Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Sade

Frankreich

2000

Benoît Jacquot

Daniel Auteuil, Marianne Denicourt, Isild Le Besco, Jeanne Balibar

Wir schreiben das Jahr 1794 und der Revolutionsterror erreicht gerade seinen Höhepunkt. Der Marquis de Sade, eigentlich Anhänger der Revolution, ist inhaftiert worden, wie schon zuvor unter den Monarchisten. Seine frühere Geliebte Marie-Constance erreicht durch ihre Beziehungen, dass Sade in das ehemalige Kloster und Sanatorium Picpus verlegt wird, einer Art Luxusgefängnis, in dem die Gefangenen sich frei bewegen können und bei gutem Essen auf die Guillotine warten. Auf diese kurze Zeitspanne, einen wenig bekannten Abschnitt im Leben des Marquis, konzentriert Benoît Jacquot (LA FILLE SEULE, LE SEPTIÈME CIEL) sein Sade-Porträt. Das Überraschende: Sade ist kein Sadist. Daniel Auteuil spielt ihn ohne Dämonisierung: eine stolze Figur, fast liebenswürdig. Als Theatermeister inszeniert er mit den Gefangenen ein Theaterstück und eine Inszenierung ist auch, wie er die junge Emilie durch eine Schule des Begehrens schickt.

Villa Amalia

FRA

2009

Benoît Jacquot

Isabelle Huppert, Jean-Hugues Anglade, Xavier Beauvois

Nach 15 gemeinsamen Jahren verlässt Ann nicht nur ihren Lebensgefährten, sondern ihr ganzes Leben: die Arbeit, das Auto, das Appartement, und am Ende wird sogar noch das Mobiltelefon die Toilette hinuntergespült. Der Ort, auf den sich ihre Sehnsucht konzentriert, ist die Villa Amalia hoch oben über dem Meer. Existiert sie wirklich? Und ist auch Georges mehr als ein Geist, der aus ihrer Vergangenheit auftaucht? Benoît Jacquot und seine wunderbare Hauptdarstellerin haben einen magischen Kinofilm geschaffen.

A Woman captured - Eine gefangene Frau

HUN

20117

Bernadett Tuzza-Ritter

Marisch, eine 52-jährigen Ungarin, dient ein Jahrzehnt lang einer Familie – bei 20-Stunden-Arbeitstagen und ohne Arbeitslohn. Sie wird behandelt wie ein Tier, erhält nur Essensreste und hat kein Bett zum Schlafen. Die ungarische Regisseurin hat diese Frau tatsächlich getroffen, hat ihr Leben zwei Jahre lang mit der Kamera dokumentiert, bis Marisch den Mut fasst, aus der Sklaverei auszubrechen. Der Global Slavery Index aus dem Jahre 2016 schätzt, dass derzeit weltweit 45,8 Millionen Menschen von einer der Ausformungen moderner Sklaverei betroffen sind, davon 1,2 Millionen Männer und Frauen in Europa, also mitten unter uns
Einführung: Dr. Thomas Köllhofer

Glück auf einer Skala von 1 bis 10

FRA/CHE

2021

Bernard Campan, Alexandre Jollien

Bernard Campan, Alexandre Jollien, Tiphaine Daviot, Julie-Anne Roth

Igor jobbt als Fahrradkurier für Biogemüse; er lebt allein, doch der körperlich behinderte Hobby-Philosoph ist nicht unglücklich. Louis dagegen ist ein 24/7-Unternehmer, der vor lauter Arbeit in seiner Bestattungsfirma die Lebensfreude vergessen hat. Als er Igor auf seinem Fahrrad anfährt, setzt sich Igor in den Kopf, dass Louis ein perfekter neuer Freund für ihn wäre… und Igor kann sehr hartnäckig sein. Es beginnt eine abenteuerliche Reise im Leichenwagen.
Der Film erzählt von einer so ungewöhnlichen wie wunderbaren Freundschaft, voll Selbstironie, kleinen Weisheiten und berührenden Momenten. Die beiden Hauptdarsteller sind zugleich die Autoren und Regisseure – trotz erdachter Geschichte flossen viele Erfahrungen ihres Lebens mit ein.
Einführung: Shirine Daumas, Institut Français Mannheim

1900 - Gewalt, Macht, Leidenschaft

Bernardo Bertolucci

Robert DeNiro, Gérard Depardieu, Burt Lancaster

Ein grandioser Monumentalfilm über die Geschichte Italiens seit der Jahrhundertwende am Beispiel zweier Familien und der ungleichen Freunde Alfredo und Olmo. Beide werden im Jahre 1900 auf dem gleichen Landgut geboren, wachsen aber in unterschiedlichen Klassen auf. Denn Alfredo ist der Sohn des Landbesitzer und Olmo Sohn eines Bauern. Auch in Zeiten politischer Umwälzung hält ihre Freundschaft, obwohl die soziale Kluft immer wieder zwischen ihnen aufbricht. Nach dem Ersten Weltkrieg finden sozialistische und kommunistische Ideen bei Olmo fruchtbaren Boden, während Alfredo ein Bohemienleben in der Stadt führt…

1900 - Kampf, Liebe, Hoffnung

ITA/FRA/DEU

1976

Bernardo Bertolucci

Robert de Nero, Gérard Depardieu, Burt Lancaster

Als die Zeit des offenen Faschismus mit dem Zweiten Weltkrieg endet, kehrt Olmo, der vor den Faschisten geflohen war, in seine Heimat zurück. Alfredo, mittlerweile selbst Padrone, soll sich vor einem Volkstribunal verantworten. Am Ende zanken sich die Freunde, wie sie es als Kinder taten. Selbst im hohem Greisenalter können sie es nicht lassen… Nach „1900 – Gewalt, Macht, Leidenschaft“ bebildert Regisseur Bertolucci in „1900 – Kampf, Liebe, Hoffnung“ Klassengesellschaft, Faschismus und Demokratie auf imposante Weise. Faszinierend sind neben der Kameraarbeit Vittorio Storaros die Leistungen der Darsteller. Außerdem lieferte Ennio Morricone hier eine seiner besten Filmkompositionen.

Der Letzte Tango In Paris

I/F

1972

Bernardo Bertolucci

Marlon Brando, Maria Schneider, Jean-Pierre Léaud

Ein Mann und eine Frau begegnen sich zufällig auf der Straße und treffen sich in einem leeren, zu vermietenden Apartment wieder. Innerhalb von drei Tagen entwickelt sich ein Verhältnis, das beide an die Grenzen ihrer psychischen und physischen Existenz bringt. Die leere Wohnung wird Zuflucht und Kampfplatz, wenn beide aus ihrem Alltag fliehen. Jeanne, eine 19jährige Französin, steht kurz vor der Heirat mit dem Regisseur Tom. Der Amerikaner Paul, Ende 40, wurde gerade durch den Selbstmord seiner Frau zum Witwer und läßt seine Frustration an Jeanne aus. Als Jeanne sich in Paul verliebt, weist er sie brutal ab. Bernardo Bertolucci inszenierte ein radikales Melodram über Liebe, Sex und Tod – mit düsteren und spektakulären Bildern sorgte er seinerzeit für einen riesigen Skandal. Der Film wurde in Italien wegen seiner Sexszenen von der Staatsanwaltschaft als pornographisch deklariert und verboten und erst 1987 vom Index genommen. Die Musik komponierte der argentinische Jazz-Saxophonist Gato Barbieri.

Die Träumer

TA/FRA/GB

2003

Bernardo Bertolucci

ichael Pitt, Eva Green, Louis Garrel, Anna Chancellor, Jean-Pierre Léau

Die Cinémathèque française war mit ihrem ausgewählten Filmprogramm Mittelpunkt der Filmkultur in Paris – als Anfang 1968 die gaullistische Regierung den langjährigen Leiter Henri Langlois absetzte. Das war der Funken, der zu den Mai-Revolten von Paris führte. Inmitten der Revolutionsstimmung finden sich der amerikanische Austauschstudent Matthew und das Zwillingspaar Isabelle und Theo: Drei Cinephile, die sich in der Wohnung einschließen, während sich draußen die Proteste steigern. Sie spielen Filmszenen nach, und spielerisch entwickelt sich eine zunehmende erotische Spannung zwischen ihnen … Bertolucci, Filmemacher seit den 1960ern (DER LETZTE TANGO IN PARIS, „1900“), erzählt von einer wilden Zeit der kinematographischen, politischen und erotischen Revolution: so klug wie sinnlich fängt der Film den Geist der französischen 68er-Bewegung ein.

Shandurai Und Der Klavierspieler

ITA

1998

Bernardo Bertolucci

Thandie Newton, David Thewlis, Claudio Santamaria

Shandurai ist in einer afrikanischen Militärdiktatur aufgewachsen. Als sie mit ansehen muß wie ihr Mann, ein politisch aktiver Lehrer, von systemtreuen Polizisten verschleppt wird, flieht sie nach Rom. Dort möchte sie Medizin studieren und verdient sich ihren Lebensunterhalt als Dienstmädchen bei einem zurückgezogenen englischen Pianisten. Beide Charaktere sind in ihrer Einsamkeit gefangen und genau wie die lebenslustigen afrikanischen Rhythmen aus Shandurais Zimmer in Kontrast zur pathetischen europäischen Klaviermusik Mr. Kinseys treten, so wenig versöhnlich entwickeln sich auch die Charaktere der beiden Protagonisten, was das angestrebte Miteinander betrifft. Der Film knüpft an Bernardo Bertoluccis kleinere Produktionen wie beispielsweise DER LETZTE TANGO IN PARIS an.

Serengeti Darf Nicht Sterben

BRD

1959

Bernhard Grzimek

1957 starteten Professor Bernhard Grzimek und sein Sohn Michael ihr Forschungsprojekt über die Wanderungen der Weißschwanzgnus. Im Serengeti-Nationalpark versuchten sie herauszufinden, wo die großen Tierherden während der Regenzeit hinzogen und ob Grenzen, die neu gezogen werden sollten, ihnen wirklich Raum dafür ließen. Sie flogen dafür mit ihrem „zebragestreiften“ Flugzeug nach Tansania. Bei den Dreharbeiten zu diesem Film verunglückte Michael Grzimek tödlich, sein Vater beendete das Werk allein. Entstanden ist ein atemberaubender Tierfilm mit grandiosen Farbaufnahmen, der zum Klassiker wurde. SERENGETI DARF NICHT STERBEN erhielt einen Oscar, machte die Serengeti weltweit bekannt und stärkte die Sensibilität der Bevölkerung für die schwierige Lage der wilden Tiere Afrikas.

Der Klang der Stimme

CHE

2018

Bernhard Weber

Vier Menschen loten die Grenzen der menschlichen Stimme neu aus: Andreas Schaerer experimentiert mit seiner Stimme, um Klänge zu finden, die bei seinen Live-Auftritten überirdische Wirkung entfalten. Die Sopranistin Regula Mühlemann sucht den perfekten 360-Grad- Rundum-Klang, der frei im ganzen Raum schwebt. Matthias Echternach forscht mit ausgeklügelten wissenschaftlichen Methoden nach dem Geheimnis der Stimme. Und Miriam Helle begleitet mit unkonventionellen Klängen Menschen auf dem Weg zu sich selbst. Mit Leidenschaft gehen sie den Möglichkeiten und Geheimnissen der Stimme nach: Was geschieht, wenn wir singen? Kann Singen Glücksgefühle erzeugen? Was erlebt ein Sänger bei einer „magischen“ Performance?

Faustrecht

CHE

2006

Bernhard Weber; Robert Müller

Eine dokumentarische Langzeitbeobachtung von zwei gewalttätigen Jugendlichen: Tim ist ein introvertierter Jugendlicher, der zu unkontrollierten Gewaltausbrüchen neigt. Der Film zeigt ihn auf seiner “Odyssee” durch Anstalten und Pflegefamilien. Gibran ist ein extrovertierter Charmeur, der Gewalt einsetzt, um seine Ziele zu erreichen. Er verbüßt seine Haftstrafe in einer geschlossenen Anstalt, wo er massiv mit seinem Gewaltverhalten konfrontiert wird.

Das Spinnennetz

DEU

1989

Bernhard Wicki

Ulrich Mühe, Klaus Maria Brandauer, Armin Mueller-Stahl, Andrea Jonasson.

Theodor Lohse, 1918 Leutnant der kaisertreuen Truppen, verdient fünf Jahre später sein Geld als Hauslehrer in einer jüdischen Bankiersfamilie, versucht aber vor allem, sich in nationalen Kreisen hochzudienen. Als Spion einer rechtsextremen Geheimorganisation kundschaftet er eine kommunistische Künstlergruppe aus. Lohse sieht seine Chance gekommen, doch noch militärische und politische Karriere zu machen. Dafür ist er bereit, auch über Leichen zu gehen – nur der Doppelagent Lenz, der Lohses Lebensweg akribisch verfolgt, könnte ihm in die Quere kommen.
Bernhard Wicki (DIE BRÜCKE) erzählt detailgenau vor dem Hintergrund unterschiedlicher Lebenswelten im Inflationsjahr 1923 von einem haltlosen Opportunisten und von einer Gesellschaft auf dem Weg in den moralischen Bankrott: im November, als Lohse vom Münchner Hitlerputsch erfährt, ist er natürlich schon Mitglied der NSDAP. „In einem breiten Bilderbogen entwirft Wicki anhand der Karriere eines typischen Mannes ohne Eigenschaften eine Zeitgeschichte der schrecklichsten Eigenschaften.“ (Süddeutsche Zeitung 1989)
DAS SPINNENNETZ, nach dem Roman von Joseph Roth, wurde vielfach ausgezeichnet.
In Kooperation mit „Wir zahlen nicht für Eure Krise!“

Die Brücke

BRD

1959

Bernhard Wicki

Folker Bohnet, Fritz Wepper, Michael Hinz, Frank Glaubrecht, Volker Lechtenbrink, Wolfgang Stumpf, Günter Pfitzmann

April 1945. Sieben 16jährige Jungen stehen vor der Einberufung; die meisten Erwachsenen sind entsetzt – doch die Jungens sind aufgeregt, stehen sie doch vor dem Abenteuer Krieg. Nach einem Tag Grundausbildung werden sie abgestellt, eine an sich völlig unwichtige Brücke gegen die anrückenden Amerikaner zu verteidigen. Wicki schuf mit beeindruckender Dramaturgie und starken Bildern unheimlich authentisch wirkende Filmeindrücke, denen sich der Zuschauer nicht entziehen kann: Eine komplexe Konstellation aus fehlgeleitetem Idealismus, Heldenwahn, Duckmäusertum und militärischem Irrsinn mit erschütternder Kompromisslosigkeit. DIE BRÜCKE ist einer der am meisten ausgezeichneten deutschen Nachkriegsfilme, auch international mit dem Golden Globe und einer Oscarnominierung.
Einführung: Ernst Gramberg, anschließend Diskussion
Mitgliederaktion: Eintritt frei für Mitglieder von Cinema Quadrat e. V.

Sansibar Oder Der Letzte Grund

DEU

1987

Bernhard Wicki

Peter Kremer, Cornelia Schmaus, Gisela Stein, Peter Sodann

In Rerik, einem kleinen Hafenort an der Ostsee, treffen 1937 verschiedene Menschen aufeinander, die aus unterschiedlichen Beweggründen von Deutschland nach Schweden fliehen wollen: Gregor, der Kommunist, die Jüdin Judith und der Pfarrer Helander. Dieser will nicht sich selbst retten, sondern eine Holzfigur, die von den Nationalsozialisten als „entartet“ beschlagnahmt werden soll. Die Figur stellt einen lesenden Klosterschüler dar und wird zum Symbol für Freiheit und Menschenwürde. Das beruht auf ihrer faszinierenden Ausstrahlung – stammt sie doch aus der Hand des berühmten Bildhauers Ernst Barlach (1870–1938), der als einer der wichtigsten Vertreter expressionistischer Kunst wie so viele seiner Kollegen unter das drastische Ausstellungsverbot fiel. Mit der Rettung des Kunstwerks verbindet sich die Hoffnung auf eine Zeit nach der NS-Diktatur, in der sowohl die Menschen als auch die Kunst endlich befreit sein werden. Die Figuren sind dem Roman „Sansibar oder der letzte Grund“ von Alfred Andersch (1957) nachempfunden. Vor Beginn des Films stellt Dr. Dorothee Höfert eine Skulptur von Ernst Barlach aus der Sammlung der Kunsthalle Mannheim vor, die für diesen Abend aus dem Depot geholt wird, wo sie während der Dauer der Generalsanierung untergebracht ist. – Veranstaltungsort: Kunsthalle

Warum Sind Sie Gegen Uns

BRD

1958

Bernhard Wicki

Thomas Braut, Ingrid Resch, Anja Böckmann

„Die Fabel verläuft geradlinig wie die einer Short Story. Sie erzählt von der kurzen, unerfüllten Begegnung zweier junger Menschen, die durch die Verhältnisse auseinandergebracht werden. Günter ist zwanzig, Arbeitersohn und ‚ungelernter‘ Arbeiter in einer Gießerei; Gisela, etwas jünger, ist Angestellte, ihr Vater Prokurist. Günter verbringt die Freizeit mit seinen Kumpels vom Motorrad-Club, der eine Tanzkneipe mit schriller Musicbox frequentiert. Zu Giselas Bekannten gehören junge Künstler…“ (Theodor Kotulla) WARUM SIND SIE GEGEN UNS? ermöglicht interessante Einblicke in die Probleme von Jugendlichen Ende der 50er Jahre. Es ist Bernhard Wickis erste eigene Regiearbeit, der ein Jahr später sein Meisterwerk DIE BRÜCKE folgte. Mit einer Einführung von Dr. Peter Bär.

Jazz On A Summer's Day

USA

1959

Bert Stern

Diese Dokumentation versammelt alle Highlights des Newport Jazz Festivals von 1958, bei dem sich die damaligen Jazzgrößen trafen. Der Film beginnt mit Szenen vom Bühnenaufbau und verbindet die musikalischen Auftritte mit sonnengetränkten Bilder vom gleichzeitig veranstalteten America Cup Yachtrennen in Newport. Selten hat jemand so gekonnt die swingende Stimmung und die vibrierende musikalische Vielfalt eines Festivals festgehalten wie Bert Stern. Zu hören sind unter anderem Klassiker wie „Sweet Georgia Brown“, „Tea for Two“ oder „All of Me“.

Jazz an einem Sommerabend

USA

1959

Bert Stern, Aram Avakian

Die Größen des Jazz beim Newport Jazz Festival 1958 – und wir können dabei sein, bei der Musik und in der Atmosphäre. Unter anderem Louis Armstrong und Thelonious Monk, Dinah Washington und Mahalia Jackson, ja sogar Chuck Berry mit seinem Rock’n’Roll sind zu sehen und zu hören – ganz ohne Kommentarstimme gilt nur die Musik. Und der Film nimmt in sanft fließenden Bildern die sommerliche Stimmung von Freude, Leichtigkeit und entspannter Freiheit auf – weit mehr als eine bloße Abbildung der hochkarätigen Auftritte. Einer der besten Musikfilme überhaupt, neu restauriert!
In Kooperation mit Kazzwoo – Jazz Café Bar
Vor dem Film Live-Jazz mit dem Duo Krämer/Rose (Carl Krämer, Tenorsaxophon, und Natalia Rose, Gitarre)
Einlass ab 20:30 Uhr – Eintritt: 12 € / 9 € erm. / 8 € Mitglieder Cinema Quadrat e.V.

Gekaufte Wahrheit

DEU

2010

Bertram Verhaag

Mehr als eine Milliarde US-Dollar war dem auf Biotechnologie spezialisierten Agrarriesen Monsanto im letzten Jahr die Forschung wert. Sein Ziel, zehn Prozent des Gesamtgewinns in die Wissenschaft zu investieren, hat der international operierende Konzern damit überschritten. Weitere Spenden dienen augenscheinlich wohltätigen Zwecken. Für Bertram Verhaag kein Grund zum Feiern. Sein ambitionierter Dokumentarfilm zeigt auf, wie die „gekaufte Wahrheit“ zur Währung im perfiden Geschäft zwischen Wissenschaft und Agrarmultis wird. Anschließend Wein- und Saftprobe aus ökologischem Anbau! In Kooperation mit Jugendzentrum FORUM, ATTAC und BürGenLand.

Leben ausser Kontrolle - Von Genfood und Designerbabies

DEU

2004

Bertram Verhaag

Mitte der 80ziger Jahre findet die Wissenschaft mit der Gentechnologie den Schlüssel, sich die Erde und vor allem ihre Geschöpfe endgültig untertan zu machen. Plötzlich schien alles möglich. LEBEN AUSSER KONTROLLE begibt sich auf eine Weltreise, um die fortschreitende Genmanipulation bei Pflanzen, Tieren und Menschen zu erkunden. Mit Wein- und Saftprobe!

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