Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Camille Claudel

FRA

1988

Bruno Nuytten

Isabelle Adjani, Gerard Depardieu, Katrine Boormann

Die Lebensgeschichte der französischen Bildhauerin und Malerin Camille Claudel hat vor gut 20 Jahren die Schauspielerin Isabelle Adjani – die in CAMILLE CLAUDEL die Rolle ihres Lebens spielte – und ihren damaligen Lebensgefährtin Bruno Nuytten zu diesem opulenten Spielfilm inspiriert. Claudel hat tolle Kunstwerke geschaffen und ein tragisches Leben geführt. Die unglückliche Liebe zu ihrem Lehrer Auguste Rodin hat gleichzeitig eine große Leidenschaft in ihr ausgelöst und sie in den Wahnsinn getrieben. Die letzten 32 Jahre ihres Lebens verbrachte sie in einer psychiatrischen Anstalt. Mit einer Einführung von Stefanie Müller Ort: Kunsthalle

The Dark and the Wicked

USA

2020

Bryan Bertino

Marin Ireland, Michael Abbott Jr., Julie Oliver-Touchstone, Michael Zagst, Xander Berkeley

Louise kehrt ebenso wie ihr Bruder Michael zurück auf die Ziegenfarm ihrer Eltern im Nirgendwo von Texas: Der bettlägerige Vater liegt im Sterben. Die Mutter ist abweisend – und abends verstümmelt sie ihre Finger und erhängt sich im Stall. Die grauenvollen Begebenheiten verstärken sich: Geistererscheinungen und Besessenheiten treiben Louise in die Nähe des Wahnsinns, doch auch Michael hat Begegnungen der unheimlichen Art: offenbar schleicht das Böse um die Farm.
Eine Woche umfasst die Spielhandlung, die sich atmosphärisch immer mehr in eine Dämonie steigert. Licht und Schatten, Filmbilder und -bewegungen, Musik und Geräusche gehen einen Pakt ein, um die unterschwelligen Gefährlichkeiten und seelischen Zerrüttungen zu düster-unheilschwangerer Atmosphäre zu formen. THE DARK AND THE WICKED setzt nicht auf oberflächliche Schockreize, sondern auf tiefgründigeren psychologischen Horror und spielt dabei geschickt die Klaviatur von Beunruhigung bis Verstörung bis Schrecken.

Bohemian Rhapsody

USA/GBR

2018

Bryan Singer

Rami Malek, Lucy Boynton, Gwilym Lee, Ben Hardy, Tom Hollander

Queen – eine der größten Bands überhaupt. Freddie Mercury – eine der größten Rock-Ikonen überhaupt. Ein Film über die Band und ihren Sänger kann nur gut sein! Die Musik von Queen, die jeder kennt – das Drama um Mercurys HIV-Erkrankung – der grandiose Auftritt bei Live Aid als Grand Finale des Films – und Hauptdarsteller Rami Malek, der mit der Persönlichkeit von Freddie Mercury verschmilzt: Zum Erstmals-, Wieder- und Nochmalssehen unter dem Sternenhimmel von Mannheim.
Passend zum „We Will Rock You“-Musical-Wochenende in der SAP-Arena!
Vor dem Film entspannte Atmosphäre mit Queen-Musik und Sommerdrink „Killer Queen“
Es gilt freie Platzwahl – gerne können Sie Kissen, Decken etc. mitbringen und es sich in unserem Innenhof im dritten Stock gemütlich machen!
Neben guter Musik gibt es leckere Sommerdrinks – auch alkoholfrei.
Bei schlechtem Wetter laufen die Filme in unserem Kinosaal.

Uttara

Indien

2000

Buddhadeb Dasgupta

Jaya Seal, Tapas Pal

Balaram und Nemai sind Angestellte in einer abgelegenen Bahnstation in Bengalen. In der reichlich bemessenen freien Zeit – die meisten Züge fahren nur durch – üben sie sich im Ringkampf. Ernste Spannungen kommen auf, als Balaram seine Heirat mit der schönen und sanften Uttara bekannt gibt, die er von einer Reise zu Verwandten mitgebracht hat. Die Kämpfe der Freunde werden aggressiver, denn Nemai empfindet die Frau als Störfaktor in ihrer Beziehung. Anhand der Dreiecksgeschichte erzählt der indische Schriftsteller und Filmemacher Buddhadeb Dasgupta von den religiösen und sozialen Verwerfungen in seinem Land. Der Gewalttätigkeit, die sich gegen Andersgläubige, Andersartige und gegen Frauen richtet, setzt er grandiose Aufnahmen einer friedlichen Landschaft entgegen, in denen die Menschen bisweilen nur als Schatten und Silhouetten vorbeihuschen. Dasgupta, der für UTTARA auf dem Filmfestival von Venedig im Jahr 2000 den Preis für die beste Regie erhielt, will mit seinem Film etwas über „mein Land und meine Zeit“ aussagen. Er scheint damit einen Nerv getroffen zu haben, denn der Film ist in weiten Teilen Indiens verboten.

Der Lebensversicherer

DEU

2006

Bülent Akinci

Tom Jahn, Hussi Kutlucan, Mehdi Nebbou

Versicherungsvertreter Burkhard Wagner will es endlich wissen: Um jeden Preis will er doch noch seinen Traum von einem besseren Leben verwirklichen. Die einzige Chance für sich und seine Familie sieht er darin, so viele Versicherungspolicen wie möglich zu verkaufen. Wagner kann jedoch auf seiner Verkaufstournee kein Ende finden und wie einst der fliegende Holländer auf den Meeren irrt er rastlos auf den Autobahnen umher, ohne je nach Hause zurückkehren zu können. Erst die wundersame Begegnung mit der glücklosen Wirtin Caroline, die eine Pension in der Nähe einer Autobahn-Ausfahrt führt, lässt ihn endlich Ruhe finden. Allmählich begreift Burkhard Wagner, was er wirklich verloren hat und wie er seine scheinbar endlose Odyssee vielleicht doch noch beenden kann.

Shahada

DEU

2010

Burhan Qurbani

Maryam Zaree, Jeremias Acheampong, Carlo Ljubek

SHAHADA erzählt die Geschichten von drei jungen Muslimen in Deutschland, deren bisherige Werte und deren Glaube durch persönliche Krisen ins Wanken geraten. Auf berührende Weise thematisiert Qurbani in seinem Film das oftmals widersprüchliche, komplexe Verhältnis von Religion und Kultur, vom Islam im 21. Jahrhundert und der bunten Gesellschaft im heutigen Berlin. Diskussionspartner: Talat Kamran, Mannheimer Institut für Integration und interreligiösen Dialog e.V.

Wir sind jung. Wir sind stark

DEU

2014

Burhan Qurbani

Jonas Nay, Joel Basman, Saskia Rosendahl, Devid Striesow.

Rostock-Lichtenhagen im Sommer 1992: Die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber ist überfüllt. Rechtsradikale belagern die Gebäude. Gruppierungen gelangweilter Jugendlicher mischen bei den Krawallen mit. Ein Lokalpolitiker duckt sich weg, bis er bemerkt, dass sein Sohn Teil des Mobs ist. Eine vietnamesische Familie im angegriffenen Plattenbau steht Todesängste aus.
In starken Episoden stellt Burhan Qurbani die entsetzlichen Vorgänge der Neonazi-Ausschreitungen rund um das „Sonnenblumenhaus“ nach, geht mitten hinein in die aufgeputschte Menge, schildert die Opfer aus der Nähe, erzählt von Umbruch und Unsicherheit, Wut und Aggression, die ein Ziel finden – ohne pauschale Erklärungen zu präsentieren.
Special thanks to UFA Fiction für die Vorführrechte.

Der Killer Von Alabama

USA

1926

Buster Keaton

Buster Keaton, Sally O'Neil

Alfred Butler (Buster Keaton) ist der verzärtelte Sohn eines Millionärs. Als dieser ihm befiehlt in die Wälder zu ziehen, damit endlich ein richtiger Mann aus ihm wird, folgt Alfred seinem Wunsch. In voller Montur und mit eigenem Kammerdiener zieht er in die Wildnis, wo er bald ein bezauberndes, wenn auch etwas kratzbürstiges Mädchen trifft, um dessen Hand er kurze Zeit später anhält. Um die Skepsis des hünenhaften Brautvaters gegenüber dem schmächtigen Großstädter zu beseitigen, gibt ihn sein Diener bei dieser Gelegenheit als seinen Namensvetter, den berühmten Boxer „Battling Butler“, aus. Vorfilm: BUSTER ZIEHT UM (COPS, 1922, 18 Min.): Buster bekommt von seiner Freundin ein Ultimatum gestellt: will er ihr Mann werden, so muß er ganz schnell ein erfolgreicher Unternehmer werden. Zufällig bekommt er etwas Geld in die Hände und gründet damit ein Umzugsunternehmen.

Sieben Chancen

USA

1925

Buster Keaton

Buster Keaton, Ray Barnes, Snitz Edwards

Der schüchterne Jimmie Shannon (Buster Keaton) liebt Mary, traut sich aber nicht, ihr das zu erzählen. Die Jahreszeiten vergehen, Marys Hund wird erwachsen, während Buster immer noch der Mut fehlt. Da taucht ein Notar mit einer glücklichen Nachricht auf: Buster soll von seinem Großvater 7 Millionen Dollar erben – unter der Bedingung, daß er bis abends 7 Uhr verheiratet ist (es ist sein 27. Geburtstag). „Maybe Mary might marry me“, freut er sich, doch die sagt nein, weil er wirkt, als wolle er sie nur des Geldes wegen. Was tun? Im Club befinden sich sieben alleinstehende Frauen – Seven Chances… Vorfilm: SHERLOCK JR., (1924, 42 Min.): Buster ist ein Filmvorführer und Kinoreiniger, der nur davon träumt, einmal selbst ein großer Detektiv zu sein. Denn er hat im Leben immer nur Pech und sein Rivale in Sachen Liebe scheint die besseren Karten zu haben. Als Buster bei der Arbeit einschläft, spielen in einem Film, den er immer vorführt, plötzlich seine Schöne und sein Erzfeind mit. Buster springt in die Leinwand und mischt nach anfänglichen Schwierigkeiten als Sherlock jr. kräftig im Geschehen des Films mit.

Der General

USA

1926

Buster Keaton, Clyde Bruckman

Buster Keaton, Marian Mack, Glen Cavendar

Bei Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges will der Lokführer Johnny Gray (Buster Keaton) auf Seiten der Konföderierten kämpfen, doch die Armee nimmt ihn nicht. Er soll sich lieber in seinem Beruf nützlich machen. Seine Freundin Annabel ist enttäuscht und verläßt den Schwächling. Aber Johnny bleibt noch seine zweite Liebe, die Lokomotive „The General“. Als Annabel und die Lok von den Unionstruppen entführt werden, durchbricht er die feindlichen Linien und bringt dadurch einen Großangriff der Nordstaaten zum Scheitern. Vorfilm: IM HOHEN NORDEN (THE FROZEN NORTH, 1922, 15 Min.) Mr. Buster entsteigt der New Yorker Untergrundbahn seltsamerweise mitten in Alaska. Dennoch scheint er zu Hause zu sein.

Der Navigator

USA

1924

Buster Keaton, Donald Crisp

Buster Keaton, Kathryn McGuire, Frederick Vroon

Der gelangweilte Millionär Rollo Treadway (Buster Keaton) kommt auf eine Idee: „I think, I’ll get married.“ Er läßt alles arrangieren, fährt zur geliebten Millionärstochter gegenüber und bekommt als Antwort: „Certainly not!“ Frustriert beschließt er, die Hochzeitsreise allein anzutreten, gerät aber auf das riesige, verlassene Kriegsschiff „The Navigator“. Zufällig befindet sich auch seine Angebetete an Bord, als das Schiff aus dem Hafen treibt. Die beiden („the idle rich“), die noch nie einen Finger krümmen mußten, stellen sich erstmal äußerst ungeschickt an. Aber Buster wäre nicht Buster, wenn ihm nicht eine Reihe umständlicher Lösungen einfallen würde… Vorfilm: WASSER HAT KEINE BALKEN (THE BOAT, 1921, 20 Min.):Familienvater Buster hat sich ein Boot gebaut, dummerweise im Bastelraum seines Hauses. Der Transport aus dem Keller verläuft genauso katastrophal wie der anschließende Stapellauf.

Verflixte Gastfreundschaft

USA

1923

Buster Keaton, Jack G. Blystone

Buster Keaton, Natalie Talmadge, Joe Roberts, Ralph Bushman, Joe Keaton

Buster Keaton, der Mann mit dem unbewegten Gesicht, ist der sensationellste Filmkomiker der Stummfilmzeit, vielleicht gar der gesamten Filmgeschichte. Schon sein erster Langfilm mit durchgehender Handlung ist ein Meisterwerk der einfallsreichsten Gags, mit hochorigineller Handlung: In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gerät Buster in eine generationenalte Familienfehde – darf aber wegen des Gebots der Gastfreundschaft im Haus der Feinde nicht erschossen werden. Unvergesslich: Eine urkomische zehnminütige Fahrt mit historischer Eisenbahn und ein atemberaubender Stunt über einem Wasserfall.
Der Stummfilm wird begleitet von Laurent Leroi am Akkordeon und Michael Herzer am Kontrabass.
Eintritt frei!

Latter Days

USA

2003

C

Steve Sandvoss, Wes Ramsey, Rebekah Jordan, Jacqueline Bisset, Mary Kay Place

Der eine dient dem Herrn. Der andere bedient sich der Herren. Bring‘ sie zusammen und du erlebst eine Begegnung zwischen Himmel und Hölle. Christian ist sexy und cool, schwingt wie Tarzan von Bett zu Bett der hübschesten Männer von Los Angeles. Seine Kollegen in Lila’s Restaurant erwarten sehnsüchtig jeden Morgen die Geschichten seiner letzten Nacht. Eines Tages ziehen nur ein Haus weiter vier junge, reine und unschuldige Mormonenpriester ein, bekanntermaßen nicht die größten Fans der schwulen Gemeinschaft. Eine neue Herausforderung für Christian, findet seine Mitbewohnerin Julie und schlägt eine Wette vor. Kann er einen von ihnen bekehren, zumindest für eine Nacht? Keine leichte Aufgabe, zumal er mit dem schüchternen Aaron nicht nur diese Wette gewinnen will. Die letzten Tage der Unschuld scheinen gezählt. Mit LATTER DAYS präsentiert Regisseur C. Jay Cox, Erfolgsautor von „Sweet Home Alabama“, eine brillante Komödie und eine Liebe voller tragikomischer Momente. Wer das Leben „lebt“, wird diesen Film lieben!

Moneyboys

TWN/AUT/FRA/BEL

2021

C. B. Yi

Kai Ko, Chloe Maayan, Yufan Bai, JC Lin

„MONEYBOYS ist ein existenzieller, queerer und zugleich universaler Film über Liebe“, so die Jurybegründung über den Preisträger als Bester Spielfilm des diesjährigen Max-Ophüls-Festivals Saarbrücken: Der herausragende Debütfilm des taiwanesisch-österreichischen Regisseurs handelt von Fei, der sich in einer chinesischen Großstadt sein Geld als Moneyboy, als illegaler Sexarbeiter, verdient. Nach einer brutalen Attacke eines Freiers auf seinen Geliebten Xiaolai taucht er unter; Jahre später, als Stricher nach wie vor der Brutalität seiner Kunden, der Willkür der Polizei und der Feindseligkeit seiner Familie ausgesetzt, findet Fei Halt in einer Beziehung zu Long. Dann trifft er Xiaolai wieder…
C. B. Yi taucht ein in das Milieu schwuler Stricher in China, das filmisch so gut wie nie behandelt wird. Sein intensiv emotionales, mehrfach ausgezeichnetes Drama ist in seinen Cinemascope-Bildern visuell atemberaubend und zeichnet sich durch eine starke dramaturgische Entwicklung aus mit Fei, der als blutiger Anfänger im Sexbusiness beginnt und dann mit allen Wassern gewaschen wird.

Mami Wata

NGA

2023

C. J. „Fiery“ Obasi

Rita Edochie, Uzomaka Aniunoh, Evelyne Ily, Emeka Amakeze, Kelechi Udegbe

Leuchtend weiß geschminkt huldigen die Menschen im Dorf Iyi der Meerjungfrauen-Gottheit Mami Wata. Mama Efe ist deren Vermittlerin auf Erden, hochangesehen und gefragt um Hilfe, Rat und Heilkräfte. Doch ihre Töchter hadern damit, dass der alte Glaube moderne Medizin, Schule oder Polizei vom Dorf abhält. Als ein entflohener Rebell auftaucht, entlädt sich ein Machtkampf, und die Töchter müssen kämpfen, um ihr Volk zu retten und den Ruhm der Wassergöttin wiederherzustellen.
Regisseur C. J. „Fiery“ Obasi taucht ein in die westafrikanische Mythologie mit einem kraftvollen Film, dessen Magie sich in kontrastreichen Schwarz-Weiß-Bildern entfaltet. In der Parabel im Thriller-Gewand geht es um Glaube und Macht, um Tradition und Moderne, Weiblichkeit und Gewalt. „Ein mutiger, beeindruckender Rausch“ (Sight & Sound) – „einer der visuell beeindruckendsten Filme des letzten Jahres“ (taz) – „alles ist spektakulär in diesem wundervoll komponierten Film.“ (CNN)
In Kooperation mit Eine-Welt-Forum Mannheim
Am 23.07. mit Einführung und Filmdiskussion

Clipzone - Best Of Rare Music Videos 2002

Ca

Vor dem Hintergrund, dass VIVA und MTV fast nur noch damit beschäftigt sind, die Top 100-Clips der Media Control Charts abzuspielen und so viele interessante Clips kaum noch den Weg zum Musikfan finden, entstand CLIPZONE als Projekt der Popkomm 2002. CLIPZONE zeigt die besten Arbeiten des vorangegangenen Jahres unzensiert, in voller Länge und ohne lästige Werbeunterbrechung. Abwechslung ist dabei Programm, kleine Kurzfilme treffen auf pompöse Performance-Videos und millionenschwere US-HipHop-Videos auf 500-Euro-Computeranimationen aus Köln.

Sibel

TUR/FRA/DEU/LUX

2018

Çagla Zencirci, Guillaume Giovanetti

Damla Sönmez, Emin Gürsoy, Erkan Kolçak Köstendil, Elit Iscan

Sibel ist stumm. Allein das schon macht sie zur Außenseiterin in ihrem abgelegenen Dorf an der bergigen türkischen Schwarzmeerküste. Sie verständigt sich in traditioneller Pfeifsprache, versorgt eine alte Närrin in ihrer Berghütte, und sie kehrt der Arbeit in den Teeplantagen den Rücken, um in den Wäldern einen Wolf zu jagen, der bei den Frauen des Dorfes Ängste und Fantasien auslöst. Dabei trifft sie auf einen Deserteur – der Erste, der sie mit anderen Augen sieht.
Das türkisch-französische Regiepaar versetzt die authentische Schilderung traditionellen Dorflebens mit mythisch-märchenhaften Elementen – „doch sich von einem bösen Wolf vernaschen lassen? Das liegt Sibel fern. Sie päppelt das verletzte Tier im Mann lieber auf und pfeift auf jeden, der ihr etwas vorschreiben will – wortwörtlich.“ (film-rezensionen.de)

Beziehungsweisen

DEU

2012

Calle Overweg

Anja Haverland, Axel Hartwig

Ist die Liebe noch zu retten? Das fragt sich wohl jedes Paar, wenn sich die Schmetterlinge im Bauch irgendwie verflüchtigt haben. Aber nur wenige wagen den Schritt zum Paartherapeuten. Zu groß ist die Angst vor dem Unbekannten. Aber vielleicht würde man gern einmal Mäuschen spielen, wie es denn so zugeht beim Psychologen. Regisseur Calle Overweg gibt Einblicke der ebenso authentischen wie humorvollen Art. Im Mittelpunkt stehen drei Paare in der Krise. Seitensprünge, Abtreibung und getrennte Schlafzimmer. Vorwürfe, Ängste und Verletzungen, die sonst verschwiegen wurden, kommen zur Sprache. Die Paare werden von Schauspielern dargestellt, die Therapeuten üben tatsächlich diesen Beruf aus.

Shit Year

USA

2010

Cam Archer

Ellen Barkin, Luke Grimes, Bob Einstein

Colleen West steht am Ende ihrer Karriere als Schauspielerin. Der letzte Vorhang des Theatertriumphs „Star Witness“ ist gefallen, ihre Affäre mit dem jugendlichen Schauspielkollegen Harvey beendet, das letzte Fernsehinterview gegeben. Ihr Agent schickt Grüße aus dem nicht mehr interessierten Hollywood. Die Diva zieht sich in eine Hütte in den Bergen zurück und versucht, von Baulärm und aufdringlichen Nachbarn gestört, das „Scheißjahr“ zu vergessen. Sie hat Angst vor der Einsamkeit und davor, nichts mehr zu verlieren zu haben.

Late Night With the Devil

AUS

2023

Cameron Cairnes, Colin Cairnes

David Dastmalchian, Laura Gordon, Ian Bliss, Fayssal Bazzi, Ingrid Torelli

Ein Special zu Halloween 1977: Die Late-Night-Show „Night Owls“ kämpft mit einer Sondersendung um Einschaltquoten – es nagt an Moderator Jack Delroy, dass er die ewige Nummer 2 hinter Johnny Carson ist. Auf dem Programm: ein Hellseher, ein Ex-Magier und Okkultismusskeptiker sowie eine Parapsychologin, die ihren Schützling mitgebracht hat, ein von einem Dämon besessenes Mädchen… Es läuft alles aus dem Ruder. Deshalb wurde diese „Night Owls“-Folge niemals gesendet, ist aber jetzt endlich vollständig, in allen Details blutiger Eskalation zu erleben!

Glaubwürdig, in Echtzeit, lassen die Brüder Cameron und Colin Cairnes eine 70er-Fernsehshow als Horrorfilm wiederauferstehen, unheimlich atmosphärisch und liebevoll genreaffin.

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