Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Gordos - Die Gewichtigen

ESP

2009

Daniel Sánchez Arévalo

Antonio de la Torre, Roberto Enríquez.

Übergewicht ist in der Industriegesellschaft ein buchstäblich zunehmendes Problem. In einer Gruppentherapie spricht deshalb eine Handvoll betroffener Menschen nicht nur über ihre überflüssigen Pfunde, sondern auch die damit zusammenhängenden Themen. Es geht um Liebe, Beziehung, Ängste, Ärger und Selbstwertgefühl. Bizarre Inszenierung mit grotesker Komik, die in ihrem Kern sehr klassische Themen behandelt. Unbedingt sehenswert, aber: Es wird schräg!

Der Kuss Der Tosca

CHE

1984

Daniel Schmid

Bewohner der „Casa Verdi“ des Altenheims für Musiker in Mailand

An der Piazza Buonarotti in Mailand liegt heute noch Giuseppe Verdis „schönstes Werk“, wie er selbst sagte. Es ist die „Casa di riposo“, ein Altersheim, 1896 von ihm gegründet für Menschen, „die weniger Glück hatten als ich“. Menschen, bei denen die große Karriere nie stattgefunden hat – und andere, erfolgreichere, deren Traumgagen längst aufgebraucht sind. Heute leben sie alle vergessen in einem kleinen Zimmer mit einem Koffer voller Erinnerungen. Doch wer einmal von der Tosca geküßt wurde, lebt weiter für die Kunst, für das Scheinwerferlicht und die Selbstdarstellung. „Ich verstehe mich selbst immer mehr als Grenzgänger auf der schwankenden Linie zwischen Wirklichkeit und Traum, zwischen Realität und Imagination. Seit ich mich erinnern kann, habe ich auf diesem schmalen Grenzpfade hin- und herübergeschmuggelt. Einen Film zu machen mit alten Opernstars, die längst vergessen in einem Palazzo in Mailand leben, kam meinem Interesse für dieses Grenzgebiet zwischen Fiktion und Dokumentation entgegen.“ (Daniel Schmid) Begrüßung: Prof. Dr. Astrid Hedtke-Becker Einführung: Winfried Knoll, Sänger am Nationaltheater, Bundesvorstand der Vereinigung deutscher Opernchorsänger. Anschließend Gesprächsrunde. (also ab 18, und wenn es noch so ein Unsinn ist)

Hanau-à-gogo + Flüstern Und Schreien

Daniel Siebert

Mit einer Doppelnacht schließen wir das Begleitprogramm zur STROMgitarren-Aussstellung ab. In HANAU-À-GGOG geht es um die wilden 50er und 60er Jahre in der damaligen Garnisonsstadt und Rock’n’Roll-Hochburg Hanau. Eine Zeit, in der Leute wie Bill Haley und Jimi Hendrix in Hanauer Bars verkehrten und die Stadt als Sündenpfuhl bekannt war. Mit einer Einführung von Louis van Herpen, Musiker der „Indonesian Revival Band“. Anschließend: FLÜSTERN UND SCHREIEN DDR 1988. R: Dieter Schumann, D: Silly, Chicoree, Feeling B. DVD-Proj. 120 Min. FLÜSTERN & SCHREIEN ist ein Protestfilm. Und ein Film über den DDR-Rock der 80er Jahre, der hunderttausende von Zuschauern ins Kino lockte. Hier wird Rockmusik zum Ausdruck des Lebensgefühls einer Generation, die sich zunehmend von FDJ-Liedern und blauen Blusen abwendet und nach eigenen Wegen in der Musik und im Leben sucht.

Octubre - Im Oktober Werden Wunder Wahr

PER

2010

Daniel und Diego Vega

Im Leben des Pfandleihers Clemente hat alles seine Ordnung. Tag für Tag geht er seinen Geschäften nach, verleiht Geld an die Leute aus dem Viertel, führt genau Buch über die Transaktionen und die hinterlegten Sicherheiten. Als er eines Tages ein Baby vor seiner Wohnungstür findet, gerät die Ordnung und damit sein Leben ins Wanken. Überfordert von dem Säugling bittet Clemente seine Nachbarin Sola um Hilfe und macht sich auf die Suche nach der Mutter des Kindes. Es beginnt eine Reise, die sein fest gefügtes Leben verändern wird. In Bildern von magischer Leuchtkraft, lakonisch und mit sanftem Humor erzählt die Komödie der Brüder Daniel und Diego Vega von Menschen, die ihre Sehnsüchte erst wieder neu entdecken müssen und die manchmal ein kleines Wunder brauchen, um zu erkennen, wie nah das Glück zu finden ist. Daniel Vega, 1973 geboren und in Lima aufgewachsen, studierte in Madrid audiovisuelle Kommunikation. Sein ein Jahr jüngerer Bruder Diego studierte Drehbuch in Kuba und Spanien. Ihre gemeinsame Filmarbeit begann 2008 mit den international prämierten Kurzfilm “Interior bajo izquierda“. Mit ihrem Debütfilm „Octubre“ gewannen sie u.a. in Cannes den Preis der Jury in der Reihe „Un certain regard“ und in Lima, den Preis als „Bester Film“ 2010.

Im Oktober Werden Wunder Wahr

PER

2010

Daniel Vega

Bruno Odar, Garbriela Velasquez, Carlos Gassols

Das Leben des schweigsamen Pfandleihers Clemente ändert sich von einem Tag auf den anderen, als plötzlich ein Neugeborenes vor seiner Tür zurückgelassen wird. IM OKTOBER WERDEN WUNDER WAHR begleitet Clemente auf seiner Suche nach der Mutter. Währenddessen kümmert sich Sofia, seine einsame Nachbarin, um das Baby. Der Film wurde 2010 auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes in der Sektion Un certain regard gezeigt. Diskussionspartner: Dr. Roman Nitsch, Vorstand Caritasverband Mannheim e.V.

Die Wiederkehr Des Martin Guerre

FRA

1982

Daniel Vigne

Gérard Depardieu, Nathalie Baye

Mitte des 16. Jahrhunderts verlässt der französische Bauer Martin Guerre aus Arigat Frau und Sohn, um Söldner zu werden. Neun Jahre später taucht ein Mann in Arigat auf, der behauptet, Guerre zu sein. Er kennt sich aus im Dorf, und fast alle Bewohner glauben, ihn wiederzuerkennen. Guerres Frau wundert sich allerdings: „Ihr Mann“ ist stärker, leidenschaftlicher und aufmerksamer geworden. Er liebt seine Frau und behandelt sie mit Respekt. Irgendwann behaupten zwei Vagabunden, der echte Guerre habe im Krieg ein Bein verloren, also könne der „Neue“ nicht der Richtige sein… In Kooperation mit der Fachschaft Geschichte der Uni Mannheim. Einführung: Prof. Hiram Kümper, Lehrstuhl für Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit.

Belleville. Belle et rebelle

DEU/FRA

2021

Daniela Abke

Belleville, im Nordosten von Paris gelegen, ist das Einwandererviertel par excellence, geprägt von Migration, Handwerk und Revolte. Charmant, bezaubernd, eigenwillig. Unbeugsam, unbändig, zeitlos. Reale Poesie und populäres Chanson. Französische Geschichte, die trotzt und fortbesteht. Die Charaktere, die den Film tragen: Joseph, Cafébesitzer und Chronist, Minelle, Sängerin und Akkordeonistin, Robert, Schriftsteller, Fotograf, einst Regieassistent bei Truffaut, Drehorgelspieler Riton, Wandmaler Stefen und Lucio, baskischer Anarchist und gesuchter Scheckfälscher. Sie sind Stammgäste im „Vieux Belleville“, einem lieu authentique, aus Mode und Zeit gefallen, voll Musik, die von Revolution und Krieg, von Liebe und Leidenschaft erzählt. Ein Film über die französische Seele, dort, wo die Gesellschaft im Innersten zusammenhält. Ein Film über Courage, Kultur und Einmischung. Fotografie in schwarz-weiß. Bilder wie ein Chanson.
In Kooperation mit Institut Français Mannheim

Mein Platz ist hier – Il mio posto è qui

ITA/DEU

2024

Daniela Porto, Cristiano Bortone

Ludovica Martino, Marco Leonardi, Antonino Sgrò

In den 1940ern in einer Kleinstadt in Kalabrien lieben sich Marta und Michele – doch Michele kehrt nicht von der Front zurück, und Marta bekommt ein Kind. Da sie nach dem Krieg als „ledige Mutter“ verschrien wird, willigt sie ein, den älteren Bauern Gino zu heiraten. Bei den Hochzeitsvorbereitungen bekommt sie es mit Lorenzo zu tun, dem offen homosexuellen „Hochzeitsplaner“ des Dorfes. Er schafft es, dass Marta ihre Vorurteile überwindet, sie freunden sich an, er führt sie in die verborgene Gemeinschaft der Schwulen ein. Und Marta wird sich ihrer Stellung und ihrer (fehlenden) Rechte als Frau bewusst.

Wie MORGEN IST AUCH NOCH EIN TAG (den wir am 14.6. in unserem Open Air-Programm zeigen) steuert der mehrfach preisgekrönte Film auf das Jahr 1946 zu, in dem erstmals Frauen wählen durften; ein einschneidendes Ereignis in der patriarchalischen Gesellschaft.

Der Schatten des Kommandanten

USA/GBR

2024

Daniela Völker

Dokumentarfilm

Rudolf Höß war Kommandant des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Unter seiner Verantwortung wurden mehr als eine Million Jüdinnen und Juden ermordet. Das Leben von Höß und seiner Familie wurde kürzlich in dem Oscar-prämierten Spielfilm THE ZONE OF INTEREST dargestellt. Nun berichtet der Dokumentarfilm DER SCHATTEN DES KOMMANDANTEN von den echten Menschen, die in Höß’ Todeslager gelebt haben: In ihrem Dokumentarfilm stellt Daniela Völker die Auschwitz-Überlebende Anita Lasker-Wallfisch und ihre Tochter Maya dem Sohn und dem Enkel des Kommandanten, Hans-Jürgen und Kai Höss, gegenüber: Hans-Jürgen Höss, 87 Jahre alt, setzt sich zum ersten Mal mit dem grausamen Vermächtnis seines Vaters auseinander, das bisher verdrängt wurde. „Diesen Film muss man gesehen haben.“ (Jüdische Allgemeine)

Confidenza

ITA

2024

Daniele Luchetti

Elio Germano, Federica Rossellini, Vittoria Puccini, Pilar Fogliati, Isabella Ferrari

Die Affäre zwischen Lehrer Pietro und seiner Schülerin Teresa ist so verboten wie stürmisch. Eines Tages beschließen sie aus einer Laune heraus, sich gegenseitig ein dunkles Geheimnis anzuvertrauen, das sie noch nie jemandem offenbart haben. Seitdem ist viel Zeit vergangen, Pietro hat sich schon lange von Teresa getrennt, ist verheiratet mit Nina und als Buchautor sehr erfolgreich. Doch das Bewusstsein dessen, was Teresa weiß und vielleicht preisgeben könnte, verfolgt Pietro über die Jahre hinweg. Was, wenn Teresa zurückkommt?

In seinem neuesten Film präsentiert Meisterregisseur Daniele Luchetti zu einem Soundtrack von Thom Yorke und mit dem bravourösen Elio Germano in der Hauptrolle die Geschichte einer gefährlichen Liaison über mehrere Zeitebenen hinweg. Intelligentes Spannungskino aus inneren Konflikten und dunklen Geheimnissen. Können wir überhaupt jemandem vertrauen?

Der Regisseur über seinen Film:

Können Liebe und Angst in einer Paarbeziehung nebeneinander existieren? CONFIDENZIA erzählt das Leben von Pietro Vella, ein Lehrer, der im Leben seiner Schülerinnen und Schüler präsent ist, aber sich selbst fast völlig fremd ist. Ein Leben als Betrüger, mit einem unaussprechlichen Geheimnis, einem schwarzen Loch hinter sich, und doch geschätzt, verehrt und einer ganzen Nation als Vorbild hingestellt. Ein ganzes Leben, geprägt von der Angst, von der geliebten Person entlarvt zu werden, der einzigen, der er in einem Moment der Hingabe sein ganzes Vertrauen geschenkt hat.

Daniele Luchetti

Meine Zeit mit Cézanne

FRA

2016

Danièle Thompson

Guillaume Gallienne, Guillaume Canet, Alice Pol, Déborah François

Der Maler Paul Cézanne und der Schriftsteller Émile Zola zählen zu den bedeutendsten Vertretern der französischen Kunst und Literatur des 19. Jahrhunderts. Zu Lebzeiten allerdings war künstlerischer und finanzieller Erfolg nur Zola vergönnt. Cézanne hingegen lehnte das Streben nach Wohlstand ab. Seit ihrer gemeinsamen Schulzeit in Aix-en-Provence verband die beiden so verschiedenen Künstler eine innige, wenn auch turbulente Freundschaft. In detailgetreuen Bildern begleitet der Film Cézanne und Zola durch die Jahrzehnte, geprägt von Austausch und Bewunderung, aber auch Auseinandersetzungen und gegenseitiger Kritik. Eingebettet ist das filmische Doppelporträt in grandiose Landschaftsaufnahmen, die die Provence, den gemeinsamen Sehnsuchtsort beider Künstler, in satten Farben auf der Leinwand erstrahlen lassen.
Einführung: Anne-Sophie Pieper

Aus dem Leben eines Schrottsammlers

BIH/FRA

2013

Danis Danis Tanovic

Senada Alimanovi, Nazif Muji

Eine wahre Geschichte ist Grundlage dieses eindringlichen Films: Einer Roma wird trotz lebensbedrohlichen Verlaufs ihrer Schwangerschaft die medizinische Hilfe verweigert. Denn die in Armut lebende Familie ist nicht versichert und hat nicht das notwendige Geld. Was der Vater durch das Ausschlachten von verschrotteten Autos verdient, reicht gerade mal zum Überleben. Voller Verzweiflung muss die Familie gegen das Gesetz handeln, um das Leben der Frau zu retten.
Der bosnische Regisseur Danis Danis Tanovic lässt die Betroffenen das eigene Erleben nachspielen. Die Authentizität der Laien und die schnörkellose Gestaltung des Films geben dem Report aus dem Alltag Bosnien-Herzegowinas eine schockierende Intensität.
(Die Zeit)

Aus dem Leben eines Schrottsammlers

BIH/FRA/ITA/SVN

2013

Danis Tanovic

Eine Roma-Familie in Bosnien-Herzegowina. Der Vater schlachtet Autos aus und verkauft die Teile, die Mutter erledigt den Haushalt und versorgt die Kinder. Als sie eines Tages Schmerzen im Unterleib bekommt, geht sie in die Klinik, um sich untersuchen zu lassen. Etwas mit ihrem Kind stimmt nicht, eine Blutvergiftung droht. Eine Operation könnte ihr Leben retten, doch die Familie ist nicht krankenversichert. Der Chef des Krankenhauses lehnt einen kostenlosen Eingriff ab. Eine wahre Geschichte mit den Menschen, die diese Geschichte erlebt haben.
Diskussionspartner: Herbert Reuß, Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, und Radmila Mladenova, Universität Heidelberg
Kooperationspartner: KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar e.V.

No Man's Land

F / I / BEL

2001

Danis Tanovic

Branko Djuric, Rene Bitorajac, Filip Sovagovic

Der Bosnier Danis Tanovic war im Krieg im ehemaligen Jugoslawien als Dokumentarist an der Front und weiß, wovon er in seinem Spielfilmdebüt erzählt: Eine Patrouille bosnischer Soldaten irrt durch den Nebel und bemerkt kaum, dass sie zwischen die Fronten geraten ist, als auch schon das Feuer auf sie eröffnet wird. Ciki kann sich in einen verlassenen Schützengraben retten, wo er auf den serbischen Soldaten Nino trifft. Beide sprechen dieselbe Sprache, entdecken sogar, dass sie mal in dasselbe Mädchen verknallt waren, doch sie sind Feinde. UN-Blauhelme, spöttisch „Schlümpfe“ genannt, tauchen auf und verkomplizieren die verfahrene Lage durch ihre Eitelkeiten und ihr bürokratisches Hickhack. TV-Journalisten, auf der Suche nach der vermarktbaren Story, vervollständigen die Konfusion. Mit bitterer Konsequenz und irrsinnigen Metaphern zeichnet Tanovic den Krieg als absurden Zirkus. NO MAN’S LAND wurde 2001 in Cannes mit dem Drehbuchpreis und letztes Jahr mit dem Oscar als bester ausländischer Film ausgezeichnet. „Eine mörderische Komödie“ (New York Times) In Zusammenarbeit mit dem Eine-Welt-Forum anlässlich der Weltwoche 2003.

Trainspotting

GBR

1996

Danny Boyle

Ewan McGregor, Ewen Bremner, Robert Carlyle, Jonny Lee Miller, Kevin McKidd, Kelly Macdonald, Peter Mullan.

Ganz unten und meistens high: Mark Renton und seine Clique Spud, Sick Boy, Begbie und Tommy streifen durch Leith, Stadtteil von Edinburgh, auf der Suche nach dem nächsten Kick. Cleanwerden ist ein Wunsch, aber keine Lebensoption. Man kann, wenn man abgefuckt ist, so schön die Gesellschaft verachten! Und natürlich gerne immer wieder seine Freunde verraten und betrügen.
Danny Boyle lieferte DEN Sucht-Kultfilm schlechthin: Denn er zeigt nicht nur seine „Helden“, sondern taucht völlig ein in deren dreckige Lebenskloake. Verrohung, Glückseligkeit, Härte und Hoffnung, das alles gleichzeitig und übereinandergetürmt. Und in authentischem Tonfall: nämlich in so unverständlichem, mit Slangausdrücken gespicktem schottischem Englisch, dass die ersten 20 Minuten für die US-Version synchronisiert werden mussten.

Willkommen Bei Den Sch'tis

FRA

2008

Dany Boon

Dany Boon, Kad Merad, Zoé Félix

Der in Südfrankreich lebende Postbeamte Philippe wird gegen seinen Willen und gegen den Willen seiner Frau Julie in den rauen Norden des Landes versetzt – dorthin, wo die „Sch’tis“ leben, Ureinwohner mit einem sehr witzigen Dialekt. Philippe entdeckt schnell, wie herzlich diese Menschen sind, einer von ihnen wird schnell sein bester Freund. WILLKOMMEN BEI DEN SCH’TIS ist eine sehr warmherzige und berührende Komödie und war vor zwei Jahren der Überraschungserfolg schlechthin. Um den Genuss noch zu vergrößern, zeigen wir diesen wunderbaren Film an Weihnachten in der Originalfassung mit Untertiteln.

Cesars Grill

DEU/CHL

2013

Dario Aguirre

Völlig unprätentiös, sympathisch und echt kommt der Film von Dario Aguirre daher. Ein Vegetarier, der die Liebe zum Grillfleisch seines Vaters nicht teilt und trotzdem sein Bestes gibt, um das elterliche Fleischrestaurant zu retten. Wo der Hang zum Kitsch vermutet werden könnte, finden sich ehrliche Gefühle und der ernsthafte Versuch, aufeinander zuzugehen. Ein kluger Film über unerfüllte Erwartungen, enttäuschte Hoffnungen und gegenseitige Verantwortung füreinander. Nebenbei ein erhellender Einblick in die Lebensart Ecuadors. Must see!

Im Land meiner Kinder

DEU/CHE

2008

Darío Aguirre

Eigentlich war Darío wegen Stephanie aus Ecuador nach Deutschland gekommen. Aber die Behörden gehörten vom ersten Tag zu ihrer Beziehung dazu: In den folgenden 15 Jahren sollten sie ihm insgesamt zehn Visa ausstellen. 15 Jahre lang lebte Darío in Hamburg und war Ausländer, die Aufenthaltsanträge mussten stets von seiner Frau mit unterschrieben werden – und dann das: Der Erste Bürgermeister, Olaf Scholz, lädt ihn ein, Deutscher zu werden. Als er für die Einbürgerung freilich das Heiratsdatum von Stephanies Eltern angeben muss, macht er sich auf die Reise nach Zittau zu den Schwiegereltern. Und es geht quer durch das Niemandsland zwischen Ecuador und Deutschland, zwischen Integration und Bürokratie. In einem zärtlichironischen Roadmovie zeichnet Darío Aguirre seinen verschlungenen Weg vom Land seiner Väter in das Land seiner Kinder nach.

Man-Eater

ITA

2022

Dario Germani

Jessica Pizzi, Monica Carpanese, Giuditta Niccoli, Alberto Bucculini

Begleitet von einem unheimlichen Hausmeister bereiten sich Dozentin Nora und eine Gruppe ihrer Studentinnen auf eine 24-stündige Klausur vor: Um ihre Abschlussarbeiten zu recherchieren, campieren sie in einem Atombunker – der von der Regierung aufgegeben wurde, weil sich hier einst Unerklärliches ereignet hat. In der Nacht verschwinden zwei von ihnen spurlos, und bald finden sich die Überlebenden in einem Strudel der Gewalt durch einen wahnsinnigen Menschenfresser. Und der Schutzbunker, der Sicherheit vor der totalen Vernichtung bieten soll, wird zur tödlichen Falle, aus der es kein Entrinnen gibt.
Dario Germanis Neuauflage des berüchtigten Joe D’Amato-Horrorklassikers ANTHROPOPHAGUS (1980) ist ultrabrutales Splatterkino und zugleich liebevolle Hommage an italienische Video-Nasties der 80er-Jahre.

Here & There - Wiedersehen In Belgrad

DEU/USA/SRB

2009

Darko Lungulov

David Thornton, Mirjana Aranovic, Cyndie Lauper

Als Hauptdarsteller David Thornton vorschlug, seine Frau zur Mitarbeit an „Here & There“ einzuladen, fragte ihn der Regisseur, was die Gattin denn mache. „Musik“, lautete die knappe Antwort. Und so kam es, dass Cyndie Lauper nicht nur den Titelsong zu der bittersüßen Culture-Clash-Komödie beisteuerte, sondern auch eine kleine Rolle übernahm. Ein willkommenes Wiedersehen mit dem Star der Achtziger! Der in New York und Belgrad entstandene Film zeichnet sich durch eine spürbare familiäre Atmosphäre aus. Regisseur und Autor Darko Lungulov hat einen leisen, aber ausdruckstarken Debütfilm über persönliche Schicksalsschläge gedreht, über die Auswirkungen von Krieg und Emigration und über Liebe in Zeiten des Umbruchs. Mit feinem Humor und leichter Melancholie erzählt er in seinem international bereits mehrfach ausgezeichneten Film von den Abenteuern eines New Yorker Musikers in Belgrad.

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