Ariane – die Gefangene – wird von Simon ununterbrochen überwacht. Er ist von ihr besessen, will alles von ihr wissen, läßt sie überwachen, wenn sie ausgeht, spioniert ihr nach und unterzieht sie endlosen Verhören, wenn sie zurückgekommen ist. Doch je mehr Simon versucht, in seine Geliebte einzudringen und sie zu beherrschen, desto mehr entgleitet sie ihm. Obwohl sie alles tut, um ihm zu gefallen, entspinnt sie ein Netz aus Lügen und Halbwahrheiten, in dem sie machen kann, was sie will. Simon hingegen wird durch seinen Überwachungswahn immer mehr von Ariane abhängig, bis man sich schließlich fragen muss, wer der oder die wahre Gefangene ist. Diese ruhige, konzentrierte Studie über Beziehungen und Alleinsein basiert auf Marcel Prousts Roman „La Prisonière“ aus dem Zyklus „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“. Mit langen, unbewegten Einstellungen und dem kühlen Ambiente gelingt Chantal Akerman ein klaustrophobisches Kammerspiel voll innerer Spannung. Die Homepage des Verleihs: www.alamodefilm.de