Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Dark Horse

DK/ISL

2005

Dagur Kári

Jakob Cedergren, Tilly Scott Pedersen, Nicolas Bro

DARK HORSE erzählt in 12 Kapiteln die Geschichte des entspannt lässigen Kopenhageners Daniel, der seinen Lebensunterhalt mit dem illegalen Besprühen von Liebeserklärungen an Hauswänden der Stadt verdient. Sein Leben und Denken folgt einem ganz eigenen Tempo, das mit gesellschaftlichen Normen nicht viel zu tun hat. Das Gegenstück in seinem Leben ist sein bester Freund, genannt Opa, der Grenzen und Regeln zum Glücklichsein braucht, und diese exzessiv als Schiedsrichter auf dem Fußballfeld auszuleben versucht. Und wie so oft ist es eine Frau und die Liebe, die die eingespielte Männerfreundschaft auf den Prüfstand bringt – und nicht nur das. Francesca, ähnlich unbekümmert wie Daniel, verliert ihren Job in der Bäckerei, weil sie Brot unter Einfluß psychedelischer Pilze verkauft hat. Sie verliebt sich in den Spray-Künstler, von dem sie wenig später schwanger wird und damit alles auf den Kopf stellt. Erstmals müßte Daniel Verantwortung übernehmen, und nichts in seinem bisherigen Leben hat ihn darauf vorbereitet… DARK HORSE ist ein Schwarz-Weiß-Film, der in seinem nostalgischen Touch an den Filmstil der 60er Jahre erinnert und dabei zum Träumen einlädt.

Ein Gutes Herz

ISL

2009

Dagur Kári

Brian Cox, Paul Dano, Isild Le Besco

In seinem neuen Film erzählt der in Frankreich geborene isländische Regisseur Dagur Kári von der Freundschaft zweier ungleicher Typen, mit denen das Leben bisher noch nicht besonders wohlwollend umgegangen ist: Lucas ist obdachlos und wird nach einem Selbstmordversuch in die Klinik eingeliefert, in der sich wieder einmal der Kneipenbesitzer und notorische Trinker Jacques nach einer Herzattacke aufhält. Ein trockener, melancholischer Film über zwei Typen und ihre Stärken und Schwächen, der einen weinen und lächeln lässt.

Nói Albinói

Island

2002

Dagur Kári

Tómas Lemarquis, Thröstur Léo Gunnarsson

Nói, ein eigensinniger Außenseiter, von dem niemand weiß, ob er nun zurückgeblieben oder genial ist, lebt mit seiner Großmutter in einer kleinen Stadt an einem abgelegenen Fjord im Norden Islands. Mit Iris, dem Mädchen von der Tankstelle, träumt er, dieser Welt zu entkommen. Denn hier scheint er ein ums andere Mal zu scheitern: Die Feuerwehr hat keine Arbeit für ihn, als Totengräber verzweifelt er an der tiefgefrorenen Erde. Erst als eine Katastrophe sein kleines Universum erschüttert, eröffnet sich für Nói die Chance, ein neues Leben zu beginnen… Im Grundton zwar eher trist-melancholisch, zeichnet sich das Erstlingswerk des Isländers Dagur Kári vor allem durch eine kräftige Portion Optimismus und Humor aus. „Ein starkes Kinodebüt, eine kleine göttliche Komödie“ (Tagesspiegel)

Mittagssonne

HRV/SRB/SVN

2015

Dalibor Matanic

Tihana Lazhovic, Goran Markovic, Nives Invakovic, Dado Cosic

Drei Liebesgeschichten im Abstand von je zehn Jahren in einem kleinen Dorf in Kroatien, dreimal spielt der Krieg in die Liebe hinein, und dreimal werden die beiden Liebenden von denselben Darstellern gespielt: Mit MITTAGSSONNE gewann Dalibor Matanic den Jurypreis in der Cannes-Reihe „Un Certain Regard“, weil er die Liebe und den Krieg auf ganz spezifische, auf originelle und intensive Art miteinander verknüpft. 1991 müssen sich zwei junge Erwachsene heimlich treffen, weil in Kriegszeiten die Romanze ein verbotener Luxus ist. 2001 sind die Wunden des Krieges noch zu frisch, um eine Affäre in eine echte Liebesbeziehung zu verwandeln. 2011 kann die Liebe vielleicht bestehen, wenn nur die Vergangenheit nicht dazwischenfunkt.

Schöne Tote Mädchen

Kroatien

2002

Dalibor Matanic

Olga Pakalovic, Nina Violic

Das Debüt des jungen kroatischen Filmemachers Dalibor Matanic, zeigt den Mikrokosmos eines Mietshauses in Zagreb als Spiegel der Zustände in seiner Heimat und heimste dafür mehrere Preise ein. Im Mittelpunkt stehen Iva und Maria, ein lesbisches Pärchen, für das ein Wunschtraum in Erfüllung zu gehen scheint, als es in eine geräumige Wohnung in einem ruhigen Stadtteil der kroatischen Hauptstadt zieht. Doch fatalerweise haben sie sich die Nachbarn nicht näher angeschaut, die sich bald als eine Ansammlung von Psychopathen entpuppen. Da gibt es den Nationalisten, der jeden Tag die kroatische Flagge hißt und seine Gattin prügelt. Im letzten Stock haust ein Arzt mit seinem debilen Sohn, der trotz Alkoholproblemen illegale Schwangerschaftsabbrüche vornimmt. Doch als schlimmstes Horrorpaar entpuppt sich die herrschsüchtige Hausmeisterin, die ihren gewalttätigen Skinhead-Sprößling mit Iva verkuppeln will. Kein Wunder also, daß die Situation bald eskaliert.

In the Middle of the River

USA/DEU

2018

Damian John Harper

Eric Hunter, Max Thayer, Nikki Lowe, Matthew T. Metzler

Die Schwester ist tot. Ein Unfall in den Felsen. Gabriel, Mitte 20, war lange weg. Im Irakkrieg. Im Krankenhaus. Hat sich herumgetrieben. Jetzt kehrt er heim zu den Großeltern in den Wohnwagen, zu seinen anderen Geschwistern – und er will wissen, was da war mit der Schwester. Wurde sie umgebracht? Vielleicht gar vom eigenen Großvater?
Mit ungeheurer Wucht inszeniert der an der HFF München ausgebildete Regisseur Damian John Harper sein Drama im ländlichen New Mexico, an der Bruchlinie zwischen Weißen und Ureinwohnern im Reservat: Jede Szene wurde in einer langen Kameraeinstellung gedreht, vor der Kamera versammelt sich ein Ensemble von Laiendarstellern, die Handlung beruht auf Beobachtungen und wahren Begebenheiten: So erzeugt Harper eine Atmosphäre unbedingter Authentizität bei seinem Blick in das Milieu der Abgehängten, denen nur die Wahl zwischen Kriminalität und Armee bleibt. Wo „Breaking Bad“ den Sumpf von Drogen, Perspektivlosigkeit und Aggressionen in den edlen Bildern einer High Quality-Serie zeigt, geht Harper wirklich dahin, wo es dreckig ist

Los Ángeles

MEX

2014

Damian John Harper

Mateo Bautista Matías, Marcos Rodríguez Ruíz

Der 17jährige Mateo hat einen Traum – er will unbedingt nach Los Ángeles. Dort will er arbeiten, um seine Mutter und seinen kleinen Bruder zuhause finanziell unterstützen zu können. Die einzige Möglichkeit, das kleine zapotekische Dorf im Süden Mexikos verlassen zu können, ist, sich für viel Geld über die mexikanische Grenze schleusen zu lassen. Auf der Suche nach Schutz und Zugehörigkeit auf der anderen Seite der Grenze entscheidet er sich vor seiner Abreise in eine Gang einzutreten.

La La Land

USA

2016

Damien Chazelle

Ryan Gosling, Emma Stone, John Legend, Rosemarie DeWitt, J. K. Simmons

Damien Chazelle belebt das Hollywood-Musical der guten alten Zeit wieder und verlegt es in die Moderne der prekären Beschäftigung. Emma Stone spielt eine Kellnerin in Los Angeles, die Schauspielerin sein möchte, Ryan Gosling einen Jazzpianisten, der sein Geld mit Gelegenheitsjobs verdienen muss. Sie finden zusammen, aber finden sie zusammen auch einen Weg zum Glück? Swingender Sound, überwältigende Tanzszenen und Referenzen auf klassische Musicals – allein die Eröffnungssequenz ist unvergesslich! Und dennoch versinkt LA LA LAND nicht in heilloser Romantik, enthält stattdessen einen guten Schuss Realismus.

Der große Oscargewinner 2017: Beste Regie, beste Hauptdarstellerin, beste Kamera, beste Musik, bester Song, bestes Szenenbild!

Whiplash

USA

2014

Damien Chazelle

Miles Teller, J.K. Simmons

Andrew Neiman hat nur ein Ziel: Einer von den ganz großen Schlagzeugern zu werden. Zwar ist er an einer der besten Musik-Universitäten New Yorks eingeschrieben, doch in den elitären Zirkel rund um den berüchtigten Jazz-Dirigenten Terence Fletcher schafft er es zunächst nur zum Seitenumblättern. In Fletchers Band erlebt der ehrgeizige Andrew eine Welt des absoluten Gehorsams: Wenn er wirklich dazugehören möchte, muss er ihr alles unterordnen. Er verlässt seine Freundin, um mehr Zeit für die Musik zu haben und sein Vater merkt, dass er seinen Sohn an die Schattengestalt Fletcher verliert. Andrew muss sich psychologischen und körperlichen Angriffen aussetzen. Für Fletcher zählt nämlich nur eins: Das Genie, das vielleicht in Andrew steckt, aus ihm herauszuholen. Und dafür ist ihm jedes Mittel recht.
Ein ungeheuer mitreißender Film mit einem Wahnssinnsrhythmus!

East Is East

GB

1999

Damien O’Donnell

Om Puri, Linda Bassett, Archie Panjabi

In jeder Großfamilie geht es turbulent zu, doch bei den Khans ist alles noch ein wenig chaotischer, denn täglich prallen unter ihrem Dach zwei Weltanschauungen aufeinander. Wie ein Patriarch wacht das pakistanische Familienoberhaupt George „Dschingis“ Khan über seine sieben Kinder und will sie zu guten Moslems erziehen, doch die haben längst ihren eigenen Kopf und fühlen sich als Engländer, so wie ihre bodenständige Mutter. „Assimilation als Seiltanz: zwischen arrangierten Eheschließungen und nächtlichen Ausschweifungen, Homosexualität und väterlichem Herrschaftsanspruch. Anrührend und voller Witz.“ (Kultur Spiegel)

Le Souffle – Der Atem

Frankreich

2001

Damien Odoul

Pierre-Louis Bonnetblanc, Dominique Chevalier, Maxime Dalbrut

Ein heißer Sommertag in der tiefsten Provinz von Frankreich. Der 15-jährige David verbringt die Sommerferien bei seinen Onkeln auf dem Hof. Es ist der Tag des „Méchoui“ – des traditionellen Hammelspießessens, das wie jedes Jahr in einem großen Saufgelage endet. In einer Art Initiation wird David zum ersten Mal in die Männerrunde aufgenommen. Der Alkohol versetzt David in einen rauschhaften Zustand. Aggression steigt in ihm auf, Unwillen gegen die Welt der Erwachsenen – aber auch sexuelles Begehren. Vollkommen betrunken macht David sich auf den Weg in die Gluthitze.

Heimkehr

HRV

2003

Damir Lukacevic

Rade Radovic, Mustafa Nadarevic, Vlasta Knezovic

HEIMKEHR erzählt die Geschichte der in Deutschland lebenden kroatischen Familie Klarić. Die Eltern träumen für die Rente von einem Hotel an der Adria. Die Söhne sind für diesen neuen Lebensabschnitt fest mit eingeplant. Doch die Kinder haben mit den Idealen und dem Leben der Eltern schon lange nichts mehr am Hut. Als die Heimkehr konkret wird, stellt sich so nur allzu bald heraus, dass unter Heimat in der Familie so gut wie jeder etwas anderes versteht…

Ersatzteile

SLO

2002

Damjan Kozole

Peter Musevski, Aljosa Kovacic, Primoz Petkovsek

Rezervni deli“, „Ersatzteile“, nennen die Schmuggler die Menschen, die sie transportieren, denn auf der italienischen Seite werden sie betäubt, ausgeweidet und ihre Organe teuer verkauft. Das zentrale Symbol von ERSATZTEILE bildet das Oval einer schmuddeligen Motorrad-Rennbahn: Es gibt keinen Ausweg, nirgends, nur das ewige Fahren im Kreis. Hier trifft sich der erfahrene Schlepper und Ex-Rennfahrer Ludvik mit dem jungen Rudi, um ihn in seinen neuen Job einzuweisen, den Menschenschmuggel… Regisseur und Autor Kozole läßt es zwar nicht an Deutlichkeit fehlen, was die Ausbeutung der Flüchtlinge betrifft, im Mittelpunkt des Films steht letztlich jedoch die nuancenreiche Beziehung der beiden Männer und ein ungewöhnlicher Blick auf die „Höllenhunde des Menschenschmuggels“, die Täter. ERSATZTEILE gewinnt durch seine unaufdringliche Haltung: Er will weniger betroffen machen, vielmehr die zynischen Rechtfertigungen seiner Figuren mitverfolgen. Sloweniens Beitrag für den Berlinale-Wettbewerb 2003.

Everything Everywhere All at Once

USA

2022

Dan Kwan, Daniel Scheinert

Michelle Yeoh, Ke Huy Quan, Jamie Lee Curtis, Stephanie Hsu

Evelyn Wang hat einen Waschsalon und einigen Ärger mit der Steuer. Zudem steht abends die große Neujahrsfest-Party zwischen den Waschmaschinen an, und die Tochter will dem konservativen Opa ihre Freundin präsentieren. Gleichzeitig versucht Ehemann Waymond, mit ihr über die Scheidung zu sprechen. Im Finanzamt, gegenüber einer mehr als biestigen Beamtin, findet Evelyn ein Portal in diverse Parallelwelten. Was ihr Leben nicht gerade vereinfacht.
Die Multiversums-Mindfuck-Action-Komödie war der Überraschungshit des letzten Jahres und der große Oscar-Gewinnerfilm: unter anderem bester Film, beste Regie, bestes Drehbuch, beste Hauptdarstellerin und beste Nebendarsteller!
Einführung: Dr. Sabine Ameskamp
Von Anfang Juni bis Mitte August gibt es wieder Open Air-Kino in unserem Innenhof im dritten Stock des K1-Gebäudes! Immer samstags können Sie herrliche Sommerabende mit tollen Filmen unter freiem Himmel verbringen.
Das Sommerkino Open Air ist bestuhlt. Es gilt freie Platzwahl.
Es gibt Brezeln und Sommerdrinks – auch alkoholfrei.
Bei schlechtem Wetter laufen die Filme in unserem Kinosa

Everything Everywhere All at once

USA

2022

Dan Kwan, Daniel Scheinert

Michelle Yeoh, Ke Huy Quan, James Hong, Stephanie Hsu, Harry Shum Jr., Jamie Lee Curtis

Evelyn Wang hat einen Waschsalon und einigen Ärger mit der Steuer. Zudem steht abends die große Neujahrsfest-Party zwischen den Waschmaschinen an, und die Tochter will dem konservativen Opa ihre Freundin präsentieren. Gleichzeitig versucht Ehemann Waymond, mit ihr über die Scheidung zu sprechen. Im Finanzamt, gegenüber einer mehr als biestigen Beamtin, findet Evelyn ein Portal in diverse Parallelwelten. Was ihr Leben nicht gerade vereinfacht.

In diesem 2022er-Kino-Überraschungshit spielt Michelle Yeoh eine träumerische, überforderte Kleinunternehmerin – und zugleich eine Wrestlerin, eine Martial Arts-Kämpferin, eine gleichgeschlechtlich liebende Ehefrau mit Wurstfingern… Im Multiversum ist alles möglich, irre Wendungen und witzige Gags, und es ist nicht so einfach, die Welt zu retten, wenn man die „Verse-Sprung“-Technik nicht geübt hat. So verbindet das Regieduo „Die Daniels“ glücklich Feelgood mit Action und Mindfuck – ausgezeichnet mit mehreren Oscars.

Referentin: Sabine Ameskamp (Mannheim)

The Yes Men

USA

2003

Dan Ollman

Sie werden zu internationalen Wirtschaftskonferenzen eingeladen, tragen seriöse Anzüge und halten Power- Point-Präsentationen. Handelt es sich um überbezahlte Businessmänner, die die nächsten Profite planen? Nein! Es stellen sich vor: Die Yes Men, Meister der Kommunikationsguerilla. Sie sind die nächste Generation von Politaktivisten, und selbst große Fernsehsender fallen auf ihre kühne Überzeichnung von Zielen der Welthandelsorganisation herein. Politsatire auf einer neuen Ebene – je nach Situation bewaffnet mit Computeranimationen über McDonald’s oder mit einem hautengen Kostüm, auf das selbst Superman neidisch wäre, nehmen die „Yes Men“ verbreitete Wirtschaftsideologien mit schwarzem Humor aufs Korn.

Ouaga Saga

BFA

2005

Dani Kouyaté

Amidou Bonsa, Sébastien Belém, Aguibou Sanou

In Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos, schlägt sich eine Gruppe junger Leute durch das Leben. Sie sind alle waschechte Kinofans, die zwar kein Geld haben, aber dafür viel Ideenreichtum. Das lokale Kino ist ihr paradiesischer Fluchtpunkt, an dem sich all ihre Hoffnungen versammeln: Dort fassen sie den Plan, sich den lang ersehnten Traum von einem Multiplex zu erfüllen. Aberwitzige Komödie aus Afrika, die das pralle Leben in schillernd bunten Farben zeigt. Eine Hommage an das Kino im Allgemeinen und den schwarzen Kontinent im Besonderen. (also ab 18 Jahren)

Der verschwundene Soldat

ISR

2023

Dani Rosenberg

Ido Tako, Mika Reiss, Efrat Ben Tzur, Tikva Dayan, Shmulik Cohen

Im Morgengrauen, nach einem Kampfeinsatz im Gaza-Streifen, läuft Shlomi, 18jähriger Infanteriesoldat, einfach weg. Zunächst zum Haus seiner Eltern, als dort Soldaten auftauchen weiter mit dem Fahrrad und dem Bus nach Tel Aviv zu seiner Freundin. Dann erfährt er, dass die Militärführung davon überzeugt ist, dass er in den Kriegswirren entführt wurde. Und er muss sich nicht nur vor den Soldaten, sondern vor der eigenen Identität verstecken, die ihm zur Falle geworden ist.

Der mehrfach ausgezeichnete Antikriegsfilm über eine tragisch-komische Reise – gedreht vor dem 7. Oktober 2023 – spielt in einem Zeitraum von 24 Stunden, wechselt von Schrecken zu Hoffnung, von Romantik zu Alptraum: „Zwischen den beiden Polen eines Liebesfilms und eines politischen Dramas webt Regisseur Dani Rosenberg ein komplexes, vielschichtiges Porträt der israelischen Gesellschaft.“ (Jüdische Allgemeine)

Transit Havanna

CUB/NLD/DEU

2016

Daniel Abma

Einmal im Jahr kommen zwei Ärzte aus Holland und Belgien nach Havanna und führen dort auf Initiative von Fidel Castros Nichte kostenlos geschlechtsangleichende Operationen durch. Wie geht es den Menschen, die für ein Leben im richtigen Körper kämpfen? Die Aktivistin Malú wartet schon seit Jahren auf ihre Chance zur OP. Odette war früher der beste Panzerfahrer Kubas gewesen. Juani war der erste transsexuelle Kubaner. Feinfühlig erzählt und wunderbar fotografiert zeigt der Film – aus dem speziellen Blickwinkel der LGBT-Community – fern von Klischees, wie Kuba tickt, über 50 Jahre nach der Revolution, im Moment der Öffnung nach Westen.
Am Do. 11.05. mit anschließender Filmdiskussion mit Kerstin Erlewein, Selbsthilfegruppe für Transmänner und deren Angehörige Rhein-Neckar/Pfalz, und mit Erich Siebert, Freundschaftsgesellschaft BRD-Cuba.

No paseran – Eine Geschichte von Menschen, die gegen den Faschismus gekämpft haben

DEU

2014

Daniel Burkholz

Auf einer Reise quer durch Europa, zu den letzten Zeitzeugen, die im Spanischen Bürgerkrieg und im 2. Weltkrieg gegen den Faschismus gekämpft haben, macht sich NO PASARAN auf die Suche nach Antworten. Im Zentrum der Doku stehen die persönlichen Schicksale von Gerhard Hoffmann (Österreich), Rosario Sanchez Mora (Spanien), Herman Scheerboom (Niederlande), Kurt Julius Goldstein (Deutschland), der Brüder Joseph und Vincent Almudever (Frankreich) und von Giovanni Pesce und seiner Frau Onorina Brambilla Pesce (Italien). Als sie sich als Freiwillige gemeldet haben, waren sie in der Mehrzahl noch Jugendliche. Doch keiner von ihnen hatte damit gerechnet, erst nach einer oft 10-jährigen Odyssee über die Schlachtfelder Europas und durch Konzentrations- oder Vernichtungslager nach Hause zurückzukehren. Die Zeitzeugen erzählen ohne Pathos, aber eindrucksvoll und bewegend, von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Sie berichten aus der Perspektive von Menschen, die in den Strudel epochaler Ereignisse, für deren Anlässe und Bedingungen sie nicht verantwortlich waren, hineingezogen wurden.
Filmgespräch mit Regisseur Daniel Burkholz und Diskussion mit INPUT Mannheim. Eintritt frei!

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