Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Atomkraft Forever

DEU

2020

Carsten Rau

Dokumentarfilm

2022 stieg Deutschland endgültig aus der Atomkraft aus. Die Erfahrungen von Tschernobyl Fukushima haben gezeigt, dass das Risiko zu hoch ist und die Technik nicht beherrschbar. Doch das nukleare Problem ist damit nicht gelöst: Zigtausende Tonnen radioaktiver Müll, dessen Lagerung völlig unklar ist. Gefährlicher Rückbau der Kraftwerke, der Jahrzehnte dauern und viele Milliarden Euro verschlingen wird. Und europäische Nachbarn, die an der vermeintlich sauberen Kernenergie festhalten wollen.

Vor 40 Jahren kam es zur Kernschmelze im Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl. Und der Wunsch nach nuklearer Energie besteht weiter – auch in der deutschen Politik.

Deportation Class

DEU

2016

Carsten Rau, Hauke Wendler

Sie kommen in der Nacht, sie reißen Familien aus dem Schlaf und setzen sie in ein Flugzeug: Sogenannte Zuführkommandos von Polizei und Ausländerbehörden haben im vergangenen Jahr 25.000 Asylbewerber aus Deutschland abgeschoben. Jetzt im Wahlkampf fordert die Bundeskanzlerin bereits eine "nationale Kraftanstrengung", um noch härter durchzugreifen. Doch was bedeutet eine Abschiebung eigentlich? Und was macht sie mit den Männern, Frauen und Kindern, die abgeschoben werden? Carsten Rau und Hauke Wendler hatten erstmals die Möglichkeit, eine Sammelabschiebung zu filmen. Dabei wurden 200 Asylbewerber nach Albanien ausgeflogen: Bewegende, teils schockierende Bilder, die in Deutschland so noch nicht zu sehen waren.
Die Regisseure zeichnen aber nicht nur ein präzises, nüchternes Bild dieser nächtlichen Abschiebungen. Sie geben auch denjenigen ein Gesicht, eine Stimme und damit ihre Würde zurück, die in den Fernsehnachrichten nicht zu Wort kommen: Menschen, deren Familien zerrissen werden, oder Geschwister, die in ihrer Heimat Blutrache fürchten müssen. Einführung: Veronika Wallis-Violet, Feudenheimer Flüchtlingsforum

Sin nombre

MEX/USA

2009

Cary Jôji Fukanaga

Edgar Flores, Tenoch Huerta, Kristyan Ferrer, Paulina Gaitán, Diana García

Das Regiedebüt von Cary Fukunaga (007 – KEINE ZEIT ZU STERBEN) wirft einen drastischen und schonungslosen Blick auf den Alltag mexikanischer Bandenkriminalität und auf den von Armut getriebenen Strom illegaler mittelamerikanischer Migranten auf dem Weg in die USA: El Caspar, 18 Jahre alt, ist Mitglied der gewalttätigen Jugendgang Mara Salvatrucha – mit 100.000 Mitgliedern die größte und gefährlichste Bande der Welt. Doch Caspar ist verliebt, in Martha – gegen die Regeln der Gang. Er wird verstoßen und gejagt und flieht im Güterzug Richtung Norden. Dort begegnet er der jungen Sayra, die illegal mit Vater und Onkel von Honduras über Mexiko in die USA reisen will.
So brutal wie überzeugend begibt sich der Film hinein in die Gangkriminalität und in die Migrationswelle, in ein von Gewalt und Armut geprägtes Milieu der Namenlosen: „Fukunaga kombiniert Thriller, Liebesgeschichte und halbdokumentarisches Flüchtlingsdrama zu einem kleinen Meisterwerk.“ (Der Spiegel) Unter anderem beim Sundance-Festival für die beste Regie ausgezeichnet.

I'm Still Here

USA

2010

Casey Affeck

Joaquin Phoenix, Sean ‘P

Im Herbst 2008 kündigt der Schauspieler und Golden-Globe-Preisträger Joaquin Phoenix an, er werde seine erfolgreiche Filmkarriere beenden, um sich als Hip-Hop-Musiker und Rapper neu zu erfinden. Er lässt sich einen wild wuchernden Zottelbart wachsen und steht am Anfang eines teils tumultartigen, mit peinlichen Nacktauftritten und Drogen gespickten Jahres, in dessen Verlauf an seinem Geisteszustand gezweifelt wird. Am Ende kehrt Phoenix in die "Normalität" zurück und bekennt, er habe alles inszeniert und die Medien getäuscht – ein großer Schauspieler.

Lore

DEU/AUS/GB

2012

Cate Shortland

Saskia Rosendahl, Kai Malini

Süddeutschland, Frühjahr 1945: Die 15-jährige Lore ist im unerschütterlichen Glauben an Führer und Vaterland aufgewachsen. Nun ist der Krieg verloren, die Eltern von den Alliierten verhaftet. Auf sich allein gestellt, muss sich Lore mit ihren Geschwistern zur Großmutter hoch im Norden durchschlagen. Ihre Reise führt quer durch die Sektoren im zerstörten Deutschland. Hunger und Kälte setzen den Geschwistern zu, ohne Passierscheine müssen sie Städte meiden und den Militärkontrollen ausweichen. Mit Trotz klammert sich Lore an das, was sie gelernt hat, doch in die grausamen Gewissheiten nationalsozialistischer Erziehung mischen sich verwirrende Zweifel.
„In gewisser Weise ist LORE die logische Fortsetzung von Michael Hanekes DAS WEISSE BAND. Ahnte man bei Haneke, dass die ’bösen’ Kinder, die unter ihrer protestantischen und strengen Erziehung litten, 20 Jahre später Nazis sein würden, so sind es in LORE die Kindeskinder, die dieselbe Erziehung zum Gehorsam in sich tragen. Nur die Welt ist eine andere geworden“, schreibt Filmkritikerin Beatrice Behn. Ausgezeichnet mit dem Publikumspreis beim Filmfestival in Locarno 2012.
In Kooperation mit SJD – Die Falken Mannheim. Eintritt frei!

Die Boxerin

DEU

2005

Catharina Deus

Katharina Wackernagel, Fanny Staffa, Manon Straché

Gibt es ein angeborenes Talent zum Glücklichsein? Oder muß sich der Mensch durch sein Schicksal durchboxen? Die 19jährige Johanna alias Joe aus dem brandenburgischen Eberswalde versucht es mit dem Boxen. Als Außenseiterin hinsichtlich ihres Kleidungsstils à la Marlon Brando und ihrer gelebten Aggression gegen alles und jeden landet sie im örtlichen Boxclub und begeistert sofort den Boxclub-Chef Igor. Nachdem sie mal wieder alles verliert – Job, Freund, beste Freundin – bekommt sie d i e Chance: bei den Berliner Amateurmeisterschaften im Boxen anzutreten… „DIE BOXERIN konzentriert sich ganz auf seine Hauptdarstellerin Katharina Wackernagel, die so furios und stark agiert: voller Wut, Kraft, Unbedingtheit. Und schön, auf eine dunkle, spröde Art.“ (Der Tagesspiegel)

Meine Schwester

Frankreich

2001

Catherine Breillat

Anaïs Reboux, Roxane Mesquida, Libero De Rienzo

Anaïs ist zwölf und scheint die Last der Welt auf ihren Schultern zu tragen. Das Mädchen ist fett – ihr Körper ist zugleich ein Bollwerk gegen den Schmerz und ein schützender Panzer. Passiv im Hintergrund stehend oder schlicht von den anderen verstoßen, wird sie zur Beobachterin. Der Familienurlaub im Sommer am Meer bringt Anaïs erste Erfahrung mit der Liebe, allerdings nicht die ihrer eigenen, sondern die ihrer geliebten und gehaßten Schwester. Elena ist fünfzehn und sieht verteufelt gut aus. In einem Café begegnen die beiden Fernando, einem jungen Studenten aus Italien, den die hübsche Elena gleich bezirzt. Nachts schleicht sich Fernando in das Zimmer der Mädchen und verführt Elena. Anaïs liegt im Bett gegenüber und weint. Catherine Breillat ist eine filmende Forscherin, die ihre Figuren mit beinahe wissenschaftlichem Interesse betrachtet. Schonungslos beschreibt sie die mal grausame, mal zärtliche Beziehung zwischen den Schwestern. MEINE SCHWESTER wurde beim Chicago International Filmfestival als bester Film ausgezeichnet. „Diszipliniert, kunstvoll, verstörend. Breillat beherrscht Zwischentöne wie kaum jemand sonst.“ (Filmforum)

In den besten Händen – La Fracture

FRA

2921

Catherine Corsini

Valeria Brunji Tedeschi, Marina Foïs, Pio Marmaï, Aïssatou Diallo Sagna

Comiczeichnerin Raphaela und Verlegerin Julie sind seit Langem ein Paar, stehen nun aber kurz vor der Trennung. Nach einem Streit bricht sich Raphaela den Arm, sie landet in der Notaufnahme – doch das Krankenhaus ist voll verletzter Gelbwesten-Demonstranten, und in Raphaelas Zimmer wird ein wütender LKW-Fahrer verlegt; Vorurteile und Ressentiments knallen aufeinander…
Pflegenotstand, Regierungsproteste, gesellschaftliche Spaltung – in ihrer Mischung aus Beziehungskomödie und Sozialdrama greift Catherine Corsini aktuelle Themen auf, bitter und komisch, energiegeladen und berührend. Sie drehte den Film mit echtem medizinischem Personal – und das Zusammenspiel der Laiendarsteller*innen mit den Profis funktioniert hervorragend.
Einführung: Nicolas Staub, Romanisches Seminar Universität Mannhei

Rückkehr nach Korsika

FRA

2023

Catherine Corsini

Aïssatou Diallo Sagna, Esther Gohourou, Suzy Bemba, Lomane de Dietrich

Ein Sommer auf Korsika: Dort soll Khédidja für ein wohlhabendes Pariser Ehepaar als Kindermädchen arbeiten. Es ist die Gelegenheit für sie, mit ihren Teenager-Töchtern auf die Insel zurückzukehren, die die Familie 15 Jahre zuvor unter tragischen Umständen verlassen musste. Während Khédidja mit ihren Erinnerungen hadert, geben sich die beiden Mädchen allen sommerlichen Verlockungen hin: Sie genießen die Tage am Strand, machen Zufallsbekanntschaften und sammeln erste Liebeserfahrungen. Doch auch bei ihnen stellen sich Fragen nach der Vergangenheit und ob die Version der Familiengeschichte, die ihre Mutter erzählt, die einzig gültige ist. Vor der sommerlichen Kulisse Korsikas entfaltet sich eine intelligente Geschichte über drei starke Frauen und ihrem Umgang mit gesellschaftlicher Ungleichheit.
Catherine Corsinis vorheriger Film IN BESTEN HÄNDEN läuft am 23.5. in der Filmreihe Ciné-Club.

Chavela

USA

2017

Catherine Gund, Daresha Kyi

Schlich Chavela wirklich spät nachts in die Schlafzimmer von Frauen wie Ava Gardner, um sie ihren Ehemännern abspenstig zu machen? Ballerte sie manchmal nur so aus Spaß mit ihrer Waffe herum? Hatte sie ausufernde Trinkgelage mit ihren Freunden von freitags bis zum darauffolgend Mittwoch? Lebte sie ein Jahr lang mit Frida Kahlo in einer leidenschaftlichen Romanze? Chavela, 1919 als Isabel Vargas Lizano geboren und 2012 verstorben, war Pionierin der mexikanischen Musik, weltberühmt für ihre rauchige Stimme. Sie war eine Ikone der mexikanischen lesbischen Community, trat schon in den 1950ern in Hosen auf, war eine Provokation für die machistische Gesellschaft, wurde zur Muse von Pedro Almodovár. Roter Faden des Dokumentarfilms sind Aufnahmen von 1991 mit Chavela in einer entspannten Runde mit jungen lesbischen Bewunderinnen: Ein Interview, das sie nach jenen zwölf Jahren gab, die sie an Alkoholabhängigkeit und eine schmerzliche Trennung verloren hatte, und bevor sie in Madrid wieder große Bühnenerfolge feiern konnte.

Twilight – Biss zum Morgengrauen

USA

2008

Catherine Hardwicke

Kristen Stewart, Robert Pattinson, Billy Burke, Sarah Clarke

Bella Swan, 17 Jahre alt, verliebt sich in ihren Mitschüler Edward Cullen – der ist zurückhaltend, abweisend, hat eine erstaunliche Reaktionsfähigkeit: Er ist ein Vampir. Ein Vampir, der sich ebenfalls zu Bella hingezogen fühlt, ein Vampir, der sich nur von Tierblut ernährt. Doch kann er sein instinktives Verlangen nach Menschenblut zügeln?

Eine Teenager-Romanze zwischen Mensch und Vampir: Der Jugendbuch-Bestseller von Stephenie Meyer ist ein Mega-Blockbuster, der vier Fortsetzungen und eine riesige Fankultur-Szene nach sich zog – Kristen Stewart und Robert Pattinson wurden zu Stars; beide haben es geschafft, der Hollywood-Franchise-Maschinerie zu entkommen.

Mariages

Kanada

2001

Catherine Martin

Marie-Éve Bertrand, Guylaine Tremblay

Quebec im ausgehenden 19. Jahrhundert: Vor dem Hintergrund der strikten Moralvorstellungen ihrer Zeit emanzipiert sich die 20jährige Yvonne durch die Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte. Ein gleichermaßen aktuelles wie ungewöhnliches »period piece«, das Lichtjahre entfernt von den altbackenen Historienschinken europäischer Provenienz eine packende Biografie entwirft.

Killing God - Liebe deinen Nächsten

ESP/FRA

2017

Caye Casas, Albert Pintó

Eduardo Antuna, Itziar Castro, Boris Ruiz, David Pareja, Emilio Gavira

Ein abgelegenes Landhaus im idyllischen Bergland: Der perfekte Ort für ein gemütliches Familienessen an Silvester. Doch als ein geheimnisvoller kleiner obdachloser Zwerg die Feier stört, tun sich tiefe Abgründe auf. Der Zwerg behauptet nämlich, Gott zu sein. Und er bringt schlechte Nachrichten: Nach dieser Nacht wird die Welt untergehen. Die gute Nachricht dabei: Die Gastgeberfamilie darf zwei Menschen wählen, die die Apokalypse überleben werden. Das Schicksal der Menschheit liegt nun in den Händen eines depressiven Typen, eines Ehepaares, das keine Kinder bekommen kann, und eines alten Mannes mit Herzproblemen. Jeder von ihnen ist eindeutig bereit, Teil der neuen Welt zu sein…
Eine schwarze Komödie aus Spanien, gewürzt mit Bizarrerien und Horrorelementen: In der Tradition des frühen Pedro Almodóvar oder von Álex de la Iglesia karikieren die Regisseure Familie, Machismo und Religion – und erhielten auf dem Festival in Sitges den Publikumspreis.

Die Kreuzritter - Richard Löwenherz

USA

1935

Cecil B

Henry Wilcoxon, Loretta Young, Ian Keith

Um der arrangierten Ehe mit der Schwester des französischen Königs zu entgehen, nimmt Richard Löwenherz das Kreuz. Unterwegs nach Jerusalem heiratet er die ihm unbekannte Tochter des Königs von Navarra, verliebt sich aber bald in sie. Als Berengaria von Saladins Kriegern entführt wird, setzt er alles daran, sie zu befreien. Die Kreuzzüge dienen dem aufwendigen Hollywood-Spektakel nur als grandiose Kulisse für ein frei erfundenes Drama um Intrigen, Liebe und Heldentum. Das Ergebnis ist darum nicht weniger unterhaltsam ausgefallen und steht dem 70 Jahre späteren Film „Königreich der Himmel“ in nichts an Schauwerten nach. Begleitprogramm zur Ausstellung SALADIN UND DIE KREUZFAHRER im Reiss-Engelhorn-Museum.

Samson und Delilah

USA

1949

Cecil B. DeMille

Heddy Lamarr, Victor Mature, George Sanders

Der Richter Samson wurde von Gott auserwählt, die Israeliten von den Philistern zu befreien, einem kriegerischen Volk, welches das Land Kanaan besetzt hält. Doch der Mann, der mit bloßen Händen einen Löwen töten kann, verfällt dem Zauber philistäischer Frauen. Er verliebt sich in Delilah, die Geliebte des Königs. Beide beginnen eine Affäre, und er verrät ihr das Geheimnis seiner Stärke. Sie hintergeht ihn und die Tragödie nimmt ihren Lauf…
Anschlussdiskussion: Inge Kirsner und Peter Bär über „Sandalenfilme“ im Hollywoodkino der 1950er Jahre.

Señora Teresas Aufbruch in ein neues Leben – La novia del desierto

ARG/CHL

2017

Cecilia Atán, Valeria Pivato.

Paulina García, Claudio Rissi

Nach drei Jahrzehnten wird die 54-jährige Teresa Godoy als Hausmädchen in Buenos Aires entlassen und muss eine neue Stelle im 700 Meilen entfernten San Juan annehmen. Auf ihrem langen Weg durch die steinige argentinische Wüste, im Land der wundersamen „Heiligen Correa“, verliert sie ihre Reisetasche mit all ihren Habseligkeiten. Durch diesen Zwischenfall lernt sie inmitten der faszinierenden Landschaft des argentinischen Hinterlandes den ebenso charmanten wie undurchschaubaren fahrenden Händler El Gringo kennen, der ihr als Einziger helfen kann, ihre Tasche und ihren Seelenfrieden wiederzufinden.

Skiff

BEL/NLD/SWE

2025

Cecilia Verheyden

Femke Vanhove, Lina Miftah, Wout Vleugels, Natali Broods

Die 15jährige Malou wächst in einer belgischen Kleinstadt auf. Im Ruderverein zählt sie zu den Besten, wird dort aber von ihren Teamkameradinnen gemobbt. Als ihr Bruder Max ihr seine neue Freundin Nouri vorstellt, gerät ihr Leben aus den Fugen – sie verliebt sich und die Zuneigung scheint auf Gegenseitigkeit zu beruhen.

Die zärtliche und eindringliche Coming-of-Age-Geschichte fängt – auch dank einer großartigen Hauptdarstellerin – das Wunder der ersten Liebe und die Unausweichlichkeit des Erwachsenwerdens mit viel Empathie ein. „Vertieft sich zu einer Geschichte von überraschender emotionaler Wucht mit einem Schlussakt, der durch schmerzhafte Ehrlichkeit und stille Anmut nachhallt.“ (Cineuropa)

November

GRA

2022

Cédric Jimenez

Jean Dujardin, Anaïs Demoustier, Sandrine Kiberlain, Jérénue Renier, Lyna Khoudri, Cédric Kahn

November 2015: Terroranschläge mit hunderten Toten erschüttern Paris. Die französische Anti-Terror-Abteilung SDAT unter der Leitung von Héloise und ihrem Mitarbeiter Fred gerät unter enormen Druck, die Terroristen so schnell wie möglich zu finden. Dank der Intuition der jungen Kollegin Inès und der Zusammenarbeit mit der CIA werden schließlich zwei Terroristen – einer von ihnen ist niemand anderes als der Drahtzieher der Anschläge selbst – identifiziert. Ein packender Kampf gegen die Zeit beginnt, bevor die Terroristen erneut zuschlagen.
In Form eines spannenden Polizeithrillers erzählt Cédric Jimenez in hochkarätiger Besetzung von den Tagen nach den Attentaten und konzentriert sich ganz auf die Arbeit der Ermittler: ein fiebrig inszeniertes Action-Dokudrama, vorwärtstreibend und zugleich nüchtern wie ein Polizeibericht.

Das Leben ein Tanz

FRA

2022

Cédric Klapisch

Marion Barbeau, Hofesh Shechter, Denis Podalydès, Muriel Robin, Pio Marmaï

Elise, immerhin schon 26 Jahre alt, ist erfolgreich als klassische Balletttänzerin – bis sie sich bei einem Sprung den Knöchel verletzt. Sie muss pausieren, für längere Zeit – zu lange für ihre Karriere. Ihr Weg führt sie von Paris in die Bretagne, wo sie mit Freunden einen Foodtruck für eine Künstlerkolonie betreibt. Dort lernt sie die Modern Dance-Compagnie um Hofesh Shechter kennen.
Cédric Klapisch erzählt von geplatzten Hoffnungen und von Neuerfindung, von Körperlichkeit und Kreativität, verknüpft Ballett mit modernem Tanz und mit Kulinarik, und er lässt seine Charaktere von tatsächlichen Tänzer*innen spielen. 
Einführung: Dr. Peter Bär, Cinema Quadrat

Der Wein und der Wind – Ce qui nous lie

FRA

2017

Cédric Klapisch

Pio Marmaï, Ana Girardot, François Civil, María Valverde

Ein traditionsreiches Weingut im Burgund. Der Vater liegt im Sterben. Ein verlorener Sohn kehrt heim. Die hohe Erbschaftssteuer gefährdet den Betrieb. Und dennoch müssen Weinstöcke gepflegt, Reben beschützt, Trauben geerntet werden. Jean hatte die Heimat verlassen und kehrt nun von seinem australischen Weingut zurück, um nach jahrelanger Funkstille mit seinen Geschwistern Juliette und Jérémie das familiäre Erbe zu ordnen. Juliette hatte mit dem Vater das Weingut bewirtschaftet, ist jetzt aber am Boden zerstört. Jérémie lebt mit seiner Familie bei den Eltern seiner Frau und kämpft um die Anerkennung seiner Schwiegereltern.
Cédric Klapisch (L’AUBERGE ESPAGNOL) vereint über den Lauf eines Jahres die Arbeit in den Weinbergen mit der Arbeit an den familiären Beziehungen in den kleinen und großen Dramen und Streitigkeiten des Alltags, in der gemeinsamen Verbundenheit mit der Natur, im Zusammenwirken von Heimatboden, Wetter, Zeit.
Einführung: Dr. Caroline Mary-Franssen

Monatsprogramme PDF

Open Air

[ti_openair]
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner