Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Der Skorpion

DEU

1997

Dominik Graf

Heiner Lauterbach, Marek Harloff, Birge Schade

Als seine Frau nach einem Anschlag im Koma liegt, nimmt Kommissar Bertholt aus dem Drogendezernat München das Gesetz in die eigenen Hände. Was er nicht ahnt: Dasselbe macht auch sein Sohn Robin, der sich dabei in die Pornodarstellerin Daria verliebt und selbst einen schwindelerregenden Trip erlebt. Der faszinierende, düstere Großstadtthriller des etablierten und bekannten Film- und Fernsehregisseurs Dominik Graf hat 1998 fast alle bedeutenden Fernsehpreise gewonnen und ist mittlerweile bereits ein moderner Klassiker. Im anschließenden Werkstattgespräch berichtet Dominik Graf um 19 Uhr im Cinema Quadrat über die Arbeiten an SKORPION und anderen Filmen.

Die geliebten Schwestern

DEU/AU

2014

Dominik Graf

Hannah Herzsprung, Henriette, Confurius, Florian Stetter

Sturm und Drang ist 1788 in Rudolstadt angesagt. Friedrich Schiller und zwei mittellose Schwestern leben in einer Ménage-à-trois. Die unglücklich verheiratete Caroline von Beulwitz und die schüchterne Charlotte von Lengefeld folgen ihrem Schwur, alles miteinander zu teilen, auch den berühmten Autor. Charlotte ehelicht ihn, damit ihre Dreiecksbeziehung unter dem Deckmantel der Konvention fortgesetzt werden kann. Caroline, deren Roman Schiller anonym publiziert, verlässt ihren Gatten. Als sie schwanger wird, zerbricht das fragile Gleichgewicht des Liebesdreiecks.
Stilvoll, dialogstark und mit einer wie gewohnt grandiosen Hanna Herzsprung stellt Graf die ewig aktuelle Frage: Kann man eine ungewöhnliche Liebe leben? Das kulturelle Zentrum Weimar, die Entwicklung des Buchdrucks und die Französische Revolution liefern den Hintergrund einer leidenschaftlichen amour fou. Großes Kino der Gefühle!

Die Verschwundene

FRA/DEU

2019

Dominik Moll

aure Calamy, Denis Ménochet, Valeria Bruni Tedeschi, Damien Bonnard, Guy Roger N’Drin, Nadia Tereszkiewicz

Nach einem Schneesturm im Zentralmassiv steht ein Auto verlassen an der Landstraße. Von der Fahrerin fehlt jede Spur. Mehrere Menschen haben mit ihrem Verschwinden zu tun: ein Einsiedler in seinem Gehöft, ein Ehepaar auf einem Bauernhof, eine Pariser Kellnerin und ein junger Mann in Abidjan, der größten Stadt der Elfenbeinküste…
Dominik Moll entwirft in der Inszenierung seines Thrillerdramas eine verschachtelte Episodenstruktur, die die Handlungsfäden immer mehr zusammenzieht: Sie erzählen von Einsamkeit und von Begehren, von Zufällen und dem Kontrast zwischen der kargen, ländlichen französischen Provinz und einem afrikanischen Internetbetrugs-Business mit Fake-Accounts. Klug verschieben die einzelnen Kapitel des Films die Perspektiven auf das Geschehene. Dabei zieht Moll die Spannung seines Films aus den puzzleartigen Enthüllungen von Geheimnissen ebenso wie aus den verschlungenen Beziehungen der Charaktere zueinander: „Die strenge Gesetzmäßigkeit des Krimis weicht der unerbittlichen Kontingenz des Existenzdramas.“ (critic.de)

Lemming

FRA

2015

Dominik Moll

Laurent Lucas, Charlotte Gainsbourg, Charlotte Rampling, André Dussollier

Alain und Bénédicte führen eine Musterehe, sind glücklich in einem neuen Heim in der Nähe von Toulouse. Als Alains Chef Richard mit dessen Frau Alice zum Abendessen zu Gast sind, rastet diese plötzlich aus. Am nächsten Tag findet Alain einen halbtoten Lemming im Abfluss der Spüle, und von nun an folgt aufs Schlimme das Schlimmere. Alice versucht, Alain zu verführen, erschießt sich dann in dessen Wohnung; Alain erleidet einen Autounfall, seine Frau scheint von Alices Geist besessen zu sein, sie fordert von Alain, dessen Chef Richard umzubringen…
Ein surrealer Psychothriller zwischen Hitchcock und Lynch über Kontrollverlust, sich spiegelnde Identitäten, über weibliche Flucht aus festgefügten Strukturen, über bürgerliche (Selbst)Zerstörungsmechanismen. Das Absurd-Komische wandelt sich zum Irrational-Erschreckenden, wenn alles aus dem Gleichgewicht gerät. „Voller psychologischer Finessen oszilliert der Film zwischen Realität, Wunsch- und Albtraum und bringt seine Wirkung dank des virtuosen Zusammenspiels der Darsteller zur Entfaltung.“ (Filmdienst)

Die Milch Der Zärtlichkeit

Frankreich /Belgien

2000

Dominique Cabréra

Marilyne Canto, Patrick Brunel, Dominique Blanc, Olivier Gourmet, Sergi Lopez, Valeria Bruni-Tedeschi

Christelle ist gerade zum dritten Mal Mutter geworden und wird zum ersten Mal unvermutet aus der Bahn geworfen. Sie ist unfähig, den einfachsten Verrichtungen nachzukommen. Vor allem aber gelingt es ihr nicht, ihrem Baby die nötige Fürsorge entgegenzubringen. Von panischer Angst ergriffen flieht Christelle aus ihrer Wohnung und lässt ihre Kinder allein zurück. Bei einer Nachbarin findet sie schließlich Zuflucht, während zunächst ihr Mann und schließlich die ganze Familie nach ihr suchen. Mit Marilyne Canto, Dominique Blanc, Sergi Lopez und Valeria Bruni Tedeschi hat Dominique Cabréra lauter wunderbare SchauspielerInnen versammelt und ihren Film bis in die Nebenrollen hinein erstklassig besetzt. „Am Morgen trinkt Claire (die Nachbarin) ein Glas Milch. Christelle sagt zu ihr: „Du hast die Milch des Babies getrunken“, und das erzeugt bei Claire einen schrecklichen Ekel. Man weiß nicht, ob es wirklich Muttermilch ist oder nicht. Es geht um den animalischen Ekel, jemand anderem zu nah zu sein. … Das ist es, was das für mich ausdrückt: Die Notwendigkeit der Grenze zwischen der Mutter und der Tochter, zwischen sich und dem anderen.“ (D. Cabréra)

Finn's Girl

CAN

2007

Dominique Cardona und Laurie Colbert

Brooke Johnson, Chantel Cole, Maya Ritter, Gail Maurice

Die Gynäkologin Dr. Finn Jeffries ist talentiert, erfolgreich und verzweifelt. Nach dem Tod ihrer Lebenspartnerin, muss sie ihr Leben neu ordnen und sieht sich dabei ihrer größten Herausforderung gegenüber: der Erziehung der gemeinsamen elfjährigen Tochter Zelly. Diese reagiert mit pubertärer Rebellion. Erst als mit der Polizistin Diana eine Frau in Finns Leben tritt, zu der auch Zelly Vertrauen fasst, scheinen sich die privaten Katastrophen in Luft aufzulösen – und Finns Mädchen erfährt endlich die überraschende Antwort auf ihre Frage, wer eigentlich ihre biologischen Eltern sind. Eine moderne Studie lesbischen Lebensgefühls, die ein neues Bild von Familie und Mutterschaft wagt.

Mein Leben mit James Dean

FRA

2018

Dominique Choisy

Johnny Rasse, Nathalie Richard, Bertrand Belin, Juliette Damiens

Der junge Regisseur Géraud Champreux reist in die Normandie, um seinen ersten Spielfilm "Mein Leben mit James Dean" vorzustellen. Allerdings interessieren sich die örtlichen Fischer nur für Komödien oder Action, im Kino selbst ist auch nichts organisiert – und die unglückliche Liebe zum Hauptdarsteller des Films macht Géraud ebenfalls zu schaffen. Mehr und mehr lässt er sich ablenken, widmet sich der Natur, macht u. a. die Bekanntschaft mit einer Hotelrezeptionistin, einer PR-Veranstalterin mit Liebeskummer, einer alten Frau, die (als einzige) seinen Film ansieht, und dem Filmvorführer, der ihm seine Gefühle gesteht. Und zwischen Kinoleidenschaft, queerem Begehren, Idealismus, unerwiderten Empfindungen und enttäuschten Erwartungen führt Gérauds eher spezieller Film doch dazu, dass die Menschen, die mit ihm in Berührung kommen, zu ihren großen, filmreifen Gefühlen stehen.

In einem Land vor unserer Zeit

USA

1988

Don Bluth

Animationsfilm

Weil die Nahrung ausgeht, machen sich der kleine Langhals Littlefoot und seine Familie auf den weiten Weg ins Große Tal. Doch nach einem Erdbeben und dem Angriff eines Tyrannosaurus Rex ist Littlefoot ganz alleine. Zum Glück findet er andere Saurierkinder: ein Dreihorn, ein Breitmaul, einen Flieger und einen Dornenschwanz. Gemeinsam müssen sie auf ihrem Weg viele Gefahren bestehen: Vulkane brechen aus, der Scharfzahn ist ihnen noch immer auf den Fersen. Und sie müssen lernen, dass der Spruch „Dreihörner spielen nicht mit Langhälsen“ nicht stimmt.

Zeichentrickklassiker um spannende Urzeit-Abenteuer mit elegant animierte Saurierfiguren von Triceratops bis Pteranodon, der von Steven Spielberg und George Lucas mitproduziert wurde!

Phantasm – Das Böse

USA

1979

Don Coscarell

A. Michael Baldwin, Bill Thornbury, Angus Scrimm.

Der Tall Man geht um. Schändet Gräber auf dem Friedhof und schrumpft in der Leichenhalle Körper, die er versklaven und in eine andere Dimension schicken will. Der Teenager Mike kommt ihm auf die Spur… PHANTASM wurde in Deutschland zunächst nur gekürzt gezeigt – und erlangte größere Aufmerksamkeit erst in einer späteren, ungekürzten VHS-Veröffentlichung. Die aber in den jugendschutzhysterischen 1980ern schnell auf dem Index landete, dann gar beschlagnahmt wurde. Nicht nur aus heutiger, sondern auch aus damaliger Sicht erscheint diese Verurteilung nicht nachvollziehbar. Erst 2017 konnte das Verdikt aufgehoben werden, so dass der Film nun endlich wieder im Kino gezeigt werden kann: ein Klassiker des phantastischen Films mit brillanter Mischung aus Horrorelementen, Action, Science Fiction und einem Schuss schwarzen Humor

Last Night

Kanada

1998

Don McKellar

Don McKellar, David Cronenberg

Eine kanadische Großstadt, der letzte Abend vor dem Weltuntergang: In dieser Nacht kreuzen sich die verschiedensten Lebenswege vor dem dunkelsten aller Abgründe. Ein mal bitterböser, mal ironisch-amüsanter, aber keineswegs sentimentaler Abgesang auf die Menschheit.

Betrogen

USA

1971

Don Siegel

Clint Eastwood, Geraldine Page, Elizabeth Hartman, Jo Ann Harris, Mae Mercer

Io sto bene - Was am Ende bleibt

LUX/BEL/DEU/ITA

2020

Donato Rotunno

Renato Carpentieri, Alessio Lapice, Sara Serraiocco, Marie Jung, Vittorio Nastri, Maziar Firouzi

Antonio, der vor Jahrzehnten von Italien nach Luxemburg ausgewandert ist, trauert um seine Frau. Leo ist eine junge italienische Künstlerin, die versucht, sich im Ausland als VJ einen Namen zu machen. Sie begegnen sich. Im Aufeinandertreffen der beiden scheinbar so unterschiedlichen Menschen aus verschiedenen Generationen entfalten sich Lebensentwürfe, die sich ähneln. Reisen in die Fremde und die Hoffnung auf Glück, Zweifel und Zwiespalt,Verlust und Trauer verbinden die Protagonisten. „IO STO BENE ist ein Film, der das menschliche Miteinander genau beobachtet und seinen Figuren viel Mitgefühl entgegenbringt.“ (kino-zeit.de)
Am Do. 08.12.2022 in Anwesenheit des Mannheimer Produzenten Yilmaz Arslan!

Desert Hearts

USA

1985

Donna Deitch

Patricia Charbonneau, Helen Shaver, Audra Lindley, Andra Akers

In den 1950ern: Vivian Bell, Literaturprofessorin an der Columbia University, ist 35 Jahre alt, gutaussehend, etwas spröde – und will sich nach zwölfjähriger Vernunftehe scheiden lassen, weshalb sie nach Reno fährt. Cay Rivers ist zehn Jahre jünger, ein Freigeist, die offensiv ihre Neigung zu Frauen auslebt. Als Vivian auf Cay tifft, entdeckt sie unbekannte Gefühle und eine lange verborgen gebliebene Seite ihrer Persönlichkeit…
L-Mag wählte den Film auf Platz 1 ihrer Liste lesbischer Liebesfilmklassiker: „Die Mutter aller lesbischen Liebesfilme! Der erste Mainstream-Kinofilm über ein Frauenpaar, mit sexy Darstellerinnen und – auch das war damals neu! – einem hoffnungsfrohen Ende.

Dieses schöne Scheißleben – Que Caramba Es La Vida

DEU

2014

Doris Dörrie

Thema in Doris Dörries Film ist die mexikanische Musik schlechthin: Die der Mariachi. Das besondere: In dem von Männern geprägten Business fischt Dörrie die Frauen heraus. Eigentlich gibt es für Frauen keinen Platz in der Szene. Dennoch gibt es ein paar wenige, die sich für ein Leben als Mariachi entschieden haben. Eine dieser Musikerinnen ist María del Carmen. Dörrie begleitet die Estrellas de Jalisco, die auf Familienfesten, an Feiertagen wie dem Día de los Muertos und auf den Straßen von Mexiko City auftreten. Die weiblichen Mariachis verleihen ihrer Wut Ausdruck und geben zugleich Hoffnung. Ein Film wie eine Reise…

Männer

DEU

1985

Doris Dörrie

Heiner Lauterbach, Uwe Ochsenknecht, Ulrike Kriener, Janna Marangosoff, Dietmar Bär, Edith Volkmann

Werbemanager Julius – der eine Affäre mit seiner Sekretärin hat – ist erschüttert, als er erfährt, dass seine Frau einen Geliebten hat: Nebenbuhler Stefan ist komplett anders als Yuppi Julius: ein freischaffender Künstler ohne jeden Ehrgeiz! Julius sinnt auf Rache: Er zieht als WG-Genosse „Daniel“ bei Stefan ein und beginnt, den bekennenden Späthippie zum Erfolgstypen umzumodeln. Dass sich zwischen den beiden eine Freundschaft anbahnt, ist unausweichlich – aber das Ziel, Paula zurückzuerobern, gibt Julius deswegen nicht auf.

MÄNNER erreichte ein Sechs-Millionen-Publikum; damit legte Doris Dörrie den Grundstein für ihre eigene höchst erfolgreiche Karriere, für die ihrer Darsteller Heiner Lauterbach und Uwe Ochsenknecht (in Mannheim aufgewachsen!) – und für den Komödienboom der 1990er Jahre.

Schattenväter

DEU

2005

Doris Metz

Die Guillaume-Affäre: Im Jahre 1974 heißt der Kanzler der Bundesrepublik Deutschland Willy Brandt. Bald aber wird sein engster Mitarbeiter, Günter Guillaume, als DDR-Spion enttarnt und Brandt damit zum Rücktritt gezwungen. Als der Politkrimi seinen Lauf nimmt, befinden sich Pierre Guillaume und Matthias Brandt, die Söhne der beiden Männer, auf gemeinsamem Urlaub in Norwegen. Auch für sie hat das Ereignis tiefgreifende Folgen. 30 Jahre später lassen Pierre Guillaume und Matthias Brandt ihre Jugend im Politikerghetto Bonn, Bad Godesberg, vor der Kamera Revue passieren und erinnern sich ihrer übergroßen und doch so fernen Väter.

Wenn das Land zur Ware wird

MEX/DEU

2013

Dorit Siemers, Luz Kerkeling

Der Dokumentarfilm thematisiert die Bedrohung der indigenen Gemeinden in Südmexiko durch Monokulturen, Umsiedlungsprojekte,Tourismusprojekte und Repression. Neben dem friedlichen Widerstand der Betroffenen, die sich für ein selbst bestimmtes Leben im Einklang mit der Natur einsetzen, thematisiert das Projekt auch Verbindungslinien zu den Konsumenten im Westen.
Anschließend Filmgespräch mit den Regisseuren.

Loving Vincent

POL/GBR

2017

Dorota Kobiela, Hugh Welchman

LOVING VINCENT war DER Kunstfilm des Jahres 2017! Sein Thema: Der Maler Vincent van Gogh und die Umstände seines Todes. Was den Film aber abseits seiner Geschichte außergewöhnlich macht, ist seine Machart. Die Basis des Animationsfilmes bilden nämlich 62.450 Ölgemälde im Stil und in den Farben des Malers van Gogh, die als Auftragsarbeiten von 115 Malerinnen und Malern geschaffen wurden und einen ganz besonderen optischen Effekt zeitigen. Die Akteure des Films – Dr. Gachet, der Farbhändler Pêre Tanguy, der Briefträger Roulin und sein Sohn Armand – werden filmisch lebendig, so wie van Gogh sie selbst gemalt hat.
Einführung: Dr. Dorothee Höfert, Kunsthalle Mannheim

Verzaubert

DEU

1992

Dorothée von Diepenbrock u.a

“Wir waren immer normal“, sagt Edith entschlossen. „Wir fielen nicht auf. Wir haben erzählt, wir seien Kusinen.“ Dieser und anderen „heimlichen Biographien“ aus der Perspektive derer, die nicht dazugehören sollten, nähert sich der Film VERZAUBERT, in dem homosexuelle Frauen und Männer von ihrem homosexuellen Leben während des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit berichten. Homosexuelle Handlungen zwischen Männern waren mit dem Paragraph 175 StGB seit Ende des 19. Jahrhunderts unter Strafe gestellt. Dieser Paragraph wurde 1935 unter den Nationalsozialisten verschärft und behielt in der Bundesrepublik Gültigkeit bis 1969, in reformierter Form bis 1994. Ein Hamburger Kollektiv, bestehend aus neun Personen, führte 1990 für den Dokumentarfilm VERZAUBERT 50 Audio- und Videointerviews. Herausgekommen ist ein sparsamer Film, dessen Autoren sich zurücknehmen. Seinen Reiz bezieht er aus der Nähe und Intensität der Interviews. In Zusammenarbeit mit der Schwul-Lesbischen Initiative Mannheim.

Stolperstein

DEU

2007

Dörte Franke

Seit mehreren Jahren verlegt der in Berlin geborene Künstler Gunter Demnig seine „Stolpersteine" vor den Häusern von Menschen, die von den Nazis ermordet worden sind. In ihrem Film begleitet Dörte Franke nicht nur die Aktionen, sondern auch die Reaktionen der Passanten wie der Angehörigen der Opfer. Demnig hat nicht ohne kontroverse Diskussionen in über 300 deutschen Orten bisher tausende Steine verlegt, mit denen er den Toten ihre Identität wiedergeben will. Die Steine fertigt er selbst an. Finanziert wird dieses wohl größte dezentrale Denkmalprojekt in Deutschland mit Spenden.

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