Filmarchiv

Lust zu stöbern? Hier finden Sie Filme, die seit Januar 2001 im Cinema Quadrat gezeigt wurden.

Männer

DEU

1985

Doris Dörrie

Heiner Lauterbach, Uwe Ochsenknecht, Ulrike Kriener, Janna Marangosoff, Dietmar Bär, Edith Volkmann

Werbemanager Julius – der eine Affäre mit seiner Sekretärin hat – ist erschüttert, als er erfährt, dass seine Frau einen Geliebten hat: Nebenbuhler Stefan ist komplett anders als Yuppi Julius: ein freischaffender Künstler ohne jeden Ehrgeiz! Julius sinnt auf Rache: Er zieht als WG-Genosse „Daniel“ bei Stefan ein und beginnt, den bekennenden Späthippie zum Erfolgstypen umzumodeln. Dass sich zwischen den beiden eine Freundschaft anbahnt, ist unausweichlich – aber das Ziel, Paula zurückzuerobern, gibt Julius deswegen nicht auf.

MÄNNER erreichte ein Sechs-Millionen-Publikum; damit legte Doris Dörrie den Grundstein für ihre eigene höchst erfolgreiche Karriere, für die ihrer Darsteller Heiner Lauterbach und Uwe Ochsenknecht (in Mannheim aufgewachsen!) – und für den Komödienboom der 1990er Jahre.

Schattenväter

DEU

2005

Doris Metz

Die Guillaume-Affäre: Im Jahre 1974 heißt der Kanzler der Bundesrepublik Deutschland Willy Brandt. Bald aber wird sein engster Mitarbeiter, Günter Guillaume, als DDR-Spion enttarnt und Brandt damit zum Rücktritt gezwungen. Als der Politkrimi seinen Lauf nimmt, befinden sich Pierre Guillaume und Matthias Brandt, die Söhne der beiden Männer, auf gemeinsamem Urlaub in Norwegen. Auch für sie hat das Ereignis tiefgreifende Folgen. 30 Jahre später lassen Pierre Guillaume und Matthias Brandt ihre Jugend im Politikerghetto Bonn, Bad Godesberg, vor der Kamera Revue passieren und erinnern sich ihrer übergroßen und doch so fernen Väter.

Wenn das Land zur Ware wird

MEX/DEU

2013

Dorit Siemers, Luz Kerkeling

Der Dokumentarfilm thematisiert die Bedrohung der indigenen Gemeinden in Südmexiko durch Monokulturen, Umsiedlungsprojekte,Tourismusprojekte und Repression. Neben dem friedlichen Widerstand der Betroffenen, die sich für ein selbst bestimmtes Leben im Einklang mit der Natur einsetzen, thematisiert das Projekt auch Verbindungslinien zu den Konsumenten im Westen.
Anschließend Filmgespräch mit den Regisseuren.

Loving Vincent

POL/GBR

2017

Dorota Kobiela, Hugh Welchman

LOVING VINCENT war DER Kunstfilm des Jahres 2017! Sein Thema: Der Maler Vincent van Gogh und die Umstände seines Todes. Was den Film aber abseits seiner Geschichte außergewöhnlich macht, ist seine Machart. Die Basis des Animationsfilmes bilden nämlich 62.450 Ölgemälde im Stil und in den Farben des Malers van Gogh, die als Auftragsarbeiten von 115 Malerinnen und Malern geschaffen wurden und einen ganz besonderen optischen Effekt zeitigen. Die Akteure des Films – Dr. Gachet, der Farbhändler Pêre Tanguy, der Briefträger Roulin und sein Sohn Armand – werden filmisch lebendig, so wie van Gogh sie selbst gemalt hat.
Einführung: Dr. Dorothee Höfert, Kunsthalle Mannheim

Verzaubert

DEU

1992

Dorothée von Diepenbrock u.a

“Wir waren immer normal“, sagt Edith entschlossen. „Wir fielen nicht auf. Wir haben erzählt, wir seien Kusinen.“ Dieser und anderen „heimlichen Biographien“ aus der Perspektive derer, die nicht dazugehören sollten, nähert sich der Film VERZAUBERT, in dem homosexuelle Frauen und Männer von ihrem homosexuellen Leben während des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit berichten. Homosexuelle Handlungen zwischen Männern waren mit dem Paragraph 175 StGB seit Ende des 19. Jahrhunderts unter Strafe gestellt. Dieser Paragraph wurde 1935 unter den Nationalsozialisten verschärft und behielt in der Bundesrepublik Gültigkeit bis 1969, in reformierter Form bis 1994. Ein Hamburger Kollektiv, bestehend aus neun Personen, führte 1990 für den Dokumentarfilm VERZAUBERT 50 Audio- und Videointerviews. Herausgekommen ist ein sparsamer Film, dessen Autoren sich zurücknehmen. Seinen Reiz bezieht er aus der Nähe und Intensität der Interviews. In Zusammenarbeit mit der Schwul-Lesbischen Initiative Mannheim.

Stolperstein

DEU

2007

Dörte Franke

Seit mehreren Jahren verlegt der in Berlin geborene Künstler Gunter Demnig seine „Stolpersteine" vor den Häusern von Menschen, die von den Nazis ermordet worden sind. In ihrem Film begleitet Dörte Franke nicht nur die Aktionen, sondern auch die Reaktionen der Passanten wie der Angehörigen der Opfer. Demnig hat nicht ohne kontroverse Diskussionen in über 300 deutschen Orten bisher tausende Steine verlegt, mit denen er den Toten ihre Identität wiedergeben will. Die Steine fertigt er selbst an. Finanziert wird dieses wohl größte dezentrale Denkmalprojekt in Deutschland mit Spenden.

Paddington in Peru

GBR/FRA/JPN/USA

2024

Dougal Wilson

Hugh Bonneville, Emily Mortimer, Julie Walters, Jim Broadbent, Olivia Colman, Antonio Banderas

Es ist ein großer Tag für den Bären Paddington: Endlich wurde ihm die britische Staatsbürgerschaft zuerkannt. Doch kaum hält er stolz seinen neuen Pass in den Tatzen, erreicht ihn eine Nachricht aus seinem Geburtsland Peru. Tante Lucy, die Paddington einst das Leben gerettet und ihn danach bei sich aufgezogen hatte, scheint es nicht gut zu gehen. Für Paddington ist klar, dass er Tante Lucy, die in einem Heim für alte Bären lebt, unbedingt besuchen muss. Und für Familie Brown, bei der Paddington in London lebt, ist ebenso klar, dass sie ihren Bären nach Peru begleiten wird. Doch als sie dort ankommen, ist Lucy verschwunden. Mit einem undurchsichtigen Bootskapitän und dessen Tochter machen sich Paddington und die Browns im peruanischen Regenwald auf die Suche nach Tante Lucy und geraten bald in eine Intrige.

Bear City

USA

2010

Douglas Langway

Gerald McCullouch, Stephen Guarino, Gregory Gunter

Tyler ist ein hübscher und zarter junger Mann – aber er steht selbst nicht auf hübsche, zarte junge Männer, sondern auf echte Kerle, mächtig und behaart. Auf Bären eben. Als Neuling in der New Yorker Szene lernt er in diesem Sommer auf der Suche nach der einzigen, echten und großen Liebe viele von ihnen kennen. Douglas Langway hat ein Großstadtabenteuer gedreht, eine romantische Komödie, die ein bisschen frivol ist – und eine amerikanische Love-Story der etwas anderen Art. Alle Besucher am Donnerstag erhalten ein Glas Sekt zur Begrüßung.

Lautlos Im Weltraum

USA

1972

Douglas Trumbull

Bruce Dern, Cliff Potts, Ron Rifkin

Ein paar Jahre, bevor er sein Regiedebüt gab, arbeitete der Kameramann Douglas Trumbull noch für Stanley Kubrick: Bei „2001: Odyssee im Weltraum“ war er für die Spezialeffekte verantwortlich. Mit „Lautlos im Weltraum“ bereicherte er das Science-Fiction-Genre um einen weiteren Film, der heute ein Klassiker ist. Hauptfigur ist der Astronaut Freeman Lowell, der die Aufgabe hat, eine Flotte von Raumschiffen zu betreuen, die die letzten Pflanzen und Tiere der Erde erhalten soll. Aber das Projekt hat seine Gegner, und irgendwann ist er mit zwei Robotern ganz allein auf weiter Flur.

Die Blutritter

Deutschland

2004

Douglas Wolfsperger

Stefan Müller, Alois Weber, Georg Baumeister, Pater Nikolaus

Einmal im Jahr wird im oberschwäbischen Weingarten die grösste Reiterprozession der Welt begangen. 3.000 Reiter und 30.000 Pilger treffen sich am Blutfreitag, dem Tag nach Himmelfahrt, um eine Reliquie zu verehren, die einen Blutstropfen des gekreuzigten Christus bergen soll. Regisseur Douglas Wolfsperger nimmt dieses Spektakel zum Anlass für ein ebenso stimmiges wie kurzweiliges Porträt eines Landstrichs und seiner Männergesellschaft. Er besucht u.a. einen Landmetzger, der ein energischer Gegner der Tierquälerei ist, einen Bäcker, der auch mal auf gut Glauben verkauft, einen Bestatter, einen praktizierenden Indianerfreund und den Abt von Weingarten. In Cinemascope und zur Musik von Haindling zeigt die Dokumentation Einblicke in eine Welt, die beinahe vor der Haustür liegt. „Es gibt kaum einen deutschen Filmemacher, der die Menschen so gut zum Sprechen bringt wie Douglas Wolfsperger.“ (Südkurier)

Doppelleben

DEU

2011

Douglas Wolfsperger

„Für mich war es wie ein Schlag ins Gesicht!“ Wer möchte schon aussehen wie Angela Merkel? Aus diesem Grund lehnte Susanne Knoll das Angebot, als deren Doppelgängerin zu arbeiten, im ersten Augenblick geradewegs ab. Doch der Drang, sich zu verändern, war bei der Lübecker Hausfrau letztendlich größer als die Vorbehalte. Und so wurde sie dann doch die erste Doppelgängerin Angela Merkels. Mit der Übernahme der Rolle verändert sich auch ihre Persönlichkeit…

War’n Sie Schon Mal In Mich Verliebt?

DEU

2005

Douglas Wolfsperger

Brigitte Mira, Max Hansen jun und die Schwestern Eva und Ann-Mari

„War’n Sie schon mal in mich verliebt?“ witzelte Max Hansen (gebürtiger Mannheimer) schon 1928 über Hitlers angebliche homosexuelle Neigung. In seinem neuen, aufwändig recherchierten Kino-Dokumentarfilm zeichnet Douglas Wolfsperger das bewegte Leben des Kabarettisten, Entertainment-Genies und „Superstars“ der 20er Jahre nach, der bald nach Hitlers Machtergreifung gezwungen ist, Deutschland zu verlassen. „Wie schon in „Bellaria“ zeigt sich Wolfspergers Sensibilität darin, dass er seine Gesprächspartner sanft selbst ihre Persönlichkeit entfalten lässt: Es ist von entzückender Skurrilität, wenn eine alte Dame mit Tanzstundengrazie im Schlager schwelgt. Und auch das weiß dieser Film: Nicht Goebbels oder Göring haben Zarah Leander entdeckt, sondern Max Hansen. Als er eine Partnerin für eine Revue in Wien suchte und Greta Garbo gerade abgesagt hatte..“ (Berliner Zeitung)

Monga - Gangs Of Taipeh

TWN

2010

Doze Niu

Mark Chao, Ethan Ruan, Rhydian Vaughan

Monga heißt ein Stadtteil der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh. Es ist der Ort, an dem der junge Mosquito zu Hause ist. Hier wächst er bei seiner Mutter auf. Solange er denken kann, ist Mosquito immer nur gehänselt und fertiggemacht worden. Er ist glücklich, an seiner neuen Schule Teil der Gang von Dragon Lee zu werden. Er verliebt sich in die Prostituierte Ning und träumt von einer Zukunft mit ihr. Der zweite Film des Regisseurs Doze Niu ist ein dramatisches, sinnliches und grausames Drama um Liebe, Ehre und Familie.

Alles Für Meinen Vater

DEU/ISR

2008

Dror Zahavi

Shredy Jabarin, Hili Yalon, Shlomo Vishinski

Um die Ehre seines Vaters wiederherzustellen, der wegen Kollaboration mit den Israelis geächtet wird, will Tarek, ein junger Palästinenser, im Auftrag einer Terrorgruppe ein Selbstmordattentat auf dem belebten Carmel-Markt in Tel Aviv begehen. Doch der Anschlag scheitert, da er den Sprengstoffgürtel wegen eines defekten Schalters nicht zünden kann. Tarek beschließt, bei einem israelischen Elektrohändler einen neuen Schalter zu besorgen, der jedoch wegen des bevorstehenden Sabbats erst am Sonntagmorgen geliefert werden kann. In diesen zwei Tagen lernt er Menschen kennen, die ihn verändern.

Erich Mendelsohn - Visionen für die Ewigkeit

ISR

2011

Duki Dror

Ein junger Architekt schickt seiner 16-jährigen Geliebten von der Front des Ersten Weltkriegs Briefe mit Zeichnungen organischer Gebilde und philosophischen Gedanken. Daraus entsteht eine lebenslange Verbindung, in der Erich Mendelsohn zu einem der wichtigsten Architekten des 20. Jahrhunderts reift.
Duki Drors Doku zeigt natürlich Mendelsohns Bauklassiker, wie das Universum-Kino am Berliner Kurfürstendamm, wo heute die Schaubühne ihren Spielort hat. Man lernt aber auch sein Privatleben kennen, vor allem seine große Liebe Louise: Mitten im Ersten Weltkrieg heiratete Mendelsohn die junge Cellistin. Dror zeigt ihre Beziehung als permanente Konfrontation zweier selbstbewusster Künstler. Louise war eine emanzipierte Frau, die jahrelang eine leidenschaftliche Affäre mit dem Dichter und Kommunisten Ernst Toller auslebte…

Moon

GBR

2009

Duncan Jones

Sam Rockwell

Ein Meilenstein des Science-Fiction-Genres: Duncan Jones – Sohn von David Bowie – verbindet lunare Schauwerte mit philosophischen Tiefendimensionen, und Sam Rockwell legt eine großartige „Two-Men-Show“ hin. Sam überwacht seit Jahren riesige Energie-Erntemaschinen auf dem Mond, allein. Nur Roboter Gerty leistet ihm Gesellschaft. Dann kommt es zu einem Unfall. Und Gerty aktiviert programmgemäß Sams Klon. Das Mondstation-Kammerspiel wird zum existentialistischen Thriller und ist, so „Telepolis“, „ein inhaltliches und formales Vergnügen: Klone aller Welten, vereinigt euch!“
Vor dem Film entspannte Atmosphäre mit David Bowie-Musik und Bowies Lieblings-Sommerdrink
Es gilt freie Platzwahl – gerne können Sie Kissen, Decken etc. mitbringen und es sich in unserem Innenhof im dritten Stock gemütlich machen!
Neben guter Musik gibt es leckere Sommerdrinks – auch alkoholfrei.
Bei schlechtem Wetter laufen die Filme in unserem Kinosaal.
Einlass ab 20:30 Uhr
Eintrittspreis: 8 Euro / erm. 6 Euro / Mitglieder Cinema Quadrat e.V. 5 Euro

W.r. - Mysterien Des Organismus

YUG

1971

Dusan Makavejev

Milena Dravic, Jagoda Koloper, Ivica Vidovic

Regisseur Makavejev macht in seiner surrealistischen Collage über den freudianisch-marxistischen Psychoanalytiker Wilhelm Reich verdrängte Seiten der Gesellschaft sichtbar. Der erste Teil zeigt Leben, Verfolgung und Tod des Forschers, dessen Theorie einer sexuellen Befreiung als Grundlage gesellschaftlicher Befreiung verketzert wurde. Im zweiten Teil versucht die „sexuell befreite“ Milena im Jugoslawien der 1970er, den stalinistisch-dogmatischen Eiskunstläufer Vladimir Ilyich zu agitieren.

Eine fantastische Frau – Una mujer fantástica

CHL/ESP/USA/DEU

2017

ebastiàn Lelio

Daniela Vega, Francisco Reyes, Luis Gnecco, Aline Kuppenheim

Marina und Orlando lieben sich und planen eine gemeinsame Zukunft. Sie arbeitet als Kellnerin und singt leidenschaftlich gern, der 20 Jahre ältere Geliebte hat ihretwegen seine Familie verlassen. Doch dann erleidet Orlando einen Anfall, die Ärzte können nur noch seinen Tod feststellen. Marina sieht sich mit den unangenehmen Fragen einer Kommissarin konfrontiert, und Orlandos Familie begegnet ihr mit Wut und Misstrauen. Seine Noch-Ehefrau schließt sie von der Beerdigung aus. Denn Marina ist eine Transgender-Frau.
Oscar 2018 als bester fremdsprachiger Film!

Pollock

USA

2000

Ed Harris

Ed Harris, Marcia Gay Harden, Jennifer Connelly, Tom Bower, Bud Cort, Val Kilmer, Amy Madigan

Jackson Pollock begründete das Action-Painting: Bei ihm stand der Fertigungsprozess des Kunstwerks im Vordergrund – einige seiner Bilder schuf er mittels furioser, tänzerischer Bewegungen, bei denen er die Farbe aus einem Behälter auf die am Boden ausgebreitete Leinwand schleuderte. Ed Harris, der zugleich Regie führte und mit vollem Körpereinsatz die Hauptrolle übernahm, zeichnet mit seinem Spielfilm ein lebendiges Porträt dieses Künstlers des abstrakten Expressionismus, der Anfang der 50er Jahre zum Star avancierte und 1956 bei einem Autounfall ums Leben kam. Der Maler beeinflusste nicht nur die Kunst seines Heimatlandes, sondern auch die europäische Szene der Nachkriegsjahre.

Alkoholismus und psychische Probleme führten dazu, dass er viele seiner Werke selbst zerstörte. Der Film zeigt die zwiespältige Persönlichkeit des Malers, der seinen Erfolg nicht zuletzt seiner Lebensgefährtin Lee Krasner verdankt, die hervorragend von Marcia Gay Harden gespielt wird. Figuren wie die Sammlerin Peggy Guggenheim, der Kunstkritiker Clement Greenberg oder der Künstler Willem de Kooning vermitteln im Verlauf des Films ein wichtiges Kapitel der amerikanischen Kunstgeschichte – „mit viel Gespür, Hingabe und unaufdringlichen Bildern erzählt.“ (Spiegel)

Cardillac

DEU

1969

Edgar Reitz

Hans-Christian Blech, Catana Cayetano, Rolf Becker, Liane Hielscher, Gunter Sachs, Heidi Stroh, Urs Jenny.

Der angesehene Goldschmied Cardillac lebt mit seiner Tochter aus einer gescheiterten Ehe mit einer Farbigen in völliger Abgeschiedenheit. Mit rätselhafter Leidenschaft liebt er die von ihm geschaffenen kostbaren Schmuckstücke – wenn er ein Stück verkauft, überfällt er kurz darauf den Käufer, tötet ihn und holt sich den Schmuck zurück. Niemand verdächtigt den Gold-Künstler, der sich immer mehr in eine Welt von Träumen und Illusionen einspinnt.
Edgar Reitz (HEIMAT) versetzt in seinem zweiten Spielfilm Motive aus E.T.A. Hoffmanns „Das Fräulein von Scuderi“ in das West-Berlin von 1969: Es geht nicht nur um eine skurril-blutrünstige Geschichte, sondern um den modernen/mordenden Künstler in der Gesellschaft – so wenden sich in dynamischer Verfremdung die Schauspieler immer wieder reflektierend ans Publikum.

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