Balaram und Nemai sind Angestellte in einer abgelegenen Bahnstation in Bengalen. In der reichlich bemessenen freien Zeit – die meisten Züge fahren nur durch – üben sie sich im Ringkampf. Ernste Spannungen kommen auf, als Balaram seine Heirat mit der schönen und sanften Uttara bekannt gibt, die er von einer Reise zu Verwandten mitgebracht hat. Die Kämpfe der Freunde werden aggressiver, denn Nemai empfindet die Frau als Störfaktor in ihrer Beziehung. Anhand der Dreiecksgeschichte erzählt der indische Schriftsteller und Filmemacher Buddhadeb Dasgupta von den religiösen und sozialen Verwerfungen in seinem Land. Der Gewalttätigkeit, die sich gegen Andersgläubige, Andersartige und gegen Frauen richtet, setzt er grandiose Aufnahmen einer friedlichen Landschaft entgegen, in denen die Menschen bisweilen nur als Schatten und Silhouetten vorbeihuschen. Dasgupta, der für UTTARA auf dem Filmfestival von Venedig im Jahr 2000 den Preis für die beste Regie erhielt, will mit seinem Film etwas über „mein Land und meine Zeit“ aussagen. Er scheint damit einen Nerv getroffen zu haben, denn der Film ist in weiten Teilen Indiens verboten.