Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Paddington in Peru

GBR/FRA/JPN/USA

2024

Dougal Wilson

Hugh Bonneville, Emily Mortimer, Julie Walters, Jim Broadbent, Olivia Colman, Antonio Banderas

Es ist ein großer Tag für den Bären Paddington: Endlich wurde ihm die britische Staatsbürgerschaft zuerkannt. Doch kaum hält er stolz seinen neuen Pass in den Tatzen, erreicht ihn eine Nachricht aus seinem Geburtsland Peru. Tante Lucy, die Paddington einst das Leben gerettet und ihn danach bei sich aufgezogen hatte, scheint es nicht gut zu gehen. Für Paddington ist klar, dass er Tante Lucy, die in einem Heim für alte Bären lebt, unbedingt besuchen muss. Und für Familie Brown, bei der Paddington in London lebt, ist ebenso klar, dass sie ihren Bären nach Peru begleiten wird. Doch als sie dort ankommen, ist Lucy verschwunden. Mit einem undurchsichtigen Bootskapitän und dessen Tochter machen sich Paddington und die Browns im peruanischen Regenwald auf die Suche nach Tante Lucy und geraten bald in eine Intrige.

Bear City

USA

2010

Douglas Langway

Gerald McCullouch, Stephen Guarino, Gregory Gunter

Tyler ist ein hübscher und zarter junger Mann – aber er steht selbst nicht auf hübsche, zarte junge Männer, sondern auf echte Kerle, mächtig und behaart. Auf Bären eben. Als Neuling in der New Yorker Szene lernt er in diesem Sommer auf der Suche nach der einzigen, echten und großen Liebe viele von ihnen kennen. Douglas Langway hat ein Großstadtabenteuer gedreht, eine romantische Komödie, die ein bisschen frivol ist – und eine amerikanische Love-Story der etwas anderen Art. Alle Besucher am Donnerstag erhalten ein Glas Sekt zur Begrüßung.

Lautlos Im Weltraum

USA

1972

Douglas Trumbull

Bruce Dern, Cliff Potts, Ron Rifkin

Ein paar Jahre, bevor er sein Regiedebüt gab, arbeitete der Kameramann Douglas Trumbull noch für Stanley Kubrick: Bei „2001: Odyssee im Weltraum“ war er für die Spezialeffekte verantwortlich. Mit „Lautlos im Weltraum“ bereicherte er das Science-Fiction-Genre um einen weiteren Film, der heute ein Klassiker ist. Hauptfigur ist der Astronaut Freeman Lowell, der die Aufgabe hat, eine Flotte von Raumschiffen zu betreuen, die die letzten Pflanzen und Tiere der Erde erhalten soll. Aber das Projekt hat seine Gegner, und irgendwann ist er mit zwei Robotern ganz allein auf weiter Flur.

Die Blutritter

Deutschland

2004

Douglas Wolfsperger

Stefan Müller, Alois Weber, Georg Baumeister, Pater Nikolaus

Einmal im Jahr wird im oberschwäbischen Weingarten die grösste Reiterprozession der Welt begangen. 3.000 Reiter und 30.000 Pilger treffen sich am Blutfreitag, dem Tag nach Himmelfahrt, um eine Reliquie zu verehren, die einen Blutstropfen des gekreuzigten Christus bergen soll. Regisseur Douglas Wolfsperger nimmt dieses Spektakel zum Anlass für ein ebenso stimmiges wie kurzweiliges Porträt eines Landstrichs und seiner Männergesellschaft. Er besucht u.a. einen Landmetzger, der ein energischer Gegner der Tierquälerei ist, einen Bäcker, der auch mal auf gut Glauben verkauft, einen Bestatter, einen praktizierenden Indianerfreund und den Abt von Weingarten. In Cinemascope und zur Musik von Haindling zeigt die Dokumentation Einblicke in eine Welt, die beinahe vor der Haustür liegt. „Es gibt kaum einen deutschen Filmemacher, der die Menschen so gut zum Sprechen bringt wie Douglas Wolfsperger.“ (Südkurier)

Doppelleben

DEU

2011

Douglas Wolfsperger

„Für mich war es wie ein Schlag ins Gesicht!“ Wer möchte schon aussehen wie Angela Merkel? Aus diesem Grund lehnte Susanne Knoll das Angebot, als deren Doppelgängerin zu arbeiten, im ersten Augenblick geradewegs ab. Doch der Drang, sich zu verändern, war bei der Lübecker Hausfrau letztendlich größer als die Vorbehalte. Und so wurde sie dann doch die erste Doppelgängerin Angela Merkels. Mit der Übernahme der Rolle verändert sich auch ihre Persönlichkeit…

War’n Sie Schon Mal In Mich Verliebt?

DEU

2005

Douglas Wolfsperger

Brigitte Mira, Max Hansen jun und die Schwestern Eva und Ann-Mari

„War’n Sie schon mal in mich verliebt?“ witzelte Max Hansen (gebürtiger Mannheimer) schon 1928 über Hitlers angebliche homosexuelle Neigung. In seinem neuen, aufwändig recherchierten Kino-Dokumentarfilm zeichnet Douglas Wolfsperger das bewegte Leben des Kabarettisten, Entertainment-Genies und „Superstars“ der 20er Jahre nach, der bald nach Hitlers Machtergreifung gezwungen ist, Deutschland zu verlassen. „Wie schon in „Bellaria“ zeigt sich Wolfspergers Sensibilität darin, dass er seine Gesprächspartner sanft selbst ihre Persönlichkeit entfalten lässt: Es ist von entzückender Skurrilität, wenn eine alte Dame mit Tanzstundengrazie im Schlager schwelgt. Und auch das weiß dieser Film: Nicht Goebbels oder Göring haben Zarah Leander entdeckt, sondern Max Hansen. Als er eine Partnerin für eine Revue in Wien suchte und Greta Garbo gerade abgesagt hatte..“ (Berliner Zeitung)

Monga - Gangs Of Taipeh

TWN

2010

Doze Niu

Mark Chao, Ethan Ruan, Rhydian Vaughan

Monga heißt ein Stadtteil der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh. Es ist der Ort, an dem der junge Mosquito zu Hause ist. Hier wächst er bei seiner Mutter auf. Solange er denken kann, ist Mosquito immer nur gehänselt und fertiggemacht worden. Er ist glücklich, an seiner neuen Schule Teil der Gang von Dragon Lee zu werden. Er verliebt sich in die Prostituierte Ning und träumt von einer Zukunft mit ihr. Der zweite Film des Regisseurs Doze Niu ist ein dramatisches, sinnliches und grausames Drama um Liebe, Ehre und Familie.

Alles Für Meinen Vater

DEU/ISR

2008

Dror Zahavi

Shredy Jabarin, Hili Yalon, Shlomo Vishinski

Um die Ehre seines Vaters wiederherzustellen, der wegen Kollaboration mit den Israelis geächtet wird, will Tarek, ein junger Palästinenser, im Auftrag einer Terrorgruppe ein Selbstmordattentat auf dem belebten Carmel-Markt in Tel Aviv begehen. Doch der Anschlag scheitert, da er den Sprengstoffgürtel wegen eines defekten Schalters nicht zünden kann. Tarek beschließt, bei einem israelischen Elektrohändler einen neuen Schalter zu besorgen, der jedoch wegen des bevorstehenden Sabbats erst am Sonntagmorgen geliefert werden kann. In diesen zwei Tagen lernt er Menschen kennen, die ihn verändern.

Erich Mendelsohn - Visionen für die Ewigkeit

ISR

2011

Duki Dror

Ein junger Architekt schickt seiner 16-jährigen Geliebten von der Front des Ersten Weltkriegs Briefe mit Zeichnungen organischer Gebilde und philosophischen Gedanken. Daraus entsteht eine lebenslange Verbindung, in der Erich Mendelsohn zu einem der wichtigsten Architekten des 20. Jahrhunderts reift.
Duki Drors Doku zeigt natürlich Mendelsohns Bauklassiker, wie das Universum-Kino am Berliner Kurfürstendamm, wo heute die Schaubühne ihren Spielort hat. Man lernt aber auch sein Privatleben kennen, vor allem seine große Liebe Louise: Mitten im Ersten Weltkrieg heiratete Mendelsohn die junge Cellistin. Dror zeigt ihre Beziehung als permanente Konfrontation zweier selbstbewusster Künstler. Louise war eine emanzipierte Frau, die jahrelang eine leidenschaftliche Affäre mit dem Dichter und Kommunisten Ernst Toller auslebte…

Moon

GBR

2009

Duncan Jones

Sam Rockwell

Ein Meilenstein des Science-Fiction-Genres: Duncan Jones – Sohn von David Bowie – verbindet lunare Schauwerte mit philosophischen Tiefendimensionen, und Sam Rockwell legt eine großartige „Two-Men-Show“ hin. Sam überwacht seit Jahren riesige Energie-Erntemaschinen auf dem Mond, allein. Nur Roboter Gerty leistet ihm Gesellschaft. Dann kommt es zu einem Unfall. Und Gerty aktiviert programmgemäß Sams Klon. Das Mondstation-Kammerspiel wird zum existentialistischen Thriller und ist, so „Telepolis“, „ein inhaltliches und formales Vergnügen: Klone aller Welten, vereinigt euch!“
Vor dem Film entspannte Atmosphäre mit David Bowie-Musik und Bowies Lieblings-Sommerdrink
Es gilt freie Platzwahl – gerne können Sie Kissen, Decken etc. mitbringen und es sich in unserem Innenhof im dritten Stock gemütlich machen!
Neben guter Musik gibt es leckere Sommerdrinks – auch alkoholfrei.
Bei schlechtem Wetter laufen die Filme in unserem Kinosaal.
Einlass ab 20:30 Uhr
Eintrittspreis: 8 Euro / erm. 6 Euro / Mitglieder Cinema Quadrat e.V. 5 Euro

W.r. - Mysterien Des Organismus

YUG

1971

Dusan Makavejev

Milena Dravic, Jagoda Koloper, Ivica Vidovic

Regisseur Makavejev macht in seiner surrealistischen Collage über den freudianisch-marxistischen Psychoanalytiker Wilhelm Reich verdrängte Seiten der Gesellschaft sichtbar. Der erste Teil zeigt Leben, Verfolgung und Tod des Forschers, dessen Theorie einer sexuellen Befreiung als Grundlage gesellschaftlicher Befreiung verketzert wurde. Im zweiten Teil versucht die „sexuell befreite“ Milena im Jugoslawien der 1970er, den stalinistisch-dogmatischen Eiskunstläufer Vladimir Ilyich zu agitieren.

Eine fantastische Frau – Una mujer fantástica

CHL/ESP/USA/DEU

2017

ebastiàn Lelio

Daniela Vega, Francisco Reyes, Luis Gnecco, Aline Kuppenheim

Marina und Orlando lieben sich und planen eine gemeinsame Zukunft. Sie arbeitet als Kellnerin und singt leidenschaftlich gern, der 20 Jahre ältere Geliebte hat ihretwegen seine Familie verlassen. Doch dann erleidet Orlando einen Anfall, die Ärzte können nur noch seinen Tod feststellen. Marina sieht sich mit den unangenehmen Fragen einer Kommissarin konfrontiert, und Orlandos Familie begegnet ihr mit Wut und Misstrauen. Seine Noch-Ehefrau schließt sie von der Beerdigung aus. Denn Marina ist eine Transgender-Frau.
Oscar 2018 als bester fremdsprachiger Film!

Pollock

USA

2000

Ed Harris

Ed Harris, Marcia Gay Harden, Jennifer Connelly, Tom Bower, Bud Cort, Val Kilmer, Amy Madigan

Jackson Pollock begründete das Action-Painting: Bei ihm stand der Fertigungsprozess des Kunstwerks im Vordergrund – einige seiner Bilder schuf er mittels furioser, tänzerischer Bewegungen, bei denen er die Farbe aus einem Behälter auf die am Boden ausgebreitete Leinwand schleuderte. Ed Harris, der zugleich Regie führte und mit vollem Körpereinsatz die Hauptrolle übernahm, zeichnet mit seinem Spielfilm ein lebendiges Porträt dieses Künstlers des abstrakten Expressionismus, der Anfang der 50er Jahre zum Star avancierte und 1956 bei einem Autounfall ums Leben kam. Der Maler beeinflusste nicht nur die Kunst seines Heimatlandes, sondern auch die europäische Szene der Nachkriegsjahre.

Alkoholismus und psychische Probleme führten dazu, dass er viele seiner Werke selbst zerstörte. Der Film zeigt die zwiespältige Persönlichkeit des Malers, der seinen Erfolg nicht zuletzt seiner Lebensgefährtin Lee Krasner verdankt, die hervorragend von Marcia Gay Harden gespielt wird. Figuren wie die Sammlerin Peggy Guggenheim, der Kunstkritiker Clement Greenberg oder der Künstler Willem de Kooning vermitteln im Verlauf des Films ein wichtiges Kapitel der amerikanischen Kunstgeschichte – „mit viel Gespür, Hingabe und unaufdringlichen Bildern erzählt.“ (Spiegel)

Cardillac

DEU

1969

Edgar Reitz

Hans-Christian Blech, Catana Cayetano, Rolf Becker, Liane Hielscher, Gunter Sachs, Heidi Stroh, Urs Jenny.

Der angesehene Goldschmied Cardillac lebt mit seiner Tochter aus einer gescheiterten Ehe mit einer Farbigen in völliger Abgeschiedenheit. Mit rätselhafter Leidenschaft liebt er die von ihm geschaffenen kostbaren Schmuckstücke – wenn er ein Stück verkauft, überfällt er kurz darauf den Käufer, tötet ihn und holt sich den Schmuck zurück. Niemand verdächtigt den Gold-Künstler, der sich immer mehr in eine Welt von Träumen und Illusionen einspinnt.
Edgar Reitz (HEIMAT) versetzt in seinem zweiten Spielfilm Motive aus E.T.A. Hoffmanns „Das Fräulein von Scuderi“ in das West-Berlin von 1969: Es geht nicht nur um eine skurril-blutrünstige Geschichte, sondern um den modernen/mordenden Künstler in der Gesellschaft – so wenden sich in dynamischer Verfremdung die Schauspieler immer wieder reflektierend ans Publikum.

The Sparks Brothers

GBR/USA

2021

Edgar Wright

Die Sparks: Eines der seltsamsten Klanggewächse der 70er. Mit einer Mischung aus Glamrock, Jahrmarktsorgel und hysterischem Falsettgesang gelang ihnen 1974, nach langem Anlauf, mit „Kimono My House“ das ersehnte Meisterwerk – seitdem setzen die Brüder Russel und Ron Mael ihre Musikerkarriere fort, bis heute, ohne Rücksicht auf die diversen Talfahrten, und ohne beeindruckt zu sein von gelegentlichen Höhenflügen wie mit „When Do I Get to Sing ‚My Way’“ von 1994. Der eine gestylt wie zum Teenager-Mädchenschwarm, der andere mit quadratischem Bart auf der Oberlippe, geben sie ein bizarres Duo ab mit bizarrer Musik zwischen Charterfolg und Performancekunst, enorm einflussreich und zugleich total unterschätzt. Edgar Wright (SHAUN OF THE DEAD) widmet den Brüdern diesen Dokumentarfilm: eine Liebeserklärung an die Popmusik, eine Reise durch fünf Jahrzehnte Musikgeschichte, eine Hommage an eine Band, die vor allem die Lieblingsband vieler Lieblingsbands ist – und die zuletzt als Drehbuchautoren und Komponisten das Musical ANNETTE von Leos Carax geschaffen haben.

Der Nachtschwärmer

ARG/FRA

2005

Edgardo Cozarinsky

Gonzalo Heredia, Rafael Ferro, Diego Trerotola, Gregory Dayton

Buenos Aires im 21. Jahrhundert ist eine belebte, schwüle und arme Stadt zugleich: Die Bettler ziehen nachts mit Sack und Pack durch die Straßen, Kinder spielen Fußball zwischen dem Abfall der Gassen und dem Dreck des Bolzplatzes, während die Reichen abseits in den Suiten der Hotels ihren Lakaien die Politik des Landes erklären. DER NACHTSCHWÄRMER ist die außergewöhnliche Geschichte von Viktor, einem 19-jährigen Stricher aus Buenos Aires. Hier – in der Stadt, die niemals schläft – ist er zu Hause, hier sucht er Liebe, Geborgenheit und Schutz. Sein Leben ist ein Kreislauf, aus dem er nicht auszubrechen vermag. Aber heute ist Allerheiligen, und die Legende besagt, dass die Toten für eine Nacht auf die Erde zurückkommen und versuchen, alle mit sich zu nehmen, die sie zu ihren ebzeiten liebten. Auch Victor muss sich seiner Vergangenheit und den Personen stellen, die ihn einst begehrten… Regisseur Edgardo Cozarinsky liefert hier die traumhafte Chronik eines Buenos Aires, das aufgrund etlicher Konflikte nicht zur Ruhe kommt, und in dem sich seine Figuren so realitätsnah bewegen, dass man glaubt, mit Victor auf den Trottoirs von Palermo oder San Telmo zu laufen. Als Liebesgedicht eines Porteño treibt uns DER NACHTSCHWÄRMER in die Abgründe irrationaler Angst, des mörderischen Liebestriebs…

Dieter Roth

Schweiz

2003

Edith Jud

Dieter Roth, Björn Roth, Sigridur Björnsdottir

Dieter Roth (1930–1998) war ein Rastloser: Er arbeitete als Maler, Bildhauer, Modegestalter, Aktionskünstler, Schriftsteller, Musiker, Verleger und Professor. Er drehte Filme und baute Möbel, unterhielt Ateliers in Reykjavik, Wien, Hamburg und Basel. Roth thematisierte das Zurücksinken der Dinge in die Landschaft, die Heimholung des Artifiziellen durch die Natur. Pünktlich zu einer großen in Basel, Köln und New York gastierenden Retrospektive des Künstlers hat die Schweizer Filmemacherin Edith Jud nun eine durchweg spannende Dokumentation fertiggestellt. Da sie mit Roths engsten Weggefährten, Freunden und Kollegen sprechen konnte und Zugang zu privatem Archivmaterial hatte, ist ihr ein ebenso intimes wie differenziertes Porträt gelungen.

Dieter Roth. Der Film. Das Leben. Die Kunst

CH

2003

Edith Jud

Es gibt Künstler, die nicht nur erschaffen, sondern selbst Kunstwerk sind. Dieter Roth (1930 – 1998) gehört zu diesen Erscheinungen. Sein Leben war erfüllt von seiner provozierenden Arbeit, die die staunende Öffentlichkeit in den 1960er Jahren in Form von „Literaturwürsten“ und „Schimmel-Bildern“ kennen lernte. Ähnlich wie Joseph Beuys hielt Roth sich nicht an einen künstlerischen Materialkanon, sondern verwendete für seine Skulpturen und Installationen große Mengen Schokolade, Fett oder Abfall. Roth war als Maler, Zeichner, Plastiker, Designer, Dichter, Musiker, Filmer und Mäzen unterwegs. Er lebte zwanzig Biografien und hinterließ ein titanenhaftes Werk. Edith Juds Film porträtiert den Fluxus-Künstler, Sprachmeister, Erfinder und Provokateur Roth und zeigt einen witzigen, skurrilen und besonderen Menschen. Einführung: Dr. Holger Klein-Wiele

Um Himmels Willen – Se Dio vuole

ITA

2015

Edoardo Falcone

Marco Giallini, Alessandro Gassman, Enrico Oetiker, Ilaria Spada, Laura Morante

Tommaso ist Herzchirurg, ebenso erfolgreich wie arrogant. Um seine Frau Carla und seine Tochter Bianca kümmert er sich wenig. Sein ganzer Stolz ist sein Sohn Andrea, der Medizin studiert und in Papas Fußstapfen treten soll. Aber in letzter Zeit wirkt Andrea verändert und verbirgt offensichtlich etwas. Ist der Junge vielleicht schwul? Tommaso bleibt locker, man ist ja liberal. Doch es kommt viel schlimmer: Andrea offenbart seiner Familie, er wolle sein Leben künftig Jesus weihen und Priester werden! Das ist allerdings ein harter Schlag für den überzeugten Atheisten Tommaso. Wer hat seinen Sohn einer Gehirnwäsche unterzogen? Bald stößt er auf den eigenwilligen Priester Don Pietro, der mit einer fulminanten One-Man-Show viele Jugendliche in seinen Bann schlägt. Tommaso ist entschlossen, diesen Don Pietro als Scharlatan zu entlarven. Mit allen Mitteln. In seinem Eifer merkt Tommaso gar nicht, dass seine Frau und seine Tochter ebenfalls beginnen, eigene Wege zu gehen…
Eine temporeiche, in Italien äußerst erfolgreiche Komödie, die Weltbilder und Lebensvorstellungen aufeinander prallen lässt. Glänzend gespielt, mit witzigen Dialogen und vielen Überraschungen. Edoardo Falcone erhielt den italienischen Filmpreis David di Donatello als bester Debutregisseur.

Das Land meines Vaters – Au nom de la terre

FRA/BEL

2019

Edouard Bergeon

Guillaume Canet, Veerle Baetens, Anthony Bajon, Rufus, Samir Guesmi, Yona Kervern

Lebensträume und Existenzsorgen: Pierre übernimmt den Hof seines Vaters und ist entschlossen, die Landwirtschaft ertragreich und erfolgreich zu führen. Doch trotz des großen Engagements müssen er und seine Familie schweren Herzens feststellen, dass ihnen im Lauf der Jahre immer größere Steine in den Weg gelegt werden.
Inspiriert vom Leben eines Vaters erzählt Edouard Bergeon in seinem Regiedebüt mit einem überragenden Guillaume Canet in der Hauptrolle und in großen Landschaftsbildern auf authentische Weise von den dramatischen Arbeitsbedingungen der Landwirte und vom Preis unserer Nahrung – nicht nur in Frankreich.
Einführung: Dr. Caroline Mary, Lektoratsleiterin am Romanischen Seminar der Universität Mannheim, Präsidentin der Deutsch-Französischen Vereinigung Rhein-Neckar e.V.

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