Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Die Jahreszeit Des Glücks

CSR/DEU

2005

Bohdan Sláma

Pavel Liška, Tatiana Vilhelmová, Anna Geislerová

Nach WILDE BIENEN ist DIE JAHRESZEIT DES GLÜCKS der neue Film von Bohdan Sláma. Bewegend, tragikomisch und liebevoll ist die Geschichte von Monika und Toník, die erfahren, wie man durch die Liebe einen Funken Glück erhaschen kann. Die beiden wohnen am Rande eines Stahlwerks und träumen von einer Zukunft anderswo. So erkennen sie das Glück beinahe nicht und müssen ihm am Ende hinterherlaufen, diesmal wissend, wonach sie suchen. Mit allen großen Stars des tschechischen Kinos! Preise: Goldene und Silberne Muschel, San Sebastian; Louve-d’Or-Award, Montreal; Gewinner von sieben Tschechischen Löwen u.v.m.

Wilde Bienen

Tschechien

2002

Bohdan Sláma

Kaja liebt Bozka. Bozka aber geht mit Lada. Lada nun liebt sein Mofa und natürlich auch Bozka, vor allem aber liebt er Michael Jackson. Auf dem Feuerwehrball des Dorfes will er als Michael-Jackson-Imitator Triumphe feiern und natürlich auch Bozka beeindrucken. Bozka aber ist längst etwas genervt von Lada und lächelt nun schon mal dankbar Kaja an. Und dann erscheint noch Kajas großer Bruder, der in der Stadt wohnt und dort Geschäfte macht, die seinem Vater überhaupt nicht gefallen… In der Tradition der tschechischen Nouvelle Vague erzählt Bohdan Sláma vom Landleben in einem mährischen Dorf. Heiter und selbstironisch werden die Träume und geheimen Sehnsüchte der ausgesprochen sympathischen Helden in Szene gesetzt, die so viel ärmer sind als wir und ihre Armut und den Mangel an Perspektive dennoch mit Würde meistern. WILDE BIENEN wurde auf verschiedenen Independent-Festivals begeistert aufgenommen und mit Preisen bedacht, etwa beim Filmfestival in Cottbus und Rotterdam, oder im russischen Sotschi.

Snowpiercer

KOR/USA/FRA/CZE

2013

Bong Joon Ho

Chris Evans, Song Kang-ho, Jamie Bell, Ewen Bremner, Tilda Swinton, John Hurt, Ed Harris

Ein 2014 begonnenes experimentelles Projekt gegen die Klimaerwärmung ist entsetzlich fehlgeschlagen: Nun ist die ganze Welt von Eis bedeckt, nur ein überlanger Zug, der Snowpiercer, zieht einsam seine Runden. An Bord befindet sich die verbliebenen Menschheit – am Zugende die Unterschicht, zusammengepfercht, geknechtet, unter erbärmlichsten Bedingungen. Vorne im Zug: Die Oberschicht, die jeden Luxus genießt. Doch die unterdrückten Massen proben den Aufstand und kämpfen sich zur Spitze des Zuges durch… Die internationale Produktion, nach einer französischen Graphic Novel, setzt metaphorische Science Fiction als rasante Action in Szene. Für die US-Kinoauswertung forderte der Verleiher Kürzungen, weil der Film „zu intelligent“ sei. Bong Joon-ho weigerte sich, ein großer US-Start blieb dem Film verwehrt.

Hunde, die bellen, beißen nicht

KOR

2000

Bong Joon-ho

Lee Sung-jae, Bae Du-na

Ein anonymes Wohnhochhaus am Stadtrand von Seoul: Professor Yoon-ju steht unter der Pantoffel seiner hart arbeitenden, hochschwangeren Frau, ist arbeitslos, zwangsweise ein Stubenhocker. Zudem treibt ihn ein unablässig bellender Hund in der Nachbarschaft in den Wahnsinn. Yoon-ju beschließt, den Hund verschwinden zu lassen – doch auch andere Hunde kläffen. Und die junge Hyun Nam kommt alsbald Yoon-jus mörderischem Treiben auf die Spur.
Bong Joon-hos Langfilmdebüt beschreibt einen Mikrokosmos der Großstadt voll einsamer, unzufriedener, eigenwilliger Menschen, inklusive absurder Elemente wie koreanischer Hundesuppe, dem schrecklichen Phantom „Boiler Kim“ und 100 Meter Toilettenpapier – eine Komödie mit höchst düsteren Momenten.

Memories Of Murder

KOR

2003

Bong Joon-ho

Song Kang-ho, Kim Sang-kyung, Kim Loi-ha

Nach wahren Begebenheiten um den ersten Serienkiller Südkoreas folgt Bong Joon-ho den Bemühungen der überforderten Ermittler, dem Mörder auf die Spur zu kommen. Wobei – wir befinden uns in der Zeit der Militärdiktatur 1986 – ohne Rücksicht auf die Verdächtigen vorgegangen wird, weil vor allem eine schnelle Lösung erreicht werden soll, die mit der Aufklärung der Fälle nur wenig zu tun hat. Der unheimlich packende Thriller war 2003 der erfolgreichste Film in Korea und führte zum internationalen Durchbruch für den Regisseur: Sein raffinierter Umgang mit Genremustern, das Brechen von Erwartungen und Traditionen sind ein Markenzeichen seines Stils.

Mother

KOR

2009

Bong Joon-ho

Kim Hye-ja, Won Bin, Jin Ku, Yoon Jae-moon

Mit Heilkräutern und Akupunktur kümmert sich eine ältere Witwe um ihre Mitmenschen. Vor allem aber kümmert sie sich um ihren Sohn Do-jun, der geistig ein wenig zurückgeblieben ist. Als Do-jun verdächtigt wird, eine Schülerin ermordet zu haben – für die Polizei die einfachste Lösung des Falls –, setzt sie Himmel und Hölle in Bewegung, um ihren Liebling zu befreien. Aus dem Thrillerplot schält Bong Joon-ho eine Charakterstudie heraus, in der sich menschliche Beziehungen und menschliche Abgründe offenbaren: Spannung, Drama und Mystery werden unterfüttert von den komplexen Charakteristika der Protagonisten.
Der Film läuft begleitend zur Ausstellung „Mutter!“ der Kunsthalle Mannheim.
Einführung: Dr. Peterr Bär

Parasite

KOR

2019

Bong Joon-ho

Song Kang-ho, Lee Sun-kyun, Cho Yoe-jeong, Jang Hye-jin, Park So-dam

Die Sensation der Oscarverleihung 2020: Nicht nur die (erwartete) Auszeichnung als bester internationaler Film, sondern auch die für den besten Film, das beste Drehbuch und die beste Regie konnte Bong Joon-ho in Empfang nehmen für seine genresprengendes Familien- und Gesellschaftsdrama inklusive Kriminal- und Horrorelemente.
Familie Kim lebt in ärmlichsten Verhältnissen, als Sohn Ki-woo mit gefälschten Papieren als Hauslehrer bei der reichen Familie Park anheuert. Es gelingt ihm, mit ein paar Lügen seine Familienangehörigen in die Villa einzuschleusen – doch sie sind nicht die einzigen, die die Parks unterwandern wollen…
Referenten: Alexandre Métraux, Gerhard Schneider

The Host

KOR

2006

Bong Joon-ho

Song Kang-ho, Byeon Hee-Bong, Park Hae-il, Bae-Doo-na

Ein dunkler Schatten im Wasser: ein gigantisches Amphibium entführt die kleine Tochter von Kang-du. Mit seiner Familie – inklusive trinkendem Onkel und bogenschießender Tante – begibt er sich auf die Suche. Und gerät unversehens in Konflikt mit den Behörden: Das Monster ist Ergebnis der Flussverunreinigung durch einen US-Militärstützpunkt. Geheimnisse, Mauscheleien, dreiste Lügen: Und mittendrin eine chaotische Truppe von Nobodys im Kampf gegen einen übermächtigen Feind. Ins blutige Science-Fiction-Horror-Monster-Genregewand verpackt Bong Joon-ho beißende Gesellschaftsanalyse und bittere Satire. Der Film rangiert in Südkorea unter den 20 erfolgreichsten aller Zeiten.

Schütze mich auf allen Wegen – Ovunque proteggimi

ITA

2018

Bonifacio Angius

Alessandro Gazale, Francesca Niedda, Antonio Angius, Teresa Soro

Alessandro ist fünfzig, verdingt sich mehr schlecht als recht als Sänger, wohnt noch bei seiner Mutter in seiner Heimatstadt Sassari auf Sardinien und verbringt die meiste Zeit in seiner Lieblingsbar. Nach einer Krise landet er in einer Klinik, wo er die junge und fragile Patientin Francesca kennenlernt, die um das Sorgerecht für ihren fünfjährigen Sohn Antonio kämpft. Plötzlich sieht Alessandro wieder eine Aufgabe vor sich. Er nimmt mit Francesca Reißaus aus der Klinik und entführt mit ihrer Hilfe den kleinen Antonio aus einem Kinderheim in Cagliari. Nun ist das Trio im Auto auf der Flucht…
Zwei Menschen kämpfen um einen radikalen Neuanfang im Leben. Ein ungewöhnliches Roadmovie quer durch Sardinien, das in Italien viel beachtet wurde. Beim Filmfestival von Bari gewann Alessandro Gazale den Preis als bester Darsteller.
„Die Menschen, von denen ich in OVUNQUE PROTEGGIMI erzähle, Francesca und Alessandro, gehören zu mir. Alessandro besitzt eine Leidenschaft, die ihn langsam aber sicher verlässt und die er trotz seiner äußeren Lebendigkeit nicht wieder entfachen kann. Francesca glaubt, dass sie sich nur retten kann, indem sie vor einem Leben in Trümmern davonläuft, ihres Kindes beraubt, das sie mehr als alles liebt, und betrogen von einer scheinheiligen, zynischen Moralgesellschaft, die immer bereit ist zu verurteilen. Alles entsteht aus Situationen und Gefühlen, die ich in erster Person erlebt habe. Und wenn die Figuren als Außenseiter abgestempelt werden, dann möchte ich hiermit mit Seelenruhe verkünden, dass auch ich ein Außenseiter bin.“ Bonifacio Angius

Koktebel

Russland

2003

Boris Chlebnikow, Alexej Popogrebskij

Gleb Puskepalis, Igor Tschernewitz

Nach dem Tod seiner Frau und dem Verlust seines Arbeitsplatzes macht sich ein Ingenieur gemeinsam mit seinem elfjährigen Sohn auf den Weg von Moskau zum Haus seiner Schwester in Koktebel am Schwarzen Meer. Ohne Geld und ohne Auto überlassen sich die beiden in der hypnotisierend weitläufigen Landschaft ganz dem Zufall. Der Vater ist zufrieden damit, ein bißchen zu trödeln und mit kleinen Jobs Geld zu verdienen. Der Sohn dagegen träumt ungeduldig davon, die Küste zu erreichen, um dort die Segelflieger durch die Lüfte gleiten zu sehen. „Für eine erste Regiearbeit überraschend selbstsicher und souverän geben Chlebnokow und Popogorskij dem Film ein gemächliches Tempo, das perfekt zu dieser Art von Reise paßt. … Es wurde sichtlich Sorgfalt darauf verwendet, die Figuren inmitten der Landschaft zu plazieren, ob in den weiten, frostigen nördlichen Gebieten … oder helleren, weiten Ausblicken im Süden.“ (Dan Fainaru in Screen Daily, Moskau)

Sergej in der Urne

DEU

2010

Boris Hars-Tschachotin

Er war Naturwissenschaftler, Pawlow-Schüler, Sozialist, Pazifist, Antifaschist und mehrfacher Emigrant, fünf Mal verheiratet und hatte acht Söhne: Sergej Tschachotin (1883-1973), zentrale Figur des Dokumentarfilms, verkörpert ein Jahrhundert der Extreme, das den gebürtigen Russen durch zahlreiche europäische Länder und in viele wissenschaftliche Forschungseinrichtungen trieb – für knapp drei Jahre auch ins Kaiser-Wilhelm-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg. SERGEJ IN DER URNE zeigt das komplizierte Leben des Biologen und Visionärs Sergej Tschachotin. Ein beeindruckender Film über einen widerspenstigen Fortschrittsgläubigen im Spiegel seiner zerstrittenen Familie.

Arrhythmia

RUS/FIN/DEU

2017

Boris Khlebnikov

lexander Yatsenko, Irina Gorbacheva, Nikolay Shraiber, Sergey Nasedkin

Der passionierte Sanitäter Oleg gerät mit seinen hehren Absichten, Menschen zu retten, in bösen Konflikt mit den strikten Regeln des neuen Krankenhausdirektors. Der ist ein knallharter Manager-Typ, der vor allem die Effektivität der Notfalleinsätze steigern möchte. Menschenleben kommen in seinem Weltbild nicht vor. Oleg widersetzt sich dem kaltschnäuzigen Boss aus moralischer Verpflichtung heraus, was allerdings seine Beziehung zu seiner Frau Katya, einer Ärztin in der Notaufnahme, schwer belastet: Die hat schon länger das Gefühl, dass sich OIeg mehr um seine Patienten als um sie kümmert. Sie reicht die Scheidung ein – und zwischen Liebes- und Lebenskrisen, gelegentlichen Besäufnissen, neoliberaler Klinikbürokratie und Patientenproblematiken von Nymphomanie bis zum medizinverweigernden Zeugen Jehovas entwickelt sich eine durchaus sarkastische Schilderung von sozialem Zusammenbruch.
„Wir waren fasziniert und berührt, wie es diesem Film virtuos gelungen ist, selbst die groteskesten und härtesten Situationen mit großartigem Humor zu meistern.“ – Jurybegründung Produzentenpreis Filmfest Hamburg.

Souleymans Geschichte

FRA

2024

Boris Lojkine

Abou Sangaré, Alpha Oumar Sow, Nina Meurisse, Emmanuel Yovanie

Souleymane stammt aus Guinea; in Frankreich will er Asyl beantragen. Er verdingt sich unter haarsträubenden Bedingungen als Fahrradkurier für Essenslieferungen, denn er braucht Geld, um an Papiere zukommen. Und in 48 Stunden ist der entscheidende Termin beim Amt für Migration.

Druck von allen Seiten, Verzweifeltes Durchwurschteln in einer ausbeuterischen Gesellschaft: Boris Lojkine inszeniert in dokumentarisch erscheinender Genauigkeit zwei Tage im Leben eines Migranten, blickt eindringlich auf die Welt papierloser Einwanderer wie auch auf die Schattenseite von Lieferservices. „Perfekt in Szene gesetztes und auf den Punkt gespieltes Sozialdrama.“ (filmstarts.de)

Vielfach preisgekrönt, unter anderem in Cannes mit dem Jury- und Darstellerpreis in der Sektion Un Certain Regard.

Dunkel, fast Nacht

POL

2109

Borys Lankosz

Magdalena Cielecka, Rafal Mackowiak, Modest Rucinski

Alicja Tabor kehrt nach Jahren in ihre schlesische Heimatstadt Walbrzych (Waldenburg) zurück: Als Journalistin will sie eine Reportage schreiben über drei Kinder, die hier spurlos verschwunden sind. Die Ermittlungen der Polizei führen ins Leere, Gerüchte, Schuldzuweisungen, alternative Wahrheiten wuchern; besonders gegen die „Katzenfresser“-Zigeuner wird gehetzt. Alicjas Recherchen führen sie zu lange zurückliegenden Ereignissen: Das Verschwinden der Kinder, die kriegsbefleckte Vergangenheit, die Legende von einem verlorenen Schatz und Alicjas schlimme Erinnerungen an Kindheitstage verbinden sich. Die Geister der Vergangenheit und die Schrecken der Gegenwart erzeugen in diesem polnischen Noir-Thriller eine unheimliche Atmosphäre, der nicht zu entkommen ist.

Eldorado

BEL/FRA

2008

Bouli Lanners

Bouli Lanners, Fabrice Adde, Philippe Nahon

Yvan, nicht mehr der Jüngste, üppig und auf sich gestellt, verschachert alte Amischlitten. Als er nächtens heimkommt, stöbert er unterm Bett einen Einbrecher auf: den jungen Stromer Elie, klapperdürr und geradezu rührend unbeholfen. Eigentlich hätte er eine Tracht Prügel verdient. Aber Elie ist pleite und keiner nimmt ihn mit. Also ringt sich Yvan zähneknirschend dazu durch, ihn einmal bis an die Grenze Belgiens zu seinen Eltern zu kutschieren. Auf ihrer Spritztour durch spektakuläre wallonische Landschaften begegnen ihnen bizarre Gestalten – und wächst dem mürrischen Eigenbrötler sein Schützling wider Willen ans Herz…

Ultranova

BEL

2004

Bouli Lanners

Vincent Lecuyer, Hélène De Reymaeker, Michaël Abiteboul

Dimitry ist ein introvertierter, lebensfremder Außenseiter. Er arbeitet zusammen mit zwei Kollegen als Vertreter für Fertighäuser inmitten seelenloser Landschaften in der Wallonie in Belgien. Sein Privatleben besteht, wenn überhaupt, nur aus Zufälligkeiten. Einzig seine von Indianern faszinierte Nachbarin Jeanne scheint ein Interesse an Dimitry zu haben, traut sich aber nicht, ihn anzusprechen. Bei ihrer Arbeit in einem Möbellager erzählt sie ihrer Freundin Cathy von ihren Beobachtungen. Als Cathy zu einem von Jeannes Indianernachmittagen kommt, begegnet sie Dimitry vor der Haustür. Gemeinsam helfen sie einem heiseren Hundebesitzer bei der Suche nach seinem Tier. Langsam entwickelt sich eine Freundschaft und in Dimitry keimt langsam die Hoffnung auf eine echte Beziehung… Der belgische Regisseur und Drehbuchautor Bouli Lanners erzählt mit lakonischem Stil von einem lakonischen Anti-Helden. Das Drehbuch setzte er aus Anekdoten und Lebensläufen von Bekannten und Freunden zusammen. ULTRANOVA betrachtet er als Gemälde, die Figuren und ihre Geschichten als Pinselstriche. Sein Film ist radikal und mutig und entlarvt das gestörte Verhältnis des modernen Menschen zu sich und seiner Umwelt in genauen Beobachtungen des Alltags. 43. Filmfestival von Gijón – Hauptpreis der Internationalen Jury und Preis der FIPRESCI, des internationalen Kritikerverbandes.

Casper

USA

1995

Brad Silberling

Bill Pullman, Christina Ricci, Cathy Moriarty, Eric Idle

Casper, der freundliche Geist, soll von einem „Spuktherapeuten“ vertrieben werden, doch dessen Tochter Kathleen freundet sich mit Casper an. Während seine grimmigen Geister-Onkel die Menschen piesacken wollen, suchen die Besitzerin der Gespenstervilla und ihr Assistent einen versteckten Schatz im Haus…

Casper ist ein liebenswürdiges Gespenst, das keinen Freund hat – der Film erzählt mit viel Witz und Fantasie seine Geschichte in einer Mischung aus echten Schauspielern und computergenerierter Animation. Ein Spukspaß mit wegweisenden Spezialeffekten!

Vox Lux

USA

2018

Brady Corbet.

Natalie Portman, Jude Law, Stacy Martin, Raffey Cassidy

1999: Amoklauf an einer Schule. Celeste überlebt. Und wird beim Gedenkgottesdienst als Sängerin entdeckt. Sie entwickelt sich im von Terror und Tragödien geprägten Jahrzehnt der Nullerjahre zum gefeierten Popstar, zur amerikanischen Ikone, zum globalen Superstar, zur weltlichen Gottheit: Ein Unstern ist geboren. VOX LUX, mit Originalsongs von Sia und einer überirdischen Performance von Natalie Portman, verkörpert den Zeitgeist von Gewalt, Narzissmus, Zynismus und prügelt gleichzeitig auf ihn ein. Wie BLACK SWAN das Ballett angegangen ist, geht VOX LUX die Popmusik an.

Caspar David Friedrich - Die Grenzen der Zeit

BRD/DDR/FRA

1986

BRD/DDR/FRA

Helmut Griem, Sabine Sinjen, Hans Peter Hallwachs

Die Ausstellungen zum 250. Geburtstag des Malers Caspar David Friedrich (1774 – 1840) bieten den Anlass, einen preisgekrönten Film-Klassiker wiederzuentdecken, der sich dem Leben und Werk des Malers widmet – ohne ihn selbst zu zeigen. Mit seinen Landschaftsdarstellungen hat Caspar David Friedrich einen ganz besonderen Blick auf die Natur geprägt. Sehnsucht, Einsamkeit, Melancholie und das Verhältnis des Einzelnen zur Erhabenheit der rätselhaften Natur sind die Themen, die sich in seinen Bildern wiederfinden, die ihm zu Lebzeiten kaum Anerkennung brachten. Rasch vergessen, wurden seine Werke erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt. Peter Schamoni nähert sich dem Maler durch Aussagen seiner Freund*innen, Kritiker*innen und Zeitgenoss*innen und zeigt ihn als einen Unangepassten, Suchenden, der nicht nur den künstlerischen Traditionen, sondern auch den politischen Verhältnissen seiner Zeit kritisch begegnete. Die Gegenüberstellung der realen Landschaften im Harz, auf Rügen und in der Sächsischen Schweiz mit den Bildern des Malers verdeutlicht sein Konzept, das nicht auf Nachahmung zielte, sondern künstlerische Neuschöpfung des Gesehenen forderte.
Einführung: Dr. des. Gunnar Saecker, Kunsthalle Mannheim

Love Eternal - Auf ewig Dein

IRL

2013

Brendan Muldowney

Robert de Hoog, Pollyanna McIntosh, Amanda Ryan

So makaber die Geschichte anmutet, so zärtlich, aber auch voller Sehnsucht nach Liebe ist sie: Nach japanischer Romanvorlage von Kei Oishis widmet sie sich gleichermaßen dem Tod wie dem Leben. Der 28-jährige Ian verliert nach dem Tod seiner Mutter den Boden unter den Füßen. Bis ins kleinste Detail plant er seinen Freitod auf einer Waldlichtung. Doch ehe es dazu kommt, findet er den Leichnam einer jungen Frau. Völlig fasziniert nimmt er sie mit nach Hause und schläft selig an ihrer Seite ein. Dies bringt ihn fortan mit todessehnsüchtigen Frauen zusammen: Mit ihnen schließt er einen Pakt, gemeinsam in den Tod zu gehen, wobei Ian doch der Überlebende bleibt. Seine toten Wegbegleiterinnen vergräbt er im Garten.
Dem Iren Muldowney ist ein poetischer und schaurig-schöner Film gelungen, der mit dem Kritikerpreis „Bester irischer Film“ beim Jameson Dublin International Film Festival 2014 ausgezeichnet wurde.

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