Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Die Welt sehen

FRA

2016

Delphine Coulin, Muriel Coulin

Soko, Ariane Labed, Ginger Romàn

Zwei junge Soldatinnen, Aurore und Marine, kommen von ihrem Einsatz aus Afghanistan zurück. Mit ihrer Truppe verbringen sie drei Tage in einem Fünf-Sterne-Hotel auf Zypern. Hier, inmitten von Touristen, sollen sie lernen, das Erlebte hinter sich zu lassen. Im Militärjargon: »Dekompression «. Doch so leicht ist es nicht, den Krieg zu vergessen, auch nicht in einer Ferienwelt zwischen Pool und gutem Essen. Und auch nicht mit psychologischer Betreuung via Virtual Reality.
Ein Kriegsfilm ohne Krieg, dafür unter herrlichem blauen Himmel bei kristallklarem Wasser – und daneben ein virtuelles Kriegsgebiet, in dem sich der Soldatentrupp zur psychischen Verarbeitung von ihren Erinnerungen distanzieren sollen. Die Schwestern Delphine und Muriel Coulin legen dabei den Focus auf die beiden Soldatinnen, die nicht nur mit ihren Traumata, sondern auch mit verkrusteten Hierarchien und Ansichten in einem patriarchalischen System kämpfen müssen. Denn klar ist immer: Soldaten sind Männer, die Tod und Zerstörung bringen.

When Evil Lurks

ARG/USA

2023

Demián Rugna

Ezequiel Rodríguez, Demián Salomón, Silvina Sabater, Virginia Garofalo, Paula Rubinsztein

Die Brüder Pedro und Jaime hören Schüsse, finden einen Toten – und in einer Hütte den furchtbar entstellten Uriel, der bei lebendigem Leib verrottet. Ihnen ist klar, dass ein Dämon von seinem Körper Besitz ergriffen hat. Die Polizei hilft nicht; den besessenen Uriel wegzuschaffen führt zu einigen Todesfällen. Und selbst zu fliehen ist auch unmöglich, denn die Besessenheit greift um sich und trifft auch engste Familienmitglieder. All ihre verzweifelten Versuche, das Böse abzuwenden, führen in die Katastrophe. Denn es kennt kein Erbarmen, mit nichts und niemandem.

Der knallharte Horrorfilm arbeitet geschickt mit einem Kunstgriff: In seinem Gore-Chaos erschließen sich seine Regeln dem Publikum erst nach und nach. „Kreativ, komplett originell, ultracreepy und wahnsinnig boshaft – hinter diesem argentinischen Festivalgeheimtipp verbirgt sich der vielleicht effektivste und originellste Horrorfilm seit Jahren.“ (filmstarts.de)

L’ange De Goudron

Kanada

2001

Denis Chouinard

Zinedine Soualem, Catherine Trudeau, Rabah Ait Ouyabah

Der algerische Familienvater Ahmed Kasmi hofft auf die kanadische Staatsbürgerschaft für sich und seine Familie. Sein ältester Sohn Hafid verliebt sich derweil in die einheimische Aktivistin Huguette und schließt sich ihrem Kampf gegen die restriktive Einwanderungspolitik an. Der Konflikt zwischen traditionsbewußtem Vater und rebellischem Sohn tritt in den Hintergrund, als Hafid spurlos verschwindet.

Auf dem Weg – Sur les chemins noirs

FRA

2023

Denis Imbert

Jean Dujardin, Joséphine Japy, Izïa Higelin

Pierre ist unterwegs. Er will Frankreich zu Fuß durchqueren – nach einer wilden Party, bei der er betrunken vom Balkon gestürzt war, hat er diesen Beschluss gefasst, gegen den Rat von Ärzten und Familie. Von der Provence 1.300 Kilometer bis zur Normandie: ein Weg zur Begegnung mit Natur, mit Mitmenschen, mit sich selbst.
Frei nach der Lebensgeschichte des französischen Autors Sylvain Tesson inszenierte Denis Imbert diesen Film über das Unterwegssein, über die Schönheit der Natur, über das Weiterkommen, geografisch wie persönlich. Jean Dujardin (THE ARTIST; INTRIGE) in der Hauptrolle beweist sich erneut als komplexer Charakterdarsteller vor den majestätischen Landschaften Frankreichs.
Einführung: Julia Görtz, Romanisches Seminar, Universität Mannheim

Arrival

USA

2016

Denis Villeneuve

Amy Adams, Jeremy Renner, Forest Whitaker, Michael Stuhlbarg

Zwölf Ufos sind an verschiedenen Punkten der Erde gelandet. Eiförmig schweben sie mehrere Meter über dem Boden. Eine außerirdische Invasion? Das US-Militär engagiert die Linguistin Louise Banks, um zusammen mit dem Physiker Ian Donnelly die Möglichkeiten zur Kommunikation mit den Aliens zu sondieren. Im Raumschiff erscheinen die siebenfüßigen Außerirdischen hinter einer Nebelwand, sie werfen zirkuläre Zeichen auf eine Glasscheibe, die kaum zu entschlüsseln sind. Doch die Zeit drängt: International wächst der Druck, die Außerirdischen militärisch zu erledigen.
Einer der schönsten und besten Science-Fiction-Filme überhaupt: Denis Villeneuve sprengt die Konventionen des Genres mit überwältigenden Bilderfindungen und enormer emotionaler Kraft: „Die großartige Amy Adams beim Decodieren anmutig eigentümlicher Tintenkleckse zu beobachten, zieht mehr in den Bann als gewaltige Effektgewitter.“ (Spiegel online)

Blade Runner 2049

USA/GBR/CAN

2017

Denis Villeneuve

Ryan Gosling, Ana de Armas, Sylvia Hoeks, Robin Wright, Harrison Ford, Carla Juri

Es war einer der am meisten erwarteten Filme 2017 – und Denis Villeneuve gelang das Kunststück, einen ebenbürtigen Nachfolger zum stilbildenden Klassiker BLADE RUNNER aus dem Jahr 1982 zu schaffen. Mit seiner Geschichte um K, der Jagd auf Replikanten – künstliche, menschenähnliche Maschinen – macht und dabei selbst einer ist, nimmt Villeneuve Themen und Motive aus Ridley Scotts Vorgängerfilm auf, variiert und erweitert sie. Er erzählt einerseits eine spannende Detektivgeschichte, erschafft andererseits eine desillusionierte, geradezu postapokalyptische Atmosphäre und führt drittens die in BLADE RUNNER aufgestellten Fragen nach dem Wesen des Menschlichen weiter. Der Clou: Der Film ist auch ohne Kenntnis des Vorgängers absolut sehenswert – „ein Arthaus- Blockbuster, wie es ihn nur einmal alle 35 Jahre gibt.“ (epd Film)

Der 32. August auf Erden

CAN

1998

Denis Villeneuve

Pascale Bussières, Alexis Martin.

Nach einem schweren Autounfall weiß die Mittzwanzigerin Simone, dass sie ihr Leben ändern will. Sie gibt ihren Model-Job auf und will ein Kind bekommen. Ihr bester (platonischer) Freund Philippe, Dauerstudent, soll sie schwängern. Er willigt ein – unter der Bedingung, dass der Zeugungsakt in der Salzwüste von Utah stattfindet. Dort findet das Paar die Leiche eines Unbekannten, und Simone erkennt, dass nicht alles im Leben nach Plan verlaufen kann.
Eine Frau will sich verändern, doch der Kalender weigert sich, in den neuen Monat zu wechseln – das Langfilmdebüt von Denis Villeneuve ist existentialistische Komödie und surreales Road Movie und zeigt die stilbewusste, einnehmende Eigenwilligkeit eines Regisseurs, der weiß, was er will und was er kann.

Die Frau die singt

CAN

2010

Denis Villeneuve

Lubna Azabal, Mélissa Désormeaux-Poulin, Maxim Gaudette, Rémi Girard

Den Zwillingen Jeanne und Simon wird über einen Anwalt der letzte Wille ihrer verstorbenen Mutter eröffnet: Sie bekommen zwei Schreiben ausgehändigt, eines für ihren Vater, von dem sie glaubten, er sei tot, und eines für ihren Bruder, von dessen Existenz sie überhaupt nichts wussten. Die Geschwister brechen in den Nahen Osten auf, um die unbekannte Vergangenheit der Mutter zu erkunden. Dabei decken sie eine fürchterliche Familiengeschichte auf, voll von Inzucht, Vergewaltigung und Demütigung …
Denis Villeneuve erzählt seinen letzten frankokanadischen Film als episch angelegtes Familiendrama geschickt in zwei Zeitebenen, die eine unvorstellbare Tragödie offenbaren: „Ein wahnsinnig dichter, packender, schmerzvoller, wirkungsvoller Film, der einen immer mehr und tiefer in den Bann zieht und nicht mehr loslässt.“ (Deutschlandfunk)

Die Frau, die singt - Incendies

CAN

2010

Denis Villeneuve

Denis Villeneuve. D: Lubna Azabal, Mélissa Désormeaux-Poulin, Maxim Gaudette, Rémi Girard

Den Zwillingen Jeanne und Simon wird über einen Anwalt der letzte Wille ihrer verstorbenen Mutter eröffnet: Sie bekommen zwei Schreiben ausgehändigt, eines für ihren Vater, von dem sie glaubten, er sei tot, und eines für ihren Bruder, von dessen Existenz sie überhaupt nichts wussten. Die Geschwister brechen in den Nahen Osten auf, um die unbekannte Vergangenheit der Mutter zu erkunden. Dabei decken sie eine fürchterliche Familiengeschichte auf, voll von Inzucht, Vergewaltigung und Demütigung …
Denis Villeneuve erzählt seinen letzten frankokanadischen Film als episch angelegtes Familiendrama geschickt in zwei Zeitebenen, die eine unvorstellbare Tragödie offenbaren: „Ein wahnsinnig dichter, packender, schmerzvoller, wirkungsvoller Film, der einen immer mehr und tiefer in den Bann zieht und nicht mehr loslässt.“ (Deutschlandfunk

Enemy

CAN/ESP

2013

Denis Villeneuve

Jake Gyllenhaal, Mélanie Laurent, Sarah Gadon, Isabella Rossellini

Gleichermaßen Kafka, Cronenberg und Lynch ist dieser Kino(alb) traum von Denis Villeneuve verpflichtet, der auf José Saramagos „Der Doppelgänger“ basiert: Monotonie bestimmt das Leben von Geschichtsprofessor Adam. Sein Alltag langweilt ihn ebenso wie seine Beziehung – bis er in einem Film, den ein Kollege ihm empfiehlt, einen Schauspieler namens Anthony sieht, der ihm aufs Haar gleicht. Verstört aber auch fasziniert, beschließt er, seinen Doppelgänger aufzuspüren. Je tiefer Adam in Anthonys Welt eindringt und dabei auch dessen Frau Helen näher kommt, desto schwerer tut er sich mit dem eigenen Ich.
Zunehmend wird ihm sein Alter Ego zur Obsession. Der Beginn eines bizarren Spiels…

Maelström

CAN

2000

Denis Villeneuve

Marie-Josée Croze, Jean-Nicolas Verreault, Stephanie Morgenstern

Bibiane ist Luxus gewohnt, wird aber aus ihrem privilegierten Alltag gestoßen: Ihr Chef feuert sie, sie hat eine Abtreibung hinter sich – und sie überfährt auf dem Heimweg von einer Party einen Mann. Sie fährt weiter; das Unfallopfer, ein norwegischer Fischhändler, stirbt. Später lernt Bibiane Evian kennen; er ist der Sohn des Toten. Sie verführt ihn – und das Flugzeug, das er deswegen verpasst hat, stürzt ab…
Villeneuve schafft mit seinem zweiten Spielfilm ein emotionales Drama in surrealem Gewand: Die Geschichte um Tod und um die Suche nach Halt und Sinn im Leben wird erzählt von einem Fisch kurz vor dessen Schlachtung. Der Film begeisterte Publikum wie Kritik, nicht zuletzt dank der faszinierenden Präsenz der Hauptdarstellerin Marie-Josée Croze.

Polytechnique

CAN

2009

Denis Villeneuve

Karine Vanasse, Maxime Gaudette, Sébastien Huberdeau

Am 6. Dezember 1989 tötete ein Amokläufer insgesamt vierzehn Frauen an der École Polytechnique in Montreal. Denis Villeneuves mehrfach ausgezeichneter und viel diskutierter Film reflektiert die Tragödie aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der Studierenden Jean-François und Valerié sowie des frauenhassenden Killers. Im steten Wechsel der Zeit- und Betrachtungsebenen gelingt so eine mutige, formal wie inhaltlich fordernde Auseinandersetzung mit einem willkürlichen Akt der Gewalt. Der Film basiert auf Berichten von Zeugen und Überlebenden des Amoklaufs, die Figuren sind aus Rücksicht auf die Familien der Opfer frei erfunden. POLYTECHNIQUE wurde mit insgesamt neun kanadischen Genie Awards ausgezeichnet, darunter mit den Preisen für den besten Film, die beste Regie und die beste Hauptdarstellerin. In Deutschland kam der Film nie regulär in die Kinos.

Prisoners

USA

2013.

Denis Villeneuve

Hugh Jackman, Jake Gyllenhaal, Paul Dano, Viola Davis

Zwei Mädchen verschwinden. Ein Verdächtiger – mit einem IQ nahe an der Debilität –entpuppt sich als unschuldig. Ein anderer züchtet Schlangen und besitzt blutige Kinderkleidung – doch er ist nur ein Einbrecher, nicht der Entführer. Detective Loki lässt nicht locker – labyrinthische Symbole versprechen eine neue Spur. Währenddessen hat sich der Vater eines der entführten Mädchen einen Verdächtigen geschnappt, sperrt ihn ein, foltert ihn. Aber das düstere Geheimnis hinter den schrecklichen Vorfällen kann auch er nicht einmal erahnen. Denis Villeneuve schuf in seinem US-Debüt einen packenden Serienkiller-Thriller in allerbester Tradition: Niemand ist ohne Schuld in diesem psychologisch geschickt erzählten Krimidrama, mit viel Gespür für Atmosphäre und Charaktere inszeniert.
„PRISONERS gehört zu jener Sorte Film, die einen gefangen nehmen fast im wörtlichen Sinn: Man fühlt sich als Geisel, dazu verdammt, im Kinosessel festgenagelt alles mitzumachen bis zum befürchtet-bitteren oder dem erhofft-erlösenden Ende.“ (Die Welt)

Sicario

USA

2015

Denis Villeneuve

Emily Blunt, Benicio del Toro, Josh Brolin, Victor Garber

Mitten im endlosen Drogenkrieg zwischen den USA und den mexikanischen Kartellen schließt sich die idealistische und prinzipientreue FBI-Agentin Kate Macer einer Einsatztruppe an, die im Grenzstreifen zwischen Arizona und Mexiko den Rauschgifthandel bekämpft. Hinterhalte und Sprengfallen auf der Seite der Gangster, Schießereien und Folterungen auf der Seite der Polizeikräfte, dazwischen Korruption, Kompetenzgerangel und Geheimmissionen zeigen die Härte des Krieges gegen den Drogenbaron Alarcón.
Der hervorragend besetzte, dicht inszenierte Hochspannungsthriller ist nicht einfach auf Nervenkitzel aus, vielmehr bemühte sich Denis Villeneuve um eine möglichst authentische Darstellung der Polizeitaktiken wie auch der moralischen Ambivalenzen im Kampf gegen die Drogen.

Out

NLD

2024

Dennis Alink

Bas Keizer, Bram Agterbos, Jefferson Yaw Frempong-Manso, Joel Casillo, Johan De Joode

Tom und Ajani, zwei junge queere Männer, ziehen aus der restriktiven holländischen Provinz ins vielversprechende Amsterdam, um sich den Traum vom Filmemachen zu erfüllen. In der bunten Amsterdamer Queerszene finden sie Freundschaft wie auch Herausforderung: Im pulsierenden Nachtleben wird ihre Beziehung auf die Probe gestellt, bei verspielten Nächten zuhause, bei verrückten Limousinenfahrten und nicht zuletzt in den Dampfschwaden der Sauna.

Dieser intime Blick auf den Kampf um Selbstakzeptanz vor dem Hintergrund einer neuen Umgebung ist ein lebensfroher Film in bestechenden Schwarz-Weiß-Bildern über Liebe, Identität und die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt.

Die Welle

DEU

2008

Dennis Gansel

Jürgen Vogel, Max Riemelt

Gymnasiallehrer Rainer Wenger wagt während der Projektwoche zum Thema “Staatsformen” einen pädagogischen Versuch, um seinen Schülern die Entstehung einer faschistischen Diktatur endlich einmal hautnah verständlich zu machen. Diese halten die Wiederholung von Nazi-Terror und Holocaust für ausgeschlossen, doch schon nach wenigen Tagen installiert sich eine Mini-Diktatur im Klassenzimmer und “die Welle” gerät schnell außer Kontrolle.. Im Rahmen der Kampagne „Wählen ab 16“
Klassenstufe: ab 9. Klasse
Diskussionspartner: Jürgen Brecht, Abteilung Jugendförderung der Stadt Mannheim. 

Easy Rider

USA

1969

Dennis Hopper

Peter Fonda, Jack Nicholson, Dennis Hopper

EASY RIDER, das ist Road Movie und Kultfilm, Inbegriff des Lebensgefühls der späten 1960er und mit der Musik von Steppenwolf bis heute Hymne für alle Biker: Zwei junge Männer starten mit ihren Motorrädern zu einer Odyssee von Küste zu Küste. Sie entdecken die verschiedenen Gesichter der großen Städte und der kleinen Orte, machen Erfahrungen in einer Hippie-Kommune, mit Drogen und Sex in New Orleans‘ einschlägigem Milieu. Easy Rider war der offizielle USA-Beitrag zum Cannes Filmfestival 1969. Er wurde als bester Film des neuen Regisseurs Hopper ausgezeichnet, der gleichzeitig als Darsteller brilliert.

Sascha

DEU

2010

Dennis Todorovic

Sasha Keke, Tim Bergmann

Das Leben kann verdammt kompliziert sein! Erst recht, wenn man neunzehn ist, schwul und heimlich verliebt in seinen Klavierlehrer. Schwulsein in Köln ist eigentlich kein Problem, es sei denn, man hatte noch kein Coming-Out, blendet aus, dass der Schwarm nicht sehr vertrauenserweckend ist und wird von der Mutter als Konzertpianist und vom Vater für die Familienheimkehr nach Montenegro verplant. Kurzum: eine hinreißend-charmante und urkomische Coming-Out-Multikulti-Komödie!

Der Sommer mit Carmen

GRC

2023

Zacharias Mavroeidis

Yorgos Tsiantoulas, Andreas Lampropoulos, Nikolas Mihas

Für die queere Community Athens ist der Limanakia Beach ein sozialer und sexueller Hotspot. Hier treffen sich die Freunde Demos und Nikitas, beide Anfang 30 und angehende Filmemacher. Schauspieler Nikitas hat es satt, immer nur für die gleichen schwulen Rollen besetzt zu werden, und will endlich seine eigenen Erfahrungen auf der Leinwand sehen. Während die Männer um sie schwimmen und rummachen, pitcht Nikitias seinem Freund eine Filmidee. Es soll um die Ereignisse eines vergangenen Sommers gehen, um Demos’ emotionale Wiederbegegnung mit seinem Ex Panos und um Panos’ süßen Hund Carmen.

Aus einem sommerlichen Sonnenbad vor ungezwungener Kulisse entwickelt Regisseur und Autor Zacharias Mavroeidis ein metareflexives und höchst erotisches Filmvergnügen, das spielerisch zwischen Zeit- und Erzählebenen hin- und herwechselt und eine Freundschaft in neues Licht setzt – eine hinreißende Bromance, die zeigt, dass griechisches Kino nicht nur abgründig, sondern auch verspielt, sexy und super queer sein kann!

Blue Valentine

USA

2010

Derek Cianfrance

Michelle Williams, Ryan Gosling, Faith Wladyka

IIn BLUE VALENTINE verlieben sich der Highschool-Abbrecher Dean Pereira und die angehende Medizinstudentin Cindy Heller unsterblich in einander: Obwohl Cindy von ihrem Ex-Freund schwanger ist, entscheidet sich das Paar zu heiraten und Cindys Tochter Frankie als gemeinsames Kind zu erziehen. Die Liebe der Beiden weicht nach mehreren Jahren jedoch dem Alltagstrott. Wo ist die Leidenschaft und Liebe geblieben? Um die Schauspieler auf ihre Rolle des verzweifelten Ehepaares vorzubereiten, ließ der Regisseur seine Hauptdarsteller mehrere Monate in einem Einfamilienhaus wohnen. Was Williams und Gosling hier als Paar abliefern, ist so echt, dass die Geschichte selbst ohne Überraschungen, fast nur mit kleinen Gesten, leisen Tönen und steter Lebensnähe berührt. Und einen tiefen Eindruck hinterlässt.

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