Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Das Leben ein Tanz

FRA

2022

Cédric Klapisch

Marion Barbeau, Hofesh Shechter, Denis Podalydès, Muriel Robin, Pio Marmaï

Elise, immerhin schon 26 Jahre alt, ist erfolgreich als klassische Balletttänzerin – bis sie sich bei einem Sprung den Knöchel verletzt. Sie muss pausieren, für längere Zeit – zu lange für ihre Karriere. Ihr Weg führt sie von Paris in die Bretagne, wo sie mit Freunden einen Foodtruck für eine Künstlerkolonie betreibt. Dort lernt sie die Modern Dance-Compagnie um Hofesh Shechter kennen.
Cédric Klapisch erzählt von geplatzten Hoffnungen und von Neuerfindung, von Körperlichkeit und Kreativität, verknüpft Ballett mit modernem Tanz und mit Kulinarik, und er lässt seine Charaktere von tatsächlichen Tänzer*innen spielen. 
Einführung: Dr. Peter Bär, Cinema Quadrat

Der Wein und der Wind – Ce qui nous lie

FRA

2017

Cédric Klapisch

Pio Marmaï, Ana Girardot, François Civil, María Valverde

Ein traditionsreiches Weingut im Burgund. Der Vater liegt im Sterben. Ein verlorener Sohn kehrt heim. Die hohe Erbschaftssteuer gefährdet den Betrieb. Und dennoch müssen Weinstöcke gepflegt, Reben beschützt, Trauben geerntet werden. Jean hatte die Heimat verlassen und kehrt nun von seinem australischen Weingut zurück, um nach jahrelanger Funkstille mit seinen Geschwistern Juliette und Jérémie das familiäre Erbe zu ordnen. Juliette hatte mit dem Vater das Weingut bewirtschaftet, ist jetzt aber am Boden zerstört. Jérémie lebt mit seiner Familie bei den Eltern seiner Frau und kämpft um die Anerkennung seiner Schwiegereltern.
Cédric Klapisch (L’AUBERGE ESPAGNOL) vereint über den Lauf eines Jahres die Arbeit in den Weinbergen mit der Arbeit an den familiären Beziehungen in den kleinen und großen Dramen und Streitigkeiten des Alltags, in der gemeinsamen Verbundenheit mit der Natur, im Zusammenwirken von Heimatboden, Wetter, Zeit.
Einführung: Dr. Caroline Mary-Franssen

Einsam zweisam

FRA/BEL

2019

Cédric Klapisch

François Civil, Ana Girardot, Camille Cottin, François Berléand

Zwei Thirty-Somethings in Paris: Rémy und Mélanie leben im gleichen Viertel, nur wenige Schritte voneinander entfernt. Während Mélanie nach vielen Rendezvous den Glauben an die Liebe verloren hat, kommt Rémy kaum je über das erste Date. Sie leben als Nachbarn, ohne sich zu begegnen, und verirren sich dabei in den Untiefen des modernen Großstadtlebens. In seiner ungewöhnlichen Anti-Romanze fängt Cédric Klapisch (L’AUBERGE ESPAGNOLE, DER WEIN UND DER WIND) den Puls einer Generation ein: Er führt die Geschichten seiner Protagonisten parallel als Doppelporträt zweier einsamer Menschen, die dennoch nicht bereit für Beziehungen sind. Dabei hoffen sie – und wir, die Zuschauer – so sehr auf ein Liebes-Happy End!
Einführung: Cosima Besse, Institut Français Mannheim

L’auberge espagnole – Barcelona für ein Jahr

FRA/ESP

2002

Cédric Klapisch

Romain Duris, Judith Godrèche, Audrey Tautou, Cécile de France, Kelly Reilly, Barnaby Metschurat

Xavier, 25jähriger Wirtschaftsstudent, geht für ein Jahr nach Barcelona, um dort sein Studium zu beenden und sein Spanisch zu verbessern. Er landet in einer multilingualen WG mit sechs anderen Studenten aus ganz Europa. Für sie alle ist dies der Beginn eines turbulenten Jahres voll von Liebe und Streit, Freude und Schmerz, und vor allem: der Suche nach dem individuellen Lebensweg.
Cédric Klapischs inzwischen klassisch gewordene Ensemblekomödie bringt mit viel Leichtigkeit und Witz sowie einem internationalen Cast das Lebensgefühl der Generation Erasmus auf den Punkt – ein Film, der zum internationalen Überraschungserfolg wurde und längst Kultstatus erreicht hat.
Einführung: Clara Heshmati, Institut Français Mannheim

Die glitzernden Garnelen

FRA

2019

Cédric Le Gallo, Maxime Govare

Nicolas Gob, Laban Lenoir, Michaël Abiteboul, David Baïot, Romain Lancry

Nach einem öffentlichen homophoben Statement wird Vize-Schwimmweltmeister Matthias Le Goff von seinem Verband zu einem besonderen Job verdonnert: Er muss die schwule Wasserballmannschaft „Die glitzernden Garnelen“ trainieren und für die Gay Games fit machen. Dem Team geht es weniger um Wettkampf als darum, gemeinsam eine schillernde Zeit zu haben – und die heißesten queeren Athleten der Welt kennenzulernen… Cédric Le Gallo, Co-Regisseur der ausgelassenen queeren Sportkomödie, spielte selbst in einem schwulen Wasserballteam.

Bande des filles

FRA

2014

Céline Sciamma

Karidja Touré, Assa Sylla

Marieme lebt mit ihrer Familie in der Pariser Banlieue. Die Mutter sorgt fürs Einkommen, der große Bruder kommandiert alle herum und sie versorgt die jüngeren Schwestern. Außerfamiliär ist es nicht besser. In der Nachbarschaft geben Jungs den Ton an und die Schule ist eine Sackgasse. Doch dann gerät sie ins Blickfeld einer coolen dreiköpfigen Mädchengang, die sich Freiheiten nimmt, von denen Marieme bislang nur träumte. Dort wird sie aufgenommen und heißt fortan Vic. Von jetzt an macht das Leben Spaß: Vic schwänzt den Unterricht, verändert ihr Äußeres und liefert sich mit ihren neuen Freundinnen Scharmützel mit rivalisierenden Banden. Das neue Leben soll ihr Weg in die Unabhängigkeit sein.
BANDE DE FILLES ist ein intimes Porträt, eine klassische Coming-of-Age-Geschichte, ein fiktionales Manifest, das einen neuen, vielversprechenden narrativen Ansatz verfolgt.

Porträt einer jungen Frau in Flammen

FRA

2019

Céline Sciamma

Noémie Merlant, Adèle Haenel, Luàna Bajrami

1770, eine einsame Insel an der Küste der Bretagne: Die Pariser Malerin Marianne soll die junge Adlige Héloïse porträtieren – heimlich, denn das Bild soll die baldige Eheschließung von Heloïse mit einem Italiener arrangieren. Um ihr unauffällig nahe sein zu können, gibt sich Marianne als Gesellschafterin für die ehemalige Klosterschülerin aus. Während gemeinsamer Spaziergänge an der Meeresküste studiert sie Aussehen und Bewegungen von Heloïse, um sie aus dem Gedächtnis malen zu können. Dabei kommen sich die beiden näher; und als Marianne Heloïse mit den Augen einer Liebenden sieht, verändert sich auch die Darstellung der jungen Frau auf der Leinwand. Das vielschichtige Drama um Liebe, Kunst, Blicke und Begehren setzt die Beziehung zweier Frauen in wunderschöner Landschaft präzise und zugleich luftig-frei in Szene: „Ein sofortiger Filmklassiker!“ (Spiegel online)
„Der konzentriert und äußerst präzise inszenierte Liebesfilm reflektiert im historischen Rahmen gesellschaftliche Zwänge über diverse Perspektivwechsel, die über kleine meisterhafte Verschiebungen eine dezidiert weibliche Erfahrung abbilden.“ (Filmdienst)
Auch, wenn Sie nicht am gesamten Filmsymposium teilnehmen möchten, können Sie Karten für die Filme kaufen! (Karten: 12 € / erm. u. Mitglieder 8 €)
Es gilt beim Symposium freie Platzwahl, aus technischen Gründen müssen Sie bei einer Online-Reservierung einen Platz auswählen.

Porträt einer jungen Frau in Flammen – Portrait de la jeune fille en feu

FRA

2019

Céline Sciamma

Noémie Merlant, Adèle Haenel, Luana Bajrami, Valeria Golino

1770, eine einsame Insel an der Küste der Bretagne: Die Pariser Malerin Marianne soll die junge Adlige Héloïse porträtieren – heimlich, denn das Bild soll die baldige Eheschließung von Heloïse mit einem Italiener arrangieren. Um ihr unauffällig nahe sein zu können, gibt sich Marianne als Gesellschafterin für die ehemalige Klosterschülerin aus. Während gemeinsamer Spaziergänge an der Meeresküste studiert sie Aussehen und Bewegungen von Heloïse, um sie aus dem Gedächtnis malen zu können. Dabei kommen sich die beiden näher; und als Marianne Heloïse mit den Augen einer Liebenden sieht, verändert sich auch die Darstellung der jungen Frau auf der Leinwand.
Das vielschichtige Drama um Liebe, Kunst, Blicke und Begehren setzt die Beziehung zweier Frauen in wunderschöner Landschaft präzise und zugleich luftig-frei in Szene: „Ein sofortiger Filmklassiker!“ (Spiegel online)

Tomboy

FRA

2011

Céline Sciamma

Zoé Héran, Malonn Lévana, Jeanne Disson, Sophie Cattani, Mathieu Demy

Laure trägt weite Hosen und kurze Haare, und nachdem sie mit ihren Eltern umgezogen ist, beginnt die Zehnjährige ein Abenteuer: Außerhalb ihres Elternhauses stellt sie sich ihren neuen Freunden als Michaël vor und wird von ihnen als Junge akzeptiert. Laure ist ein „Tomboy“, ein Mädchen, das sich den gängigen Geschlechterrollenzuschreibungen entzieht und sich „typisch männlich“ verhält: Sie spielt Fußball, sie rauft, und die hübsche Lisa verliebt sich in sie. Laure genießt diesen Sommer, in dem sie ein Junge ist – doch natürlich fliegt ihr Doppelleben auf, und die Eltern zwingen sie, sich mädchenhaft zu kleiden und zu verhalten…
In ihrem zweiten Langfilm geht Regisseurin Céline Sciamma (PORTRÄT EINER JUNGEN FRAU IN FLAMMEN, 2019, PETITE MAMAN, 2021, Co-Autorin von WO IN PARIS DIE SONNE AUFGEHT, im Ciné-Club am 25.05.) ernsthaft und einfühlsam auf die Erlebniswelt von Laure ein, die sich eine neue Identität erschafft: Ein wunderbares Sommerabenteuer für ein Kind, das spielerisch seinen Platz in der Welt sucht.
Einführung: Mélanie Tissot, Romanisches Seminar der Universität Mannheim

Water Lilies

FRA

2007

Céline Sciamma

Pauline Acquart, Louise Blachère, Adèle Haenel

Das Synchronschwimmen hat die fünfzehn jährige Marie in ihren Bann gezogen, oder ist es eher der hinreißende Star der Gruppe, die schöne Floriane? Diese gilt als „Femme fatale”, die jeden Jungen um ihren Finger wickeln kann. So scheint es zunächst verwunderlich, dass Floriane sich auf einen Tauschhandel mit der unscheinbaren Marie einlässt. Dritte im Bund ist Maries beste Freundin Anne, etwas zu pummelig geraten und doch so dringend auf der Suche nach dem ersten Mal. Der Debütfilm von Céline Sciamma ist ein Werk voller echter Emotionen, das den Irrungen und Wirrungen des Heranwachsens in dessen tiefste Leidenschaften zu folgen vermag. Das Schwimmbad: „Für mich ist es ein schwüler Ort, wo Begierden geboren und Dinge offenbart werden.“(Céline Sciamma)

Past Lives – In einem anderen Leben

USA

2023

Celine Song

Greta Lee, Teo Yoo, John Magaro, Isaac Powell

In ihrer Kindheit in Seoul waren Nora und Hae Sung unzertrennliche Freunde. Bis Noras Familie auswandert und sich die beiden Zwölfjährigen aus den Augen verlieren. Jahre später beschließt Hae Sung, seine Jugendfreundin für ein paar Tage in New York zu besuchen. Nora lebt dort glücklich verheiratet als angehende Autorin. Das Wiedersehen von Nora und Hae Sung konfrontiert die beiden mit ihrer tiefen Verbundenheit, unausweichlichen Fragen nach Liebe, Schicksal und den Entscheidungen, die ein Leben ausmachen.
in ihrem autobiografisch geprägten Filmdebüt entwickelt Celine Song in unaufdringlich-eindringlicher Inszenierung sensibel skizzierte Charaktere, begeistert Publikum und Filmkritik: „der schönste Liebesfilm des Jahres.“ (Spiegel)
In Kooperation mit myBuddy – das Mannheimer Start-up fördert das kulturelle Zusammenwachsen der Gesellschaft
Einführung: Weihua Wang, Gründerin myBuddy

Ask, Mark ve Ölüm – Liebe, D-Mark und Tod

DEU

2022

Cem Kaya

Türkische Musik aus Deutschland – eine Subkultur? Nein: Der musikalische Ausdruck von Millionen türkischstämmiger Bürger! Angefangen mit den ersten Gastarbeitern entwickelte sich in der BRD eine eigenständige türkische Musikkultur: Protestlieder, Schlager, Lieder aus der Fremde waren höchst erfolgreich. Die deutsche Mehrheitsgesellschaft interessierte sich nicht dafür, teils aus Ignoranz übersehen, teils aus offener Fremdenfeindlichkeit abgelehnt. Flott, bunt und mitreißend spürt Cem Kaya (REMAKE, REMIX, RIP-OFF) den Eigenheiten der vielfältigen türkischen Musik aus Deutschland nach und fügt Interviews und Archivmaterial in dynamischer Montage zu einem weitgespannten Mosaik zusammen. Von Hochzeitskapellen – die alle Stile der alten türkischen Heimat beherrschen müssen – über Türkrock und Disco-Folk bis zu HipHop und Pop erzählt der Film von einer Kultur in Deutschland, von der viele viel zu wenig wissen.
In Kooperation mit Orientalische Musikakademie Mannheim
Vor Filmbeginn Konzert der Familie Ungan von der Orientalischen Musikakademie Mannheim auf den traditionellen Instrumenten Ud und Ney
Einlass ab 20:30 Uhr – Eintritt: 12 € / 9 € erm. / 8 € Mitglieder Cinema Quadrat e.V.

Remake, Remix, Rip-Off – Kopierkultur und das türkische Pop-Kino

TUR/DEU

2014

Cem Kaya

Die türkische Filmindustrie „Yesilçam“ gehörte in den 60er und 70er Jahren zu den produktivsten der Welt und das, obwohl sie finanziell und strukturell äußerst instabil war. Mit der amerikanischen und europäischen Konkurrenz konnte man nicht mithalten und deswegen machten die wenigen Regisseure die großen Vorbilder einfach nach. „Der Exorzist“, „Star Wars“ oder „Rambo“, es wurde kein Hit ausgelassen, der nicht einer Vereinfachungskur unterzogen wurde. Es wurde schnell und pragmatisch gearbeitet, technische Unzulänglichkeiten wurden mit vollem Körpereinsatz wettgemacht. Die Imitationen wurden gerade in den ländlichen Gebieten der Türkei begeistert aufgenommen. Regisseur Cem Kaya hat sich sieben Jahren lang tausende Filme reingezogen und hunderte Interviews geführt.
Voilà: Eine Doku über die große Ära des türkischen Kinos – sehr sehenswert!
Mitgliederaktion: am 09.07. Eintritt frei für Mitglieder von Cinema Quadrat e. V.

Krámpack - Nico Und Dani

Spanien

2000

Cesc Gay

Fernando Ramallo, Jordi Vilches

„Krámpack“, diese Wortschöpfung könnte durchaus für sexuelle Befriedigung beziehungsweise sexuelle Experimente stehen. Denn genau darum drehen sich die Sommerferien von Dani und seinem Freund Nico. Die beiden Sechzehnjährigen sind heiß auf ersten Sex. Besonders Nico will nicht siebzehn werden, ohne mit einer Frau geschlafen zu haben. Zwar will auch Dani sein erstes Mal erleben, aber im Gegensatz zu seinem Freund entdeckt er seine Männlichkeit eher durch seine Gefühle zu Nico. Mit vielen zweideutigen Anspielungen, witzigen Dialogen und wenig Pathos zeigt „Krámpack“ – unter anderem in Cannes mit dem „Prix de Jeunesse“ und beim Schwullesbischen Filmfest Hamburg mit dem Publikumspreis ausgezeichnet – die Suche nach der sexuellen Orientierung.

Joint Security Area

Republik Korea

2000

Chan Wook Park

LeeYeong-Aeh, Lee Byung-Hun, Song Kang-Ho, Kim Tae-Woo

An der Joint Security Area (Gemeinsame Sicherheitszone) zwischen Nord- und Südkorea kommt es zu einem Zwischenfall: Ein nordkoreanischer Soldat wird tot aufgefunden, und ein Kommando des Südens stürmt über die Grenze, um ihren eigenen verwundeten Kameraden zu bergen. Da beide Staaten die jeweils andere Seite für den Vorfall verantwortlich machen, wird Major Sophie Jean, Schweizerin koreanischer Abstammung, mit den Ermittlungen beauftragt. Sie entdeckt bald, daß mehr im Spiel ist als fehlgeleiteter Parolengehorsam, und daß manche befeindeten Soldaten mehr gemeinsam haben, als sie je zugeben werden. Trotz des Endes des Kalten Krieges stehen sich an der entmilitarisierten Zone, der Grenze zwischen Nord- und Südkorea, zwei schwer bewaffnete Armeen gegenüber. Armeen aus Menschen, welche die Gegenseite als ihre Feinde und zugleich als Brüder ansehen. Dieser Konflikt ist auch das Herzstück von JSA. Ein Beispiel dafür, wie Ideologien Menschen in die Katastrophe führen.

I Like Movies

CAN

2022

Chandler Levack

Isaiah Lehtinen, Percy Hynes White, Anand Rajaram, Eden Cupid

2003: Im verschlafenen Burlington lebt der 17jährige Lawrence Kweller und weiß alles über Film und Kino. Zumindest denkt er das. Natürlich arbeitet er in der örtlichen Videothek – doch mit seinem ausgestellten Filmwissen geht er allen auf die Nerven und verprellt die wichtigsten Menschen in seinem Leben, den besten Freund und die alleinerziehende Mutter. Immerhin entwickelt er eine komplizierte Freundschaft mit der älteren Videothekenchefin. Und muss möglicherweise in Betracht ziehen, schlichtweg ein wichtigtuerischer, selbstgefälliger Idiot zu sein.

Mit authentischen Charakteren, spitzem Humor und emotionalem Tiefgang zeichnet die kanadische Regisseurin Chandler Levack das Porträt eines Highschool-Filmnerds, der erkennen muss, dass das Leben nicht nach selbsterdachtem Drehbuch verläuft. „Mit diesem wunderbaren Debüt hat Levack sich einen Platz unter den jungen kanadischen Filmemachern erobert, die man weiterhin beobachten sollte.“ (epd Film)

La Captive - Die Gefangene

F

2000

Chantal Akerman

Sylvie Testud, Stanislas Merhar, Olivia Bonamy, Lilian Rovere, Françoise Bertin, Aurore Clément

Ariane – die Gefangene – wird von Simon ununterbrochen überwacht. Er ist von ihr besessen, will alles von ihr wissen, läßt sie überwachen, wenn sie ausgeht, spioniert ihr nach und unterzieht sie endlosen Verhören, wenn sie zurückgekommen ist. Doch je mehr Simon versucht, in seine Geliebte einzudringen und sie zu beherrschen, desto mehr entgleitet sie ihm. Obwohl sie alles tut, um ihm zu gefallen, entspinnt sie ein Netz aus Lügen und Halbwahrheiten, in dem sie machen kann, was sie will. Simon hingegen wird durch seinen Überwachungswahn immer mehr von Ariane abhängig, bis man sich schließlich fragen muss, wer der oder die wahre Gefangene ist. Diese ruhige, konzentrierte Studie über Beziehungen und Alleinsein basiert auf Marcel Prousts Roman „La Prisonière“ aus dem Zyklus „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“. Mit langen, unbewegten Einstellungen und dem kühlen Ambiente gelingt Chantal Akerman ein klaustrophobisches Kammerspiel voll innerer Spannung. Die Homepage des Verleihs: www.alamodefilm.de

Metalstorm: Die Vernichtung des Jared-Syn

USA

1982

Charles Band

Charles Band. D: Jeffrey Byron, Michael Preston, Tim Thomerson, Kelly Preston, Richard Moll.

Der intergalaktische Superschurke Jared-Syn, ausgestattet mit übernatürlichen Kräften, will die humanoiden Bewohner eines Wüstenplaneten versklaven, und zwar mit Hilfe von einem Stamm einäugiger Nomaden, die ihn für eine Art Messias halten. Der Space-Cowboy Dogen und Dhyana, die den Tod ihres Vaters rächen will, bekämpfen ihn…
Ein Weltraum-Western mit Esoterik-Magie und Hochtechnologie: Charles Band, einer der größten B-Movie-Produzenten überhaupt, hängt sich sowohl an den KRIEG DER STERNE- als auch an den 3D-Hype der 80er, gepaart mit einer ordentlichen Prise MAD MAX. Die Klasse seiner hochrangigen Vorbilder erreicht METALSTORM zwar nicht, verdammt unterhaltsam ist er aber dennoch – nicht zuletzt dank seines einfallsreichen 3D-Einsatzes und der charmanten Performances der Schauspieler, die voll in ihren trashigen Figuren aufgehen.
Sie können Dauerkarten für das gesamte Pop Out!-3D-Festival kaufen; die Langfilme sind in Double Features eingeteilt; und natürlich sind auch Einzelkarten erhältlich! Im Spielplan auf unserer Homepage können Sie die verschiedenen Varianten aussuchen.

Le Coeur Au Poing

Kanada

1998

Charles Binamé

Louise ist unzufrieden: mit sich, ihrem Leben und der Liebe. Also durchquert die eigensinnige Lebenskünstlerin Montréal und bietet Zufallsbekanntschaften ihre Gesellschaft an: Für eine Stunde wird sie zum engsten Vertrauten dieser Menschen, doch der Feldversuch in Sachen Leben gestaltet sich unwägbarer als gedacht.

Killer of Sheep – Schlächter der Schafe

USA

1978

Charles Burnett

Henry G. Sanders, Kaycee Moore, Charles Bracy

Eines der lange vergessenen Meisterwerke amerikanischer Filmgeschichte, das 1990 von der Kongressbibliothek als einer der ersten Filme in die National Film Registry aufgenommen wurde – ungeklärte Musikrechte haben aber den Verleih über Jahrzehnte verhindert: Ein realitätsnaher Film über die bedrückenden Zustände in einem Ghetto in Los Angeles und den Alltag von Stan, der als Schlächter arbeitet, um den Broterwerb für seine Familie sichern zu können. Sein peinigender Job nimmt ihn zusehends mit und isoliert ihn von der Gemeinschaft. Ungeschliffen und geradezu dokumentarisch inszeniert drehte Burnett an Wochenenden in seiner Nachbarschaft quasi ohne Budget – und erreicht mit seinem mosaikhaften Porträt des ärmlichen schwarzen Arbeitermilieus eine unmittelbare filmische Wirkung, zwischen Neorealismus und Cassavetes. „Noch immer kann der Film inspirieren – so viel Zuneigung, so viel Authentizität, so viel Poesie und Hingabe stecken in jeder körnigen Schwarzweißeinstellung.“ (Berlinale)

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