Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Zimmer 212 - In einer magischen Nacht

FRA/LUX/BEL

2019

Chistophe Honoré

Chiara Mastroianni, Vincent Lacoste, Camille Cottin, Benjamin Biolay

Maria ist Jura-Professorin in Paris mit häufig wechselnden und deutlich jüngeren Liebhabern. Als ihr Mann Richard von ihrer promiskuitiven Treulosigkeit erfährt, kann sie es nicht fassen: Hatte er in den 20 Jahren Ehe nicht auch seine Seitensprünge? Im Streit zieht sie aus, verlässt ihr bürgerliches Zuhause und nistet sich im Zimmer 212 des gegenüberliegenden Hotels ein. Von hier aus betrachtet sie aus der Vogelperspektive ihren Mann in der ehemals gemeinsamen Wohnung, und sie lässt ihre Ehe Revue passieren. Und tatsächlich: Sowohl Richards jüngeres Selbst als auch diverse ehemalige Liebhaber besuchen sie in einer mentalen Erinnerungs-Zeitreise. Und jeder hat seine Meinung zur Beziehungsproblematik.
Christophe Honoré (SORRY ANGEL, 2018) beginnt seinen Film als typisch französische Beziehungs- und Ehekomödie – um dann ins Fantastische zu wechseln, was dieser Reflexion über Liebe und Leben hochoriginellen Esprit und surrealen Witz verleiht.

Zimmer 212 – In einer magischen Nacht

FRA/LUX/BEL

2019

Chistophe Honoré

Chiara Mastroianni, Vincent Lacoste, Camille Cottin, Benjamin Biolay

Maria ist Jura-Professorin in Paris mit häufig wechselnden und deutlich jüngeren Liebhabern. Als ihr Mann Richard von ihrer promiskuitiven Treulosigkeit erfährt, kann sie es nicht fassen: Hatte er in den 20 Jahren Ehe nicht auch seine Seitensprünge? Im Streit zieht sie aus, verlässt ihr bürgerliches Zuhause und nistet sich im Zimmer 212 des gegenüberliegenden Hotels ein. Von hier aus betrachtet sie aus der Vogelperspektive ihren Mann in der ehemals gemeinsamen Wohnung, und sie lässt ihre Ehe Revue passieren. Und tatsächlich: Sowohl Richards jüngeres Selbst als auch diverse ehemalige Liebhaber besuchen sie in einer mentalen Erinnerungs-Zeitreise. Und jeder hat seine Meinung zur Beziehungsproblematik.

Christophe Honoré (SORRY ANGEL, 2018) beginnt seinen Film als typisch französische Beziehungs- und Ehekomödie – um dann ins Fantastische zu wechseln, was dieser Reflexion über Liebe und Leben hochoriginellen Esprit und surrealen Witz verleiht.

Nomadland

USA

2020

Chloé Zhao

Frances McDormand, David Strathairn, Linda May, Charlene Swankie

Sie hat ihren Mann verloren, der Gipssteinbruch schließt, ihre gesamte Bergbaustadt wird abgewickelt: Die 60jähre Fern packt ihre Habseligkeiten in einen Van und zieht los, zusammen mit anderen Nomaden, die sich durch die Vereinigten Staaten treiben lassen, von Job zu Job, von Parkplatz zu Parkplatz, außerhalb, aber nicht unterhalb der konventionellen US-Gesellschaft.
Chloé Zhao hat zusammen mit Frances McDormand, die den Film auch produziert hat, das kraftvolle Porträt eines sozialen Milieus in selbstgewählter Mobilität gedreht: Basierend auf einem Sachbuch mischt ihr Film fiktionale und dokumentarische Elemente, um von einer Community zu erzählen, die versucht, auch nach wirtschaftlichem Niedergang ihr Leben selbst zu bestimmen. Der Film wurde mit dem Goldenen Löwen von Venedig und mit drei Oscars als bester Film, für beste Regie und die beste Hauptdarstellerin (dritter Oscar für McDormand nach FARGO und THREE BILLOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI) ausgezeichnet.
Referentin: Christel Hack (Mainz)

The Rider

USA

2017

Chloé Zhao

Brady Jandreau, Tim Jandreau, Lilly Jandreau, Cat Clifford

Ein Rodeounfall. Eine schwere Verletzung. Eine Metallplatte im Kopf. Brady wird nie wieder reiten können. Eine Welt bricht zusammen. Alles drehte sich in Bradys Leben bisher um Pferde, als Nachfahre der Lakota-Sioux war er stolz darauf, sich über seine Reitkünste zu definieren. Nun, hin- und hergerissen zwischen dem verlorenen alten und dem ungewissen künftigen Leben muss Brady seine Identität neu ausloten – und herausfinden, was es bedeutet, heute im amerikanischen Heartland ein Mann zu sein.
In atemberaubenden Bildern der Wildnis South Dakotas erzählt THE RIDER von zerbrochenen Träumen und verlorenen Identitäten und hält dabei authentisch und einfühlsam die Balance zwischen zärtlicher Poesie, archaischen Mythen und der rauen Lebenswirklichkeit im amerikanischen Heartland. Der tief berührende, vielfach preisgekrönte Neo-Western beruht auf den wahren Leben seiner Darsteller, er wurde unter anderem in Cannes mit dem Art Cinema Award sowie mit dem Werner Herzog Filmpreis ausgezeichnet, der Mut, Entschlossenheit und Visionen honoriert.

The War Room

USA

1993

Chris Hegedus

„Was ist am ‚War Room‘ so besonders?“ fragte ein CNN-Reporter einen Mitarbeiter von Clintons Wahlkampfstab. „Daß Sie da nicht hineindürfen“, lautet die Antwort. Gewitzt und gerissen der eine, jung und enthusiastisch der andere. Karriere machen wollen sie beide. Sie steuern hartnäckig ein Ziel an, und das heißt: Bill Clinton muß Präsident werden. Das Ergebnis ist bekannt, und doch ist der Dokumentarfilm von Chris Hegedus und D.A. Pennebaker spannend bis zur letzten Sekunde. Monatelang begleiten sie James Carville und George Stephanopoulos, Wahlkampfleiter und Pressesprecher Clintons, auf dem Weg zum Sieg des „underdog“, des „come-back kid“, der auch ihr Sieg war. „The War Room“ ist die Schaltzentrale der demokratischen Wahlkampfstrategen, der Film THE WAR ROOM ist ein Lehrstück in Telekratie.

Solidarität verbindet - 100 Jahre Rote Hilfe

DEU

2024

Chris Hölzing.

Der Film, hergestellt von der Mannheimer Produktionsfirma VP68, zeichnet die Geschichte der linken Solidaritätsorganisation nach, von ihrer Gründung in der Weimarer Republik und der Zerschlagung durch die Nazis in den 1930ern über die Wiederentdeckung in den 1970ern bis zu Waldbesetzungen, Klimaprotesten und Kämpfen gegen Neonazis in der Gegenwart. Die Rote Hilfe ist heute die größte strömungsübergreifende Antirepressionsorganisation in Deutschland.  
Der Film ist eine Zeitreise durch 100 Jahre soziale Bewegungen und revolutionäre Kämpfe. Von den Klassenkämpfen der 1920er Jahre über den antifaschistischen Widerstand, die Post-68er-Bewegung bis zum Entstehen der neuen sozialen Bewegungen zieht sich ein roter Faden hoffnungsvoller Kämpfe für eine bessere Welt – mit all seinen Erfolgen und Niederlagen.
In Kooperation mit Rote Hilfe Heidelberg/Mannheim
Begleitend zum Film gibt es im Foyer eine Plakatausstellung „100 Jahre Rote Hilfe“.
Im Anschluss an die Filmvorführung Publikumsgespräch und Führung durch die Ausstellung.
In Anwesenheit des Regisseurs Chris Hölzing und Mitarbeiterin Silke Makowski

Vier Minuten

DEU

2006

Chris Kraus

Hannah Herzsprung, Monica Bleibtreu, Richy Müller, Nadja Uhl, Jasmin Tabatabai

Seit mehr als 60 Jahren gibt die Pianistin Traude Krüger Klavierunterricht in einem Frauengefängnis. Eine Schülerin wie Jenny hatte sie noch nie. Verschlossen, unberechenbar, zerstörerisch – und früher ein musikalisches Wunderkind. Sie könnte es schaffen, einen bedeutenden Klavierwettbewerb zu gewinnen, an dem sie trotz ihrer Haftstrafe teilnehmen darf. Die Vorbereitung auf den Wettbewerb wird zum Kräftemessen zwischen der aufsässigen Jenny und ihrer preußisch strengen Klavierlehrerin – ein Lebens- und Liebesduell, das an den tiefen, verborgenen Schmerz beider Frauen rührt. In einem furiosen Finale bleiben Jenny vier Minuten, um etwas zu tun, was niemand, nicht einmal Traude, von ihr erwartet. Vorgestellt von Soheila Kiani-Dorff. Fokus: Die Bedeutung der Musik für die Subjektwerdung.

La Jetée - Am Rande Des Rollfelds

FRA

1962

Chris Marker

Eine nukleare Katastrophe hat alles menschliche Leben auf der Erdoberfläche ausgelöscht. Nur ein paar Menschen haben in den unterirdischen Gängen des Palais Chaillot in Paris überlebt. Die „Sieger“ dieses Atomkriegs suchen nach einer Möglichkeit die menschliche Rasse zu erhalten. Zu diesem Zweck führen sie Experimente mit Gefangenen durch und versuchen sie in eine andere Zeit zu schicken. Chris Markers Fotofilm verbindet in avantgardistischer Form dokumentarische, ethno-graphische und philosophische Elemente. Dabei greift er auf bekannte Filme und Fotos zurück und liefert selbst einprägende Bilder. Seinerseits hat der Film andere Filmemacher beeinflusst. Die Präsentation in der Kunsthalle stellt den halbstündigen Film zunächst in seiner ursprünglichen Form vor. In einer zweiten Vorführung werden auf mehreren Leinwänden in assoziativer Form weitere Bilder hinzugefügt, aus dem Fundus der Welt-Fotografie. Damit wird dem Zuschauer eine neue Rezeptionsweise ermöglicht. Konzeption und Einführung: Dr. Peter Bär. Ort: Kunsthalle Mannheim, Friedrichsplatz 4, Mannheim.

Sans Soleil

F

1982

Chris Marker

Im August verstarb für alle überraschend unser langjähriges Mitglied Rainer Wiessner. Rainer war vor allem während der Kubus-Zeit aktiv im Programmauschuß und auch lange Jahre als Vorführer tätig. von 1983 – 1985 war er Zweiter Vorsitzender, danach bis 1987 Erster Vorsitzender des Vereins. Noch Anfang der 1990er hat er Film- und Analyse-Veranstaltungen durchgeführt. 1995 hat er einen Abend der Veranstaltungsreihe „100 Jahre Film – 100 Jahre Genre-Kino“ zum Thema Melodram gestaltet. Später initiierte er zusammen mit Eckhard Holzmann die Reihe der „Kinoki-Abende“ mit Filmschätzen aus dem Archiv des Metropolis-Kinos. Er wird uns als einer der Cineasten von der alten Garde in Erinnerung bleiben, Gespräche mit ihm waren wertvoller als das Studium eines Filmlexikons. Wir widmen Rainer Wiessner die Vorführung eines seiner Lieblingsfilme: SANS SOLEIL ist auch heute noch einer der filmischen Essays schlechthin. Wir danken dem Metropolis-Archiv / Kinemathek Hamburg, das uns den Film für diesen Anlaß unentgeltlich zur Verfügung stellt. Der Eintritt ist für alle frei. SANS SOLEIL ist ein dokumentarisches Filmgedicht besonderer Art. Bilder, Musik und Kommentar sind als gleichwertige Elemente in genialer Weise zu einem Ganzen verwoben. SANS SOLEIL ist einerseits ein Reisetagebuch ? Stationen sind Japan, die Kapverdischen Inseln, Guinea-Bissau, Irland, Frankreich oder San Francisco. Gleichzeitig handelt der Film vom Sehen, von der Erinnerung, vom Abschiednehmen, vom vergänglichen Glück und von den Versuchen der Menschen, es festzuhalten.

Test

USA

2013

Chris Mason Johnson

Scott Marlowe, Kristoffer Cusick

Frankie ist das neueste Mitglied einer vielbeachteten Tanzkompanie in San Francisco und hat Schwierigkeiten mit den erfahreneren Tänzern mitzuhalten. Als ein Tänzer wegen einer Verletzung ausfällt, bekommt Frankie jedoch seine Chance. Seine Unsicherheit und Nervosität rühren vor allem von einer Seite her: Die Krankheit AIDS ist auf dem Vormarsch und kaum einer scheint etwas darüber zu wissen. Sicher scheint nur, dass sich hauptsächlich homosexuelle Männer mit dieser Krankheit infizieren. Als auch bei Frankie erste Symptome auftreten, beschließt er einen Test zu machen…
Regisseur Chris Mason Johnson gelingt es eindrucksvoll das Lebensgefühl der schwulen Community in den 80ern einzufangen.
Diskussionspartner: Harald Grundt, AIDS-Hilfe Heidelberg und Rollenmodel bei GenTLe Man
Kooperationspartner: KOSI.MA

Probezeit

GBR

1994

Chris Menges

William Hurt, Chris Cleary Miles, Keith Allen

Es gibt Menschen, die man leicht übersieht. Graham Holt, Leiter eines winzigen Postamtes in der walisischen Provinz, gehört dazu. Er ist 42 Jahre alt und lebt mit seinem Vater zusammen. Da der bald sterben wird, überfällt Graham die Angst vor der völligen Einsamkeit. Bisher ist es ihm nicht gelungen, Freundschaft oder Vertrauen zu anderen Menschen aufzubauen. Aus einem Impuls heraus beschließt er, den elf-jährigen James, dessen Vater im Gefängnis sitzt, zu adoptieren. Während einer „Probezeit“ müssen die beiden herausfinden, ob sie zueinander passen. Bewegende Charakterstudie mit einem großartigen William Hurt. In Kooperation mit dem Jugendamt. Freier Eintritt.

Ein Weg

DEU

2017

Chris Miera

Mike Hoffmann, Mathis Reinhardt, Tom Böttcher, Cai Cohrs

Eine Erzählung von Liebe, vom Alltag, von Trennung. Mit dynamischer Kamera folgt der Film über einen Erzählzeitraum von 15 Jahren in vielschichtiger Dramaturgie der Liebe zwischen Martin und Andreas in einer thüringischen Kleinstadt, vom ersten gemeinsamen Ostseeurlaub über die Routine des Zusammenlebens bis zum Auszug des gemeinsamen Sohnes und zu einer endgültigen Entscheidung, weil es so nicht mehr weitergeht.

Four Lions

BR/FRA

2010

Chris Morris

Kayvan Novak, Riz Ahmed

Die jungen Briten Omar, Waj, Islam-Konvertit Barry und Faisal wollen aus sehr unterschiedlichen Gründen in den Heiligen Krieg ziehen und es mit einem verheerenden Terroranschlag in London der westlichen Welt zeigen. Die vier sind das, was im Englischen mit bumbling idiots umschreiben würde, also vom lieben Gott bzw. Allah mit Hirnmasse nicht eben gesegnet. Zwei von ihnen fliegen gleich aus einem pakistanischen Ausbildungslager, weil sie mit einer Panzerfaust so ziemlich alles anstellen, außer das Ziel zu treffen. Der Dritte trainiert Krähen als Bombenkuriere. Es ist, als wären Ali G., Monty Python und das verbale Feuerwerk von IN THE LOOP zu einem effektiven Sprengsatz fusioniert. Ersonnen vom skandalträchtigen TV-Mastermind Chris Morris, der die britische Medienwelt gern mal aus den Angeln hebt, erzählt diese wahnwitzige und sehr unterhaltsame Farce von den vier Vollpfosten in den englischen Midlands, die der Arroganz der westlichen Kultur mit einem gewaltigen Anschlag eine gepfefferte Lektion erteilen wollen.
In Kooperation mit Zephyr und Amnesty International

Louis(e) De Ville: Portrait d'un Bad Girl

FR

2011

Chriss Lag

Louis(e) de Ville ist Schauspielerin, Seminarleiterin zu sexueller Bildung, Autorin und amerikanische Burlesk-Performerin. Gezeigt werden ihre Shows in Europa und ihre One-woman-Show „Betty Speaks!“. Von glamourös bis trashig, auf der Bühne wie hinter der Bühne, untersucht und dekonstruiert sie Gendercodes und Feminismus. Anschließend Filmgespräch mit der Regisseurin Chriss Lag. In Kooperation mit PLUS e.V. (also aqb 18)

Parole de King

FRA

2015

Chriss Lag

Während Drag Queens im Rampenlicht stehen und die Bühnen der Kabaretts bevölkern, sind Drag Kings wenig sichtbar. Chriss Lag ist 22 Kings aus ganz Frankreich begegnet. In ihrem Film erleben wir diese auf den Bühnen und bei Workshops – spielerisch, voller Spaß und mit künstlerischem, aber auch kämpferischem Ausdruck. Indem sie die Theorie der sozialen Konstruktion von Geschlecht ernst nehmen, nutzen die Drag Kings die Codes der Männlichkeit, um bewusst ihre eigenen Codes von Weiblichkeit zu dekonstruieren. Für die Regisseurin Chriss Lag ist es unbegreiflich, dass sich immer noch Menschen gegen die Öffnung der Ehe stellen und ihren Hass auf die Straße tragen. Sie sagt: „Der Film ist meine Antwort darauf.“
Mit Filmgespräch in Anwesenheit der Regisseurin. In Kooperation mit PLUS e.V.

Memory Books – Damit du mich nie vergisst

DEU/CHE

2007

Christa Graf

Was hinterlässt man seinen Kindern, wenn man an Aids stirbt? In Uganda schreiben infizierte Eltern, die kaum das Alphabet beherrschen, in den „Memory Books“ ihre Familien- und Lebensgeschichte nieder, damit ihren Kindern eine Erinnerung bleibt. Ein besonderes Projekt im Herzen Afrikas hat die erfahrene Autorin und Regisseurin Christa Graf dokumentiert. Der Film verleiht der Thematik „Ein Leben mit HIV in Afrika“ neue Bilder und zeigt, welche Möglichkeiten wir haben über HIV und Aids zu sprechen.
Diskussionspartnerin: Janine Stitz, KOSI.MA

Kanarie

ZAF

2018.

Christiaan Olwagen

Schalk Bezuidenhout, Hannes Otto, Germandt Geldenhuys, Gérard Rudolfn

Südafrika 1985. Der 18-jährige Johan Niemand liebt Boy George und Depeche Mode. Dass er für seinen Wehrdienst beim renommierten Soldatenchor „Canaries“ aufgenommen wird, rettet ihn vor dem gefürchteten Drill. Auf einer Tournee verliebt er sich in einen seiner Kameraden…
In einer vor Apartheid, Religion und Krieg geprägten Zeit verbindet das Filmdrama militärische Unterdrückung, Liebe und Musik.

Yves Klein - Schuss ins Blaue

DEU

2005

Christian Bau

Gelsenkirchen, 1958. Der Fußballverein Schalke 04 gewinnt die Deutsche Meisterschaft. Und der französische Künstler Yves Klein (1928–1962) reist aus Paris an, um das Foyer des neuen Stadttheaters mit einem 500 Quadratmeter großen Schwamm-Relief auszustatten. Diese beiden Ereignisse versetzen die Arbeiterstadt in helle Aufregung. Es war das Jahr, in dem das dunkle Grau in der Stadt der Kohlezechen verdrängt wurde vom Blau: Kleins Ultramarinblau und das Schalker Königsblau traten zusammen eine kurze, aber intensive Herrschaft an. Regisseur Christian Bau fragt: Gibt es einen Zusammenhang? Der Schauspieler und Schalke-Fan Peter Lohmeyer geht dieser Frage nach. Er trifft dabei u.a. auf Rudi Assauer, Yves Eigenrauch, Günther Uecker, und auf die Fußballer der 1958er Sieger-Elf. Einführung: Anne Vieth. Veranstaltungsort: Kunsthalle

Zwiebelfische

DEU

2010

Christian Bau

ZWIEBELFISCHE sind in der Druckersprache die Buchstaben, die verschwunden sind, weil sie in das falsche Fach einsortiert wurden. Die Druckerei Augustin in Glückstadt spezialisiert sich in den 30er Jahren auf den Druck fremder Sprachen. Der junge Schriftsatzlehrling Jimmy Ernst, Sohn aus der ersten Ehe des Malers Max Ernst, entdeckt hier nicht nur sein Talent für die Setzkunst sondern auch seine Leidenschaft für Zeichen, die ihn sein Leben lang begleiten wird. Der Halbjude hat es schwer im nationalsozialistischen Deutschland und flüchtet schließlich 1938 in die USA. Der Film ZWIEBELFISCHE der Regisseure Christian Bau und Artur Dieckhoff verknüpft auf poetische Weise die Schicksale von Jimmy Ernst und seinen Eltern mit der Geschichte der damals weltberühmten Druckerei Augustin. Der Drehort in der stillgelegten Druckerei wird untermalt von Fotos, alten Filmaufnahmen und Zeitzeugenberichten und ergänzt durch Textpassagen von Jimmy Ernst. Begleitet wird dieser Dokumentarfilm von Kompositionen der ausgezeichneten Komponistin Ulrike Haage (Sonderpreis "Beste Filmmusik"). Die mit dem Norddeutschen Filmpreis ausgezeichnete Dokumentation bietet einen intensiven Einblick in das Leben von Jimmy Ernst. Cinema Quadrat zeigt diesen Film im Rahmen des Jubiläumsprogramms "Expanded Cinema" in der Druckerei Schwörer und gibt so die Möglichkeit diesen beeindruckenden Film in einer außergewöhnlichen Atmosphäre zu erleben. Ort: Druckerei Schwörer, Bensingerstraße 1, MA-Neckarau. Eintritt frei!

Merry Christmas – Joyeux Noël

FRA/DEU/GBR/BEL

2015

Christian Carion

Diane Kruger, Benno Fürmann, Gaullaume Canet, Dany Boon, Daniel Brühl

Im Sommer 1914 waren Franzosen, Briten, Deutsche eigentlich in den Krieg gezogen im Glauben, zu Weihnachten wieder zuhause zu sein. Jetzt nähert sich das Fest der Liebe, und die Fronten in Frankreich sind erstarrt. Der Stellungskrieg hat begonnen. Auf engstem Raum liegen sich die Kampfverbände gegenüber. Doch eine Melodie erklingt über den Schützengräben: „Stille Nacht“. Die wahre Geschichte des Weihnachtsfriedens 1914 inmitten eines unbarmherzigen Krieges erzählt Christian Clarion in vier Akten: Von der Kriegsbegeisterung über die Ernüchterung zum Feiertagswaffenstillstand – bis zu den harschen Reaktionen der Befehlshaber auf diese verbrüdernde Geste der Menschlichkeit.
Einführung: Virginie Jouhaud-Neuthard und Cosima Besse

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