Diederich Heßling wird als Fabrikanten- und Offizierssohn in die Ära des wilhelminisch-deutschen Kaiserreichs hineingeboren und wächst in einer preußischen Provinzstadt – der Inkarnation obrigkeitsergebenen Spießbürgertums – auf. Nach dieser Maxime richtet der Kaiserverehrer sein Leben, das unaufhaltsam auf der Karriereleiter nach oben führt, während sich in Deutschland mehr und mehr ein Abgrund auftut.
Staudte gelang mit der Verfilmung von Heinrich Manns Roman, der einen Monat vor Kriegsbeginn 1914 fertig gestellt wurde, ein cineastisches Meisterwerk, mit dem er das Denken der herrschenden Schicht des Deutschen Reichs sarkastisch auf den Punkt brachte.