Nummer fünf und an das Chanelkostüm. Dass es der wahrscheinlich wichtigsten Designerin des 20. Jahrhunderts nicht in die Wiege gelegt worden war, ein Modeimperium aufzubauen, ist weniger bekannt. Dieser Film mit der bezaubernden Audrey Tautou in der Hauptrolle erzählt von der unglücklichen Kindheit im Waisenhaus, von den Auftritten als Sängerin in einer heruntergekommenen Bar und von den ersten Versuchen als Schneiderin.

Nathalie

FRA

2003

Anne Fontaine

Fanny Ardant, Emmanuelle Béart, Gérard Depardieu

Zwei Frauen, eine verheiratet, bürgerlich, kulturell interessiert. Die andere arbeitet als Prostituierte in einer Bar. Die eine ist glücklich verheiratet, die andere schläft mit jedem, der sie dafür bezahlt. Doch das Glück von Catherines (Fanny Ardant) Ehe scheint begrenzt, als ihr der Verdacht aufkommt, ihr Ehemann Bernard (Gérard Depardieu) könne sie mit einer anderen betrügen. Indizien, Verdächtigungen, Vorwürfe und Enttäuschungen ziehen plötzlich einen tiefen Graben in ihrer Beziehung. Catherine engagiert Marlène (Emmanuelle Béart), damit sie ihren Ehemann verführt. Und sie will alles wissen: Jedes noch so kleine Detail Catherine verwandelt Marlène in Nathalie, ihre ganz persönliche Spionin. All das ist Teil ihres gefährlichen Spiels um Liebe, Verführung und Eifersucht. Fokus: Stefanie Rath über „Liebe, Untreue, Eifersucht und die Rolle der Anderen“

Fremde Freundin

Deutschland

1999

Anne Hoegh Krohn

Karoline Eichhorn, Inga Busch

Nachdem Ellen aus der Haft entlassen wurde, sucht sie nun nach ihrer ehemals besten Freundin Katrin, die sie seit fünf Jahren nicht gesehen hat. Als sie Katrin endlich findet, distanziert diese sich von ihr. Sie scheint Angst vor ihr zu haben. Allmählich finden die beiden wieder zusammen, aber die alten Wunden sind nur scheinbar verheilt. Was damals im Haus am See passierte, holt die ungleichen Freundinnen wieder ein. „Ich wollte ein Melodram machen, einen Film über die Liebe, Freundschaft und Verrat, einen Thriller ohne Effekte: Wenn nur die Emotionen stark genug sind, kommt es zur Explosion.“ (Anne Hoegh Krohn)

Liebeslied

DEU

2009

Anne Høegh Krohn

Jan Plewka, Nicolette Krebitz, Elisa Richter

Roger und Dianah führen seit mittlerweile neun Jahren eine glückliche Ehe, bis ein schwerer Schicksalsschlag die vierköpfige Familie trifft: Roger erkrankt an Parkinson. Er versucht zunächst, die Krankheit zu verheimlichen, aber sein Zustand verschlechtert sich rasch, und er verliert seine Arbeit. Die Stabilität der Familie wird auf die Probe gestellt: Es ist absehbar, dass Roger zum Pflegefall und die finanzielle Situation sich verschlechtern wird. Neben einer sensiblen Familienstudie ist der Film die schöne Geschichte der Band SELIG, die nach zehn Jahren bei der Arbeit an diesem Film und seinen Musikelementen wieder zusammengefunden hat und damit ihr Comeback einleitete. LIEBESLIED war der Überraschungserfolg beim Festival des Deutschen Films.

Tanzträume - Jugendliche Tanzen Kontakthof von Pina Bausch

DEU

2009

Anne Liesel & Rainer Hoffmann

30 Jahre nach der Uraufführung ist Pina Bauschs Tanztheaterstück „Kontakthof“ 2008 mit Schülerinnen und Schülern aus Wuppertal aufgeführt worden. Der Film begleitet die 40-köpfige Gruppe beim Einstudieren, bei der Arbeit mit den ehemaligen Bausch-Tänzerinnen Jo Ann Endicott und Bénédicte Billiet, bei der Entwicklung von unsicheren und ungelenken Jugendlichen zu hervorragenden Tänzern. Gleichzeitig erzählt der Film sehr persönlich von Emotionen, Angst und Aggressionen – und würdigt zum letzten Mal die Grande Dame des deutschen Tanztheaters: Pina Bausch verstarb ein halbes Jahr nach der Premiere.

Nase Auf, Nase Ab

DEU

2011

Anne Scheuing

Was ist ein Clown? Wie verwandelt sich die Welt, wenn man eine rote Nase aufzieht? Und was hat ein Clown im Krankenhaus zu suchen? Der Dokumentarfilm eröffnet eine ungewöhnliche Perspektive auf Leben und Tod. Er setzt sich intensiv mit den Vorstellungen und dem Erleben von Klinikclowns auseinander, die Kinder in verschiedenen medizinischen Einrichtungen besuchen. Der Film zeigt die Clowns nicht nur als quirlige Spaßmacher, sondern schafft auch Raum für die leisen Töne der Clowns. So liegt der Schwerpunkt des Films auf den Menschen und ihren Erfahrungen mit und ohne roter Nase Der Film ist entstanden in enger Zusammenarbeit mit Stefanie Ferdinand und Christiane Eisel (xundlachen Klinikclowns im Rhein-Neckar-Kreis e.V.), Bettina Reuter (Dr. mad.Clown e.V.) und Laura Fernandez (Klinikclownin, Gründerin und ehemalige Leiterin der Clown Doktoren e.V.). Anschließend Filmgespräch mit der Regisseurin und den Klinikclowns. (also mal wieder ab 18, auch wenn es noch so pädagogisch ist)

Michel Majerus - Next Step

DEU

2021

Anne Schiltz

Der Dokumentarfilm erinnert an Leben und Werk eines jungen, talentierten Künstlers der 1990er Jahre, der viel zu früh bei einem Flugzeugabsturz 2002 ums Leben kam. Seine Karriere begann gleich nach dem Mauerfall in Berlin, wo er mit ebenso spielerisch wie klug kombinierten Bildmotiven aus „High Art“ und „Low Art“ für Aufmerksamkeit sorgte, lange bevor die digitale Gestaltung und Bildbearbeitung aufkam. Ob Marilyn Monroe (als Warhol-Zitat) oder Comic-Figuren (aus der damals beliebten „Super Mario“-Welt), ob abstrakter Expressionismus (Willem de Kooning war ein Vorbild für ihn), Graffiti oder Street Art (er war mit der Szene vertraut) – Michel Majerus verarbeitete alles in expressiven, teils großformatigen Werken, von denen einige derzeit in der Kunsthalle Mannheim zu sehen sind. Die Dokumentation von Anne Schiltz bietet eine gute Gelegenheit, Michel Majerus und sein temporeiches Schaffen kennen zu lernen.
Einführung: Dr. Dorothee Höfert, Kunsthalle Mannheim

Wochenenden in der Normandie

FRA

2014

Anne Villacèque

Karin Viard, Noémie Lvovsky, Jacques Gamblin, Ulrich Tukur

Zwei klassisch bürgerliche Familien aus Frankreich verbringen ihre Wochenenden gerne in benachbarten Strandhäusern in der Normandie. Durch ein Missverständnis auf einem Supermarktparkplatz gerät die heile Welt aus den Fugen. Jean verlangt plötzlich die Scheidung von Christine und wie automatisch scheint auch die Beziehung von Sylvette und Ulrich erste Risse zu bekommen. Die Kinder drehen auf ihre Weise durch und bald stellt sich die Frage, wie Sylvette und Ulrich in Folge noch mit Christine und Jean befreundet sein können. Schließlich scheint es offensichtlich zu sein, dass beide nach der Trennung einander verabscheuen. Französisches Psychogramm einer ganzen Eltern- und Ehepaargeneration.

Better Than Chocolate

CAN

1999

Anne Wheeler

Wendy Crewson, Karyn Dwyer, Christina Cox, Ann-Marie MacDonald

Eine sexy Romanze über Lust und Liebe: Maggie begegnet der Frau ihrer Träume: Kim – die gleich bei ihr einzieht. Allerdings haben sich Maggies Mutter und Bruder angekündigt, und zwar, um länger bei ihr zu wohnen. Maggie will ihre Beziehung zu Kim wie überhaupt ihr Lesbischsein verschweigen, doch zwischen den Sexspielzeugen der Wohnungs-Vorbesitzerin, der Transfrau Judy, mit der sich Maggies Mutter anfreundet (ohne „trans“ zu verstehen) und einem LGBTI-Buchladen, der ins Visier von Rechtsextremen gerät, lassen sich Maggies Liebe zu Kim sowie ihre Heimlichtuerei gegenüber der Mutter nur ganz schwer unter einen Hut bringen…

Unser Klassiker der diesjährigen Lesbischen Filmtage: ein spritziger Sommerfilm, der mehrfach preisgekrönt wurde. „So prächtig wie die Farben im Film, wunderbar besetzt und sehr sympathisch erzählt. Süß und frech! Gut+.“ (omegabetazeta.de)

Zwei Mütter

DEU

2013

Anne Zohra Berrached

Sabine Wolf, Karina Plachetka

In ihrem ersten langen Spielfilm ZWEI MÜTTER erzählt Anne Zohra Berrached, wie schwierig es für zwei lesbische Frauen ist, ein Kind zu bekommen. Berrached erzählt dabei unaufgeregt vom Leben ihrer Protagonistinnen mit ganz gewöhnlichen Sorgen. Erst der Wunsch nach einem Kind lässt die Alltagsnormalität einer zu Beginn noch unbeschwert innigen Paarbeziehung aus den Fugen geraten und sowohl das Absurde als auch die Verzweiflung darin Einzug halten. Die junge Regisseurin, die den Film noch im Rahmen ihres Studiums an der Filmakademie Ludwigsburg realisierte, balanciert ihre Geschichte sehr souverän zwischen diesen beiden Polen aus. Die große Authentizität, die sie dabei herstellt, verdankt sie auch den beiden großartigen Hauptdarstellerinnen – und der Tatsache, dass zahlreiche Nebenrollen mit Laiendarstellern besetzt sind, die einfach sich selbst spielen.

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